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SLummer 270.
Einzelpreis: 80 Milliarden.
Sonntag, 18. November 1923.
Einzelpreis: 80 Milliarden. 13. Jahrgang
Regierungs- unb Varlameuls-Schwiengkeikev.
Derflyiebene Haltung der 2H!tterttn.
Defferungs-Bemühungen.
Vorbedingungen zu einer wertbeständigen Mark.
lOpKvMwu Von rervts und links.
Berlin, 17. November. (Privattelegramm.) Die Deutschnationalen haben für bi: be vorstehende Reichstagssitzung ein Mißtrauensvotum gegen das Kabinett Stresemann cingcbracht. — Die sozialdemokratische Fraktion hat beschlossen, ihre Kampfstellung gegen das Kabinett Stresemann von der E nlei- tung der schärfsten Reichserekutive gegen Bayern abhängig $u machen.
die Wirtschaft durch Ueberlastung gelähmt, dann kann der Staat keinen Nutzen aus ihr ziehen. So erweisen sich die Maßnahmen, die zur Besserung des Reiches gedacht sind, nicht immer als gut. Die Abwärtsentwicklung ist noch nicht zu Ende. Angesichts der bedrohlichen Wirtschaftslage wäre es also klüger, wenn sich di«! politischen Parteft -ur gemeinsamen Arbeit zusammentun ,sollten. K. F. D.
(Privat-Telegramm.)
Berlin, 17. November.
Der Berwaltungsrat und Vorstand der neuen Rentenbank wies in einer Besprechung mit dem Reichskanzler auf die Notwendigkeit einer auswärtigen Politik hin, die der stark herabgeminderten deutschen Wirtschaftskraft entspricht, ferner auf die Notwendigkeit der Ausbalan- zierung des Reichshaushaltes, wobei unter Hintansetzung aller Parteirücksichten auf eine unbedingte Sparsamkeit gedrungen werden müsse. Die Voraussetzung für die Wert- bcständigkeit des neuen Zahlungsmittels sei die Aktivierung der Zahlungsbilanz, die nur durch die Förderung der Ausfuhr erreicht werden könne. Deshalb müsse die deutsche Produktion wieder wettbewerbsfähig gemacht werden. In diesem Zusammenhang sei die A e n d e r u ng des Arbcitszeitgesetzes und die Befrei- ung von den Tarifverträgen zu fordern. Eine vollständige Umstellung der Erwerbs!o- senfürforge wird sowohl der Wirtschaft als der Entlasttkng des Reichshaushaltes zugutekom- men. Der Reichskanzler stimmte dem wesentlichen Grundgedanken des Verwaltungsrates zu und betonte, die Reichsregierung werde sich innerhalb der durch die Verordnung geschaffenen Grenzen für die Belastung und die Kredite halten. Bereits in den nächsten Tagen würden Maßnahmen veröffentlicht werden, die einem Teil der vorgetragencn Wünsche der Erfüllung näher bringen würden.
UngeHärte Lage.
Berlin, 17. November. (Privattelegramm.) Die FrattionSsitzungen der Reichstagsparteien haben noch keine Klärung in b:m Verhältnis zwischen Regierung und Parlament gebracht. Alles hängt von der Reichstagssitzung am Aiontag ab. Auch erwartet man dir Lösung der Krise durch die für heute angesetzte Beratung des 15er-Ausschusses d s rheinischen Provinzial- landlagcs mit der Rrichsreg'erung über ie Behandlung der Rheinlandfrage. Ein: gewisse Entspannung kann nur insofern vermertt werden, als. die Mißverständnisse ü'b.r die Einstellung des neuen Innenministers Dr. Jarres zur Rheinlandfrage dahin behoben sind, daß Herr Jarres nicht die Pol tik vertritt. die das Rheinland völlig sich se.bst überlassen will. Be- ruhiMng ist auch dadurch geschaffen, daß die Fortdauer der Unterstützung der Erwerbslosen des besetzten Gebietes aus der Reichskaffe für die nächste Zeit noch von der Regierung zugestandeu worden ist.
ben, die rheinischen Separatisten, die sich für Sonntag in Köln zu Versammlungen angesagt haben, beim Betreten der englischen Besatzungszone sestzunehmen. Die englische Garnison in Köln ist in den letzten Tagen um eine Brigade verstärkt worden. — Der „Temps" meldet, daß die französische Regierung erklärt habe, sie werde die neue Regierung brr unabhängigen Republik der Pfalz anerkennen. Entsprechende Anweisungen seien bereits seitens der französischen Regierung gegeben.
