Meier Neueste Nachrichten
Hessische Abendzeitung
Kaffeler Abendzeitung
13. Jahrgang
Nummer 104.
Sonntag, 6. Mai 1923.
Einzelnummer 150 Mk.
Einzelnummer 150 Mk.
Gemeinsame französisch-belgische Antwort
den
rcS hat dem Ernährnngsministerinm vor einiger Zeit Veranlassung gegeben, das Brennrechi auf hundert Prozent zu erhöhen und bi< Kartoffelausfuhr zu genehmigen. Ein Teil der Oeffent- lichkeit glaubte daraus Gefahren für den Aus- fall der diesjährigen Kartoffelernte infolge Verminderung des Saatgutes in Anlande folgern zu tönnen. Gleichzeitig aber werden die Bemühungen der Landwirtschaft um Verwertung der überschießenden Kartoffelmengen dahin ausgelegt, daß die Landwirtschaft eine ungeheure Verteuerung der Kartoffeln im Jnlande erstrebe, indem fie für Ausfuhr der vorhandenen reichen Vorräte eintritt Nach einer Auskunft der preußischen Hariptlandwirtschastskammer stockt der Kartofeflhandel tatsächlich schon feit langem, da die Bevölkerung im allgemeinen reichlich eingedeckt ist. Bersorgungsschwierigkeiten können schon deshalb bis zur nächsten Ernte kaum cintreten. Auch vom Ernährungsministerium wird diese Darstellung bestätigt
Handwerkerbunds - Tagung
Zusammenschluß mit de« FachverbSuden.
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Durchsuchungen und Verhaftungen.
Recklinghausen, 6. Mai. (Privattelegramm.) AnderKriminalinspektion in Recklinghausen nahmen heute morgen wieder sechs stanzösische Gendarmen eine Durchsuchung vor. Ein Teil der Akten wurde beschlagnahmt und mitgenommen. Bisher find von den ans Berlin überwiesenen PMzeibeamten vierzehn verhaftet worden. Die Einreichung der Liste der Polizeibeamten an die Franzosen ist vom Polizeiiufpettor abgelehnt worden. Im Westen des rechtsrheinischen Einbruchsgebietes find deutscherseits nur noch die Bahnstrecken Wesel - Stellen - Hamborn, Wesel-Friedrichsfeld- Dinslaken in Betrieb. — Ueber die bereits ge- meldete Sprengung an der Bahnstrecke Mengede-Rauxel am Morgen des 4. Mai wird bekannt, daß durch die Sprengung eine Eisenbahnbrücke vollständig zerstört worden ist. Der Sachschaden ist bedeutend, die Wiederherstel- Iung8ar6eiten werden lang« Zeit dauern. Der Tatort ist von den Franzosen abgesperrt.
Berlin, 5. Mai.
Die Verwertmrgsschßvierigkeiien der außerordentlich reichen Kartoffelernte deS Bvrjeh.
Au« der Orienikonferenz.
Imme» neue Gegensätze in Lausanne.
Mstrner Drahidericht.)
Lausanne. 5. Mai.
Auf der gestrigen Konferenz bereitete das Problem der Annahme eines UebergangS- RegimeS für die JustizvcrwÄtung durch die Türken große Schwierigkeiten. Die alliierten De- legierten hatten einen Entwurf fflt ein Abkommen ausgrarbeitet, den der englische Delegierte Sir Rumbold vorlaS. Nach diesem Entwurf soll die türkische Regierung sich verpflichten, vier Ratgeber neutraler Nationalität in ihre Dienste zu nehmen. Das ist der Hauptpunkt des Alliierten-Eutwnrses. Jsmed Pascha erwiderte, daß er das Prinzip deS UebergangSregimeS auf keinen Fall armehmen könne und daß er fich so- gar weigere, den alliierten Vorschlag den juristischen Sachverständigen zugehen zu lassen. Auf Vorschlag deS englischen Delegierten wmde hier- auf die Diskusfion vertagt und das Komitee ging zm Prüfung der Vorlage über die Wasfenstill- tzandsmatznahmen über. In dieser Frage einigte man fich schließlich biS auf einige keine Fragen geringfügiger Natur. Die nächste Atzung des
(Wgene Drahtmeld'.mg.)
