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Kasseler Neueste Nachrichten

Kasseler Abendzeitung Hessische Abendzeitung

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Nummer 197. Einzelnummer 40000Mk. (Sonntags 50000) Sonnabend, 25. August 1923. Einzelnummer 40000 Mk. (Sonntags 50000) 13. Jahrgang.

Scharfe Maßnahmen zur Zinavzbeffernng.

Sointore und Baldwin

st dem Stock zu verkaufen Käufer des Holzes sind '-|biS jetzt nur ausländische Firmen. Während die

(Privat-Lelegrammf

gen einer beschleunigten Einberufung der inter­alliierten Premierminister zu einer Besprechung

Am Frankreichs Antwort.

Die Auffassung in England und Italien.

Praktisch genommen, verschiebt die französische Antwort die Lösung der Ruhrfrage ins Un­absehbare. Bei allen beachtenswerten fran. zösischen Anregungen kommen wir aus diesem WeM kaum vor ein bis zwei Jahren zum Ziele. Bis dahin muß Teutsckssand längst zusammcnge- brochen sein. Wenn die Regierung Dtresemunn stürzt, dann gibt es nur noch zwei mögliche deutsche Regierungen: eine Rechtsdiktatur sdcr den Moskauer Bolschewismus. Dar­über muß sich die Regierung Baldwins klar sein.

von Goldkonten bei der Reichsbank durchzufüh- len. Diese Maßnahmen sind, wie der Reichs- finanzministcr ausführte, natürlich nur der erste Schritt, um die deutsche Währung vor weiterem Verfall zu bewahren. Außerdem mutz für spä­ter mit der Schaffung von neuen Steuern beziehungsweise mit der weiteren Erhöhung der bestehenden Steuern gerechnet werden.

Berlin, 24. August.

Nach Meldungen der Morgenblätter aus Lon. don steht die Einberufung des Obersten Rates bevor. Vou dem Ergebnis der englisch- französischen Vorkonferenz wird die Entscheidung abhängen, ob das englische Parla­ment vor dem 13. November zu einer Sonder­tagung Einberufen werden soll. In Londoner unterrichteten Kreisen verlautet, daß die englische Regierung mit großem Interesse der bclgifd#en Note und den bevorstehende« Erklärungen des

f^nreniie durch die Industrie.

Berlin, 24. August. (Privattelegramm.) Wie wir erfahren, hat in den Besprechungen mit dem Reichskanzler die deutsche Industrie insgesamt bis 200 Millionen Goldmark für den Devisenfonds des Reichs übernommen.

Wie bekannt, sind die Feinde dazu übergegan­gen, in den von ihnen beschlagnahmten Statts- forften, unbekümmert um die bestehenden Wirt- schaftspläne, das wertvollste Holz, namentlich Nadelholz, zum Selbsthieb durch die Käufer auf

Wie Voincar« unterstützt wirb.

Paris, 24. August. (Eigene Drahtmeldung.) Daily Mail melden aus Paris: Am Mittwoch haben 28 Generalräte Frankreichs der Politik Poinrares zugestimmt. Nur aus Lille und Marsaille werden Protestbefchlüffe der General, röte berichtet. Die Stellungnahme der General- räte stärtt die Stellungnahme Poincarös gegen Deutschland und auch gegen die Allierten und läßt ein Einlenken des französisschen Premier- Ministers als ausgeschlossen erscheinen. Auch die Generalräte her rein sozialistischen Depar­tements haben sich für die Poincarssche Ruhr- Politik erklärt, so in L Y 0 n und Lille.

Paris, 24. August. (Eigene Drahtmeldung.) In maßgebende,r französifchen ©reifen wird er-

matorische Aussprache handeln. Gerüchte über eine bevorstehende interalliierte Konferenz wer­den an hiesiger maßgebender Stelle dementiert.

klärt, es könne sich bei einer Zusammen­kunft zwischc.t Poinears und Baldwin, deren Zustandekommen wahrfchcinlich fei, keineswegs um ein» Konferenz, sondern nur um eine insor-

Goziaibemokratische Äustlmmung.

