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Nummer 41
Sonntag, 17. Februar 1924,
Einzelnummer 10 Pf., Sonntags 15 Pf.
Einzelnummer 10 Pf-, Sonntags 15 Pf. 14. Jahrgang
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KaM Neueste AWrichien
Kasseler Abendzeitung Hessische Abendzeitung
Sachverslan-igen-Veralmgen in Varis.
Was das heißt, wissen wir
besetzten Gebiet vorliege. Mardonald bcantwor-
Sine internationale Anleihe.
* Frankreicy unv Belgien.
Die Svivbankrrferven Im Auslande.
Zürich, 16. Februar. (Prioattelegramm.) Der Corrterr della eSra meldet aus Rom: Hier liegen Berichte deS italienischen Sachverständigen vor, wonach die Reserven der neuen deutschen Goldnotttnbank in der Schweiz hinterlegt werden.
daß die Reichskonferenz der Dominions schleunigst einbernfen werde. — Der „Times" zufolge spricht Lloyd George am Montag oder Dienstag im Unterhaus. Der beabsichtigte Abschluß der Debatte am Samstag ist unmöglich geworden, da noch sechsundzwanzig Redner vorgemettt sind.
daß der Abbau der militärischen Rüstungen im besetzten Gebiet beginnen möchte und
glauben aber doch, das, zwischen dem Fall von Düsseldorf und dem von Pirmasens ein Zeitabschnitt liegt, der manche Wandlung hervorgebracht hat, und so braucht man die französische Drobung noch nicht als letztes Wort anzusehen. Es sind setzt wichtigere Dinge im Spiele, die ein französisches Schaugericht in Schotten stellen würden Die Stimmung der Bevölkerung zeigt außerdem eine erhebende Entschlossenheit zur Selbstbehauvtung, di» durch französisch« Brutalität nicht mehr erstickt werden kann. k. E. D.
tete dir Frage durch ein lebhaftes „Ja, ja!" Chamberlain verlangte bum Schluß seiner Rede,
Wir werdens sehen. Wir
Smen französische Zwangsmaßnahmen.
Koblenz, 16 Februar. (Privattelegramm.) Der Berichterstatter der Londoner „Times" meldet: Gegen ein- Ergreifung von Repressalien wegen der letzten Ermordungen von Se- varatisten in der Pfalz hat der englische Vertreter bei der Rheinlandkornmission Vorbehalte erhoben Die Ergreifung von Zwangsmaßnahmen stehe, da es sich nicht um Angriffe auf die VefatzungSarmee handelt, den militärischen Befehlsstellen keineswegs zu. (!)
Paris, 16. Februar. (Eigene Drahtmeldung.) Der französische Miuisterrat hat über die dcut-
donald die Frage, ob schon ein englischer K a - binettsbeschlutz über die Wiedererrichtung der deutschen Gebietshoheit in dem
Sine Frkedenieede Macdonalds.
Fortgang der Debatte im Unterhaus.
London, 15. Februar.
Im Unterhause wurde gestem die Debatte über oi- politische Erklärung Macdonalds fortgesetzt. Macdonald erwiderte auf zahlreiche Fragen, die au die Regierung gerichtet waisu.
Dieses Gesindel wurde von den Franzosen besoldet und aus ihren Militärküchen verpflegt Die Rotte wurde bewaffnet und auf die wehrlose Bevölkerung losgelassen. Die Verräterei stand in höchster Blüte. Jeder treue Deutsche, der sich mißliebig über die Separatisten und ihre Beschützer äußerte, wurde vor ein französisches Kriegsgericht geschleppt und verurteilt. Beamte wurden misgewiesen und die Behörden abgesetzt. Nn ihre Stelle kamen die Separatisten und zwar die Gewissenlosesten auf die obersten Posten. So entwickelte sich ein S y st e m der W i l l k ü r und ^.^ivalttätigkeit. wobei die BevöKerung nicht mehr in ihren eigenen Wohnungen sicher war. Sie lebte in steter Augst und seelischer Pein Das ging so die letzten Fabre hindurch, und es ist erklärlich, daß die Nervenkraft bis »um Aeußersten angespannt wurde und einmal reißen mußte. Die Lage war aufs höchste bedroht. als die Ermordung der berüchtigten Se- varallsten Heinz und Genossen geschah und sich danach die Franzosen — durch die Engländer ver- o.nlaxt — von den Separatisten znrückzogen, weil die gesamte pfälzische Bevölkerung sich auflehnte. Trotzdem versuchten die Separatisten mit einer Dreiftiakeit. wie sie nur Gewohnheitsverbrechern eigen ist. sich zu behaupten und ihre Schikanen fertinsetzen. Da endlich riß die Geduld, und
I^vi zu dem Blutbadin Pirmasens, Kreuznach, Dürkheim und anderen Plätzen.
