I
Vie Wirkung der französischen verbrechen
Wertere Besetzung
Ein deutscher Vroteff.
In Witten wurde der Schutzpolivibenmte
die außenpolitischen Voraussetzungen dazu geschaffen werden müssen. Mit anderen Worten: Es gilt die deutsche Souveränität, die deutsche Staatshoheit wieder herzustel- len, ehe wir einen Erfolg versprechenden Schritt in der Richtung der Wiederherstellung unserer Wirtschaft tun rönnen. **
Dortmund, 5. April.
Die Marokkaner haben fünf Beamte des Eisenbahn - Telegraphenamts fe st genommen und in das linksrheinische Gebiet abtransportiert. Tie fünf Deutschen wurden gefesselt in den Zug gebracht. Ihr „Verbrechen" bestrht darin, daß sic sich geweigert hatten, eine französische Depesche vor den deutschen Amtsdepeschen zu befördern. — Nach allen aus den Reichsbahnbezirken Frankfurt am Main, Ludwigshafen, Mainz, Trier und Karlsruhe eingrlau- fcnrn Meldungen haben die Eisenbahner den Befehl des Generals Dcgoutte,die Arbeit unter französischer Regie bis zum 3. April, früh 8 Uhr, wieder aufzunehmcn, einmütig ab gelehnt. Bon Gegenmatzrcgcln der Franzosen ist bisher nichts bekannt geworden.
Immer neue Gewalttaten.
Unter dem Swnck dar französischen Truppen. (Sigene Drahtmcldung.)
Essen, 5- April.
I verhaftet. In Dortmund ist aus unbekann- !ten Gründen eine Frau Budde in ihrer Wohnung von den Franzosen in Haft genommen worden. In der Nacht vom 3. zum 4. wurden auch Beamte des ReichSwasserschutzes festgenommen, im Laufe des Tages aber wieder auf freien Fuß gesetzt. Gestern haben die Franzosen den Bahnhof Kratz- Nord besetzt. Im Bergischen Land find gestern noch Wiehlmünden und Grabendrrhöhe besetzt worden. Auf der staatlichen Zeche Rheinbaben bei Bottropp versuchen die Franzosen noch immer, die dort auf- gestapclten Koksmcngen fortzufchaffen. In Witten überfuhr gestern nachmittag ein fran- zöfisches Auto einen Bergarbeiter und verletzte ihn lebensgefährlich. In Bochum beschlagnahmten Bcfatzungstruppcn bei einer Bank der Eisenbahn gehörige 250 Millionen Mark.
Aus öem besetzten Gebiet.
Gegen die deutsche» Eisenbahner.
(Privat-Telegramm.)
Paris, 5. April. (Eigene Drahtmeldung.) Ter deutsche Geschüftstsräger in Paris hat im Auftrage der deutschen Regierung bei der ftanzö- sischen Regierung gegen die Verhaftung des bayerischen Landtags-Abgeordneten Körner nachdrücklich Protest erhoben und die sofortige Freilassung verlangt. Die fran-S- sische Regierung war über den Sachverhalt nicht unterrichtet und hat baldige Antwort zugesagt.
*
Franzvflsche Sträflinge.
Essen, 5. April. (Eigene Drahmeldung.) Auf der Zeche Rhcinbabcn verwenden die Franzosen für den Abtransport der Kohle franzö- fische Sträflinge. die von Aufsehern mit der Peitsche zur Arbeit angetrieben werden.
Stsendatzn-Unsüfle.
Paris. 5. April. (Eigene Drahtmeldung.) Aus Krefeld wird von einem anMblichen deutschen Sabotageakt berichtet, der in der Form des LoSlassens unbrmannterEisenbahn- züge in der Richtung gegen Wesel vorgrmnn- men worden sei. Acht solcher Züge sollen von dem außerhalb der Besetzungszone liegenden Orte Frirdrichsfeld abgesandt worden sein. Ein furchtbarer Zusammenstoß sei eingetreten. Diebzig Eisenbahnwagen seien zertrümmert und versperren die Brücke über die Lippe. Drei verdächtige Personen seien im Zusammenhang mit diesem Anschlag verhaftet worden. — Ueber diese auf dem Umweg über Paris kommende Meldung bleibt eine Bestätigung abzuwarten. D. Red.)
