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Meier SraefttüoWteH

Wo Sn hwgehft

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Roman von M. Birkner.

mm, Nita. Wie gut, daß wenigstens Dr. Ro­land bei dir war. Wenn dn dich allein verirrt hättest, wäre es noch viel furchtbarer gewesen, Mein einziger Trost war, daß er bei dir war," sagte Frau Lori.

Ja, Lori das war auch mein einziger Trost," erwiderte Anita leise. Und zu Fritz Gor- don gewendet, fuhr sie fort:Ich allein bin schuld, Herr Doktor, daß Sie so viel Aufregun­gen hatten. Ich hatte freilich keine Ahnung, daß ich mich durch meinen tollen Ritt in so große Ge­fahr begab. Herr Doktor Roland hat das bes­ser erkannt und war mir trotzdem gefolgt, um mich nicht allein zu laffm. So habe ich auch ihn in Gefahr gebracht. Das werde ich mir nie verzeihen."

i OeWmMe öes Weltalls.

Die Luft als Würmemantcl.

Die meisten Menschen glauben, die Tempera« turen, die auf unserem frei tot HimmÄsranme schwebenden Planeten herrschm, seien nur den warmen Strahlen der Sonne zu verdanken, die sich durch den mehr als zweihundert Grad Cel­sius kalten Weltenraimi bis zu uns fortpflanzen. Woher aber kommt es dann, daß auch an son- nenlosen Tagen die Luft sich nur unwesentlich abkühlt, daß mrch,die Nächte, selbst im Winter,? verhältnismäßig warm sind?

Schon der französische PlhMr Fourier, der zu Beginn des achtzehnten Jahrhunderts lebte, vertrat die Meinung, daß die Luftschicht um die Erde eine wichtige Rolle bei der Wärmeerhaltong spiele. Nach ihn? haben andere Wissenschaftler, wie Pouillet und Tyndall, diese Idee ausgenom­men und entwickelt. Die schützende Lufthülle, in die die Erde eingeschlossen ist, wirft ähnlich wie ein dickes wollenes Kleidungsstück. Roch treffender ist es, die Erdatmosphäre mit dmt Glasdach eines Treibhauses zu vergleichen. Hat doch Glas die merkwürdige Eigenschaft, sogenannte Helle Wärme durchzulaffen, dunkle Wärme Nrrgegen nicht. Helle Wärnre, das heißt solche, die durch' Lichtwellen erzeugt wird, geht zum Beispiel ton" der Sonne aus, während die von einem Kachel­ofen herrührende Wanne dunkel ist. Solche dunkle Wärnre wird auch von der Erde ansge- strahlt und ihrer Beschaflenheit zufolge von der Luftschicht festgehalten, die gleichzeitig auch noch einen Teil der von der Sonne kommenden Hel­len Wärme aufnimmt. Langlev hat diese Tatsache experimentell einwandfrei bewiesen. Er ließ eine Kiste Herstellen, die durch die Polsterung der Wände außerordentlich stark gegen Wärmeverlust gsstchert war. Die eine Seite hatte eine dop- Pel'e Glaswandung.

Am. 9. September 1881, um 1 Uhr 40 nach­mittags. wurde diese Kiste auf den 200 Meter hohen Pekikes Peake in Colorado geschafft und o aufgestellt, daß die zu dieser Stunde besonders tark wärmende Sonne ihre Strahlen direkt auf die Glaswandung fallen ließ. Während nun die Lufttemperatur im Schatten nur etwa 15 Grad Celsius betrug, konnte Langley seststellen, daß die, Hitze in der Kiste 113 Grad erreicht hatte. Besäße die Atmosphäre nicht diese wärmeerhal­lende und wärmeschlnckende Eigenschaft, so würde die Temperatur der Erde nachts so tief inken, daß kein Leben mehr möglich wäre. Auch winden die klimatischen Unterschiede sehr groß, ia unerträglich sein, ähnlich wie auf dem 'ftrft- losen Mond, wo Siedehitze mit der Kälte des Weltenraums abwechselt, je nackidem die Sonne Teile der Mondkugel bescheint oder nicht.

