Nr. 73. — 13. Jahrgang.
Kasseler Neueste Nachrichten
Mittwoch. 28. März 1923.
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Tensch.
** Die Börse im April. Heber den Börscn- vertehr im nächsten Monat sind bis jetzt noch keine Bestimmungen getroffen worden. Die entscheidende Sitzung deS Börssnvorstandes sinder heute statt. Es ist anzunehmen, daß die erste Börse nach Ostern am Mittwoch, 4. April, abgetzalten wird. Demnach wurde zwischen die- er und der Börse am jetzigen Mittwoch, also der letzten vor den Feiertagen, ein Zeitraum von einer Woche liegen.
** Der Preisrückgang am Holzmarkt. Aus Fachkreisen wird geschrieben: Am Rohholzmarkt hat sich seit der letzten Woche in schnellem Tempo eine Preissenkung von 20—25 v. H. ergeben. Zum Teil ist sie aus den vollkommen stocken- venAbsatz von Schnitthölzern, zum Teil auf die Geldnot in der Sägewerkindustrie zurückzufiilhren. Die neuen Vorschriften für die Stundung von Holzkausgeldern, deren Erlaß im Interesse der Gesundung des Sägemühlenae- werbes und der Vermeidung von Preisübertreibungen begrüßt wurde, verhindern die be- onders starke Betätigung kapitalschwacher Kreise im Einkauf. Di« Möbelfabriken bekommen keine neuen Aufträge uUd berichten, daß die alten Bestellungen in kurzem erledigt sein werden. Mancher kleine und mittlere Dettieb des Holzgewerbes hat seine Pforten wegen Mangel an Aufträgen bereits geschloffen.
** Hamburger Warenmarkt vom 26. März. Schmalz: Die Tendenz des Marktes war wei- ter abqefchwächt. Amerikanisches Steam Lard notierte 29 >2 Dollar, raffiniertes amerikanisches
Kaffeler Neuesten Nachrichten weiter beziehen will. Daß man so was nur vergessen kann! Na, vielleicht gelingt es noch, die Unterbrechung der Zustellung am 1. April zu verhindern. Für den Mai notiere ich mir die Bestellung der mir unentbehrlich gewordenen Kaffeler Neuesten Nachrichten schon zum 15. April.
Was Cer VroduktenmarN bringt.
Berliner Notierungen vom 26. März.
Am Produktenmarkt zeigtt sich ein« ziemlich feste Stimmung. Getreide war vom Inland wenig Angeboten im Zusammenhang mit den Feldarbeiten. Die vermehrte Gelaslussigleit belebte
Schminke und Luder auf der Schulbank.
Eine Lehrerkonferenz in Narwa hat den Schülerinnen einer Mittelschule das Pudern und Schminken streng verboten. Ein solcher Beschluß, so meldet der Revalcr Bote, mag anderwärts bei Schulmädchen seltsam er» chelnen, ist aber in Narwa durchaus berechtigt. NirgeMs hat die Unsitte des Puderns so um ich gegriffen, nirgends sind Schminke und ähnliche Kosmetika auch bei den jüngsten Anfängerinnen so beliebt, wie in Narwa.
Wähnt: Oberschles. Eisenbahnbedarf 45 750, Caro 41750, Hohenlohe 29 000, Darmstädter Nationalbank 8150, Disconto 10 800, Handelsanteile (sehr fest!) 58000, Barmer Bankverein 3900. Mannesmann 51000 G., Deutsch-Luxemburger 68000, Gelsenkirchen 62250, Riedel 30500, Rolandlinie 32 500, Hapag 43000 G., Nordd. Lloyd 25 000, Hansa 31750, Deutsche Petroleum 31500, Zolltürken 32000, Sachsenwerk 13000, Hugo Schneider 26500, Mansfelder 26 500, Löwe 44500, Berliner Maschinen 34500.
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amtes für mit der geschloffen. Meldungen werdende
Ausbau deS Solbades Karlshafeu.