dings noch ein anderer Gesichtspunkt zu beachten. Und zwar zeigt sich, daß gerade der Weltmarft viel stärker von politischen als Von wirtschaftlichen Einflüsse.« abhängt. Wer Geld anlegen will, bedarf der Sicherheit. Sicherheft ihrerseits wird bedingt durch die bestehende politische Ordnung. Bestehen Zweifel hinsichtlich des Bestandes eines Staates, ist er in seiner Unabhängigkeit bedroht, dann haben von ihm ausgestellte Schuldverschreibungen nur einen geringeren Wert als sonst. Die Aeuße- Tung der Reparationskommission zur Frage der deutschen Dollaranleibe beleuchtet diesen Tatbestand so deutlich und so sichtbar, daß dem kaum etwas hinzrrzusetzen ist. Sie stellt nämlich einstimmig fest, daß Deutschland zur Ausgabe einer Dollaranleibe nicht befugt gewesen sei; d. h. wir wären nicht Herr im eigenen Hause, sondern unterständen bei entscheidenden Maßnahmen des Staates der Kontrolle stemder Mächte. Der deutsche Staat wäre zum Beauftragten der Ententeregierunarn herabaewürdigt worden. ES ist infolgedessen nicht überraschend, wenn das Zeichnungsergebnis der Dollaranleihe manches zu wünschen übrig läßt. Praktisch wird Wohl von Seften
Eisenbahnzfigo werde» nach Kohlen durchsucht (Eigene Drahtmeldirng.)
Essen, 5. April.
Gestern vormittag 11 Uhr besetzten französi- che Ekfenbahnbeamte unter Leituna französischer Infanterie den Bahnhof Herne. Sie ließen erkennen, daß die Besetzung voraenommen wurde, um die durchfahrenden Züge auf Wagen mit Kohlen, Koks oder deren Rebcnvrodutte zu prüfen. Da das deutsche Personal sich weigerte, unter diesen umständen weiter zu arbeiten, wurden auf den Nachmittag Verhandlungen zwischen den Franzosen und dem deutschen Per- onal anberaumt. Nach zweistündiger Dauer der Sitzung wurde diese als ergebnislos abgebrochen, da die Franzosen bei ihrer Absicht verharrten, sämtliche durchfahrenden Güterzüge rn kontrollieren. Alle ankommenden itnh dnrchsahrcn- den Züge werden nunmehr auf Koble, Koks und Nebenprodufte kontrolliert. Wagen die derartige Güter enthalten, werden festgehalten und auf die militarisierte Nordstrecke überführt. Vorerst wird der Personenverkehr noch nicht behindert. Die Franzosen belegten den Wartesaal dritter und vierter Klaffe. Der am Eingang de§ Bahnhofs aufgestellte französische Posten bleibt.
verbreitete Glaube, daß tue deutsche Industrie in Devisen förmlich schwimme, ist durch das Ergebnis der Anleihe gebrochen.
Das alles darf aber nicht darüber hinivcq- täuschen, daß manche Devisenbesitzer in Deutschland die Zeichen der Zeit nicht verstanden haben. Es fällt uns deswegen nicht ein, der Wirtschaft im gesamten einen Vorhalt zu machen, aber wir haben leider die Tatsache festzustellcn, daß bestimmte Kreise dem Baterlande nicht daZ nötige Vertrauen entgegengc bracht haben. In gewissen Speknlationskreisen wittert man bereits Morgenluft. Einer flüstert dem anderen ins Ohr: Der Dollar werde wieder steigen! Demgegenüber wird uns von einer der Regierung nahestehenden Seite auf das bestimmt:^ versichert, daß die Reichsregierung gar nicht daran denkt, sich von diesen Kreisen antreiben zu lassen. Ob mit oder ohne Dollaranleihe: Die Markstüt- zungsaktion geht weiter! Die nötigen " Vorkehrungen sind, wie betont wird, seitens der Reichsregicrung schon getroffen. Die Go^d- Depots, die auf Veranlassung der Reichsregierung durch die ReichSbank in der Schweiz und in England Hinterlegt worden sind, dienen dazu, große Mittel für alle Zeit bereitzuhalt- ten. um nötigenfalls den schwersten Schlag gegen die Auswüchse der Spekulation führen zu können. Wenn es nicht anders möglich fei, dann würden nicht nur einschneidende gesctzli<che Maßnahmen. über die im einzelnen beute naturgc- mäß nock nichts gesagt werden kann, kommen, die Reichsreaienrng werde mich nicht zurückschrecken, nötigenfalls cm das Gold der R e i ch s b a n k heranzugehen.
