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Protest gegen die Essener Bluttat

die

dieser Erfolg andauert, je schwieriger wird frei- rats. Er hatte fick unter den Augen des Ofst-

ziers nach Möglichkeit in dieser Weise betätigt.

Ehren, H i b e r n i a

schon trntrte der zweite

»ril, und

nen sors sicht läßt efes rrch tern >en. Be­bel, iua-

sich da?Aushalten^. Acht allmählich lockern sich die Bestände. Tastend geht der Warenhandel in manchen Zweigen dazu über, zunächst ältere Vorräte zu verbilligtem Preise abzuftoßen. Ater die Preis-Senkung entspricht bei iveitem nicht dem Maß der Dollarsenkung., denn es machen sich bereits Andeutungen aus der Industrie be­merkbar, wonach Preisaufschläge zu er­warten wären.

Die Reichsregierung hat seinerzeit die S e n- kung des Kurs-Niveaus durch ihre Interven­tion aus einem angesammelten Devi- ssn-Fonds erreicht. Das- Gold der Reichs­bank ist dabei nicht angegriffen worden. Die Aktion hat natürlich erhebliche Mittel bean­sprucht. Man war schließlich an einem Punkte angekommen, an dem eine weitere Senkung ge­radezu verheerend aus unsere Wrtschastsder- hältnisse hätte wirken müssen. Las war der Fall, als mit einem Schlage fast sämtlich« KauftStigkeit ruhte. Nun mußte die Regierung von der anderen Seite her eingretfen: Sie mußte den D o l l a r k u r s st ü tz e n da­durch, daß sie selbst zu dem ermäßigten Kurs Devisen an sich brachte. Diese Aktion bedeutet, wie man in amtlichen Kreisen behauptet, eine .Gnadenfrist für den Preisabbau" Di« Dinge sind aber nicht viel besser geworden. Handel und Industrie wie überhaupt die gesamte Wirtschaft konnten sich auf die neuen Verhältnisse einstel­len, und sie haben das auch im großen und gwi- jen getan. Aber die Senkung der Preise ist Nicht in foem Ausmaß erfolgt, wie das nach Lage ter Dinge notwendig gewesen wäre. Demgegen­über will die Regierung eine neue Sen- lungsaktion versuchen.

Würde eS nicht gelingen, die Preispolitik wirklich entscheidend zu beeinflussen, dann wäre die «roße Maßnahme umsonst getroffen worden. Sie will also einen neuen Druck ausüben. Das wäre nur dadurch möglich, daß der Dollar wei­ter hinunter getrieben wird. Die Lebensmittel­preise zeigen wieder fast durchweg eine aufftei- gende Linie. Die Anordnungen und Maßnah­men der Regierung nach dieser Richtung hin haben sich als unwirksam erwiesen. Gerade hier würde eine neue Senkung der Dollar-Kurve von großer Tragweite sein. Mit gesetzlichen Anord­nungen kann man auf diesem Gebiet nichts er­reichen. Die Regierung beabsichtigt nun, von ter Wirtschaftsseite her zu kommen. Unlöslich verknüpft wit dem Preisabbau ist die Gestaltung der Löhne und Gehälter. Bei steigenden Lebensmittelpreisen ist an eine Senkung der Ge­hälter nicht zu denken.

Jetzt beginnt auf dem ganzen Arbeits­markt die große Säuberung. Es ist ein uner­träglicher und unhaltbarer Zustand, den die Ueberspannung des Tarisgedankens geschaffen hat, daß minderwertige Kräfte genau so gut, ja teilweise noch besser entlohnt werden als die wirklich guten und leistungsfähi­gen, daß bi« gelernten Arbeiter oft weniger er­halten als die ungelernten. Zu einer Qualitäts-

Durch beharrliche Ablehnung unserer Berständigungsversuche ist die Si- rnation heraufbeschworen worden, die elf von unseren Brüdern das Leben kostete und viele an­dere schwer verletzte. Wir erklären uns solida­risch mit der internationalen Arbeiterschaft und erwarten vvn ibr, daß sie nichts unversucht läßt, uns von dem Drucke des französischen Milita­rismus zu befreien Die häufigen Zusammen­stöße mit einer friedlichen Arbeiterschaft im Ruhrgebiet find geeignet, eine Haß-Atmo­sphäre zu schassen und dem Verständigungs­willen großen Abbruch zu tun. Zugleich prote­stiert der Betriebsrat gegen die Verhaf­tung der Leiter der Fabrik. Was heute sie traf, kann morgen Vertreter der Belegschaft tref­fen. Als Vertreter der Arbeitnehmer eines Wer­kes, das biS zum Ausbruch d«S Weltkrieg-Z vor- tnieoenh als Waffenschmiede galt, heute aber nur friedlichen Zwecken dient, erklären wir, daß die Belegschaft sich zur friedlichen Bersiändiaung der Völker bekennt." (Siehe Bericht auf der 2. Seite.)

