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Nummer 217

Dienstag, 18. September 1923

Einzelnummer 490 000 Mark.

13. Jahrgang.

Einzelnummer 400000 Mark.

poincart bleibt weiterhin ablehnend

keine

ter zitierte er den Ausspruch eines Historikers:

bat größere Liede denn der, welcher fein Leben lastet für seine Brüder" und »Sei getreu bis in

Wert haben, wenn er im Angriffsfalle rasche militärische Sicherheit garantiere.

$te Äafieler SHeueften 9!ac6rt*tim erftfietnrn rofi*entltd> fe*$inal und zwar nachm Nag-. Der AbonnemevtsvreiS betragt für die zwetlkSälite September! 500 000 Mark bei freier Zuwelluni in« Hau -,in der (Befd)äft8ft :uc abgebott 4 400000 Mark.Beilellmipen werden f ederreU entgegen, genommen. Ä^rlaz und Redattion: rschlachtdo'struß: "28/30. Fernsprecher Nummer 951 und 952. Für unverlangt emgcfanbte Beitrage kann die Redaktion eine crani- wortung ober Gewahr in keinem Falte übernehmen. Rückzahlung bei Bezugsgelber ober «nsprurüe wegen etwaiger nicht ordnungsmäßiger Lieferung ist ausaeschlolsen. Postscheck Frankfurt» M 6380. Druckerei: Schlachthosstr.28/30. Seschäftrstelle: Kölnische Srr. >

tcn Krieasarttkel: Treue ist die erste Pflicht des

«u-S Madrid wird berichtet: Der bisherige Soldaten! Aus der Kameradschaft des Krie- Minister des I n n e r n ist von der Offiziers- Oos muß eine Lebens kameradschaft werdet liga verhaftet worden. Er befindet sich im deren Kräfte auf die Kinder übermittelt werden. Arsenal. In Madrid finden StrassennmzOgc damit s i e einstmals Deutschland befreien. Der anläßlich des Sturzes der Regierung statt, deren! crfte Vorsitzende der Kasseler Vereinigung von Hauptziel die Beendigung dos Ma ro t f ö J Res. 83, Spediteur Hartmann forderte als Krieges fein soll. Die öffentlichen Gebänoe M. Fuhrmann a. D." Treue um Treue und in Madrid sind durch Wachen der Offiziersligu Erziebuna der Iuaend in Gottesfurcht und Ge- besetzt. General Wey ler ist aus Nordafitka! reckttgkcilssmn. Am Sonntag morgen begaben zurückgerusen. Eine Deputation der sich die Teilnehmer an her Tagung zur Garn t Flotte ist fckon am Freitag früh in Madrid fonkirche. Auch zahlreiche Angehörige der Ge- etngetroffen. Bei den Zusammen stästenl i'allen^n beider Ncaimentcr fanden sich in dem in San Sebastian sind, Imparziaf zufolge, 78 dichtbesetzten Gottesüanse ein. An den Stufen Personen getötet und zahlreiche verletzt wor- des Maars lagen Kränze ans deutschem Cichen- don. Das spanische Heer siebt in Nord- laub. Nach feierlichem Orgelspiel sana der Kas- asrika vor einer Katastrophe. Melilla toitb| feier Liederverein unter seinem ttefflichen Chor, bereits von den Riffkabilen beschossen. meister Hesse und dann sfimmte die ganze Ge-

