Hessische Abendzeitung
•gwmmer 198. Einzelnummer 40OOP SSt. (Sonntags 50OOO)
Sonntag, 26. August 1923.
Einzelnummer 40000 DM. (Sonntags 50003) 13. Jahrgang,
Keine Lösung der Reparakionsfrage
Am KratzenberL
Sin Ovrrbvrgkrmeister toerBaftet.
Stallen hau fleh jurütf.
r,e' 4 ,üc die seile 10 Pfennige, für Reklamen SO Pfennige mal SSÄm' SHKelbsuWanb (jur Zeit 620 000) auf Fomiltenan,eigen un6 «leine t ° Sla*’a|i:• Sagbar innerhalb fünf Lagen vom Rechnungsdatum an, alles ein° fchlietzlech T-uerungs,Uschlag und Änzslg-nsteusr. Für Anzeigen mit bssonb-rs schwierigem SV!'*? Für die Richtigkeit "aller durch WpSÄÄn" a ® M80^7rfX?rt^*fa*ta^frtUn«ranälefann nt*‘ garantiert werden. Postscheck Frankfurt a M «WO. Lrua.ret. «chlachtooMr.RM.Geschäftsstelle/Kölnisch-Ztr./. Telephon Ml und 952.
Eine im Baukeben der Gegenwart besonders bekannte Persönlichkeit prägte gelegentlich unse. res Besuchs der Baufstitten Les neuen Westens 2rtt stolzen Satz: Auch Lu Ry, der größte aller Kasseler Bmnneister, kannte keine großzügigere Anlage schassen, wie die des Diedlungsprojckts zur Stadtballe, die eine der großartigsten ab- gchen wird, die in Deutschland überhaupt an» zutreffen sind ...!
Die Verräter an der Arbeit.
Süffelborf, 25. August. (Privat-Tele- grmnm.) Nach Meldungen aus Koblenz rufen bie rhemisckfen Separatisten unter Führung Dr. Dortens tu allgemeinen Volksversammlungen für die Proklamierung der rheinischen Republik zum 3. September ans. Dr. Dorren ist am Mittwoch wieder aus Paris zurückgekehrt und hatte am gleichen Tage eine lange Besprechung mit dem Vorsitzenden der Interalliirr- ten Rheinlandkommission in Koblenz.
Verlängerte Derkehrss»erre.
Paris, 25. August. (Eigene Drahtmekduna.) Rach einer Kavas-Meldung aus Düsseldorf ist die in der Düsseldorfer Zone bestehende allgü- meine Verkehrssperre wegen eines angeblichen Sabotageversuchs an einer Eifenbahmveiche bei Eller vom 22. August Mitternacht an bis auf weiteres verlängert worden. Sieben Führer rechtsstehender Parteien, die feiner« zeit nach dem Attentat in Dülleldorf verhaftet worden waren, sind, wie die Agenee Savas berichtet, ausgewiesen worden.
Ein neuer schönerer Westen dck Stadt Kasse! Nt. soeben im Entstehen. Unter sachkundiger Führung wurden gestern die Vertreter der Kasseler Presse in die Mysterien des draußen am Kratzenberg und an der Stadthalle Werdenden emgeweiht. Drei große Bauplätze sind dort von ren machtvollen Akkorden des Lieds der Arbeit erfüllt: Das ansteigende Gelände, das wie ein
Au« dem besetzten Gebiet.
Ausdehnung der Zollgrenze. lPrivat-Telegramm.)
Frankfurt a. M., 25. August.
Die Franzosen haben die Z o l l g r e n z e bis über die Strecke C amb er g-Eschh o f en - Limburg hinausgeschoben, sodaß die ganze Strecke von Höchsts über Idstein nach Limburg setzt i>. das besetzte Gebiet fällt. In den Eisenbahnbetrieb haben die Franzosen noch nicht eingegriffen, doch ist im Bahnhof Staffel bereits ein Fahrplan angeschlagen worden, in dem die Einrichtung einer direkten Linie Limburg-Höchst angekündigt wird. — Genchal Degontte erklärte, die Besetzung werde geändert, wenn die deutschen Industriellen sich überzeugen ließen, welchen Fehler sie begangen hätten, denn dar passive Widerstand werde feine Rückwirkung auf das Unternehmertum nicht verfehlen. ES fei widersinnig. Arbeiter zu bezahlen, damit sie nicht arbeiteten. Daß der passive Widerstand sich seinem Ende nähere, glaubt der Gcjneral daraus schließen zu können, daß die westfälischen Werte an der Börse höher im Kurse stünden als die schlesischen Wertpapiere. Auf die Frage, ob die Deutfchen vom Revoltegeist erfüllt feien, erklärte Degoutte, daß darüber kein Zweifel bestehen könne. Infolgedessen müsse Frankreich stets bereit fein, sich zu „verteidigen" (!). General De- Roufte gab dem Wunfche Ausdruck, daß gr mehsx Truppen zur Verfügung hätte.
