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Kasseler Abendzeitung

Hessische Abendzeitung

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Nummer 73.

Mittwoch, 28. März 1923.

Fernsprecher 951 und 952

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13. Jahrgang.

Weitere Dauer des Ruhrkampfes.

zn fein braucht.

Dr. R.

gebiet. Ter Preisabbau

sei noch nicht erreicht, viel weniger überschritten.

Perris, 27. Mar;.

Der deutsche Großindustrielle Hugo Stin- n e s weilt in Rom. Gr hatte mit mehreren ame­rikanischen Bankiers, die dem Kongreß der in­ternationalen Handelskammer beiwohnte, Un­terredungen, darunter mit dem Stahlköuig der Bereinigten Staaten. Gary, der auch von

Düsseldorf. 27. März.

General Degoutte hat an die Bevölkerung des besetzten Gebietes einen Erlaß gerichtet, in dem es heißt: Anschläge aller Art sind aus die Besatzung verübt worden. Diese Anschläge sind die offenkundige Folge der nationalistischen Propaganda. Sie werden offenfnndig von der deutschen Regierimg unterstützt (?), die die Der- antwortung dafür trägt (Verleumdung;). Wenn sich solche Ansckstäge wiederholen, wird der Ober­kommandierende der Truppen gezwungen sein, strengste UnterdrüikungSmaßnahmen zu treffen. Die Devölkernng läuft daher Gefahr, mit den Urhebern dieser Anschläge solidarisch erklärt zu werden. Es liegt daher in ihrem In­teresse, mit allen Mitteln, die ihr zur Verfügung stehen, derarttge Anschläge zu verhindern.

Industrielle Vermittlung? «tue Besprechung Hugo SttuneS» in Rom. (Eigene Drahtmeldung.)

Am die englische 3cw.

Der französisch-englische Eise«bahnffrett. (Eigene Drahtmeldung.)

London, 27. März.

In London fand gestern eine Aussprache des französischen Botschafters mit Vertretern des Auswärtigen Amtes über die Anwendung deS Kölner Eisenbahnabkommenes statt, wonach die Eisenbahnen im KülnerGebiet zu Zwecken der französisch-belgisckfen Truppen- und K o h- lenbefSrderung benutzt werden sollen. WiePetit Puristen" dazu erfährt, soll ein No­tenwechsel zwischen England und Deutsch­land wegen dieses Abkommens stattgefunden haben, wobei England die beutfdie Regierung aufforderte, die Maßnahmen zur Durchführung dieses Abkommens zur Anwendung zu bringen. Dieses habe Deutschland auch zugestanden (?). Die Durchführung der erforderlichen Schritte fei aber noch nicht erfolgt, sondern werde immer wieder verschoben. Die englische Regierung habe es für notwendig erachtet, von der deut­schen Regierung eine endgültige Antwort zu ver­langen und die betreffende Note sei heute dem französischen Botschafter vorgelegt worden.

LLnterdrLickungsmaßnuhmen

Frankreichs Wut über den Mißerfolg.

(Eigene Drahtmeldung.)

ter zu führen. Ans dem Gedanken heraus: Lie­ber Arbeit, Äs Arbeitslosenunterstützung, werde die Regierung der Wohnungsfrage ihre Aufmerksamkeit in erhöhtem Matze widmen. Es sollen ferner erhebliche Mittel zur Belebung des Baumarttes zur Verfügung gestellt werden.

trachttmg möglich ist, ein recht trübes Bild. Da wir seit dem November 1918 zum Ausgleich des Pasftvsaldos der Handelsbilanz keine Einnahmen aus Frachten. Versicherungen und Kapitalanla­gen im Ausland haben, so ergibt sich ohne wei­teres, daß die Passivseite unserer Zahlungsbi­lanz durch die stärkere Passivität der Handels­bilanz bedeutend vergrößert ist. Der Ruhrein­fall der Franzosen und Belgier erhöht naturge­mäß die Passivseite unserer Volkswirtschafts- bilanz ganz außerordentlich, sodaß man über den auf 7,1 Billionen festaestellten Fehlbe- rrag unseres Staatshaushaltes nicht erstaunt

Die gestützte Mark

Etrllsiand im Handel.

von Goldkonten bedarf einer zentralen Regelung.

