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Kasseler Neueste Nachrichten

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Sink LuMzttagödir

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eitheftirt fmb. D'e AM, der im

tutdjbem dieser im Laufe d«S Tages Wieder-Holt auf ihn geschossen hatte.

Bom Feuer vernichtet. Der von ,mS geitem gemeldete Brand im Londoner Hafen hat einen Schaden von Mieihunderttausend Piund Sterling verusacht. ,

* Der Ofen als Mörder. In Hattenho­fen in Oberbayern fiel in einem Schlaszrmuwr ans dem schadhaft gewordenen Ofen glMend« Kohle auf den Fußboden. Die Diele

in dessen Qualm zwei in dem Zimmer schlaiende Frauen erstickten.

Aus aRr Welt.

Im Derrms vrn Sil und «chner.

Beilage.

Freitag, 11. Januar 1924.

Nr. 9.

Vierzehnter Jahrgang

Humor in ernster Lett.

♦♦ Ter Schlauberaer. An den Schalterraum der kleinen Station Altenkirchen kommt »t M Bäuerlein aus dem H'nderl.tnde und eine Fahrkarte vierter Klaffe.Wohm?* ftagl der Beamte Tas braucke er vock nrchr zu mi«n. erklärt der Bauer. Dor Beamte erwidert: ,®nj ich nicht weih, wohin Ahr fahren woD, kann.ck Euch doch keine Fahrkarte geben.- Ter Bauer meint:Wenn er es unbedingt sagen mu'lJ ,e thm der Beamte schon eine Karte nach ff^rand snrt geben. Der Beamte teat die Karte hi« und unser Bauerlein zahlt den nicht unerhedftchen Preis. Im Fortgehen meint der Bauer fei« «n den Umstehenden -Eech Hann en io doch bei-rge, ee<H wollt io nur des Aalekcerchen.-

Elisabeth

ist der Titel bt5 neue« feffelnben Romans, der in der Sonntagm,mmer der Kasseler Neuesten Nachrichten beginnt. Allen voranfgegangenen mit größtem Interesse aufgenommenen Erzählungen, recht sich diese neue würdig an- An Miere Leser richten wir die Ditte, bei Verwandten und Bekannten, die noch nicht zu den Beziehern unieres Blattes zählen, empfehlend auf den Begmn des neuen Romans aufmerksam zu machen.

heiratet wird als in anidercn. Diese schlechten Heirat-stLdte stno gewöhnlich die, in denen vor größte Teil der beirtMSHigen Alännwwelt ein abschätziges Urteil Wer die Damen ihrer, Baser» stadj äußert und nur von Frauen aus trunvrn Orten begeistert ist. In foteen Orten fett wem gar häufig die Herren sagen: .Rem, ein Mafe *rn au? unserer Stadt möckte ich nicht heiraten. Andererseits sind auch die Damen von den ein- heimischen Herren sehr wenig entzückt und sim den die MÄmer, die <mS der Fremvir zu Bc,uch kommen oder Ke fte wo anders kennen lernen, sehr viel netter. Diese mechvurdig« Enchn- irunft, die den einen Ort zu einem Dorado der Eheschließung und den anderen zu emer Holle fite HeteatÄustige macht, erklärt man au« alten Formen dw Sitte und Ueberlteferuirg, «« ch'm in unserer modernen Zeit noch unbewußt wrk- fomi sind. War un5 in den Städten tfemger aukfä-llt, da? trit in den Reinen Verhältnissen der Dörfer noch vielfach sehr deutlich hervor. Es gibt Gemeinden, in denen die Einwohner im­mer wieder unter sich heiraten. Dieze Geqm- den sind sckon äußerlich dadurch gekennzeichnet, daß der größte Teil der Bewohner immer wie- dcr dieselben Namen aufweift und daßalles miteinander verwandt ist'- , t , , ,

Fn anderen Dörfern oder Gegenden aber hei ratet mau am liebsten iemandm von außerhalb Der sunge Bauer denkt nicht daran, sich unter den Schönen der Heimat umzusehen, sondern er lenkt seine Blicke ganz selbstverständlich «ach der Ferne, um sich von dort die Genossin fürs Loben zu holen. Hier wirken noch die Urformen der Ehr fort, Wie wir sie auch noch bei den primi­tiven VolkL'iämmen SeoHachton tonnen: emwr- &er Heirat unter den Stammermitgliedtrn, die als allein erlaubt und günstig a-rgcfrkxn wild, oder der Frauenrarch zumeist durch -cktcnfeit d«S weiblichen Geschlechtes, da? v,el;ach schon bald nach der Geburt grausamen Brauchszum Opfer fiel. Rente sind ganz andere Grund: wirksam, wenn man sich überhaupt noch beson­derer Motive bewußt ist. Die .Heimohw- herrsch hauptsächlich in solchen. Mgenden, IN denm man noch sehr seßhägt ist, all» tn ländlichen Ge-

Berliner Echattenrifle.

