Nr. 295. — 13. Jahrgang.
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Kasseler Neueste Nachrichten
Mittwoch, 19. Sc?,:stier 1923-
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Heinrich ieinsoiä
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Berlin, den 14 Dezember 1923.
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bei der Post zu bestellen, bitten wir, nicht lange zu zögern, damit die Lieferung der Kasseler Neuesten Nachrichten über den 1. Januar hinaus gewährleistet ist. Schoer jetzt nehmen alle Briefträger und Posiansialten Bestellungen aus die K. Reuest. Rachr. für Januar entgegen.
+6,5- Heimische Anleihen waren weiter an geboten. Fremde Renten erholt.
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Nichtamtliche Ranhfutternotierungm: Drahtgepreßtes Roggen- und Weizenstroh 60—90, desgl. Hafrrstroh 50—70, des gl. Gerstenstroh 56 bis 70, bindfadengepr. Roggen- u. Weizensiroh 50, Häcksel 140—150, handilsübl. Heu 110—120, gutes Heu 130—150. iGoldpfennigs).
Richis Neues am Drvifenmarv.
Keine wesentlichen Aendcrungen.
Auch am gestrigen Berliner Devisenmarkt ba- ben weder die Zuteilungen noch die Kurse selbst wesentliche Veränderungen erfahren.
Tägliches Geld gegen Ess. Reichsbankdiskonl Ankaufspreis für Gold (20-Mark-Stück) . .
Ankaufspreis für Silber (I-Mark-Stück) . .
Fernbrief ab 1. Dezember . Postkarte ab 1. Dezember Fernsprecher, Ortsgespräch . Umrechnungssatz f. Steuern
Verhältniszaül für die Ermäßigung beim Steuerabzug vom 16. bis 22 Dezbr. Buchhandel.....
Kasseler Aerzterichlzahl . .
650 000.
1,1 Billion.
1 Billion.
vamvurger 2BartsmsrTt.
Festere Tendenz bei anziehenden Preisen.
Der Hamburger Warenmarkt zeigte am gestrigen Montag in Kaffee tei steigenden Preisen
Devisenkurse.
(In Millionen Mark für die Münzeinheit.!
deutsche Wolle (4-S), Basalt (+4’4). Elektrische Hochbahn (+4) und von Banken für Berliner Handelsgesellschaft (+20), Schtffahrts. eftten begegneten nur geringem Interesse; Packet fahrt +5, Hamburg-Süd -+7. Nolandlinie
10 Renten-Pfg.
5 Renten-Pfg.
15 Renten-Pfg.
1 Goldinark —
1 Billion.
Ter Umschlag.
Im weiteren Verlause bewahrte die Spekulation stärkste Zurückhaltung, es herrschte eher die Neigung zur Verringerung der Engagements vor. Fest und lebhaft waren Orenstein u. Koppel 24. Auch Bankaktien blieben ziemlich gut behauptet, Darmstadter HL. Dagegen bröckelten Montanwer-e u. Shiffahrtsaktien ab, ebenso chemische Fabriken und die Mehrzahl der sonstigen bekannten Jndustriewerte.
Auch weiterhin abgeschwächt.
An der Nachbörse zeigten sämtliche Kurse ein« Abschwächung. Tie Stimmung blieb recht mt» freundlich, da auf ernräßigtem Niveau vielfach auch Kaufneioung bestand. Bankaktien wurden lebhafter gehandelt (in Billionen): Darmstädter 10,75. Barmer Bankverein 6 G., Deutsche 12,5 G., Dresdener 8, Mitteldeutsche 3,8. Montanwerk ruhig. Für Mannesmann bestand zu 50,5 Nachfrage auf Gerüchte von englischen Käufen. Deutsch-Luremburger 67—68, Gelsenkirchener 69, Harpener 85, Phönix 49, Rheinstahl 52, Oberoc- darf 28, Caro 34. Laura 28. Ferner waren zu hören: Nordd. Llohd 12,5, Hadaa 45, Adlerwerke Kleher 6, Köln-Rottweil 12,5. Ges. für eleftr. Unternehmungen 14, Berliner Maschinen 16,75, Berlin-Karlsruher Jndustriewerke 93, Deutsche Erdöl (sehr schwach) 60. D. Petr. 24,5.