Nachdem auch die Außenhandelsergobnisse für den Monat Dezember veröffentlicht worden sind, läßt sich nunmehr ein Ueberblick über die Ge- stalttmg unseres Außenhandels im Jahre 1922 gewinnen. Die Einfuhr von Weizen und Roggen sowie von Futtermitteln ist be­deutend zurückgegangen. Die GLnde da­für sind einmal die Intensivierung unserer eige­nen Landwirtschaft und ein weiteres Zurück- gehen der Kaufkraft der inländischen Bevölke­rung. Der Rückgang der Einfuhr an Futtermit­teln läßt den Schluß zu, daß in der L e b e n s- Haltung der deutschen Bevölkerung hn ver­flossenen Jahre durch Einengung des Fleffckkon- ftnns eine weitere Verschlechterung cinge- treten ist Diese Tatsache wird wetterchin noch dadurch erhärtet, daß die Einfuhr von minder­wertigen Nahrungsmitteln, wie Margarine, stark gestiegen ist, während die Einfuhr an But­ter und Schmalz, also hochwertige Nahrungsmit­tel, zurückgegangen ist. Die verminderte Einftchr an Nahrungsmitteln hängt natürlich mit der dauernden Wertverschlechterung der Mark zu­sammen, die besonders im zweiten Halbjahr 1922 die Einfuhr erschwerte. Ob man auf diesem Ge­biete mit einer Besserung in diesem Jahre rechnen darf, ist noch ftaglich, da wieder alles davon abhängt, wie sich unsere Valuta gestaltet. Die katastrophale Markentwertung, die im Ja- nuar erfolgt ist, überschritt ja alles bisherige M«ß und hat natürlich die Einfuhr bis auf einen unoedeutenden Refft zurückgedrängt. Im Fe­bruar dürfte wohl eine Vermehrung eingetteten sem, nachdem die Mark auf einem gewissen stand gehalten wird. Aber im Vergleich zum Vorjahre wird die Lehensmitteleinsichr noch sehr genug sein, weil der Markkurs immer noch den Außenhandel hemmt.

Daß die Volkswirtschaft als solche einen großen Produktionsrückgang aufzuwei­sen hat, ergibt sich daraus, daß die Ausfuhr von Halb, und Ferngfabrikaten bedeutend zu- ruckgegangen ist, und zwar gegenüber der Friedensausfuhr die Fertigfabrikate allein rnn nicht weniger als achtunddreißig Prozent. Be­sonders verschlechtert bat sich die Lage der deut- ichen Eisenindustrie, es wurden bedeutend mehr Halb, und Fertigfabrikate eingeführi als im Frieden, hinzu kommt die bedeuteich ver- starfte Einfuhr von Rohstoffen. Ebenko ist die Ausfuhr der Tertilfertigfabrikate zurückgegangen, während sich die Einftchr hoch­wertiger Tertilfertigfabrikate erhöht hat. Im aalehen bietet also die Außenhandels- statistck, wenn auch nur eine mengenmäßige Be-

Roch lange Seit Kamps.

Der Arbeitsminister zur Ruhrfrage.

(PrivaErlegramm 3

Berlin. 27. März.

Am Montag nachmittag fand im Staatsmini, sterium eine Besprechung des ReichSarbeitsmini- sters Dr. Brauns mit Vertretern der Regie­rung, sowie aus Handel, Jndustrie. des Handwerks und der Gewerkschaften statt. Reichsarbeitsminister Dr. Brauns erklärte in einer Ansprache unter anderem: Die Rcichs- regierung rechne damit, daß der Kampf noch Monate dauern werde. Sie sei davon über- zeugt, daß man auch im Süden den gleichen Geist der Abwehrbereitschaft pflegen werde, wie an der Ruhr. Der Höhepunkt des Kampfes

