Meier Neueste Nachrichten
Kasseler Abendzeitung
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Hessische Abendzeitung
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Nummer 143
SormaDend, 23. Juni 1923
Einzelnummer 200 Mk.
Einzelnummer 200 Mk.
13. Jahrgang.
Wieder eine Schießerei im Ruhrgebiet.
Die Markentwertung.
Durch die Franzosen verschuldet.
Der ungeheuerliche neue Marksturz, der sich zu Anfang Vieser Woche in einem unerhört hohen Dollarstand ausdrückte, hat eine eigenartige A u f« klärung gefunden. Dieser Marksturz ist nichts geringeres, als eig von der französischen Politik geflissentlich angewandtes Mittel, um Deutschland zu zernrürben, und um insbesondere die Ruhrfront zu zerschlagen. Es sind die von den Franzosen im Ruhrrevier systematisch zusanlmengeraubten Milliarden Papiermark, die dazu dienen, die deutsche Mari in alle Abgründe zu werfen. Schon seit einiger Zeit hat man ausfallende Verkäufe deutscher Mark durch Frankreich, vor allem an der Rewyorker Börse, beobachten können. Es ist ein ganz teuflisches System direkter und indirekter Entwertung, eine Einwirkung auf die sozialen und politischen Verhältnisse in Deutschland erdacht, in aller Stille vorbereitet und nun zur Ausführung gebracht worden. Während einerseits der schärfste politische Druck in Gestalt maßloser, in immer schrofferen Formeri erhobenen Forderungen an Deutschland geschaffen wurde, während durch eine Politik der Unversöhnlichkeit gegenüber dem deutschen Vorschlag alle Aussicht auf einen friedlichen Ausgleich absichtlich zerschlagen werden sollte, ist inan nun zu der Methode der indirekten Beeirtflussung der deutschen Verhältnisse dadurch gekommen, durch Verschleuderung der deutschen Mark im Auslande die innerpolitische Lage in Deutschland einem Konflikte zuzutreiben. Man rechnet offenbar mit einer politischen Revolution in Deutschland. Aus dem auf. diese Weise entstehenden Ehaos gedenkt dann Frankreich feine wirt- schastlichen und politischen Ziele, die Lösung des Ruhrkonsliltes zu erlangen.
Alles, was wir an neuen Drangsalen gegenwärtig erleben, namentlich die Verschärfung der Lage im Ruhrrevier, die Abschnürung der besetzten Gebiete vom unbesetzten Deutschland, die damit in Verbindung stehende Hungerblockade, und nun die abgrundtiefe Verschlechterung der wirt- sehastlichen Sage der Deutschen, soll nach französischen Plänen nichts anderes bezwecken, als das widerspenstige Deutschland auf die Knie, zur Kapitulation zu zwingen. Es ist inmitten der größten Schrecken des Weltkreises eine neue Mechode, die gegen ein waffenloses Volk, das sich dem Drucke der Bajonette fremder Eindringlinge und gtäuiber nicht fügen will, angewandt werden soll. Es ist ungemein charakteristisch, daß auch für diese Schlinge um den Hals -er Deutschen Frankreich einen Bundesgenossen suchte und fand: Polen. Im Verein mit Frankreich warf Polen ungeheure Markmengen auf den Markt, um die deutsche Mark zu drücken, und um im Verein mit Frankreich nicht nur Deutschland, sondern auch die Gntentemäcbte selber zu einer raschen und natürlich einer den französischen Zielen entsprechenden Beendigung des Ruhrkonslik- tes zu bringen. Es ist in der Tat richtig, daß die diesmalige Markverschlechterung nicht vom Inlaude, sondern ganz bewußt vom Auslande, und zwar von Frankreich und Polen her ins Werk gesetzt worden ist.