Die Erwägungen über den Ausbau baden dazu geMrt. daß die beiden Kreisausschüffe (Kassel- Land und Hofgeismar) folgend« Arbeiten be- schloffen und vergeben haben: Tieferlegung der Brunnensohle, Beschaffung einer neuen Pumpen- anlage, Reparatur des Dampfkessels. Zugestimmt wurde weiter der Aufnahme eines Darlehens bet der Landesverficherungsanstalt zur Förderung des Wohnungsbaues in Höhe von viereinhalb Millionen Mark zu viereinhalb Prozent Zinsen und der Ausnahme eines Darlehens bei der Kreisfparkasse im Bettage von 706381 Mark für die Erweiterung der Herzungs- anlage des Kreishauses. Der Kreistag genehmigte ferner ein« Aenderuna der KreiSjagd- fteuer-Ordnung, die ein« bedeutende Erhöhung der Abgaben, namentlich von ausländischen Jagdpächiern, vvrsteht; außerdem den Erlaß einer neuen Ordnung für die Erhebung einer Kreissteuer von der Erlangung der Erlaubnis zum ständigen Betriebe einer Gastwirtschaft, Schankwirtschaft oder des Kleinhandels mit Branntwein oder Spiritus im Landkreise Kassel und die Bildung eines Grundsteuer - Ausschusses auf Grund des Gesetzes vom 14. Februar 1923 über die Erhebung einer vorläufigen
Steuer vom Grundvermügen.
Es wurde noch die Errichtung einer Kreishebammenstelle nach dem Gesetz über das Hebammenwesen vom 20. Juli 1922 und die Gründung einer Kreisausschuß-Sekretärstelle bei der Amtlichen Fürsorgestelle für Kriegsbeschädigte und Kriegshinterbliebenen genehmigt. Nack Vornahme einiger Wahlen schloß der Vorsitzende, Landrat von Pappenheim, den Kreistag.
• Oberzwehren. 27. März. (Die neuen Mietsätze.) Dieser Tage fanden hier zwei Versammlungen (der Hausbesitzer und der Mieter) statt, in denen Stellung genommen wurd« zu den neu" en, voraussichtlich ab 1. April in Kraft ttetenden Hundertsätzen der Reichsmiete. Diese dürsten rund 5750 Prozent ans die Grundmiete betragen. Allein 2710 Prozent verschlingen die Schornsteinfegergebühren. Gegen die' fe hohen Gebühren und auch gegen das allzuviele Reinigen der Schornsteine und der viel zu kleinen Kehrbezirke im Landkreise Kassel wurde ebenfalls Stellung qenommen und ein« Eingabe verfaßt, die an die maßgebenden Stellen wei- teraeleitet werden sollen.
* Niederhone. 27. März (Dampspslüg« auf dem Rübenfelde.) Seit einigen Tagen sieht man vor Niederhone auf einem dem Oberamtmann Tannheim gehörigen Zuckerrübenplan dessen RLiben vom Winter überrascht und diesen er- staunlich gut überstanden, erst jetzt zur Ernte gelangen sollen, eine moderne Maschine arbeiten. Zwei mächtige Dampspflngzugmaschinen zielten 1
Der Detter de« Königs.
Mlls Christian VII., König von Dänemark, im Jahre 1788 durch Holland reiste, überreichte ihm ein Herr aus einer der angesehensten Familien des Landes einen Stammbaum, nach welchem er ein Verwandter des Königs zu sein behauptete. »Lieber Vetter", gab ihm der König zur Antwort, .ich bin inkognito hier, machen Sie es eben sock
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daß ich die Postanstalt erreiche, um zu 2 sagen, daß ich auch im April die i:
Opernglas verloren, Wilhelmshöher Allee 138—144. Gegen Belohnung abzugeben. Kö° nigsror 20, 1.
Mnntmatag.
Während bet Zeit vom 29. März bis einschließlich 6. April 1923 bleiben die Geschäftsräume des Wohnungs-
* Eschwege, 27. Marz. (Kreuzottern.) Die erste Kreuzotter ist in diesem Fahre in den Gre- bendorfer Bergen von dem Arbeiter Reinlhardt am Höbweg erlegt worden.
• Wehrda. 27. März. (Ein schwerer Kirchenraub.) In der hiesigen Kirche wurde etn schwerer Diebstahl verübt. Den Dieben fielen die silbernen Altarger äffchasten und sonstige wertvoll« Sachen int Werte von mehreren Millionen Marx in die Hände. Für zweckdienlich« Mitteilungen ist die Behörde dankbar.