Während auf der einen Seite die Mark durch Vie Stützungsaktion der Reichsbaukstabilisiert- worden ist, wird der Banknotenumlauf immer größer. Rach dem letzten WochenauS- weis der Reichsbauk ist die Banknotenausgabe um weitere 401,3 Milliarden Mark erhöht wor­den, sodaß sich der Gesamtnotenumlauf nunmehr auf 4272£ Milliarden Mark beläuft. Lbm stärk-, sten beanspruchte das Reich das Zenttalnoteuin- stitut und zwar mit 239,5 Milliarden, während sich der Bestand an Wechseln und Schecks um 66,1 Milliarden erhöhte, d. h. die Kreditbsan- spruchrmg der Reichsbank durch private Steife blieb bei weitem hinter der des Reiches zurück. Das hat seinen Grund in allererste Linie in dem Ausfall an Staatseinnahmen und m der Vergrößerung der Staatsausgaben durch den Einfall der Franzosen und Belgier hn Ruhr- gebiet. Der Preisabbau macht langsam loeitere Fortschritte, und es ist anzunehmen, daß er nach einer erfolgten Ermäßigung der Kohlensteuer etwas beschleunigteres Tempo annehmen wird, immer unter der Voraussetzung, daß die Mark auf ihrem» seitherigen Stand ge­halten werden kann. Zeigt io der deutsche Groß« handelsiwdex ein leichtes Zurückgehen, so ist tn England das Gegenteil wahrzunehmen; der Großhandelsindex ist dort von 196,1 im Januar auf 200,8 im Februar gestiegen, was nichts an­deres besagt, als daß in England die Preise auf Grund der starken Nachfrage infolge der Lage tut Ruhrgebiet gestiegen sind.

Im Gegensatz zu der Stabilität der Mark-,,------...----- -------... .... ....

bsbife schwemkt der E f f e k tenmar k t in ft in er w ftni> ht Lage, den Kampf finanziell wrt- Haltung. Das hangt offenbar mit Efsettenab- gaben zusammen, die die Industrie- und Han­delswelt vornehmen mußte, um sich Betriebska­pital zu verschaffen. Die Diskussion über die Einführung von Goldsparkouten ist noch nicht recht vom Fleck gekommen. Der Eindruck scheint richttg zu sein, daß die Bankivelt im all­gemeinen der Auffassung ist, daß sie im Augen­blick die Verantwortung für die Einführung von Goldkonten nicht übernehmen kann, während die Sparkassen Propaganda im Sinne der Einführung machen. Uns scheint es aber, daß das Reichswirtschastsministerium auf der Hut sein muß, um sich nicht die Zügel in dieser wichtigen Frage aus der Hand nehmen zu lassen. Die so überaus wichtige Frage der Einführung

König Emanuel mW Mussolini empfange« wor­den sei. Den Besprechungen wird in politischen Kreisen große Bedeutung beigemeffen. Dar­über gibt Hutin im »Echo de Paris" Mitteilun­gen zum Besten, die ihm von besonderer diplo- maüscher Seite aus und zwar wie es heißt, auf Grund der Berichte der ftanzöflschen Botschaft in Rom zugegangen sind. Es heißt darin, daß Stinnes nicht nur nach Rom gegangen sei, um mit den amerikanischen Großindustriellen zu ver­handeln. Das sei nur ein Vorwand gewesen. In Wahrheit habe ÄtinneS im Auftrage des Reichs­kanzlers, in Rom den Versuch gemacht, die i t a- lieuische Regierung zu einer Bermitt- lung in der Ruhrfrage zn gewinnen. ES fei daß dritte Mal feit der Rnhrbefetzunq, daß Deutschland Mussolini in ein derarttgeS Unter- nehmen zu verwickeln suche. Stinnes habe mit Absicht einen Augenblick gewählt, wo Mussolini eine Zusammenkunft mit dem belgischen Mi­nister Jasper erwartet, um die Möglichkeit zu getvinuen, mit Hilfe Belgiens deutsche Vor­schläge an Frankreich zn Übermitteln.

*

Französische Ablehnung.

Paris, 27. März. (Eigene Drahtmeldung.) Ueber die Anwesenheit Hugo DtinncS in Rom äußerte sich der frühere französische Hmrdelsrnini- stcr Elementes, die interalliierte Handelsk-mnner- Konferenz in Rom werde sich jede Intervention zu einem günstigen Zeitpunkt Vorbehalten, um bet französischen Regierung keine Schwierigkeiten zu machen. Rach der ganzen Haltung der Dele- gierteu werde die Anwesenheit von Hugo Stin­nes keine Ueberraschungen bringen.

Die Muhrbesetzung.

Frankreich verzichtet vor^Snflg auf Sicherung. (Eigener Trahtbericht.)