Der..eftrNche« Mndrr als BeirKster.

Eine Wiener Dame hatte dem Finder einer verlorenen Perlenschnur 10 Millionen Kronen ausgesetzt, aber, um efn»n Betrug bintan zu hal­ten. die Zahl der Perlen nicht angeaebto. Bath darauf präsentierte auch ein durch eine Prothese als Kriegsbeschädigter legitimierter Mann eine geinndene Perlenschnur, die die richtige Anzahl (137 Perlen) hatte. Zur Entgegennahme dckr m'sgefetzten Belohnung nmrde der Mann auf einen späteren Zeitpunkt bschieden. Inzwischen konnte ein Juwelier tatsächlich die Perlenreihe als falsch feststellen. Als derFind-r" zur ange­gebenen Zeit feine Belohnung ab holen wollte, wurto er verhaftet. Er ist der frühere Gesell­schafter einer Finna in Wien, und gestand den Betrug ein. Bei einem telephonischen Anruf,

Humor in ernster Seit.

** Unter Patttotmardern Die Preis- gehen ja jetzt sprunghaft in die Höhe. Stimme! Sei dem vorigen Paletot bin ich mit vierzehn Tagen davongekommen, und der neu hat mir schon drei Monate gekostet l

Herz stark dabei engagiert ist? Konnte er nicht' erst, die wahre Liebe kennengelernt haben, Äs sie ihm begegnet war? Als er ihre Stiefmutter' an jenem Abend küßte, hatte er sie ja noch nicht gekannt. Wie wenn sie erst Vie rechte Litte in ihm erweckt hatte? In seinen Augen lag doch so oft ein heißes, inniges Flehen. Konnte das Lüge fein?

Ach, wen« sie doch hätte an ihn und feine Liebe glauben dürfen! Aber sie konnte es nichts konnte nicht von dem Mißtrauen loskommen,! daß ihr Reichtum allein ihn anlockke, daß sein Herz der andern gehörte. Wäre sie arm gerne» fen ja dann Hätte sie vielleicht an seine Wandlung glauben können. So aber nicht. Sie seufzte tief auf und schüttelte den Kopf.

Nein, Lori, auch er kann es nicht binweg- räumen. Bitte, .uäle mich nicht mit Fragen. Hilf mir durch dein stillschweigendes Berständ» nis und laß mich nicht mit ihm Mein. Nur. eins will ich dir noch anvertrauen, D* Roland ist meinetwegen nackt Biskra gekommen. Er hatte daheim um meine Hand angehalten, und ich habe ihn ajbweifen müssen. Er will es erzwingen, daß ich seine Frau werde, und ich kann und darf es niemals sein. So, Lori, nun weißt du soviel, als ich dir anvertrauen darf miö nun laß die Dinge gehen und quäle mich nicht mehr."

Der rmterhattende Teil der Kasseler Neuesten Nachrichten ist reichhaltig md sorgfältig gewählt. Wer nach drö Tages Last imb Mühen einer Erholungsstunde bedarf, findet diese durch das Lesen der Kasseler Neuesten Nachrichten. Machen Sie Ihre Freunde und Bekannten hierauf aufmerksam

