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Neues aus Roßet

Sonntritao

Amtliche Notierung

den größten Bedarf an dem betreffenden tetiai hat, zum Beispiel bei Kohlen wird die Eisenbahn lünftig den Kohlenbedarf auch der Poft einkanfen, während umgekehrt die Post bei- spielsweise den Kupferbedarf der Eisenbahn von ich ans decken wird. Die Reichspoftverwaltung, die mij der Möglichkeit rechnen mutz, das? in ein­zelnen Monaten die Einnahmen und Ausgaben schwankend sein werden, ist zurzeit daran, zunr Ausgleich von Einnahme-Ausfällen einen beson­deren Betriebs, und Reservefonds zu schaffen.

Kasseler Kurse vom 13. Dezember.

Im Kasseler Effektenverkehr von Bank ;ir Bank wurden heute ungefähr genannt (ohne Gc- ivähr): Baut für Hessen: Nachfrage, Angebot 70. Baumann und Lederer: Nachfrage 8500, An­gebot 9500. Großalmeroder Tomverke: Nachfrage 11000, Augeoo: 14000- , Hohenlohe Nährmittcl: Nachfrage, Angebot 8500. Landwehr und Schultz: Nachfrage 150, Angebot 200. Ad. Weder: Nachfrage 550. Angebot -. Warburger Zucker: Nachfrage, Angebot 8000. (Alles in Milliar­den Prozent.)

Das alles hat neben dem Preisrückgang vor allem das wertbeständige Geld bewirkt das jetzt mehr in den Verkehr kommt, nachdem Papiergeld nicht mehr verächtlich behandelt wirp. Heute wissen wir wieder, daß die Billion drese Märchenziffer, nichts ist als eine Mark und . . . man rechnet damit'

Die Richtpreise

für 18. Dezember im Verkehr zwischen Groß- und Kleinhandel bleiben wiederum unverändert bis aus Roggenmehl 16 Mark, Weizenmehl 17 Mark, Weizengrieß 17,50 Mark.

Mr GrschWe am (SofötnenSoantag

Dkfenl-asten der Geschäfte b-tz zu 8 Stunden.

Nachdem in den letzten Jahren davon abgesehen worden war, an bett Sonntagen vor Weihnachten, so wie in früheren Jahren, an den letzten Sonn­tagen vor Weihnachten die Geschäfte offen zu halten, ist man in diesem Jahre der Frage wie­der näher getreten und in Besprechungen der Regierung mit dem Magistrat und der Handels- lammer. oabin einig geworden, nur am letzten Sonntag vor Weihnachten offen zu halte», und zwar mit Rücksicht auf die bereits im November sehr viel getätigten Weihnachtsciirlause, deren Folgen jetzt ein ruhigeres Geschäft ist, und ita» imntftch auch mit Rücksicht auf die Angestellten. In den nächsten Tagen ist mm, wie wir hören, eine Anordnung der Regierungspräsidenten zu erwarten, die den Berkaus in offenen Geschäfts stellen für die Dauer bis zu 8 Stunden, aber nicht über 6 Uhr abends hinaus, freigibt, selkst- verständlich unter Ausschluß der Zeit des Vor-- »«ittagsgoltcsdisufies.

Berliner Börse.

Berlin, 18. Dezember. (Privattelegramm.) Die flaue Stimmung prägt sich auch heute aus. Die im Freiverkehr genannten Effektenkurse siiiv trotz der gestrigen Andeutung einer Besserung noch schwach, immerhin kann man sie als leicht befestigt bezeichnen.

Auf dem Wochenmarkte war beute von Preisrückgang nichts zu spüren. Der Markt war schwach beschickt, dennoch gab es, wie am Dienstag, etwas Butter. Auch Eier waren zu haben, die übrigens in den Gefchüsten und in ihren Schaufenstern hier und da wieder sichtbar werden. GrößererAustrieb" bestand in Gänsen, deren Preis jedoch etwas anzog. So kosteten gute Muse durchschnittlich 1,50 Mark das Pfund. Gemüse war zu Dienstagpräis zu haben.