Paris, 27. -März.

In einem Leitartikel desTenrps" wird heute ausdrücklich betont, daß die militärische Sicherungsfrage vorläufig zurückge­stellt ist und bei etwaigen Verhandlungen über eine Räumung des Ruhrgebietes von Frankreich und Belgien nicht aufgerollt werden soll. Die Ruhraktion sei zunächst zur Erlangung der Re­parationszahlungen notwendig. Natürlich sei die Sicherungsstage für Frankreich und Belgien von größter Wichtigkeit, aber die erste Bedingung der Sicherung fei die E r l a n g u « g von Z a h l u «- gen. (?) Die Beendigung des Ruhrkonflittes habe zunächst eine Verständigung Über die Zah­lungen und Zahltmgögarantien zur Vorausset­zung. Sollte hierüber keine Einigung zu erzie­len sein, so würden alle anderen Pläne die Lö­sung dieser Angelegenheit nur verzögern.

Verhaftung rmv Hausfuchung.

Koblenz, 27. März. (Privattelegrcmrm.) Der für das sozialdemokratifche Parteiorgan in Koblenz verantwortlich zeichnende Schriftleiter Otto Runge wurde von den Franzose» gestern in H a f t gconrmen und im Automobil unbekannt wohin entführt. Bei derRheinischen Warte", bei GewerkschastS- und Parteisekretären sind Haussuchungen vorgenommcn worden.

Unveränderte Lage.

Paris, 27. März. (Eigene Drahtmeldung.) Bei der gestrigen Preffebesprechung im stanzöu- schen Auswärtigen Start wurde bekannt gegeben, datz in der Ruhrfrage nichts Neues vor- liegc. Ueber eine zu erwartende Aendemng in der Haltung Englands wurde» keine be­stimmten Mitteilungen ausgegeben. Die Reise des belgischen Außenministers nach Italien wird in polittschen Kreisen mit der vor einiger Zeit erfolgten Awkündigung eimS belaisch-stan- zösifchen Gedankenaustausches über die Repa- rattousftage in Zusammenhang gebracht. In amtlichen Kreisen wird allerdings versichert, datz die Steife durch private Gründe veranlaßt fei, aber auch hier gibt mau zu, daß Jasper wahr- fcheiulich mit Mussolini« verhandeln werde.

Beschlagnahme von Waren.

Deutsches Material für Nordfrankreich.

(Eigener Drahtdettcht.1

PariS. 27. März.

Die Franzosen wollen die Waren beschlag­nah m e n. die von ihnen vor dem Ruhreinbruch für die zerstörten Gebiete Nordfrankreichs durch amtliche Vermittelung bestellt worden sind. DaS französiscke Wiedergutmachungsamt in Wiesba­den hat Befehl bekommen, diese Waren an die von den Bewohnern der zerstörten Gebiete be­stimmten Punkte zu schaffen. Die genannte Be­hörde im besetzten Gebiete hat auch die Beschlag­nahme aller Gegenstände und Erzeugnisse »er» fügt, die von Franzosen bei Deutsche« auf ge­wöhnlichem Gefckmstswege bestellt worden sind und für die volle Bezahlung geleitet wurde, oder für die der französische Besteller bereit ist, die im Augenblick der Lieferung ausgemachte Zahlung an pie Deutschen zu leisten. -

Trümmer undVerfall.

Französische Faulheit.

an« Deutsch»» ist Me Schlamperei der Urauzose» »«»eritaadlich. «afta« da« im«rteg »erftSrtt nordsraazSslsche »ediet wieder auszubaneu, taffe« ff« »4 brach liegen, am an der «Hattet, ans künstlich ihren Satz nähren |u tonnte.