Oberhausen, 25. August. (Privattele- gramm.) Der stellvertretende Oberbürgcr- meister WungerUH wurde gestern morgen aus emör Wohnung heraus verhaftet und nach Bredeney ins Gefängnis gebracht. £ie Verhaftung erfolgte auf Grund einer Beschwerde bet französisch-belgischen Eisenbahnregie.
Die Pläne sind jedenfalls sehr umfassend, mir kommt es daraus an, daß sie sachgemäß durchge» führt werden, daß der große Besitz nach Kräften herangezogen, aber der Schwächere entsprechend geschont wird. Bei allem muß der Grundsatz obwalten, daß die Gesamrwirtschäft un- gsstürt im Gang gehalten wird. Was etwa geschehen würde, wenn geschäftliche Unterneh- mungen, ganze Inoustriegruppen in ihrer Existenz gefährdet würden, das ist leicht voranszu- sehen. Davon haben wir in den letzten Tagen bedenkliche Anzeichen wcchrgenommön. Tie Arbeitskürzungen und Betriebsstillegungen ziehen üble Folgen nach sich. Wenn schon ein wirtschaftlich und politisch so wichtiger Ge« fchäftszwerg wie die Zeitungen in ganzen
Bezirken im Weiter-estehen gefährdet ist, dann ist das der Anfang vom Ende. Hunderttausende von Arbeitskräften würden die Zahl der Arbeitslosen vermehren und das Reich belasten, was zu neuen Fehlbeträgen in der Finanzverwaltung chhren müßte. Ze mehr Arbeitslose, desto größer die soziale Gärung. Deshalb liegt es auch im Reichsinteresse, daß die Privatwirtschaft möglichst im vollen Umfange aufrecht schalten bleibt. Denn Wirtschaft und Politik sind heute enger denn jemals mit einander verknüpft
K. F. D.
Fmchtlose Beratungen.
®er englisch-französische Notenaustausch.
(Eigener Drahtberichtll
Kaffrl-Weflend.
Die neuen Wohnbauten im Westen.
Englands zögernde Haltung.
London, 25. August. (Eigene Trahtmekduna.) Daily News berichtet: Hcndersen hat gestern im Namen des Vorstandes der englischen Arbeiterpartei den Premierminister über die politisch: Lage befragt. Die Unterredung mit Baldwin dErte fast eine Stunde. Der Premierminister erklärte, daß die französische Rote vom Kabinett als beachtsam beftmden würde nnd daß da? Kabinett hoffe, durch Verhandln n- gen die Zugeständnisse Frankreichs zu erwci- tern. Eine abschließende Stellungnahme bozüu- Uch der englischen Interessen an der Lösung der Ruhr- und Reparationssrage könne er noch nicht mitteilen.
*
Gegen den Danknotendruck.
SS dauert noch lange.
PariS, 25. August. (Eigene Trahtmekdung.) In ocr Presse und der Oeffentlichkeit herrscht bsr Eindruck vor, daß sich die Diskussion mit England über die Pomcarssche Rote noch lange Und vielleicht bis Oktober hinziehen werde, ©ne Konferenz der allierten Ministerpräsidenten sei unwahrscheinlich. In Frankreich bereite man ich auf eine Ueberwinterung der fron- zof ifchen Truppen an der Ruhr vor, woftir man im besetzten Gebiete R e q u i s i t i o- nen an Lebensmitteln nsw. begonnen habe.
Malsburgstraße zu, überragt von der bereits! fertigen Häuserreihe, deren romantische Anlage krld dazu sichren wird, daß man sic die Kratzenburg nennt und dann das steile! Berggelände zwischen der Stadthaüe und 'oct; Kaiserstraße, die nach ihrer Vollendung die' Stadthalle als Akropolis erscheinest läßt...
