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Zuversicht des LeichsfimuMiuisters

türmen oeftätft tourt*. Nur dadurch konnten sich haben dem Reichskanzler eine Einqabe über- die Bslfchswistm hatten. Wenn jemals in der reicht, in der auf die ständig wachsende Er

sich in

LleberwMöung det Notzeit.

Zuversichtliche Worte des ReichSfinanzministerS.

(Eigene Drahtmeldung.)

Hamburg, 24- Januar.

Reichsfinanzminister Dr. Luther hielt

Die stvieicdendr Krankheit.

London, 24. Januar. (Privattelegraunn.) DieTimes" meldet aus Moskau: Der amt­liche Totenschein für Lenin, der von den Aerz- ten Prof. Bunak und Gautier ausgestellt ist, lau­tet auf vsrgeschrittene Paralyse. Die zugr- zogen en Professoren Rosanow, Obuch «nd Weiß- brodt sind die Leiter deS Instituts für Ge- fchlechtskrankheiten am Moskauer Staatskrauken- haus. Der Jnnrnkomnrissar Durschlnstz hat die Derösfentlichunq deS vollständigen Obduktious- befrmdes verboten rmd nur die Publizierung des Auszugs zugelaffen, der von den Veränderungen der Blutgefäße spricht. Trotzki ist seit «,m- qcn Tagen in der Privatkliuik des Driss. Abri« lohow, der auch zu LeninS Aerzten gehörte.

3tu8ton68 Dezlevungen zu Deu schland.

Berlin, 24. Januar. iPrivattelegramm.) Der russische Botschaster in Berlin hat einem Vertreter der italienischen ZeitungTri- S,ma" gegenüber sich über die Beziehungen zwi­schen Deutschland und Rußland ausge­sprochen. Er bekannte sich dabei als ausführendes Organ der Politik T s ck l t s ch e r i n S. Die Witt, schastliche Annäherung sei rin LebrnSintereffe für beide Länder. Seit der Konferenz von Genua fei in dieser RiSstang mancher Fortschritt zu ver. zeichnen gewesen. Die Frage, ob der bürgerliche Charakter der deutschen Reichsrcgirrung durch dir Annäherung an Rußland beeinflußt werden könnte, wurde vom Botschafter verneint.

Welteinörlicke.

Eine Anterreduug mit Sven Hedi«. ' Der veriihmte Forscker Sven Sebtn, der nach Beendigung seiner Weltenreise jetzt in Slot*. Holm weilt, hat einem Pressevertreter kürzlich seine Eindrücke wie folgt g?,childert r

^Jch beginne mit Amerika, da ich toetfö daß jeder Europäer die wirtschaftliche Erlösung, la sogar die polittsche Genesung von dort aus erivartet. Aber die Bereinigten Staaten kämp­fen heute ebenso erbittert gegen die Not, gegen die Arbeitslosigkeit, wie die europäi­schen. Leidet man hier durch die Geldknappheit, so wird Amerika von einem unprodukttven Ueberfluß an Zahlungsmitteln gepeinigt. Aber das Land beginnt langsam mit einer angestreng­ten Aufbantätigkeit, die keineswegs hinter den wirtschaftlichen Kämpfen der europäischen San* her zurückbleibt. Der Banker weiß gan, genau, daß er auf Europa vorläufig nicht rechnen kann, und somit muß er sein ganzes Wirtschaftsleben drüben ausbauen und stabilisieren. Es ist dies