' Erfurt, 5. Mai.
Bor einigen Tagen fand in Erfurt die gut besuchte Generalversammlung deS Mitteldeutschen Handwerkerbundes statt. Der Geschäftsbericht zeigte den außerordentlichen Ausbau des Bundes im letzten Geschäftsjahr nach der fachlichen Seite hin. Für daS kommende Arbritsjahr würde man mit den Fack«verbänden fich einig, den stärksten und engsten Zusammenschluß des Bundes herbeizuführcn in einer einigen starken Organisation. Als Tagungsort des dritten Mitteldeutschen Handwerkertages für diestn Sommer ist He7e ausersehrn worden.
Die Karioffel-Verforgund.
Ausreichend bis zur kommenden Ernte. (Privat-Telssramm.)
Unter der fremden Gewalt.
etc Verfolgung pflichttreuer Männer.
(Weene Drahtmeldung.)
Essen, 5. Mai.
Die Nachmittagssitzung deS Kriegsgerichts in Werden brachte gestern die Vernehmung der anwesenden Angeklagten (worüber auf der 2. Seite berichtet wird). Zu Beginn der gestrigen Stadtverordneten • Versammlung gab der Beigeordntte Baasel. der zurzeit die Geschäfte deS Oberbürgermeisters führt, folgende Erklärung ab: Während wir heute verhan- dein, stehen eine Anzahl Essener Bürger vor dem ftanzöfischen Kriegsgericht In Werden unter Anklagen, die zum Teil gilt Todesstrafe bedroht find. Wie das Urteil auch ausfallen mag. so steht jetzt schon sest, daß diese aufrechten Männer nur ihre Pflicht und Schuldigkeit getan haben. Sie werden uns stets ein Bor- bild vaterländischer Pflichterfüllung bleiben.
Sorb" Curzon machte gestern als Mitglied der englischen Regierung Ausführungen über die neue Lage, indem et in einer politischen Versammlung unter anderem folgendes sagte: Schwere Wolken liegen augenblicklich über Mitteleuropa und Biele dächten, diese Wolken seien innerhalb der letzten vierundzwanzig Stunden kaum leichter geworden. Daraus ersehe et, daß man keine schnelle Lösung erwarten dürfe. Seines Dafürhaltens fei jede auch noch so unmerkliche Bewegung in diesem Problem ein Schritt vorwärts. Er könne beim besten Willen die Situation nickt verzweifelt und verzagt ansehen Die englische Regierung befinde fich in einer ununterbrochenen Erörtern na mit der französischen mtb belgischen. Ob daS Angebot Deutschlands gut oder schlecht fei, fei eine Frage, die alle Alliierten angehe. . Man könne aus biefet schwierigen Lage nur herauskommen durch ein gemeinsames Vorgehen. Wenn Deutschland vor eine gemeinsame Entscheidung bet Hauptmächte gestellt werde, dann werde die Aussicht aus einen Erfolg sich gesteigert haben. Auf keiner Seite habe man ein Interesse an einet Fortsetzung des Kampfes.
Abgelchnt.
Aber noch nicht gescheitert.
s Die Pariser Antwort war schnell fertig Kaum war am Mittwoch Nachmittag die dem- fche Note mit dem Reparationsangebot am Quar d'Orsay durch den deutschen Geschäftsträger überreicht worden, so wurde den Presst- vettretern schon am Abend desselben Tages von Pomoarö erklärt, daß der deutsche Vorschlag a b- Am Donnerstag beschäftigte sich offiziell der Minlsterrat mit der Angelegenheit, worauf in dem amtlichen Bericht die Ablehnung bestätigt wurde. Poincarö hat sich sofort mit der belgischen Regierung in Ver- Din®ung gesetzt und eine gemeinsame Antwort enttwrfen, fcie auf dem Standpunkt beharrt, daß Deutschland unterjocht bleiben muffe. Demnach betrachten Frankreich und Belgien sich als die allein maßgebenden Mächte, die über das große Problem zu entscheiden hätten, denn es war nirgends davon die Rede, daß die beiden Regierungen etwa die Absicht hätten, auch die Oberen Alliierten darüber zu hören. P” sich ohne weiteres beiseite schieben darf mau vorläufig bezweifeln. Jeden- falls befinden sie sich in einem Gegensatz zu sie, sogar mit Einschluß Belgiens, Ansicht find, daß verhandelt werden müsse.