Bei der Frage der Dollaranleibe ist aller-
ärztlich untersuchen
zu lassen. In dem ärztlichen Attest muß bescheinigt sein, daß der Antragsteller weder cm anstek- kenden oder ekelerregenden Krankheiten (z. B. Kopfgrind) noch an Trachom — der ägyptischen Augenkrankhciten, die ja in Deutschland nur sehr selten vorkommt — Krampfadern oder an einem Bruch leidet. Wer ein derartiges Leiden hat unv cs nicht vorher aushcilen läßt, darf nicht in den Vereinigten Staaten landen. (!) Die Union will nur ganz gesunde Einwanderer haben. (!) Vor Erteilung des deutschen Sichtvermerks ist beim zuständigen Finanzamt die Eintragung des „Unbedennichkeitsvermerks" zu beantragen. Wer außer dem Mobiliar und seiner sonstigen rein persönlichen Habe kein Vermögen von mehr als 30000 Mark besitzt, übrigen? etn bei der heutigen Geldentwertung geradezu lächerlich cmmutender Betrag — oder wer als Angestellter oder Arbeiter sein Steirerbuch vc>' weisen kann, erhält den Vermerk des Finm amtes gewöhnlich ohne Schwierigkeiten. Die Hinterlegung einer Stenerkantion für zwei Jahre darf von solchen Antragstellern nickt gefordert werden. Nur wer „Vermögen", also mehr als 30 000 Mark Ersparnisse besitzt, hat eine vom . Finanzamt festzusetzeude Summe zu hinterlegen. Erst dann wird der deutsche Sichtvermerk er- teilt, mit dem nunmehr beim zuständigen amerikanischen Konsul der mnerikanische Sichtvermerk zu beantragen ist. Vielfach wird beule den deutschen Auswanderern von amerikanische Verwandten die S ch i s? s k a r t e zugesandt werden. Ist das nicht der Fall, so kann man sich
Haß gegen vie Franzosen,
llnlirbsame franzSfisch« Journalisten.
(Eigener Drahtbericht.)
Berlin. 5. April.
Die französische Bluttat in Essen hat zur Folge, daß sich im bcutfrfjen Volke der Hatz gegen die Franzosen vermehrt. Pariser Blätter berichten. datz in Berlin der französische Journalist Dcvigny, der Korrespondent des „Echo de Paris", von dem Besitzer des Hauses, in dem er seine Wohnung inne hatte, gezwnngen wurde, a u s z u z i c h o n. Auf die telephonische Beschwerde d?s Journalisten beim Auswärtigen Amt habe sich ein Pnlizeiof>'ier eingefunden, der sich des bedrohten Journalisten annahm und, wie in den Berichten gefogt wurde, feine Auf gäbe mit der größten Korrektheit erfüllte. Das Haus ist den ganzen Tag polizeilich bewacht. In den Berichten wird jedoch hinzuge- fs'gt, datz die französischen Journalisten in Berlin sowohl telephonisch wie in anonymen Brie fen seitens der Bevölkerung bedroht werden.
der Entente nichts erfolgen. Indessen ist dir auch nur theoretifche .Recktsprochung'' der Re- parationskoMmiffion ein Hinweis darauf, wie es in Wirklichkeit um unsere Hage steht. Daraus fe'gt, vgß wir selbst dann, wenn wir wirtschaftliche Maßnahmen in dieser oder jener Richtung j _________________
von Staatswegen zu treffen gedenken, zunächst Obctwachtmcifict Berger"in~ seiner ‘Wohnung
Wer nach Den Vereinigten Staaten auswandern will, muß zunächst ein „Affidavit" haben. Es. ist das eine Urkunde, die die amtliche Bürg- schaftserklärung eines amerikanischen Staatsbürgers darstellt, für den nach Amerika kommenden Ansländer so lange sorgen zu wok-, [cn, bis er auf eigenen wirtschaftlichen Füßen teht. Diese Verpflichtung muß vor einem ame- ükauischen Notar unter Eid zu Protokoll gegeben werden: nach Lage der Dinge wird sie gewöhnlich von einem Anverwandten erbeten und erteile werden. Ist der Auswanderer in dem Besitz des .Affidavits" gelangt, so beantragt er bei der Polizeibehörde seines Wohnorts die' Ausstellung eines Auslandsreise Passes und eines FührungSattestes. Dem Antrag sind zwei Paß Photographien beizu, legen. Darauf hat man sich auf eigene Kosten
Sie StSnrna des Verkehrs.
