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13. Jahrgang

Sonnabend, 8. Dezember 1923,

Einzelpreis: 150 Milliarden.

Nummer 286

Einzelpreis: 150 Milliarden.

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Die KastelerNeuesten Nachrichten erscheinen wachenMM iechsmai naLm trag«. Der äibonne- mentSprele betragt für die Woche vom 3. b « 8. Dezember80VMilliarden bei ireier Zustellung m« Sou-, in bet LeschastSneue abgeholt 770Ptill.areen. Äestellungen werben jederzeit ent q ec en. genommen. -Scriag und Redaition: «chlach-.üoistratze 28/30 Fernsprecher Nummer gjil UNS 952. Für unverlangt eingesandte Bellrage rann die Redaition eine Verant­wortung ober Sewühr in keinem bi-atte übernehuen. Rückzahlung de- BezugsgeibeS ober Ansprüche wegen etwaiger nicht ordnimgSmistiger Siererung ist ausgefchlofsen. Postscheckkoni» Frankfurt a W. Nr. «380.

Meter Neueste Nachrichten

Kasseler Abendzeitung Hessische Ab -ndzeitung

Sie Gesetzesverr-gerung im Reichstag.

Nach einem Havasberickt aus Düsseldorf hat der eine Goldpreiskalkulation unter Wegfall des Pa- Sonderbündler M a dt h e s an den französischen piergeldentwertimgsfattors als erste Grundlage

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mit seinen

(Eigene Drahtmeldung.)

Berlin. 7. Dezember.

Lohn- und Gehaltsfragen

Reichs- und Staats-Arbeiter und Beamten.

Aus dem Ruhrgebiet.

Der Jndustricvertrag mit den Alliierten. (Eigener Drahtbericht.)

Berlin, 7. Dezember.

Zu dem am 23. November zwischen der Mi- cum und den Großindustriellen «nt rzsichneten Abkommen, dessen Bestimmungrn nicht mehr gültig sein sollten, falls nicht binnen zehn Tagen achtzig Prozent der Gruben alle Be st-mmungen dieses Verlrages angenommen hab n sollten, tmd das dann Sonderabkommen mit federn Einzelkonzern vorsah, teilen die Pa­riser Abendblätter mit, daß weitere Kon­trakte abgeschlossen worden se en mit Gruben, die eine jährliche Produktion von 6,5 Millionen Tonnen Kohle liefern, das heißt also acht Pro­zent der Kohsenyroduktion des RuhrgebieteS. Diese acht Prozent sind den achttrudsiebz g Pro­zent hinzuzuzühlen, die von den Gruben ge! e- fert werden, mit den n bereits ein Tonderabkom- men untereichnet wurde. Es handelt sich um eine Reihe von Stinncs Gruben. Diese Zech.» haben 1,5 Millionen Dollar nachträgl che Koh- lensteuern zu zahlen und außerdem 15 Millionen, die das Abkommen mit der Mica vom 23, No­vember dieses Jahres vorsah.

Die Uneinigkeit im Reichstag. (Eigener Drahtbericht.) Berlin, 7. Dezember.

Die Berliner Morgenblätter beschäftigen sich im wesentlichen heute früh mit dem Ergebnis der gestrigen Reichstagssitzung. Als schwar­zer Tag erster Ordnung wird die gestrige Tagung vom Berliner Lokalanzeiger bezeichnet. Es wird betont, daß die Verzögerung in der Erledi­gung des Ermächtigungsgesetzes die Regierung daran hindert, irgend eine der beab­sichtigten Anordnungen zu erlassen. Die Aus­sichten für die Annahme des Ermächtigungs-Ge­setzes am Sonnabend werden verschieden beur­teilt. Der Lokalanzeiger schreibt darüber: Nach Beendigung der ReichStagssitzung beschäftigte man sich im Parlament vor allem mit der Be­rechnung der Ziffer der anwesende« und ab­wesenden Abgeordneten und mit der Frage, wie man am Sonnabend ein ausreichend besetztes Haus zusammenbekommen werde, um auch im Falle eines Fernbleibens der Deutschna'ionalcn das Ermächtigungsgesetz durchzubringen. Alle diese Beratungen beruhen jedoch auf äußerst schwachen Voraussetzungen. Die Frattionen stell­ten an Hand der Anwesenheitsliste fest, daß 47 Abgeordnete nicht an der gestrigen Sitzung teil» genommen und daß etwa 40 anwesende Abge­ordnete ihre Stimme nicht abgegeben haben. Der Unterschied gegenüber der Abstimmung beim ersten Ermächtigungsgesetz liegt darin, daß jetzt außer den Deutschnationalen eine größere Anzahl Sozialdemokraten sich von der Abstimmung fern hielten. Jnfosern ist es immer noch zweifel- hast, ob es den Fraktionen der Sozialdemokra­ten und der Mittelpattcien gelingen wird, eine ausreichende Zahl von Mitgliedern bis zum Sonnabend zusammenzuberufen. um die Au- nahme des Gesetzes gewährleisten zu können.