Da? Zögern der Brauereien, den Bierpreis der allgemeinen Lage nzupassen, hat nach der gestrigen Bekanntgabe in den Krei­sen der Biertrinker Bterstreikgelüste und Kampfftimmung hervorgerufen. Verschiedene Eingesandts" von Stammtischen liegen bereits vor, die sämtlich auf den folgenden Grundton abgesiimmt sind: An alle Biertrinker ergeht die Aufforderung, solange kein Bier mcbr zu trin­ken, bis die Brauereien den Bierpreis auf den rmgesähren Friedenspreis herabgesetzt haben!

ErsenkmW Md Rost.

Betrieb aus privatroirtschasilicher Grundlage. (Privat-Telcgramm.)

Berlin, 13. Dezember.

Auf Grund des Ermächtigungsgesetzes soll un­ter anderem ein Eisenbahn Finanzgesetz gcschaf- en werden, welches für die Reichseifcn- »ahnen die Betriebssorm auf privarwirtschast- licher Grundlage Vorsicht. Auch für die Reichs-

nähme vorgesehen, wobei cs sich aber nicht um die Umwandlung, der Besriebsform auf privat- wirtschaftlicher Grundlage handelt, sonder« die Pläne gclstn auf eine Selbstündigmachung der Reichkpofwerwaltung hinaus. Die Reichspostvcr- waltung hat ebenso rote die ReichsvcrkehrSver- waltung auf, Zuschüsse der Jinanzverwaltung nicht mehr zu rechnen, und muß ihre Aus­gaben aus eigenen Einnahmen decken. Der Gedanke einer völligen Zusammenlegung der Reichspost mit den Rcichscisenbahnen ist endgül­tig fallen gelassen. Dagegen werden zurzeit Ber- fuchc angestellt, inwieweit Reichspoft und Eisen­bahn Hand in Hand arbeiten können. In dieser Richtuna sollen, rote dies bereits in Süd- dcutschlgnd Vielfach der Fall ist, der Posteisen- bahnverkehr mit den Bahnstationen im ganzen Reich zusammengelegt werden. Ferner denkt man an eine Zusammenlegung von Dienstgeschästcn der Reichspost und Eisenbahnen auf den Bahn­höfen. Verstuhe in dieser Richtung werden zur- zeit auf dem Bahnhof in Erfurt durchgeführt.

GrmeknsLmr Moierlsldeschüffuns.

Berlin. 13. Dezember. (Privattelgramm.V In den Aeformplänei! ist eine gemeinsame

ein. Es liegt im Interesse der Allgemeinheir, Postsendungen an diesem Tage möglichst frühzei­tig einzuliefern.

-7- Wie lange brennen Gas und Strom? Mit einem Kubikmeter Gas kann man leuchten bei Hängelicht 8 Stunden, bei Stehlicht 7 Stunden, lum ^Kochen reicht ein Kubikmeter Gas etwa drei Stunden. Tie Brenndauer einer Kilowatt­stunde beträgt: 32 kerzige Birne 30 Stunden, 25kerzige 40 Stunden, 50 kerzige.20 Stunden, lOOkerzige 10 Stunden.

Personalnachrichte,, von der Reichsbahn. Zugang: Regierungsasseffor Bernecker von Es­sen nach Kassel zur R. B. D. (Hilssdez. 11b), Versetzt: die Eisenbahn-Lbersekretäre Gleim von Kassel-U. nach Paderborn als Leiter der Fka. Scheer von Kassel nach Soest als Leiter der Fi-., Riemenschneider von Kassel nach Vollmarsen als Leiter des Bahnhost? und der ap. Eisen- bahn-Obersekrnär Schepelmann von Kassel nach Büren. In den Ruhestand zum 1. 12 23: OberregierungSbanrat Fraenkel in Kassel, Eisen- bahnmspeftor Wilhelm Maaß in Arolsen. Ober- bahnhofsvorsteher 'Adam Hohmann in Walburg (H.-N.) itnd in Ottbergen Eisenbahn-Fugenieur Frdr. Rode in Kassel.