* Momberg. 27. März. (Das unaefäncrte Brot.) Mit dem Herannaben des jüdischen Osterfestes hat von hier aus der allfÄhrlich statt- findende Versand von Mazzen (jüd. Osterbrot) begonnen. Wochenlang fahren täglich mit Kisten hochbeladene Wagen nach Babnhos Neustadt um das vorgeßchriebene Ostergebäk nicht nur in die entlegendsten Teile unserer Provinz zu bringen, sondern and) das nabe Oberbessen mit solchem 5« versorgen. Die Mazzenbäckerei ist ein nicht zu verachtender Nebenerwerb des Winters für die hiesige Bevölkerung.
* Münden, 27. März. (Abschied vom Bürger vorsteherkolleq.) Bürgervorsteher Fabrikant Karl Hassel berg legte infolge hoben Alters sein Mandat nieder. Er siebt im 72. Lebensjahre nnfo hat sich in vieler Hinsicht um Wohl und Wehe unserer Stadt verdient gemacht. Der alte Herr stammt aus Alfeld und ist zurzeit Mitinhaber der Firma Hasselberg und Blume, die Seiler- waren herstellt. Große Verdienste hatte er als langjähriger Vorsitzender des ArbeiterWIdungs- vereins, lange gehörte er schon dem Kirchenvor- staud von St. Blasii an. vor dem Kriege war er Vorsitzender des Nationalliberalen Vereins. Bürgervorsteher ist er seit vielen Fahren vor dem Krieg und wurde im Februar 1919 auf der demokratischen Liste erneut aewählt, nachdem er sich dieser Partei angeschloflen hatte. Die demo- kratisch- Fraktion verliert in ihm ihren bisherigen Vorsitzenden.
Großer, sehr scharfer bissiger Hund zu kaustn gesucht. Ang. unt C 661 an die Kaff. Neuesten Nachrichten.
die über hundert Zentner schwere Maschine über das Rübenseld. Große, fingerartige Taster laufen vorsichtig über den Boden, tasten mit staunenswerter Genauigkeit alle Erhebungen desselben ab und stellen, namentlich wenn sie eine Rübe treffen, ein schnell drehendes Scheibenmefler in der Höhe ein, das gerade die richtige Rübe köpft. Das Kraut wird sofort von einem Elevator erfaßt, gehoben und durch eine Rutsche in einer Reihe hinter der Maschine abgelegt. Die abflefMittenen Wer Rübenreihen werden von einem äußerst sinnreichen Heber erfaßt und so vorsichtig aus der Erde gehoben, daß die oft 60 und mehr Zentimeter langen tief in die Erde hinabgestiegenen Rübenschwänze trotz ihrer geringen Stärke unbefchadet mit herausgebracht werden. Vier mit Federn versehene sich schnell drehende Walzen entfernen von der Rübe die Erde und legen dieselben in einer Reih« neben dem Kraut ab. Diese Maschine leistet an einem Tage zwanzig Morgen, ersetzt also die Arbeit von 45 Frauen. Es ist die zweite Maschine dieser Art. die bis heute in der Landwirtschaft arbeitet
* Hersfeld, 27. März (Gegen das Bettlerunwesen.) Die .Notgemeinschaft von Stadt und Land" geht nunmehr mit aller Schärfe gegen das Bettelunwesen vor. Ein Teft der Gemeinden foll die gesammelten Lebensmittel bereits an obengenannte Stelle abgcliesert haben, bei der diejenigen Familie, die wirklich Not leiden und seither Lebensmittel in den Landgemeinden erbeten haben, sich melden müssen.
Wohnungen und die zur Genehmi-
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etwas die Kauflust. Händler betätigten sich leb- haster infolge vermehrter Nachfrage der Bäcker nach Mehl. Auch die Mühlen bekundeten lebhafteres Interesse. Roggen wurde teilwerie etwas höher bezahlt, Gerste hatte ruhiges Geschäft. Für Hafer zeigte sich seitens des Konsums und des Handels mehr Begehr. Mais stellte sich bei mäßigen Umsätzen etwas teurer. F utterftoff e waren sehr still. — Amtliche Notierungen: Weizen, mörk. 41000, fester; Roggen, mark. 39 000, fester; Gerste (Sommergerste) märt 31—32 000, fester; Hafer, mark. 30 bis 31 000, fester; Mais (ohne Provenienzan- gabch loko Berlin 40—41000, frei Hamburg 37 bis 38000; fester; Weizenmehl 110—115000, fetter; Roggenmehl 98—110000, fest: Weizenkleie 18500 bis 19000, fester; Roggenkleie 20—21000; fester; RapS 80000, stetig; Leinsaat 80000, stettg; Viktoriaevbsen 60—65000: kleine Speiseerbsen 40—45000; Peluschken 55-65—62000: Ackerbohnen 30—35000; Wicken 55—65000; blaue Lupinen 45—50000; aelbe Lupinen 60—80000; Serradella 70—90000: Rapskuchen 25 000; Leinkuchen 50000; Trockenschnitzel, prompt 11500 Ws 12 500; Zuckevschnitzel 17—18000; Dorsmelaffe 11500—12000; Kartoffelflocken 16-17000. Die Getteidevreise verstehen sich für 50 Kg, die Mehlst reise für 100 Ko. — Stroh und Heu. Im nichtamtlichen Verkehr der Berliner Produktenbörse wurden heute folgende Preise notiert: Weizen- und Roggen strotz, drahtgspreßt 13 Ws 15000 Hafer strotz, dvahtgevreßt 10—12000; Roggen- und Weizenstrotz, bindfaden gepresst 12 bis 14000 gebündeltes Roggenlangflrotz 13500 bis 14 500; Heu, gutes 15—17 000; do. handelsüblich 13—15000.