Noch ungelöst ist eine andere technische Frage M der ebenfalls dieTechnik für Alle" .Material beisteuert. Es handelt sich dabei um die Art der Feuerung. Die Eisenbahn ist der größte Koblen- vtobro.ucher. Schon seit geraumer Zeit werden, itm die Brennstoffnot der Dahnen zu mildern, Versuche angestellt, die Lokomotiven mit Tork zu Heizen. Die Versuche sind günstig ausgefallen, ,rNd es kommt jetzt nur darauf an. Torf in genü­gend großen Mengen zu aowinnen und, was die Hauptsache ist, ihn unabhängig von der Witts- rnng, schnell zu trocknen. Dies war bis vor ge­raumer Zeit nicht möglich, da es kein V-erwbreu hab. den Torf in Wirtschaftticker Weise maschinell zu trocknen. Man war vielmehr darauf angewie­sen, den Torf auf Feldern auszubreiten und ihn von ber Lust trocknen zn lassen. Der Torf muß, b-amil er mit Erfolg znr Lokomotivseuernng verwendet werden Tann, mit getrocknet sein und eine handliche Form besitzen. 'Bei den mit durch Luft getrocknetem Torf angestellten BersuckM ergab sich, daß außer dem Tender stets noch ein Wagen mitgenommen werdet, mußie, nm die zum Heizen nötige Meng» mitfübren zu können. Infolgedessen waren außer dem FsiLrto und dft.n Heizer noch 12 Mann nötig, nm den Tors wäh­rend der Fahrt zur Fenerbsichif-k zu bringen. Seitdem es gelungen ist, den Torf maschinell zu Lsttoästern und ibn in Brikettfvrrn mit einem der Meinkohle febr nabe kommenden Heizwert zu bringen, fällt der Uktzelstand des Vorrats- Wagens und der damit verbundenen Personal- vermchrnna fort.

Was für gewaltige Mengen Energie tn Dentschland brach fiesen, fall folgendes Beiikvies zeigen: In Deutschland gibt es e'wg 2,5 -Mil- lion^n Hektar Torfmoore von 3.2 Meter dui-ck- fchnittlicher Tiefe. Das sind sitz Milliarden K"- bikmeter Torf. Bei Ausnutzung diefer so Mil- Umden Kubikmeter Tlmk können nmd Mtz Mil- lion<tn Gsiterzüge die Strecke von Frankfurt a. M nach Königsberg fahren, und rund sistkö Fabre müßten vergeben, ehe alle Züge ibr Zi-tt erreiche hätten wenn man,«»^mmt. daß zwölf

* Die entzauberte Lagunenstadt. Durch den Bau einer Brücke wird demnächst die Lagunen­stadt Venedig eine neue Verbindung mit dem Festlande erhalten. Bisher ging der Verkehr nur über die bekannte alte Eisenbahnbrücke, aber jetzt soll eine richtige breite Fahrstraße angelegt werden, die im wesentlichen dem Auiomobil- vorkchr dienen soll. Bisher sind alle derartigen Pläne an dem Einspruch der Künstlerichaft ge- schettert, die eine Beeinträchtigung der histott- ickien Schönheit Venedigs durch den modernen Verkehr befürchtet.

* Ein schmerzlicher Verlust. Aus einer Fahrt in der Stadtbahn wurde einem Berliner Künstlex eine kostbare alte Stradivari- geige im We>rte von süirfundzwanzigtausend Goldmark gestohlen:

* Deutsche Lufthelden in Frankreich. In einer Zettmiqsredaktton in Paris erschienen kürzlich zwei deutsche Flieger, die das Blatt selbst mnr als Hans und Fritz bezeichnet, und erklärten sich bereit, Fallschirmg-bfliirze siwtsend Meter Höhe von einem Kriegsslngzeng vorzunehmen. Der UnterNgätssokretär für das Fluewesen gab seine Zustimmung, und der erste Absprung fand aus fünfhundert Meter Höhe hinter der Flu-g- halle von Villaetoblih statt. Ter Absturz gelang vortrefflich Der zweite Absprung mußte vex- choben werden, da bei dem Experiment der Fall­schirm naß geworden war.