Ein Volk lebt nicht nur von Gegenwartswertcn. sondern vor allem auch von seiner Veraanaen- heit. Ergreifend klang der Gesang des Chors:

piarrer v. T r e p t e, der einst auf dem Hofe der Sladtkaserne das Reserve-Regiment vor dem Auszug ins Feld einsegnete, sprach in einer rhetorisch glänzenden Form ein bohes Lied auf

ist es zu Zusammenstössen ernstester Art gekom­men. Mau nennt Ci* Verletzte. Auch in Berlin haben nach mehrwöchiger Pause wie­der organisierte P Änderungen begonnen. In der Tilsiter uub Memelcr Strasse wurden ei­nige Geschäfte auSorröumt. nachdem zuvor die Gaslaierieii der Slrasse auSgedreht worden wa-

hergestellt werden. Dazu gehört auch die W t e- dereinsetzung der Ausgewiesenen in alle ihre Rechte. Rur wenn zuvor die notwen- digen Sicherungen dafür in dieser eben bezeich­neten Weise gegeben sind, kann die Reichsregie­rung sich zur Uebernahme solcher großen Lasten bereit erklären, wie sie in dem neuen Angebot tatsächlich vorliegen.

Teuerungs-Llnmhen.

Plünderungen und blutige Zusammenstösse.

(Privat-Lelrgrmnm.)

Tumult in Spanien.

Die Massnahmen der Militärdiktatur.

«Bigene Drahtmeldung.)

Gens, 17. September.

wie sieht es mit der Freiheit im Innern aus?! Für den gestrigen Sonntag war beabsichtigt, zu Ebren der Gefallenen von der Garnisonkirche in geschlossenem Zuge nach der Kriegerge- denkstätte in der M»e zu gehen u. Kränze an ! den dort-angebrachten Tafeln der beiden Regimen­ter n-.ederznleaen. Anfangs war das genehmig, aber jetzt auf Grund des neuen Erlasses des Mi­nisters des Innern v e r b o t en worden. Diese Nachricht löste allgemeines Pfui aus. An der Staatsgesinnnng gereister und ernster Männer, die sich ganz eingesetzt haben für das Reich, sollte man nicht zweifeln und vertrauen, daß sie eine Freiheit, die ihnen gegeben wurde, nicht miß­brauchen werden.

Gegen dieses Verbot

gegen die Art und Weise, wie man Vorschriften machen will bei der Ehrung der Gefallenen, wird lauter Protest erhoben, der an die zuständigen Behörden weitergegeben wird. (Lebhafte Zustim­mung.) Im Namen des Reserve-Infanterie Re° giments 83 sprach Rechtsanwalt Dr. Schnei- d c r. Er erinnerte an den obersten Satz der al­

ben Tod* . . . bieje Worte bildeten den Kern her Predigt .die wiederholt zu Tränen rührte. Wei-

Vvye Forderungen kn Berlin.

Berlin, 17. September. fPrwattelegramm.) Tue Eisenbahner im Dieckfiv'lsbezirk Ber- l i n haben gestern abend in vier Werkstättenver- sammlungen bcfchloffen, unabhängig von den all­gemeinen Lohnerhöhungen e'ne Sonderzu­lage von 500 Millionen Mark pro Mann zu fordern. In den Versammlungen zeigte sich grosse Streiklust, die Redner waren Kommunisten.

die Gefallenen beider Truppenteile.Niemand

Berlin, 17. September.

Die neue vnruhewelle, die über das Reich geht, hat sowohl in L st - wie in Mitteldeutsch­land zu blutigen Zrsammenftössen mit der Polizei geführt. In Ti lsit drangen Er­werbslose in das Rathaus und bedrohten die Beamten des Magistrats. In A l l e n stei n wur­den von jugendlichen Hundertschaften Plünde- runacn umernommen. In Sch neide mühl

Wieder ein Entwoffnungsrummel.

Paris, 17. September. Eigene Drahtmel­dung.)Motin" berichtet: Ter Botschafterrat hat General Rollet zum Bericht über den Stand der deutschen Entwaffnung nach Paris berufen.

, Harr mach uns frei. . .! Der alte Militärober

Die Ministerprüstden«:».

Paris, 17. September. (Eigene Drahttnel- dung.) Die Morgenblätter bestätigen, dass der britische Ministerpräsident Ba l dw i n am Diens­tag abend in Paris eintrifft. Am Mittwoch vormittag wird er die angekündigte Besprechung mit dem franzöfifchen Ministerpräsidenten haben, der allgemein grösste Bedeutung beigrmeffe« wird.