ÄusammeafiLtze in Thüringen.
Weimar, 17. November. (Privattelegramm.) Alle reckts gerichteten Kampforganifa- tionen in Thüringen find aufgelöst. Die aus der chüringischen Regierung ausgetretenen Minister haben die proletarischen Hundertschaften aus gerufen, ihre Waffen nicht abzuliefern und sich für den Entscheidungskampf bereft zu halten. (!) In Suhl kam es neftcni zu Zusammenstößen zwischen Kommuni- steu imb Nationalsozialisten, wobei es Tote
Dir Stentenmarf im Verkehr.
Berlin, 17. November. (Privattelegramm.) Laut Regierungsbeschluß soll die Reichsbanl in den Stand gesetzt werden, in der kommen, den Woche mit der Einziehung der Pa- piermark zu beginnen. Die Rentenmark ist bisher nur an die Behörden abgegeben worden. — Voraussichtlich wird mit Beginn der nächsten Woche die Ausgabe von Renten mark an Private vor sich gehen können. Um die Ren. tenmart nach Möglichkeit vor der Entwertung zu schützen, will man sie möglichst vom internationalen Martt sernhalten. Der Außenhandel wird also vorläufig weiterhin ausschließlich mir Devisen arbeiten müssen. Sobald als möglich soll die Reichsbanr vollgedeckte Goldnoten herausgeben, die im internationalen Warenverkehr kauffähig sind.
Regierungskrise.
Immer neue Hemmungen.
Wenn man noch vor wenigen Tagen geglaubt hatte, ein Lichtblick hätte sich geöffnet, als der Reichskanzler seine klaren politischen Richtlinien darlegte, so mußte man schon sehr bald erkennen, daß es wieder eine Enttäuschung war. Das beste Programm kann nichts nützen, wsun es nicht ausgeiührt wird. Wohin ist beute die Ein- Heitlichkeit in der Reichsleitung? Wo ist die so notwendige Volkseinheit? Wo ist die Autorität der Regierungen? Was gestern noch wie ein festes Gebilde aussah, ist heute schon Scholl und Rauch. Wie alle unsere Rsichsregierungen in den letzten Fahren, so ist auch das Kabinett Stre. ‘eiiianu, obwohl e*§ sich im verkleinerten Bestand als „Diktatur- durchgesetzt hatte, nicht frei von Nebenerscheinungen, die das Kabinett unter Kontrolle zu halten versuchen. Die Macht der Parteien rückt immer wieder in den Vordergrund. Bald ist es diese, bald jene Partei, die entweder führend oder hemmend airftritt. Wir haben schon mancherlei Art von Regierungen gehabt, die meist von links beeinflußt wurden, manchmal in der Mitte standen, sich aber stets eine parlamentarische Mehrheit gesichert hatten, mit deren Gunst sie standen oder fielen. Nun hatten wir nach dein kürzlichen Ausscheiden der Sozialdemokraten aus dem Kabinett die Re- fltentng ohne Parlamentsstützung, ausvestattet mit der vorher vom Parlament erteilten und vom Reichspräsidenten bekräftigten „Ermächtigung"', und auch da zeigt sich wieder eine Spaltung.
