Hessische Abendzeitung
Nummer 83
Fernsprecher 951 und 953
Mittwoch, 11. April 1923
13. Jahrgang
Fernsprecher 951 und 953
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Kasseler Neueste Nachrichten
Kasseler Abendzeitung
Die Roheiten der Franzosen
I»oy« Mißyanvluna ohne «Sninv.
Dor einer Lvsung?
Deutschland soll »Men.
Si« heuchlerischer «nb lügnerischer Miuister.
Deutschland müsse bezahlen und a». rüsten. (?) Lange genug hätte Frankreich, ohne Dank dafür zu ernten, seine Interessen den In. teressen der anderen untergeordnet. (?) Nach den Jahren unvergleichlicher Langmut (I) nnv einer Geduld, der man nicht den Vorwurf der Schwäche ersparen könne, habe Frankreich deut- schrs Gebiet besetzt, nicht in der Absicht zu an. nektieren, (?) wie eß die abgeschlossenen Ber- träge dazu berechtigen. Vielleicht wird Deutsch, land vor «nserer unerschütterlichen Entschlossenheit begreifen, daß seine Interessen nicht darin liegen, in der Ungerechtigkeit (?) zu verharren.
Mi,euer Lrahttzericht.)
PariS, 10. «Ml.
Bei einer Denkmalsenthüllung in Saint- Di- zier hat der Kriegsminisier Maginot gestern
Zahlung der Reparationen.
Di« Aufnahme »er Srklärnngen Strescmann« (Eigene D-ahtmeldung.)
Besprechung mit Belgien.
P«riS, 10. Avril. (Eigene Drahtmeldung) Der belgische Ministerpräsident TheuniS sowie der Außenminister Jasper werden am Freitag in PariS eintresfen, um sich mit PoinrarS über die Frage der Ruhrbesetznng zu besprechen. Wie verlautet, werden sie am Samstag wieder abreisen. Hauptsächlich soll es sich darum handeln, dass PoincarS den belgischen Ministern Eröffnungen über Loucheurs Reise machen roui.
Dr. Höhle.
•er neue Kasseler Otzerbaurat.
Sneev »em Widerstand »er Freien bürgerlichen »eeemtgune, Vie stch an der Wahl nicht betet. Hflte, wurde gestern abend von ben Stadtverordneten mit 37 gegen 13 Stimmen Stahlbau- »M »». ing. Sichle an« Sardnrg (@l»e; »um Stabt-Danrat ber Stadt Jfaffe. gewühlt.
Fühlung mit England sucht, als günstiges Moment auslegen kann. Wer auch hker ist Vor- licht geboten, umso mehr, da die Erfahrung lehrt, daß die britische Politik bisher vor der französischen Begehrlichkeit noch stets zurückgewichen ist, und da auch die Nordamerikanische Union der französischen Ruhr- und Europa-Sabotage nach wie vor teilnahmslos gegenüber zu stehen scheint.
In der gestrigen Stadtverordnetensitzung fiel die Entscheidung über den künftigen Leiter des seit dreiviertel Jahre verwaisten Stadtbauamts. Tie Wahl war schließlich nur noch zwischen dem
Französische Roheit.
D«r Neichsprästdent bekundet fein«» Abscheu.
(Eigene Drahtmelduna.)
Berlin, 10. April.
^.drach der Gewalttat der Franzosen, die in der Eisenbahnkolonie Trier-West über hundert Familien aus ihren Wohnungen verjagt und die Möbel zerstört haben, hat der Reichspräsident folgendes Telegramm an die Cisrnbahndirektion Gießen gerichtet: „Diese neue unmenschliche Grausamkeit stanzösischen Militärs gegen Frauen und Kinder wird, f» hoffe ich, in der ganzen zivilisierten Welt eine gleiche Entrüstung und Empörung Hervorrufen, wie iu Deutschland selbst. Als erste Hilfe für die betroffenen Familien habe ich auS den mir zur Verfügung stehenden Mitteln 10 Millionen überwiesen. Weitere Hilfsmaßnahmen sind in die Wege geleitet. Reichspräsident Ebert."