Derdafwna vvn Direfform.

Essen, 8. April. (Privattelegramm.) Am Ostersonntag früh sind vierDirektorender Krnppwerke, Brun. Hartwig, Offerte und Ritter von den Franzosen verhaftet worden. Zwei weitere Direktoren, die ebenfalls verhaftet wer­ten sollten, waren in Essen nicht anwesend.

Mark stabil. Aber die Preise sind es noch lange nicht. Als der Dollar von ter höchsten Zinne der Wnfzigtausendmark-Grenze durch die In­tervention der Reichsregierung herabgesenkt wurde, da geschah das in der Absicht, die Preis­politik entscheidend zu beeinflussen. Neben den fremden Valuten ist dieser Preisabbau am deutlichsten eigentlich nur bei den Wertpa­pieren in die Erscheinung getreten. Die Ab­schläge waren derart, daß sie über das Ausmaß im Rückgang der Devisenkurse weit hinaus gin­gen. Das ist Wohl auch mit ter Grund, daß jetzt wieder ein Steigen ter Kurse zu beachten ist. Der vorherig« Rückgang rührte auch daher, daß ter Warenhandel zuerst zu Verkäufen von Wen- papieren schritt. Erst in zweiter Linie stand für ihn die Abgabe von Waren unter dem nach dem Dollarkllrs berechneten Preis«. Man muntert sich vielfach, daß heute der Preisabbau noch so zögernd sich vollzieht. Das liegt daran, daß toir mit Warenvorräten in fast allen Betriebszwei­gen. förmlich vollgesogen sind. Kenner der Ver- 'rälrnisse iulffen über diese Dinge ganz autzeror- dentliche Mitteilungen zu machen. Der Waren­hantel konnte also zunächst den Erfolg der Ak­tion ter Reichsregierung abwarten. Je länger

Stellungnuhmr der rwmmunkftrn.

Paris, 3. April, tEigene Drahtmeldung.l Die Kommunisten veröffentlichten einen Aufruf ter kommunistischen Internationa­le, in dem die französischen Arbeiter oufgefor- dert werden, gegen die Ruhrhese^ung Kundgebungen zu veranstalten. Die deutschen Arbeiter werten aufgefordert, den deuffchen Na­tionalismus zu bekämpfen und sich mit den fran­zösischen Soldaten im Ruhrgebiet zu verbrüdern. Die Arbeiter Derttschlands und Frankreichs, so beißt es im Aufruf, müßten alles tun, damit das in Essen vergossene Blut sie nicht trenne, sondern auf das engste vereinige.

Eine belgische Darstellung.

Brüssel, 3. April. (Eigene Drahtmeldung.) Das Brüsseler Arbeit-MattPeuple" veröffent­licht die Berichte ter belgischen sozialistischen Ab­ordnung aus dem Ruhrgebiet. Der Berichterstat­ter Watiters erklärt darin, daß die Besetzung der Ruhr, ebenso wie der früher besetzten Gebiete Deutschlands obne jede Brutalität vor sich ge­gangen sei. (?) Er erklärt ferner, daß die Verpfle­gung der Bevölkerung nicht verhindert werde, daß aber die Unterbrechung des Eisenbahnver­kehrs für die Verpflegung sehr störend sei. (!) Meter den angeblichen nationalistischen Geist Deutschlands schreibt WauterS, daß er unter den Arbeitern keineswegs zu finden sei. Sie wünschen die Reparationszahlungen zu leisten und verlan­gen, daß so schnell wie möglich Verhandlungen zu einer endgültigen Lösung dieser Frage in Gang kommen. Der deutsche Arbeiter wolle aber nicht unter dem Druck te« Bajonette arbeiten.

Variier Fälschung.

Das französisch« Verbrechen in Essen.

(Ui«ener Drahtbrncht.)

' Paris, 3. April.

Vroieft Ser deuffGm Otealerusg.