Die noch im Kabinett befindlichen zur demo- kratiischen Partei und zum Zenttum gehörenden Minister sind nicht mit der vom Reichskanzler vorgenommenen Ergänzung einverstanden. Die beiden Parteien wenden sich gegen den neuer, nannten Innenminister Dr. Farres, weil er der Vertreter jenes Gedankens sei. daß man das besetzte Gebiet sich selbst überlassen müsse. Bekanntlich hat sich vor eirnaen Tagen die Reichsregierung außerstande erklärt, Ke ungeheuren Ausgaben für das Ruhrgebiet noch länger zu tragen. Diese Haltung ist ia nicht neu. Schon seit der Einstellung des passiven Wider- staNdes weiß man, daß die finanzielle Unterstützung aufhören soll. Dr Stresemann ist ia gerade mit dem Zwecke Reichskanzler geworden, um den Widerstand mit seinen unproduktiven Kostest zu liguidierrn. Langsam wurde abge- baut in der Hoffnung. daß ckn normales Wirtschaftsleben zurückkehren werde. Die Hoftnung hat sich infolge der französischen Ablehnung nickt erfüllt. Fm Ruhrgebiet ist die Lage sogar noch schlechter geworden, da die Aufträge in her Industrie zusammenschrumvfen und die Arb-u's- losigkeit täglich größer wird. Daß trotz der daraus folgenden Göldnot und Teuerung einmal ■ die Reicksunterstützung gänzlich aushören muß, gilt im Finanzministerium als unvermeidlich, wenn wirklich der Versuch, den Reichsliaushalt zu balanzieren, durckgeführt werden soll.
Es ist natürlich bitter für die Bevölkerung des Ruhrgebiets, wenn die Reichsgelder auS- bleiben. Aber e8 kann mich nicht auf die Dauer so weiteraeben. daß das Reich große Summen, die den Etat in niedergehender Weise belasten, unproduktiv ausgibt. Wober das Geld für das Ruhrgebiet sonst kommen soll, weiß im Augenblick niemand zu sagen. Das Eine dürfte aber unbestritten fein, daß die Reichsfinanzen erleichtert werden müssen. Trotzdem befürworten die Parteien der Linken die weitere ttntersftitzunq des Rlchrqebieies und glauben, daß sich das Geld irgendwoher beschaffen lasse Mag es kommen, woher es wolle, soviel ist auch sicher, daß es durch Steuern nicht mehr aufzubringen ist, denn die Erwerbsarrwven sind mittlerweise derart mit Steuern überhäuft werden, daß sie von vielen Betrieben ntot mehr lange oetraaen werden können. Schon in absehbarer Zeit, wenn der Rest der Substanz verbraucht ist, ohne daß die Auffüllung des Laaers vorgenommen wer- den kann, werden Bettiebssfislegungen erfolgen, die weitere Arbeitslo'gkeit nach sich ziehen. Dann erst wird Dielen noch zum Bewußtsein kommen, mas Hilferdings Wort „brutale Steuern" heißt. Ja. die Steuern sind so brutal, daß sie das Wirtschaftsleben erdrosseln. Die Fol^e davon ist, daß das Reich immer mehr Arbeftslofen- Nnterstütznna zahlen muß, während sich die Steuereinnahmen verringern. Wie soll unter solchen Umständen eine Sanierung der Finanzen zustande kommen? Aehnfich ist die neueste Maßnahme zur Wäbrnnasneform. Während die wertbeständig« Rentenmart in den Verkehr gebracht wird, nimmt die Reichsbank eine weitere enorme Entwertung de« Paviergeldes vor, um dieses Papiergeld möglichst billig einziehen zu können. Wer Goldmark eSnninttnt. kann diesem Sviel mit Gemütsruhe zusesten. Was oder langen Jene an, die nur Baviermark ohne Umrechnung einnebmen? Sie werden rücksichtslos oeschädiat und müssen lebt* Endes die Lasten tragen, die Einer auf den Anderen abwälzt. Wird
DieKabinettsfchwierlykeiten.
Dr. Stresemann w ll nicht zurücktreten.
(Eigener Drahtbericht.)
Berlin. 17. November.