BerwaltungSgebände der Dortmunder Union dann fortfuhr: Vertrauen wir unserer gerechten einzudringen, um die Auszahlung von Geldern Gliche! Recht nach außen und Reckst und Frei- zu erzwingen. Die durch Steinwürfc bedroh-I^est nach innen. Das sind die Ziele. Aber.,..: te Polizei machte von der M a; f e Gebrauch. Eine Person wurde erschossen, 18 vcr'ctzt. Eine Kundgebung von Arbeitslosen verlief ruhig, nachdem es der Polizei gelungen war, die De­monstranten von dem Rathaus in Nebenstrassen ab,zudrängen und alsbald zu zerstreuen.

Das Nuhrpwblem.

Die Kosten des Widerstander.

Von ganz besonderer Wichtigkeit für die Finanzlage des Reiches ist die Finan­zierung des Ruhrkampfes, die für das Reich eine schwere, bei immer sich verschlechtern, der Währung nachgerade kaum mehr zu lösende Ausgabe darstellt. Bon den unter den heutigen Dollarstande täglich schon nach Hunderten von Billionen sich beziffernden Ausgaben des Rei­ches entfallen mehr als ein Drittel allein für die besetzten Gebiete. Die Aufwendungen stel­len, in Goldmark berechnet, me h r dar, als uns ein Kriegstag im Weltkriege kostete. Wie der Reichsfinanzminister Hilferding dieser Tage im Reichswirtschaftsrat auJführte, lebt ein großer Teil der Ruhrbevölkerung aus Reichs Mit­teln« Eine Kontrolle über die Ausgaben ifr gar nicht mehr möglich, und unter diesen Um- stänoen ist es ja auch nut erklärlich, daß sich Demoralisations- ja sogar KorruptionScr- scheinungen geltend machen, unter denen der an­ständige Teil der Bevölkerung am meisten lei­det. Es ist unbedingt notwendig, wie der Finanzminister sagte, daß die für die besetzten Gebiete gegebenen Kredite erheblich einge­schränkt werden wobei freilich die ungemein schwierige Aufgabe zu lösen bleibt, die Nor Wendigkeiten, die der passive Widerstand be­dingt, nicht zu beeinträchtigen. Sehr wichtig sind in diesem Zusammenhänge die Fragen der Wiederei nfügung bestimmter ^Betriebe iu den Produktionsprozeß, um die heute toun Reichsmitteln finanzierte Arbeitslosigkeit zu beseitigen.

Die Bemühungen, eine Besserung herbeizu- führen und das Ruhrgebiet produktiv zu machen, weroen von der fremden Besatzung ge­hindert. Für die Beurteilung dieser Frage kommt der Umstand in Betracht, daß wir ja dort eine ordnungsmäßige und effektive Ver­waltung gar nicht mehr haben. Alle unsere tüchtigen, energischen Beamten sind au s g e w i c- fen. Zum großen Teil werden Bewilligung und Auszahlung der Lohnsnmmen und Er­werbslosenunterstützungen durch die Kommuual- verwaltungen angenommen. Es ist klar, daß diese Kommunen int besetzten Gebiet in ganz außerordentlichem Maße unter dem Druck der Verhältnisse stehen, daß in diesen Jndustrieze»- :ren der Druck der Bevölkerung stark wirkt und daß infolgedessen auch weniger'berechtigten An- sp rüchen nicht mit der nötigen Energie em- gegengetreten wird. Wenn aber feine Vcrwal- '

Dreiundachtzig.

Der Tag der Reserve und Landwehr.

(Eigener Bericht.)

