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Dienstag, 1. Mak 1923.

Kasseler Neueste Nachricht«»

13. Jahrgang. Nr. 100.

Turnen

Sh-ort Spiel

Netten

test umhergetragen worden sein, i schweia eine von achthundert Ellen.

in Braun- . Seit dem

Hühneraosen Äti;

Hühneraiigen-LebewohL

Hornhaut an der Fußsohle beseitig. Lebewohl-Ballen-Scheiben. Kein Verrutschen,keinFestklebena. Strumpf. In Drogerien u. Apotheken. Man verlange ausdrückl. Lebewohl.

Llnfere Lieblingsgerlchte.

Wer hat die guten Bissen erfunden?

Von den Genüssen des MagenS wissen schon die alten Dagen itrtb Volksepen, wie etwa hie Odyssee, mancherlei zu berichten. Butter; dieses Produkt, das heute nur allzu rar gewor- den iss, Haden wahrscheinlich die Römer erfl von den Germanen kennne gelernt. Arn mei­sten wurde sie früher in Wandern verbraucht. Belgischer und westfälischer Schinken galten schon seit Jahrhunderten alS DÄikatessen. Ha­sen. die di« Gallier einst verMcheut hatten, wurden im vierzehnten Jahrhundert gern g«i qessen und erfreuen sich dieser Beliebtheit sichert lich noch heute. Im sechzehnten Jahrhundert, der Zeit des größten materiellen Genusses, wur­den die ersten Makkaroni fabriziert.

Uralt ist di« Wurstfabrikation. Ein »gefüllter Geißmagen* wird schon in der Odvssee erwähnt. Die Griechen liebten auf Rost gebratene Würstchen. Die Römer aßen alle möglichen Sorten von Würsten. Und. daß Deut­sche stet? Wurstliebhaber gewesen sind, ist be­kannt. In Königsberg soll 1701 eine zwei­tausend Fuß lange Wurst beim Bolks-

Korprrlenz ist unschön und ungesund. Wir raten Hhnen, 30 Gramm echte Toluba-Kerne zu kaufen, die wirksame, völlig unschädliche, settzehrende Stoffe enthalten, davon nehmen Sie 3 mal täglich 12 Stück. Sicher erhältlich: Engel-Apotheke am Rathaus, Obere Königstraße 21.

dreizehnten Jahrhundert wurde nicht mehr aus­schließlich Schweinesseikch zur Wurst verwendet, sondern auch Rindfleisch. Später mischte man Kalb- und Hühnerfleisch dazu.

Der Wein wurde schon tat Hoben Lied be­sungen:Was ist daS Leben, das kein Wein ist!* ... Der erste Reiswein soll nm 2200 v. Ehr. in China bereitet worden sein. Dem Kaiser Nute scheint aber das Getränk nicht ge­schmeckt zu haben, denn er verbannt« den Er- Inder. Getränke kosteten dem Gastgeber im echzehnten Jahrhundert etwa daS drei- bis fünffache der Speisen. Und das ist Wohl heut« noch nicht vi«l anders geworden.

Nadsavren.

Rund um den Meißner".

Rur noch wenige Tage trennen von diesem von dem »Kasseler Radsahrerverein Wanderer 1901* veranstalteten und von Kasseler Radsport- kreisen mit großer Spannung erwarteten Stra­ßenrennen. Am kommenden Sonntag wird es sich entscheiden, wem es vergönnt ist, den Sieg davonzutragen. Voraussichtlich entspinnt sich ein heißer Kampf, der unter den 75 gemeldeten Fahrern die besten von Kassel, Eschweg«, Trey­sa, Neustadt, Menge ringhausen, Gensungen usw. sind vertreten. Der Wert der achtzehn Ehrenpreise übersteigt mehr als eine Million Mark. Der Start ist morgens 7 Uhr Sanders- häuserstraße am Gasthaus »Stadt Hannover*. Die vorgeschrtebene Strecke ist 133 Kilometer lang und führt über Münden. Witzenhausen, Soden-Allendorf, Niederhone, Waldkappel. Helsa zum Ziel Kassel, Leipzigerstrabe Gasthaus ,-- merhalle*. Die ersten Fahrer werden kurz nad 11 Uhr am Ziel erwartet.