Daß es so weit kommen mußte, ist zu beda"- ern. Aber wen trifft die Schuld? Nur die Separatisten und Franzosen! — Von der Bevölkerung war es ein Akt der Notwehr, zu verstehen und ,u rechtfettiaen aus dem Gefühl der Verzweiflung. Es gebt ein Aufatmen der Erleichterung durch das deutsche Volk, da man nun erlebt, daß die Gequälten und Unterdrückten sich endlich aufraffen, die Verbrecher aus ihrem Hinterhalt herauszuholen und ihnen das zu geben, was sie verdienten. Die Vernichtung des Feindes ist dort das einzige wirksame Mittel, um Rübe zu bekommen Das Beispiel wird abschrek- k e n d aus die ganze Separattsten-Dewegung am Rhein wirken und man wird Mb nichts mehr davon hören. So wird dieser Alp endgültig von deittschen Westen genommen sein! Wenn erst die kfälflf-b« und rheinisch« Bevölkerung ihr inneres Gleichgewicht wieder gefunden striben wird, dann wird sie die kultu-elle Bindung mit dem deutschen Reich« noch fester knüvstn und die staatlich« Zusammengehörigkeit hüten und Vflc-
Das Luftschiff fflr Amerika. Die Ucberscefahrt voraussichtlich im Mai. (Privat-Telegramm.)
Friedrichshafen, 16. Februar.
_ Der Erbauer des für Amerika bestimmten Luftschiffes Dr. Eckener hatte eine Unterredung mit einem Pressevertreter, in der er daraus hinwies, daß er noch keine Erklärung über den Termin der Abfahrtszeit deS gebrauchsfertigen „Zeppelin" nach Amerika geben könne. Es sei wahrscheinlich, daß die Fahrt im Mai stattfindet und daß mit einem Monat Dauer gerechnet werden muffe. Im Monat Mai sei die geringste Windstärke auf 6 bis 8 Meter zu veranschlagen, gegenüber den stärkeren Winoströmun- gen des November mit Böen und stärkerem An- ^?^"^'^nfalls müsse mit einer Dauer von 90 Stunden gerechnet werden. Man könne Ueberfahrt rechnen, aber selbstverstnadlich hange gerade bei einer solchen S Oon der Witterung und von den
Umstanden ab, die im Mai bedeutend günstiger HL?“.1* StoBemfcer. Vorher werden «robe- kagrten in Deutschland unternommen.
vom Düsseldorfer Schnpo-Prozeß her. M es möglich, nochmals eine solche Rechtstragödie in
Szene zu setzen? " *
Politik abzudrängen und es versucht noch, sie aus dem Ruhrgebiet zurückzuziehen. Die Vorgänge in der Pfalz haben den Engländern dazu ein weiteres beweiskräftiges Argument in die Hand gegeben. Mögen sie ausgiebigen Gebrauch davon machen. Zunächst hat ja Frankreich seine in der vorigen Woche verkündete Zurückhaltung aufgegeben und will sich erneut in diese innerdeutschen Verhältnisse einmischen. Es hat die Truppen in der Pfalz vermehrt uns beabsichtigt die an der Säuberung beteiligten Deutschen vor ein französisches Kriegsgericht zu stellen.
Man muß bei dem rauschenden auillenden Wasser des Siegfriedbrunnens gewesen sein, muß am Steilabsturz des Trials gestanden ha- den, den Blick über imermeßliches Waldgebirge zu fernen und nahen Burgen sonder Zahl gerichtet, muß von der Ebernbnrg aus das lieblich« Rabetal geschaut und in Bergzabern vom goldenen Traminer getrunken haben, muß bi tiefen Kellem der Weinorte „brobtert' nnb auk dem „Dürkbeimer Wurstmarkt' das Pfalzer Volkstum in feiner ganzen Fröhlichkeit von einst gesehen haben —, um auch nur einen schimmer von dem Glanz« zu empfinden, der von Baverns Pfalz ousstrahlt.
