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poincares unversöhnliche Haltung

Sunos Botschaft an (Amerika.

® e r H n, 16. Su?.. (Eigene Dr-iHM^rdung.) Reichskanzler Dr. Cuno wendet sich in einer an >rn Präsidenten Harriman von der United Amerika» Line gerichteten Botschaft an das anrertkanischeBolk und spricht darin die Poffnung aus, daß die Völker von Anierika und Deutschland sich in wechfclseitia-r wirtschaftlicher Arbeit zusnmmeusckließen. Den Anlaß zu dieser Botschaft bildet die morgen erfolgende A»- kunft des neuen Dampfers Albert Ballin

Die 25ro*tw<orfiunii.

Eine Abgabe vom Vermöge« verlangt.

Berlin. 16. Just.

Durch daS ss^esetz zur Sicker'-na der Brotser« "orguna im Wirtschaftsjahr i9*2" -?4 vom 23. Suni 1923 fällt die öftentticke Bra^verloraung mit dem 15. September *23 fort. Um dem be» dürfsigen Teil der Be>völk-r"ng den Bezug von Brot auch weiterhin zu erleichtern, sollen die be- sitzenden Klassen

eine Abgabe vom Vermögen entrichten, die in zw'i Teilbeträgen am 1. Angus? 1923 und am 2. Jamwr 1924 ,u zgblen ist. Diese Mgabe soll gnmdsätzl'ch in einem Vielfachen der e?wangsanleche besieben. Den AusgangSvnnkt bilde' dabci da? Sechsfache, allo für jede Teil­abgabe das Dreifache der Zwangsanleibe. Wenn

Weise verletzen konnte. Er hat allerdings (unt das klingt immerhin wie eine ernste Mahnung an Frankreich) nochmals das Gefährliche b." Ruhrattion deutlich gekennzeichnet und da gleichzeitig auch zu verstehen gegeben, daß in Interesse ger ganzen Welt und jedes einzelne der Alliierten jetzt schnell gehandelt werden muf Und da wird es sich zeigen, ob England trat der gebotenen Aussicht auf weitere Verhandlun­gen zwischen Paris, Brüssel, London und Ron aewillt ist, Herrn Poincarö einen neuen grüße reu .Zeitraum für seine Verzögerungstaktik zu gewahren. L.

"en Alliierten fordert, der am 2. Januar vor »em Einmarsch in das Ruhrgebiet bestand. Lloyd Äeorge griff aber auch Deutschland an und sagte, oie Ruhrbesetzung und der Zusammenbruch der Konferenz in Genua wäre nur möglich gewesen ourch das deutsche Sonderabkommen mit Rußland, das die Konferenz sofort ge­sprengt und Briand nach Paris gerufen hätte, vo er von Poinrars gestürzt worden sei. Dieses Sonderabkommen sei einer der größten deutschen ehler gewesen. Es habe Deutschland nicht einen Pfennig Vorteil gebracht, dafür aber eine neue Kriegsgefahr in Btitteleuropa heroorgerufen, ötoyo George sagte: Unsere Forderung an die Alliierte«, das Ruhrgebiet zu räumen, mutz als Vorbedingung zur weiteren gemeinsamen Be­handlung der Reparations-rage bekannt gegeben, tvrrden. Lloyd George sagte weiter, die neue Woche werde auch über die Groß Machtstel­lung Englands entscheiden.

der zu erholen und würde sich dann gegen einen besiegten Feind in unerbittlicher Weis: vergehen Im Frkedcnsvertrag, fuhr Po'ncars fort wurde uns Vie Rückerstattung unserer Schulden bei unseren Verbündeten durch Deutschland und Garantie für unsere Sicherheit versprock>en. Das Versprechen ist von unseren Alliierten nicht gehalten worden und für die Wiederherstel­lung unserer zerstörten Gebiete ist nichts ge­schehen. Schließlich haben wir keinen anderen Ausweg mehr gesehen, als zu Zwangsmaßnah­men und Pfändern zn greifen. Deutschland hat den passiven Widerstand organisiert und uns g e - zwungen. den Druck immer mehr und mehr stärker zu gestalten. Unser Voraeben ist uns von den LebenSintereffen Frankreichs diktiert.

Dle Wervuna um Knaland.