Wie der Kanzler Mitgliedern der Deutschen Bolkspartei mitteilte, find die weiteren Berhand- iungen über die Kabinettsbildung bezw. über eine neue parlamentarische Koalttlon von ihm vorläufig eingestellt worden. Der Kanzler gedenkt diesen Fragen erst wieder näherzutrrten, wenn die großen außenpolitischen Frag n ihre Erledigung gefunden haben, die für Deutsch- land eine schwere Belastungsprobe dar ellen würden und die ihrer Entscheidung entgegenreiften. Weiter sagte er. er wer e in der Verfü gung seines Programms, das ter Rettung Deutschlands dienen soll, vor einem parailamen- tarischen Mißtrauensvotum nicht zu- rückweichen. Erhalte er in der nächsten Sitzung des Reichstages keine Mehrheit, so muffe et den Reichstag aUflosen. Er sei entschlossen, einen Appell an die Wäh.er zu richten.
Vnterm französischen Zwang.
PoincarZ will die Zahlungen erzwinge«.
(Eigener Drahtberich:.)
Paris, 17. November.
Poincarö hat gestern in der Kammer eine Rede gehalten, in der er auf bie Auslassungen Baldwins im englischen Kabinett einging, das Verhalten der verbündeten Rationen bedauerte und erklärte, er verlange von Deutschland Reparationen. Er werde alles tun, um diese Reparationen von Deutschland zu erzwingen, nachdem alle bisherigen Maßnahmen Deutschland nicht zum Einlenken gebracht hätten. (!) — Der Matin meldet aus Düsseldorf, General Degoutte habe den Ruhrindustriellen die anfletünbiflte Stillegung der Ruhrbetriebo und Zechen verboten. Der General hat die Industriellen zu einer Konferenz für kommenden Mittwoch nach Düsseldorf geladen.
politische Quertreiber.
Umsturzpläne der Berliner Arbeiterräte.
(Privat-Telegrmmn.)
Berlin, 17. November.
In der Metallindustrie haben gestern Abstimmungen über die politischen Arbeitet* täte stattgefunden. Um die Mittagsstunde verhinderte die Polizei weitere Abstimmungen. Die Betriebsräte besMossen hieraus, die Fortsetzung der Wahlen durch Listen, um für den Fall eines Sturzes der Reichsregierung Grundlagen für eine „Arbeiter, und Bau- erntesietuufl" in Deutschland zu schaffen. Auch die Eisenbahner in ben Berliner Werkstätten find gestern vereinzelt zur Wahl polittscher Arbeiterrätr geschritten.
Köln, 17. November. (Privattelegramm.) Die __________ _______ , ____
-««tische Vesatzungsbehörüe hat Befehl geg^uud Verwundete gegeben hat-
Bücher aus Kastel.
Wank aus Siebenbürgen und dem Banat.
Als Me Raffele» Jugend im letzten Frühjahr fe eifrig Bilkver sammelte, und sie, al« Borderei- tung der Steife nach Rumänien den dortige« Deutschen geschickt hatte, erfüllte fie damit ein gu. te Werf, wie au« dem Dänischreiden hervorgeht, Gelegentlich der Reife der Kaffeler Kinder nach Rumänien ftnb unseren Volksgenossen in Siebenbürgen und im Banat eine große Anzahl wertvoller Bücher unter der Bezeichnung „Adam-Müller-Guttenbrnnnspende der teichsdeutschen Kinder aus Hessen Nassau- überbracht worden. Beim Landesverband Hessen- Nassau des „Vereins für das Deutschtum im Ausland- sind jetzt folgende Dankschreiben von dort eingegangen, die wir den Spendern der Bücher nicht vorenthalten wollen. Sie zeigen, welche Freude und Dankbarkeit der V. D. A. mit seinen Gaben ausgelöst hat. — Es schreiben:
1. Das Kulturamt des Verbandes der Deutschen in Groß-Rumänien in Herrmann- stad t: „Das unterzeichnete Kulturamt bestätigt mit bestent Danke die Stiftung von tausend Büchern, die von dem Landesverband Hessen- 9taffau des V. D. A. (Jugendgruppen) sür Zwecke unserer Zentralleihbücherei für Stadt und Land gesammelt wurden. In diesem Zusammenhang können wir es nicht unterlassen, mit dem Gefühl tiefer Dankbarkeit auch der sonstigen Arbeit des Landesverbandes Hessen- Nassau für das Deutschtum in Großrumänien zu gedenken und den Wunsch auszusprechen, daß vom V. D. A. aus die Arbeit für unser Land bei diesem Landesverband vereinigt toerbc.-