Stockball.

K ur Hess en 1. B. SP. C. Sport 1. 5:0 (Halbzeit 2d)). Sport betrat nur mit zehn Mann den Rasen, während Kurheflen für Halbrechts und rechten Läufer Ersatz einstellen mußte. Kur Hessens Elf, von der besonders der Sturm einen guten Tag hatte, hatte während des ganzen Spieles di« Oberhand und konnte die vor eint» gen Tagen erlittene Niederlage wieder gut ma­chen. Kurhessen 3. gegen T. u. Spv. 1848 1:5 (1:1). Bis zur Halbzeit vollständig ausge­glichenes Spiel. Alsdann ließ Kurheffens Sturm merklich nach und infolge zu weiten AufrückenS der Verteidigung gelang es den Rothosen, noch viermal bis zum Schlußpfiff erfolgreich zu sein. Kurh.-ssen Damen B. f. B-Marburg Da­men 2-1. Ausgeglichenes Spiel, das den Ein­heimischen durch bessere Stocktechnik den Sieg brachte. Kurhessen-Jugend AS. E. Göttingen - Jugend 0:4. Kassel-neu zusammengestellte Elf war den Göttingern nicht gewachsen und kann nur durch eifrige- Training di« alte Spielstärke wieder erreichen. Kurhest sen-Jugend spielt am Sonntag gegen den Hockey- Klub Eisenach unentschieden 2:2. Sport gewann an einem der letzten Sonntage gegen Borussta- Fulda in Fulda Sch. , Dr. H.

Der Lenzmonat.

Ein Vielgepriesener.

Der vielgepriesene Lenzmonat steht vor der Tür, aber er ist durchaus nicht immer derwon­nige Gefells*, als den ihn das Lied des Dichters schildert. Gar ost bringt er auch in normalen Jahren empfindlich kühleS Wetter, reichliche Nie- derschläge, zuweilen selbst noch in Form von Schnee, und nicht unerhebliche Nachtfröste, die schweren Schaden an Saat und Blüte anrrchten können. Insbesondere sind die Tage der drei »Eisheiligen*. Mamertus, Pankratius und Ser­vatius am li., 12. und 13. Mai, zu denen in Süddeutschland am 14. Mai noch der Bonifazius kommt, alsstarke* oderwilde* Männer oder ^Beintöter* vom Landmann gefürchtet. Denn an riesen Tagen reckt nach altem Volksglauben der Kwn totgeglaubte Winter noch einmal drohend ine Faust und fährt mit Eiseswind durch die grünende Flur.

In die Maienzest, diesmal aus den 10. des Monats, fällt auch fast stets das Fest Christi Himmelfahrt. Es trägt im Volksbrauch einen ernsten Charakter und ist in mancher Hin­sicht ein bedeutsames Fest; vielfach werden an diesem Tage auf dem LandeFlurprozefstonen* oderGrenzumzüge* abgebalten. Pfingsten fällt erst an den Anfang des letzten Maidrittels, und man darf somit die begründete Hoffnung hegen, daß bis zu diesem Zeitpunkt auch die ätzten Rückschlä« überwunden sein werden, so daß an diesem schönsten Fest des JahreS auch der Früh- ling sein schönstes Gesicht zeigen wird. Freilich bietet weder ein später, noch ein früher Pfingst- termin irgend eine Gewähr für warmes Früh- lingSwetter, denn die kalten Kalendermänner stnd nicht nur gestrenge, sondern auch unbe­rechenbare Herren und kommen, wann es ihnen gerade paßt, mal früher, mal später im Lenz­monat. Und so ist es denn in Wahrheit eine Glückssache, ob man am Pfingstfest sich in lachen­der Flur ergehen kann, oder ob man Gelüste nach dem wärmenden Ofen verspürt.

Der Name des Mai ist nach einer Ansicht von

Der Rasensport in Kassel.