Berlin, 3. April. (Prlvattelegrarmn.) Nachdem deutsche Behörden ihre Ermittlungen über die näheren Umstände, unter denen die Er­schießung ter Kruppschen Arbeiter in Essen er­folgte, im allgemeinen abgeschlossen haben, ist die deutsche Regierung zurzeit mit der Ausarbeitung einer P r o t e st n o t e an die fran­zösisch« Regierung beschäftigt. Die Note, in ter schärfster Einspruch gegen die Erschießung der Arbeiter erhoben wird, geht noch heute abend au die französische Regierung ab.

Vrelsgeflaltang.

Kommt noch ein Abba«?

Seit Wochen ist ter Dollar und damit

Anter der Erde.

Die Stadt der dreinndreitzig Schächte-

SslfenHetzen fft eine der bedeutenden Stabte des Ruhrseviet», da ee bitte 33 »»achte die Wege tu den unterirdischen «ohlenschiitzen »ffnet. Man schreibt nn darüber Folgender;

Die Stadt, die für Europas Kohlenför­derung die allergrößte Bedeutung hat, ist Gel­se n k i r ch e n, die Stadt der oreiunddreitzig Kohlettschächte. Es ist typisch für die Entwick­lung ter Kohlenindustrie dieser Stadt, daß der Gelsenlirchner Bergbau kaum 70 Jahre zurückreicht. Als in ter Mitte des 19. Jahrhun. dcrts ter Kohlenbergbau an ter Ruhr schon in hoher Blüte stand, als in ter Essener, Bochumer und Dortmunder Gegend Tiefbaufchächte bereits eine bedeutende Förderzahl aufweisen konnten, ahnte man noch nicht, ivelche riesigen Kohlen­schätze unter dem Gelsenkirchener Boden scklum- merten. Erst die Eröffnung ter Köln-Mindener Eisenbahn erschloß in ter Mitte des vorigen Jahrhunderts das damals nur achthundert Seelen umfassende unscheinbare Dörfchen dem Verkehr. Einheimische Industrielle versuchten die ersten Bohrungen mit dem Erfolg, daß inan reiche Kohlenfunde machte. Von da ab reihten sich Bohrungen an Bohrungen, und bald war fast das ganze Gebiet um Gelsenkirchen auf Steinkohle verliehen. Ater noch konnten die meisten Unternehmen die Vorteile, die sich boten, nicht recht ausnrttzen denn in dem damals noch kavitalarmen Lande war eS schwierig, die Geld­mittel auszubringen, die zum Abteufen tiefer Schächte und zur Errichtung großer Anlagen Liber Tage nottoentea waren. So kamen Un- ternchmer aus kapitalkräftigeren Ländern an die Ruhr. In Gelsenfirchen war es der Ire Wil­liam James Mulvany, ter die erste Zeche gründete, ein Mann, der damals bald auf allen wirtschaftlichen Gebieten im Rheinland und Westfalen die erste Stelle einnahm, und dem das Gebiet zwischen Ruhr und Emscher manch frucht­bringende Anregung zu seiner späteren Entwick- üina verdankt. Im Herbst tes JahreS 1855 tat Mulvany ,.

den ersten Spatenstich

zur Anlage des ersten Schachtes, den er nach seiner Fertigstellung, seinem Heimoflande zu taufte. Zwei Jähre später fite Schacht auf Hibernia in

ISchuld zuzuschieben. Für die Franzosen handelt es sich bei dem Zusammenstoß vor der Kruppschen Garage nicht nur um einen von ter Fabrikdirektion heraufbeschworenen Angriff ter Arbeiter und Angestellten auf die französischen ^Truppen, sondern es soll nach dieser Darstellung auch bewiesen sein, daß dem Anariff eine beson­dere Vorbereitung der Fabrikarbeiter durch Flug­schriften und durch die Einreihung entlassener Schupobeamter in die Arbeiterschaft vorangegair- gen war. Um den Eindruck zu erwecken, daß der ganze Vorgang von langer Hand vorbereitet worden sei, betont die Pariser Presse überein- stimmend, daß gleich nach der Abfeuerung der Schüsse und dem Abzug der Soldaten ein Pho­tograph auf dem Dache des benachbarten Fabrik­gebäudes erschien und die Versammelten auffor- terte, ihre Häute hochzuheben, um das Bild einer unschuldig angegriffenen Menge anfzuneh- men. Diese Fälschung ist zwar dumm und plump, aber das ftanzösische Volk ist zufrieden, wenn Deutschland beschuldigt wird. Auf die Wahrheit kommt es den Franzosen nicht an.

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in ier- inb sine tifit )ält lche Bor

Sozialisten Md Ruhrgebiet.

