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Kasseler Neueste Nachrichten

Är. 210. 13. Jahrgang.

Sonntag, S. SeyteeWet 7923.

reichen Gänse ist überwältigend

donauab-

Der Stand des Dollars

Freitag

seit

fammlunq soll

dreißio Millionen Mart.

I

Die Nöte der »oft.

Aus dem Reiche des Fitms.

Die Mßt Sammei rnnWlfl Seiten.

für das Postamt 1 (Königsplatz), wo für die würde und es scheint, daß fick das kühle und

tet: Es mach, nicht den Eindruck. afg ob sich noch einmal verspätete sommerliche Wänne einsiellcn

Vorstellung pünktlich 8 Uh»

Der Streik der Aerzte.

Wichtiges für Krankenkaffenmitglieder.

AbsckMnunnen.

Ter Kasseler Schwimm verein von 898 hat morgen nachmittag sein diesjähriges Ahschlvimmen an der Fulda.

Roch keine Einschränkung.

Nach Mitteilung der Verwaltung der Großen Kasseler Straßenbahn ist die für Montag an- getünoigtc Betriebseinschränkung noch einige Tage hinausgeschoben worden, um erst die Aus­wirkung der TattserHöhnng der Reichsbahn aus den Vorortverkehr abzuwarten.

außerhalb der üblichen Schalterdienststnnden ge. wohnliche Briefsendungen zur Barfreimachung aufgcliefert werden können. Für Kassel gilt dies

«affeler Kurse,

In Uedereinstimmung mit der Lage an der Börse war in Kasseler Werten heule kein nen­nenswertes Geschäft. Es kamen daher keine festen Notierungen zustande.

wärts nach Ungarn und versetzt dort in eine Handlung besonderer Art: Was dem Vater ge- schah, wiederfäh rt der Tochter. Der Liebe Leid findet hier eine Verkörperung durch hervorra­gende Schauspielkrästc. Lya de Tutti befestigt sich hier voll in der Gunst des Filmpublikums. Sie verdient es auch. Für Lachlustige geht «ine drollige Jahrmarkt-Komödie ä la Amerika vor­aus. -a-

Sonnobend

Im Vormittags^ Freiverkehr iS MM

Berliner Börse.

Berlin, 8. April. (Privattelegramm.) Die Devisen standen heute vormittag unter dem Einfluß der gestrigen großen Schwankungen. Gegen Mittag wurde der Dollar zu 48 Millio­nen Mark gehandelt. Am Effektenmarkt ruhte heute am börsenfreicn Sonnabend der Verkehr vollständig.

wissernraßcn in Streik getreten. Rur noch gegen Barzahlung wollen die Aerzte die Versicherten behandeln. Von Krankenkassen-Seite wird uns daM geschrieben: Laut Verfügung des Ministers für Volkswohlfahrt gelten im Höchstfälle für Preußen zurzeit für diele Woche folgende Be­träge: Beratung in der Sprechstunde des Arztes 1 476 800 Mark, Behandlung der Versicherten in dessen Wohnung 2953 600 Mark. Mehr zu zah­len sind die Versicherten nicht verpflichtet. Aus einer Berechnung für Geburtshilfe geht hervor, daß der Versicherte 133 Millionen sofort zahlen sollte, obwohl bei einer außerordentlich schwie­rigen Geburt nach der Gebührenordnung nur 81 Millionen gefordert werden dürfen. Es liegt deshalb im Interesse eines jeden Versicherten, ärztliche Hilfe nur in besonders schweren Fällen und nicht zu häufig in Anspruch zu nehmen. Zu dem Aerztestrcik wird am Montag eine Ausschuß- Sitzung des Verbandes der Orts-, Betriebs- und Jnnungskrankenkaffen Stellung nehmen.

