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fvt. 292. 13- Jahrgang.

Kasseler D!eueste Nachrichten

Sonnabend, 15. Dezember 1923.

MMMOI Ski WM

Der Stand des Dollars

Freitag

Donnersiag

SLadLvsryrdnetenverfammlung am Montag: Erhöhung der städrifchen Abgaben

Amtliche Notierung

Am liche Notierung

4,250 01108381

4,200 011111181

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Montan-Akticn

Seite BOefchm

Alles in Billionen Prozent.

Kasseler Surfe vom 14. Dezember.

ULr

.Poteichens Mondsabrt

Heater: Va

7 Uhr. 91 c i>

60

60

Vor- wer-

rnäärao Erhöhung der Gesamtsumme der ausleistong^n für ein Vierteljahr erzielt den wird.

Va«? Aktie«

Darmst. Bank . .

Deutsche Bank- .

Disk.-Ges......

Dresdner Bank .

Bcrl. Hand--G- . !

»Alpine MajestätÄt». Hassia:Wem nie durch Liebe Leid geschah ..."

Felten.....

Lahmeyer. - . Licht u. Kraft Schlickert -. . Siemens . . . A. E- G- . . . Orenstein & K. Hirsch, Küps. Adler-Kleyer. Tainrlcr . . . Bing-M-tall. Mansfelder .

HmttgeBeMnefBökze. ,

Devisen unverändert, Effekten leicht befestigt.

(Eigener telegraphischer Bericht.)

Die Neilksunirrsiützung ist am S«dr.

Berlin, 14. Dezember. (Privattelegramm.) Der RcichSsinanzminister erttärte den Vertretern der befetzten Gebiete, vast er auf Grund der Rentenmarkkredite keine Gelder für die be­setzten Gebiete nach dem 1. Januar mehr anweifen lihtiie, pa die Nentenmartlredite bereits erschöpft seien Zahlungen könnten nur noch durch Abwälzung auf die Steuerzahler des Reiches erfolgen. Die Notwendigkeit der Reichshilfe für die hesetfteii Gebiete bestreitet er

39,5

38

24,5

40

28

24

D.-Luxemb.. . . Gelsenkirchen . Harpener Phönix.....

Mannesmann. Buderus . . . . Rhein-St. . . . Caro. ......

Oderbcdars. . .

Gewerbesteuer.

Auf Grund der Verordnung vom 24. Novem­ber 1823, wonach Vorausleistungen auf der Grundlaac der Gewerbesteiiervchanlaainig für das Rechnungsjahr 1922 auch für das vierte Vierteljahr zulässig sind, hat der Magistrat ent­sprechend beschlossen, weil 'die Beranlaglmq für bas Rechnungsjahr 1823 noch nicht abgeschlossen ist und auch noch einige Zeit in Anfmuch neh- «ten wurde. Gleichzeitig wurde in Abänderung der früheren Verhältniswahlen beschlossen, über die Vorauszahlungen bei Festse'bung der Vrr- vielfAtigungSzahl für das vierte Vierteljahr von einer Abstufung ganz abznseben, wodurch eine

Entlassungen in Dauern.

München, 14. Dezember. (Privat - Tcle« gramm.) Hier sind Massenkündigungen von Arbeiter« erfolgt. Tie Staatsbetriebe kün­digten für 1. Januar 30 Prozent der Arbeiter und Angestellten. TaS größte llnternehnren der bayrischen Industrie, die Maschinenfabrik Augs­burg-Nürnberg, hat 500n Arbeiter, den vierten Teil der Gesamtbelegschaft, infolge stockenden GeschästsgangS entlassen müssen.

jäbrl'ch 40 Goldmark zu zahlen sind. Eine An­rechnung dcr Vorauszahlung vom Oktober d. I. für das vierte Vierteljahr wird mit Rücksicht aus die GerinzsügigkÄt der eingezahlten Beträge für untunlich erkltrri. Tie Einkommensgrenze der Beisitzer von Wachhunden, für die der ermäßigte San von 6 Doldmark in Anspruch genommen wird ist anderivcit auf 2000 Goldmark festge­setzt worden.