Eine Sntschlfesturrg in Belgien.

(Eigener Drahtöcricht.)

Brüssel, 3. April.

Am ersten Feiertage ging hier ter Kongreß der belgischen sozialdemokratischen Partei zu Ende. In der Reparationsfrage nahm der Kon­greß eine Entschließung an, worin die Ruhr- besetzuug mißbillig» wird. In seiner Schlußrede sagte Vanderveite, daß demokratische Regierungen ter Alliierten das Keparations- proSlem durch Vergleich oder Schiedsspruch- sen würden. Diese Erklärung sand lebhaften Bei­fall. Zum Schluß kamen die ausländischen Gäste zum Wort. Der beutfdje Vertreter Kilferdjng führte aus.Wir sind darin einig, daß Reva- rationen notwendig sind und daß Deutschland die zerstörten Gebiete wieder aufbaut. Wir wollen die Sicherheit Belgiens und Frankreichs gewähr­leisten, aber wir verlangen auch, daß das deutsche Reichsgebiet respektiert und geräumt wird."

Angriff genommen. Belegschaft und Beamieu- stab der Zeche waren damals durchweg Iren, und heute noch erinnern auf ter Zeche Hibernia die Wohnungsbauten an die ehemaligen irischen Arbeiter und Angestellten, heute noch weisen die Belegschastslisten von Hibernia Namen wie Law, Laverik und Patterson auf. Erst in der, dem siegreichen Kriege von 1870-71 folgenden Gründerzeit beteiligte sich- auch deutsches Kapital in größerem Umfang an ter inzwischen in eine Aktiengesellschaft umgewandelten Ge­werkschaft Hibernia. Der Zechenbetrieb vergrö­ßerte sich zusehends rmd heute gehört die vor zwanzig Jahren verstaatlichte Hibernia nach Bereinigung mit sieben anderen großen Zechen zu ten bedeutendsten reinen Zechenbetrieben. Der Gründung von Hibernia folgten schnell an- tere Zechenunternehmungen. In keiner deutschen und in keiner europäischen Stadt hat sich die

Fürternng terschwarzen Diamanten" in dem Ausmaß entwickelt, wie in der Kohlen­stadt Gelsenkirchen. .Ihre Grutenfelter hatten im Jahre 1919 einen Umfang von 26 260197 Quadratmeter in dreiunddreißig Schacht, cmlagcn arbeitete eine Belegschaft von insqesamr 24621 Mann, und die Förderung an Kohle be­trug im Jahre 1919 4312 578 Tonnen, das heißt sieben Prozent ter Gesamtförteruna tes ge­samten rheinffcht-wesffÄischen Kohlenreviers. Inzwischen sind die Förterziffern noch weiter gewachsen. Mit diesen Zohlen steht Gelsenkir­chen als die größte Kohlenstadt Euro­pa s da und wird in ter Welt nur von wenigen amerikanischen Industriestädten ühertvofsen. Es liegt aus der .Hand, daß sich im Verein mit der inS Riesenhafte gebenden KoUenförderuug auch andere verwandte Industrien in der Stadt festsetzten. Industriell« Führer grün­deten in ter Erkenntnis der Wechselbeziehungen zwischen Kohle nnd Eisen bedeutende Werke, die Hand in Hand mit ter Konzentration von Jndusiriekonzernen gingen. Hier erbeben sich Hochösen. Drahtwerke. Blech- und Walzwerke, .Hüttenwerke, Kesselfabriken, chemische Fahriken. Unter ten Schöpfungen der Industrie sei nicht vergessen, da? 1880 gegründete Wasserwerk, heute das bedeutendste in Deutschland, das den größten Teil ter Zechen und Werke des Jnon- iriegebiets sowie zahlreiche Gemeinden nnd Städte des Reviers mit Wasser versorgt. Dem raptten

industriellen Aufschwung entspricht natürlich auch eine fast beispiellose Entwicklung ter Einwohnerzahl und des Stadtbildes. Hier mögen Zohlen sprechen: 1818 nur 505 Einwohner, 1860: 4068. bei ter ersten Volkszählung nach dem deutsch-französischen Kriege in dem Jahre 1871: 16025 und te«tc