Das Qberverficherungsamt

hat auf Grund des Paragraphen 370 der Reichs- 1-cisicherungsordnung die Krankenkassen ermäch­tigt, statt der Krankenpflege (Arznei, Brillen usw.f oder sonst erforderlichen ärztlichen Behand­lung eine bare Leistung bis zur Hülste des Durch- schnittSbetrages ihres gesetzlichen Krankengeldes an die Versicherten zu gewähren. Dieser Be­trag wird für die Regel hinter den hohen Arzt­kosten zurückbleiben.

Ein Pfund Zucker 900 000 Mark.

Die Zuckerkontrcllstclle Kassel gibt folgendes bekannt: Der vom 3. September in Kraft ge­setzte Znckerpreis ha! sich infolge der in den letz­ten Tagen eingctrctenen weiteren jähen Mark- stürzc und einer abermaligen bedeutenden Erhö­hung des Fabrikpreises nicht bis zum Ende der Woche ausrechtcrhalten lassen. Wie tu den an­deren Provinzen mußte auch im diesigen Bezirk eine Erhöhung vorgenommen werden, und zwar haben maßgebenden Stellen für die Zeit vom 7. September ab den Kleinverkaufspreis für ein Pfund 900 000 J/ festgesetzt. Nach Laoe der gesamten Verbälnisse wird sich, wo­rauf schon jetzt bingewiesen sei. in weni gen Tagen eine weitere Heraufsetzung des Preises nicht umgehen lassen . . .!

Ehrung der Gefallenen.

Weitere Tafeln für die Aue-Gedenkstätte,

Der Marineverein 1893 blickt jetzt auf ein Dreißigjähriges Bestehen zurück. In seiner letzten Haupwersammlung wurde mitgeteilt, daß die Mtgliedertabl 141 beträgt: darunter befin­det sich der Gründer. Eisenbahnfekretär Setz- korn. Der Vorstand wurde wie folgt ergänzt: 1. Vorsitzender Junker. 1. Kassierer Boede. 1. Schriftführer Heinemann, 2. Schriftführer Thie­le. Veifiber Zipftk Es wurde beschlossen, sirr die gefallenen hessischen Söhne bei der Marine' am A"eden?ii-al eine Ehrentafel anzubrin- gen. In diekem Zwecke stifteten d e Anwesenden

Bekanntlich ist die Kasseler Aerzteschast , Freitag gegenüber den hiesigen Krankenkassen ge-

Barfreimachung bestimmte Schalter Werttags bis 8 Uhr abends und Sonntags bis 1 Uhr nachmittags geöffnet find. Im übrigen ist durch Vermittlung der Handelskammer größeren Fir­men, Behörden ufw. empfohlen worden, sich we­gen beschleunigter Abnahme von bar steizu- machcnden Seichungen mit der Amtsleitung des für sie in Betracht kommenden Postamts in Ver­bindung zu sehen. Tie seit einiger Zeit im

Telegramm- und Fernsprechverkehr bestehenden bedauerlichen Mißstände auf die ganz außergewöhnliche .Hochflut in diesen Der» kobrszweigen zurückzuführen ist, der seit mehre­ren Wochen besteht und zu deren Bewältigung die vorhandenen Leitungen sich trotz Einstellung zahlreichen Hilfspersonals als unzureichend er­wiesen haben. An der Beseitigung der Miß­stände Wn4> dauernd gearbeitet und im Tele­tz rammverkchr ist seit einigen Tagen eine Entspannung zu Verzeichnen, die eine bal­dige Wiederkehr geordneter Zustände erhoffen läßt.

Tariferhöhung und keine Briefmarken.

Bon der Obcrposü^rettion Kassel wird uns erklärt, daß der im Briesverkehr bestehende un­erwünschte Zustand, daß gewöhnliche Briefsen­dungen zur Barfreimachung am Postschalter abfgeliefert werden müssen, noch nicht beseitigt iverden komtte, weil die Reich-druckerei in Ber­lin sich mit der Lieferung der neuen Postwertzeichen immer noch im Rück­stände befindet. Um der Bevölkerung die Möglichkeit zu geben, gewöhnliche Brieffendun- gen, zu deren Freimachung dem Absender Frei­marken nicht zur Verfügung stehen, auch über die jetzigen Schalterdien stunden hinaus aufliefern zu können, ist von der Ober- postdireltion für alle Bezirkspostanstalten ange­ordnet worden, daß bis zur Behebung des Frei- markeirmangels, soweit als erforderlich, auch