Karlsruhe, 10. April. (Privattelegramm.) Wie die „Badische Presse" meldet, wurde der Radfahrerverein Wanderlust ans Kustlina-n im ; Nheinlxrfengebiet von Karlsruhe bei der Rückkehr . von einem Ausflug von den dort beflndlichcn ftanzosischen Soldaten belästigt, trotzdem das Benutzen der Straße freigegeben worden war. Die Franzosen zogen einen Arbeiter vom Rade, so daß er zu Boden stürzte. Dieser bestieg das Rad wieder, um weiterzufahren. Darauf schossen die Franzosen nach ihm und er stieg wieder ab. um stehen zu bleiben. Ohne jeden Grund wurde er daraufhin von den Franzosen in gemeinster Weife m i ß h a n d e l t. Im Beisein der Vorgesetzten der Soldaten wurde er an einen Baum gebunden. Man riß ihm die Kleider vom Leibe und schlug mit Reitveit- s ch e n auf ihn ein, so daß er schwere Verletzungen davontrug. Nach zweistündiger Mißhandlung ließen ihn die Franzosen wieder laufen.
London, 10. April.
Die Erklärungen deS Abg. Strescmann über die Reparationsfrage werden in langen Berliner Meldungen der „Times" und des „Daily Telegraph" wiedergegeben. Man betrachtet diese Bor. schlage als ein Zeichen dafür, daß auf deutscher Sette Bereitwilligkeit bestehe, die nach englischer Auffassung zu allgemein gehaltenen Ausführungen des deutschen Außenministers zu ergänzen. — Aus Paris wird berichtet: Der Senator Henri de Jouvenell hat im Leitartikel des „Matin" Gedanken entwickelt, die sich mit dem von Strescmann dargelegten Problem sehr wohl vereinbaren lassen. Jouvcnell fordert die französische Regierung auf, unzweideutig zu erklären, daß nach ihrer Ansicht Deutschland den Wiederaufbau der verwüsteten Provinzen be- zahle. Rach seiner Ansicht könnte Deutschland die dazu erforderliche Summe leicht in fünf bis cchs Fahren durch äußere Anleihen ausbringen. Er betont zum Schluß, daß seine Pläne aller- dingS nur ausführbar wären, wenn England und Amerika endMtig auf die Rückzahlung der in- trraMertrn Schulden Verzicht leisteten.
Vom Sterbebett feiner grau verjagt.
M a anheim, 10. April. (Privatteleqramm.) Die Zeitungen bringen Mitteilungen über das barbarische Borgehen bei den vor einigen Tagen gemeldeten Massenausweisungen deutscher Eisenbahner aus der Pfalz. So wurde ein Beamter vom Sterbebett seiner weggeholt. Ein Beamter wurde von französischen Gendarmen roh mißhandelt, weil er ans dem Fenster gegrüßt hatte, als die Ber- hasteten vorbriarführt wurden. Der Transport vollzog sich unter besonders starkem Aufgebot durch farbige Franzosen. Die Zollbeamten sind fast alle ausgewiesen. In den letzten Tagen waren die Ausweisungen massenhaft.
Dor Verhandlungen?
Loucheurs Steife.
Der Reichskanzler Dr. Cuno hat kürzlich von der dritten Phase des Ruhrkampfes gesprochen, worunter er nach der Invasion (Phase 1) und dem mißMckten Versuch, das Pfand produttiv zu machen (Phase 2) die Militarisierung der .stied- lichen Ingenieur-Expedition" verstand. Es gibt Politiker, die meinen, daß sich daran über nin über lang als Phase 4die Änbahnungvon Verhandlungen knüpfen werde, und sie be- grunden das mit den Besprechungen Mischen ttalremichen und belgischen Staatsmännern in Rom und Mailand, mit dem Besuch Lord Curzons in Frankreich und der Visite des früheren Wrederaufbauministers Loucheur in London. Be- sonders Loucheurs Reise oeschäftigt lebhaft die öffentliche Meinung in Frankreich und in England und die Versuche einiger Pariser Zeitungen, sie für eine Vergnügungsreise auszu- ge^n, sind jetzt endgültig aufgegeben worden, nachdem der Ministerpräsident PoincarS Herrn Loucheur wie vor seiner Reise, so auch nach ber» [e x ” J>u einer länggeren Konferenz empfangen hat. Man hat mich die Lesart aufgegeben, als ob Louckrur über den Kopf des Kabinettschess hinweg verhanbelt habe und sich als kommender Mann präsentieren wolle, für den Fall, daß Po- mcarS über kurz oder lang an der Ruhraktion scheitern sollte; vielmehr heißt es jetzt, daß Lou- cheur als Aufbmiminister in das Kabinett ein. treten werde.