Dir erste» ÄwangrvrrorSnunsen.

Berlin, 7. Dezember. (Privattelegramm.) Aus Grund des Ermächtigungsgesetzes find acht Zwangsverordnungen der Regierung in Bmbereitung, die den Beamtenabba«, die Kürzung der Gehalts- und Lohnzahlun- gen, die Einschränkung des Börsenspiels, die Einführung von F e st p r e i f e n für den Lc- bensmittelhandel und die Beschränkung der Ausfuhr, sowie die Steueror gani- sation betreffen. Der Reichskanzler hat Mitglieder« des Zentrums und der Bayrischen Volkspartei erklärt, daß die allgemeine Rot des Reiches auch eine ganz bedeutende E i n s ch r ä n. kung der Zahl der Reichtagsabgeord­net e n Mr FolM haben müsse. Auch der Paria, mentarisnws müsse im Interesse der Gesundung deS Staatshaushalles wieder billiger arbeiten.

tflü Verräter argen den andern.

Köln, 7. Dezember. (Privattelegramm.)

Mit dieser Frage hängt die der Repara- tionsregelung eng zusaMmen; denn die Krise der brttischen Industrie und die dadurch hervorgerufene große Arbeitslosigkeit ist, wir auch in England einqesehen wird, nt der Haupt­sache eine Folge der durch die Reparations. und Zwanasposittk beSftrtten Zerstörung des deut­schen Wirtschaftsmarktes im besonderen und d-r europäischen Wirtschaftssabotage im allgemeinen. Deshalb ist mich ein großer Teil der öffentltchen Meinung in England dafür, durch einen schar­fen Druck auf Frankreich endlich eint Politifche und wirtschaftliche Befriedigung Europas au dem Wcge der Reparattonsverständiguna mit Deutschland herbeizuführen. lieber diese Politik wird der Ausgang der Wahlen entscheiden, wo­bei es von ausschlaggebender Bedeutung ist, einmal wie groß die etwaige Mehrheit der Konservativen fein und zweitens welche Marke innerhalb der Partei der Dirhardstügel auftot u fen wird. Die jetzt vt der Reparationskom- Mission erstelle sogenannte Verständigung Eng. lands und Frankreichs, die von der Parif-r Presse als .Wiedergeburt der entente wrbtau begrüßt wird, bedeutet in Wahrheit nur ein: Vertagung L-u gan-en Frage, während die in» ter alliierte Repa rat ionskrise uu-

Matznayme fiepen den Luxus.

Ausführung eines Seecktschen Erlasses.

Münster i. EL, 6. Dezember.

Der Preisabbau.

Bussprache i« »er BezirkSpreiSPrüfungSstell« S« etiier eenem unter dem Borg» »en Ober- rtaierr.naerat« Stäbler im «egierungeßebäube «bael«lteneu6tiiuiifl der Beziirepreii Prüfung». Weile, 1U der Vertreter be» ®r»8- und Klein, handel«, de« HandweekS sowie vertrete» der »t«at«au»al1fctzast und »e« -poliieipriMdinin« eingeladen waren, wurde SteNnng «nm Preis.

Kabinetts- und FraMovssttzung.

Berlin, 7. Dezember. (Privattelegramm.) In den gestrigen Abendstunden hielt das Kabi­nett im Reichstag noch eine Sitzung ab. Ebeuso tagten verschiedene Fraktionen. Der Empfang der Vertreter des Rheinlandes durch die Re­gierung wurde auf heute vormittag verlegt.

Separatisten und Franzosen.

Eine Schwenkung in Paris?

(Eigene Drahtmeldung.)

London, 7. Dezember.

Westminster Gazette schreibt, die französische Regierung habe die letzte britischeRote vom 11. November über Maßnahmen gegen die rhei­nischen Sonderbündler in einem nicht ab- lehnenden Ton erwidert. Es finden neue

Französische milttärlfd&e Stützpunkte.