Prüfung zum Deutschen Turn «. Sportabzeichen

Der Athl. Geschäftsführer des Bezirks Kassel teilt entgegen einer weitverbreiteten Annahme, nach der d-e Priiftingen bis zu einem besttmmten Termin erledigt sein müssen, das Folgende mit: Die Leistungen müssen innerhalb eines Jahres (vom Eintrag der ersten Uebung) abgenommen werden. Prüfungen ditrch den Ausschuß der Deutschen Sportbehörde finden nach Wie vor jeden Dienstag abcud ab 7 Uhr auf dem Kur- hessensportplatz statt.

tzockeyfport.

Ballspielttirb Sport empfängt am Sonntag die Damen des Mademischen Sportklubs Göt­tingen; am Nachmittag treten vor dem Spiel Germania Fulda Spott die er^-n Mann­schaften A. S. C. Göttingen und Spott zum Wettspiel an. Die Sportmannschaft hat entschie­den Fortschritt gemacht, sodaß dieses Spiel span­nenden Verlaus versprickst.

Rudersport.

Der Kasseler Ruderverciu hält einen Ver­einswettkampf ab, Start an der Pumpstation, Ziel am Bootshaus.

U T.:Ilona."

Ein neuer Ufa-Film, der nach guten litera­rischen Grundsätzen mit technischer Vervoll- komntnung aufgebaut ist, führt jetzt im U. T. in das Land der großen Steppen und riesigen <- n n sehetzden die Mchse der aufmarschu>

in Hanau zu verzeichnen. Nun find für heute und besonders für den morgigen SonntcH Wettkämpfe auf allen von der Schutzpolizei betriebenen Leibesübungen ausgeschrieben: Tur­nen. Leichtathletik, Schwimmen, Schießen, Rei­ten, Boxen, Radfahren usw. Der Sonntag bringt vormittags Leichtathletische Vottämppe, Stragenradrennen. Ziel aus Kurhessens Platz. Nachmittags: Entscheidungskämpfe: 4 mal 100. 10 mal 100. Schweden-Ehargen-Staffel, 33000 Meter-Mannschaftslaufen. Im Anschluß hieran trägt die Schutzpolizei ein Handballspiel gegen 48 aus.

veränderliche Wetter des Sommers noch weiter fottsetzen wird.

4- Veranstaltungen am Sonntag. Staats, theater: .Tannhäuser", 7 Uhr. Neues Theater!: .Die Wiberschlachi", 7,45 Uhr. Winzerstuben,: Kleinkunst, 8 Uhr. Hun­de a u s st e l l u n g : Orongetteschloß. 96 Uhr. Zimmerstutzcn - Verband: Festzug, Friedrichsplatz ab 1.30 Uhr. Chassalla: -In den Schneewüsten Alaskas' Stadt- Park: Militär-Konzert, 8 Uhr.Park Schönfeld: Konzert, 4 u. 8 Uhr. Brau» st ü b l: Stteichtonzert, 7 Uhr. Fulda- fahrt: Dampfer .Elsa". 3 Uhr. Am Ai o n tag: Ost und Westpreußen, Stecht Stockholm, 8,15 Uhr.

Rackllchtstoflgkktt der Straßenbahn.

Sic verweigctt Hofgeismarer Notgeld.

Dieser Tage veröffentlichte die Kasseler Stadt­verwaltung eine Beschwerde des Kreises Hof­geismar, daß seinem Notgeld in Kassel Schwie­rigkeiten gemacht werben und ließ durchblicken daßSanktionen- zu ermatten seien. Seitdem hat man nichts mehr gehört, daß Zchwieriglek- ten gemacht werden. Nur dieGroße* Kas­seler Straßenbahn weigett sich nach wie vor!

