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Kasseler Abendzeitung
14. Jahrgang
Dienstag, 8. Iannar 1924
Einzelpreis 15 Pfennig.
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Nummer 6
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Meter Neueste Nachrichten
’1 - Hessische Abendzeitung
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gegenüber der Spotjrftraffe, Fernsprecher Nr. Sbl unb 9a-
Zranlreichs Druck auf das Ruhrgebiet.
Oberhof, Garmisch-Parterttircheu, Allgäu, Berchtesgaden, Kassel-
Reiwe drfrievlsenbe Antwort.
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3m defetztei, Gebiet.
ParlS, 7. Jamrar. (Eigene DraSttneldung.) Die Interalliiert« Rheinlandkommission verSs- fentlicht nunmehr, wo eS sich nm den Sturz des Franken und nicht mehr um den der Marl handelt, eine Verordnung, durch die die geheimen Wechselstuben im besetzten Gebiet verboten werden. Alle Devisenoperationen dürfen nur noch von offiziellen Banken vorge- nommeu werden, die ihre Kurse regelmäßig öffentlich anschlagen müssen.
Der sinkende Franken.
Geplante Maßnahmen der Regierung. (Eigene Drahtmeldung.)
Paris, 7. Januar.
Der dauernde Niedergang deS Franken erfüllt Paris mit großer Sorge. Die Finanzlage nimmt die Pariser und ausländischen Börsen stark in Anspruch Finanzmrnt- ster de Lafteyrie verhandelte mit dem Gouverneur der Bank von Frankreich, dem Syndikus der Wechselagenten und dem Präsidenten der Pariser Handelskammer über die Maßnahmen zum Schutz des Frankenkurses. — D« Lasteyrie äußerte einem Berichterstatter gegenüber, er werde am Dienstag im Ministerrat eine Reihe von Vorschlägen uuerbreiten, die sich mit der Valuta-Spekulation beschäftigen. Eine Reinigung der Pariser Börse sei notwendig, da sie augenblicklich durch eine Unmenge lästiger Personen überlaufen werde. Ter Minister erklärte, er sei fest entschlöße«, in dieser Beziehung alle nötige» Maßnahmen zu ergreifen.
duriellen beabfichttgten Lohnreduzierungen durchzusetzen. Der Stundcnlohn wird in der höchsten Lohnklasft von 51 Pfennig auf 48 Pfennig herabgesetzt werden, während die Industriell len ursprünglich nur 40 Pfennig bewilligen wollten. In der untersten Klasse wird der Stundenlohn von 43 auf 38 Pfennig reduziert, statt auf 30 Pfennig. Die Wiedereinstellung der Arbeiter findet in den Grenzen der technischen Möglichkeit statt. Bis zum 15. Februar dürfen Reueinstel- ungen nicht erfolgen. Gestern vormittag wurden die ausständigen Arbeiter in mehreren Versammlungen unterrichtet. — Eine stark besuchte F u n k- tionärversammlung des Deutschen Me- tallarbciterverbandeS stimmte gestern den Abmachungen mit den Berliner Industriellen zu. Der wichttge Punkt dieser Abmachungen ist die Einführung der neunstündigen Arbeftszeit. Die Arbeit in der Berliner Metallindustrie ist bereits heute wieder ausgenommen worden.
ztmgilu, lu/iwgu uxii, wuiinf 2S ilhelMs- höhe nsw. besitzen, die in bezug auf Hotels und Pensionen, Verpflegung, sportlichen Betrieb, künstlerische Unterhaltung und Schönheit der Landschaft jeden Vergleich mit den großen chtveiIerischen Winterplätzen nicht nur ausb '!• ten, sondern diese darin noch vielfach übertreffen.
Hat man sich doch alljährlich sogar über den angeblich allzu mondänen „Betrieb" und die „Schlemmerei" in Bayerns berühmten Fremden» Plätzen aufgeregt, so sehr aufgeregt, daß einige dieser Plätze schwere wirtschaftliche Nachteile dadurch erlitten. Eine vernünftige Fremdenver- ftbrspolitik sollte ihr Augenmerk ganz besonders ans die größtmögliche Unterstützung und Förderung der deutschen Kurplätze rich-- >cn. damit Wir auch im kommenden Frühjahr imd Sommer nicht etwa hinter der gegenwärtig ganz intensiv betriebenen Propaganda des Auslandes für seine großen Fremdenorte herhinken. Schon meldet sich Monte-Carlo wieder unter Hinweis auf den niedrigen Frankenkurs, Italien sch ich einen Sendboten über die Alpen und auch in Portugal, auf den kanarischen Inseln, in Aegvpten usw. werden wir angeblich wieder mit offenen Armen ausgenommen.
