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Ute

EM

2)er AusmU in allen Gegenden

Vereinbarung im Bergbau.

jGnwandfreics kriegsgerichtliches Verfahren (?)

alliierten Regierungen Aufklärungen über die

Regierung gerichtet werden müssen. Jetzt ist die Zeit zum Handeln da! Aber nur die entschlos- ene Tat einer Regierung, die weiß, -was sie will kann uns noch vor dem drohenden Abgrund, der sich vor uns austut, retten!

Beratung über die Lohnfrage im Bergbau schloß nach dreistündiger Dauer mit folgender Verein Karnng: Am L Juni wird im Ruhrgebiet eine durchschnittliche Schichtlohnerstöhung auf 10 000 Mark zugcstanden, das bedeutet eine Erhöhung deS jetzigen Arbeitslohnes um 55 b:o 60 Prozent. Am kommenden Sonnabend sollen bereits größere Vorschüsse auf diese Er- höhuna bezahlt werden. Die Vereinbarung über die Löhne in den anderen Revieren wird auch so bald wie möglich erfolgen. Man nimmt an, daß das Lohnabkommen für das Ruhrgebiet wesentlich dazu beitragen wird, die Ruhe do« wieder herzustellcn.

Warnung der Gew-rkskvaften.

Düsseldorf, 29. Mai. (Vrivattelegramm > Der Vorstand des Kartells der freien Gewerk­schaften in Düsseldorf warnt die Arbeiter-

Die Lohnverhanblungen.

Beamte», Reschsangestellten und «Arbeiter, (Privat-Telegramm)

3tubeftörung in LüveS.

Lübeck, 29. Mai. Anläßlich eines DivisionK- appells der 43. Reserveinfanterindivision auf dem Burgfeld kam es zu Unruhen. Kommunistische Demonstranten, die das Burgfeld betreten woll­ten, wurden von der Polizei zurückgedrängt. Als späterhin Teilnehmer des Divifionstages von der Einweihung eines Ehrenmals von Burgfelv zurückkamen, durchbrachen Kommuni- st e n die P o st e n k e t t e der Polizei. Die Beamten gingen mit Gummiknüppeln vor. Nach der Verhaftung eines Unruhestifters versuchte man, die Polizeiwache zu stürmen. Mehrere Personen erlitten Verletzungen.

Unruhen in Sachsen.

Dresden, 29. Mai. (Eigene Drahtmeldung) Große Trupps militärisch gegliederter Erwerbs­loser und Kommunisten zogen am Sonntag und Montag durch die Stadt und auf die umliegen­den Dörfer und erpreßten von den Bauern die Herausgabe von Lebensmitteln. Vor dem Opernhaus in Dresden kam es zu Massen ansammlungen der Arbeitslosen, die die sofor­tige Schließung des Theaters und das Hinaus­werfen der sogenannten Schlemmer forderten. Die Thcaterleitnng mußte mit den Erwerbslo­sen verhandeln und zahlte 300 000 Mark (!) an die Erwerbsloscnkasse, worauf die Demonstran­ten abzogen. Wie verlautet, ist es zu gleichen Ausschreitungen gestern in Chemnitz gekom­men. Die Geschäfte in Dresden haben geschloffen.

schäft vor Putschen. Das kommunistische Hauptquartier steht unter der Leitung eines elfe- maligen russischen Professors. Die Kommuni­sten haben eine Kundgebung angeschlagen, wo­nach der gegenwärtige Wafsenmangel bald be­hoben sei. Der Kampf werde fortgesetzt Der Ausstand wird von den Kommunisten in Düssel­dorf weiter geführt.

Allgemeiner SedBenflreir.

Gelsenkirchen, 29. Mai. (Privattelegramm.) Der Zcchenstreik wird allgemein. Im Lause des gestrigen Tages zogen Aufrührer von Schachtanlage zu Sckmchtanlage, holten die Arbeitswilligen aus den Gruben und führten die mit Kohlenstaub bedeckten Ar­beiter durch die Straßen, nm abschreckend auf fr- übrigen Arbeiter zu wirken. In Gelsenkir­chen und Bochum haben sich gestern abend die Plünderungen wiederholt, obwohl der französische Komandant erklärt hat, daß die Be­satzung Ansammlungen und Unruhen nicht meqr dulden werde. (?)