2. Das Hauptamt der deutsch-schwäbischen Voffsgcmirrschaft in Tomesvar: „Wir hatten schon Gelegenheit gehabt, in Privatschreiben an verschiedene Kasseler Persönlichkeiten des V. D. A.. mit welchen wir ständig in Verbindung sind, unseren innigsten Dank für die Uebersendung der Mdam-MÄller-Guttenbrunn-Bücherspende auszu- sprechen. Im Laufe des Sommers ging auch ein amtliches Dankschreiben an die löbliche Leitung des V. D. A. ab, von w?scheut wir Ober leider annehmen müssen, daß es in Verlust geraten ist. Gestatten Sie uns deshalb, sehr verehrte Volksgenossen, daß wir Ihnen einen Ueberblick über denWertJhrcrSendung und deren Verwendung innerhalb unterer Volksgemeinschaft, in Verbindung mit unserem nochmaligen, tief« gefühltesten Dank bieten. Mr wollen eingangs betonen, daß wir in unserer völkischen Presse wiederholt auf die Bedeutung dieser Bücher- spen'de und auf ihren Wert hingewiesen haben.
Wir haben mit dem Kasseler Kinderzug annähernd fünftausend ausgezeichnet erhabene und gut ausgewählte Bücher bekommen, die wir auf Wunsch des Herrn Dr. Karl Bell mit dem beigedrückten Stempel: „Adam-Müller-Gutten- biunnsvcnde der reichsdeutschen Kinder aus Hessen-Nassau für die deutsch-schwäbische Volks- gemeinsckmst. Kinderaktivn — Sommer 1923- bezeichnet Haben. Tas deutsche Buch ist hiev zu einer kostbaren Seltenheit'geworden. In unseren Gemeinden bestanden bisher Wohl auch deutsche Bibliotheken, doch nur in geringer Anzahl, denn in der Vergangenheit sind Hauptsächlich ungarische Bibliotheken vom Staate aufge- siellt worden. Die Märchen unserer beutfri/cn Heimat, die Sagen des deutschen Volkes sind hier im Aussterben begriffen gewesen. Wohl hat das Kulturamt in Hermannstadt eine Aktion für die Aufftellnng von Volksbüchereien unternommen, dock» konnte diese hauptsächlich aus materiellen Ursachen nicht durchgrcisen. Ihre großherzige Svende war uns daher Hoch-Willkommen und hat eine völkische Bedeutung für unser Schwabentum, von welcher sicki di: vielen Spender wahrsckein- lirb keinen richtigen Begriff machen können. Alles was uns gefehlt hat, haben wft Hamit erhalten, itnb schon im Heurigen Mrtter werden Tausende unserer Volksgenossen diese wertvollen Bücher lesen und sich daran erfreuen.
Die K asseler Familien haben durch diese Bücherspenden einen reichlichen Gegenwert für die AnfnoHme ihrer Kinder geboten. Es ist uns deshalb ein Herzensbedürfnis, all jenen, die sich der mühevollen Sammlung und Sichtung unterzogen Haben, unseren innigsten Dank zu sagen, welcher speziell jenen Schulkindern »erbot- matscht werden soll, die sich an dieser völkisch bochbedetsamen Aktion beteiligt haben. Mr Hoffen, daß diese Spende auch dazu bei getragen hat, die Verbindung zwischen Hessen, welches doch das Mutterland so mancher unserer Volksgenossen ist, und dem Banat immer inniger und herzlicher zu gestalten. Die schwäbische Bevölkerung des Banats wird sich der Kasseler Kinder immer mit Freude und Dankbarkeit erinnern und sich auf ein Wiedersehen freuen.
<$in Fernbrief 20 Milliarden.
Sämtliche Postgebühren verdoppelt.
Unter dem Zwange der außerordcnttrch«t Geldentwertung hat die Postverwaltung die feit dem 12. November geltenden Postgebühren uom 20. November an verdoppeln müssen.