Ob Frankreich dieses Manöver aber weiter fortzusetzen in der Lage ist, muß doch bezweifelt werden, denn es hat sich gezeigt, daß mit der Mark auch der Franken sank, wenn auch in langsamerem Tempo In französischen Finanzkreisen hat man doch auch erkannt, daß dieser Frankenrückgang mit dem Maristurz zusammenhängt. Eine Theorie, die wir schon von Beginn an vertreten haben und die deshalb richtig ist, weil auch Frankreichs zerrüttete Finanzver- bältniffe stark mit den Reparationsleistungen zu- sammenhänaen. Durch die Ruhraktion vernichtet Frankreich die Leistungsfähigkeit Deutschlands immer mehr. Tas ist auch vom englischen Ministerpräsidenten Donar Laüv und von seinem Nachfolger Baldwin und anderen hervorragenden enalischen Politikern offen ausgesprochen worden. Bisber aber war Frankreich durch imperialistisch-politische Bestrebungen Poinearss und der ihn und seine Politik beeinfluffenden Kreise so verblendet, daß thr einziges Streben darauf hinausläust, unmögliche Forderungen an Deutschland, auf dem Schein des Versailler Vertrages bestehend, zu erheben. Deutschland soll eben nicht zahlen können, damit Frankreich seine Pfänderpolitik durchsetzen und sich letzten Endes an Rhein und Ruhr festsetzen könne.
Gerät aber einmal der französische Franken in Mitleidenschaft uns zwar in dauernde Mii- leidenschast, so daß die Erkenntnis der f a l sche n Politik auch in den weiten Schichten der französischen Bevölkerung Boden gewinnt, dann wird auch unter dem Drucke des Frankensturzes die französische Stegierung einlenkcn müssen. Die jetzige politische Unsicheiheit. die mit der Rubr- aktion und ihrer noch ungewissen Lyckng zu- 'aimnenhäugt, hat übrigens nicht nur in F r ank- reich, sondern auch in Belgien und P o - len die gleiche Wirkung, nämlich der Flucht
aller Geschäftsleute in die englische Währung, zur Folge gehabt. Auch das muß auf die Dauer dazu beitinaen, daß man in belgischen Kreisen noch mehr als jetzt auf eine Lösung des Ruhr- konflittes und gleichzeitig damit auch der gesamten Reparationsfrage bringt.
Dir GMWW der Mark.
Neue gesetzliths Maßnahmen. lPrivat-Telearamm i
Berlin, 22. Juni.
Die Beratungen der Wirtschaftssachverständi- gen beim Reichswirtschaftsminister haben gestern ihr Ende erreicht. Bereits heute kann mit Be- stiinmtheit angenommen werden, daß der größte Teil der Vorschläge der Wirtschaftssachverständigen vom Reichskabinett angenommen werden wird. In WirtschaftSkreifen rechnet man damit, saß bereits am Montag eine Reihe neuer gesetzlicher Bestimmungen gegen die wilde Spekulation in Kraft treten werden, unter anderem die Einführung eines einheitlichen Kurses in Devisen. Weitere Maßnahmen der Regierung beabsichtigen, die zahlreichen kleinen Bankgeschäfte, die in der letzten Beit wie Pilze ans der Erde geschossen sind, in ihrem Geschäftsbetrieb zu beschränken, ES wird angenommen, daß das Reichskabinett bereits heute seine Entscheidungen treffen wird.
t * *
• (Sin Vorschlag Bayerns.
Berlin, 22. Juni. (Privat - Telegramm.i Der bayrische Gesandte hat zu den Maßnahmen regen feie Wirtschaftsnot und die Börsenaus- schreitkingr-r an die Reich siegt eruug den Wunsch Bayerns übermittelt nach gesetzlicher Ausschließung der Ausländer von allen Börsen- und Handelsgeschäften. so- toie nach Beschränkung des Effektenhandels auf Aufträge über 20 Millionen Mark.
VusfflnSlsche Hilfe?
Berlin, 22. Juni. (Privat - Telegramm.) Hier sind gestern eine Reihe Bankiers aus Skandinavien, der Schweiz und Holland eingetroffen. Wie verlautet, soll ihre Anwesenheit mit der Einladung einer Großbank in Verbindung stehen, die bei der letzten Markstützungsaktion als Beauftragte der Reichsbank auf ausländischen Börsenplätzen viel genannt war.