Diese Bauten sind das Werk der mrs drei bereits bestehenden Baugenossenschaften und der Stadt gebildeten Beamt en-Wohn ung s- bau-Gesellschaft unter der rührigen, im Genossenichastswesen erfahrenen und bewährten Oberleitung des Obersekretär Enderlein, die das Ziel verfolgt, so bald als möglich und so billig es heute geht, wenigstens einem Teil jener 1800 Je amten aller Kategorien Wohnung zu geben, j die in den Dringlichkeitslisten des Wohnungs- anftes eingetragen sind. Gegründet wurde die Gesellt chaftsnff eindringlichen Porschlc^ deS Regierungspräsidenten Springorum und sie erfreut sich der besonderen Unterstützung der Leitung des Wohnungsamtes, besonders deS Stadtrats Sautter. Gebaut wird gegenwärtig an den oben genannten Stellen imd zwar entstehen im Baublock zwischen Kölnische- und Augusta Viktoria- straße am Kratzenberg 44 Wohnungen, im Block zwischen Kölnischestraße, Augusta Viktoriastraße und Malsburgstraße 40 Wohnungen und im Rahmen des sogenannten Stavthallen-Projekts an der Kaiserstraße 54 Wohnungen.
Außerdem wird im Fnsanenhofgelände gebaut, an der Tiakonissenstratze, wo der Boden mit der Erde vom Sophie-Henschel-Platz aufge- tüllt wurde. Ausbauten erfolgen im Eisenbahn- dröieck von Kirchdittnvld usw. Insgesamt kommen 208 Wohnungen in Betracht, die bereits - bezogenen einbegriffen. Die drei großen Ban- blocks sind die Werke von Regierungsbaurat Kulme, Architekt Ernecke und Professor Hummel. Das, was wir gegenwärsig in Westen werden sehen, ist städtebauliche Hochleistung, besonders die in Verbindung mit dem Wohnungsbau in Angriff genommene Lösung der Aufgabe, die Umgebung der Stadthalle endlich würdig zu gestalten.
tingünftige Ausbeute.
P ^5 is, 28. Anglist. (Eigene Drahtme!dlMg.) Der „Marin" bereitet die Oeffentlichkeit auf eine ScLtete ungünstige Ruhrausbeute für August vor. Dem „Matin" zufolge habe sich der passive Widerstand im Airgust so ernstlich verschärft, daß leider auch für August mit k e i - n e r wesentlichen Erhöhung der Kohlenmenge aus der Ruhr gerechnet werden rönne.
London, 25. August. (Eigene Drahtmekdung.) "st berichtet, die englische Regierung haoe durch den ersten Botschaftsrat in Berlin dem Reichskanzler Dr. Stresemann den wohl meutenben Rat übermittelt, die deutsche Noten- preffr sofort und bevingungslos stillzulegen. Nur >ann würde c9 möglich sein, der Frage einer Festlegung der deutschen Reparationsvervflich- tuiigen endgiilttg näher zu treten.
Kasseler Neueste Nachrichtea
_____ Kasseler Abendzeitung " *— — - - **
' . Df- Häuser des ersten BanblockS oberhalb der Kaserne — zehn an der Zahl — streben am Kratzenberg empor. Es ist sichtbar solideste Bau- art. Dte Erdgeschosse entstanden aus Wilhelms, hoher Sandstein. Alle zehn Gebäude weisen
1 außerordentlich klare Ausmaße aus, oie Fenster- : oftnnngen sind fein abgewogen, Licht und Son- 1 ne ireien Einlaß gebend, und all das trotz der allerungünstigsten Straßenverhältnisse Verschie- dene der Häuser sind bereits eingedeckt. Die enthalten Wohnungen von 2 bis 5 Zimmern. Besonders in die Augen fallend ist der große Baublock, der sich diesem ersten anschließt und von der «Kratzenburgs überragt wird. In der Achse der wirklich nicht siirstlichen Landgrafen- itraße entsteht ein prachtvoller Treppenaufgang und eröffnet mit den flankierenden Gebäuden einen reizvollen Ausblick aus die grüne Hohe des altheiligen Kratzenbergs. Di: bis jetzt "dort erstandenen Häuser wurden erstaunlich rasch vorwärts getrieben. In kaum einem Mertel- lr.hr. Ten stolzestsn Eindruck macht die «Kratzenburg- die aus die Höhe gestellten vie, x-ouser mit einem Dutzend bezogener Wohnun- M; Der burgäbnliche Eindn-ck wird vertieft durch die gewaltige Untermauerung deS Lergabhangs mit Ouaderstefn und entzückende hölzerne Balkone. Keine Verzierungen sind beigegeben, allein die Form, der Stil machen den Klang des ßlanzen ans, das von grünen Flächen umgeben wird ... glückliche Leute, die hier woh. nen dürfen, die Licht und schönen Blick an vollen Zügen genießen! An der Spitze der Malsburg. 'traße baut die „Hessisch^ .Heimat- erstmalig in Kassel, nachdem sie bi Ger lediglich im Bezirk wirkte. Sic läßt hier drei Wohnungen erstehen.