Blutiger Zusammenstoß in ©Olingen.

Solingen, 29. Mai. (Privattelegramm.) Gestern kam es hier zu einem Kampfe zwischen kommunistischen Hundertschaften und der b l a u c n P o l i z e i. Es gab zwei Tore und zwanzig schwer und leicht Verletzte. Ge- neral Pellet in Solingen hat eine Verfügung herausgegcben, nach der fortan Ansammlungen und Kundgebungen sofort unterdrückt würden.

: die Bürgerschaft allerdings sehr interessierenden , Spielplatzfrage geführt wurde aber wir haben ein Interesse daran, zu untersuchen, ob der ge­stern sich in uns regende Verdacht zu Recht be­steht, man versuche, die öffentliche Meinung, wenn sie dem Rathaus unbeguem ist, zu unter­binden, indem ibr unedle Motive untergelezt werden. In der Sache selbst hat sich der Ma­gistrat als zu Unrecht angegriffen erwiesen. Nach den Darlegungen des Oberbürgermeisters, die an andrer Stelle wiedergegeben sind, besteht dar­über kein Zweifel. Die Stadtverwaltung tat, was sie tun konnte nur eins unterließ sie, die Oeftentlichkeit aufznklären, und daß diese die Presse als ihr Sprachrohr zum Rathaus benutzt, sollte dem Oberbürgermeister aus seiner eigenen Vergangenheit bekannt sein, in der er von dem ihm zur Verfügung stehenden Instrument kei­neswegs zimperlich Gebrauch machte.

Der neutrale Beobachter muß zugeben, daß der Vorwurf der Verständnislosigkeit gegenüber den Anforderungen der Leibesübungen, der ge­gen staatliche und städtische Dezernenten erhoben wurde. vermieden werden konnte, doch auch der Oberbürgermeister hat bereits scharfe Wendungen gebraucht Was gestern besonders auffallen mußte, ist, daß der Oberbürgermeister sich nicht in die Seele des Gegenüber zu versetzen suchte, von dem übrigens weite Kreise wissen, daß er den Dienst im Sport heilig auffaßt, daß er, wie wir überzeugt sind, um der Sache willen ins Kampfborn stieß. Znmindesten war ibm die gute Absicht zuzubilligen. Statt dessen besah der Oberbürgermeister jede Wendung der .infrimi» vierten* Artikel lediglich unter dem Gesichtswin­kel, Verleumdungssucht habe die Jeder geführt. Kein Gebiet eignet sich wohl weniger zum par-, teilpolittschen Tummelplatz als der Sport und eine Svielvlatzfrage!

Wenn das vom Oberbürgermeister hier wie­derum angewandte Verfahren gegen ein Presse­organ zum Prinzip erhoben werden sollte, dann fragt sich's, ob es überhaupt noch möglich ist, öffentliche Meinung anders zu pflegen als in Botmäßigkeit unter dem Zepter der jeweiligen Rathausregicruna. Es geht nicht an, daß das Amt und die Person des Oberbürgermeisters in einen Tops geworfen werden, es sollte aber auch vom Oberbürgermeister angenommen werden, raß er rechtlich unterscheidet, ob sein Amt oder eine Person gemeint sind. So kommen wir nicht veiler. Was soll bei fernerer Wertung einer Pressekampagne durch das Stadtobcrhaupt wcr- den, wenn der Wahlflrmpf, der jetzt seine Schat­ten vorauswirst, voll und ganz entbrannt ist?

Berlin, 29. Mai.

Tie Führer der Spitzenorganisattonen der Beamten, Arbeiter und Angestellten des Reiches wurden gestern im Reichsfinanz Ministerium unter Hinweis auf die erhebliche Preissteigerung öl den wichtigsten Bedarfsar. titeln wegen einer abermaligen Erhöhung der Gehälter und Löhne vorstellig. ES wurde er­klärt, daß das Finanzministerium am 4. Juni in neue Verhandlungen eintreten werde. Ministerialdirektor von Schliessen gab dem Willen des Reichsfinanzministeriums Ausdruck, alle Maßnahmen unverzüglich zu treffen, um die Verhandlungen schnell zum Abschluß zu bringen.

ihrem Rüstzeug gehören.