Wie die G. K. Str. man deutet die An- sangsbuchflaben bereits alsGroße Kasseler Strafe" Schecks ablehnt, so jetzt auch dieses Notgeld. Von der Stadt Kassel, von bet Auf- sichtsbechökde muß verlangt werden, baß sie die­ser Gesellschaft den Standpunkt klar machten: Ein Verkebrsinstitut ist in erster Linie berufen, den Verkehr auch oder gerade in Notzeit zu fördern!

Beschweren Sie sich bei der Direktion, sagte mir heute früh ein Schaffner der Linie 5,es haben's schon ganz an de re Leutewic Sie getan und nichts erreicht!" Wenn die Straßen­bahn mit ihrer Rücksichtslosigkeit fottfährr, braucht sie sich über nichts zu wundem.

Fch war gezwungen, eine kürzere Strecke zu fahren, die Straßenbahn hatte Einbuße und... der Fahraast gewöhnt sich das Laufen an! H.

Die Hunöe im Schloß.

Ausstellung Hunde aller Rassen.

WaS den. iifmenf im letzten Jahre recht war, ist in diesem Jahre den Hundert billig! So sagtt sich der Verein der Hnndelieb Haber für Kassel und Umgegend und hält am morgigen Sonntag seine allgemeine Katalogschan jai Hunde aller Rassen, zu der ungefähr dreihundert Hunde gemeldet sind, im einst hochfürstlichen Orangerieschloß in der Aue ab. Fast alle Rassen haben Vertreter gestellt, zum größten Teil in hervorragender Qualität. Allein etwa sechzig Schäferhrrnde sind gemeldet, daneben dreißig Dobermannpinscher, ebensoviel Windhunde und ... Konzert gibt es auch.

Für das Richteramt sind, wie versichert wird, Persönlichkeiten mit bedeutenden Namen gewon­nen worden. Um den beivähtten Züchtern, die heute nur unter den größten Schwierigkeiten ihre Zuckst aufrecht erhalten können, wenigstens etwas zu bieten, find über eine halbe Milliarde an Preisen ausgeworsen worden. Weiter hat die Landwittschfatskammer für Schäferhunde zwei wertvolle Medaillen zur Verfügung gesteift und die Stadt Kassel stiftete das bekannte kunst­voll ausqefühtte Bild von Alt-Kassel als Ehren­preis. Die Kosten kommen dafür durch die erhöhte Hundesteuer sicher herein...

Ob die Stadtverordneten, die sich am Montag so eingehcird mit der Kynologie beschäftigten, ,u dieser Ausstellung besondere Einladung erhal­ten haben? Auf alle Fälle haben sie für den Hundesport Reklame gemacht!

Letzte Deveschen.

______ , J

Reue Kohlenpreile.

Die deutsche Kohle teurer als ausländische.

(Privat-Lelegramm.)

Berlin, 8. September.

Der Reichskohlenverband und der große AuS. schuß des Reichskohlenrats hüben gestern die mt. gekündigte neue Kohlenpreiserhöhnna festgesetzt. Die Erhöhung ist wieder eine gewal­tige und übersteigt von neuem die Welttnarktpa. ritftt der Kohlenpreise. Ruhrkohle wurde um 83,5 Prozent und niedersächsische Kohle um 85,8 Prozent im Preise gesteigert. In der amtlichen Ankündigung wird recht tteuherzig gesagt, daß diese Preise selbst bei einem Dollarstand von 40 Millionen noch unter der Weltmarktpatt- tät ständen. DieBossische Zeitung" erwartet, daß sich die Kohlenpreise, wenn sie sich auf den Dollar berufen, auch den neuen Rückgang des Dollars mittnachen müssen.

Schützensport: Ein Werbeumzug.