Erhöhung der stSbtisryru Bögaben.

Kanalbenutzung, Müllabfuhr, Stratzenreinigung.

Die neue Vorlage für Montag stellt sich auf den Boden eines Ministerialerlasses, mit dem den Gemeinden sreigegeben wird, für die Anpas­sung von -Gebühren und Beiträgen an die Geld- wertänderuug den jeweiligen Stand der Gold- nmrk zu wählen, wie er vom Reichsfinanztuim- ster für Erhebung der Reichsstöner festgesetzt wird. Nach Aufstellung über die gegenwärtigen Kosten belaufen sich die Kosten der Kanaluntcr- hattnng zur Zeit auf jährlich rund 459 00'0 ölolvmark, die Kosten der Atüllabfuhr auf jähr­lich rund 376000 Goldmark und diejenigen der Straßenreinigung einschließlich der Schnee- und Eisbeseitigung auf jährlich rund 186000 Gold­mark. Die Kosten der Heiden ersteren Veranstal­tungen sollen bestimmungsgemäß in vollem Um­fange, dieienigen der Straßenreinigung wie bis­her mit 70 Prozent durch die Abgaben wenig­stens für das letzte Vierteljahr des Rechnungs­jahres 1923 gedeckt werden. Der Magistrat hat deshalb beschlossen, vom 1. Januar 1924 ab zu crhebebn:

Kanalbenutzungs-Gcbühren mo­natlich (Gegenwert in Gcldmark am Zahlungs­tage) bei W o h n r ü u m e n mit einem Mietwert von 1006000 X für je 100 X Mi et wert 0,14, von 6011000 X für je 100 X Mictwcrt 0,16, über 1000 X für je 100 X Mietwert 0,20, Gewerbliche Räume mit einem Mietwert von 1009000 X für je 100 X Mietwert 0,14, von 20015000 X für je 100 X Mietwert 0,16, über 5000 X für je 100 X Mietwert 0,20 Mark,

Mül!abfuhrgebührhn bei Wohn- räumen mit einem Mietwert von 100600 X für je 100 X Mietwert 0,13. von 6011000 X für je 100 X Mictwert 0,16, über 1000 X für je 100 X Mietwert 0,19; bei gewerblichen Räumen mit einem Mietwert von 1002000 Mark für je 100 X Mietwert 0,13, von 9001 bis 5000 X für je 100 X Mietwert 0,16. über 5900 Mark für ie 100 X Mietwert 0,19 Mark.

Straßenrcinigu ngskostcn (Gegen­wert in Gcldmark am ZaNnngstage) und zwar monatlich in Höhe von 1/15 Goldpfenuia pro Quadratmeter vor unbebauten Eruudstücken; 1/3 Goldpfennig pro Quadratmeter in Straßen Vt Klasse 1 und 5/6 Goldpfennig pro Qua­dratmeter in Straßen der Klaffe 2.

und auf den amerikanischen Märkten ein bemer- lrnswertrr Rückgang der englischen Werte tzcr- beigeführt worden sei. Außerdem wurde Win­ston Churchill beschuldigt, feem Finanzmamt Sir Ernest Cassel iu großen Owwinnc verhalfen zu haben, von denen wiederum Churchill für sich selbst mehr als vierziatausend Pfund Sterling erhalten haben soll. Die Beschuldigungen des: Angeklagten sind von Churchill widerlegt wor- > den. Tas Gericht erklärte Douglas für fchul-! dig und verurteilte ihn zu sechs Mona­ten Gefängnis mit der Androhung einer weiteren Gefängnisstrafe von sechs Monate«, wenn er mit seinen Verleumdungen nicht aufhör»

Berlin, 14. Dezember, 1,30 Uhr. 1

Am heutigen Devisenmarkt waren die Kurse unverändert bei ««wachsender Zuteilung. London und Newvork wurden zu ie sechs Pro­zent zugeteilt. Der Effektenmarkt ist etwas fester, das Geschäft lebhafter, und das herauskommende Material wird leicht und teils zu höherem Kurse ausgenommen. Namentlich sind Valutawerte bis 50 Prozent höher gesucht, auch SchiffahrtSwerte liegen höher. Heimische Renten sind weiter angeboten. Größere Kurs­gewinne zeigten sich auch in allen Montanwer­ten, namentlich aus dem Rheinlan.de. Auch der unnoticrte Markt war fester. Tägliches Geld ist -u cinviertcl Prozent zu haben.