Wegen der außerordentlichen Verzögerung in der Ausgabe wertbeständiger Zahlungsmittel, wird
die Ziehung
der Einklassigen Preussisch-Süddeutschen
Wertbeständigen Ste^tsletterie
auf 18. und 19. Januar 1924 verschoben.
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ders streg damals 35 Meter tief in die Höhlen, doch konnte deren Hauptherd noch nicht erschlos- ten werden. Ma» fand bei der Durchforschung gut erhaltene Schädel, Knochen und Rippen von Höhlenbären und anderen Tieren.
3o61uno der Drcrnvfleurr.
Um einer mißverständlichen Auslegung der vor einigen Tagen veröffentlichten Bekanntmachung der Hessischen Brandversicherungsanstalt zu begegnen, sei an dieser Stelle darauf hingewiesen, daß das Umlagekapital aus oer letzten Zahlen-Spalte des Kaiafterauszugs, der dem Brandversikerungsschein beigegeben ist, her- vorgehL Nach diesem Umlagekapital errechnet sich der Drandfteuerbetrag (io Goldpfemiige von 100 Mark), zum Beispiel also abgerundet 14600 Mark Umlagekapital gleich 15 Goldmark, 45300 Mark Umlagekapital gleich 45 Goldmark.
festere Haltung. Unveränderte Angebote von Brasilien. — Kakao. Reges Jnlandsge- schäft, Stimmung fest. — Re'i s. Stimmung unverändert sehr fest, nammtlich für neue Ernte, welche um 3 d im Preise anzogen, lvährend Lokoware unverändert blieb. Burma loko 15 sh 9 d, aus ersten Dampfern 15 sh 6 d, März-April- Andienung 15 sh 14’4 d. Burma-Bruch loko 12 sh. — Paraffin und W a ch s. Ruhig. Amcrik. Tafelparaffin 11—11*4 Tallar, Bienenwachs WO bis 120 sh, Japanwachs 86—88 sb, Carrauba- wäck;s, settgrau 91—93 sh, courantgrau 88- -91 sh. — Gewürz e. Fest, starke Nachfrage des Inlandes hei anziehenden Preisen. Schmalz. Sehr ruhig. Amcrik. Steam Lard ohne Notiz. Raff, amrrik. Schmalz, verschiedene Marien 36;/. bis 37 Dollar. Hamburger Schmalz in Driftet, tonnen, Marte Kreuz, 37!Z Dollar je 100 Kilo netto. — Sele. Ruhige Hattnng bei ziemlich fester Grundstimmung. Leinöl 53s-—62 hell. Guloen je 100 Kilo.
Tägliche WlrisGQftszaMu.
Bom 18. Dezember 1923.
in bestem Zustande zn verkaufen.
F.öahl & Finkelmeier
Oberste Gasse Nr. 35.
SflnMtoe Unschuld.
Der Korb »oll Papiergeldmakulatur.
Fleuten Lisbeth, eine ältere Jungfrau vom Lande, die den rechtzeitigen Anschluß verfehlt hat und mit zunehmendem Alter etwas einseitig und wunderlich geworden ist, bezieht, wie uns aus dem Waldeckischen geschrieben wird, eine anständige Invalidenrente. Mit einem Handwrbe bewaffnet, betritt sie das Amtslokal des Postagenten. Der will der Men Shntbin die Arbeit erleichtern und reicht ihr einen Zwei- btllionenschein!
Etwas NeueS! Die Alte steht den Schein mißtrauisch an und sagt dann, mit beiden Armen wehrend: ,Ne, fo’n Gäld nahm ech net, ech vele hon well, Korb voll." Der Wunsch mußte ihr erfüllt werden; sie totS einmal nicht anders.
So kams, daß der Postverwalter einige Pfund Makulatur los wurde und Meuten Lisbeth mit einem Korbe voll Papiergeld wieder auf ihrem eine Stmtde entfernten Heimatdorf anlangte, -r.
Die et!rami$ng am ^rvöuktrnmartt.