Bühnenzauver. Der Hexenkeffel.

einer untererRitotSeilet läßt ba« »»ta<»> le6«a Bee öertRnbr, die t»» tn *M> Sn» nnfc in nötterUrYen 4t>iel »fe Brei M-Ni»nen Stentoen a i *lt «etei* feeiBt, in lueienS treff liteteen «nun«

®cnn n»<» immer gib« ® erlitt, «aenui« el billigen »btt nt<6f, i« Sanft, £M«fotW an» «»tatet (ben Politik «an» ,» fchwei«en) »en Ton für Bert schassen»« »enttchian» an.

Verschiedenen Seiten wurd fest behauptet, daß der medFacer 7öer»r«<ner. I Geist allnächtlich erlerne, von U^si-WE Hand

~ -7-«SÖÄÄ

Monet November 1923 geht bevvm, daß «' L. »Kt Gristerspuk das üble Werk einer geistig sem Monat mcht weniger als i nhnlwttorttilen,1 hdsterischen und verlogenen

begangen wnrven. von denen bis zetzt 8loß vre Die Behörden werden

^-"bten «mtzruckdeüztahfe | blutiger Familienzwist. In S.ülfeld

45 Jahre Galeerensträfling.

©in verhängnisvoller Irrtum der franM- sclren Austi, wurde dieser Tage in Paris ausge- ttet. Ein Unglücklicher, den der Pariser Ge­richtshof im Fahre 1878 rechtkrafttg zu lebens, länglicher Galcerensttafe verurteckl hat^, wurde vor einigen Tagen al? fellkEmm utMukdrg er- kairnt und auf Treten Fuß gesetzt- $«J * dieses furchtbaren Irrtums, der fast nnem Au­st; Mord gleickkommt, ist der Pariser Mochcher LouiS D a n v a l, der nicht weniger als a n s. undvierzig fahrennschuld' fl auf den Galeeren verdutzt und erst jetzt lerne Freiheit zurückgewonnen hat.

Am April des Jahres 1878 starb plötzlich die junge Fva-i des Apothekers Danval. Einige Tage nach ihrem Tode erzählte fer Apotheker in einer lustigen Gesellschaft, et habe schon meh­rere Frauen auS dem Woge geräumt, ohne das; die geringste Spur seiner Verbrechen aufgokom- : i wäre. An jenem Abend hat Danval viel getrunken und eS ist nicht imwahrfcheinlick, daß er die verhängnisvolle Aeuferung, di« Freiheit und sein LebensgWck kosten tollten, Rauschzustände gemacht hat. Einer der Anwe. senden erstattete nun eine anonyme Anzeige ge- gen den unglücklichen Apotheker; die Seiche; der ' Frau Danval wurde exhumiert und dte ärztlich- ; Untersuchung ergab, daß die Eingeweide zwn ' Mlligramm Arsen enthielten. ES melfete I « auch ein dem Apotheker bekannter Arztt fer fem - Untersuchungsrichter die wichtige^ Mitte, umg = machte, daß Frau Danval zwei --tunven vor " ihrem Tode einem heftigen Kramvfansall und Unwohlsein verfiel und daß die Krampfe ihr Ende herbei geführt haben. Drei hervor ragende Sachverständige, die Mediziner Lotc>, Bergeton und Delenz, gaben hierauf etn Gutachteu ao, p-S dahin giiig. das; Frau Danval e-nem Gift­mord zum Opfer gefallen ,et Auf Grund dieses Gutachtens sowie der anderen beratende,i Mo­mente wurde Danval zur lebenslänglichen Ga­leerenstrafe verurteil. Dio letzte Verhatidluug gestaltete sich äußerst dramaftsw. Tauval be­teuerte bis zum letzten Augenblick seine völlige Unschuld und fiel nach der Verkündigung des Urteils in Ohnmacht.