Sie hat viel leiden müssen im Laufe '-tter 'm erb ort betveaten Geschichte, immer aber er'fenb sie wie ein Phönir aus Asche und Verwüstung. Das Pfälzer Volkstum blieb unverändert treu und deutsch. Daher wird die Pfalz nicht verderben. Einst wird sie wieder die ,fröhliche Pfalz" fein, von der der Pfälzer Sän- gerfvruch sagt: Fröhliger Sang — feuriger Wein — hoch du sonnige Pfalz am Rbeinß
Paul Kretzschmar.
Bemsm des Reichstags.
Am die Reform des Wahlrechts.
(Eigener Drahtbericht.)
Berlin, 16. Februar.
Die Reichsregierung verhandelte in den letzten Tagen mit den Parteiführern über die R e- form des Reichstagswahlrechts und über die Tagesordnung der kommenden Ne i ch s- tagssitzungen. Sobald die Fraktionen Stellung zu dem Ergebnis dieser Besprechungen genommen haben, wird die Regierung erneut Rücksprache mit den Fraktionen nehmen. Neber die Tagesordnung für den Reichstag wurde eine Einigung dahin erzielt, zunächst eine Antwort der Regierung auf die vorliegende Interpellation entgegenzunehmen und gleichzeitig den bekannten Antrag der Deutschnationalen zur Verfolgung der Kockwerräter im besetzten Gebiet zu behandeln Der Aettestenausfchnß wird zu Beginn der kommenden Woche zusammentreten, um sich über den weiteren Geschäftsgang zu beraten. Es ist anzunehmen, daß er auch den Termin der Entgegennahme einer Regierungserklärung über die Innen- und Außenpolitik der Lage sestsetzt.
Man schreibt uns aus der Pfalz: Einstmals, in beinahe schon sagenhast fernen Zeiten, begann man ein Stimmungsbildchen aus der bayrischen Rheinpfal; gewöhnlich mit dem Pfälzer Wahlspruch „Fröhlich Pfalz, Gott erha Isis'. Ach, daß sie bald wiederkommen möchten, diese Zeiten, wo man im Pfälzer Rebenparadies mt der Haardt wie im Himmel lebte und in Deidesheim in her „Kanne" oder im rebenübersponne- nen Garten her Winzergenossenschaft einen wunderbaren ganzen Schoppen edlen Deidesheimers schon für eine Mark kredenzt erhielt. Daß sie wiederkämen jene fröhlichen Zeiten, da das stunze „Weingebirg" von der elsässischen bis zur rheinhessischen Grenze herunter ein einziger jubelnder Sang aus endlos scheinendem grünen Rebenmeer und unter einem Sonnenhimmel war, wie man ihn erst unten an der Adria in dieser monatelang ungetrübten, wolkenlosen Bläue wieder antrifft Weißt du es noch, mein Herz, wie du höher schlugst, als es zum erstenmal hinaus in die Edel-Kastanienwälder ging, die den ganzen burgengekrönten Absatz der Haardt zur Rbeinebene bedecken? Wie lachend war doch so ein Pfälzer Städtchen, wenn an nationalen Festtagen die blanweißen Fahnen in den scbmalen-^'^„ Gäßchen flatterten!
Frühling tn'"«-''1 Milz, das beißt, sich im milden Lächeln eine;#1 oberitalienischen Frühlings sonnen itn’ö doch das Bewußtsein babwi: du bist am Rhein, auf deutscher Erde. Manchmal schon km Fe-brnar. spätestens aber Mitte März, bedecken sich die Weinberge am Haardtrande mit zartweißen Blütenschleiern. die weit in die Rbeinebene hinein leuchten. Viele von den blähenden Bäumen schwelgen in einem ungemein zarten Rosa, ander« wieder in einem Eremegelb, das an Elfenbein erinnert. Es sind die Mandelbäume, die zu Tausenden hier in den Weinbergen und in den alten Gärten stehen, manchmal in unmittelbarer Nachbarschaft von Zitronen und.Oranaen, die ebenfalls reifen, oder gar vor alten schmucken Winzerbärisern, deren Wände mit Feigenspalieren bedeckt sind.