Die Finanzämter kontrollieren.
Berlin, 22. Juni. (Privat- Telegramm.) Die Berliner Finanzämter haben als erste im Reiche gestern mit feer allgemeinen Kontrolle der Bank- und Börsengewinne der Steuerpflichtigen im letzten Jahre bei den Banken begonnen, um die Angaben der Beran- lagungspflichtigen nachzrprüscn.
Die RursfchwKNkungen. Schwierigkeiten durch den hohen Doüarstand.
(Privat-Telegramm.)
Berlin, 22. Juni.
Zu dem neuen Anziehen des Dollars wird heute früh gemeldet, daß die Intervention der Reichsbank noch nicht einsetzen konnte, weil die technischen Lvrarbeiten erst heute zum Abschluß gelangen werden. Das weitere Fernhai ten der Großbanken von der Spekulation auf dem Effektenmärkte gibt jedoch einen Anhalt für die Dinge, die da kommen. -An der heutigen Frühbörse hielt man deshalb mit Beurteilun- gen der Lage sehr zurück. Man glaubt, daß das neuerliche Anziehen des Dollars nur eine vorübergehende Erscheinung sein wird.
Lkm die werlöestLndigen LLhnr.
Berlin, 22. Juni. (Privattclegramm.) Der Finanzminister hat gestern den Reichsarbeitsminister um Vertagung einer absck-lir- tzenden Einigung über die Festsetzung wertbeständiger Löhne und Gehälter ersucht, um zunächst die Auswirkung der neuen Mart- stützungsaktion abzuwarten. Der ReichsarbeitZ- miuister vertagte die Verhandlungen mit den Verbänden auf den kommenden Montag.
polens Wahmngslnfe.
Ministerrücktritt. Maßnahmen im Devisenhandcl.
(Eigene Drahtmelduna.)
— Warschau, 22. Juni.
Der Rücktritt des Finanzministers und des Handelsministers wegen des katastrophalen Sturzes der polnisü-en Mark gilt als vollzogene Sache Finanzminister soll der frühere Kriegsminister Michalski werden, der sich zu- nä Hst noch ablehnend verhält. Von feiten des Finanzministerin :s werden Verfügungen über
IBerflignngen getroffen. Die hiesige Börse wurde geschlossen und auch die anderen Börsen in Poleu sind bereits geschlossen worden. Diese Maßnahmen sollen bis Freitag dauern. Sämtliche Banken sollen bis dahin ihre Devisen an die Polnische Landesdarlehuskasse abgegeben haben. Gegen einige Banken wird, wegen Nichtangabe ihrer Devisenvorräte gerichtlich vorgeganMn werden. Weitere einschneidende Verordnungen sind geplant. Der gesamte Telephonverkehr ist gestört. Es geht auch das ßlerücht um, daß -er Außenminister Seyda zurücktreten und an seine Stelle der bekannte Expansions- z olitiker Roman Dombski treten soll.
WZeöer kme Schießerei.
Biele Tote und Verletzte in Marl.
(Privar-Telegrammh
Berlin, 22. Juni.
Aus dem Ruhrgebiet liegen wieder bedrohliche Meldungen vor. So wird aus Münster be- ridjtet, daß in Mark bei der Paßrcvisian zwei belgische Soldaten erschossen und ein dritter schwer verletzt worden ist. Hebet Marl wurde sofort der Belagerungszustand verhängt. Marokkaner eilten ständig mit schutzfertigen Waffen durch die Straßen und feuerten auf jeden, der nicht sofort stehen blieb und die Lände hochhob. Man spricht von vielen Toten und Verletzten. Vorläufig konnte nur festgestellt werden, daß in das Gemeindespital vier verletzte Deutsche eingeliefert worden sind, die sämtlich Schutz- w >k eben int Rücken haben. Der Amts in spcktor und fünfzehn angesehene Burger sind als Geiseln in Haft genommen worden.
Dre Antwort öer Entente. Noch keine englisch - französische Einigung.