Jedenfalls hält man es sowohl an der Seine wie an der Themse nicht mehr für nötig, die Tatsache iit leugnen, daß Loucheur mit den britischen Staats- und Finanzmännern über die Rubr- und die Reparativ ns frage gesprochen hat, y>enn auch die Angaben über den 'Zweck und den Inhalt dieser Unterredungen stark von einander abweichen. Im übrigen darf man Wohl sagen, daß noch wesentlicher als der Inhalt der Besprechungen die Tatsache ist, daß sie von stanzösischer -Veite herbeigeführt wurden. ES geht daraus hervor, daß man sich in Frankreich bei der Isolierung. in die man durch die Ruhrinvasion geraten ist, nicht mehr recht woblfühtt, und es liegt darin zugleich ein gewisses Eingeständnis, daß die Franzosen an der Ruhr mit ihrem Latein zu Ende sind. Denn die Ruhraktion schädigt mit dem deutschen zugleich das französische Wirtschaftsleben und zwar sowohl direkt (steigende Kosten und verringerte Kohlenzufuhr). wie indirekt, denn ber Schaden Deutschlands ist auch der deS stanzösischen Revarationsaläubigers!
Kann man somit aus Loucheurs Londoner Reife den Wunsch der leitenden Kreise in Frankreich heraushören. im Ruhrrevier wenn möglich zu ber vierten Phase überzugehen, so können freilich aus dem, was die Pariser Presse positiv als Loucheurs Vorschläge zum besten gibt, keinerlei Verhandllungsgrundlagen abgeleitet werden, wenn man nicht etwa meinen will, daß Loucheur möglichst viel fordert, um nachlassen zu können. So kann eS unmöglich ernst genommen werden, wenn er behauptet, daß Deutschland 150 Millionen Pfund (das wären ninfzehn Milliarden Goldmark!) jährlich zahlen könne, vielmehr muß ein- für allemal erklärt werden, daß nach der ungeheueren Wertvernichtung durch die stanzöüsche Rubrverwüstting von Barzahlungen für absehbare Zeit über- l-aupt nicht mehr die Rede sein kann. Die Bevöl- 1 kerung des Ruhrgebiets hat nur einen Willen: wir geben nicht eher nach, wie kämvfen solange, -'^.^„I^tzte Franzose abgezogen ist. Bon demselben Geist ist das altbesetzte Gebiet ergriffen Es ist keine „Lösung", keine Vereinbarung denkbar, die nicht die vollständige Räumung des Ruhrgebietes zur unmittelbaren Folge hat Alles Verhandeln, alle Politik bat für die Ruhrbevös. kerung nur baitn einen Sinn, wenn sofort und vollständig geräumt wird. Alles andere ist ihr r ebensächkich. Die deutsche Regierung darf das Ausland, vor allem die alliierten Mächte dar- über in keinem Zweifel lassen. Sie muß dies als Grundlage jeder Verhandlung feftsetzen.