Kassel, 17. September.

reu. Tic nm fr nimm iftif»e Bewegung scheint,! Von den verschiedensten Regimeittstaacn die worauf ch- Voramme in wachsen Hinweisen, ihren im Lause dieser Z-it in Kassel stattfanden, besitzt v-.hep!:uk» noch nicht errc-ckt zu haben. Die der «emeirffam vom Reserve-Jnfanterie-Reaiwent Teucruiw.smiruhcn im obersch! - fischen In 83 u vom Landwehr-Infanterie-Regiment 83 be- duflneacbnct bauern noch immer an Auch «c-1 gangene besondere Bedeutung, weil es sich hier stern wieder kam cs zu zahlreichen Kundgebun- um Regimenter handelt, die in Kassel Marburg gen. Tie Zahl der Opfer btt ven bisherigen Un- und Arolscn aus altgedienten Soldaten zusam- ruhcu betragt 13 Tote und 52 Verwundete. mengestellt worden sind, aus Männer, die hier ® | zuhause, die hier heimisch und ansässig waren.

Gckrung im Rutzrgedlkt. jAm Tage von Servon, an dem das Reserve-

Esi-v' 17 S-wember lVrivatte^aramm 1 nie- Infantcrie-Regimcnt 83 schwere Verluste hatte stern k°'m es zu grossen TeuerungSkundgebun- ^SenÄ gen. Die Betriebsräte des. gesamten Grn kungsvoll geschmückt war Von der Biihne leuch- benrcnierS haben einen Beschluss gefasst,Ileie die alte ruhmgekrönte Nummer 83 herab, der den sofortigen Rücktritt der Regierung Stre-1 Aus allen Gauen des Deutschen Reiches waren fentann verlangt, weil diese nichts erreicht bare, |Q[tc Dreiundachtziger gekommen. In seiner Be­ats den Dollar von 6 auf ISO Millian-» t- arußungsredo hob der erste Vorsitzende der Vcr- r!» f. von Landwehr 83. Obcrpoflsekretär

L" ^törig, hervor, daß es erste Pflicht der Rcgi-

den grosse -euerung-..,.nbgcbnng->n ,-att. Bc-Imentsvereinigunaeu ist, die Gefallenen zu rritS fetzt werden d e Massen der Arbeiter auf ebren und im Zeichen dieser Pflicht stand die ge- die Strasse gerufen. InDortrnuid versuch- samte Veranstaltung. Nicht den M'.rt sinken las­ten gestern drei- bis viertausend Arbeiter in das sen! Das war die Mahnung des Redners, der

Die Besprechungen sind in den letzten Tagen fongesetzt worden und zwar diente für die Er­örterungen, an denen nicht nur deutsche und französische politische, sondern auch wirr- schastliche Persönlichkeiten beteiligt waren, das neue Angebot des Reichskanzlers Strcse- Trtann mit als Basis. Bezüglich der finanziellen und wirtschaftlichen Auswirkungen sind auch Vertreter ausländischer Finanzgruppen, die sich gegenwärtig in Deutschland befinden, herange- zogen worden Es hat sich dabei ergeben, daß die Garantien, die Dentfchland für eine m- tcrnationale Anleihe in Gestalt der Goldhypo­theken gemäß dem Plane der Reichsregiernr.g zu leisten hätte, als durchaus zureichend betrau­tet werden. Aber es wird in allen diesen aus. ländischen Finanzkreisen, die ganz unsentim.'n- tal die Dinge betrachten, immer wieder als Voraussetzung betrachtet, daß das Ruhr­gebiet wieder dem Gesamtbetrieb der deut­schen Wirtschaft einverleibt werden müsse.