London, 25. August.
K-Auteragentm meldet: Das britische Ka- binett halt die französische Note als geeignet für b^.,Lynr^e^uns des Meinungsaustausches Aschen den Alliierten und erstrebt eine ^rvlnduna der französischen Vorschläge mit den 3uBefiani>mff<!n der letzten deutschen Note. Dao britisch« Kabinett hat die weitere Erörtc- rung vertagt, bis das Gutachten der Sachver- ständigen vorlicgt. Dieses Gutackiten ist nicht vor Mittwoch der kommenden Woche zu erwar- leu, — Der „Temps" meldet aus London, daß nach Informationen der Reuter-Agentur vor ^dch.uuf von acht bis vierzehn Tagen lein u?U— osftzicllcr 4-chritt der englifchen Regierimg zn erwarten fei. Dic Prüfung der französischen Rots werde inzwischen fortgefetzt.
Die WliMaftsMse.
Kommt eine Wendung s
Wenn der Regierungswechsel einen Zweck ge- Vavt haben soll, dann erwartet man eine Besserung der Lage. Es fragt sich nur, ob das Kabinett Stresemann die Riesenkraft ausoringen wich, die gchvaltige Leistung zu vollbringen. Das Kabinett hat natürlich das nötige Selbstvertrauen unv sowohl Herr Stresemann als auch Herr Hilsevding haben versprochen, mit scharfen Maßnahmen wenigstens innenpolitisch soviel zu erreichen, daß eine Stabilisierung der Mark und damit der Wirtschaftsverhältnisse eintreten wer-
Soll das wirklich der Fall sein, dann müssen die Maßnahmen schnell geschehen, denn sonst rasen Geldentwertung und Teuerung weiter bevor noch ein Einhalten möglich ist. Wie bcsorci- einbriS uns«- Lage ist, haben ja besonders e^ndnngllch die letzten Lage vor Augen geführt. D. gestern veröffentlichte Rede des Reich«- ftnanzmimsters Dr. Hilf erd ing, die » im Haushaltsausschuß gehalten hat, war ein flam- mendes Warnungszeichen. Das Bemerkenswer- - a” i6t t”ar die klare Erkenntnis des deut- und der geplante Weg, der “"X“3 b\r ®irrni* herausführcn soll. Die ictnh'hX8 beT nn(ftpn wirkt erschüt-
X i,mt Beispiel sich vergegenwär-
ttsst, daß das R e t ch nicht nur mit feinen e i o e- «en übermäßigen J“3 tft, sondern auch die Fehlbeträge oer Län- ntl£n1!itotn®CmC'ttl’en utit überneh- nit5t ber Znsammenbrnch der
Verwaltung erntreten fall-. Bczeich- ne.id ist es, daß das Reich einen Teil der Lohnerhöhungen nt der Reichsdruckerei und den übrigen Rotendruckereien, also privater Untcrn h- Gehiftter "fämM?' 2?* n£K6 ein Teil der s^wtlicher gemetnnütziger Anstalten famtl.cher Furforgeanstalten und die Erwerbs- o,cnunterstützung dem Reiche zur Last fällt i
,?t unüberfehbar geworden,' nab Hilferdmg unumwunden zu Unb hie Sin- S’i«! «« enisteht zwanoSlaiifig die von Tag zu vaa
"XTn ntit iT,m Noteninflation. , . - 0 EFan” e§ nicht weitergehen. Em AuSwea soll gefundcht werden, wie Hilserdina fno# w- sptelsweise durch gewisse Ste u er e r h ö h u n- fcina/Xf 'm« ®$tt'Uern- Er verkennt affet. JJÄ .e$ «erade in diesem Monat ein
f Zusammentreffen war, daß der Zeichnungstermin der Anleihe und der FäMg-
+ 1 zufammenlagm,
M dw Unternehmungen zu sehr belastet tvnr- und^unter Betriebsmittelknapp- U"b Geld mangel zu leiden hatten, ffndereneits halt er diesen Geldmangel für gut, r $ ^ Devisenspekulation eingedämmt orben fei sxcfeir Sügik kann man nicht ohne Emmen, denn die daraus entstandene rtschaitliche und soziale Unruhe ist keineswegs geeignet, das Vertrauen zur neuen Fi- nanzpolttik zu fördern. Richtig ist dagegen, daß die timanzverwaltting dafiir sorgen muß, sich einen D e vr se n fo n d zu schaffen, mit dem sie .'"be" Devisenmarkt eingreifen kann ich auslarwische Lebensmittel zu kaufen in der Lage ist. Die Wirtschaft soll also diese Devisen ,ur Verfügung stellen, u. es ist zweifellos, daß in manchen Kreisen sehr bedeutende Mittel sich be- iindeü, die besser das Reich zum Nutzen der Ge. samtheit wird verwenden können. Damit ist auch das Problem der WertbestSndigkeit verknüpft, das durch Einrichtung von Go'dkon- ten und Krediterweiterung alsbald in Angriff genommen werden soll
Paris, 25. August. (Eigene Drahtmeldung.) Ter Temps meldet, daß eine Abschrift der für ngland bestimmten Note in Rom überreicht t NuS den Aenßeriiugen Mussolinis zu dem ranzösischen Botschafter fei zu entnehmen, daß eine Gegenaktion von Rom aus in der Ruhr, und Reparattonsirage nicht mehr drohe.