Mchreinnahme aus der GrunderwerbSsteuer.

Die Wertzuwachsstcuer ist ertraglos gewor­den, seitdem durch das Finanzausgleichsgesetz di: Berücksichtigung der inneren Kaufkraft der Mark bei Bemessung des Wertzuwachses vestlanat wor­den ist. Aus diesem Grunde soll zunächst von der Erhebung der Wertzuwachssteinft bis auf weiteres Abstand genommen werden. Dieser Beschluß bat zur -Folge, daß die Gemeinden ihren Zuschlag zur Grunderwerbssteucr, 'der seit­her nur 1 Prozent betrug, auf 4 Prozent erhöhen können. Die Stadt muß von diesem Reckte Ge­brauch machen, nm die durch den Wegfall der Wertzuwachssteuer entstehende Lücke wenigstens in etwas auszufüllen. Dem Beschluß wird rück­wirkende Kraft bis zum 1 November 1922 bei- aelchft. Ta der Staat aus seinen Anteil an der Grunderwerbssteuer und auf fein Zuschlagsrecht verzichte^ hat, erhebt infolgedessen die Gemeinde vom 1. November 1923 ab im ganzen 8 Prozent des Grundstücksttufttes als Grimderwerbsstcucr.

Englischer Nachkriegsprozeß.

Wegen Berlcumdnng verurteilt.

(Eigener Drahtbericht.)

London, 14. Dezember

Tas Gericht in Old Baily hat gestern das Urteil in einem Prozeß aeqcn Sir Alfred Dou­glas, einen Abkommen deö ältesten englischen AdclSgcschrechteS der wegen Verleumdung an o-ftte-gt war, gefällt. Tie Anklage wurde »om Oberstaatsanwalt geführt und baute sick auf ei­nem vor nunmebr satt drei Jahren von dem Angek-'aat-n veröffentlichte« 'Pamphlet auf. mit hem Tftcl:Ter Mord au Lord Stitcbeiter, die Schlacht bei Jillond und die Juden". In dieser Schrift wurde der frühere Minister Winston Winston Churchill beschuldigt, den Bericht über die Schlackt von Jütland zu Nnrcckt in einer be­sonders pessimistischen Form gegel>en zu haben, wa» nn eine britische Ni-'der'age glauben zu ma- cheu. wodurch auf dcn verf-tssodensten Bör'cn

Kali Aschersleben 21

Berliner Masch. . 13

Krauß.......115,

Valuta-Weste

Erhöhung der Hundesteuer.

Zur Beschlußfassung sieht ferner eine Ent- schliichuüg d->? Magistrats, unter Mänderung der Tteuerhebezciten die Hundestener vom 1. Januar 1924 ab in vierteljährlichen Raten der­art zu erbeben, daß ftir den ersten Hund jährlich in Goldmark, für den zweiten Hund jährlich 60 Goldmark, für jeden weiteren von ein und dcr- elbm ükrion aöbalt-nen Hund jährlich 99 Geld­mark. für den Gebranchsbund nach Paragraph 5 >er Crbmna 6 Goldmark, und für den Zwinger

Beiriebsstcucr in Goldmark.