Kray. 5. Avril. (Privaftelegramm > Gegen Abend ließ sich feststellen, ans welchen Gründen die Franzosen den hiesigen Bahnhof besetzt haben. Sie richteten fick auf eine dauernde Besetzung ein und zerstörten die von Kray- Nord nach Gelsenkirchen, Wanne und Watlen- cheid. sowie nach Bochum führenden S chjene n st rä n g e ans einine Meter. T-m Beamten, die Dienstwohnungen inne haben, wurde angekündigt, datz sie fich auf baldige RSumunu einrichten müßten Krau ist fetzt von sämtlichem Eisenbahnverkehr abgeschnitten.
Auswanderung.
Zahllose Förmlichkeiten.
Cin früherer amerikanischer Korrespondent, Felix Schmidt, der di« gum Kriege vielbeachtete Schilderungen an« den Bereinigte» Staaten geschrieben hat, ha» »or kurzem di» Au reis« nach New Dort angetreten. Im Nachstehenden schildert er di« AnSwandornngSschwiertgleit««.
Der gigantische Rhythmus, in dem die Weltstadt am Hudson heute fiebert und pulst, und der selbst die höchstgüschraulbten Erwartungen desjenigen übertrifft, Ser New York seit fast neun Jahren zu-m ersten Male wiedersieht, läßt rasch alle kleinen Leiden und Quängeleien, die schier unzäUige Formalitäten vergessen, denen der Deutsche ausgesetzt ist, der heute seinen ständigen Wohnsitz nach Amerika verlegen, der, kurz gesagt, auswandern will. In der guten, alten Zeit — und so darf man gewiß die Ze» vor 1914 nennen — war es sehr wohl Möglich, sich abends in einen deutschen Nachtschnellzug zu setzen, morgens in Bremen oder Hamburg anzukommen, dort gegen Erlegung einer Anzahl von hundert Markscheinen die telegraphisch bestellte Passagekarte erster Kajüte in Empfang zu Kehrnen und eine Stunde später nach Cuxhaven oder Bremerhaven abzudamipsen, um noch am gleichen Tage an Doch eines unserer Riefendampfer in See zu stechen. Hatte der Amerikareisende einen Paß, so war das gut, hatte er kernen, so war es auch nicht schlimm, wenn er erster oder zweiter Kajüte fuhr; drüben, am Pier von Hobokcn, konnte er sich in ein Auto setzen und als fteier Mann im freien Land in sein Hotel' fahren. Heute klingt das wie ein Märchen -- es war einmal...! Wann diese Zeiten toieber« kommen werden, vermag niemand zu sagen; nur so viel steht fest, daß nie zuvor, seit Columbus Den Fuß auf den Boden der neuen Welt gesetzt hat, die Auswanderung so unendftche
Mühen und Schwierigkeiten gemacht hat wie heute. Das Schlimmste ist, daß cs in Deutschland immer noch an einer Stelle fehlt, die den Auswanderer über die Unzahl von Formalitäten unterrichtet, die er restlos $u erfüllen hat, wenn er die Freiheitsstatue erblicken Null, die wie ein Wahrzeichen den Eingang zur Neuen Welt symbolisiert. Deutschland hat zwar ein Reichswanderungsamt; dieffeS sieht seine Aufgabe aber hanptsääilich in der Aufklärung über die Verhältnisse des Landes, daS man sich $ um Reiseziel erkoren hat. will deshalb hier versuchen, allen denen, die Neigung und Wan-' vertrieb nach Amerika locken, Fingerzeige für die Wege zu geben, die man einschla. gen muß, wenn man über den großen Deich will.
Um den Markkms.
Oie Goldanleihe.
Das Ergebnis der Dollar-Schatzanlcihe ist unbefriedigend. Von der durch die Neichsregierung angeforderten Summe von 200 Millionen Goldmark sind auf dem Wege frei« williger Zeichnungen nur 50 Goldmillionen übernommen worden. Das Bankcn-Konsortium füllt den Betrag bis zu 100 Millionen Gold- war! auf gemäß der Verpflichtung, mindestens die Hälfte der angeforderten Summe zu garantieren. Verschiedene Gründe haben gegen einen Erfolg der Dollaranleibe gewirtt. Vor allen Dingen muß man sich vor Äugen halten, daß die wirtschaftlichen Verhältnisse durch die Ruhr-Invasion ganz wesentlich verändert worden sind. Die Großindustrie muß ausländi- sche Kohle in weitestem Umfange beschaffen und diese müssen mit Devisen bezahlt werden. Aber auch Rohstoffe müssen gemäß den laufenden Verträgen mit Devisen bezahlt werden, wenn es auch nicht möglich ist, sie augenblicklich heranzubekommen. Dazu kommt als wichtigster Punkt, daß die Anleihe von außen her und namentlich durch die französischen Wühlereien geradezu sabotiert worden ist. Diese Anleihe stellte den ersten Vresnch zur Festigung unserer Währung dar. Bisher hat man immer im Auslande und nicht zuletzt in Frankreich danach gerufen, daß Deutschland einen solchen Schritt imternehme. Und nun. da es geschah, hat Frankreich die Bemühuuacn zum großen Teile zerstört. Hat man dock» schon den Einwand hören müssen, daß Deutschland für diese Zwecke Goldmark aufbringe, die cs angeblich nicht habe, wenn cs sich um die Bezahlung seiner Schulden bandele. Der im Ausland weit
Englands Bisckdse gegen Frankreich.