Paris, 16. Juli. lPrivattelegramm.) Nach weiteren Meldungen führte Poincarö in seiner großen politischen Rede in S-nlis noch folgendes aus: Ich bin immer ein treuer Anhänger der französisch-englischen Allianz ge­wesen. Niemand weiß besser als ich, daß auch nur ein leichter Schatten vorübergehender Trü­bung unserer Freundschaft sofort be­seitigt wurde. Diese Freundschaft habe ich immer so aufgefaßt, daß sie die Gleichberechtigung bei­der Völker sichert nnd bei dieser Glrickberecktz

^omcored Gegenstoß.

Alte LLgenmaren. Europas FrsedenSenge'.

(Eigener Drahkberichi.j

Paris, 16. Juli.

Bei der Einweihung eines Kriegerdenk­mals in Senlis hat Poincars gestern wie­der eine seiner bekannten großen politischen Re­den gehalten. Die gestrige Rede Poincarzs wird als Antwort auf die Erklärungen Bald­wins bezeichnet. Der französische Ministerpräfi- dent sprach wiederholt von den Verbrechen der Barbaren und bezeichnete Deutschland er« mut als alleinigen Urheber des verbreche­rischen Krieges. (Diese durch unantastbare Dokumente tausendfach widerlegte Lügenmär wagt der größte politische Pharisäer der Welt­geschichte seinem verblendeten Volke immer aufs neue auszutischen. D. Red.) Frankreich habe kei­nen Grund, einen Zusammenbruch Deutschlands zu erstreben, schon deshalb nicht, weil es Gläu­biger Deutschlands sei, aber dieser Schuldner Deutschland sei in der Lage, sich sehr schnell wie-

Ernste Stunden.

Die englisch.französtsche Freundschaft.

tigun" den einzelnen Völkern d>e Freiheit ihrer Politik überlassen bleibt. Ich weiß, daß unter- Verbündeten ebenso ehrlich sind wie wir. und ich weiß auch, daß sie deshalb, wenn sie mir ex'1 über die Tatsache nackd-nken, un- reckt ge­ben werden. WaS wir verlangen, ist die R-- fveMerung der gegenseitig znaesicherten Bersvre- chunaen. Indem Frankreich seine eigenen In­teressen verteidigt, übt eS auch die Berteidi- gnng der Interessen seiner Alliier, ten aus. indem eS die vertraglichen Vorteile aufrecht erhält und ihre Aufrechterhaltung er­zwingt. Damit erhält Frankreich den Frieden (!) und arbeitet für die gesamte Menschheit. Die sozialistische Arbeiterschaft der Fabriken von Senlis bildete auf de« Wege zum Tenkmalsplah Spalier und bereitete mit der übrigen Bevölkerung große Ovatiomm.

Vom Mutterland getrennt Verlängerte Grenzsperre. Vor neuen Schlägen. (Privat-Telegramm.)

Koblenz, 16. Juli.

Die interalliierte Rbeinlandkommiksion hat beschlossen, die Verkehrssperre für die deutschen Staatsangehörigen zwischen dem be­setzten und unbesetzten Gebiet, die am heutigen Montag aufhhören sollte, vis zum 26. Juli, zwölf Uhr nachts, zu verlängern. Welche Gründe hierfür vorliegen ist nicht bekannt. Der englische Oberkommiflar roeili zurzeit nicht in Koblenz. Die neue Verfügung ist also wieder einmal von Frankreich und Belgien allein erlassen worden. Gegen diese von der sogenannte« in­teralliierten Rheinlandkommisfion (in Wirklichkeit aber nur französisch-belgischen Kommission) be­schlossene Verlängerung der B-rkehrSsperre hat das Reichskabinett in einer außerordentlichen Sitzung einen dringenden Protest beschlossen.

jetzige Beherrscher Frankreichs bei feinem Ein- fornd) in das Ruhrgebiet verfolgt, mit dem Wort .Separation" keineswegs erschöpfend umschrie­ben sind. Separation von Rhein und Ruhr ist > für die gegenwärtig am Ruder befindlichen fran- : wüschen Politiker ebenso nur Mitte! zum Zweck . wie die .Reparation". Ihr wirkliches Ziel ist, ; durch brutalen Druck das Reich zu zerreiben und . zu zerbrechen. ... Schon vor dem Einbruch in das Ruhrgebiet haben sie durch die Drohung : mit diesem Nechtsbruch ss>ewaltakt von der > deutschen Regierung Unerfüllbares zu erpressen . versucht in der Hoffnung, dadurch einen Keil in die deutsche Einheit treiben zu können. Die jetzt i im Ruhrgebiet und im Rheinland von den Fran- wsen und Belgiern auzaeübte Gewaltherrschaft soll darüber muß sich daS ganze deutsche Volk klar sein nickt nur in Köln und in Essen oder in Berlin wirken, sondern in erster Linie in München, in Stuttgart, in Karlsruhe, in Dres­den ufw.