Weiter hat der Magistrat befchlosseu, die Frie- densbetriebssteuersätze als Goldmarkbeträge fcst- zufetzen. Die Verteilung der Sätze von 10, 15, 25, 50 und 100 Goldmark ans die pflichtigen Be­triebe ist in der Weise vorgesehen, daß zu zahlen haben: a) gewevbesteucrfrcie Betriebe den Ge- aenwert von 10 Goldmark, b) Betriebe, deren staatlich: Gewerbesteuer sür das Rechnungjahr 1923 1500 bis ausMießlich 4000 X beträgt = 15 Goldmark, c) Betriebe, deren staatliche Ge- wcrbcstener für das Rechnungsjahr 1923 4000 bis ansschließtich 20 000 X bebtragt 25 Gold- mark, d) Betriebe, deren staatliche Gewerbesteu.-r für das Rechnungsjahr 1923 20000 bis aus­schließlich 50000 X beträgt 50 Goldmark e) Betriebe, bereu staatliche Gewerbesteuer für da? Rechnungsjahr 1923 50 000 X oder mehr beträgt 160 Goldmark Tas voraussichtliche Anflommen aus der Beiricbssteuer beträgt we­nig mehr als 12009 Goldmark und erreicht da­mit annähernd den im Jahre 1914 erhobenen Betrag.

9 12,5 19

6,25

Tie Mitglieder der Stadtverordnctcn-Der- sammlung sind für Montag nachmittag zur letz­ten Sitzung in diesem Jahre geladen. Tas Christgesckeuk für bie Bürgerschost besteht aus verschiedenen Ucbrrraschnugen: Erhöhung der Hundesteuer, der Kanalbenutzungs­gebühren, Mullgcführen und der S raßenreinigungskosten, Vorauszah­lung auf die Gewerbesteuer und Festset­zung der Vervielfältigungszahl für das 4. Viör- tcljahr 1923, anderweite Festsetzung der B c - l r i e h s st e u e r, Erhebung einer Gemeindcder- brcmchssteuer von Essig, vorläufige Nichterhc- buttfl brr W:rtzuwachssieuer Schulausgaben und verschiedene andere mehr ober weniger kpstspie- lige Vorlagen.

Dis Sprudelten und tisrDisb mit Willy Wacker.

Otavi.......

Diamoushar. . . . Zolltürken .... Bagdad I.....

Bagdad II ....

Freiverkehr Krügershall . . . Becker-Kohle . . . Becker-Stahl . . . Api........

Benz........ Ufa.........

0,50 Goldmark für jede vollen tausend Alark der Jahressteuerschuld 1922. wobei jedoch ein m Jckr: 1922 etwa einbehaltener Steuerabzug gbzuzieben ist. Hat also jemand im Jabre 1922 nur Gehalt im Betrage von 2 Million«« Mark bezogen, wovon ihm im Weg« des Steuerabzu­ges 200060 Mark embehalteu worden sind, so Hai er von 490000 Mark minus 200000 Mark, also von 290000 Mark je 0,50 Goldmark, das heißt 145 Goldmark zu zahlen. Auf die weite­ren Bestimmungen kommen wir morgen zurück.

Billige Bcfteidu>,q" im Kaffeehaus Ter ?n-:i gekcm! 'eue blosser L. verfiel auf

uachtsklänac" Stadtvark, 8 Ubr. Win- z erstirb cn; Wilip Wacker, 8 Uhr. U. T.:

Üc

Verbrauchssteuer von Essig-

Rach einer neuen Ordnung über die Erhe­bung einer Gemeindeverbrauchsfteuer vom Essig in der Stab* Kassel wird nunmebr die Essigsteuer aus 1.?. Goldpfennig fiirden Liter in der Stadt eingeführteu ober innerhalb des Stadtbezirks bereiteten Essias festgesetzt. Der Steuersatz ver­steift sick für Essig von 5 vom Hundert wasser­freier Gfsi-gsäure. Von dee Esügsteucr befreit bleiben Essigmenaen unter 5 Litern. Der Steuer­betrag ist gegenüber dem Betrag in der steuer« orbnuna von 1915. abaciehen davon, daß er setzt mtf Goldbasis gestellt wird, nicht geändert worden,'

3m besetzten Gebiet.

Italien will Anteil an der Kohlenlieferung.

- 9 (Privat-Telegrarmn.)

Berlin. 14. Dezember.