tt- Körung der Bullen. Auf Grund der Poli- zerverordnung vom 17. Januar 1822 dürfen Bullen nur dann entgeltlich oder unentgeltlich zum Decken fremder Kühe ober Rinder zugelas­sen werden, wenn sie durch eine Ankörung nach den Vorschriften dieser Verordnung als taug­lich zur Zucht anerkannt und solange sie noch nicht abgekört sind. Dieser Vorschrift sind auch die Bullen unterworfen, die von Gemeinden, Genossenschaften oder Vercrnsn qehalien werden sowie die im Miteigentum mehrerer Personen stechenden Bullen. Ten Besitzern von Kühen uird Rindern ist es verboten, ihre Tiere von frem­den, nicht augekörten oder ghgekörten Bullen decken zu lassen. Jur Stadtkreis Kassel findet die Körung der Bullen <m M. Dezember, vormittags 9 Uhr. in der Strafanstalt Wehlheiden statt. Die auzukorenden Bullen müssen an diesem Tage und auf dem vorgenannten Grundstück mit Na­senringen versehen und an einer Vorführungs- stangtz mit kurzer Kette zur Körung vorgeführt werden.

tim die DrarnrengehLlttr.

Berlin, iz. Dezember. (Privattelegramm.V Die Aussprache über die Beamtengehälter im Fünfzehner-Ausschuß endete gestern mit der An­nahme eines Antrages, durst den die Reichsregie­rung ersucht wird, die Grundgehälter der Beamten, sowie die sozialen Zulagen auf eine Höhe zu bringen, die den LcbenSnotwendig- keiteu gerecht wird, sobald der Reichstag die dazu nötigen Mittel beschafft hat.______________

Straßenreinigungskosten für das dritte Vierteljahr kommt ebenfalls die Goldmnrechnunaszifier von 58 Millionen in Be­tracht. soweit diese Beiträge nicht bereits aus­drücklich in Goldmark im Steuerzettel ange- Seben sind.

Die Gewerbesteuer bleibt auch für das dritte Vierteljahr unerhoben, wenn der Steuerpflichtige für 1922 zu weniger als 556 Mark IahreSsteuer veranlagt war. Die Berechnung des für das 3. Vierteljahr ;u zah­lenden Betrages geschieht in der Weise, daß zu­nächst der Jahressatz von 1922 vervielfacht wird, und zwar

mit 2700000 bei einem Jahressatz von 556 bis einschließlich 2880,

nrit 5400 000 bei einem Iahressaß von mehr als 2880 bis einschließlich 20 4000,

mit 8100000 bei einem Jahressatz von mehr als 20 400 bis einschließlich 43200,

Mit 10 800 000 bei einem Jahressatz von mehr als 43200 bis einschließlich 405 000, Mit 13 500 000 bei einem Jahressatz von mehr als 405000 bis einschließlich 675000, Mit 16 200000 bei einem Jahressatz von mehr als 675000.

Der durch diese Multiplikatton gefundene Be­frag wird durch 15 Milliarden, das.ist die Gold- umrechnungsziffer vom 25. Oktober d. Is.. ge­teilt: es ergibt sich alsdann der für das 3. Vier- teljahr an Gewerbesteuern zu zahlende Betrag in iiloldm.irk; bei Zahlung in Papiermark gilt der Kurs am Tage der Zahlung. Die

Gemeinde-Grund- «ud Gebäudesteuer brbauch tntr den Monat Oktober nicht gezahlt zu werden. Vom 1. November ab wird sie in Form eines lOOprozentigen Zuschlags zur staatlichen Grundv8rmögenssteuer erhoben, Für letztere be­trägt der Goldumrechnungssatz für den Monat November 300 Milliarden. Für Dezember ist die Steuer am 15. 12. zu zahlen unter Anwen­dung des für diesen Tag geltenden Goldnmrech- nungssatzeS. Für bebaute, vermietete Grund­stücke kann die Steuer noch bis einschließlich den 21. 12. »n dem Satz vom 15. 12. cinqezahlt wer­den Tür einen Erlaß dieser Steuer besteh: keinerlei Aussicht. Ettvaige Rückstände müssen deshalb, soweit für sie nickst ausdrücklich die Stundung gewährt ist. zur Vermeidung zwanas- < weiser Beitreibung sofort bezahlt werden.