Eine französische Zeitung bat kürzlich mit zh- i nischer Offenheit ausgesprochen, daß für Frank­reich der Zerfall des Deutschen Re-ches in ein klerikales Rheinland, in ein sozia- kkftisches Norddeutschland und in ein monarchistisches Badern das wün­schenswerteste Ziel wäre, eins Tendenz, die durch Machenschaften zahlreicher Agenten der französi­schen Politik in Deutschland zur Genüge fest- oestellt ist. Frankreichs Ziel ist Deutschlands Ruin! Möge sich dessen jeder Deutsche allezeit bewußt sein! Mögen sich alle Parteien und alle Stämme Deutschlands stets vor Augen halten, ^ wir aus dem Zusammenbruch doch das Eine, das Wertvollste bis beute noch gerettet haben: das einige Deutsche Reich! Darum gilt es jetzt für uns alles zu unterlassen, was den Franzosen bei i*rem Plan der Reick-erstönmg in die Hände arbeiten könnte. Das Vorbild von Rhein und Ruhr vor Angen, müssen jetzt alle Varteien und Stämme ihre Sondevwünscke zurüeftreten lassen hinter den Gedanken des bedrohten Reiches und des bedrohten Rhein« und RubrlandeS.

Was in politischer Hinsicht tritt, gilt ebenso in sozialer: Frankreick bat mit Wohl berechneter Ab- f-ckt durch nnerft-llbare Revaraftonsforderunaen und vor allem durch den Einbruch in das Ruhr­gebiet, dos wirtschaftliche Perz De'ikscklandS, uns in w'-tickaftli-^e Bedrängnis gebracht mit dem -otiftscken Endzweck. Deutsche gegen Deutsche z u Hetzen. Die von Frankreich her- beigefübrte bedrängte wirtschaftliche Lage Deutscktonds loll die Reichsei nbeit von innen heraus zersetzen. Ihr Werk wird nickt ge- ftnaen. wenn alle Deutschen die große Gefahr erkennen. Deshalb gilt es beute mebr denn ie: einig sein und zusammen st eh en. Wirt- 'ckgftk'cker Egoismus Einzelner oder einzelner Fnte--essenari'vven wäre freute Hochverrat an Deutsckl.mih zna-tnsten S8rwW*8. Es gebt "M die Erissenz des deusscken Vole-a nnd des denftch-n Reiches. Pente eift es. dos Paus zu retten. Pfte wir die Möckel in diesim Hanfe am besten stellen, soll unsere spätere Sorg« sein.

Son einem celegentlidgen SDlitarteitcr wird uns der polnischen Sage nach der Lonooner Er. rlarung die nachsolgende Betrachtung übermittelt. Man wird gut daran tun, den Standpuntt zu vettreten, daß von einem Bruch zwischen England und Frankreich nicht die Rede fein kann,_ und daß es vollständig verfehlte Hosfnun- !rnd, irgend welche politische Erwägungen 2a, man wird sogar den Standpunkt vertreten müssen, daß es für abf nutzt einmal wünschenswert lecker Bruch innerhalv der En. tente sich voüyreHe, denn ein Frankreich in sol- ^er voünandigen Isolation würde nur noch Wetter und rigoroser vorgehen als ein Frantz zum mindesten immerhin noch an die Urb Zustimmung seiner ehemaligen BundeSgenosien gefesselt ist.