Sowietregierung aesckwunden. Er war der Or­ganisator des Bolschewismus und der Sowjets, und als er Geleeenbelt hatte, im Jabre 1917 in dem durch den Krieg zu summensebrocbenen Ruß­land die Zügel an sich :n reißen, schwang er sich zum Diktator auf. DikNtur und Bolschewis­mus ist üaenft-ch ein Mdersvru.ch. denn es hieß doch, daß die Mehrheit entscheiden und ihre Füh­rer wählen sollte. Aber schon bei diesem Mehr­heit «man över hätten sich die argen Mängel des Systems gezeigt. Deshalb wurde die Diktaftrr errichtet, die sich »Arbeiter- und Bauernregie- nmg* nannte, in Mrklichkett aber die Arbei­ter zum militärischen und industtiellen Zwangsdienst heranzog und die Bauern ausplünderte. Gegen Andersden­kende wurde eine Schreckensherrschaft ausgeübt, die durch schauerliche Massenhmrich-

r e g u n g hingewiesen wird, die durch die Perfo- nalabbauverordnung in die Beamten gcwerkschas- ten hineingetrageu worden sei. Die Verordnung enthalte rmnötige und sachlich ungerechte Schritte. Seit dem Erscheinen der Personalabbauvcrord- nung sei der Abbau in den verschiedenen Stellen zum Teil eine Form, die die Arbeitsfreu- digkeit aller Bcmnten, noch mehr aber ihr Vertrauen auf Gerechtigkeit in der Hand­habung auf die s ch ä r f st e P r o b e gestellt hätte, lum Schluß wird darauf hingewiesen, daß die Beamtenorganisationen nach wie vor bereit sind, die Regierung bei der loyalen Durchführung der Verordnung zu unterstützen.

Die Goldrrotmban?.

Die Gründung wird in nächster Zett erwartet. (Privat-Telegramm.)

Berlin, 24- Januar.

Die Goldnotenbank, deren Gründim; nach dem günsttaen Verlauf der Pariser Besprechungen schon in nächster Zeit zu erwarten ist, soll ein »kapital von einer Milliarde Gold- mark haben, deren größerer Teil von auslän­dischen Finanzgruppen bereftgeftellt wird; eS wird erwogen den Sitz der Bank ins neu­trale Ausland zu verlegen, um ihre volle Nnabhängkgkeit z« wahren. Der Berwal- tungsrat wird sich ans alliierten, neutralen und deutschen Persönlichkeiten zusammensetzen. Die Buchführung wird mtf Goldmarkbasis ein­gerichtet. Die Bank wird Papiergeld yr Goldwert ausgcben, aber au ihren Schaltern auch Paviermark znm Tageskurs entgegcnneh- men. Die Diskontierung von Staatspapieren wird grunMblich abqelehnt. Die maßgebenden Finanzkrrise von Landon und Amsterdam haben bereits der neuen Bank die notwendige finan- siellc Unterstützung zugesichert. (Sei dem gün­stigen Fortgang der Vorarbeiten für diese Neu- grsindnng wird angenourmen. daß der Blau ans Gründung einer eigenen rheinisch-westfäliskbe« Goldnotenbank nunmehr hinfällig geworden ist.)

Dr. SMacMv Dericht.

Berkin, 24 Januar (Privattelegranmr.) Herr Dr. Schacht trifft heute ans Paris wie­der in B e r l i n ein. Er wird schon nachmittags imReichskabinettBericht über das Er­gebnis seiner Reise erstatten. Bor seiner Ab­reise aus Paris hat Dr. Sckmcht den Vertreter desOs" empfangen und ihm mitgeteM- daß die schnelle Errichtung einer Goldnotenbank eine Lebeusnotwendigkeit für Indu­strie, tvindel und Export Deutschland? fei und daß die Errichtung der neuen Goldhank schon zum 1. April erfolgen werde.