Von zwei recht gut und anregend verlauf.nen Füßballwettspielen kann diesmal der Rasensport berichten. Am Sonnabend trafen sich auf dem Sportplatz an der Schwanenwiese die Mannschaf­ten des Turn, und Sportvereins von 1848 undKurhessen* in einem Freund­schaftsspiel, das die 1848er mit 2:1 gewinnen konnten. Beide Vereine versuchten neue Kräfte, ein Experiment, das bei dem Platzver.'in als ge­glückt angesehen werden kann, während bei Kur- Hessen doch Wohl weiterversucht* werden muß. Das Spiel selbst war in allen Teilen recht inter- essant und sah Wohl di> Kurhessen im Feldspiel eine Kleinigkeit überlegen, dagegen waren die 1848er vor dem Tore die gefährlichen Stürmer. Aus einem weiten Schutz ging der Platzverein in Führung, eigentlich für Gabel haltbar. Nach der Pause glich Kurhessen aus, jedoch stellte ein schö­ner Schuß des Rechtsaußen Beutel den Sieg für die 1848er sicher. Der Schiedsrichter sah manche groben Verfehlungen im Spiel nicht.

Sport Hermania 0:0.

Mehr Interesse brachte man dem Zusammen­treffen der Mannschaften des SportvereinsHer­mania" und BallsvielklubSport" entgegen. Das Protestspiel sah die Blauweitzen im Vorteil, da sie mit Ausnahme von Haase, der recht gut ersetzt war, in voller Stärke antreten konnten, während die Struthbacher aus die Mitwirkung ihres be­sten Stürmers Schüler verzichten mutzten. Mit einem riesigen Eifer gingen die Hermanen in den Kampf und zeigten den erfahreneren Spielern von Sport, welche Kampfkraft in der jungen Mannschaft steckt. Die zahlreichen Zuschauer be­kamen ein Spiel zu sehen, wie eS nur selten ge­boten wird. Technisch und taftisch beide Mann­schaften aus voller Höhe, daS Spiel selbst Hart, ohne scharf zu werden, sah di« Hermanen infolge ihres Eifers mehr am Ball als den Gegner. Rur der glänzenden Arbeit der Sportverteidiguna einschließlich des hervorragenden Torwarts ist e- zu danken, daß das Spiel 0 V unentschieden altsging. Aber auch die StürmerreiheSport-* war in voller Fahrt, ohne die Leistungen des ver* gangenen Mitwochs zu erreichen, oder war di« bessere Verteidigung schuld? Das Spiel war ein sportlicher Genuß. -e-

der Gegner wegen einer Daumenverletzung auf- geben muß. Eine von Zuschauern gestiftete Prä­mie von 10000 Mark erhielt Graß.

Der mit großer Spannung erwartete letzte Kampf zwischen Domgörgen-Köln und Ellerholz- Hamburg fitzt« dann mit voller Wucht ein. Es war ein Kampf zwischen Technik und hartem Aushalten. Domgörgen war seinem Gegner in jeder Beziehung überlegen, der stets den Nah- kmnpf suchende Ellerholz hielt mit unglaublicher Ruhe die härtesten Schläge aus. Er hält sämt­liche zehn Runden durch, muß aber den Punkt­sieg seinem Gegner überlassen-

Für die nächste Veranstaltung ist ein hervor­ragender Kampf zwischen dem glänzenden Char­lie Watson und dem deusschen Meister Urban Gratz-Köln vereinbart, der in d.>r gesamten Sportwelt mit größter Spannung verfolgt wird. Wie wir hören, soll dieser Kampf in Kassel zum Austrag kommen.

Die 25 Eisenbahner

Ti» erschütterndes Bild deutsche« Schicksals.

Ein Frankfurter, der zufällig Augenzeuge einer Sune beim ndschtednehmen gelegentlich einer MassenauSweisung Im besetzte« Gebiet Trat, gibt einem Blatt seiner Heimat ladt di« nach- folgende, uns Alle erschü tternde Schi.dcrung: Ein nicht zu ferner Ort des besetzten Gebie­tes. Fünfundzwanzig Eisenbahner und etwa siebzig Familienangehörige trifft das harte Los, von den Franzosen in die Verbannung geschickt zu werden, von denselben Franzosen, die im um­gekehrten Falle in ihrem Hyperpatriotismus ihren Landsleuten ob ihrer Vaterlands­treue und Pflichterfüllung die Gloriole ums Haupt weben würden.