Tsiitte; dis zürn 31. Mörz.

Frankfurt, 13. Dezember. (Privat-Telc- gramm.l Eine Franfsurler Kommission hat dem preußischen Wohlfahrtsministerium über den Stanv des Arbeitsamtes und die Lage der Er- roerbsloscn eingesseuden Vortrag gehalten. Als Ergebnis der Verhandlungen wird mitgeteilt, dost vorläufig noch Mittel für die ErwerbSloseu- fürsorge bis zum 31. März 1924 bereitgeste-it werden. Es ist aber kaum anznnehmcu, daß mit einer Erhöhung der Reichsunterstützungssätze ge­rechnet werden kann. Im WohlfahrtSmiiiisterimn will man neue Möglichkeiten erwägen, nm noch weitere Mittel für die Erwerbslosen oukrubrin­gen, daurit die Unterstützungen auch über den 31. März hinaus gewährleistet werden.

Reparottsns-SvHvsrstüiZdiAk." '

Paris, 13. Detzember. (Eigene Drahtmel- düngst Entgegen den bisherigen Mitteilungen ist es noch nicht sicher, ob die Reparassousksmmis- sion in ihrer Frcitagsitzung in der Lage sein wird, die S a ch v e r st ä n S i g e n zu ernennen für die Ausschüsse zur Prüfung deS finanziellen Wiederaufbaus. Einige Delegationen in der Rcparationskommissioi«, besonders die französi­sche Delegation, haben ihre Sachverständigen- listen noch nicht aufsrellen können. DasEcho de Paris" nennt als voraussichtliche Vertreter firankreichs bei dem Interalliierten Sachverstän­digen komitee den früheren Direktor des Finanz- minifieriums Parmcnticr und den Fiuanzdirek- tor Mezondotti.

Für die Kleinrentner:

Buchstabe SZ am Sonnabend den 15. Dezem­ber, Buchstabe KR am Montag den 17. Dezem­ber, Buchstabe AI am Mittwoch den 19. De­zember, und für die Witwen- und Waisenrenten­empfänger am Donnerstag den 20. Dezember im Saale der Murhard-Mbliothek.

Stirnen, Swrt uns Gskel.

Fußball: Pfeil 1.Wolssanger 1. 4:4 (1:2).

In der Voraue trafen sich zum fälligen Ver­bandsspiel obige Mannschaften. Vor Halbzeit lag Pfeil mit 2:1 in Führung und zeigte ein gu­tes Verteilungsspiel, durch welches der Gegner fast vollständig in seine Hälfte zurückgedrängt wurde und mit viel Beinen verteidigte, so daß ein höheres Ergebnis vor Halbzeit nicht erzielt werden konnte. Nach Halbzeit tarn Wolssanger durch Umstellung mehr auf und konnte einige Schwächen von Pfeils Torhü:er ausnutzen. Pfeil verschentte absichtlich einen Elfmeterball. Der an­gefetzte Schiedsrichter war nicht erschienen. Wolssanger 2.Pfeil 2- 2:6. Pfeil gewann nach überlegenem Spiel mit zehn Mann.

Wandervorschlag.

Für Sonntag macht der Hessische Gebirgsver­ein folgenden Wandervorschlag: Wellerode, Fah- renbachsteiche. Hochstadt, Eschenstruth, St. Otti­lien, Franzosentriesch, Hambulskopf, Wellerode.