* Die verachtete Marmelade. Um in den Besitz des Holzes zu gelangen, baden Svitzbnbön ouf einem Lagerplatz in Leipz ig fünfzig große Marmeladefäfftt zerschlagen 'tnd dttl Inhalt, über 160 Zentner Marmelade auf die Erde laufen lassen. Ganze Trupps hichen stun­denlang plündernd ans hchn Platz herumaewirt- fchaftet. '

An Stotteren Einzelheiten wird berichtet: Zwi­schen der Berglehne und der Staumauer entstand der i r ft e Riß, der anfangs nicht ernst genom­men wurde. Vier Stunden sväter erfolgte der Dammbruch. und die ad>t Millionen Kubikmeter Wasser ergossen sich in einem furchtbaren Strudel, alles mit sich fortreißend, in das Tal. Die Devölkenmg wurde iellenweise in ihren Häusern wist in Mausefallen er- trän'ft In den Ueberschwermnungsgebieten sftmd das. Wasser bis zu sechs Meter hoch. Die Zerstörung aller Verkehrswege und der an­haltende Regen erschweren dos Hilfswerk sehr. Truppen und Faszistcnfreiwillige sind bereits an Ort und Stelle eingetroffen. Vielst Wasserbau­ingenieure und Fachleute aus Mailand und ranz Italien haben sich nach der Unglücksstelle hie­ben, nm die Ursache der Katastrophe zu sttrvie- ren Auch der König ist, wie bereits gemeltot. dorthin gbgereist. Die Bauweise des Stau­beckens aus Granit mit mehrfach verstärkten Bo­gen galt bisher als die solideste.

Aus alter WkÜ.

Die StaurverMtJstrssSr fa kr-n Tftpen.

Wie wir bereits berichteten, sind bsti der Hocktoasserkataftrophe in Oberitalien drei Dör­fer in den Flutstn verschüv-unden, fünf Kraftwerke zerstört und 600 Mstnschrnleben vernichtet wor­den. Die Katastrophe ist auf die starken Nieder­schlage und das Schmelzen des Schnees auf den Bergen während der letzten Tage zurückzusühren, die ein fchssMes Anwachsen des Staubeckens von Gleno im Wal Eamoniea herbeiführten. Das Staubecken war 37 Meter hoch, der Stau­see etwas 4 Kilometer lang und dürchfchnttttich 2 Kilometer breit. Er speistst die ebenfalls zer­störten fünf Kraftwerke, die die Fabriken her benachbarten Täler mit Kraft versorgten. Tas Stauwerk war erst im letzten Sommer in Betrieb genommen worden. Die amgespeicherten Was- feimengen betrugen acht Millionen Kubikmeter.

Beilage.

Donnerstag, 6. Dezember 1523

* Bruderhilfe aus Wien. Von der täglich an Umfang zunehmenden Lebensmittelaktion des Bundes der Reicksdeuttchen und ixft deutschen Arbeitsgemeinschaft in Wi e n sind bisher v i e r- zigtausend Pakocke nach Deutschland äb- geschicft worden.

* Ins Meer abgestürzt. Fnr Dettaufe von Marineübungen in Cherbourg wurde ein französisches Hochsecflngzeug infolge einer Pan­ne gezwungen, vor dem Haken nistderzngeben An Bord dieses Flugzeuges befanden sich ach: Per­sonen. Ms man das Gerüst des vermißten FkMSMlges auf raub, war ein Offizier tot. Drei andstre Offiziere waren ettrunken.

* Im Hotel ermordet. Im Hotel Continental in Hannover ist an dem sünfttndzwanzig Jahre alten Handlungsgehilfen Joseph Strauß ein Raubmord verübt worden. Die Ermitte­lungen staben noch zu keinem Ergebnis geführt.

* Die nouefte Pariser Sensation. Großes Atlfseben hat in Paris der Sslbstmerto des ftinfzehnjäbriaen Sohnes Philipp des Führers der französischen Rovalisten Daudet, eines Verioandten von Alfons Daudet, erregt. Es werden die sensationellenEnthüllungen" ge- bracht, daß Philipp Dandstt schon seit Wochen

eme ruhige Stunde gehabt, wenn Anita und deinem Freunde etwas zugestoßen wäre!"