ist.zwar von de« deutschen Angebot enttäuscht. möchte es aber nicht verwerfen, weil die b^Msche Regierung nur fünf Milliarden mehr Ue 9lote angeboten hat. London r ;!n ^em Angebot eine Verhandlungsmög- ^it, mmmt aber erst mit Washington und AmFühlung. wo man auch geneigt ist, die Parteien zunächst «nmal an den Veryandlungs- tlsch zu bringen. Aus allen Seiten — Frankreich ausgenommen - scheint also der Verstände gungswille vorherrschend zu fein.
„. DaS offizielle Frankreich allein ist ra- ®1 aPomcars, sein« Hintermänner und de- ren Presse Mberden fich wie toll. Liest man die wütenden Auslassungen der von der französischen Regierung beeinflußten Pariser Blätter, so gewinnt man den Eindruck, als hätten Ke den Verstand verloren. Sie sind jedenfalls noch immer nicht von ihrer KriegSpfychofe geheilt. Was "'A alles geschrieben. Die deutschen Vorschläge seien .von A bis Z unannehmbar"; Dreistigkeit von Deutschland, daß es Weichberechttgung mtt den Siegern verlan- ge ; die Note zeige, daß Deutschland .nicht zah- len wolle"; .Frankreich müsse jetzt erst recht das Ruhrgebiet als Pfand behalten und noch" schärferen Zwang anwenden, eS müsse die Richrgru- ven shstemasisch ausbeuten und für alle Fälle wettere Truppen nach Deutschland senden"! Das ist die französische Sprache im Stile PoincaröS. W-r mit diesem Sttl vertraut ist, für den ist ™ Ablehnung keine Ueberraschung. Wohl die Mehrheit deS deittschen Volkes kennt jetzt die Pariser Geistesverfassung. Selbst die linkssie- henden Kreise — die noch bis vor kurzer Zeit wünschten, saß die deutsche Regierung den Franzosen mit zarter Rücksicht und Unterwürfigkeit gegenüber treten solle, die es schon als ^Herausforderung der Franzosen- bezeichneten, wenn em kräftiges deutscher Wort gegen Frankreich gesprochen wurde — sehen seit der Ruhrbesetzung ein, daß die erpresserischen französischen .Wiedergiltmachungs-.Forderungen ein Akt beispielloser Schurkerei sind.
?tDt der amtlichen französischen Ablehnung ist der deutsch- Versohnungsversuch noch nicht gesch eit ert. ES werden Anzeichen bemerkbar, die in Pans vielleicht dämpfend wirken ”• Jan" We Spaltung im franzö- fischen Industriellen-Berbanb, nad/. ?”? Te>l der französischen, zusammen mit der lothringischen Großindustrie eine Verständiguna nut der deutschen Industrie befürwortet Hatte, sich zu einer politischen Bedeutung entwickeln, <8 Jart mtf hart kommt, PoincarSs Starrsinn brechen könnte. Auch liegt die Mög- l'chkett vor, daß die anderen Alliierten einen frieden fordernden Einfluß in Paris ausüben ferner ist zu beobachten, daß Frank- Lchwiengkeiten iM Orient zunehmen, Frischen Grenze den Fran- ^n d-e Ruhrplane verderben könnten. Das sind, wie gesagt, Mögfichkeiten, die dem deutschen 'ttemuben “■ — —1 — ■ - - — -
gleichberechtigt gilt und daß das Ruhrgebiet auS der unerträglichen Knechtschaft befreit wird. Eine Regierung, die diese Voraussetzungen Preisgabe, wäre heute in Deutschland unmöglich. Ein französisches Blatt machte die törichte Bemerkung, die deutsche Note habe sich nicht genügend dem französischen Volksempfinden angepaßt. Haben denn temals die Franzosen auf das deutsche Volksempsinden Rücksicht genommen? Die Lösung des Reparationsproblems hängt nur davon ab, daß Frankreich Vernunft annimmt. Wird es dazu wirklich kommen? Wird Europa endlich den Frieden erleben? Die Börsen, die vermöge ihrer internationalen Zusammenhänge ein feines Gefühl für politische Entwicklungen haben, waren pesftmisttsch gestimmt. Möge ein gütiges Geschick es geben, daß diesmal doch eine Wendung zum Besseren eintritt. K. F. D.