Die höheren Bahntarife.
Einführung wertbestLndrgc» Gebühren.
(Privat-Telsgi-imm.)
Berlin 25. August.
Wie in einer Berliner WerkstäLtenversamm - lnng der Betriebsrat bekannt gab, werden an-, 1. September nochmals die Gütertarife und om 6. September die Perfonentarjfe erhöht. Ende September follen alle Bahntarife Weltmarktparität erreicht haben, wodurch di: Eisenbahner das Recht erhielten, so fügte der Betriebsrat hinzu, auch für sich Friedenslöhne in Goldmariwährung zu fordern Tiefe Forderung würde man ernt, im Weg: cmrs allgemeinen Arbeiterstreiks zur Durchfüh- nmg bringen. — Die P r rf o nen - Beförderungsgebühren werden von Anfang September ab in Grundpreifen feftgetegt, die jeweili- gen Erhebungsbetrage werden durch B e r v i e l-
"ner (noch brkanntzugeben- den) Schlüffelzahl gewonnen. Die kilo- metrischen Grundpreise sind festgesetzt für 1. Klasse auf 19,8 ^(Mindcspreis 1,80 JK), 2. Klas, s« «'s 9,9 A *0,90 .«), 3. Klaffe'auf 3,3 A (0^0 4. Klaffe 2,2 H (0,20 .«). Der Grundpreis der Schnell,zugszufchlagkartcn beträgt für 1., 2 und 3. Klaffe in Zone 1 z M, 1,50 M und 0,50 M 3°»« 2 6 i,3 M und 1 in Zone 3 9 4^0 M und 1^0 M. Der Preis der Mo n a t s- karten wird nach 20 Einzclfahrten, der SchÜ- lermonatAkartcri nach 10, der Wochenkarten nach o Ginzelfayrten berechnet. — Die Gepäck "iz—■ wiuiwt, «w wie em
frucht beträgt 0,85 M für 1 Kilometer und 10 5.'^s .Horn sich bis zum neuen staatlichen Kilogramm, als Mindestgebühr werden 60 Elektnzitatsamt an der Kölnischen Allee und der berechnet. Die Expretzgutsrncht entspricht rote ^'gusta Viktoriasiraße oberhalb dör 83er-Ka« bisher den um 60 Prozent erhöhten Eilgntsät- ^orstreckt, ein Block etwas weiter nach der zen; Mindestfracht und Aufrnndimg erfolgt wie ... «<.------- - • -
int Güterverkehr. Auch alle übrigen int Personen- und Gepäütarif enthaltenen sonstigen Ge- l-ühren werden auf Grundgebühren znriickge- nhrt, die Äsdann mit der jeweiligen Schlüsselzahl vervielfacht werden müsse«.
•ne i'-ancler ->eueuen Sladjrichten eclcb-In-u wöchentlich iechsmul uis /war und™ . “ementsp«l« beträgt für die zweite Hävte Suguft 4ÜOOOO
tu. H-u , in her Geschäftsstelle abgeholt SSSOOO Mark. Aestellunaen werden ieber?e!t'™’fr^3 genommen. Aerlaz un» RedaMon: Schlachtboistrab- 28/30 ».rum»»!, »
951 unb Sar. stur unverlangt eingesandte Beiträge kann die' Redaktion
roortuns oder Gewahr in keinem stall- übernehmen. Rückzabluna des SiLtXi obet Ansprüche wegen etwaiger nicht ordnungsmäßiger Lte^rung auSgeschlEn