Düsseldorf, 7. Dezember. (Privattelegramm.) Die F r a n z o s e n gehen neuerdings dazu über, in systematischer Weise ein Rest von militärischen Stützvunften auszubauen, wobei sie die Grenze über die Ruhr hinaus bis an die Lippe vorznrücken scheinen. Die Stadt Reckling­hausen soll eine Kavallerieka'erne für 2% Mil­lionen Goldmark bauen, außerdem Unterkunft sstr ein Fnfanterieregeimenl und 87 Familien gewähren. Bochum soll ein Rrtilleriere- giment und Dortmund ein Infanterie­regiment in Garnison bekommen. Da die Städte nicht in der Lage fin-», die erforderlichen Gebäude zu errichten, so müssen Schulen a'§ Kasernen dienen, wodurch der Sck'ssbttrieb in der empfindlichste« Weise gestört wird.

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GefangeneSegNLdlgt".

Mainz, 6. Dezember. (Privattrlegvamm.) Echo d» Rhin" meldet: Durch General Degout- tes Verfiigungrn find biS 6. Dezember 983 po­litische Gefangne des besetzten Gebietes begna­digt worden und bereits in ihre Heimatgemein- den zurückgekehrt.

Englands Wahlen.

Die Bedeutung für Europa.

Dem Ausgang der Wahle« zum englischen Unterhaus« sieht man diesmal mit besonderem Filler esse mllgegen, weil die wichtigsten Pro­bleme, um die es dabei geht, nicht so sehr in­nenpolitischer als vielmehr außenpolitischer Na­tur sind, nämlich einmal die Entscheidung bac- über, ob der vom Premierminister Baldwin der Re ichskonferenz unterbreitete Schutz-Zoll­plan, der das gesamte britisch: Reich zu einem sich selbst genügenden Wirtschaftsgebiet ausge­stalten will, verwirklicht werden soll, und zwei­tens dir endgiltige Stellungnahme zur Repa- rationsPolitik, zum Verhältnis der Al- liiertcn untereinander, insbesondere zu Frank­reich _ eine Frage, die ja fürs erste vertagt worden ist. An dem jetzt aufgelösten Parlament, das am 15. November 1922 gewählt wurde, wie­sen die Parteien folgende Stärke arll- Konser­vative (Unionisten) 385, Arbeiterpartei 144, As.uith-Liberale 66, Lloyd-George-Liberale 51, Nordirische Unionisten 11, Unabhängige 6 und 1 Kommunist. Die Konservativen verfügten also über die Mehrheit, wobei freilich die Schwierig­keit Mr sie darin lag, daß dir sogenannte Die- Hard-Flvgrl (.die Hard* bedeutet diejenigen, die schwer sterben, d. h. nicht nachgeben) der Partei ungefähr die Mandatszahl umfaßte, um welche die Konservariven das Uebergewicht über die Gesamtheit der oppositionelle« Parteien hatten. Während nun dir Mehrheit drr konservativen Partei für ei« entschiedeneres Vorgehen gegen Frankreich in der Reparationsfrage war, treten di« deutschfeindlichen Dichards für eine ausge­sprochen sranzosenfreundlich« Politik ein. Trug schon dies zur Zersplitterung der Pattei b:i, so kommt Hinz«, daß ein Teil der Konservativen gegen Baldwins Schutzzollpläne ist, sodaß also dir Pattei auch in diesem Punkt gespalten ist.

Verhandlungen von Kabinett zn Kabinett statt. Die Morningpost meldet aus Koblenz, die Rheinlandlommission hat beschlossen, daß militärische und politische Unterstützungen der Rheinlandrepublik im besetzten Gebiet nicht mehr erfolgen dürfen. Auf Anweisung der Besatzungsarmee sind Trier und Kreuz- nach von den Sonderbündler« geräumt worden.

prüfungsstelle auf 1,9 Pfg. festgeirtzt Aus allem ergibt sich, daß Kassel Brotpreisen stets unter Bersin gewesen ist.

fortlaufend zu überwachen.