DemMalin" wird ans Brüssel gemeldet, daß dort Nachrichten cingelaufen find, wonach zwei italienische Jngenicnre, die mit Voll­machten der italienischen Regierung versehen sind, iit Düsseldorf eintrafen und sich mit fran­zösischen und belgische« Vertretern der Micum" in Verbindung gesetzt haben, um für Italien eint« Anteil a« dem mit öen deut­schen Kohlengruben abgc'chlossenen Abi'ommen zu erlangen. Die franzöfische und belgische R:- gicrung haben dieses Ersuchen Italiens günstig aufgenommen und es ist wahrscheinlich, daß d e Kohlenuote von 18 auf 23 Prozent erhöht werden wird, und daß die erhöhten fünf Prozent für Italic nrcser Viertwerden.

Im Kasseler Essettenverkehr von Bank zit Bank wurden heute ungefähr genannt (ohne Ge­währ): Bank für Hessen: Nachfrage, Angebot 70. Baumann und Lederer: Eachstage, An­gebot 7500. Großalmeroder Tonwerke: Nachfrage , Angebot 12000. Hobenlohe Nährmittel: Nach­rage, Angebot 6500. Landwehr »nd Schultz: Nachfrage 140, Angebot 175. Ad. Wcvcr: Nach­frage 550, Angebot 650. Warbnrger Zucker: Nach­frage, Angebot 7000. (Alles in Milliarden Prozent.)

Waisenkindes Weihnacht.

Ein Ausruf der Rcichsfrchtfchule.

Das Nahen des Weihnachtsfestes laßt alte Familien insbesonder an ihre Kinder denken und gchsime Pläne schmieden mit dem Ziel: Wie erfreuen wir unsere Kleinen? Wer gedenkt aber an dem Feste der Liebe der Acnnsien un- tr uns, der Vater- und mutterlosen Waisenkin­der? Auch ihnen soll eine Weihnachtsfreude 'werden. So denkt u. a. auch dieDeutsche Reichsfechtschule für Waisenkinder», vie seit vicrundvicrzig Jahren die Waisen betraut und ihnen in sechs Reichswaisenhäusern die Eltern zu ersetzen tudrt. Nach dem MottoViole We­nige machen ein Viel» sucht auch derVerband Hessen-Kassel» seit dreißig Jahren mildtätige Herzen und Hände zu rühren, um das zurzeit schwer gefährdete Liebcswerk zu fördern und zu stützen. Wie aus einer kürzlich erlassenen An­zeige zu ersehen war,, sammelt der hiesige Ver­band an versckßedenen durch Plakate kcnutlich gemachten Stellen das für viele jetzt wertlose kleine Papiergeld und konnte bisher ein erfreuliches Ergebnis erzielen. Ferner spricht ein legitimierter Vertrauensmann bei den Gönnern und Freunden der Watsenschutzsachc vor, um Wcihiiachtsgaben für die Waisenkind'r zu erbit­ten. Helfe ein Jeder nach seinen Starten das edle Werk der Nächstenliebe tu fördern und spende freiwillige Gaben. Solche nehmen alle Vorstandsmitglieder des Verbandes. Vorsitzen­der ist Stadtbüroinspektor Reinecke^ SHlachthof- ftraßc 41; Schriftführer KnappichaftSsekretär Schön, und Kassiere Knapvschafts-sekretär Hirsch, letztgenannter Bahnhofstraße Rr. 2, P.

Neues aus MC

Die Not Ser Schulen.

Verhandlungen über Sparmaßnahmen.

In einer der StaDtverorduetenverfammlung 66t Montag zugegangenen Rachtragsforberung heißt ek: Tre städtische« Schulen befinden sich in großer Not, da sie bei den sachlichen Ausgabc- fitetn keine Mittel nicht besitzen, um die aller« notwendigsten Bedürfnisse, wie Tinte, Kreide usw.. beschaffen zu können. Der Magistrat hat sür jeb Schule durchschnittlich die Summe von 15 Billionen, zusammen 675 Billionen, bewilliot.