Aber, es heißt doch die eigentlichen Ursachen schwer verkennen und sich über die wirkliche Si­tuation einer argen Täuschung hingeben, wenn man allein die Schuld auf dieser Seite suchen würde Der Aufruhr, den wir jetzt im Lande haben, und der nach Kieler Muster mit aller Kraft und unter Aussendung von Agenten in das un­besetzte Deutschland weiterverpflanzt werden soll, ,-st seine Wurzel in der ungeheueren politi­schen und wirtschaftlichen Not unserer Tage. Der tiefere Grund ist zu suchen in dem Fiasko der Preispolitik der Reichsrearerung. Der neue Marksturz hat die künstlich errichteten Dämme der Markstützungsaftion durchbrochen. Diese Aftion konnte nach Lage der Dinge nur befristet sein. Sie war' ein wichtiger Bestandteil unserer gesamten Rhein- und Ruhrpolitik. Nach­dem dieser Wall aber von der Sturzflut einer eigennützigen Devisen-Spekulatton niedergerissen war, gab es keine Hemmungen mebr für diejeni­gen, die nun in dieser erneuten Veränderung der Lebenshaltung die Kosten für diese Vorgänge zu «ragen haben.

Die Sorge durchzieht nun die mittleren Schickten der Bevölkerung, die früher die brei­teste Stütze des Staates waren. Es ist die Sorge um das tägliche Brot, die Sorge um die Erhal­tung der Eristenz. die schon immer eine Ver­zweiflungs-Stimmung hat auftommen lassen. Kenn sich erst einmal die gegenwärtigen D o l - karpreise in den Lebensmittelprei- fen tatsächlich auswirken, dann wird man zu Verhältnissen kommen, von denen sich beute noch Niemand eine Vorstellung machen kann. Um nur ein einziges Beispiel zu nennen: Das auslän- bische Mebl, das gegenwärtig in den Geschäften r och mit 1400 Mark das Pfund zu haben ist, kostet heute schon dem Großhandel mindestens dreitausend Mark das Pfund. Wie soll nun erst der Preis beschaffen sein, der sich dann wieder auf den Kleinhandel auswirft? Wie die Tinge beute stehen, müssen wir mindestens mit einer Vervierfachung der gesamten Ke »en unserer Le­benshaltung rechnen, und das ist das größte Un- glück, daß eine derartige radikale Umwälzung mit einem Male vor sich geht pnd daß man nicht Mittel und Wege findet, um den Anstteg lang­sam und damit erträglich zu macken, wenn nun einmal die Verschlechterung nicht mehr aufzu­haften war.

Die augenblickliche Zander-Politik ist nicht zu verstehen. Man wollte schon gar nicht mehr da­von reden, daß die vsvckologischen Momente nach innen wie nach außen aar keine Beachtung fin- den. Wir scheinen in dieser Beziehung einfach unbelehrbar zu sein. Aber daß man die politi­schen, mit Händen zu greifenden Dinae so aan.i und gar mißachtet, ist nicht zu verstehen. Sieht man denn nickt die ungeheuren Gefahren, die ge­rade aus einer Verpolitisiernnq der aeaenwär- t'gen, unter dem Vorwand der wirtfckastftchen Schwierigkeiten im Zuge befindlichen Vorgänge erwachsen können? Ist man denn immer noch nicht durck die Erfahrungen aus den Voraänaen von 1918 belehrt worden? Das sind die so ern­sten Fragen, die in aller Oefsentlichkeit an die

Gewitter im Rathaus.

Oberbürgermeister und öffentliche Meinung.