Auf demselben Gebiete liegt di- Wiederaufwärmung deS Planes einer ,R hei Nischen R e p u b l i t", die eine Art entmilitarisierten Pufferstaat darstellen fov. Aus den Umtrieben der französischen Söldlinge Dorten, Dmeets und wnofTen weiß man zur Genüge, welches das Endziel ist, nämlich die Losreißung des Rhein- landes von Deutschland nach dem Muster des napoleonischen Rheinbundes. Was aber die von Loucheuer verlangte Entmilitarisierung betrifft, so übersieht er schamhaft, daß oanz Deutschland entmilitarisiert ist, während Frankreich unentwegt rüstet, nicht nur gegen daS entwaffnete Deutschland, sondern auch gegen England. Die entmilitarisierte Zone wäre sinngemäß also auf französischem Boden zu schaffen. Kann somit das, was Loucheur positiv vorzu- schlaoen bat. keinerlei Verhanblunasmögl'chkeiten bieten, sondern vielmehr in Deutschland nur aus schärfste Ablehnung und geharnischten Protest stoßen, st es. sich auf der anderen Seite, .... ll1Är „eitern
ob man den Umland, daß Frankl eich wieder i eine Ansprache gehalten, in bet er u. a. ausführtc,
Uebrigens wisse man sehr wohl, daß wir das Harburger Bewerber und Regierungsbaumeister besetzte Gebiet nur nach den jeweils erfolgenden C ö st e r auS Eisleben, den di« Sehnsucht nach Zahlungen räumen werden. Die Ausführungen seiner Vaterstadt Kassel allein bewogen hat, einen des Redners wurden mit großem Beifall de- glänzenden Posten bei der Mansfeldschen kupfer- grüßt und daS Publikum ließe sowohl Maginot!bauenden Gewerkschaft aufzugeben, den weite wie Poincars verschiedenemale hochleben. (!) Kreise, auch aus dem Mehrheitslager, als her- !vorragend qualifiziert für den Posten des über«
Cfn« Ka* «nitft.MaAAkH. baurats erklärt haben. Der Prophet ist nicht an-
WR OQS JiUnrprODnm. genehm in seinem Vaterlande! So wird man
vtns Iletzt sehr viel zitieren hören. Jedenfalls ist die
«ins gewundene Antwort Bouar LawS. von der Mehrheits-Fraktion allein belastete (Eigene Drahtmeldung.) Wage der Entscheidung zugunsten von Dr.
London, 10. April. «Höhle gefallen. Dieser Herr ist nach der über-
OSerst Wedgewood, unabhängiger Liberaler, ^" Persönlichkeiten, die
richtete a->stern im Unter banke -im- Mnfrnne nn Vorbereitung seiner Stellung zur engeren an Bonar Law, ob es stimme, daß Loucheur, k'
ttHc er ifitn iit cittet linferr^buttn mitieift? vürßCTlidper bewert Objcf*
völlige Z'MiEung der enN ae stlvttat, auf persönliches Können in tec^
Sn Beziehung über jeden Zweifel erhaben ist,
auf bU 23funa be§ mufirnrob «'eine Wahl empfohlen. Die Kreise, die sei- darauf in welcher Wette man aedenke “er Wahl nahestehen, schildern ben neuen Ober-
tttttb eine S „ fei >bvurat als einen Mann, den künstlerische Gestal-
die Lage na®C'
men. Bonar Law erwiderte, daß man sich nurI
fei ^K Bonar^Law fist sich herfßntiA jetzt sechsundvierzig Jahre alte Baurat war
bie ennli^ »enie^tJü hl, 9n#V»rm .uac^ vollendetem Stttdinm als Regierungsbau- wä srÄäft™” säsä "K.sffiss Großbauten durchfabrte. Im Jahre Mage sei nie gestellt worden. Wedgewood fragt: igii beriet ihn die -Smw n r n r « ars 35ir;- richtete ttnn^sikck^n SS bm Beuten ihres gesamten Bauwesens. Dort fand er
Ä der englischen Presse eine vielseitige Betätigung im Hoch- und Tief-
erwiderte, bau. Rach seinen Plänen entstanden einige Schu- Fch kenne diese Berichte nicht. (?) |len, Zentralfeuerwache, Arbeitsamt usw. Beson
dere Aufmerksamkeit widmete er den neuen For- . deruugen des Schiffsverkehrs und dem Sied-
P a r i s, 10. April. (Eigene Drahtmeldung.) lungZwesen. Unter seiner Leitung entstanden
•*_•*** "Es ä
bent Problem der Reparation, dessen L ö s u n g I Wohnungen. In seiner Eigenschaft als Stadt- ste für nahe bevorstehend hält. (?) Rach- baurat war Dr. Höhle seit 1819 Ortskonnnissar dem ber „Matin" gestern früh in einem schein- ^ dos Wohnungswesen Leiter des Wohnungs- b-, °s,W°,-b MM b-- MIM, W-