Die Pariser Zeitungen bringen ent­stellende Bericht« über die französische Bluttat arbeit und zu einer Förderung ter Arheitsfrcu- in Essen und suchen den deutschen Arbeitern d i e

te und tes Arb eitsinteresses kommen wir erst dann wieder, wenn wir ten besseren Arbeits­kräften durch bessere Bezahlung einen Anreiz geben, und wenn die Auslese der Arbeitskräfte nach Art und Maß ihrer wirflichen Leistungen vorgenommen wird. Der Preisabbau ist das Wirtschaftsproblem der Gegenwart. Wir dür­fen die Altton der Reichsregierung nicht etwa nur unter dem Gesichtspunkt eines Teiles der Gesamt-Polittk öer Regierung in der Ruhrftage und ihrer Lösung ansehen, sondern wir müssen sie, um sir richtig verstehen zu können, vor allem auch unter dem Gesichtswinkel der Einleitung ter Stabilisierung der Währung betrachten.

Die Essener Bluttat.

Protest bed Betriebsrats gegen die Franzosen

(Eigene Drahtmeldung.)

Essen (Ruhr), 3. April.

Der Betriebsrat (Arbeiter- und Anae- stelltenrat) bet Firma Friedrich Krupp A.-G. erhebt in einer Erklärung scharfen Protest ge­gen das Blutbad, das französische Soldaten unter Leitung eines Offiziers am 31. März unter der Kruppschen Belegschaft ange­richtet haben. In der Darstellung heißt es unter anderem:Die Mitglieder des Betriebsrates, so­weit sie anwesend waren, bemühten sich, beruhi­gend auf die Menge einzuwirken, ganz beson­ders der nachher erschossene Arbeiter Zander, Mitglied einer ünterkomuttssion tes Betriebs-

Fortsetzung des Kongresses.

Brüssel, 3. April. (Eigen« Drccktmeldung.) Der belgische Sozialisten-Kongreß setzte gestern seine Beratungen fort. Rach ter Rete des deut­schen Sozialisten Hilferdiug nahm ein Vertreter der englischen Arbei^rpartei, Morris, das Wort, der die Ruhrlsetzuug als einen Verstoß gegen den Ve: Wer Vertrag bezeich­nete und den Rückzug ter Besatzungstruppen, so- wie die Aufnahme DeutsässandS in 6en Völker, bund verlangte. Fn Anknüpfung an die Reise der alliierten Sozialisten nach Berlin fugte ter Belgier Vanderveite, daß die deutschen Sozia­listin auf die Frage der alliierten Genossen einen fochlichen und genauen Reparutionsplau vorqeleqt haben, der sich dem Frankfurter Repa- rattvnSpkan nähert. Der französische Kon- oreßvertreter HUtin erklärte, daß die deutschen Sozialisten sich so schnell wie möglich von der Re­gierung Cunos frei machen müßten. (?)

Die liebergriffe im Westen.

Franzosen-Siubruch in die Zechen. <Privat-Telraramm>

Buer, 3. April.

Nachdem vor einigen Tagen die Schachtanlage , Westerhold" voudenFranzosen besetzt nnnten ist, wurde am gestrigen zweiten Feiertag in alter Frühe auch die groß« Schachilanlagr BergnnmnSMck", ein Doppelschacht mit über 5500 Arbeitern, von einem starken Kommando französischer Truppen besetzt. Da die Hanptein- gfinge wessen ter Feiertage geschlossen waren, ver­schafften sich die Franzosen durch E i n b r u ch in eine angrenzende Ziegelei Eingang und gelang­ten dann über die Anschlußgleise hinweg in das Zechengelänte. Hier sicherten sie sich gegen et­waige Üeberfälle rmd sperrten die Einbruchsstelle

Nummer 77.

Mittwoch, 4. April 1923

Fernsprecher 951 und 952

13. Jahrgang

Fernsprecher 951 und 952

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JnserttonSproise.») Einheimische Auftrage: Die einspaltige Anzetgenzetle 200 Mark, Fami- ltennachrtchten, bi: geUt 160 Mark die einspaltige Reklamezetle 700 Mark b) Auswärtige Auf. träge: Die siuspalttz« Anzeigenzetle 203 Mark, die etnspalttge ReNanirzetle 700 Mark, alles ein. schließlich TeuerimgSzuschlag und Anzetgensteuer. Für Anzeigen mtt besonders schwierigem Satz hundert Prozent Aufschlag. Für dte Richtigkeit aller durch Fernsprecher anfgegebenen An. zeigen, sowie für Aufnahmedaten und Plätze kann eine Gewähr nicht übernommen werden . Druckerei: Dchlachthofstraße 21/30. Geschäftsstelle: Kölnisch- Straße s, Telephon Nr. 951 und 952

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