-T- ..Deutsche Weihnnchtöllängc." Ter am Sonnabend abend im Großen Stadtparksaal Zum Besten der alten Städtischen Kaserne und des Siechenhauses, Hofgeismar stattsindende Volksabens dessen Einrichtung auch diesmal wieder in den bewährten Händen von Hermann Vockrodt liegt, bringt ein äußerst gewähltes glückliches Programm. Sämtliche Künstler ha­ben sich uneigennützig in den Dienst des Christ­kindes gestellt,so Magda Schier, Margarete Gie- vers, August Lohmann, Richard Kromer und der Schiilerckor des Realgvmnafiums I unter seinem Leiter ObermusiklehrLr B. Lehmann, Gättneveibesitzer Sievers und die Firma Dis­mau u. 2llbrecht werden eine stimmungsvolle Wei hngch tsdekorati on des Saales kostenlos schaffen. Pianosabrikant Scheel wird einen seiner Flügel ebenfalls umsonst in den Dienst der gu­ten Sache stellen. Rentner und Kriegsbeschä- schädigte haben, soweit noch Platz vorhanden, an der Abendkasse gegen Ausweis freier. Ein­tritt. Es ist im Interesse des wohltätigen Zweckes der Vemmtaltunq -,i wünschen, daß tc sich desselben Massenbesuches erfreuen mö­gen. rote der letzte Vockrodt-Mend ,.Deutschs Stimmen ans alückl'cken Tagen."

Rfinölgungtsi Stofftier GGuIdvrrfchreivutty

Die Stadt Kassel kündigt laut heutiger Be- .anntmackung sämtliche noch in Umlauf befind- ttchen 3'>- und 4prozentigen Schuldverschrei- düngen ihrer Anleihen von 1902. 1908 uns 1919 mm f<S-S diejenigen von 1893

1924 J«r Rückzahlung. Die Vergü- der ^rrkien erfolgt bis zu diesen Tagen. Für stucke dieser Anleihen, di» bis zum 15. Januar 1924 voraeleat werden, erfolgt die Rück- zaoinng im 1 OOOOOOfacf>eu Betraae des Nenn- wertes Die S^adk Kassel bat sich hiermit dem Vorgehen fast sämtlicher Stöbt eund Kreditinsti- ntie. die ^Schuldverschreibungen aus'egcben ha* ten anacWoffen. Die Kündigung der im Jah­re 19:3 ausgegebemm Schuldverschreibungen ist Vorerst nicht beabsichtigt.

-r-Hausfriedensbruch" im 9luto. Auf der Straße im Ahnatal fuhren gestern abend ein Radfahrer und ein Auto zusammen, wobei der Radfahrer in hohem Bogckn iu das Auto hjnein- geschleudett wurde, ohne weiter Schaden zu neh­men. Einer der Insassen, ein gemütlicher Sachse sagte zu dem ^Eindringling": Haren Se mal. mei Krttestör, Se wollen sich hier Wohl des Hausftie- veusbruches schuldig machen ...? Tas Rad hatte nur leichtere Boschadigunaen, sodaß der nicht alltägliche Unfall zu beiderfeitioer Zufrie­denheit einen humorvollen Abschluß fand.

Bon der nächtlichen Straße. Im Westring wurde in der vergangenen Nacht geoen 2 Uhr ein junges Mädchen, das in sirä'Npfe gefallen war, bewußtlos und vor Frost hälberstarrt anf- geftmden. Die S-anitätswache Orleanssttaße nahm sich des Mädchens an. Mehrere R u hft ö r e r kamen durch die Polizei zur Anzeige. Boi einer Schlägerei in Wehlheiden wurde ein Mann e-cheblich verletzt Die Polizei griff wieder verschiedene ^Obdachlose" auf.

Veranstaltungen cm Freitag. Staats- theater:Der Revisor", ?!< Nbr. Neues Theater: Varietee Schorber, 7% Uhr Wohltätizkeitsabend füt Elisabetb- hosvital, Bürgersäle, 8 Uhr - U. T.: Weih­nachtsprogramm für jung und alt. -Winzer- 'tubcn: Willp Wacker, 8 Uhr.

3m Äkkcyen des VreksrkckganZrs.