tung besteht, die durchgreifen kann, dann ist <-s natürlich ungeheuer schwer, sich eine richtige AusgabenkoittroAe zu verschaffen. Dann ist es vor allem ungeheuer schwer, Ausgaben, die we­niger notwendig oder entbehrlich erscheinen, tar- sächlich von hier aus zu beseitigen. Es bleibt also nur der andere Weg einer teilweisen E i n- schränkung aller Ausgaben im besetz­ten Gebiet überhaupt. Diese Frage ist von außerordentlicher politischer Tragweite. Die Lösung des Ruhrkoufliktes muß im Wege von beschleunigt geführten Verhandlungen ge­sucht werden. Das liegt selbstverständlich zuerst im deutschen Interesse, aber auch nicht minder im französischen, ja, in dem aller anderen Staa­ten, denn ein plötzlicher Abbruch würde bei» hängnisvolle Folgen haben. Er be­stände nicht etwa bloß darin, wie es sich das Ausland vorstellt, daß die Arbeiter nun an die Arbeit gingen und alles wieder in Ordnung käme, es kommt bann vielmehr zu den schwer­sten sozialen Erschütterungen im Ruhr, gebiet selbst. Würden wir aber rein mechamich alle Kredite abdrosseln, dann ist die Gefahr da.

Frankreich beharr öas Ifanö.

Rene polififche Reden PoincaröS.

(Eigene Drabtmeldung.)

Paris, 17. September.

PokncarS hielt am gestrigen Sonntag wieder zwei Ansprachen und zwar die erste in Dun an der Maas. Tiefe Rede, über die ein genauer Be­richt nicht vorlirgt, brachte keine Stellungnahme zur letzten Rede Strefmanns, sondern wandte sich scharf gegen einen etwaigen englischen Einmischungs-Versuch. Bemerkenswert war folgende Erklärung des fianzösischen Mini­sterpräsidenten:Die RönmungSfrist läuft n o ch n i ch t. Frankreich hält dasPfandfest. Die Bestrebungen Deutschlands, seine Militär­macht zu organisieren, (?) zwingen uns zu einer neuen Entwaffnungsaktion. (!) An dem Tage, an dem Deutschland endlich die Verpflichtungen erfüllt haben wirb, die es unterzeichnete, wird es ihm freiftehen, seinen Eintritt in den Völkerbund zu verlangen, und sobald es Mitglied geworben ist, werden Frankreich und Deutschland stch durch diese Tatsache gegen einen Angriff sichern."

Anzeigenpr-ife: S tun« pr e iS für die Zeile 50 M art. für Reklamen 200 Mart mal Schlüs. '-.;-chliur da« deutsche Z-itun-rgew-rbeizur Zeit 12000), auf Famtlten-m,eigen und Kleine Anzeigen Nachlaß. Auf alle nicht bi» ,um Ac>?n» de- a»r Bei Ausgabetag folgenden Saqes bezahlten Anzügen erfolgt ein Rechnung««» schlag von 10°/,! Ser dieser Rechnung«, enettan i ist d^r Betrag innerhalb ' Tagen ,u zahlen. Rach Ablauf dieser Frist ist »et Anzeige», grundprei-mttbin am Zahlungstage aulttgen Anz-ig-nschluffelzuve.vielfachen. Laufende »n- zeigen werden mit dem TageSzsil-npreis berechnet. Für die Rtchtiglett aller durch Fernsprecher au?gegebenen Anzeigen, iowie für Auinahmedaten und Plätze kann nicht garantiert werden.

(Segen DrtttschranSs Äugend.

Paris, 17. September. (Eigener Drahtbe­richt.) In seiner zweiten Somitagsrede in BrieulleS o. d. Maas sagte P o i n c a r s unter anderem:Wenn die Verwüstungen, beten sich Deutschland schuldig gemacht hat, diejenigen, die die moralische Verantwortung dafür tragen, nichts oder fast nichts kosten würden, so würden früher oder später die jungen Deutschen der alten Schule glauben, daß sie um diesen Preis den Versuch von neuem unternehmen könnten. Wir müssen also die Achtung unserer Rechte fordern und über die Aufrechterhaltung unserer Sicherheit wachen. In beiden Fällen werden wir den Sperling in der Hand nicht um der Taube auf dem Dache willen »ufgeben. Dcutfchland, das heute in Massen Kanonen, Flugzeuge und Munition bei sich oder in anderen Ländern Herstellen kann, (?) das in einigen Jah­ren zur Rache bereits unS gegenübcrstehen kann, bas itnferc tapferen und treuen fchwarzen Truppen (!) in der Welt zu diskreditieren vctfncht, weil es nicht will, daß wir eine Nation von hundert Millionen Menfchen sind, gibt unS Henle Zusicherungen mit Worten, die eS für ver­lockend hält, und Berfprechnugen, von denen es Wunder erwartet." Etwaige Abmachungen über die Rheingrenze lehnte er ab. Ein Garantie­pakt könne für Frankreich keinerlei praktifchen