üben zu helfen geeignet wären. Die ___« Regie tun g tut recht, wenn fie ihr Angevm alS ersten schritt zu einer sortdauern- den diplomatlsihen Akttou erfrört. Bleibt ter Weg zu Verhandlungen offen, dann läßt sich Emzelhetten noch reden. Dann kann iifrcr die Hohe der Summe, über die wirffchaft- lichen Garantien, über volitisck-militärische Sicherheiten noch manche Einigung herbeigefühtt werden, wenn Frankreich nur will. Deutschland hat ia so viel von feiner Selbständigkeit aufge- geften, daß es auch zu weiteren Opfern bereit ist. Aber den letzten Rest seiner Selbst- achtung muß es aufrecht erhalten, wenn es ein geeintes Reich ble'beu will. Di- Regierung muß darauf bestehen, daß sie alS
England will tellnkhmen.
Paris, 5. Mai. (Eigene Drahtmeldung.) PoinearS hat gestern nachmittag noch einmal mit dem englischen Botschafter verhandelt. Man wird dadurch in der Auffassung, daß England an den französisch-belgischen Beratungen Über die Beantwortung der deuffchen Vorschläge teilnimmt, immer mehr bestärkt. Dazu trögt noch eine Meldung bei, die besagt, daß die englische Regierung die deutschen Vorschläge heute zusammen mit der belgisch-französischen Antwort in einem besonderen Minitzerrat prüfen wird. Im übrigen heißt eS, daß die englische Regierung am Dienstag kommender Woche sowohl! im Unterhaus wie im Oberhaus eine Erklärung über die deutsche Note abgeben werde.
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Heute avend Antwort.
Paris, 5. Mai. (Eigene Drahtmeldung.) Wie das Journal" meldet, wird die französisch-belgische Antwortnote heute abend sieben Uhr der deutschen Regierung Überreicht werden. Washington und London seien bereits benachrichtigt. Eine genaue Erläuterung der wesentlichen Punkte der französisch-belgischen Antwort werde den verbündeten Regierungen übermittett. Die gesamte Pariser Presse betont, daß zwffchen dem ftanzöfischen und dem belgischen Standpunkt klare AeSereinstimmung besteht.
Sin WrM<MevsmrlchtSdof.
Amerika geht nicht in den Völkerbund.
Vermehrte Ernte.
Hilfe für die Landwirtschaft.
va» bi« ernte der Landwirtschaft zu vermehren Uttb bl« BolkrernLhrnng ju erleichtern, macht ein Fachmann, be« die Wissenschaft wr dieLand. wirtschaft mehr verwerten Will .einen Vorschlag Infolge der Entwertung unserer Mark wird der Einkauf ausländischer Lebensmittel von Tag zu Tag schwieriger. Das bedeutet für immer weitere Kreise des deuffchen Volkes Unterernährung und schließlicher Hungertod; denn Die heimische Landwirtschaft erzeugt nicht genug Lebensmittel, um den Bedarf der deutschen Bevölkerung decken zu können. Immerhin Ware »§ möglich, das Ernteergebnis bei Anwendung der chemischen Hilfsmittel noch zu st e i g e r n, wie es z. B. bei richtiger Mischung von künstlichem Dünger geschehen könnte.. Wahrend bis jetzt auf einem preußischen Morgen im Reichsdurchschmtt nur etwa 6 bis 7 Zentner Getreide oder etwa 50 Zentner Kartoffeln geern- tet werden, erzielen wissenschaftlich geleitete Güter auf der gleichen Fläche unschwer 16, ja bis ->4 Zentner Getreide oder 150 und mehr Zentner Kartoffeln. Eine Steigerung des Reichsdurck- schnittsertraacs um nur 4 Zentner, also auf 11 flentner je Morgen, wie fie von der landwirtschaftlichen Wissenschaft als sehr wobl erreichbar bezeichnet wird, ergäbe bei 58 Millionen Morgen, die in Deutschland mit Getreide bestellt werden, einen