Der Apotheker wurde nach Neukaledonien deportiert. Es vergingen feerund zwanzig u w intb der ehemalige SensattonSvrozeß, degen Opfer auf den Galeeren schmachtete, tu allatav- (ief) in Vergessenheit geraten. Da machte eines Tages ein Pariser Arzt die Entdeckung, bau die menschlichen Eingeweide in ihrem nErlickttn Zustande unter gewissen Umwanden Arsen ent- halten tonnen. Danval forderte nun me Wieder­aufnahme seines Prozesses, sein Geiuch wurde jedoch angewiesen, da der wissenickaftuche We t der Entdeckung des französischen Arztes mzwi schm von den Professoren der Umverntat be- stritten worden war. ES verstrichen abermais ewanzia .Fabre und im November 1923 naj der i Univevsitätsvrofessor Arsonval, Er der hefeor- ragen-dsten Terikelcgen, mit einer Entdeckung Vor dte MLfsenttichkeit, die die erwähnten Angaben des junaen französifchen Arztes vollauf bena- iiate. Es -st dem Gelehrten gelungen, ngchzu- weisen daß die menschlichen Einaeweide nickt nur unter gewissen Umständen Arien fethalten sonh'ni fast ausnahmslos nickt weniger als drei Milligramm onftoetien. Durch dieie Ent- deckuna wurdemS Y-ni achten, aus dessen Grund- !l°ge da, Urteil im Prozeß DaiwastgeMt wg.

pbieri über jede Schneetiefe, jede EiShöhe. Und o schneit es weiter, Meter häuft sich -ms Meter, ne Eisenbahnen legt der Winter lcchur Das Mlitär rückt aus zur Bekämpfrmg des SarneeS. ES erkämpft Meter um Meier »es schienen- stranges und mutz morgen vi-lletcht lchon den Kampf aiifS neue beginnen. Schnellzüge erlei­den vier, sechs, zebn Stnnden Verspätung. Der Fahrplan ist außer Kraft besetzt. Der Sch-nee sperrt den Arsberg. der PariS-Orient-ExPretz muß retirieren Fragt man am Bahnhof nach Ankunft eines ZugeS, so zuckt der Beamte nur Murnern» die Achseln. Wüßte er's, müßte er Gott, der Allwissende, sein. Ter Telegrapfen- drahi ist unter der Last deS Schwr.es »erriss.il. Selbst bas Nächste ist fern, nnerreicktbar. Die Allmacht Winter hat Saum und Zeit, die die Menschen schon überwunden zu haben glaubten, zu neuen Unendlichkeiten ausgedehnt.

Und dräut der Winter noch so sehr, er hat den deutschen Bergfahrer vom heiligen Land Tirol nicki ferne halten können. Die ttnefer« befestigte deutsche Valuta lädt wieder zur Fahrt in die österreichischen Berge ein. Gewohnt, die Preise auS UeberfriedenSüShe anzufehen, staunt man überrascht über dos billige Land Tirol. Man trinkt für 15 Pfennig einen milckbe- schwänserten Morgenkaffee, ißt Nr 75 Pfennig etn opulentes Schnitzel, nimmt für 39 Pfennig ein Viertel kräftigen Südtiroler Lan-dweins zu sich, ramÄ für 10 Pfennig einen regre-echien

Sarenaael-, Für 4 Goldmark erhalt man eine auskömmlicke Tagespension in zentralgehci^ttm Zimmer. Und dräut der Mnier noch so whr, man lebt gut und billig. Fa, es ist auch im Win­ter gut sein, im heiligen Land Tirol.