Weltgeschichte die BezeichnungBluthunde" an- mwenden war, so war es unter ihrem Regime. Das ganze System, das den Armen und Bedrück­ten den Himmel auf Erden versprach, war ge­meiner Schwindel. Nur die verbrecherischen Füh­rer mit ihrem verbrecherischen Anhang jWten sich die Taschen, während das Walk an Hunger und Schmutz Morunde ging. Der staatliche Kommu­nismus hat' es zwar verstanden, alles niederzu­reißen, war aber nicht imstande, aufzubauen Erst als di« Führer sich durch Meutereien bedroh: ahen. änderten sie das System und riefen die apitalistische Privatwirtschaft wie­der ins Leben. Seitdem geht es in Rußhand wieder aufwärts! Diese Wandlung ist tn erster Linie Wladimir Lenin zuzuschreiben. der eimah, taß der Weg zur alten Welt wieder. zurückge- ührt werden mußte. Unterstützt vom Außen- mimster Tschitscherin, wurde die Verbin­dung mit den anderen Ländern wieder ange- knüpft, wobei besonders Deutschland bevorzugt wird. (Dies erklärt sich schon aus dem Gefühl des gemeinsamen Kriegsverlustes, sowie aus der benachbarten Lage.) Selbstverständttch muß Rußland noch ganz zu der freien Privatwirt- chast zurüÄehren und sich der Wettwirtscho.st wieder anpassen. Rußlands Zukunft hängt da­von ab tote die Sotojeiregftrimg sich weiter um« wandelt und ob die bisherigen Mitarbeiter Le­ninS in der ?aae sein werden, die Umstellung er­folgreich zu Voltziehen. K. F. D.

Höhepunkt und Ende.

Zwei Männer und ihre Politik.

Der Montag Abend war ein Markstein in der Geschichte zweier Arbeitersührer. Der Eme, Ramsay Macdonald.hat den Höhepunkt ieU ner politischen Laufbahn erreicht, als er vom bri- tischen König zum Ministerpräsidenten des bri- lifchen Reiches ernannt wurde; der Andere, Wla­dimir Lenin, beendete seine «orvietherrschast in Rußland, als der Tod ihn von em« laugen Krankhett erlöste. Mit Beiden sind polittsche Sy­steme verknüpft, denen sie, sehr verschieden in ihrer Art, ihre persönlichen Anschauungen auf- seprägt halben. Beide strebten als Führer der Arbeiterklasse auf fast entgegengesetzten Wegen ihren Zielen zu. Wie verschieden war schon ihr Entwicklungsgang. Macdonald, «ls kleinen schottischen Verhältnissen, starmnend^t

i schottischen VerMtnissen stammend, sich durch fleißigen Selbstunterricht und »eil sen Univerfftätsbesuch emporgearbeitet, hat st die verschlungenen Zusammenhänge von Pottttk itnt> Wirtschaft hineingelebt und hat Reformen. an dem nach alten Grundsätzen geordneten und, festwurzelnden britischen Staats- und W:rt- schaftsWrPer versucht, um dadurch der Arbeiter- fiafie größere Rechte und bessere L^enSbedm- . aitTtgen zu verschaffen. Seine Arbeit gründete sich auf vernünftige Einsicht, auf den fogenminten gesunden Menschenverstand, der aber durch ets- riaes Studium unterstützt und erweitert wurre.

Betrachten wir die Wirkung der Persönlichkeit auf die polittschen Ereignisse, so stellen rott bei Macdonald eine ruhige, steti ge Ent- Wicklung zum Ausstieg fest. Er will sein Ziel nicht durch Umsturz erreichen, sondern sich au das Bestehende anpassen, einzelne Teile umformcn, den großen Staats- und Wirtschasts-Orgamsmus ober in seinen Grundlinien unberührt lassen. Seine Arbeit ist nicht Klasienkamps, sondern a ll- mähliches, friedliches Hineinwach, sen der Arbeiterpartei in die Gesellschaftsform. Mit diesen Ideen hat er die Mehrheit der Ar- betterschaft hinter sich. Daß einzelne Gruppen radikaler denken, hängt mit der vielseitigen Sfrn- struttion der Partei zirsammen, die kein fest- geschkoflenes Ganzes ist wie in Deutschland, son­dern sich aus der Fabier-GeseUckast, der unab­hängigen Arbeiterpartei, der englischen soziausti- schen Föderation, einer Anzahl von Gewerk-, schaftsverbänden und Genossenschaften »uswn- men setzt. Das maßgebende politische Streben der Gesamwrganisation, die von Macdonald geleitet wird, ruht jedenfalls auf der bürgerlichen Grund, anschammg. Es läßt sich daher helfte noch mcht sagen, wie groß die innenpolitischen Veränderuu. gen fein werden. Der Kampf wird sich zunächst nm den von der Arbeiterpartei verlangten Frei­handel und den von den Konservativen ver­langten Schutzzoll drehen. Was außenpolr- tisch geschehen wird, hat Macdonald dahin angc- deiftesi daß er da? Repa rationSproblem zu lösen wünscht. Seinen Grttndsätzen nach scheint er geneigt zu sein, den ftanzösischeri Mikitaris- mu8 znrÄckzudrängen. Wie weit ihm daS gelür- gen wird, muß die Zukunft lehren.