Die wiederholt erörterte Frage der KarlSwiese führte aestern abend in öffentlicher Stadtberord. neten-Dersammlnng gu einer stark nervösen Be­handlung Burd) SberbiirgermeisterScheidemann Ein schweres Gewitter steht über Kassel. Dunkles Gewölk ist heraufgezogen, als künde es die Not an, die in den nächsten Tagen an unsere Tore pocht. Grellen Blitzen folgt kurzer Hand rollender, dann polternder Donner. Unter solcher Anteilnahme der Natur zieht im Stadtverord­netensaale des Kasseler Rathauses ein regelrech­tes Gewitter herauf. Der sozialdemokrattsche Stadtverordnete Be ch m a n n stellt die Frage an den Magistrat, was er zu den Angriffen einer hiesigen Zeitung auf die Stadtverwaltung hin-, sichtlich der Spielplatzfrage zu ettlären hat. Ober­bürgermeister Scheidemann übernimmt so­fort die Beantwortung unb verfährt nach dem altpreußisch-militärischen Grundsatz, daß der An­griff die beste Verteidigung ist. Er führt einen scharfen Vorstoß persönlichster Art gegen den Redakteur der in Betracht kommenden Zeitung, der in mehreren Artikeln die Frage der Karls- Wiese aufgerollt hat und besteigt dabei die po­litische Tribüne, indem er seine Ausführungen so aufbaut, daß angenommen werden muß, die Frage der Karlswiese sei entwickelt worden, um daraus ein Parteisüpplein zu kochen. Der Ober­bürgermeister verfolgt eine schon früher geübte Taktik, Kritik alspersönliche Spitze und ekel­hafte Kampfsührung" zu geißeln, als verantwor­tungslose Pressemache gegen ihn, durch die die Bürgerschaft betrogen werde usw. Werde in der Stadtverwaltung etwas gut gemacht, so daß man es beim besten Willen nicht herunterreißen könne, so heiße es, der Oberbürgermeister könne nichts dafür, er habe nur seine Unterschrift gegeben und klappe es nicht, dann sei er das Karnickel. Damit solle der Kasseler Bürgerschaft das Stichwort ge­geben werden: Der Oberbürgermeister ist der Schuldige, stellen wir ihn wieder einmal an den Pranger! Durch diese Art des Kampfes sei die Stadt Kassel schon empfindlich geschädigt worden und zwar am Geldbeutel der Steuerzahler.

Der Oberbürgermeister erklärt, daß er die er­wähnte (in seiner Stadt erscheinende!) Zeitung nicht liest, weder in seinem Amtszimmer, noch in seiner Wohnung, daß er den Redakteur nicht kenne usw. . . Was ist nun an der Sache? Wir hoben keinerlei Veranlassung, uns unmittelbar in den Kampf zu mengen, der von dem in Betracht kommenden Blatte (derKasseler Post") in der

Berlin, 29. Mai. (Privattelegramm.) Die gehandelt habe. Frankreich werde jedoch den gestern im Reichsarbeitsministerium zwischen r_______... ______ ..... ...

Arbeitgebern und Arbeitnehmern abgeschlosseneVerbrechen" des Hingerichteten Scklageter geben.

UnDeränöerte Lage an der Ruhr

Der Terror greift auch ins unbesetzte Deutschland über.

Forderung eines weiteren Zuschusses.

Berlin, 29. Mai. (Privattelegramm.) Wie wir erfahren, gründen sich die Verhandlungen mit den Ipitzenverbänden über eine abermali­ge beschleunigte Gehalts- und Lohnerhöhung auf der Forderung nach einem weiteren hundert- bis hundertfünfzigprozenttgen Zuschusses.

Aufruhr im Land.

Die Folgen der Notlage.