ralZpalast. ___

ES gibt in Berlin ernste Theater. Die>e Tat­sache ist nie genug bestaunt worden. Daß sie auch Geld verdienen, ist eine grheimmSvolle, metaphysische Erscheinung. Die Tbeater sind auch Heuer glanzend besuckt, fast täglich ai'Sver. kaust. Aber das darf nickt darüber hinwegiüu- schvn, baß sie, trotz zinnlich hoher Eintritts- preise, kaunr Geschäfte machen. Dem, die hohen Eintrittspreise bcMlt keiner, oder, nur bet Ortsfremde die Einheimischen sind Mit Pr> vilegien hinreichend versorgt und vte Herren Direktoren zeigen sich mit Frei-, DorzuaS-, ®en. der und ähnlichen Karten äußerst koulcmt. ES gibt auch sonst noch Einnahmequellen, etwa fcie Gardervbe. Die NottcrS z. D. krgen wenig Wert auf Einttittsksrtm für isir Kleines Thea­ter Unter den Linden: die Einnahmen aus der Garderobe sollen den Etat balaiizteren. Wie die RottrrS ja überhaupt mit ihren drei MH- non ihr Geschäft ans dem ff. betreiben. Di.' R-ttevS verstehen sich psycholyisch am festen auf daZ Publikum, daß es sich ja länM nicht mehr bieten läßt, von Verantwortlichen oder Unver­antwortlichen zur Höh; erzogen zu werden. Das dreifache Geschäft floriert glänzend: die Theater gehen ganz von alleine. Dir Herren Rotterpellsi wandeln in Unschuld unter dem Himmel italie-

Wo man Ehen sch?!M.

Gute und schlechte HeiratHplStzr.

... »TaS ist kein guter HeftatMatz-, hört man manchmal feirfzeckd jung: Damen von ihrer Vaterstadt sagen, und tatsockbch Zpgen die sta- tisttken, daß in manchien Städten vcklmehr ge-

Man irrrb imt 9 Uhr auS bet Unterzrmid- j dahii am Potsdamer Platz auS^sPien; stehl mit. § len in einem Taumel von Hast und wilder Auf­regung, ein Eh-aos von Tönen itotrftürmt einen, . man fühlt sich umwogt und bedräugi von tur­bulenten Gesichten. Das Leben ist an diefern Schnittpunkt in Diagonalen zersägt, eine grelle ! Dissonanz von Lernten fängt sich über fern Gr- wirr wieder zu einem RvythanuZ zusammen. Der Kunstmensch, der allenthalben vom Geiste groß-rr Traditionen sich umweht fsihlt, denkt tn Berlin zun-äch-st an das Theater; da? Deut sch; ! Theater. Aber: es ist nur eine Reminiszenz. Wie so vieler heut in Berlin eine Reminiszenz . ist. Reinferdt ist nicht da fetabliert drunten an < der Donau sein pomphaft aNgekünhigteS Thea- recgeschäst und seine große Paladine sind auch nicht da. Im Deutschen Theater und in fen ncbenliegcnden Kammerspielen residiert em neuer Herr, Ben niemand kennt, spielt Hier wi: dort hannloZ-munrere Sachen; im großen Hauz dasKasferbauZ-, ein? anfgebügelte Gs-dom- Jach;, im KammerspielhanS tne sanfte Pikanter!« derTageszeiten der Siebe*. Vor soviel italre- * nsschrm Salat ist der Genießer machtlos. Aber dann zog dasSckfauspielthsater-, ein Theater, dem alsbald die S-ckanspieler, wenigstens die prormnenten, abhandsn gekommen waren, in fer Schumannsttaße ein. An den blvuen Usern der Donau aber macht Map Reinhardt sein neues Theater mit sehr viel Aplomb aus.

Springen wir keck über die Spre; hmuver in die Komische Oper. Warum soll eS feine Revuen gevbn? Da es Nachttanze, Nepplolale, Kupferbrrg Gold. Coea'm, parfümierte Dessous gibt? Der Mensch braucht den Rausch, und er braucht (nrit ebensoviel Recht) den Kitsch, Der Kitsck. geschmackvoll serviert, ist Da einMenmat des Gourmands von heute. Di« Revue der Ko mischen Oper betittelt sich »Die Welt, ohne Schleier-, rollt in fünfundzwanzig erschütternd pompösen Dikdern herunter, gespielt von Ber­liner Komikern beiderlei Geschseckis, getanzt von rund 250, oben und unten erschütternd detoller- tierten DaWettmAdchen, mit Migater Musik und cm paar lüsternen Couplets. Fünfundzwanzig Verantwortliche haben bie efhktvolle Lache in Worte, Mnsik, in Verse, in Szene ustv. gesetzt, jo daß sich die Verantwortkckkeit bequem fe« einem auf den anderen schieben läßt. Derlei Revuen aber werden in Berlin in drei Theatern gespielt «oh, Zeichen der Zeit!): neben der Ko- mischen OverEuropa spricht davon- int Aveno, TheaternndDrunter und drüber* im Admi-

bieten und in solchen überhaupt, in denen die jungen L-ute ihr Auskommen finden nnd nicht auszuwandern brauchen.