Russisches Getreide drückt auf den Preis.
Am Berliner Produltrnmarft ist das Angebot vom Inland durchschnittlich zurückhaltend geworden. Für Roggen land sich am gestrigen Montag nur vereinzelt Mehrbedarf, da jetzt fort gesetzt russisches Roggenmehl gegen Rentenmark von Jmfiort einen an die Großmühlen verlaust wird; erhöhte Forderungen lassen sich daher schwer durchsetzen. Es notierten in Goldmark für eine Tonne bei Getreide und Hülsrnfrüchten, für einen Doppelzentner bei Mehl und Futtermitteln: Weizen, märkischer 1.60—167, Roggrn, märkischer- 146—147, westpreuß 145—146. pom- merscher 145-146, Gerste 157—159, Hafer, märkischer 126—130. wdstpreuß 120—12^, Weizen- mehl 25—29, Roggenmehl 24—26,5, Wnzenklc»? 7,25—7,50, Roggcntteie 7—7,25, Raps 255—270,
etnnpttpflidst der Uerträae.
Nach einer Verordnung des preußischen Staatsministeriums vom 24 November 1923 bleiben di« im Abschnitt 1, Ziffer 1 und 3 der Larifftelle 48 des Stempelsteuergesetzes vorgeschriebenen Steapelabgaden vom 1. Januar 1923 bis auf weiteres unerhoben. Die Mietverzeich- uiffe über Verträge betreffend Verpachtung oder Vermietung von Grrmdsrücken (allgemein und zur land- und forstwirtschaftlichen Nutzung) sind daher vorerst ni ch t vorzulegen. Dagegen sind mit Wirkung vom L Januar ab alle Jagdpachverträge ohne Rücksicht auf den Wert deS Gegenstandes stempelpflichtig. Es
Zu den ersten Kursen waren namentlich Montanwerte gefragt. Es eröffneten höher: Essener Steinkohlen 10, Gelsenkirchner 9, Hoefch 8, Kattowitzer 19, Phönix 9, Rhein. Braunkohlen 20, Rombachcr 6, Kaliwerte, chemische und Elektropapiere lagen ruhiger, doch ebenfalls fest. Beachtet waren Badisch- Anilin (+4,5), Elberfelder Farben (+6,5) Öberschles. Koks (+8), Deutsche Kali (+5), Felten «. Guilleaume (+5) . Waggon-, Maschinen- u. Metallwerte waren nur vereinzelt fester. Es gewannen u. a.: Augsburg-Nürnberger Ma, schinen 5, Berlin-Karlsruher Jndustriewerke 20, Gebr. Beehler 9, L. Loswe 13, Hirsch Kupfer 4/+ Einige Nachfrage bestand ferner fü: deutsche Wolle (+S), Basalt (+4)4), El
* Hersfeld, 18. Dezember. (Um den neuen Landrat.) In der gestern schon erwähnten Entschließung des Kreisbauernvereins gegen eine Kandidatur Hauschildts für den Landratsposten beißt es: »Wir haben von dem Hineintragen der -Politik in die Amtsstuben genug und können euch den Einwand nicht gelten lassen, daß der Kreistag des Kreises Hersfeld über eine sozia- ffstische Mehrheit von einer Stimme verfügt. Demgegenüber erklären wir, daß diese Zufalls- mebrhei nicht der wahren Stimmung des Volkes entspricht und daß das Bild bei den demnächst erfolgenden Neuwahlen sich ganz erheblich zugunsten der bürgerlichen Parteien gestalten wird. Sollten trotz unseres Einspruches auch diesmal die Gefühle der national empfindenden Kreis- eingesessenen verletzt werden, so erklären wir feierlich, daß das Vertrauen zu einem sozialistischen^ Landrat in einem so national gerichteten Kreise, wie es der Kreis Hersfeld ist, von vornherein völlig erschüttert sein wird und wir nichts unversucht lassen werden, um gegen diesen Schritt Front zu machen."