EEaruna dee englischen Regierung har ^s^^danken denn auch vollständig Rechnung hnrt9in" ^l-e E'^deutet keineswegs eine Entsche!

siZA nicht einmal den -veginn einer englifchen osnderaltion, von dem ja auch vorher sowie die Rede war. Es heißt zwar, daz die Unterredungen des tschechisch-n q e 1'der nach Paris nnd von dort nach London gereist war und der bei UiS1LÄieWIlläcn von der belgischen und ttalienifchen Diplomatie mit allen Kräften Gtne^'unier^h?6' geblieben sind

rtr.rebun6 W den englischen Außen Minister C urzo n veranlaßt, den bereits ier- zuandern^ £ü?fr Ertlürung nochmals ab. zuandern. Wie weit und in welchen Punkten die,e Abänderung erfolgt, entzieht sich ja der Kenntnis der breiten Oeffentkichkeit. Es ist aber immerhin möglich, daß man noch mehr, wie ur- jpnmglick -eabskchtigt war, der französischen Re. iLtnSF,bLecS3*iliI Verständigung baute, im EnvtöE bte Erwartungen auf eine ft.^undftche Haltung geaennoer ,Frankreich er- E die von der Pariser Presse nach del pe - !'L"ltts<chen Stimmung der letzten Tage gerade men ^Aen Ovlimisrnns anfkom-

ckon E Hmblick auf die vertraul-.

ejen Informationen, die der Londoner Botlchat ter Frankreichs beim engliichen Äußenministe EM emg-zogcn hatte. Baldwin hat dE auch, in feiner Erklärung mehriach oie Notwendigkeit

Zusammenarbeit K,

England, Frankreich «und Belgien hervor- gehoben Er hat vor allem betont, daß die rW(X^ÄWCn,nfien di- aleicken feien, näm. von Reparationen und die Friedens in Eurotza. Rur über beit^e 1 ß"br® 1 bestehen Meimmgsverichieden.. betten. England ist ebenso enffchlosfen, wie für den von ihm ange- richteten schaden zu Reparationsleistungen her- Vvfiehen und zwar unter Anwendung jeden Mitte.s, um Deutschland bis zur äußersten weältj$net Leistungsfähigkeit Mm Schaffen

grundmtzlick- Meinnngsver- !^kb "^".zwischen der ftanzösifchen und cna- l-fchen Regierung, nämlick die Höhe der Re-

Deutschland darf nach der n-Ä^,.dlnsiÄt zu keinen größeren Zahlunaen ar? wirklich leisten kann. ?eutfch!ano als Schuldner muß in die L->ae ver­setzt Weden, keine Schulden zahlen ,u können und. joweit Zweifel über seine Zahlungsfähig kett bestehen, müssen diese aevnüft und festes stell, werden. SBte diese Prüfung gedacht ist. ist'vor- ^uüg von der enolischen Regieninq in kein er Weise festaelegi worden und Enalanv bat ledio- -ick angeftindiat. daß es nunmehr seiner Mei nnng _ zweckentsprechende Methoden zu,

stellen Vorschläge unterbreiten und %Äx vnd die anderen Mächte aufforden. nt5b- V unzufchließen. Als erster Sckritt in Vieser .nicktting ist runöchst einmal eine Ant- w°rt aufdie letzte deutsche Note vom 7 Juni lledackt- Und zwar soll und muß diese Antwort

ber fischen Regierune schnell erfolgen. Tiefer Wun,kck wird iinteEricken von dem bolfnungsvollen Piniveis daß die Alliierten etne aemeinkame Antwort ab. geben, d. h. aff» über die Fassung der englischen Rea»er>ma tii einer Einig"ng kommen

bildet wohk den Kern« vnnft der Erkkärnna der englischen Regierung bedeutet den Verftrck nack Möglichkeit mit sranfretd» gemeinsam vorzugeben. Sollte sich bet der starren Haltung der sran,ösischen Regie- runa d-.es als unmöglich erweisen, dann erst durfte es ssch lewen, oh England in der Tat in dem energischen Rest-eben schon im eigenen «Vr fereffe, die Revarationsftaoe einer Lösung nöher- zichr-.naen. allein vo-aeben. nffo gewissermaßen mit Frankreich ab-ecknen würde. In di-te- Unjstn-nrt.N^e scheint England neu- Vorschläge zur Löftma ber Renaraftonsttage ng-ten z ton,. ten. Valdwin bat in feiner E-kläruna hei aller Dentlickkoit des Tones bock die diplomatische Linie streng innegehaften und alles verm!-ven was Frankreich oder Deutschland in irgend einer i

Die ©timmyng m Bettie.