Berlin, 24. August. (Privattelegramm.) DerVorwärts" äußerte sich heute zur Erklä­rung des Reichskanzlers über die Notwendigkeit diktatorischer Maßnahmen in folgender Weise: Wir sind für eine Diktatur, die uns aus dem Elend heraußbringt und die sich auf das Parlament stützt. Diktatur in diesem Sinne ist nur die Durchführung der Verfassung."

Diftrrioris^e Machtmittek.

Berlin, 24. August. (Privattelegramm.) Das Reichskabinett trat geftern nachmittag wie­der unter dem Vorsitz des Reichskanzlers zusam­men, ,!m die endgültige Formulierung der ange­kündigten Notverordnung vorzunehmen. Nach derB. Z." hat dir Reichskanzler bei dem gestrigen Empfang der Parteiführer unter an­derem erklärt, wenn auch die Reichsregierung die Diktatur ablchne, so werde sic vor ihrer A n - Wendung innerhalb der Grenzen der Berfas- t»ng nichtzurückschrecken, um jede Sabo. tage ihres auf die Ordnung der inneren Verhält­nisse gerichteten Programms zu unterbinden. Reichskanzler Dr. Stresemann wird seine angekündigte große politische Rede am heutigen Freitag bei Gelegenheit eines Essens halten, zu dem er vom deutschen Industrie- und Handelstag geladen ist. Damit bricht Dr. Stresemann mit der alten Ueberliefcrnng, daß derartige wichtige politische Reden während der Ferien des Reichs­tages nur im Hauptausschnß oder im auswär­tigen Ausschuß gehalten werden.

England antwortet nicht amtlich.

London, 24. August. (Eigene Drahtmel­dung.) Wie Reuter gestern abend belichtete, ist eine amtliche Aeu ßerung der engli­schen Regierung auf die französische Note nicht in Aussicht genommen. Die Beratun­gen - der Sachverständigen toürbyt etwa zehn Tage in Anspruch nehmen.

Ausweisung und Milliarbknroud.

Münster, 24. August. (Privattelegramm.) In Münster sind gestern wieder 220 Eisenbah­ner und Beamtenfamilien aus dem besetzten Gebiet eingctroffen. lieber die Rlfeinbrüüe bei Mannheim sind gestern 110 Ausgewiesene trans­portiert. Im ganzen besetzten Gebiet zeigt sich eine erhöhte Aktivität der Besetzungsarmee ge­gen Beamte und Eisenbahner. In Cleve wurde gestern ein ReichSbanktranspvrt von 86 Milliarden Mark beschlagnahmt. Auf­rufe der Besatzungsarmee fordern erneut zum Eintritt Arbeitesloser in die alliierte Regie auf unter Zusicherung doppelter Löhne in Fran'en.- währung. Wie gemeldet wird, haben die Be- fatzungstruppen gestern in Mainz 84 Milliar­den deutsche Mark, in Werten 50 Milliarden, in Ludwigshafen 40 Milliarden in Sin- dau 8 Milliarden und in Speyer 736 Mil­lionen beschlagnahmt.

Holzraub der Feinde.

Franzosen plündern deutsche Wälder.

3« de» Swiidtgiingen, die uns bte feind - ltche Besetzung bringt, gehört aueh da« Unbern deutscher--aatsforstcn durch bi«

Franzosen. Man schreibt uttci d.rüber:

I wo das wertvollste Holz steht

: und daß dadurch bisher geschützte Bestände scho- : nungslos der Einwirkung der Stürme ausgesetzt . werden. Wenn der Raubbau der Feinde in demselben Maße weiter geht, tote er jetzt begon­nen hat. so wird die unausbleibliche Folge die sein, daß der Wald mehr oder weniger verschwin­det und daß an die Stelle zutoachsreicher. bofs- nungsfreudiger Bestände Oedlandsflächen treten, die der allmählichen Verheidung verfal­len. Jedem Laien ist es bekannt, welchen Ein­fluß der Wald auf Klima und Vegetation aus­übt. Wo eine angemessene Bewaldung vorhan­den ist, werden die Temperaturextreme ausge­glichen. Das dadurch hervorgerufene mehr gleich­mäßige Klima begünstigt in ganz erheblichem Maße den Anbau der zu unserer Ernährung so dringend notwendigen Nährpflanzen und der von unseren Viehbeständen benötigten Futter­mittel. Ein pfleglich behandelter Wald ist von der größten Bedeutung für eine geordnete Was­serwirtschaft. In solchen Gegenden dagegen, wo Entwaldungen in größerem Umfange stattgesunden, stürzen die Wassermass en ungehindert von der Höhe in die Täler, die fruchtbare Ackerkrume an den Hängen weg- reißend, ungeheure Sand- und Geröllmassen in den Tälern äblagernd. Wer sich über die da­mit im Zusammenhang stehenden trostlosen Zu­stände ein anschauliches Bild machen will, der braucht nicht erst nach Italien, Griechenland, Spanien zu reifen, sondern der findet ein sol­ches Bild- im eigenen Vaterlande. Eine war­nende und eindrinjssiche Sprache redet die Ge­schichte der Eifel, auf deren Staatswaldungen die Feinde es in erster Ltnie abgesehen haben. Nach dem übereinstimmenden Urteil der Ge­schichtsforscher war im Mittelalter die Eifel ein in hoher Kultur stehendes Land. Noch heute sind die vielen Burg- und Klvsterruinen die stummen Zeugen eines früheren Wohlstandes. Handel und Wandel blühte, das Land ernährte seine Bewohner ausreichend. Erst

durch die planlose Entwaldung

des in früheren Zeiten waldreichen Landes, be­sonders in den Kriegen Ludwins des Vierzehn­ten, während der französischen Revolution und in den Kriegen Napoleons, ist die Eifel von ihrer hohen Kulturstufe gestürzt worden. In ein­gehenden Berichten, die sich mit dem Kultur- zvstand der Eifel befassen, ist ausdrücklich fest- gestellt. daß lediglich durch die Entwaldungen dort klimatische Verhältnisse entstanden sind, die

Die Gefahr her Besetzung.

Folgen der französischen Gewaltpolitik.

(Eigener Drabtherichtä

Düsseldorf, 24. August.

Im Ruhrgebiet sind Gerüchte verbreitet, wo­

nach die Franzosen die A u s d e h n u n g der Besetzung auf das Siegener Land be­absichtigen. Eine Reife des Generals Degoutte an die Ostgrenze des besetzten Gebietes wird mit diesen angeblichen Absichten in Verbindung ge­bracht. Die LondonerTimes" schreiben:

der Vegetation verderblich wurden, und mit der immer mehr sich steigernden Armut die Bewohner zur Auswanderung zwangen. Eine Denkschrift aus dem Jahre 1853 bezirbste den Bestand an Oedländereien in der Eifel auf 228 753 Morgen. Die Verbälmisse änderten sich erst, als dank der tatkräftigen Unterstützung des ereußischen Staates die Wiederbewaldung der Sifel zielbewußt und energisch durchgeführt wurde. Dieselbe Gefahr der Verödung und Ver­armung infolge der Äbschlachtung und Zerstö­rung der Wälder durch unsere Feinde droht von neuem der Eifel, aber nicht ihr allein, sondern

Besserungs-Versuche.

Die neuen Maßnahmen zur Finanzregelung. (Eigene Drahtmeldung.)

Berlin, 24. August.

'Zur Rede des Finanzministers Dr. Hilfcr- ding (siehe zweite Seite) ist noch zu berichten: Die vom Kabinett beschlossenen Maßnahmen lau­sen aus die Schaffung eines Devisen- f 0 n d s hinaus. Es wird eine Verordnung er­gehen, nach welcher für je zehntausend Mark Beitrag der Zwangsanleihe zur Verbilligung der Brotversorgung für je eine Goldmark fremde De- risen abgeliefert werden müssen. Wer nicht im Besitz von Devisen ist, hat eine eidesstattliche Er. klärung abzugeben. Es kann für diefen Fall für je eine Goldmark der entsprechende Betrag in Papiermark gezahlt werden. Der Steuerpflichtige erhält als Gegenwert für die abgelieferten Devi­sen refp. Papiermark zum Tageskurse den glei­chen Betrag der Goldanleihe. Außerdem stehen Maßnahmen bevor, die darauf abzieleu, die Ein­richtung wertbeständiger Kredite und

Lim die «Kolbanleide.