Hans sah bei dem zärtlichen Abschied der bei­den Gatten Anita mit eine seltsamen Blick an. All sein heißes Sehnen, feine ganze tiefe Liebe l"g in diesem Blick. Sie fühlte ein brennendes WLh in sich aufsteigen, weil sie diesen Man» nicht lieben durfte, tote es ihr Herz ersehnte. Ach, daß sie doch hätte an ihn glauben dürfen, daß sie doch nie gesehen hätte, was sie nicht vergessen konnte!

Aber immer wieder sah sie ihn im Geiste in cen Armen ihrer Stiefmutter.

Trotzdem reichte sie ihm heute die Hand zur Gutenacht.

.Ich danke Ihnen nochmals für Ihren rtt- terlichen Schutz, Her Doktor. Bitte verzeihen Sie mir, daß ich auch Sie in Gefahr brachte. Ich wollte es nicht," sagte sie leise.

Er zog ihre Hand an seine Lippen.

..-Es bedarf keiner Verzeihung. Ich bin sehr glückt, ch, daß ich Ihnen dienen durfte," erwi­derte er, und seine Augen hielten sie im Banne, so daß sie sich losreißen mußte.

Als die beiden Tarnen in der Hütte allein waren, sah Lott die Freundin forschend an.

-Rita, ich will mich nicht in dein Vertrauen drängen, aber ich möchte so gern wissen, was trennend zwischen dir und Dr. Roland steht. Ich fürchte, dn quälst dich und ibn mit irgendetwas, das ich nicht ergründen kann. Nur weil ich euchhel- ',eu Möchte, bringe ich das zur Sprache. Kann ich nickst helfen? Ich möcht' es so gern." Da fiel Anita der Freundin um den Hals.

-Liehe, Gutedu kannst mir nicht helfen 77 kein Mensch kann es tun! Und ich kann er dir auch nicht sagen, was zwischen uns steht. Aber ich bin sehr, sehr unglücklich, daß ich dies Hindernis nicht hinwegräumen kann."

Lori streichelte sie sanft'und fragte:

Kann auch er es nicht hinwegräumen, Nita? Er liebt dich, feine Augen verraten es so ost, wenn er dich ansicht. Er liebt dich!"

Anita stanste vor sich hin.

Konnte es denn nicht sein, allem zum Trotz, daß er sie liebte? Konnte sich nicht sein Herz ihr zugewendet haben? Hatte er vielleicht nur mir ihrer Stiefmutter geflirtet, wie es junge Man- : ner trtit leichtfertigen Frauen tun, ohne daß ihr

sich mit anarchistischen Ideen befaßt habe und infolge eines Gewissenskonfliktes freiwillig aus dem Leben geschieden fei. Ein Pariser Blatt behauptet sogar in einer sensationell ausgemart- len Sonderausgabe, Philipp Daudet sei ermor­det worden und läßt zwischen den Zeilen durch­blicken, daß die eigentlichen Mörder in Deutsch, land (!) zu suchen seien.

* Gestohlene Wälder. Die Erträgnisse der iranzösischenBeschlagnahme" der Wälder im Rheinlande betrugen im Jahre 1923 ein-: undzwcmzig Millionen Franken. Die Ertrag- Nisse des J-ahres 1923/24 werden aus achtzig bis hundert Millionen Franken geschätzt.

* Baldwin in Gefahr. Der englische Mini» sterpräsident Baldwin ist bei einem Zusammen­stoß seines Autos mit einem crNderckn mit knap­per Not einem schweren Unfall entgangen. T-as Auto des Ministerpräsidenten wurde ziemlich schwer beschädigt.

* Ein Kinderparadies in Dänsmark. Me die dänische Kinderhilfe rnittdilt, sollen im Mn. ter außer den bereits schon dort befindlichen noch viertausend deutsche Ferienkinder nach Dänemark gebracht warben, Sämtliche Ko­sten für die Unterbringung und Verpflegung ein- chließlich der Reife von der dänischen Grenze an werden von dem Komitee getragen.