Was diefe Frage im besonderen anlangt, so stehl sie in en.zfter Verbindung mit der Räu- mitng. Die gegenwärtige Reichsregierung ver­langt nicht Räumung vor Eintritt in die Ver­handlungen, sie fordert aber die Wiederver. füguno über das Ruhrgebiet und die dadurch erst wiederum zu ermöglichende Eingliw-run,; der Ruhrindustrie in den allgemeinen Produk- tionsprozeß. Zu gleicher Zeit müssen auch dir früheren Rechtsverhältnisse wieder

e * moinde, sich von den Plätzen erhebend, das Nie-

Peripisprinnt in derläirdische Dankgebel an mit dem so recht auf

.wie vneoenagt In lMa vkio. unsere Zelt zugeschnlttenen machtvollen Finale:

Genf, 17. September. (Privattelegramm.) * " " " ' * "

Der Eorlere della Sera meldet aus Madrid Tie Veranlassung zu dem Vorgehen des Heeres und der Flotte hat die Regierungserklärung gege­ben, die strenge Strafverfahren gegen angeblich pflichtvergessene Offiziere der spanischen Ma- rokkosrout ankündigte. Die Regjerungserfiä- rung gab ferner die ungeheuren Verlusts tu Nordafrika bekannt, die bisher verheimlicht wor­den waren. Ein Drittel des ganzen Heeres ist aufgcrieben. 40 Geschütze und tausende von Schußwaffen und Munition find von benj Rifffabyleu erbeutet. Das .Heer Spaniens ist! innerhalb acht Tagon nm 150 Kilometer zurück- gegangen. Melilla liegt zuverlässigen Meldu-i- Ich satt' einen Kameraden . Nach dem gctt zufolge in brr Schusslinie des Felnoes. i Gottesdieirst ging cs In losen Gruppen um

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Kasseler Abendzeitung Hessische Abendzeitung

feine Verletzung des TcvcringErlcisses zu kon-

(Srgenbkweaung der Sewerkschasten. 'Inneren nach der

Genf, 17. September. (Eigene Drahtmel- Kurheffischen Krieger-Gedächtnjsstälte düng.) Aus Spanien wird Folgendes gemeldet: an der Schönen Aussicht, wo nach kurzen Ge- Jn Barcelona haben die Gewerkfchaf. dächtnisreden von Ingenieur Schußler und ren die Militäraushebestellen besetzt. Dio! Schriftleiter Heyncmann die Kränze an den weitere Einziehung der Rcservei^ist im Gorwer. ersten bisher angebrachten Tafeln medcrgelcgt nement Barcelona verhindert. Die Gcwerkschas-Ivrrben. Vorher hatte ein Mitglied d:r Sau» ten wollen die neiw Dfilitärregierung nur nmrr leiung dieser Anlage, eine Schilderung it»ei Bedingungen nnterWtzrn und zwar: der Denl'stötte und ihrer künftigen Ausgestglttma Einstellung der militärischen Einberufungen für, (über die wir iu der Vorwoche berichtete«. Die Marokko und Massnahmen gegen die Bertcuc-1 Schrifileitung.) gegeben Die großzügiae Anlage rimg der bies;ahrlgen Ernte. Gencralkupflän rief allgemeinen Beifall hervor. Bezeichnend ist, de R-vira hat die Kewerkschaftsvertteter fürj daß die erste Feier a. dieser Gedenkstätte im Zei- isnntaa zu einer Besprechung geladen. chen des Verbots stand. Auf den beiden