Nichts aber wäre bedenklicher, als wenn ein ansaehungertes, völlig erschöpftes und verarmtes, bei seinen Nachbarn um milde Gaben bettelndes Deutschland in diesem Augenblick schon wieder in den ersten intcrnattonalen Hotels der Welt sich bemerkbar machen würde, etwa gar so unliebsam bemerkbar machen würde, wie dies früher zu unserem Schaden gewisse Kreise allzu gern taten. Und so unangenehm uns während der letzten Jähre gewisse ausländische Reisende gewesen sind, so sehr müssen wir uns dagegen wehren, daß nun auch unserseits wieder ähnliche Leute als „Vertreter unverfälschten Deutsch- tumS* ins Ausland gehen. Wie stark die Aus- landssucht schon wieder bei uns grassiett, beweisen .zahlreiche Zuschriften ans dem Harz, aus Thüringens und aus Bayerns Winterkurorten, wo sich trotz sehr Vielem Schnee und prachtvollem Sonnenschein zu Weihnachten kaum deutscher Besuch zeigte. In Oberbayern fehlten vor allem die fonst geradezu typisch gewordenen norddeutschen Fremdenzüge.
Zu alledem kommen die Sonderbelastungen des deutschen Hotelgewerbes, die schon hier und da die Befürchtung rege gemacht haben, daß man, am Ende in den deutschen Winterkurorten und» -Sportplätzen teuerer lebe wie im Auslande. Auch hier muß eine vernünftige Fremdender-; kehrSpokittk aufklärend wirken und nicht nur, an den vaterländischen, sondern auch an den wirt- schaMchen Sinn unserer besitzenden Kreise ap- peMeren, daß deutsches Geld in diesen Zeft ten der Heimat gehört und in Deutschlands selbst wirken muß, damit es endlich wieder voran gehe. Die deutsche FremdenVerkehrZindustrie steht in ihrer Bedeutung und ihren wirtschaftlichen Er- , trägnissen immittelbar hinter der chemischen Fn- dustrie, und deshalb muß oberster Grundsatz der! deutschen FremdenveikehrSvolitik sein und blei-- ben: Lernt erst die deutsche Heim al? kennen und lieben, ehe ihr ins Ausland geht, dessen wahre Gesinnung uns die letzten Fahre nur allzu deutlich haben erkennen lassen, als daß wir es nötig hätten, uns als Deutsche Yorn feindlichen Ausland schmählich behandeln
P a r i 8,7. Januar. (Eigene Drahtmeldung.) In unterrichteten französischen Kreisen wird bemerkt, die Antwort Frankreichs werde Deutschland wahrscheinlich nicht befrie- digcn, obgleich di« ftanzöstsche Regierung bemüht gewesen sei, sie in versökMl'chemTonabzu. fassen. Es wird betont, daß es nach französische; Auffassung nicht möglich fei, die einzelnenFragen in einer für beide Teile befriediMurenWclse zu lösen, wenn sie aus der Gesamtheit der zukünftigen Beziehungen zwischen Frankreich und Tentfchland herausgeriffen werden. Gne für beide Teile beftiedigende Lösung sei nur int Rahmen von „Verhandlungen ans breiterer Grundlage" möglich. Man nimmt an, daß diese Auf- -gsmng gelegentlich der Neberreichung der ftanzö. sischen Antwort in irgend einer Weise zur Kennt.
- der deutschen Regierung gebracht wird.
Verkchrserwägungen.
Besucht deutsch« «rholunsSstStteu.
e« ift immer wieder notwendig, darauf hiu- »»weisen, daß eS in» vate»Mndisa»en Inter- ege liegt, die deutschen Er-EngSNatten *u besuchen. ®t«aoe in Mitteldeutschland und in Kassel» Umgebung Haden wir so >®»ne und gesunde Plätze, die sich mit den meisten anderen vergleichen Wunen.