(Eigener Drahtberickt.)
Paris, 22. Juni.
Havatz meldete gestern abend über den Stander englisch-französifchsn Aussprache: Die französische Regierung ist bei der Bedeutung der Frage für eine tiorlfcrige Prüfung der Antwort an Deutschland durch Sachverständige oder durch eine Botschafterkonferenz. Die englische Antwort auf biefe letzten Vorschläge liegt noch nicht in Paris vor, soll aber nach privaten englischen Mitteilungen ablehnend gehalten sein. Solange die Alliierten über die Behandlung der Ruhr- und Revarationsfrage noch nicht entschieden haben, wird auch keine Milderung und kein Nachlassen der Ma tz- nah men im besetzten Gebiet eintreten.
Frankreich zu DertzanSiungen bereit?
London, 22. Juni. (Eigene Drahtmeldung.) Mittwoch abend überreichte der französische Botschafter eine neue Erklärung P o i n - eaxss, die unter Neuformulierung der Vorbedingungen den Verhandlungswille» Frankreichs ausspricht. Mit Rücksicht auf die noch schwebenden Besprechungen mit Belgien bezieht sich Frankreich auf die in der früheren Note gemachten Mitteilungen über den pafsiven Widerstand und die Umwandlung der Jnge- nieurrkommifsion. — Im hritisckfen Unterhaus drängt man immer mehr daraus, eine
Die Reichseinkünste.
Nachteil der Geldentwertung.
Welch gtofie Nachteile das srelch durch di« Geldentwertung erleidet, geht am deutlich, sten daraus hervor, datz die Einnahmen weit hinter den Ausgabe« herhinken. Man schreibt nns darüber das Nachfolgender Im Reichstag und auch in den Landtagen der deutschen Länder ist dringend gefordert worden, die Einkünfte der öffentlichen Organe möchten schneller und wirksamer der Geldentwertung angepaßt werden. Diese Forderungen pflegen in Zseiten steigenden Dol- larknrses besonders lebhaft hervorzntreten. Wenn auch nach dem Geldstand des Steuerjahres vom-1. Avril 1922 bis 31. März 1923 vierteljährliche Vorauszahlungen an Einkommensteuer erfolgen sollten, so bedeutet das bei dem gegenwärtigen Stand der Geldentwertung nicht einmal 10 Prozent dessen, was der durchschnittlichen Steigerung des Einkommens entspricht. Eine Ausnahme hiervon machen natürlich die auf feste Renteneinkünfte angewiesene Schichten unsres Volkes. Für die, welche auf festes Arbeitseinkommen gestellt sind, und denen allwöchentlich oder monatlich der zehnprozentige Abzug gemacht wird, bringt die zunehmende Geldentwertung keinen Vorteil in steuerlicher Hinsicht. Ueberall dort -aber, wo das Einkommen nachträglich berechnet und versteuert wird, bedeutet die Festsetzung der vierteljährlichen Steuervorschüsse nach dem Stand des Vorjahres ■einen Vorteil. Anfang Juni verlautete, das Reichsfinanzministerium wolle die steuerlichen
Vorauszahlungen auf bas Vielfache
-es gegenwärtigen Standes erhöhen. Diese Maßnahme wäre zwar im Reichsmteresse zu begrüßen; aber es wird auch viele Fälle geben, in denen eine allgemeine Verzehnfachung der Vorschüsse eine schwere Belastung, ja eine Ueberbelastung bedeutet. Der Grund hierfür ist die deutlich absteigende Konjunktur, die in wachsenden Erwerbslosenzahlen und in einem Abflauen des Warenabsatzes im Inlande und Auslande zum Ausdruck kommt. Schon vor Jahren ist auf das schwere Dilemma hingewiesen worden, in welchem sich unsere öffentlichen Finanzen befinden: In Zeiten sinkenden Geld- ivertes hinken die öffentlichen Einkünfte hinter den stark steigenden Aufwendugnen hinterher, wird jedoch ein Einklang zwischen der steuerlichen Belastung der Geldentwertung erzielt, ,o tritt die Gefahr der