Es ist ein furchtbares Schicksal, daß Deutsch­land nicht zur Ruhe kommt. Seit mehreren Ta­gen liest man den Alarmruf: Aufruhr im Land! Wie ernst die Dinge stehen zeigen die Vorgänge im Ruhrrevter, die zu den sorgenvollsten Ereignissen gehören, denen wir seit langem ge« genüberfteben. Wir wollen und dürfen uns kei­ner Täuschung über den Charakter und die mög­lichen Wirkungen der Vorgänge im Ruhrgebiet, die, wie die Ereignisse in Bochum zeigen, zu blu­tigen Straßenkämpfen geführt haben, hingeben. Es war eine gefährliche Vertuschungspolitik, die wieder uns dorthin führen mußte, wohin uns die Dinge im November 1918 gebracht haben. Wir müssen es offen und deutlich sagen, daß von den Dingen im Ruhrrevier nicht nur die gegen­wärtige Politik der Reichsregierung, sondern der Gesamtbestand des deutschen Reiches berührt wird. Es ist kein Won über die Gefährlichkeit des kommunistischen Terrors zu verlieren! Die k^.'le dieser Kräfte kennt man. Man weiß auch, daß die K o m m u n i ft e n vielfach Hand in Hand mit den Franzosen arbeiten, und es ist ein offenes Geheimnis, daß die meisten Verrätereien bei den französischen Kommando-Behörden durch Kommunisten im Ruhrgebiet vollzogen werden. Es ist auch eine alte kommunistische Taktik, jede wirtschaftliche und politische Not für ihre eige­nen Parteiziele auszunntzen. Noch feiten ist das so kraß hervorgetreten, wie gegenwärtig im Ruhrrevier. Man macht dort wie überall die Be­obachtung, daß sich sofort sonstige lichtscheue Ele­mente einer derartigen Bewegung anschließen und daß Räubereien und Plünderungen zu

Unter der fremden Gewalt.

Neue französische Truppe».

(Privat-Telegramm.)

Berlin, 29. Mai.

Aus Straßburg wird der Anmarsch um­fangreicher, kriegsmäßig ausgerüsteter Regi­menter gemeldet. Das gesamte vierte Armee­korps und Teile des siebenten Armeekorps sind in Straßburg eingetroffen. Anscheinend werden die Truppen in den nächsten Tagen weiter be­fördert. Auch aus a n d e r e n elsässischen Städten wird die Ankunft größerer Truppenver­bände gemeldet. Nach einer Havasnote will Frankreich dendeutschenProtest gegen den Justizmord an Schlageter überhaupt nicht zur Kenntnis nehmen, weil es sich um ein

Ruhrgebiet, 29. Mai. Es kann kein Zwctfcl darüber bestehen, daß die Lage im Ruhrgebiet weiterhin schlecht ist. Das ganze neubesetzte Gebiet steht unter dem Eindruck der allenthalben aufflackernden syndikalistischen Aufruhraftionen. Gelsenkirchen und Bochum leiden schwer unter Plünderungen. Fn Bochum sanden schwere Straßenkämpse statt, daß allein bit Angreifer achtzehn Tote und achtzig Verwundete hatten. In Gelsenftrchen ha­ben die Kommunisten den Generalstreik profln. miert, tatsächlich ist auch von der Arbeiterschaft die Generalstreikparole befolgt worden, sodaß im Gelsenkirchener Bezirk die Arbeitsruhe beinahe allgemein ist. Die Aufrührer versuchen mit allen Mitteln, die AufstandS- bewegung auch überdieGrenze des Ruhr, g e b i e t s hinaus zu tragen. Infolge vielfacher Telephonstörungen ist es nicht mögftm. ein lük- kenloses Bild von der heutigen Lage im Aus- standsgebiet zu gewinnen.

xSärung in Oberschlesien.

Gleiwitz, 29. Mai. (Eigene Drahtmeldung.) Gestern kam es auf einigen Schächten des Gleiwitzer Reviers zu Stillegungen durch die Kommunisten. Im Große» und Ganzen wird noch bis zur Stunde gearbeitet. Die Ge­werkschaften haben einen dringenden Hilfe­ruf an die Regierung gerichtet, die Lohnverhano- lungen zu beschleunigen, damit Oberschlesien »er gleichen Zuständen bewahrt bleibt, wie sie sich im Ruhrgebiet entwickelt haben.

Kasseler Neueste Nachrichten

Kasseler Abendzeitung

Hessische Abendzeitung

Einzelnummer 150 Mk.

13. Jahrgang.

Stummer 122

Mittwoch, 30. Mai 1923

Einzelnummer 150 Mk.

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