Kaum hat sich unsere wirtschaftliche Lage ein wenig gebessert, fo machen sich auch schon wieder gewisse Kreise auf die Reise ins Ausland. Denn es ist nun einmal ein unausrottbares Vorurteil der Deutschen, daß nur das Ausland die notwendige Erholung und Zerstreuung biete und daß Deutschland für sie kein Reiseland sei. Dabei kömtte es gerade jenen Kreisen nichts schaden, wenn sie sich auch einmal daheim etwas umsähen und die Schönheit deutscher Landschaft kennen und schätzen lernten, di« Dichter aller Länder besungen und ausländische Besucher immer bewundert haben.
Freilich müßte nach dieser Richtung hin zunächst von den ftihrenden Staatsmännern ein gutes Beispiel gegeben werden. Aber da hapett es leider noch überall. Sie haben in ihrer freien Zett nichts Besseres zu tun, als sich in den teuersten Kurorten.der Schweiz von der Last ihrer Amtsgeschäste zu erholen und damit zugleich deutsches Geld ins Ausland zu ttagen. Ihnen felgen nur allzugern maßgebende Kreise unserer Industrie, des Handels und der Landwirtschaft. Man lese nur die vielen Namen deutscher „Prominenter^ in den ausländischen Fremdenkisten. Sie alle scheinen nicht zu wissen, daß wir in Mtt- ieldeutschland, in Thüringen, im Harz und im schönen bayrischen Oberland eine große Anzahl. Kurorte und Wuttersvortplätze wie Schierke,, Oberhof, Garmisch-Partenkirchen, Oberstork im
, , » w. e vl I Betriebe müssen durch die Hände des von der 1
Mieum eingesetzten Direktors gehen. Fn Streit- ;
#<ziw Vl»IIIVVH • !H/mI •• fällen wird eine Vertrauenskommifston, die aus l Frankreichs AusdehnungSgelüste. Ip-m Chef der Grubenverwaltung und dem '
Trotz aller aegenteiligen Beteuerungen kann Berghauptmann von Dortmund besteht, entschei- 1 niÄÄ SflÄ hinweaWuschen, daß dm. Falls keme Einigung zu erzielen rst, ent- . ÄSto ÄW der Präsident der Meum kraft ferner
^findet Wenn diese Auff.rs- egenm Vollmachten. Zuwiderhandlungen ioer- ■ funa je deutlich in den Vordergrund getreten ist, I dm mit Geldstrafe bis zu AM Goldmark oder Unn anläMta der augenblicklichen Derhaud- mit Gefängnis bis zu fünf Fahren belast. Die aÄ, vie Ausdebuuna dm franzö- Franzosen maßen sich also immer noch B-wg- sisch^belgischen Eiseubahnregie aus niffe an, als seien sie die Herren Mer deutsches die englische Zone. Bekanntlich haben.vor Gebiet. ' S-
Weihnachten Verhandlungen zunächst zwischen lokalen französischen und englischen Vertreten Aä»
und später mit den Vertretern der ReichsbKn V»«
stattgefunden, die zu dmr Uebereinkommen fuhr-! Frankreichs Druck aus das Ruhrgebiet, ten, daß die Eisenbahndirektion Köln grmrd- (Eigene Drahtmeldung.)
sätzlich deutsch bleibm aber gehalten f« , * ovriin 7 ft-muar
gÄSffTS Mm M. W.-. SZ ’S Mb barungen sind jedoch wie jetzt bekannt wirb, wschttge Verhandlungen zwischen de» von der französischen Regierung nidjit <mw«nnt g8ei*8tegietung und Vertretern der besetzten worden, wo man die Einbeziehim« der Gebiete. Dabei handelt es sich in erster Linie bahnen d« snMchen ZE in dir ReMewrd^n. AuSdehnnng der Micumver-
Der ^ött«r Vertrtter der-Dnnes^macht u^rI „iich auf andere Industriezweige der ten^fol^nde AngMern'.Aus Pit unterrichteterIbesetzten Gebiete. Die französischen Behörde« Quelle hafte ich «ne toolie BeMigung erhalten, arbeiten in aller Stille daran, nm der q e s a m. daß Frankreich neue Anstrengungen macht, um ft x n Industrie die gleichen Abkommen auf- die Eisenbahnen der englischen Zone tti smneft^^^ingen, wie sie von bn Kohlenindustrie Hand zu bekommen. Es war ein lokales Ab- Micum abgeschlossen worden sind. Unter kommen zunächst^ Misch«enden engttschen und ft zwang der Verhältnisse sind in der Zwi- t^^^Zone^^ bisher scheweft tatsächlich auch bereits Abkommen mit
Eisen- und Braunkohlemndustrie, mit der aenw^gm Verwalttmg in voller Funktion chemischen Industrie sowie mit der Textil-^ und and nur wie gewöhnlich den britischen milftäri-1 Jeideninduftrie zustande gekommen. Die Fran- schrn Anforderungen unterworfen. Die Fran leasen lege« dabei den Interessenten fertige For- zosen bestanden darauf, daß '»e Reqi^ nmlaranträge vor, die in weitgehender Anleh- das Recht evhatten sollte, an Verwaltung m CH bic Micumverträge die Klausel ent- unsE Zone w gewissen bettefiende Industrie zu Repa.