* Brgheim-Giflitz, 18. Dezember. (Genossenschaftswesen.) Dieser Tage hielt hier die Zentralgenoffenschaft Mm Bezüge landwirtschafmcher Bedarfsartikel ihre 69. ordentliche Generalversammlung ab. Es fand zuerst eine Ersatzwahl sü zwei laut Statut ausscheidende Vorstauds- und Aufsichtsratsmitglieder statt. Die ausscheidenden Herren Rödiger und Ulrich, bezw. Bock und Krümmel wurden wiedergewählt. An den allgemeinen Geschäftsbericht des Geschäftsführers Werth schloß sich eine angeregte Debatte, in der einzelne Punkte des Geschäftsberichts besprochen, bezw. geklärt wurden.
Handel »Verkehr.
Effekte» am Mvrtag stark belebt.
Der erste Anlauf. — Am Schluß schwächer.
Nach anfänglicher Erholung und nicht unbe- ttachtlicher Aufwertung sanken die Kurse schön in der zweiten Börscnstunde auf die Anfangs- stufe zurück. Die erstmalige amtliche Billionea- knrsnotierung, die einen leichten Neberblick über die Bewertung der Effekten ermöglicht, sowie die Verlängerung der Arbeitszeit im Ruhrgebiet und die Senkung der Kohlen- und Eisenpreise wirkten auf Geschäft und Unternehmungslust aünstia ein, die später jedoch merklich Nachlaßen. Der Geldmarkt liegt weiterhin leicht bei Sätzen von % bis % Prozent für tägliches Geld.
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Kassel, 17. Dezember. Die Preisfeststellung gestaltete sich heute sehr schwierig. Wohl gingen die Preise zurück, aber noch lang« nicht derart, wie andernorts gemeldet wird. Kassel marschiert immer noch an der Spitze der Preise. Der amtliche Bericht besag!: Auftrieb: 21 Ochsen, 15 Bullen. 31 Kühe, §6 Rinder, zusammen 103 Stück Großvieh, ferner 159 Schweine, 39 Kälber, 20 Schafe Hammel Schlaehtviebpreiie <Lebendgewicht je 1 Pfund in Geldmarkt: Och'en höchsten SchlechtwertS 0,40—0,46. vollfleischige ausgemüsteie 0.35—0,40. geringere Sorten 0,25 bis 0,35, Bullen höchsten Scklachtwer'z 0,40 bis 0,44, vollfleischige junae und mäßig genährte bin1 gcre sowie gut genährte altere 0,25—0.35, Färsen höchsten Schlachtrverts 0.40—0,45. Kühe höchsten Schlachtwerts 0.40—0,45. sonstig« Kübe und Färsen 0,20—0,35. Kälber 0,35— 0,50. Schrie 0,25 ueb Schreine 0 60—090. Tendenz: langsam. Ausgesuchte Ware bei Schweinen über Notiz. In den Preisen sind Handelsgewinn, Besicherung, Spesen usw. enthalten.
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* Volkmarsen, 18. Dezember. (Feuer.) Hier brannte das Wohnhaus des Landwirts Viktor Henze nieder. Auch das Haus der Witwe Teget- hof ist teilweise abgebrannt.
* Trendelburg, 18. Dezember. (Bestätigung des Bürgermeisters.) Amtlich wird heute die Bestätigung des zum Bürgermeister der Stadt Trendelburg gewählten früheren Bürgermeisters Paul R ü b m a n n daselbst bekanntgegeben.
♦ Hedemünden. 18. Dezember. (Selbsthilfe. — Sport.) Außer dem Nachtwächter soll hier, wie an anderen Orten bereits eingesührt, zum Schutze des Eigentums ein Einwohnerpatrouillendienst eingefnhrt werden. — Daß in unserem Städtchen der Sport mit gebührendem Ernst betrieben wird, zeigt, daß vier Mitgliedern des hiesigen Turnvevems seitens des »Deutschen Reichsausschusses für Leibesübungen" als öffentliche Anerkennung für vielseitige Leistimgen auf dem Gebiete der Leibesübungen das .Deutsche Turn- und Sportabzeichen' in Bronze verliehen wurde. , * Schlüchirt-n, 18. Dezember. (Vom Teufelsloch.) Das HöMengebier bei Steinau, über das wir vor einigen Tagen berichteten, ist in Fach-
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