Eine andere Entwicklung bat Lenin, der Sohn eines russischen HosratS. durchaemacht der schon tit seiner Jugend einen Einblick in die f®»« fr« Zustände der russischen Verwalttingstretse erhielt und die stumpfe Trägheit des Volkes er­kannte. Ruf der einen Seite sah er Dünkel und WlMr, auf der anderen Sette Furckst und Un­terwürfigkeit. Dazwischen stand die Klasse einer mittellosen Intelligenz, die revolutionär gesinnt war. Der studierte nicht Alles in den beiden letz­ten Jahrzehnten vor dem Weltkriege an russi­schen Universitäten. Reben den Söhnen der Reichen waren eS Jünglinge und Mädchen aus unbemittelten Kreisen, die hungerten und froren, um ihre Studien durchhatten zu können. Diese zogen mit der wissenschaftlichen Erkenntnis auch den Haß gegen die absolute Regiermrgsaewatt und das anmaßende Beanttenttim groß. Zu ihnen gesellter sich die Brüder Mijanow (Lenin). Sie gehSrten zwar nicht zu den Hunaernden. gingen ab» zu oen Ertremen aus persönlichen Racheaefüblen. Ihre Agitation brachte dem äl­teren Bruder den Tod durch Hinrich>'ng. dem jüngeren (Madimirt die Verbannung. Daher die Verwilderung zum Bolschewismus.

Mt LeninS Tod ist die Hauptstütze der

gestern im Neberseeklub eine Rede, in der et un­ter anderem ausführte: Ich darf versichern, daß seit dem 15. November kein Schatzwechsel diskon­tiert worden ist, aber jetzt ist der Ausgleich deS HauShaltplanes notwendig, um d« No- tenpresse dauernd stillzulegen. Die Umlaufzghl des Rotengeldes beträgt das Zehn- fache der Zahl von Anfang November, aber sie erreicht noch nicht annähernd den Betrag von 56 Milliarden des letzten FriedenS-ahres 1913. Die jetzt« Steuerbelastung geht über das polittsch und wirtschaMch vernünftige Maß hin­aus. Aber sie mußte dennoch erfolgen. Die et nm? tzchsftsch gemordete »ritte Steuernatvcrord. mrng beschäftigt weiterhin di« Reichsregierun«. Unser Dolk darf nicht vergessen, was vor dem 15. November war uud mit welchen Mitteln die Stabilisierung gklungen ist. Der Ueber- gangshauShalt hat Tag für Ta« ein anderes Ge- sicht. Wenn keine außerordentlichen Ereignisse tintreten, werden wir über die Notzeit hinwe glommen.

ÄM roten Rußland.

Die Maßnahme« nach dem Tode LeninS. (Eigene Drahtmeldung.)

Königsberg, 24. Januar.