Während der Rudersport, der Automobil- fpott. der Fußballspott. der Rodelfport noch neueren Datums sind, blickt der Schützensport auf eine ruhmreiche Vergangenheit zurück. Es ist vielerottens aus seinem Dvrnrösckenschla erst jetzt wieder erwacht. Hier in Kassel bat sich der Kurbef fische Zimmer stutzender band in diesem Fahre wieder entwickelt und sieh dank der Opferfveudigkeit seiner Gönner und Mitglieder das Symbol der Eintracht, eine Bundesfabne ;ugelegt. Um den Sport zu beben, bat der Verband jetzt Fugendgruppen sowie das Zeichen des mittelalterlichen Schüt- zenspotts. das Armbrust schießen einge- fühtt. Ter Verband, dem zehn Vereine ange- hören. veranstaltet aas Anlaß des dreißigjährl- gen Bestehens se-nes BrudervettnsVikto­ria" am Sonntag einen Wervezug vom Friedrichsplatz aus. Der Zug marschiert Punkt 1*42 Uhr vom Friedrichsplatz. Frankfutterstraße, Wilhelmshöb-r Allee, Onerallee. Hohenzollern- straß' !«'> Kirchditmold, wo d"s Fubolseft Vik­torias gefeiert wird. Dort gibt es u. a. Preis- schießen und Armbntstschießen.

Spinn, spinn...!

Der erste Anfang zum Seidenkleid.

Ter Anfang zu einem Seidenkleid für eine Dame (wenn sie recht lieb ist) lag heute früh auf meinem Schreibtisch. In einer Zigarettenschacht l war es und in dieser spinnende Seidenrau­pen, kräftige und gutgepflegte Tiere, die präch. tige Kokons erzeugen. Sie stammen aus den Serienzuchten des Geschäftsführers des hiesigen Seiden,üchter - Verbandes, Herrn F. W. Klein.

Viele Leute stellen sich unter einer Raupe im­mer etwas Häßliches und Ekelhaftes vor. Die edle Seidenspenderin ist aber wirklich ein sehr sympathisches und schönes Tierchen, das noch viel fleißiger als die Biene ist. da es ununter-- brochen Tag und Rächt an dem wunderbaren und in der Natur einzigartigen Seidenkokon spinnt. Drei Tage und drei Rächte find erfor­derlich. um den Kokon ferttgzustellen.

Für ein seidenes Kleid (Taffetgewebe 5 Quadratmeter werden 1200 bis 1400 Kokons benötigt. Die erforderlichen Raupen finden aus einem etwa eineinhalb Quadratmtter großen Pappkarton oder altem Tische Platz imd könne,! von jeder Dame ohne Schwierigkeit gezückte, werden. Wer wagt es also, das Seidenkleid 'n gewinnen.... Zwei erste Kokons stelle ick zur Verfügung! H.

amt 11 cheN»ti«rung

53000000

Lokaloachttchten vom Tage.

-z- Auf dem Wockienmarkte. Es war, obwohl , die Beschickung sich e tw a s besser aestalttt hatte, auch heute das gleiche Bild wie immer: Größere - Nachfrage als Angebot! Jetzt bilden sich auch vor dem Gemüse die gefürchteten Schlangen un- ' ter Polizeiaufsicht. Die Preise zogen heute kräf- : tig an. Es wurde der gestttge Dollaranstieg be­rücksichtigt, aber nicht der heuttge Rückfall.

-r- Streikende Transportarbeiter. Die gt= iamten Transportarbeiter sind linr Grund eines Beschlusses in einer gestrigen Ver­sammlung wegen Lohndifferenzen in den Streik getreten. Tie dem Transportarbeiterverband angeßörenben Straßenbahner schlossen sich dem Streif nicht an.

Bon der Volkshochschule Am Dienst»lg findet eine Ferienzusammenkunft im Fraueu- klub Opernstraße mit Vortrag von Dr. Tienes über Spanien statt.

-r- Sanitätsübmig in Großalmerode. Auf der Tongrube Faulbach der Vereinigteu Groß- almeroder Tonwerke hält am morgigen Sonntag der Kreisperband der Sanitätskolonne und Ge­nossenschaft freiwilliger Krankenpfleger vom Roten Kreuz für Kassel und Umgegend eine Uebung ab, der man mit größtem Interesse enr- gegensehen bart. Das Ziel ber Uebung ist, Verletzte iirtb Verschüttete aus dem Schacht zu holen.