Do, wo sich das Heiraten nach außerhalb oder von außerhalb einge-bärgert hat, imd die Ver- dienstmöglichkeiten schleckt oder waren eS lang/ sodaß viele unternehmende junge Leute die Hei­mat verließen, in andern Landesteilen ihr Bro- landen und von »ort ihre Frauen mimrachten., Tiefe Tradition bürgert sich dann allmagliw rm, und es gilt fürfluten Ton*, unter den Töch­tern der Fremde Umschau zu halten und daS Schöne. daS in Gestalt der fenni'cheii Mädchen ?, nabe liegt, zu verachten. Au selchensck'ech ten HttratSplätzen- schwärmen die funaen A-nn- ner nur für Damen, di: nicht aus ihrem Ort siammen, und di: Mädchen machen eS cbmso- Eiire Fremde, die zu Besuch kommt, b-t tn diesen »-ien sehr viel mehr Aussicht auf Heirat ms daa eingeboren- Mädchen, imd ebenso sind ver ren von Außerhalb von der Damenwelt mehr teaeärt Fm ganzen aber leiden unter die;er Bevorzuguna der Fremde die Heir.ttSaussichten überhaupt, und die Ziffer der Ehein-ließungen ist geringer als an Orten, in denen man « für ganz natürlich hält, Nachbars Gre.e oder Karr zu heiraten.

raum verübten Emvrucvo evMyte ten Sülfeld

»ssrtss^ft «*

Märcftenlanb Tirol.

DeS WinterS Hermelin.

Wer Tirol im Winter nicht gesehen hat, fo schreibt man uns, der kennt nicht sein« Schönfeit. Und die richtigen, herrlichen, weißen Winter sind so selten geworden, auch in Tirol. Die Wimrr, wo von den höchsten Firnen biS zum tiefsten Tal- Winkel nur eine Farbe sich breitet, sttahlend- re'm: weiß, weiß, nur Weitz. Wo alles tote ein Märchen scheint, ein Märchen von Glanz, G«- fltmm:r, Geglitzer, ein Märchenland, über da- gütige Feen verschwenderisch auS ihrem Füll­horn Zucker gestreut, die Berge verzuckernd, den Wald das Bauernhaus, die Dörfer und «tarne. So scheint die Zuckerwelt an heiteren Sonn-.n- tagen, wenn ans italienisch-tiefblauem Himmel der TageSftern medeksirahlt. Darm erlebt man Farbenwimder, die erst die modernste Malere! nack",'.'.schaffen wagte, stahlblaue Sckneefeikder in'. Dckattcn, grüne Schneeränder, rowioletten Be­hang an den Zweigen. Doch die Sonnentage sind.gezählt. Tagelang schon schneit es m;t ohne Unterlaß.

Selbst in den Straßen der Städte stehen in mehr als Manneshöbe die Schneemauern, zwi­schen "denen man mühsam für Menschen und Tiere Wege bahnt. Für vicn:ndM>o.n;is stun­den vielleicht, denn morgen liegen wohl die mühsam gebahnten Wege unter neuen weiten Massen begrabebn bund die Hausfrau kann nur neck mit Skiern zum Bäcker oder Metzger fah­ren Die Skier, sie sind das universelle Be'.- kehrsmittcl geworden: mit ihnen fährt der Dauer in die Stadt, ans ihnen jagt der Grenzer den Schmugalern nack. auf ihnen rudett die «echs- iäfrige zur Schule. Pfeift der Hochtourist über die eisigen Höben. Ter Fußgänger scheint mit dem Winter gestorben, oder fristet nur unten in Dörfern und Städten ein klägliches Ta fein, der Winter gehört den ski-bewehrten^Menschen. Er allein belebt die Straßen, die Wälder, er tnum»

nischer Sonne. Fch möchte schmr ein Rotter, Die Zahl der E Dicherhckt ^'ELckms^- 'eim sitzen an den Ufern des Gardasees und lid mord« ist auch Vezeickmend ft^d e LevuiSvtt den Zorn der deutschen Kritik. Im hältttifle in der Spwrethaup stM L'^1 aV'fftnatbealer dem Haus Otto BrahmS, iiömkch vrerundv'.erzig Selbstmorfe ang^g, residiert noch immer Mktor Barnowski, fess^.j aber man sand stebe-nrndvter^ig Le -

c>errlichkeft nun auch bald zu Emde qckft. Seine chen von Personen, von Weichen man nicht mir dosMichael Kramer* läßt auch Gewißheit angeben kann auf weiche -ivEe 1"- rren Menschen von 1924 noch aushorcken. Auch! ums Leben gekommen sind.