Wenn die Preise fallen . . .

" Die Angstkäufe find nicht mehr Seit Bestän- d'gkett rn die Geldverhättniffe gekommen ist, hat sich dre größere Ruhe auch auf die Haus- frauen übertragen. Sie gehen wieder w:c früher von Geschäft zu Geichäft, wägen die Preise ab und treffen so ihre Entschlüsse, daß jene Schlan gen, die noch in der Vorwoche anzutreffen wa- rrn. so gut wie vollkommen ansgestorben sind.

Wenn, so wird von einem Großkaufmann mffarr, der Preisrückgang noch nicht so in die Erscheinung tritt, wie die Sehnsucht der Ver­braucher ihn erwartet, so liegt dies daran, daß der Dollarkurs stabil, aber nicht zurückgegaugen ist. Erst b« weiterer Senkung des Dollars könnte ein stärkerer Abbau eintreten, den vorläu-

noch die hohen Steuerbelastmigeu, nnver- nlnberte Geschäftsunkosten usw. enigegenwirken.

Der Inhaber eines Lebensmittelgeschäfts teilt uns feine Beobachtung mit. die dahin geht, daß d«S Fett jetzt vielfach wieder viertel-' und halbpsundweise statt psundweise gekauft wird. Man kauft nur, was gerade benötigt wird. .Nch Gott," sagte eine Frau, die deshalb befragt wurde. ,I;ai man viel w Lause, wird auch viel gegessen!" Aiich von Bäckermeistern wird Liy Wahrnehmung gemacht, daß die Abholung von Brot wieder normal wird,_______________

Beschaffung des von der

Eisenbahn benötigten Mat'e in der Weise, daß diejenige Stelle bitS benötigte Material für die andere Stelle mftbesorgt, Vie

Lokalnachsichren vom Tage.

-t- Postdienft am Heiligabend. Für Montag den 24. Dezember hat die Postverwattung auf Grund der in den Vorjahren gewonnenen Er­fahrungen einig- nach der Verkehrslage angän­gige Dienstbefchränkung-n angeordnet. Die Post- schalter werden im allgemeinen um vier Uhr nachmittags geschlossen. Der Zustelldienst soll möglichst zu demselben Zeitpunkt zu Ende ge­führt fein. Die Briefkastenleerungen werden so geregelt, daß die letzte Leerung gegen sieben Uhr abends beendet ist. Im Telegrammannahme- und Fernsprechdienst treten keine Beschränkungen!

Wichtig für Sozial- und Kleinrentner.

Auszahlungen ab Sonnabend.

Die Auszahlung der Unterstützung an die So- ;'<rl- und Kleinrentner für die zweite Dezember- Hälfte findet in nachstehender Reihenfolge statt:

Für die Juvalidcnempsänger:

Buchstabe SZ am Sonnabend den 15. Dezem­ber, Buchstabe KR am llstonlag, 17. Dezember, Buchstabe AI am Dienstag den 18. Dezember im Saale des Arbeiter-Fortbildungsvereins, Holländische Sttaße 21.

Mittwoch

AmMcho Notierung

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Frciiag, 14. 2rz:mb:r 1923.

.** 13. Jahrgang.

ntarf umgerechn« werden. Dies geschieht, in. E " durch den Goldumrechnungssatz vom 2. 10. 23 58 Millionen geteilt wird. Der sich er­gebende Goldmark-Bettag kann auch in Papier­mark zum Kurs vom Tage der Zahlung bcgli- chml werben Zur Zeit ist biefer Kurs 1 Billion Papiermark für 1 Goldmark. Gebührenpslich- ttge, deren lährliche Friebensmiete den Bettag von 400 Mark für die von ihnen benutzten Räu- me nicht übersteigt, bleiben auch für das dritte $1 erteilabr gebührenfrei, b. h. wenn sie nut Ka- nalbenntzungs- und MÜllabfuhrgebiihren und rewörlei sonstige Abgaben zu zahlen habebn. Für die Berechnung der Beittäge zu den