Vermutungen «nd Zuversicht.

(Eigener ®iablbericbt.)

Berlin, 16. Juli.

D«S ReichZkabinett hat bisher nur inoffizielle Besprechungen über die Baldwinsche Unterhans- rede gepflogen. Die Auffassung in Kreisen der Reichsminister ist eine geteilte. Die Ale h r - heitsparteien im Reichstage, soweit chre Mtglieder noch in Berlin weilen, sind gleichfalls i« der rzeurteilung der durch die Londoner :Üe gierungserklärung geschaffenen Lage nicht einig. Am relativ optimistischsten juifb die Sachlage bei den Sozialdemokraten angesehen, die jetzt die Tür zu einer direkten Aussprache zwischen Deutschland und England offen sehen Die Unklarheit wird auck die nächsten Tage über noch anbauern, bis der Wortlaut der eng lischen Antwort an Deutschland in Berlin vorliegen wird, die der englische Botschaftssckre- rär der Reichsregierung für Ende dieser Woche in Aussicht gestellt hat. Mit der Lon- doncr Regierungserklärung hat sich auch gestern das Kabinett offiziell noch nicht besaßt, da zu­nächst der Bericht des deutschen Bot­schafters in London abgewartet nterden soll der für heute in Berlin erwartet wird. Dir eng­lische Antwort wird für Freitag erwartet.

* * *

Das große Dtäifelro en.

London, 16. Juli. (Privattelegramm.) Nach dem Urteil eingewsihter englischer Polittker wird die Antwort Englands an Deutschland noch vor Donnerstag Frankreich, Belgien, Ita­lien, Japan und sehr ivahrfcheinlich auch den Vereinigten Staaten mttgeteilt werden. ..Ohne befürchten zu müssen, daß man sich täufche," fügt das Reuterbüro hinzu,darf man erwarten, daß die Antwort den Vorschlag einbegreift, eine i n- ternationale Kommission zu schaffen, die beit Auftrag erhält, die Summe feftzustellen, die Deutschland für die Reparationen zu zahlen in der Loge ist. Es ist auch möglich, daß irgend eine Andeutung über die Frage der Einstellung des passiven Wider­standes im Ruhrgebiet gemacht wird.

Lloyd George und wir.

Anklage« gegen Frankreich ««d «««.

sPrivat-Telegramm.i

Rotterdam^ 16. Juki.

Aus London wird gemelbet: Llvyd Ge­orge sprach gestern in Wales in einer Ver­sammlung der liberalen Partei. Aus seiner Red" tst hervorzuhe"en. daß der frühere Premiermini. irr die Ruhrbesetzung als gegen den Ber- sailler Vertrag gerichtet, verurteilt und die Wiederherstellung beseitigen Zustandes zwischen

Frankreichs Ziele.

Aeutzerunge« des Reichskanzlers.

Der Neikhslav^ler gewährte dem Berliner Mita heiter eins» hannoverslhe» B atte» eine Unterredung in d ren Verlauf er steh zu einer Rcihe xhwevender Fragen äußerte: Die Tatsache, daß nunmehr alle Parteien Hannovers sich zn der Ansicht bekannt haben, daß die wünschenKwerte Geschlossenheit des Ab- wehrkampfes gegen den Einbruch Frankreichs in bas Ruhrgebiet eine Volksabstimmung zurzeit noch verbiete", zeugt von einer erfreulichen An­sicht in die stacttspolitifchen Notwendigkeiten der geKenwärtigen Zeit. Denn die gegenwärtige po­litische Lage Deutschlands (vielleicht eine der ent­schiedensten Phasen der deutschen Geschichte) er­fordert in der Tat drinaend die Zusammenfas­sung aller Kräfte des ganzen Vaterlandes zur Abwehr der franzsischen Veraewaltigungs- und ZerstückelungSpläne unter Zurückstellung aller nicht brennenden innervoiitischen Fragen.

Die letzten Veröffentlichungen haben dem, der noch daran zweifeln konnte, die Augen darüber geöffnet, daß die politischen Absichten, die der

Nummer 163

Einzelnummer 500 Mk

Dienstaa, 17. Zuli 1923

»3. Jahrgang

Einzelnummer 500 Mk,

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