Ans Moskau wird gemeldet: Der am Mon­tag erfolgte Tod LeninS wurde erst am Dienstag abend der Bevölkerrmg bekanntgegeben, nachdem alle Maßnahmen zur Sicherung der Rätegewalt getrosten waren. In Moskau fleht man vor allen öffentlichen Gebäuden rote Truppen, am Bahnhof auch Maschinengewehre. Sinowieff unterzeichnet vorlänftg alle Erlasse, auch die an die Armee, die bisher Trotzkis Na- men trugen Es ist eine achttägige Reichsttauer für RuUand angeordnet, während der selbst bie Gaststätten geschlossen bleiben müssen. Das Te- stament Lenins wird in der Sitzung deS Rate« kongresses am Mittwoch kommender Woche geöff. net werden. Dip Todesursache ist G e h i r n- Paralyse infolge einer veralteten Krankheit, an der auch Trotzki seit Monaten leiden soll.

eine enorme Aufgabe, an der auch Henry Ford seinen Anteil fordert.Ich wohnte wo­chenlang bei ihm. Wir wurden gute Freunde. Et wat wohl der imposanteste Mann, dem ich während meiner Reise begegnete. Ob er tat­sächlich Aussichten hatte auf den Präsident« n- stuhl der Vereinigten Staaten, mag dahing «- stellt bleibe«. Aber sicherlich könnte er für die Wiederkehr normaler Verhältnisse drüben tote hier das meiste tun. Er ist ungemein populär und kann gewiß auf die Stimmen der Arbetter- schaft. der Deutschen, Oesterreicher und Ungarn rechnen.* Sven Hedi« schwärmt über all« Ma­ßen für den Autokönig. Sein charakteristisches Skandinavierhaupt neigt sich vorwärts, seine Augen leuchten auf, als er von feinem Freunde, dem Milliardär erzählt,Er ist heute der größte Mann in der Neuen Wett. Kein Wun­der, daß er

von feinen Arbeitern verehrt wird, beim er sorgt für sie auf väterliche Weise. Mit einem Kostenaufwand von zehn Millionen Dollar ließ er ihnen ein Sanatorium errichten, ebenso entstanden in der Fordschen Industrie­stadt Erholungsheime und Vergnü­gungslokale Jeder seiner Arbeiter verfügt über ein kleines Kapital und ein «genes Auto. (?) Das letzter« kann von der Fabrik selbst bei einer wöchentlichen Ratenzahlung von fünf Dollar bezogen werden. Bon Henry Ford kehrt man zur amerikanischen Politik zurück. Dies sagt Sveu Hedin scheinbar zu, denn er wird gerne indiskret seinem noch nicht erschienenen Buch gegenüber.Sie fragen, wie Amerika über die europäischtn VerhAtnisse denkt? Nicht eben das Veste.* Tas amerikanische Volk woll- te einen anderen Frieden haben, aber es wäre auch heute gerne bereit, Europa helfend zur Seite zu stehen .wohl auch im eigenen Interesse. Die neue Bankeedoktrin lautet so. daß man Eu­ropa zuerst kaufkräftig machen und dann be­freien müsse. Es ist jedenfalls nicht wicht, vor- auszusagen, inwiefern die öffentliche Meinung Amerikas vom Siege der englischen Atbeittr- Pattfti beeinflußt wird.* Nach Amerika kommt an China die Reihe und der schwedische For­scher scheint alles innerlich wiederzuerlcben, das einst für ihn mühsame Reisen von tausend tmb abermals tausend Kilometern bedeutet.