Und was ist aus Sv eher geworden, dem uralten, kaiserlichen, würdevollen, dessen Dom ans viele Meilen in der Runde als ein Wahrzeichen sondergleichen in deutschen Landen sichtbar ist! Zwar war Svever nie so luftig wie die Städte im Weiubmigebiet, das die alte Kaiser- siadt nur mit seinen äußersten Ausläufen von Neustadt her erreicht. Es ist schon lange Zeit zum mindesten ebensolche Rierstadt als Weinstadt, aber man fühlte sich doch immer so stolz und frans in S-pevers Mauern. Wohl lag es über den Straßen wie eine leise, ferne Wehmut, wie ein Erinnern an die Zeit, da Sveyer st» mit Augsburg maß. Aber jenes alte prächtige Sveyer ist dahin, feit M-flac im Pfälzer E'-b- folaekrieae die schöne Pfalz mit Mord und Braud überzog und Sveyer in Rauch und Flammen versank. Nur verhältnismäßig Weniges bat sich aus dieser Branokatastrophe erhalten. Aber wer konnte je den überwältigenden Eindruck vergessen, den man in der Saifcrgruft des Svev- erer Doms hat, wenn man durch die mit Fak- keln beleuchteten Grustgelvölbe an den Särgen vorüberschreitet, in denen acht deutsche Kaiser schlummern!
gen, um au* dem äußeren Feind den Boden unter den Füßen zu entstehen.
_ Damit ist die Richtlinie für das weitere Streben gegeben. Jetzt ist es schon leichter, den Franzosen den Wind aus den Segeln zu nehmen. Konnten sie sich bisher, wenn auch mit Unrecht, daraus berufen, daß im Rheinland eine Lostrennungsbewegung besiehe, so tst doch jetzt aller Welt deutlich vor Augen gefübtt, daß diese Beweguna -usammengeb^ochen ist und das Rheinland imb die Pfalz enger als je mit dem deutschen Vaterland« verbunden sind und fest zu ihm Julien. England hat es erreicht, die Franzosen von ihrer Lostrennungs-
Jn der gestrigen Nnterhausdrbatte richtete Chamberlain im Verlaus einer Rede nn Mae-
Sin Bild der Malz.
Eine sonnige Vergangenheit.
AngefklhtS der totoeren Leiden, die die Dfälzee Bevölkerung unter der Fremdherrs-Yaft und ihren vervrciheris! e» Helfern erdulden mul;, sst es wohltuend, ei ten BUS in dir Zeit M-illk. zuwerfen.Sadiepfalz no.1) ingrühl.chreit strahlte
Berlin, 16. Februar. (Privattelegraurm.) Wie der Berliner Berichterstatter der Basler Rational-Zeitung vernimmt, geht die Auffassung der Mehrzahl des Ersten Sachverständigenkomi- tees dahin, daß eine Bezahlung der Rep af a - tionskosten und der Besetzungskosten ohne internationale Anleihe nicht möglich ist Das gesamte Ruhrgebiet und dessen Produktion, sowie die gesamten deutschen Eifenbahnen müßten durch eine internationale Gesellschaft verwaltet und als Pfänder für die Reparationszahlungen an die Alliierten und für eine internationale Anleihe zurückbehalten werden.
scheu Vorschläge einen Meinungsaustausch mit Belgien ausgenommen. Der Hauptinhalt der d e u t s ch e n B o r sch l ä g e ist die BereitschastS- erklarung des Reiches, si chdem Urteil der Sachverständigen ohne Vorbehalte zu unterwerfen und die Forderung nach einem zwei- bis dreijährigen Moratorium, des durch Eisenbahn Zolleinnahmen, Staatsmonopole und den gesamten Grundbesitz des Reiches garantiert wird.
Der deutsche Westen.
Die gequälte Bevölkerung.