Erne der großen Sorgen der Eiscknbahn ist me Aufbewahrung der Fahrkatten. Diese Karten sind heutzutage ein außerordentliches großes Wettobjekt und deshalb tont Diebstahl besonders ausgesetzt. Aus diesem Grunde ist bW Anfbe- wahrmvg fertig gedruckter Karten eine Ausgabe, die nicht nur viel Zeit, sondern aitch seh'- viel GeTd verlangt. Die Bahnverwaltung ist deshalb, zu einem anderen System ütoraegangen S'e druckt die Fahrkarten in der Ausgabestelle selbst, und zwar erst in dem Augenblick, in dem sie an- fleforbert werden. Jeder, der Karten gelöst hat, ist Wohl schon Zeuge gewesen, wie der Beamte diesen Druck vornimmt. Die ton einer bekann­ten Großstrma hergestellten Schalterfahrkarten- drncker stellen, nach dckrTechnik für Alle", ein wahres Wunderwerk dar. Sie bestehen im we­sentlichen aus einem Druckwerk/ einem Behält^ für Fahrkaxtenpappen. einer Kartenzubringeein­richtung. einem Aufschreib- und Zählwerk und einem betriebe. Der Druck der Fahrkarten er­folgt durch Druckplatten, die die Bezeichnung der Zugart, das Ziel mit Wegevorschrift, sowie die Klassen- und Kilometckrangabe enthalten. De» Abdruck dieser Watten wird in der Maschine er- gänzt durch die Abgangsstelle, ton Tagesstem­pel. ein Geheimzeichen, den PrttSausdntck und den Ausdruck eindr laufenden Nummert Dor Fahrkartendrucker arbeitet selbsttätig; er wählt bte Pappen ort aus, verbucht «och vor dem Druc­ken der Fahrkarte auf dem PrüsnnaSstreifen die Verausgabung der Karte, stellt mit sttnto Pxcis- ftiflen den Preis ein, druckt die Fahrkarte tn drei ? Warben und zählt, den eingestellten Be'treg 3« r her feweiligen Gesamtsumme.

Meine arme Nitta wie sehr bedauere tch dich denn ich fühle, daß du. ihn siebst. Ich' will darum beton, daß dies böse Hindernis z-wi. schen euch beseitigt Wird. Tu und er ihr paßt so wundervoll zusammen da ist alles höchste Harmonie. Nein, nein ich sage nichts n-ehr «tacke nickt so ein gequältes G'sicht, mein liebes Herz. Und nun wollen wir schla­fen. Dies war ein aufregender Tcfg. An diesen Ausflug in die Wülste werde ich denken bis ans Ende meiner Tage. Gute Nacht, liebste Rita."

stellte, hatte ehr von dem Gatten die Zahl der Perlen erfragt und dann eine Schnur falscher Perlen anfertigen lassen. Er hatte sich Prothesen Zum Teil selbst angosertigt und trug sie, da er sicher war, als Kriegsinvalide bei Stellenbewer- bungcn leichter Entgegenkommen zu firebcit.

Auf schwachen Füßen.

Cinigcö von bet Eisenbahn.

6Iuy<^,n ^«rkehrsunternrhmuligr» bl* ^-Ve,!Sa6n Wetzl in bcu zröhren Seife.

!t,.S?lalhra9 mtt® "aber baeaxf fee. {2Le eepnnifatitn fo ferattif* to>e mSftti* geftatten. Heber einige re»«i<tfce 9<«Sen Wir» in Setn fotgenbcnartilel gestzrottzen.

Nun, Gott sei Dank ist alles noch gut ab- gelausen, mein gnädiges Fräulein. Angenehme Stunden haben wir freilich alle nicht hittter uns. Aber nun müssen sie essen und tttnken. Sie müssen hungrig und durstig sein!" erwidette Fritz Gordon.

Vor allen Dingen durstig." sagte Hans Ro­land aufatmend,mir ist, als sei ich ganz aus­gedörrt."