Es war die traurigste Stunde, die die Ge­meinde je erlebt, deren alteingesessene Bürger, die sich in jahrelangeut Ringen ein Häuschen und ein Stück Feld erarbeitet, durch Machtgebot von ihrem Grund und Boden verjagt wurden. Die fünfundzwanzig pflichtgetreuen Eisenbahner waren schon vorige Woche mit der Bahn fort» geführt worden, anfangs dieser Woche mußten die Angehörig-en folgen. Das ganze Dors war zum Abschied der Schwergeprüften erschie­nen, die man auf mit Plandecken versehenen Wa­gen abtransportierte: alte Mütter, die einen ruhigen Lebensabend verdient, junge Mütter mit kranken Kindern an der Hand, SäuÄinge, der Wiege noch-nicht entwachsen, ältere Söhne und Töchter, Eltern, die schwerkranke Kinder in Pflege zurücklassen müssen. Deutschenschicksal« im fremden Joch. Ein junger Bursche ist dar­unter, der gerade von einer schweren Operatton kommt. Ohne Sitzgelegenheit wird er erbar­mungslos dem Lastauto überantwortet. Ein äl­terer Mann mit lahmem Bein, der nur mühsam vorwärtShumpeln kann, teilt seine Gesellschaft. Ein Familienvater mutz vom Bette seiner mit dem Tode ringenden Frau weg über die Grenze! Bei einem vierten ist der Vater am Tage der Ausweisung gestorben. Man führt die Franzosen an das Todesbett, bittet doch in die­sem Fall um Nachsicht ohne Gehör. Unter dem Klang der Totenglocken muß die Familie des ans dem Schrägen Liegenden Heim und Hof ver­lassen. Niemand darf im Haus bleiben, nicht einmal die Säuberung der Wohnung nach dem Sterbefall kann besorgt werden.

All dieses Unglück stand in diesem Häuflein der Siebzig zusammen, als es galt, Abschied zu nehmen. Ein heiliger Ernst lag über allen Ge­sichtern, und nicht einmal ein hartes Wort gegen die Gewalthaber wurde verstohlen laut.--

Je näher die Zeit der Abfahrt kam, desto größer wurde die Menschenmenge, desto zahlreicher wur­den auch Die, denen heimlich eine Träne des Mitleids im Auste glänzte. Eine junge Mutter mit ihrem einjährigen Kind« kommt zuletzt. Schweigend macht man der Armen frei« Bahn. Und dann beginnt das große Abschiedneh­men. Großmütter umarmen zum letztenmal ihre Kinder und Enkel, Blumensträuße werden in die Wagen hineingereicht, die Geistlichen spen­den stärkend« Worte des Trostes und der Hoff­nung auf ein ... Besser! Händedrücke stumme Seufzer Tränen die Zeit drängt die Posten werden ungeduldig der traurige Zug setzt sich in Bewegung. Durch die unabsehbare Menge geht ein Tücherschwenken und Winken, Frauen und Kinder können nicht mehr an sich halten und weinen laut, wahrend ergraute Män­ner in stummer Wut und wehmutsvoll sich zur Seite wenden.--Ein sonniger Frühlings­

morgen steigt herauf. Wieviel Glück und wieviel Hoffnung ist hier vernichtet. ES wäre wahr­haft unertragbar, wenn nicht die Hoffnung auf einen anderen Frühlingsmorgen blieb« ...

dem Wort magnuS (groß) abgeleitet und soll an. deuten, daß zu dieser JlchreSzeii die Saaten groß werden. Wahrscheinlicher ist aber di« An- zchauung richtig, die den Namen des fünften Mo­nats von Maja, der römischen Frühlingsgöttin, ableitet, der zu Ehren im alten Rom besondere Feste veranstaltet wurden. In späteren Zeiten galt die römische Göttin, mit der griechischen Maja identifiziert, als Muttre des Merkur und wurde neben diesem verehrt. Das römische Mer- kursest fiel auf den 15. Mai und wurde, der Bedeutung des GotteS Merkur gemäß, von oen Kaufleuten besonders gefeiert.