Koblenz, 24. August. (Privattelegramm.) Me derTemps" meldet, Hut die Interalliierte Rheinlanlckommission in Koblenz am Dienstag die Beratungen über ein Verbot der deutschen Ewldanleihe im besetzten Gebiet begonnen. Ruf Antrag des englifchen Oderkomissars fei zunächst ein Rechtsgutachten über die in Betracht gezogenen Artikel des Bersaizler Ver­trags eingefordert morde«.

Keine Aendemng

Poinearss Bedingungen.

bisher bei der Staats sorstverwaltung beschäftig­ten Arbeiter trotz verlockendster Aussichten es zum größten Teil abgelebnt haben, bei der Wer­bung dieses vor dem Einschlag verkauften Hol­zes mitzuwirken, haben sich verwerflicherweise leider andere deutsche Arbeiter bereit­gefunden, in den Dienst der Franzosen bezw, der französischen Firmen zu treten. Ein solches Verhalten muß, abgesehen von feiner, strafrechtlichen Seite, Entrüstung und tieffte Em­pörung auslösen. Ungeheure Werte sind es, die durch die Mitwirkung solcher Vaterlands­verräter unseren Feinden in die Hände ge­spielt werden. Handelt es sich doch nach den bisher eingegangenen Nachrichten um Verkäufe von rund 150000 Festmeter, an deren Einschlag, wenn die Verhältnisse so weiter gehen, kaum noch zu zweifeln ist. Dieser brutale Eingriff trifft die Staatsforstverwaltung umso härter, als zu der auf dem Stock verkauften Menge noch die­jenige Holzmenge hinzukommt, die aus Grund der ordentlichen Hauungspläne ganz oder zum größten Teile von der Staatssorstveowaltung im laufenden Wirtschaftsjahre eingeschlagen worden ist. Dabei ist außerdem zu bedenken, daß bei dem Einschläge des auf dem Stock bertaitften Holzes ohne Rücksicht auf Hiebsfolge von den Feinden lediglich dort gehauen wird,

Die französ i s ch e Note an England hat bas Rätsel gelöst. So gelöst, wie man es eigent­lich in Deutschland immer voraussah: Auch jetzt hat England bei Frankreich nichts er­reicht. Poinears bleibt der Alte, der Unwan­delbare. Er denkt nicht daran, mit England über sein Recht, ins Ruhrgebiet einzumarschieren, zu diskutieren. Vielmehr sucht er England zu schla­gen: Wenn ihr sagt, es sei nicht mit dem Ver- willer Vertrage vereinbar, wie konnte da Lloyd George wiederholt gegen Deutschland die Drohung gebrauchen, wenn es sich nicht füge werde das Ruhrgebiet besetzt. Wie konnte er dann sogar seine Zustimmung zu der Besetzung von Düsseldorf, Duisburg und Ruhrort geben? Gewiß, diese Gegenfrage ist berechtigt. Aber Poinears übersieht, daß die Engländer inzwi­schen an ihre Brust geklopft und zugeaebeu ha­ben: Wir haben eben einen Fehler begangen der jetzt gutgemacht werden soll, nachdem der Rechtsstandpunkt klar liegt. Und England wird immer wieder von Poinears hören: Kommt jetzt nicht mit dem Recht, wo ihr es auch beugen woll­tet, wenn es euch recht war. Er wird sicher, wenn er sich des sogenannten Rechtsbegriffes, den die Engländer ausgestellt haben, nicht mehr erwehren kann, zu der Behauptung die Zuflucht nehmen, die jetzt schon in Pariser Zeitungen austaucht: Recht i st. w a s notwendig ist." Und Po- inearö hält die Besetzung der Ruhr heute noch mr notwendig, denn er sagt in der Note an Eng- iand, die Besetzung war nötig, um die deutsche 3ahiungSfahigEett fest: ustellen. Eine eigenartige Feststellung, aber im Poinearsschen Geiste sehen die Dinge eben anders aus als bei normalen Meirichen. Er gibt zu, Deutschland könne jetzt nichts zahlen und will ein Moratorium gewäh­ren. Daß die völlige Zahlungsunfähigkeit die Folge seiner Gewaltmittel gewesen ist, wird die Welt von ihm nicht hören.