In den letzten Tagen ist, wie uns geschrieben wird, wiederholt von Berliner Brotpreisen die Rede gewesen. Es wurde mitgeteitt, daß in Berlin der Einheitspreis für Helles Brot von 100 auf 79, für dunkleres Brot von 84 auf 75 Gold­pfennige festgesetzt war. Die Bekanntmachung des Berliner Preises läßt nun im Publikum den Glauben aufkommen, als müßten diese Preise auch unbedingt in Kassel als Richtschnur dienen. Dieser Glaube ist aber insofern durchaus unrich­tig und unberechtigt, als dabei ganz unberücksich­tigt bleibt, daß in Berlin für das JBrot ganz andere Gewichte maßgebend sind. Während hier in Kassel 2200 Gramm Teig eingelegt werden, beträgt in Berlin die Teigeinlage nur 2000 Gr., das heißt, das Brot ist i« Berlin um über 150 Gramm leichter als in Kassel. Unter Be­rücksichtigung dieser Tatsache, die leider in den Ankündigungen der Zeitungen nie zum Ausdruck kommt, die aber ftir die Beutteilung von aus­schlaggebender Bedeutung ist, ist in Berlin stets ein höherer Brotpreis als in Kassel gewesen. Das beweist auch der letzte Brotpreis in Berlin vom 4. Dezember, wo das Helle Brot mit 79 Pfg. no­tiert worden ist. Diese 79 Goldvfennige müßten unter Berücksichtigung des Gewichtsunterschiedes in Kassel einem Mindestpreis von 85 Goldpfen­nigen enffprechen, während bei einem Dollar­stande von 4,2 Billionen in Kassel nur 835 Mil­liarden Mark, gleich 83L Goldpfennige notiert worden sind. Am 5. Dezember wurde in Kassel daS Brot auf 790 Milliarden festgesetzt, das sind also 79 Pfennige. Der Preis siegt somit sür de« 5. Dezember um über 6 Pfennige unter dem Ber­liner Preis. Dasselbe gilt auch für be« Preis der Brötchen. Auch hier siegen die Kasseler Preise unter den Berlinern. In Bersin kostete am 4. Dezember das Brötchen mit demselben Gewicht wie in Kassel 3 Pfg-, während es in Kassel auf 2 Pfg. und beute sogar von der Preis- vrüfunasstelle auf 1,9 Pfg. festgesetzt worden ist.

Oberkomissar Tirard einen Brief gerichtet, in dem er als Vettreter der »Liga für die rheinisch- westfälische Unabhängigkeit- gegen die Einrich­tung des .provisorische« Regimes* unter Lei­tung von Dorten in Ems protestiert, mit dem Hinzufügen, er behalte sich das .Recht" vor, »seine Regierung "wieder zu errich­ten, wen« er es für opportun und für notwen­dig halte, was augenblicklich nicht der Fall sei.(!)

für de« Preisabbau eintreten müsse. Wahrend die Vertteter der F l e i s ch e r i n « u n g und des Lederhandels darauf Hinwiesen, daß im Kasseler Fleischergewerbe ein Preisabbau um die Hälfte und im .Lederhandel ein solcher von zwan­zig Prozent bereits zu verzeichnen sei, waren die Vettreter anderer Gewerbe der Ansicht, daß ein sofortiger, stark in die Erscheinung tretender Peisabbau allgemein erst dann durchführbar sei, wenn die Fabrikanten, ver Grockhandel und die Banken, beonders die Neichsbank (Verweigerung der Annahme von Kasseler wettbeständigen Zah- lungsmitteln!) mehr Entgegenkommen zeigen würden. Unter anderem wies der Vertteter des Schuhmachergewerbes darauf hin, daß man sich über die hohen Schuh- und Schuhreparaturpreise nicht zu wundern brauche, wenn zum Beispiel seitens einiger größerer Schuhfabrikanten erst m jüngster Zeit wieder eine Preiserhöhung um echsundsechzigzweidrittel Prozent in Aussicht ge­teilt sei. Aus der Besprechung ging hervor, daß bei den Einzelhändlern allgemein die Absicht oe- steht, die Preise, soweit irgend möglich, herab- zusetzen und damit den berechtigten Forderungen der Bevötterung und der Behörden nachzukom­men. Aufgabe der Preisprüfungsstellen wird cs nunmehr sein, alsbald in Verhandlungen mit den Vertretern der einzelnen Geschäftszweige zu treten und die Durchführung des Preisabbaues

verändett fortbesteht. Hier siegt der wett, politische Einschlag der englischen Wahlen, der nicht nur für die deutsche Außenpolittk, sondern zugleich für das Problem Europa von wett­gehender Bedeutung ist. Dr. *k.

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Sitte der 21rbtit5»artei.

London, 7. Dezember. (Eigene Drahtmevmng) Henderson sprach in Glasgow: Die Arbeiter­partei wolle keine Kompromisse mehr mit Un;. nisten oder Liberalen, sondern verlange ihren AnteilanderRegiernng. Eine englische Regiernna aus der Arbeiterpatte! fei Henle keine Unmöglichkeit mehr. Die Arbeiterregierung in England anzustreben. sei Ziel des Wahlkampfes.