Frankreich hat seine zerstörten Gebiete noch immer nicht ausgebaut. ES hat jede deut­sche Hilfe abgelehnt ur.b schützt nur im­mer die Ausgaben für den Wiederaufbau vor. Die deutschen Enlfchädigungszah' lunaen sind aber für militärische Zwecke und unlautere Ausgaben verschwendet worden. Roch kürzlich haben Deutsche Nord- frankreich bereist und sich davon überzeugt, wie tvenig bisher geschehe» ist. um das Kriegsgeblet wieder in den alten Zustand zu versetzen. Zwar: den französischen Kleinbürgern sind bereits große Summen ausgehändigt worden, sie haben aber das Geld nicht dazu verwandt, ihre Häuser und Gehöfte, ihre Ställe und Scheunen wieder bauen zu lassen, sondern das Geld genommen und au­ßerdem meist ihren Grund und Boden vertäust. Der Nachfolger erhebt jetzt seinersetts Anspruch auf Unterstützung bitrcb die Regierung. Dl- französischen Kleinstädte im ehemaligen Krregs- aebiet liegen noch immer darnieder Ganz un Gegensatz zu der kühlen, aufz Praktische gerick)- toten gewerblichen Regsamkeit, wie man sie über- all in deutschen Kleinstädten antrifft, lastet, über dem Giobelgewimmel der kleinen französischen Stadtgemeinde jene gewisse verschlafene Romantik, deren Reize zwar auch das cmp- fängkiche Gemüt des die schmalen Gassen unv Gäßchen durchwandernden Deutschen einzuspln- nen vermögen, ihm aber gleichzeitig ehrliches Bedauern u die Erkenntnis wecken, daß die ehe­mals führeude .gründe nation* heute doch schon eine erkleÄiche Strecke

hinter der Zeit zurückgeblieben ist. An malerischeu Bildern ist fretlich kein Man- gel: hochgebaute, grünüberwucherte alte Winkel, zu denen ausgetretene wacklige Stcinstuscn hm- anführen; ehrwürdige, verwitterte Kirchen, Got­teshaus und Festung zugleich; enge, ewig i« Halbdunkel getauchte Höfe mit spärlichem Gras­wuchs zwischen dem holperigen Pflaster, park­ähnliche, mit mächtigen Kastanien befmttnrne Gärten deren Romantik nicht zum wenigsten in ihrer Ungepflegtheit ziffuchen ist und die im übrigen gern von hohen, im Laufe der Zett schwr gesackten Mauern voller Risse umgeben sind, aus denen Wollgras und gelber Löwenzahn üp­pig horvorwuchern. Altersschwache mit vielem verschnörkeltem Zierrat versehene Torflügel zw schon zwei Steinpfeilern verschließen gcwöhnsich den Zugang zu diesen Gärten, dem Dorecho der besten der Musikanten, der Vogelwelt, Aber all das hat den welken Duft des Gewesenen, und kaum irgendwo im öffentlichen Leben deS fran­zösischen Kleinbürgers spürt man den faW Hauch deS Gegenwärtigen. Er erscheint

unfähig, aus einener Kraft und selbständigem Geiste Neues zu schafft«, auf welchem Felde eS auch sei, und so laßt er aller beim Alten. Er hat auch das Kriegs, gebiet gelassen, wie es war. M- Schützen, grüben sind vernarbt, wenig« Mmwn nu^ dE oft künstlich erhalten werden. Kerne forttchrerttn. de Kultur ist bemerkbar. Die Dörfer, dre vom Kriege zerstört waren, liegen fast alle noch in Trümmern, die bemoost, Berarotp nebenbei svtben einige neue Holzhäuser Aufftellmm ge.

primitiv gewöhnlich. Und wo aus dem j alten Gemäuer noch etwas zu retten war, hat sich der Besitzer mit wenig Kosten em Loch z«m Wobnen geschaffen, während er Verfall rundum bufi>et. In den Crstorteu K.er gebt nicht der neue Geilt, den wir zum Beiftnel in den neuerbauten masurischen Stedten si^en. In Nordfrankreick sind fast alle, deren Hauser zerschossen waren, ° u s g e w anSe r tSelj den nicht aufgebaut Dir wenig Neubmiten, die inzwischen wie alte

in den langen, fckmml"u Fst-chteu. Die Gesw^ vnVen ihm Entschädlguna cremten nno sind wie m-n überall bört. nach Paris abge- wmr'dert, vielfoch auch nack Sstdftankreub.

InvaNden-, AngefieMenverfichrrung.

Ausbau der RotstandSgesetzgebung.

Das Gesetz über NEmdsmaßnahE wr Unterstützung von Rentenempfängern der

scnrentenemufänaein^n^sv-mWOMMm gewährleistet, werft 'us^rn eine LuM m^.

tanlm fit»