Beamtennachrichten von der Regierung. Oberregierungsrat Stadler zum Vorsitzenden der Prüfungskommission für die im Büro- und Kassendienst bei den Regierungen und Oberprä- sidien anzustellenden mittleren Beamten, Pfar­rer Vivl in Steinbach-Hallenberg, Kl. Schmal­kalden, zum Pfarrer in Niederzwehren. Pfar­rer Muhl in Sachsenhausen. Kl. Treysa, zum Pfatter in söeisebeck Kl. Gottsbüren, Pfatter Sonte in Ronshausen, Kl. Rotenburg, zum Pfarrer in Grebendorf, Kl. Elchwege, Pfarrer Todenböfer in Lifcheid Kl. Treysa, zum Pfar­rer in Oberellenbach. Kl. Rotenburg, ernannt.

Allerlei vom Tage. Seit dem 4. Septem- ber wird eine ältere Dame aus der Köl­nischen Allee vermißt. Sie trug schwarzen Rock, Jacke und Hut sowie Spazierstock mit El- fenbringriff. Zweckdienliche Nachrichten erbittet die Kriminakvolizei Zmmcr 47. Fn der Nähe von Grifte wurde gestern eine Frau von einem Zuge erfaßt und getötet. Aus dem Friedrichsplatz überfuhr ein Radfah­rer eine ältere Dame Die Ueherfahrene erlitt eine Gehirnerschütterung Sie wurde durch die Sanitätswache Orleansstraße nack dem Elifa- betbkrankenhous gebracht. Am 20. September beginnt ein neuer Kursus der Sanitätswache Fuldabrücke für Damen und £*rren. Am moraiaen Sonntag findtt in der Adveittskircke in Wehlheiden ein besonderer Fugendgot- tesdienst statt, verbunden mt* Baunerweihe der beiden ftrcklichen Fugendv^reine, des Evgl. Mädcheubundes und des Wattb'irg-Vereins Ansprachen halten Wörter Raabe und Gebet mer Kimsistonalrat D Treptt. Eingeladen sind auch alle Eltern uid Gemfi nd'gfieder b-men das Wohl unserer Fugend am .eueren liegt

4- Wie wird dos Wetter? Die Druckstörnn- i aeu. die aus die Witterung einwitten. haben en Fntensität verloren. Auch an d»n nächsten > Tagen werden sie gering bleiben Es ist daber Vt erwarten daß d'e meist trockene Witterung weiter anbäb Die ^empera'uren werden tags­über bAi stärkerer Sonneneinstrahlung zi>emfich 1 warm sein, nachts gehen z ttick. Vorherige bis Sonntag abend: Wolkig bis Hefter, trocken, ziemlich warm, schwache Wind aus nordwestli­chen Richtungen. Unser U-Mttarbeiter beridr

Fortschreiten ber Teuerung.

Ein Markenbrot 400 000 Mark.

Die Teuerung nimmt zu. Gestern war ein stundenweises Erhöhen festzustellen. Die durch toeitere Verteuerung der Lebenshaltung ersor- derliche Erhöhung der Löhne im Bäckergewerbe sowie Erhöhung der Kohlenpreise machten für die kommende Woche eine abermalige H e r- vuftsetzuing der Brotpreise erforder­lich. Es kosten dann 1900 Gramm Roggenbrot 400000 X 1000 Gramm Weizenbrot 230060 X ein Gramm Brötchen 15 500 X und ein 90 Gramm Brötchen 25 000 X

unter den ni*t anwekend?« Kameraden fortge­setzt werden Da -'in» solche Ta'tt ungefähr brci- bunbert Millionen M!ark f oft et. wurd- der Wunsch zum Ausdruck oebrachsi daß auch Di'- ienigen uns' in dieser Angelegenheit mit G-ld unterstützen mögen, ber-n Angehörige bei b^r Marine gefallen sind. Herr Funker, Bernhardi- straße 12. wird die Betrage entamennebmen. Der monatlich-' Beitrag wurd auf 200 000 Mark ab 1. 10. festgesetzt Dann o hött i-d"s Pereins- mitglied der Sterbeunterstützungskasse an.