Be: den für Heizung, Beleuchtung und Rei­nigung der städtischen Schulen im Voranschlag für das laufende Jahr vorgesehenen, Verläsen ist infolge drr durch die Geldentwertung einge- treten-rn Erhöhung der Preise für Brcnnstofse und die tarifmäßige Erhöhung der Reinigungs- Vergütung der Hausmeister bis Ende Oktober eine Neberschreitung von 33,635 Billionen Mark entstanden, di- nachzubewilligen ist. Dabei be- ruerkt der Magistrat:

lieber die zur ErziÄung von Ersparnissen be­schlossenen Maßnahmen, Beendigung des Schul­jahres mit dem 1. März 1924 oder Verlängerung der Weihnachtsferien um vierzehn Tage schweben noch Verhandlungen mit der Schulaussichts- behörde!

dm G-danken, sich nckie Kleidung auf billige Art zu verschaffen. Obne Mantel zog er in ein Kaf­feehaus, suchte sich im Stillen einen guten Man tel aus. zog ibn an. fetzte auch einen besseren als dcn mitgcdrackien Hut auf und ging. Daß er beobachte^ worden war, entzog sick feiner Kennt­nis und fn lief er munter einem Polizeibeamten in den Weg, der eineEnMeidunasnenc" bet* anlaßte. Ter Fall mahnt zur Vorsicht.

Ein Schwereinbrechcr sestoenommen. Kürz­lich wurde aus Trendelbura über einen dreisten Einbruch berichtet. In der Domän-: war gründ­lich aufgeräumt worden. Es verkchwanden 20 Enten, mehrere Gänse. Sckube, Kleider. Mabl und vieles andere mehr. Dcr Kriminaloolizei aelang es nun, den D'ftb lier in Kassel in der Person eines Arbeitslosen zn ermitteln, der die­sen Einbruch bereits eingestanden bat und ftvar standen ihm dabei ein paar Kcrnvliren hilfreich zirr Sette. Im Laufe des gestrigen T-meS wur­den noch -mehrere andere Einbrecher festgeaom- men, so ein fleblen'der Landstreicher, dessen ..R-am uüd Art» noch dcr Nachprüfung bedürftig sind.

-r Veranstaltungen am Souuabcnd. Staats-

SchiffahrLs-Wcrle

Hapag ......45,5

Nordd. Lloyd. . . 10,25

Hanfa-Dampjer 16

I«dvstrie»Aktie«

Badische Anilin. 24,5

Goldschmidt ... 18

Höchster......18

Elberfelder.... 22

RobebDynamo . 9,5

Anglo-Guano . . 29,5

Accumulatoren . 32

40

16

15

12,5

13,5

nicht.

. 33

. 10/

. 11

. 40

. 43

. 10,5

. 17,5

. 50

. 4,5

. 3,4

. 5,6

. 17

11

11

11

9

4

3,25

Die neue Brandsteucr itt Goldmark.

Auch die L a n d c s v e r w a l t u n gmacht jetzt in Gold». Wie aus einer Bekanntmachung ersichtlich, wird mit der Erhebung der für den 1. Januar 1924 vom. Lauvesausschuß ausgc- schriebeuön neuen Brandsteucr (Versicherungs- nmlago) seitens dcr hiesigen Landesrentereien schon am 18. Deaencher begonnen. Die Steuer, in die die Reichsverstcherungsstcucr eingerechnet ist, beträgt 1 Goldmark für je1 1900 Mark Um« kaeekapital. oder 0.50 Goldmark für Gebäude in Bauarülasse 1. 0.70 Goldmark in Klasse 2. 0.90 Goldmark nt Klasse .3, 1.10 Goldmark in Klasse 4 und 1,40 Gcldmark in Klasse 5. 5Vm Jahre 1914 wurden 1,40 Mark für ie 1000 Mark Ilmlaaeka- ViG- (o-hne ReichSverficherilngSsteuer'i örhobcn; bet neue Petsicketungsbeittaa. in den der rest­liche Teil der infolge dcr Geldentwertung völlig unzureichend gewesenen Umlage für das zweite Halbiabr 1923 und eine Potfchiißmnlageguote fiir das Jahr 1924 enthalten ist. bleibt sonach hinter dem VorkriöaSsatz erheblich zurück, trotz­dem die geldlichen Verpflichtimacn der Brand­kaffe infolge zahlreicher Brände der letzten Zeit ganz bedeutende geworden sind. Wenn auch nicht zu vchkennen ist, daß neben den in Gold- nmtkbeträgen anfgewcrtcten Reichs-. Staats­und Gemeindesteuern, die neue Rrandsteuer eine weitere fühlbare Belastung für HauSbeützer und Mietör mit sich bringt, so darf dock nickt voraes- sen werden, bnS es der auf Gegenseitigkeit be­ruhenden Hessischen Brandvcrsichcrungsanflalt ebne genügende Einnahme nicht möglich wäre, binreichendc Entschädigungen im Brandsalle zu Zahlen Die BrrficherungSsemeinschast zahlt Irena genommen alfo hierbei nach dem Prinzip 7tm Leistung und Gegenleistung in der Haupt­sache immck nur das, was sie empfängt.