3m Vordergrund der Ereignisse stehen noch die fchrecklichen Vorgänge in der Pfalz, die ihre Nachwirkung auf den ganzen deutschen Westen und auf unsere Beziehungen zu Frankreich aus- üben. Die Pfalz selbst ist auch noch nicht beruhigt. aus vereinzelten Otten kommen immer wieder Nachrichten über Zusammenstöße zwischen der Bevölkerung und den Separatisten. Aus der Stärke der Erregung können wir ungefähr ahnen, tote furchtbar die Qualen sein müssen, die auf dem Lande lasten, denn es gehört schon viel dazu, die Pfälzer, die durch den systematischen französischen Druck nach und nach mürbe gemacht toorden sind, zu Gewalttaten zu treiben, wie sie den Separatisten gegenüber angewendet worden sind. Man muß sich vergegenwättigen, daß das Grundübel bei den Franzosen liegt, die Volk und Land vom deutschen Reiche losreißen und annektieren wollten, ebenso wie sie es im ganzen Rheinland« verbucht haben. Ter Vorwand der Selbstverwaltung ist erst später erfunben worden, als die Franzosen sahen, daß ihr Liebeswerben abgelehnt wurde. Wie si« dann mit Gewalt versucht haben, ihr Ziel zu erreichen, ist bekannt, aber es muß hier wieder daran erinnert werden, um die daraus entstandene Spannung zu verstehen. Um nach außen hin durch einen Schein des Rechts gedeckt zu' fein, holten die Franzosen deutsche Helfer und Helfershelfer, die eine „autonome Republik* forderten, die unter französischem Schutz stehen sollte. Daß solche Verräter überhaupt zu finden waren, bleibt ein Schandfleck auf dem deutschen Namen. Di« Schande wird nur dadurch gemildert, daß es Leut« waren, mit denen ein ehrlicher Deutscher nichts zu tun haben will: eine Rotte von Verbrechern übelster < Sorte, die wiederholt im Gefängnis und Zuchthaus gesessen haben.
Nur mfl O5i?rrgnntfli Behörden.
Rotterdam, 16. Februar. (Privattele- granrm.) Die ..Morningpust" meldet nus Pa iiS: Der britische Botschafter in Paris, Lard Creme, hat am Freitag dem Ministerpräsidenten Poincare die englischen Vor- schlüge hinsichtlich der gemniesamen Stellungnahme der Alliierten in den besetzten Gebieten überreicht Sie bewegen stch dahin, daß für die Dauer der Besetzung nur mit denjenigen Behörden militärische Beziehungen aufrecht zu erhalten sind, die bei Beginn der Besetzung bestanden oder die von der ReichSregier-mg ausdrücklich anerkannt sind. Die „Morningvost" nennt die englischen Borfchläge den Abschluß der Borverhandlungen zwischen den Kabinetten.
Am das besetzte Gebiet.
Wiedererrichtung der deutschen SouverSnitSt.
. (Eigener Drahtbericht.)
London, 16. Februar.
Deutschland als OVfer.
Die Sachverständigen-Beratungen in Paris. (Eigener Drabtbericht.)
Paris, 16. Februar.
Die alliierten Sachverständigen, die im Laufe der letzten Tage Berlin verlassen haben, finden fick am M o n t a g wieder in Paris ein, um die Beratungen über die deutsche ZahlnngssShigkeit fortzusetzen. Der Vorsitzende des Ersten Ausschusses, der amerikanische General Dawes, äußerte sehr befriedigt zu Pressevettretern: „Wir haben alle Gründe, mit der Loyalität der Reichsregierung zufrieden zu sein. Alle Auskünfte, die wir brauchten, wurden uns sehr gewissenhaft gegeben. Alle Personen, die wir beftagten, gaben nns ehrlichen Bescheid." Die Mitteilungen, die bisher in den französischen und englischen Zeitungen über die Folgerungen des Ersten Sach- verständigen-Ausschnffes erschienen sind, erklärte General Dawes für unrichtig. Die Folgerungen und Vorschläge des Ausschusses würden erst dann bekannt werden, wenn der Ausschuß seinen Bericht fertiggefiellt hat. Diese Arbeit werde am Montag, 18. Februar, beginnen und soll, wenn irgend möglich, bis zum 1. März beendet sein. Das von Deutschland zur Ser« "ügung «stellte statistische Material wird noch Pa- ttS gebracht. Reichsbankpräsident Dr. Schacht wird auch vom Ausschuß gehött werden.