Auch die Zweiundochtziger

hoben beschlossen, am Auedenkmal eine Gedenk­tafel anzubringen und zwar für das aktive Re gimem, das Referve- und Landwehr-Regiment 82 und alle daraus hervorgeqangenen Forma­tionen gemeinsam. Die Zahl der Gefallenen «st aroß. Sie läßt sich in Zahlen nich' angeben Alle 82er wollen Spenden richten an Tapezierer­meister Schröder. Wolfhagerstraße 20.

Für eine Goldwährung.

Berlin, 8. September. (Privattelegramm.l Der Währungsausschuß des Reichstages hat sick gestern für eine Goldwährung erklärt, um die Defizitwirtschaft zu beschtigen.

Ale Großdanbeltzpreise.

Berlin, 8. September. (Privateleg ramm.) .Zufolge der Markverschlechicrung ber lehren Tage hat sich das Niveau der Großhandelsvreifx auf das 2981M)fache des FriedenSstandrs erhöht.

Die Alliierten gegen eine neve Wüvrung.

Paris, 8. September. (Privattelegramm.) DerTemps" meldet aus Koblenz: Tie In­teralliierte Rheinlandkommission wird eine neue deutsche Währun im besetzten Gebiet nicht zulasscn. Die Interalliierte Kom­mission hat sich informatorisch üiugehend mit diesem neuen deutschen Sanicrungsverfilch be­faßt. Die Zulassung einer neuen deutschen Wähnlng Im besetzten Gebiet ist auch von dem engt Oberkommissar nicht befürwortet worden.

Wieder ein IMlllardenraub.

Krefeld, 8. September. (Privat - Tele­gramm.) Hier haben die belgischen Besatzungs-. btchörden, nachdem sie erst kürzlich 500 Milli- arden Reichsbankgeld weggenommen hatten, abermals 415Milliardenbeschlag- nahmt. Die Wegnahme geschah in dem Augen­blick, als das Geld aus der Notendruckerei in Säcken bei der Reichsbank eingeliefert wurde.

Äm Sturm untergegangen.

Hamburg, 8. September. (Pttvat-Tels- gramm.) Der schwedische Nordseedamp- e rOscar" ist im Sturm der letzten Tage u n- tergegangen. Der Dampfer ist seit fünf Tagen überfällig. Er hatte 55 Mann Besatzung und mehrere Passagiere an Bord.

Die Äugkonttolle Im Westen.

Elberfeld, 8. September. (Pttvattelegramm.) Wegen ber langen Aufenthalte, die bei ber Kon­trolle in Vohw inkel notwendig werden, Hai die Elferbelder EisenbahndireWon einen neuen Fahrplan in Vorbereitung, bei dem wesent­liche Einschränkungen vorgenommen werden, n,>, bererseits aber auf die Kontrolle größere Rück­sicht genommen w-ird. Mit der Erreichung von Anschlußzügen kann unter den augenblicklichen Umständen in keiner 2Beise gerechnet werden.

Das Erdbeben in 3apan.

Rotterdam, 8. September. (Eigene Trahi- meldung.) Ein Telegramm der Times aus Osaka bestätigt, daß die Hauptstadt Tokio in einem Um­kreis von siebzehn bis achtzehn Quadratmeilen völlig zerstört ist. Die Zahl der Toten abzuschät­zen, ist noch ein Ting der Unmöglichkeit. Rach den bisher vorliegenden Meldiingen sind mehr als dreißig Städte und vierhundertfünfzig Ort­schaften der Erdbebenkatastrophe zum Opfer ge­fallen. Die Morningpost meldet, daß in T o - tio fünf Cholerasälle feftgefe4-* sind. Fn Vokohama hat die Cholera bereits grö­ßere Ausdehnuna genommen. (Siehe auch den Bericht in ber Beilage.)