China ist das sympathischste Land bet Welt, aber Europa wußte -lmder stets nur von den chinesischen Mandarin und dem Boxer. Man wollte die hundert Millionen von chinesische« Bauern vollkommen außer acht lassen, obwohl es vielleicht das wertvollste Menschen­material mit großer kultureller Ver­gangenheit darstellt. Man wollte bett Chi­nesen unterjochen, nie aber verstehen. Eine un­haltbar« Theorie, die sich übrigens auch in In­dien für verfehlt erwies. Ich kehrt« über die Mandschurei und die Mongolei zurück. In Ura a waltet augenblicklich eineuuabhän- giqe* mougottfch« Regierung. Aber man merkt auf Schritt und Tritt den Einfluß der Russen, ia es gibt sogar Staatssekretäre, russischer Na­tionalität. Moskau läßt das alt« zaristische Mongolien keinswegs aus den Augen. Sonst würde aber das Nationatttätenprinziv hie« tote in So wietru ßland unbelastet aufrecht ev> batten. Ich besuchte die Hauptstadt de« neube- gründeten Burjatenrepublik, bewundert«^ die ueubelebte Kultur eines bisher unterdrückten Volksstammes. ich svrach in Peking mit dem Sowjetdelegierten Karaban, einem Armenier von Geburt, und schließlich wurden mir die krrl- turellen Einrichtungen des tatarischen Staates bekannt. Ich bin der Meinung, daß daS jetzige Rußland seinen RationakttLien die Freiheit nicht verweigert. Es läßt sich anderseits fra­gen, ob

bei russische AuSdehnnngsdrang imstande wäre, sein gefährliches Spiel im Osten wieder zu beginnen. Jedenfalls gibt es eine Agitaftonsschnle, eine orientalisch« Hochschule der Völker, die Agitatoren für den Oste« heran­zubilden berufen ist. Und zweifelsohne zeigt«

Der Beamtenabbou.

vefprcckungen im Sparausschuß.

(Prlvot-Telegramm.)

Berlin, 24. Jammr.

Der DparauSschuß des Reichstages bel>and-lte gestern ben Abbau beim Personal beS Rech­nungshofes, bes Ansgleichsamts unb bes Arbeitsministeriums. In Anbetracht bet überaus schwierigen Finanzlage des Reiches erklärte bet Ausschuß ben Abbau sin Geschäfts­bereich bes Arbettsministeriums Äs nicht flenii« nenb. Der Ausschuß sah sich veranlaßt, bas Augenmerk bet Reichstegietnna barmrf zu lenken, vast bei b-t Rirchptüftlng bes bisherigen AbbanS bet «inzelne« Behörben unb Aenttet bet Eindruck entstehen müsse, dass manche Behörden ihren Ab­bau schematisch auf die Erreichung bet vor« geschriebenen Minbestvtozeutzahlen ab- oestellt haben. Ter Ausschuß müsse mit aller Energie barauf dringen, baß bet Abbau nach den durch organisatorische Einschränkungen gegebenen Möglichkeiten und zwar in ihrem vollen Au8most und nicht nach Mlndeftprozentsästrn durchgeführt roerbe. Heute wirb sich bet Aus­schuß unter anderem mit dem Abbau beim Auswärtigen Ami zu beschäftigen haben.

(grreauna In der Beamiensckmst.

Berlin, 24. Januar. (PrivattÄegnmrm.) Sämtliche Spitzenorganisasionen der Beamten

Meier Neueste Nchnchteu

Kasseler Abendzeitung <&&& Hessische Abendzeitung

14. Jahrgang

Freitag, 28. Januar 1924.

Einzelpreis 15 Pfennig.

Nummer 21

Einzelpreis 15 Pfennig.

Xie Kasseler sueuenen Slad rt^ ten erscheinm ronchentttcti lechtmai nadtn ttagS. Der Ndenne» menttptel« sserragi für Bie Woche vom 2L 6t« 27. Januar 70 Pfennigs ue. tret er Aussen«»-, in« Haas.t» der »eschaft-Ueus obgeöolt 65 Pf- ttig:. Bestellungen weroen jeder-eli entgegen, aenemme«. «erlag uns Rebaition: Lchlachrvofstratz- 28/30. Fernsprecher Nummer 951 und 951 ,'vut unverlangt eutgefanbte Beitrage kann die RedaMon eine Gerant- ivortung oder Gewähr in keinem galle üdernehnen. «lückgahlmig deS Be,ug«gelde§ »der Ansprüche wegen etwaiger nicht ordn mgr-n -Higer Li-serimg ist auggeschloisen. Pollschecktonio Nraülfurt a M. Nr. 6380.

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