London, 5. April. (Eigene Drahtmeldnng.) Es verlautet, daß eine Anfrage der englischen Regierung nach Paris gerichtet wurde, die fi-h mit den Vorgängen im Ruhrgebiet befaßt. Die Anftage gründe fich auf eine Eingabe bet cnglifchen Bischöfe an Bonar Law über die Erschießung von deutschen Arbeitern in Essen. — Eine Sitzung bet englischen Bi schöfe in Orford.soll fich in einer Weise mit dem französischen Verbrechen in Essen befaßt haben, die fich stark gegen die französifch-eng- lischc Kriegsbrüderschaft richte. Das Stillschweigen der englischen Bresse über die Resolution von Oxford lasse weitgehende Schlüsse über den Inhalt der Resolution zu.
»le Franzosen kn der Sackgasse.
_ Bsssis. 5. April. (Eigene Drahtmeldung.) a,as Arbeiter-Blatt „Oenvte" stellt in seinem gc- firigcn Leitartikel f:st. das Frankreich fich an der Ruhr in eine Sackgasse verrannt habe.
Nachklänge aus Gffen.
Weitere Verletzte an« der Schießerei.
(Cijener Drahtberictzt.)
Essen, 5. April.
Än das städtische Krankenhaus find gestern noch drei Arbeiter eingeliefert worden, deren Verletzungen bei dem französischen Maschzncngewchrangrisf inzwischen Kranken- hansbehandlung nötig gemacht haben. Einem von ihnen, einem Steiget der Unionschächte, sind die Zähne eingeschlagcn, waS als Beweis dafür gilt,, datz die Franzosen auch nach der Schießerei noch mit Kolbenschlägen gegen die zurückweichende Menge vorgegangen sind. — Der komandietendc General Iacguemot hat an die Gewcrffchaftcn ein Schreiben gerichtet mit folgender Mitteilung: Der kommandierende General widersetzt sich nicht bet ö ffen tliche n Beerdigung der am 31. März gefallenen Arbeitet, unter der B e d i n g u n g, datz die Ordnung hierbei nicht gestört wird.
Meter Neueste
Kasseler Abendzeitung
Hessische Abendzeitung
Nummer 79
Fernsprecher 951 und 952
Freitag, 6. April 1923
13. Jahrgang
Fernsprecher 951 und 952
JnserttonSpreis«:») Einheimische Auftrag«; Die einspaltige Anzsigenzetle 200 Mark, Farni- lieunachrichten, die Zeil: 160 Mark die einspaltige SHeftamejeile TOT Mark. b> Auswärtige Auftrag«: Di«einspaltig« Anzeigenzeile 20!)Mark, di« einspaltige Reklam.ueile 70V Mark, alles etn. schließlich Teuerungszuschlag und Anzeigensteuer. Für Anzeigen mit besonders schwierigem Satz hundert Prozent Ausschlag. Für die Richtigkeit aller durch Fernsprecher aufgezebenen Au - zeigen, forote für Aufnahmedaten und Plätze kann eine Gewähr nicht übernommen werden Eruieret: Schlachthofstraße 28/30. Geschäftsstelle: «kölnisch? StraßeTelephon Nr. 951 und 952
Die Kasseler Neuesten Nachrichten «rscheineu wöchentlich sechsmal und zwar ab ends. Der AbonnementSprelS beträgt monatlich 3200 Mark bet freier Zustellung ins Hau' in der Geschäftsstelle abgeholt 3155 Mark monatlich. Auswärts durch die Post bezogen 3290 Mark monatlich einschl Zustellung. Bestellungen werden lederzett entgegengenommen. Druckerei, «erlag und Redaktion-. Schlachthofstraße 28/30, Für unverlangt eingesandte Beiträge kann die Redaktion eine «ermtroortung oder Gewähr In keinem Falle übernehmen. Rückzahlung des Bezugsgeldes ober Ansprüche wegen etwaiger nicht ordnüngSmätziger Lieferung ausgeschlossen.