Unser Körpergewicht.

Werden wir Heiner und leichter?

Bekanntlich kann man für jedes Alter, ein be­stimmtes Rormalgewicht und eine bestimmt« Normalgröße aufstellen. Ebenso wie das Ge­wicht nimmt nun auch die Größe, d. h. das Wachstum bis zu einem gewissen Alter zu, um sich dann wieder in einer absteigenden Kurve nach unten zu bewegen. So liegt daS Maximum an normaler Körpergröße beim Mann wie bei der Frau etwa zwischen dem 25. und 30. Le­bensjahre. Während daS Höch stgewicht des Mannes jedoch meist mit dreißig Jahren vor­liegt. hat die Frau ihr maximales Körperge­wicht erst mit vierzig Jahren erreicht. Die Zählen dieser Vergleichsstatistik geben da­von ein genaues Bild.

DurchschnittSlänge eines jungen Mannes von fünfundzwanzig Jahren beträgt 172 Zenti­meter, und für diesen Wuchs und dieses Alter ist ein Gewicht von 68L Kilogramm alS nor­mal zu betrachten. Bei einem dreißigjährigen Mann ist die Länge dieselbe geblieben, das Normalgewicht ist aber größer geworden. eS be­trögt 68,9 Kilogramm. Im vierzigsten Lebens- jahr ist die Höhe des Durchschnittsmannes um einen Zenfimeter kleiner geworden, auch das Gewicht ist herunteDgegangen. I« dieser Weise geht es abwärts mit zunehmendem Alter und man erhält auf Grund vielfacher Untersuchun­gen folgende Normalrahlen: Vierzig Jahre: 171 Zentimeter Wuchs, 68,8 Kilogramm Gewicht; fünfzig Jahre: 167 Zentimeter WnckS, 67,4 Ki- logramm Gewicht: sechzig Jahre: 166 Zentime­ter Wuchs, 65,5 Kilogramm Gewicht.

Das weiblich« Geschlecht bleibt in der Regel im Wuchs hinter dem männlichen zurück, ist aber von Natur aus mit Fettpolstern reichlicher aus­gestattet. Mr Frauen gilt folgende Gewichts­tabelle alS normal: Zwanzig Jähre: 157 Zenti­meter Wuchs. 54,5 Kilogramm Gewicht; fünf­undzwanzig Jähre: 157 Zentimeter Wuchs, 55,0 Kilogramm Gewicht; dreißig Jahr«: 157 Zen­timeter Wuchs, 55.1 Kilogramm Gewicht; vier­zig Jahre: 155 Zentimeter Wuchs, 58,5 Kilo­gramm Gewicht; sechzig Jahre: 151 Zentimeter Wuchs, 56,7 Kilogramm Gewicht.

Boxen.

Die II Professionalwettkämpfe in Kassel.

Direktor Kremer hatte mit seiner zweiten Ver­anstaltung in Kassel ein wirklich gut gewähltes Programm zusammengestellt und es mutz den Beteiligten die Anerkennung gezollt werden, datz sie sämtlich redlich kämpften und so dem schönen Sport der Selbstverteidiguua in recht guter Form den nicht allzu zahlreichen Zuschauern bo­ten. Wir sind im Glauben, daß die für Kasseler Verhältnisse immerhin r-cht anständigen Ein. trfttspreise sportbegeisterte Zuschauer abgehalten haben Di? Darbietungen selbst verdienen in Höch' sttm Maße Anerkennung und ist zu wünschen, datz bei der tat Mai stattfindenden Weberho­lung recht viele Zuschauer diesem jüngsten deut­schen Sport ihre Auftnerksamkeit schenken. Aus der Borerschar sind besonders hervorzüheben: Utban Graß, ein vorzüglicher Boxer im Ban­tamgewicht, der in seiner vollendeten Art wohl keinen ebenbürtigen Gegner findet- Nach den FmUreisen wird ihm auch in diesem Jahre die deutsche Meisterschaft nicht zu nehmen sein. We er seinen zwölf Pfund schwereren Gegner mür­be machte, war einzig und die Aufgab? deS Geg- nerS, wegen einer Daumenverletzung, rettete ihn nur vor dem Niederschlag. Recht beliebt machte sich der noch recht jugendliche Willi Fischer-Köln, der in dem erfahrenen Watson seinen Bezwinger sah. allerdings war ein Mißverständnis schuld, datz der Kampf nach zwei Stunden abgebrochen werden mutzte, obwohl nach der Punktwertung keiner der Kämpfer dem anderen etwas voraus hatte. Reckt tapfer kämpfte Beyerfing gegen den belferen Höhl-Köln.