wa der fünffache Bettag der bisherigen Sätze erhoben, die genauen Beträge sind bei der Direk- tion der Anstalt zu er« fahren. Entsprechend wird das Schulgeld für den besonderen lateinischen, englischen usw. Unterricht und das Ein- nnd Austrittsgeld erhöht.
Eine Ermäßigung des Schulgeldes für Eltern, die zwei oder mehr Kinder städtische Schulen besuchen lassen (höhere, Mittel- oder die Handels- und Gewerbe, schule), kann auf Antrag bei 2 Kindern auf 10/12, bei 3 auf 8/12, bei 4 und mehr auf 7/12 für jedes Kind erfolgen. Der Antrag ist innerhalb 14 Tagen nach Schulbeginn bei der Schulverwaltung (Rathaus) einzureichen. Jeder Antrag muß entfiel, ten die Personalien der Kinder (Namen mit Vornamen, Schulen, Klaffen und Wohnung!.
Kassel, 94. Mär; 1923. Der Magistrat.
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Im weiteren Verlauf der gestrigen Sitzung des Kreistages Kassel-Land gab der Vorsitzende. Landrat Rabe v. Pappenheim, eingehende Begründung über den Landwege bau. Er führte ungefähr folgendes aus: Der vom Kreistag bereits früher beschlossene Land- Wegvoranschlag für 1923 hat sich bei den vorgenommenen Bedingungen als durchaus unzulänglich herausgestellt; nach den vorliegenden Ergebnissen müßte bei einer vollen Ausfütz- rung der vorgesehenen Arbeiten ein Betrag von etwa 150 Millionen Mark statt fünf Millionen Mark zur Verfügung gestellt werden. Ohne Eröffnung neuer Einnahmequellen wäre eine solche Forderung für die Kreisfinanzen nicht tragbar. Es werden aber zunächst die Ausgaben für Landwege auf das unbedingt erforderliche Maß herabzusetzen und Möglichkeiten von Ersparnissen zu erwägen fein. Andererseits weist das Landesbauamt mit Recht darauf bin. daß wenigstens in gewissem Umfange Ma terral fchon jetzt beschafft werden muß, um weiteren Preiserhöhungen aus deut Wege zu gehen. Aus diefem Grunde bat der Kreis- ausschuß einstweilen einen Kredit von zwa n- zig Millionen Mark zur Verfügung gestellt und vorsorglicherheise mit der Landeskreditkasse einen kurzfristigen Kredit bis zur Höhe von fünfzig Millionen Mark vereinbart, der natürlich nur von Fall zu Fall in Anspruch genommen werden soll Zu dieser Anleihe gab der Kreistag seine Zustimmung. Msdauu stimmte der Kreistag der Ausnahme eines Darlehens (gemeinsam mit dem Kreis Hofgeismar) rn Höbe von fünfunddreißig Millionen Mark bet dem Allgemeinen Knappschaftsverein in Bochum zu zwecks
Schnralz verschiedener Marken 30%—31 Dollar je 100 Kilo netto ab Freihafen. Hamburger Schmalz in Dritteltonnen, Marke Kreuz, 3V/S Dollar je 100 Kilo netto. — Auslandszuk- ter Der Markt verkehrte bei unveränderten Forderungen in ruhiger Haltung. Kaffe: Auf dem Hamburger Lokomarkte herrschte ein lebhaftes Geschäft in Verzollter Ware, wobei fcte Preise weiter steigen konnten. Besonders der Platzhandel betätigte sich in größerem Umsange, dagegen hält das Inland nach wie vor mit tos» teren Aufträgen zurück. — Kakao. Die Marktlage ist unverändert ruhiA, zumal von dem Inland nur geringe Ansprüche an den Markr gestellt wurden. — Reis. Bei behaupteten Preisen ist das Geschafft sehr ruhig geworden.