umschriebe» Hai. tomnrt auch das »Journal des sich,sln-börde slndel — erst dann ^ist^bie Wahl DebatS" seinerseits auf diese Frage zu sprechen, rechtsgültig —, so winken ihm die verschiedensten DaS Blatt schreibt- Wir müssen jeden Augen- I^j'^ben. Namentlich gilt seine Tätigkeit der blick auf da« Eintreffen deutscher Rar- wirtschaftlichen Frage, in welcher Weise am . „J «Tr - rnU‘LT ' . ® VIzweckmäßigsten die weitere Herstellung von Woh- schlage gefaßt sein. Die Vorsicht gebietet es,Inungen bewirkt werden kann, ferner der wirt» damit zu rechnen, als ob Deutschland seinen Wi- schaftlichen Einrichttmg des Betriebs im Stadt- derstand noch lange fortsetzen werde, aber will und sonstigen Fragen des Hoch- und man vnlitisch fein fn mitfc ma» n«»a T'efbans. soweit dies unter den jetzigen Verhält-
man polittsch fern, so muß man alles voraus- möglich ist. Au neue Hochbauten kann na- setzen, somit auch daS jähe Ende des Wider- turgemäß nicht gedacht werden, wohl aber ist zu standes. Neberraschungen gehören allerdings! erforschen, wie selbst unter den heutigen schwie- nicht zu den Gewohnheiten Berlins rigen Umständen aus dem Vorhandenen etwas
’ I gemacht werden kann, das den Forderunaen ber
Axt, . Gegenwart entspricht. Die Wahl Dr. Höhles er- 2)lt Sronsoftll Qthcn nidbt. Imit absoluter Mehrheit, weil die Mehr- DoinearsS Mittailunaa» a» m» e'x.inLr IWtJfraftlan auf dem Standpunkte steht, daß daS PoineareSMttteilunge« an di- Delgtee. toon mehrfach erwähnte Notgesetz, wonach Wab- («illene Drahtmeldung.) len in ber Zeit vom 1. April bis 30. November
Paris, io. April. 1923 — also bis zum Inkrafttreten der neuen
Wie baS „Echo de Paris" bebauvtet habe ^^nieindeorbnung — mit Zweidrittel-Mehrheit Poincarö der "Meter Regieru^ eine felelra ’u bi^ Tage noch nicht
phische Mitteilung zugehen lassen. Das Blatt publiziert worden ist. glaubt über den Inhalt dieser Mitteilung folgen- Ä des veröffentlichen zu können: 1. Der frühere Mi- £>b die gestern voraenommene Wahl gesetzlich nister Loucheur war mit keiner Mission beauf-f'st. hängt von der Entscheidung ber Aufsichts-We- ttaflt. 2. Die ReparationSpolittk berpotbe ab- Jedenfalls ging die endgültige Wahl ftanzöfischen Regierung ist in keiner Weise ganz reibungslos ab, wie aus dem nach- abgeändert. Die französischen Truppen wer- stehenden Bericht ersichtlich ist. Danach bildete ben das Ruhrgebiet nicht räumen, bevor dieI Uftnhlnlt
Reparationen vollkommen bezahlt find Was Mel D8T wupiuil
endgülttge Ziffer der deuffchen Schuld'angeht, so den ersten wirklichen Punkt ber Tagesordnung hält der französische Ministerpräsident an seinen Mr die Stadtverordnetenversammlung. Im Ra- ftüheren Ervärungen fest. Frankreich wird keine m?n ber demokratischen Fraktton beantragte Dr. Verminderung feiner Rechte zulassen, aber es ix den Wild, die Wahl einige Tage zu verschieben, bereit, Me Annullierung der Bons als Kvmpen- iveil die Personenfrage noch nicht genügend ge- katton für die Summe auzunehmen, die Fran-| klärt sei. Der Antrag wurde mit 37 sozialdenw- reich England und Amerika fifatlbet Ikrattschen gegen 29 bürgerliche Stimmen äbqe-
lehnt. Als bann Professor Hebel im Samen der Freien bürgerlichen Vereinigung beantragte, daß bie Wahl Ms zum Inkrafttreten deS Rot- gesetzeS für bie neue Gemeindeordnung ausgesetzt werde, lehnte eS Vorsteher GrzesinSkf nach dem Fallen bei demokratischen Antrages ab, ober war er bereit, ihn als Erklärung der Frak. Ition zur Kenntnis zu nehmen. Daraufhin gab Professor Hebel die Erklärung ab. daß sich seine Fraftion in diesem Falle nicht an ber Wahl beteiligen werde. Stadtv. Hauschildt (So,.) führte aus: Tie Wahl wurde vorschriftSmäß'.r ausgeschrieben, eine engere Wahl getroffen mE