1. Kampf: Erich Apfel-Köln Stadtländer- Hamburg. Apfel kämpft wett mehr im Angriff und reicht weiter al- der Gegner, der in her neunten Runde wegen einer Nasenverletzung auf­geben muß.

2. Kampf. Cbarlie Watson-London Willi Fischer-Köln. Ein schöner Kampf. D«r jugend­liche Fischer setzt Watson, der wegen einer Ver­letzung der rechten Land nur links schlägt, sehr zu, eine schlechte Deckung bringt aber Fischer ei­nen Magenhieb mit Kinnhaken ein, der ihn zu Boden bringt. Seine falsche RegelauSKgung ver' scherzte ihm den Weiterkampf.

3. Kampf: Karl Beverling-Bremen Gerh. Höhl-Köln Höhl ständig im Angriff. Di« dritte Runde steht B. schon am Boden. In der vierten stunde rettet ihn nur bi« Pause vor der Nieder­lage. Da der Kampf aussichtslos war. warfen in der achten Rund« die Sekundan1.>n das Hand­tuch zum Zeichen, daß sie dm Rampf entfeahen.

4. Kampf: Urban Graß Josef Tehlen-- beck. Der deutsche Meister muß von dem sc^ve- reten Gegner viele Kinnschläge Hinnehmen; er kämpft aber in aller Ruhe Runde für Runde, um kn der fünften als Sieger erklärt zu werden, da '

Das Turnier in Hofgeismar.

DaS am Sonnabend und Sonntag in Hof- S" »ar veranstaltete Reitturnier (siehe gen ArtikelHofgeismar* unseres nach dort entsandten U-Schristleiters) nahm einen guten Verlauf. DaS Wetter hielt sich im allge­meinen, teilweise war eS günstig. Nachstehend di« ersten Sieger:

Bielseitigkeitsprüfnng für Offizier«: 1. Stil, von Oetinger auf R.-W. Ullrich; 2. Ltn. v. Re­gister auf R-St. Sttvpa: 3. Ltn. Frhr v. Bo» denhousen auf Sch.-W. Seydlitz.

Bielseitigkeilsprüfung für Unteroffizier« und Mannschaften: 1. Wachtmeister Speicher 1./16; 2. U. W. Eisemann 5./16.; 3. O.-R- Clee- mann 5./16. .

Dressur-Prüfung für Unteroffiziere: 1. W M. Speicher 1./16.; 2. O.-W Henne 1./16. 3. Wacht­meister Pfennig 1./J6.

Dressur-Prüfung für Offiziere: 1. Rittmeist. Graf Rothkirch auf br. St. Schwalb«; 2. Ltn. Hildebrandt auf br. W. Unfried; 3. Ltn. Graf v. Büdingen auf F.-W. Quirinal.

Jagdspringen für Unteroffiziere: 1. U.-W. Engelhardt, F.-W. Tilly, Stab R.-Rg. 16; 2. Unt. Lempke, Dr.-St. Oise, 2./16.; 0 Fehler hat­ten ferner Unteroff. Dick 5./16. und Unteroff. Becker Stab 3. K.-D.

»Bereiten junger Remonten: 1. Wachtmeister Pfennig l.M; 2. Steifet ß/16; 3. Stefan­ien 2/16.

Jagdspringen für Offiziere: 1. Rittm. Graf Rothkirch ans R.-W. Quitzow; 2. Ltn. Hilde­brandt, 1./16., auf br. W. Tyrann; 3. Obltn. Brehmer, 6 /16., auf R.-St. Ordonnanz.

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