LoMnaGrichten vom Tage.

U. Entrichtung dsr Gruudvermögenssteucr. Diorgen wird die Grundveimögenssteuer für den Monat Dezembcst fällig. Sie kann mtt einer Schonftist bis zum 21. d. Mts. gezahlt werden. Die Schonfrist gilt nur für solche bebaute Grund­stücke, die ganz oder teilweise vermietet sind, also nicht für unbebaute Grundstücke und Einfami­lienhäuser Tie Steuerzahlstclleu werden an diesen Tagen durch den Andrangs des Publi­kums überlastet sein. Es empfiehlt sick daher, die Einzahlungen auf das Postscheckkonto der Steu­erlasse 851 Frankfurt a. M. zu leisten, wobebi der Tag der Cinzahlnug bei der Postau statt für die Berechnung des Kurses maßgebend ist.

4- Die Geschäfte aut Goldenen Sonntag. Die gestern ange'kündigte Verordnung des Regie­rungspräsidenten hinsichtlich Ofsenhattens der Geschäfte am Goldenen Sonntag (23. Dezember) ist nunmehr amtlich erschiencn.

-x- Weribeständigcs Handelskammergeld und Banken. Wi: amtlich mttgetcitt wird, sind Maß­nahmen «troffen, durch die dem wertbestänsigou Notgeld der Handelskammer die Ein­nahme bei alle n Danken gewährleistet wird

Verbotenes Probefahr:« mit Kraftwhr zeugen. Der Polizctpräsident hat folgende V r ordnnna erlassen: DaS Fabren mit Kraftiahr- 4«t einschiießftch Kleinkrafträd rn zum,Aus: üicrcn der Maschine oder des Fahrgestells aui den bebauten Plätzen und Bebait« Straßen des Stadtbezirks Kassel ist vnboten. linier das^Vcr« bot fällt auch das Ausprobiecen von EiploftonZ- mctorcn an siillsteheuden. nickt in Bcweauna be- ftndftchrn Kraftfahrzeugen efschb-ßlich Kleiu- krafträdern. Zuwtderhandfttngcn gegen die Bc- stimmungcu dieser Poi.'-e.o'-erduunq werden, soweit nicht nach den «cs«?' t<n Bcsti.mnnngcn eine höhere Strafe vcnv iki :h mit Geldstrafe vis zn 150 Goldmark cui entsprechender Haft

bestraft

Erfolgreiche Wohltätigkeitskoiizerte. Das Wshttätigkeitskonzert im Festjaale der Stadthallc, veranstaltet von drei hiesigen Männerckorver- einen. demSinakranzchen».Frohsinn» und Kasseler Männergefanaverein». ergab eine Rein­einnahme von 264 Billionen 633 Milliarden M., die dem btcsiaen Wohlfahrtsamt zur Verwcn- dnna für die Aermnen der S'aat Kassel zuge- sührt wurde. Der Vortragsabend der Gesangs­schule Tchievelbcin-Wittich erbrachte den erfreu­lichen Reinertrag von 315 Billionen für die Hilfskaffe der Musikgruppc Kassel.

Int silbernen Hochzeitskranz. Kaufmann August B echt, der Inhaber des bekannten Mol- köreiprodukten-Geschäftcs i« der Hohenzollern- itrnne. feiert beute mit feiner Gattin das Fest dcr Silberhochzeit.

theater Egmont'