wirtschaftlichen Stagnation
und damit des Rückganges der Realeinkünfte ein. Tie Notwendigkeit, die Reichseinkünfte -er Geldentwertung anzupassen, hat aber nicht nur ein« finanzpolitische, sondern auch eine für die Innen- und Außenpolitik bedeutsame psychologische Seite. Gerade jetzt, wo das deutsch« Rentnertum weiter verelendet und dazu noch ein großer Prozentsatz der Arbeitnehmerschaft in schwere Not gerät, ist es besonders wichtig, Vorkehrungen zu treffen, daß große Ungleichmäßigkeiten vermieden werden. Nickt minder wichtig ist es, dem Auslande zu bewei- fen, daß wir die Steuerkräste unseres Volkes vollständig ausnützen. Die internationale Finanz. die für die Lösung des Reparationsproblems gewonnen werden muß, wird sich unseren Vorschlägen nur dann geneigt zeigen, wenn wir den Eindruck starker finanzieller Opserber«!- schaft und Nesormkäbigkeit zu erwecken verstehen. Eine Lösung des Repar ati o ns v r o- blems und damit die Voraussetzung für die
Erklärung der Regiernng über die auswärtige Politik zu erhalten. Man erwartet, daß, nachdem nunmehr die Antwort Frankreichs auf den englifchen Fragebogen möglich geworden ist, trotz des Andauerns der belgifchen Kabinetts- krife die A u s f p r a ch e über die letzte dent- fche Rote fowic über das Ruhrproblem konkretere Formen annehmen wird.
Weitere Teuerung.
Lebensmittelpreise auf Berliner Märkten. (Privat-Telegramm.)
Berlin, 22. Juni.
Trotz des gewaltigen Dollarrückganges fetzten Donnerstag früh die Leb»nsmittelpreife auf den Berliner Märkten '-re hem- mungslofc Aufwärtsbewegung fort. Ein Einfchreften der Polizei war nirgends wahrzu- nchmcn, obwohl stellenweise die Preise bis dreißig und vierzig Prozent über den Mittwochs- Sätzen lagen. Die Erreg' ng des kaufenden Publikums war fo gewaltig, daß mehrere Märkte aus Furcht vor Demolierungen und Plünderungen fchon gegen Mittag fchlosien. In Lichtenberg rrfchicnen gegen Mittag die proletarischen Kontrollausfchüffc und erzwangen eine Senkung der Preise bis zu zwanzig Prozent.
Stabilisierung des MarfturseS
ist kaum vor dem He r b st dieses Jahres zu er- warten. Je schneller die Reichsregierung Mittel und Wege findet, um alle wesentlichen Einnahmeposten der fortschreitenden Geldentivertung anzupossen um so besser für die Reichsfinanzen und die Aussicht, daß es bald zu einer Beteiligung der Weltfinanz an der Sanierung Deutschlands kommt. Bei der Durchführung der Vor- auszablungen sind natürlich Härten zu vermeiden. Eine fchnelle und entgegenkommende Erledigung entsprechender Geftich« wird es ermöglichen, Eristenzen, die ifir Einkommen nicht entsprechend der Geldentwertung vermehren kannten, vor dem Ruin zu bewahren. W. w.
Verfünffachung der Lvdn-Greuerabzagk.
Berlin. 21. Juni.
Der Steuerausschuß -es Reichstages erledigt« die Beratung einer Verordnung über die Erhöhung bT Abzüge vom einkommensteuerpflichtigen Einkommen bei der Lohnsteuer. Die Vorlage sielst die Verdreifachung d.r Werbung s k o ft e n. eine Vervierfachung der Ermäßigung für den Mann und die Ehefrau und eine' VerfLnffackmm der Ermäßigung für die Kinder gegenüber den Sätzen der Verordnung vom 12. Mai d. I. vor. Mitglieder des Ausschusses von dcr Rechten wie -er Linken forderten erhebliche Erhöhungen -'«« er Abzüge.