SWMebl Durchgangs- -^j^slief-run gen
Dieses Abkommen wurdr den Deutschen vor- Verpflichtungen aus diesen von Frankreich er- gelegt, die schließlich, wenn auch widerstrebend, ^mngenen Verträge« sind so schwer, daß die zu seiner Annahme zu bestimmen waren troy I ^nvustrieunternelMrn in einer Weise misgebeu- der Verminderung ihrer Autorität, diedaS Ab-1 tet toerfK1ti yc p€ nach kurzer Zeit zugrimdr- kommen mit sich brEe. Parks indessen weift,oder die gesamte Arbeiterschaft und Bc- gerte sich, vEorft^A^Emn, ÄU Slaven im wahrsten Sinne des
mit den örtlichen französttchen Beyvr«n
stände gekommen war, an»unehmen, und strdertc Wottes heralwruckt.^ e nichts weniger als die Uebergafte der Eisenbahft
nen der brittschen Zone an die Regie. Nachdem Wie dir Dtz>.beu beßünoefl.
also englische, ftanzöstsche und deutsche B-'HSr- Amsterdam, 7. Januar. (Eigene Drahimel-
den im Rheinland bereits ein Abkommen er$kIt U>une.) ©in Sonderkorrespondent des „Allge- hatten, das in Paris für unannehmbar gchaltniimeen Handelsblad", der dem Düsseldorfer wird, wird die Angelegenheit mtnmehr voraus- ch „ p o v r o z e tz beiwohnte und zahlreiche sichtlich vom englischen Auswärttgen Amt mn I Ztudienrersen durch das besetzte Gebiet gemacht dem ftanzösischen Auswärtigen Amt verbanden 1^, führt in seinem Blatte ausb Wer es erlebt werden* Der diplomattsch« Berichterstattrr der habe, wie die belgischen Gendarmen in „Daily News" behauptet zu den ftanzösischen 'Ugchxn die deutsche Bevölkerung mtt Gewehr- Fordrrungen: „Es sei unwahrscheinlich, daß die kolben und Gummiknüppeln bearbeitebritisch :n Behötzoen in irgendeiner Weiseren, wer die Verbrüderung der Soldaten des den ftanzösischen Forderungen nachgeben wer- Generals de Metz mit de« separattfttschen den, da die Kontrolle der Eisenbahnen durch I Strauchrittern erlebte und Kenntnis habe, von Franzosen und Belgier die Engländer bald vorschmutzigen Finanzoperationen eine unmögliche Lage stellen wurden. ktr Familie Dorten, die von den ftanzösischen neuen französischen Vorschläge seien daher un- Behörden unterstützt wurden, wer endlich nt annehmbar* Düsseldorf Zeuge gewesen sei, wie die braven
Es muß sich ja bald zeigen, oh England tat» Schupo-Offiziere und -Mannschaften weniger sächlich fest bleiben wird, oder ob :s toietwr tote h$fercdjtWt fanden, als sie einem gewöhnlichen schon so ost zu Konzessionen bereit ist. Aus tenuaDngonCflcr gewährt würde, der würde er- Verhalten der ftanzösischen Regverung felwett, daß die fleißige und saubere B-völke- sich aber eine nicht uninteressante Feststellung: ^^ des kulturell am höchsten entwickelten Tei- Mährend die Entscheidung über das denttcheft g Europas, nämlich des Rheinlandes und des Memorandum vom 24. Dezember angeMch den Ruhrgcbietes, wie ein Stamm von Wil- örtlichen französischen Behörden im Rhemlmrdlbcn behandelt werde. iTirard und Deyouttes überlassen wurde, wird „
die Auffassung der örtlichen Vertreter md-r 3« ftonzSsischen Ätrltf.