Er will aber das Moratorium nur gewähren, wenn die Reparationsfrage klar liegt. Deutsch­land soll fünfzig Goldmilliarden zah­len, davon sechsundzwanzig Milliarden an Frankreich. Es ist nicht nötig, daß noch Sach­verständige hier herumprüfen. Poinears weiß allein Bescheid. Die Garantie, bte er aus­stellt, verlangt die Ueberfübrung der Bahnen links des Rheins in den Besitz eines Konsor­tiums. Er will weiter deutsche Bergwerke enteignen und sie in die Hände franzö­sischer Kapitalisten geben. Deutschland .oll die Sachlieferungen fortsetzen. Jic Zölle sollen in Gold gezahlt und den Alliier­ten z»geführt werden. Ein Teil der deutschen Devisen soll in die Hände der Alliierten wan­dern. Die Ruhrbesetzung scheint für Poinears eine Nebenerscheinung. Aber wenn Deutschland den passiven Widerstand einstellt, will er sich dazu bergeben, dieunsichtbare Besetzung" durckzufüb- rcn. Deutlich keuchtet der alte Geist, der nichts, aber auch nichts nachgeaeben hat. Trotz aller eng­lischen Noten und Bemühungen. Mit Recht sagt der amerikanische Schatzsekretär Mellon, der sich Europa beschaut bat: Vorläufig bestehe keine Möglichkeit zur Beilegung des Ruhrkon- slifts. Die Aussichten einer baldigen Regelung ter Reparationsfraae seien sehr ungünstig. Und er hat recht: Nach dieser neuen Note Poinearss ist nicht daran zu denken, daß so bald die Ver­nunft Sieger wird, nickt daran ,u glauben, daß es England fertig brächte, Frankreich eines an­deren zu belehren.

Vor einigen Tagen schrieb der .Manchester Guardian", solange die gegenwärtige franzö- si'che Kammer bestehe und Poinears am Ruder sei, sei eine wirkliche Aenderung der französischen Politik nicht zu erwarten. Mer nur eine Aen­derung dieser Politik kann Europa den Frie­den, kann die Regelung der Reparationsfraae dringen. Das wird man immer deutlicher auch in England erkennen können. Für klar denkende Menschen besteht kein Zweifel darüber, daß wir die Reparations- wie überhaupt die SchicksalS- srage Europas von dem politischen auf das wirtschaftliche Gebiet übertragen müssen. Damit wird allen Teilen am besten gedient. Vor­läufig freilich beherrscht Politik im rabiatesten Sinne und ohne Beachtung der wirtschaftlichen Lebensfragen des eigenen 'Volkes die Stunde, und es scheint, als seien noch nicht genug Ovfer gebracht, um hier eine entscheidende Wendung l'erbeizuftihren. Wir in Deuschland sind uns schon lange darüber klar, daß ein schrecklicher Winter bevorstsht. Freilich haben wir die Ge­wißheit, daß er nicht nur in Deutschland tiefe Spuren hinterlassen wird, sondern auch die Not In Frankreich sich zur Empörung der breiten. Masse steigern muß. Und wenn dann im Früh- kbr die französischen Wahlen stattftnden werden, ist wohl anzunehmen, daß die Poinears-Kammer i'ieb ihr Meister den Abschied vom notbeladenen französischen Volke erhalten. Die Politik Poin- i .arös und seiner Kammer ist die beste Vorberei­tung für die französischen Wahlen. Gegner die­ser Politik haben nicht nötig, noch eine beson- '

treiben Poinears bestimmt,deutschen Reichskanzlers entgegensche. - Römi- selbst die Zeit seiner Erfüllung. Aber so lange fd)ert Nachrichten rukolae bat die frantüfitote er noch am Ruder ist. werden wir feine unr>er= J/ ' -"acyncyren zufmge yar Die s.anzostfche sehnlichen Reden und seine Roten nach dem Antwort an England in Rom einen geteilt neuen Muster hinnehmen müssen als Lückenfül- ten Eindruck gemacht. Das römische Kabi- sich Äft^t1ee$m58uSt%e>i£ Angehend mit den Borbereitun-

gräbt. B. P,