Am das GrmSchtiMNjFSgesetz

Der MilitärbefehlShaber des Wehrkreises 6, zu dem die Provinzen Hannover und Westfalen, sowie Braunschweig, Oldenburg und Lippe ge- hören, hat ungeordnet, daß Gast- und Bergnü- gungsstätten, die dem LuxuS, der Schlem­merei, dem übermäßigen Alkoholgenntz «nd kostspieligen Lustbarkeiten dienen (Likörfwben, Tanzpalaste ufroj, geschlossen werden. Die ans diese Weise gewonnenen Banlichkeiten und Kücheneinrit^nngen sollen als Volksküchen. Wärme - Hallen, Uebernachtungs- räume «sw. nutzbar gemacht werden. Die An­ordnung geht auf eine Verfügung des Chefs der Heeresleitung zurück, in der es heißt:tyu* LuxuS, Schlemmerei und kostspielige Lustbarkci- ten ist im Deutschland von heute kein Raum. Tie

Der Wahlkampf, für den 1395 Raubt, baten ausgestellt wurden, ist insofernverein- kackt, weil es btt dem schon sehr rückständigen Wahlsystem in England keine Listenwahl, keine Verrechnung von Restfttmmrn, ja, nicht einmal eine Stichwahl gibt. Gewählt ist vielmehr, der Kandidat, der in einem Wahlbezirk die menten Stimmen erhält, selbst wenn die Gegenkandioa ten zusammen weit mehr Stimmen aufbringen: .% entscheidet also die relative Mehrheit. So konnte es kommen, daß die konservative Par­tei die Mehrheit hatte, obwohl sie nur 5,2 Mil­lionen Stimmen, die Oppositionsparteien aber 7,5 Millionen erzielten. Und das ist auch der Grund, weshalb die Keinen Parteien in Eng- land so bedeutungslos sind.

Was den Ausgang der Wahlen bttruft, so ging die allgemeine Meinung dahin, daß die Konservativen zwar etwas geschwächt aus dem Wahlkampf hervorgehen, aber doch tue Mehr­heit behaupten werden. Sie selber rechneten auf 332 Mandate gegen 157 Liberale und 120 Arbei- trrpatteiler. Die Liberalen haben jedenfalls Aussicht auf eine namhafte Verstärkung, sodaß besonders in anbetracht dessen, daß, wie ichon betont, auch ein Teil der Konservativen die extrem« Schutzzollpolitik ist, eS als durchaus fraglich erscheint, ob Baldwin feinen Plan einer britischen Eigenerzeugung, d. h. eines sich wltt- schaftlich selbst genügenden Imperialismus. wird durchführen können. Vermutlich wird er nd mit einer etwa« gedämpfteren Verstärkung des Fndustrieschutzes begnügen müssen. Dr« Paro­le .gegen die chinesische Zollmauer ist das Hauptschlagwott, mit dem Liberale und Arbei- terpatteiler den Wahlkampf führen.

abbau genommen.

Nach eingehender Aussprache herrschte im tiU gemeinen Einverständnis darüber, daß sofort eine Goldpreiskalkulation unter Wegfall des Pa-

Die Verhandlungen der Regierung mit den Organisationen der Reichs- «nd staut ichen Ar° beiter haben z« einer Einigung geführt. ES wurden die einzelnen Löhne festgelegt. Die Re- picruitR ist mit ihrem letzten Angebot um dreißig Dknrk -ro Fahr über den ersten Vorschlag h:«- ansgeganoen. Die Organisationen erllärten sich mit dem Ergebnis, das fünizia Prozent des FriedenSeinkommens bringt, einverstanden. Am 10 Dezember erhalten die Beamten zum letzten- male eine Auszahlung auf Grund deS bisherigen Vteßziffer-Shstems und zwar bekommen fie eine Restzahlung für die erste'ste, «nd Mar das 25-Billionenfack« der bisherigen Grundge­hälter mit Ortszuschlag ro e Sonder- z «laaen. Die Regierung hat den Wnnfch, die Zahlung schon im Laufe dieser Wocke zur Ausführung ,« bringen, abgel Hut. Am 17. De­zember wird den Beamten, unter Anrechnung der ten Zahlungen, der Rest des neuen Go-dgehafts jErhaltung der Volksgesundheit ist lebenswichtig, für den Monat Dezember niisbezahft. die Erhaltung derar.iger ^ctrieee Out t.icht.