Eisenbahnirage von Poincarö beiseite geschoben,! i «»a
mcif er m dieftr Frage politische Nebenziele vrr- Essen, 7. Kmuar. (P^'valtel^gramm.) Nach folgt ,die vollkllommcn auf den Geheimvlan Daftden authenftfchen i^chiUhtt» befiitoen fia» riacs eingestellt sind. Wese Eisenbahnfrag: in den Gefängnissen des Ryem- und Rubiae- wird uns also ebenso wie die Frag« der rheini- bietes noch über zweitausend deutsche scben Notenbank noch mnnche unangenehmeI®efangene, vorausgesetzt, daß in den letzt-n ir^berraschimaen 'bringen Auch xu. d»em W* Wochen, dte t>on ixn JV^nn^ofcn
eims Abkon'mens zwis^en dem Mein,- ten etwa dreihundert Amnestierungen tatsächlich 'M »Kto”®™ u« rnwysA-ä: aausys
üur.srt sich der „Times" - Vertreter u. a. wie Sette wird diese Zahl der Amnestierungen als folgt: „Obwohl wir niemals die ErÄvingung viel zu hoch be^ichnet. — Die Franzosen geben der Richrscmftionen gestattet haben, ist ez den die Zahl der ltzefangenen außerdem weit nled- Fvanzosen wiederum gelungen, die Deutschen in riger nn,und zwar unterschewen sie baSm Mv unserer Zone zu ihrer Annahme zu zwingen, tische Gefangene mid die »ack lhrer Ansfaffung Die Bedingungen dieses Abkommens können aus kriminellen Gründen Verurteilten. Von kaum Großbritannien große Beftiedigung ge- deutscher Seite muß darauf Währen Seit Beginn der Ruhracktion haben wir daß ein großer, Teil der, unsere Absicht erklärt, den früheren Zustand in tt?ranMen als kriminell bezeichnen, °uä polili- pnserer Zone aufteckt zu erhalten. Durch den scheu Motiven erfolgt ist.
rings um unsere Zone gezogenen Gürtel ist es " “ ,
den Franzosen wiederum oelmrgen, ihr; eigenen
Sanktionen in ihr sehr wirksam zu erzwingen.' VUfil It.
Wie weit sich die Franzosen erdreisten, geht Die Arbett wird wieder ausgenommen, ferner auS einer neuem Spezialverordnung des (Privat-Telegramm.)
Generals Degoutte hervor. Danach treten Berlin. 7 Januar,
einige Aenderungen in der Beschlagnahme t
*;on Fndustrietoerken ein. Für die Auf- Die Verhandlungen zwischen ben Vertretern rccht er Haltung der Ordnung und Sicherheit in s der Berliner Metall-Jndilstriellen und des Deut- den Bettieben sind die zuständigen deutschen schen Metallarbeiter-Verbandes führten zu einer «»bsrden auch weiterhin verantwortlich. Einigung. Das Eregbms wird von den Arbeit- Mi-tteilunaen zwischen der deutschen Derwal-,nehmern als Erfolg gewertet. Es geiaug ihnen, tung und" dem Personal der brschlagnahmftn eine bcdutende Verminderung der von den In-
Deutschland al« Opfer.
Die gestrigen Beratungen in Paris.
(Eigener Drahtbericht.)
Paris, 7. Januar.
Der deutsche Geschäftsträger, Herr v. H 0 e s ch, ist gestern im Auswärtigen Amt erschienen und hat mit dem Vorsitzenden der Botschafterkolfie- rcnz, Jules Cambon, eine nahezu halbsrun- dige Aussprache gehabt, über deren Inhalt 'rrengstes Stillschweigen bewahrt wird. Danach tat sich die Konferenz versammelt und tm Verlauft der Sitzung die Frage der.interall^ ierten Militärkontrollc m Deutschland behandelt. Im übrigen wurden lauftnde iGeschäfte erledigt. Beschlüsse sind nicht gefaßt worden. In den letzteii Tagen war zwischM Paris und London ein reger Meinungsaustausch über die Mflitärkontrolle im Gange. Marschall Fach nahm gestern Gelegenheit, seine Ansicht über das Problem den Botschaftern mitzuteilen. In diplomatischen Kreisen verlautet, daß der Bor- itzende der Konttollkommisston, General Rollet, ich bei der Botschasterkonferenz über den schlechten Willen der Berliner Regierung (?) beklagte.