Und mit einem wunderbaren Behagen lösch­ten die beiden Menschen ihren Durst mit dem klaren Oasenwasser. Auch die Pferde wurden getränkt am Quell.

Die vier wiederveleinten Menschen saßen noch lange beisammen vor einer Hütte, die ihnen zur Nacht als Herberge dienen sollte. Heute nacht war an eine Rückkehr nach Biskra nicht zu denken. Dian wollte erst am nächsten Mor­gen, gleich noch SonnouaufLang, aujbrechen. Erst als man sich gegenseitig alle Erlebnisse geschildert hatte, ging man zur Ruhe. Für die beiden Da­men hatte Fritz Gordon. in der Hütte ein primi­tives, aber wenigstens reinliches Lager bereiten lassen. Die Herren wollten vor der Hütte im Freien kampieren.

Frau Lott verabschiedete sich von ihrem Gat­ten mit einem zärtlichen Kuß.

-Ist nun alles wieder gut, Lott?" fragte Ftttz Gordon.

Sie küßte ihn noch einmal.

.Gottlob, daß alles wieder gut ist! Tas war entsetzlich. Ach, Fritz, ich hätte ja nie mehr

Nr. 284.

Dreizehnter Jahrgang.

Er zog leuchteirden Auges ihre Hand an seine Lippen.

Daß Sie in Sicherheit sigtz, ist mein schön- tztzL Dank," sagte er erregt.

Sie konnte ihm nicht antworten, wollte es Wohl auch nicht.

Wie der Wind kam jetzt Fritz Gordon herbei- gerast und riß, vor ihnen Halt machend, ihnen fast die Arme aus den Gelenken.

Gottlob! Gott sei Lob und Tank! Hcrttchaf- ten, was habt ihr uns für Sorge und Angst ge­macht. Meine kleine Frau ist der Auflösung nahe und weint sich fast die Augen aus. Nun kommt schnell schnell, daß sie ihre Sorge los it-nb."

Und er drückte Hans die Hand, daß es schmerzte, und stttch an Anitas Arm herab, als müsse er sich überzeugen, daß sie heil und un- vettehrt war.

Die Leute mit den Fackeln Einwohner von Osara, die Ftttz Gordon mobilgemacht hatte, um die Vermißten zu suchen, was sttt langen Stun­den vergeblich geschah waren herbeigekomwcn und bezeugten auf naive Weise ihre Freude. Es war geradezu rührend anzusehen.

Die Geretteten, mit Fritz Gordon an der Spitze, ritten nun die letzte Strecke bis Osara in schnellster Gangart. In einer Viertelstunde sahen sie die Oase vor sich liegen.

Frau Lott kam ihnen in furchtbarer Auf­regung entgegengeritten und schluchzte laut auf, als sie Hans und Anita erblickte. Die Freundin­nen fielen sich nm den Hals in wortloser Ergrif­fenheit. Jetzt löste sich auch Anitas Rewenab- jpannung in Tränen. Es gab eine aufgeregte Szene von Fragen. Forschen, Erzählen und Be­richten. Hans und Anita mußten ihre Erleb- mffe berichten, und Kordons erzählten, >vas sie alles versuch: hatten, dir Verschwundenen wie­der aufzufinden.

Me vom Erdboden wäret ihr beide ver- fchwnndcn mit einem Male, und ich bin vor Angst und Unruhe fast um den Verstand gekom-

TtunteJ?t ununterbrochener Folge bei dem er sich als polizeiliches Fundamt vor- v-xrehren wurden Wie hieraus hervoreeht, ha- ....... _ .

ben wir genügend Brennstoff für unsere Eiscn- bcrhnen. Es femmt nur darauf an, diese Quelle auch nutzbar zu macken, und bei den ungetouren Ausgaben, die wir für deutsche und englische Kohle hcrbcil, kann man nur wünschen, daß die Bahnverwaltuiig so schnell wie möglich sich die Torfjchätze nutzbar zu machen versteht.