Mehrertrag von 232 Millionen Zentner, auf den Kopf der Bevölkerung etwa S'X Zentner Getreide oder 4'/ Zentner Brotmebl oder 6 Zentner Brot. Jeder Deutsche hätte dann jeden Tag einzweidrittel Pfund Brot mehr zu verzehren als jetzt. Um dieses Ziel so schnell wie möglich za -erreichen, braucht der Facklmann. der akademisch gebildete Landwirtschaftslebrer, die Mithilfe der deuffchen Volksschullehrerschaft. Sie muß dis wichtigsten naturwissenschaftlichen Grundlagen i der Landwirtschaft und des Obst- und Gemüsebaues lehren, damit in den Schülern ein Verlangen nach
landwirffchastlicher Flachbildung entsteht, der Besuch der landwirtschaftlichen Winterschulen besser wird und auch der Kleinbauer landwirtschaftliche Vorträge und Abband- ’ hingen wirklich verstehen und praktisch verwer- t ten lernt. Da sich jedoch die Ansivirkungen eine? ' solchen Schulunterrichts, wie er hier gefordert , wird, erst nach fahren voll teigen, andererseits , unsere furchtbare Not aber Maßnahmen zu fo- । fertiger Ertragssteigerung unbedingt notwendig , macht, ist es nötig, daß man land Wirt- sch östliche Lehrgänge, Wenn auch tn ■ verkürzter Form, mit den bereits im Beruf 1 siebenden Kleinbauern und Kleingärtnern ab» : hält oder die Schnlffiren recht weit austnackt und «die erwachsene Bevölkerung an diesem Un- i terrickt kn der Volks- oder Fortbil. , dungsffchnle teilnehmen läßt An manchen , schulen ist diese Forderung bereits verwirklich:, und der Lehrer zählt teilweise mehr 4f!—50 Fahre alte als 14—15jährige Schüler. Voraussetzung hierfiir ist. daß der Unterricht ganz auf 1 das praktische Leben eingestellt und
mit prattifchcn Beispielen
; unter Selbstbetätigung der großen und kleinen SckÄer gegeben wird. Geschieht dies, ist es durchweg nicht schwer, Bauern und Kleingärtner für diese Sache zu gewinnen. Kosten entstehen nicht viel. Es genügen folgende Lehrmittel: 1. einige Reagenzgläser, 2. ein Maßzdlinder. 3. ein Glastrichter, 4. eine Kochflasche, 5. ein B-cher- qlaS, 6. eine Retorte mit Vorlage, 7. eine Kork- feile, 8. eine Trichterröbre und 9 Pfund Glasröhren von 6—8 Millimeter Durchmesser mit 50 Zentimeter langem passendem Gummi- schlauch. Die Anschaffung dieser Gegenstände, die für etwa zwei Pfund Butter zu staben sind, dürfte Wohl auch der ärmsten Gemeinde möglich fein. Denn der Lebrer dann noch unter Mit« arstett des KreislandwirtlchaftslehrerS ein kleines VerfnchSfeld bezw. einen feldmäßiq anaebanten Garten anleat, wird bald eit Erfolg tu festen fein und die sicher eintretende Erftaassteiaerung wefentfick zum Wiederanffti eg imkere? Vaterlandes beitragen. Darum die Lebrerfchaft art die Front wr Bekämvftmg de« grimmigsten Feindes Deuffchland?, deS Hunger"
Nach Mitteilungen mts Washington liegt eine amerikanische RegierrmaNundgebimg vor, in welcher zum Ausdruck gebracht wird, daß Amerika sich ffr die Einrichtung eine- Delt^ schi edSgerichtShoseS ausfpricht, der im Haag errichtet werden soll. In der Kundgebung spricht der Präsident Haiding auS, daß die amerikanische Regierung endgfiftig den Gedanken ritte« Beitritts der Vereinigten Staaten zu dem Völker, stund von sich gewiesen hat. Amerika stabe we- KomitreS ist mtf nächsten Montag MRefr“). , der die Absicht, durch eine Seitentür, HintertSr
Am das deutsche Angebot.
Lurzon ist nicht hoffnungslos.
(Eigener Drahtbericht.)
London, S. Mai.