»ie Friedrichstraße birgt teilte Drnsatio- *

neu mehr. In diesen Rmionen tut feh «u« ! gjn grctunBafit^ s8?stünb5ftz.

IStert M jNcker Dttncke kV, Ta» und bei!Mörder Scheibler bisher einundzwanztg Nackt ' unter den Fittichen re reprMikaniscken R a u b m o r d e e, n g e st a n d e n, Schnpö.' Man darf von Sentiments sich nicht de- letztipi Jahres behelligen lassen, da man in triefe bunte, ab- auf Landstras«« Nordderrtschiands verübt wor gestufte Unmöglickkdit binabtauckt, ist diese ttru- den sind Dte von Scheibler ermorde.en Berso- Mnte Ader, ht der das Blut der Weltstadt »en waren zum Terl harinioi e ^pa jter kochend priksittt. in der Sckuld und Unsefeld, « än gi^r vor dm Toren der G^ßstiwte, die ver- «rüsten und Naivität. Dersuch-.mg und Perbre-Ischwunoen sind, ohne daß die Angeho.rnNl m-- chm Wc-llust und Verzweiflung, Hunger uni) 16er eine Spur gefunden habe«- iverl ä.M- NeberWtigmig. Scham und ßöfter rücksichtslos seine OVf-r an einsamen WafeeSftellen flj|W durcheinander drängen und stoßen. Aber selbstth«, pflegte. Behördliche Autrufe zollen diei.m- dirseS Geschäft ist heute zeitgemäß Ma-flriert; statt aen Amehörigeu, die Personen innerlmck d.s der kokenden und lockenden Worte hört man im letzten Jahres im Anschluß an AuSnme oder Vorbeigehen viel mehr ein Tuscheln über Va- Spaziergänge als vermißt gemeldet Haven, zur (tttfl und Ventenmcrk. Kvtteiirhialib Guldm Meverholung ihrer Anzeigen nnt^ der ÄNflar^ gl-ick einem Dollar, sieben Pariser Franken näherer Hinweise mlssordern. Srceiblm erw,- alerck einem Gulden. M-r allem aber tnum- ^erte auf die Anfrage, Wwviele Mordtatck.l er ! pH tert das englische Pfund...Ziaarettm. m;m innerhalb des letzten Fabres verübt fevo, er ' Herr'* .Kleines, nettes intimes Nachitlokal, sa-IqsauL- au -tmdert, es ßnntdt aber auch WtDcrt» > Tnmiert fein Repp. Sie werden sich famos «nnbL^^ fEjn Andere Einnahmen als die Beran- i fteren, nur -Wei Minuten von hi:r, kommen Ä-tedfruna'ber Ermordeten hatte er überhaupt mcht. = mein Herr!" Ein abenteuernder Junker, Typ

aus Mrülenburfl-Lrrelitz, mit Lefergamasck:n , «Ehrliche Spielerei. In ein'm Dorfe

Burschen bei b?r Äbichiedsse'er mres nach Arne- rika reisenden Kollegen unter atSerem auch der Mnabe schar,er ^usse. Gn D.'Eerlet.^ linq haniterte unvoriichfe, mit eimm und schoß einem Bahnarbcircr m den Unter.-ib. Der unvorsichtige Schütze entfloh ''"d ward-

IsÄlWsBtäÄW-s *ÄsÄ'nL*«Wi*. wgxi eisfrei gehalten werden. Geschlossen siftd dage- ihm Dstcher, dw dm - Yf^ r yrti<|rn am die Käsen von Petersburg, Riga urtb samt- L^1- T " nach ditter Mabmnrg wurden ihm von

i« nur eim FrL von Ta- scheu Han«» und Mfenkm^ h^egenen Sto^- gen - In Mailand hat eS kürzlich den g«n- eben Klein-Ost Herrn batte m derletztm -en Dsa ar schneit. Die Straßenbahn verkehrt seit Zeit ent migebkiawrGeist m einer Gastpnrt- SmeÄlTÄr^tit Sckneepftidflm. sckaft.-ur Na^zeit fen UE^^ewDon