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Handel' Verkehr.
!&te Stimmung an 6er Börse.
Berliner Effektenmarkt vom 26. März.
Der lange auf der Börse lastende Druck scheint ich weiter vermindert zn haben. Man gewinnt den Eindruck, daß sich die Verhältnisse im Warenhandel wesentlich konsolidiert halben. Zudem ist die Geldflüssigkeit außerordentlich groß geworden. Von feiten des Publikums, namentlich aus der Provinz, lagen gestern recht stattliche Kaufordres vor, während die Spekulation die feste Tendenz anfangs zu Gewinnsicherungsverkäufen benutzte. Dies geschah mit Rücksicht auf die lange ^eiertagspause, die' immerhin eine gewisse Un- tdjeröeit schuf. Trotzdem lagen die ersten Kurse im Mittel 2000—5000 Prozent über dem vorigen Freitagsniveau. Im Verlauf wurde das Geschäft ruhiger.
Die Nachbörfe schloß fast durchweg zu den höchsten Tageskursen. Das Geschäft blieb, abgesehen von Bankaktteu. oberschlesischen Werten und einigen Spezialfachen, sehr ruhig. Die Spe- kulafiou, die nach den elften Kursen Material an den Markt gebracht hatte, war, beeinflußt durch die feste Haltung des Kassamarktes, fpäter eher zu Rückkäufen geneigt. Von Kursen seien er«
Zeichnungen nebst den dazu gehör. Berechnungen werd, als Nebenbe- schäst. anges. W. Laote, Liudenbergstraße 33.
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Am der leimst.
Kreistag «ayel-Lond.
Wie flehen öle Devisen?
Berliner Kurse am 26. März.
Am Devisenmarkt selbst sind kaum Veränderungen zu verzeichnen, lediglich weist der Kurs des französischen Franken einen wetteren geringen Rückschlag auf. Dollarnoten verkehrten auf einer Basis von 20950 Mark. Es stellten sich ferner: Auszahlung Holland 8242, Schweiz 3860, London 98000, Paris 1354, Belgien 1170, Italien 1022, Chriftiania 3788, Kopenhagen 4031, Stockholm 5558, Budapest 5 und Prag 620 Maik.
Frankfurter Abenddevisen.
London 98000, Schweiz 3850, Paris 1330, Holland 8245, Rewyork 20900, Brüssel 1160, Italien 1015. Tendenz: Unverändert.
Buntes Merkel.
Sdristus wandelt durch Westfalen.
Unter dem Wiek »Christus nnd der Westfale" erzählt di« Zeitschrist »Niedersachsen" die sok- gende alte, aber heute wieder zeitgemäße Geschichte: Christus wandelte einst ntit seinen Jüngern durch das damals noch unbewohnte Weste faleuland und redete mit ihnen vom Reiche Gottes und seiner göttlichen Sendung. Thomas aber, der Zweifler, sprach: »Herr, wärest du von Gott gesandt, so erbarmtest du dich Mer dieses fruchtbare Land uud schüfest Menschen, die seiner Früchte froh genießen könnten.- Da nahm Christus seinen Wanderstab, stieß ihn gegen einen am Wege liegenden Steinblock und sprach: »Lebe!" Und siehe, alsbald kam-Leben in den Stein und ein Mensch erhob sich von der Erde, ballte ine Faust gegen den Herrn und drohte: »Was stößt du mich!" Dann wandte er sich gegen die Jünger und ries: »Und ihr Gesellschaft, was macht ihr hier auf meinem Grund uud Boden?!" — Das war der erste Westfale und seine Nachkommen gleichen ihm noch! Gott sei Dank!
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Kassel. 26. März 1923.
Der Magistrat.
Das Schulgeld an den städtischen höheren Schulen bettägt vom 1. April ds. Js. ab 32000 M jährlich für Einheimische, 40000 .« für Auswärtige, an den Mittelschulen 22'100 M und 28000 M. An der städtischen Handels- u. Gewerbeschule wird et-
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