K
Ä
■
■
K-
- L 4
Plane zur Mtrenumg -es Ruhrgebiets 1
3SoiK$a?e WW «tGt saGsrvrrÄ
und damit ist die Mark auf einen Tiefstand gedrückt worden, den selbst die ärgsten Pessimisten nicht für möglich gehalten hätten. Aber freilich ist es ihm gelungen, mit dem Mrs der Mark zugleich den des Franken so zu drücken, daß wenigstens der noch kleine Kreis der Einsichtigen in Frankreich allgemach Len Wahnwitz, der Poineare-Methode zu erkennen beginnt. Umso mehr, da Frankreich im Ruhrland mti einen passiven Widerstand, auf eine von echt vaterländischem Geiste getragene entschlossene A b -
französische Rührrechnüng macht, während gleichzeitig in Italien wie in Enaland die Opposition gegen den französischen Militarismus sich in einer sehr bemerkenswerte». Weife verstärkt.
Leider stehen diesen Posten auf der Kreditseite auch solche auf der Debetseite gegenüber, wozu wir vor allem die Haltung der deutschen Börsen rechnen. Das „Hinanfsprechen" des Dollarkurses — denn die tatsächlichen Umsätze sind äußerst gering — ist jedenfalls durch die Nervosität der Börsen, von der auch die Kataftrophenhaufse auf dem Effektenmarkt zeugt, und teillveise zweifellos auch durch eine vcrwerf-
Deschlaznohmk von Sernf»re<§teitungcn.
BoLmm, St. Fann ar. (Privattelegramm.) Die Handelskammer erhebt schärfsten Einspruch gegen die Beschlagnahme von Fernsprech- leitnngen durch die Besatz-lngsbchördcn, die außerdem mit der Verordnung des Gcnerms Degoutte, wonach der Post-, Telegraph- und Te- le'wsnvcrrehr unbehindert bestehen bleiben sollen, in Widerspruch steht. Bisher hat die Bc- satzungSbehörde ein Dritte! sämtlicher Fern- fvrechlcitungen in B-ckum beschlagnahmt und geht weiter dazu über, Telephonapparate zu requirieren. Bei der ohnehin großen Fcrnsprrchnot im Bochumer Gebiet macht sich dieses Vorgehen besonders stark bemerkbar.
sätze in Devisen. Eia derartiger Mrs gibt ein.rnngen unterbreitet worden: 1. Freies Ser- völlig falsches Bild. Der Filmnzminister sollte fügungsrecht der AmtSvorpeher über die Bc-
Dee Dolkaekues.
Wie Lev deutsche Wert sinkt»
Es klingt heute wie ein schönes Märchen, wenn man sich erinnert — oder viele unserer Zeitgenossen haben es schon längst vergessen —, daß der Dollar noch im Mai IM) mit 35 Mark bezahlt wurde, ja, daß er selbst im Mai ISA noch um 60 herum schwankte, daß er erst im März 1922 die 300-Mark-Grenze überschritt, was man damals als den Anfairq von: Eiche unserer Valuta ansah. Dann freilich ging mit dem unge- stüuren Drängen der ReparationKkommission, die unter dem Kommando Poincarös stand und steht, uich mit den französischen Sanltioncn-Drohun- gen die Mark rapide abwärts. Zwischen der ge- scheiterten Londoner und der Pariser Konferenz, der man in Deutschland freilich ohne Hoffnungen entgegensah, stellte sich der Dollurkurs auf zirka 70C0 Mark, und kurz vorher hatten die in Berlin versammelten ausländischen Sachverständigen noch von der Möglichkeit der Stabilisierung der Mark auf Grund eines Dollarkurses von etiva 3500 gesprochen. Unterdessen hat Poincarös ^Sanierungsaktivn" im Ruhrrevier ein»
AdtrenmmgspMrre!
Vorbereitung des Lreuuenden ZvLgrenze. (Eigener Drahtbericht.)
Fortdauernder Lwcrng.
Weitere Dsrhafttrngsn und Ausweisungen.
(Eigene DrahtM-ldung.)
Düffeldorf, 24. Januar.
Esten» 24. Januar.
Mr aus Düsseldorf gemeldet wird, sind dort zahlreiche französische Zollbeamte ein- getroffen, die auf das Ruhrgebiet verteilt wer- den sollen. Dian rillstct ofierrbar die neue Zoll-Linie ein, die um das gesamte Ruhrgebiet gezogen werden soll, um dieses von dem übrigen Dcntschland vollkommen abzu- schlietze«. Im Zusannuenhang damit stehen größere Umgruppierungen der Truppen. Die Soldaten wurden zum großen Teil aus den Städten zurückgezogen. In Dortmund hat der Abtransport bereits begonnen. Diese Verschiebungen sollen offenbar dazu dienen, das Ruhrgebiet in vollem Umsang zu besetzen, um so >ic Dnrchsützrrrng der Zvllmie auzubahne«. Bor- aussichtlich würde, wenn die Franzosen das Ln- sir-nrn an die Eisenbahner stellen, diese Trup pcntransparte großen Stils vorznnehmen, eS zu einem allgemeinen Eisenbahner-
ftäude ausübeu.
Unter diesen Verhältnissen mutz Kirnt sich row und nachdrücklich mit der Frage beschäftigen, wie die Diktatur 'des Dollars unwirksam gemacht werden kann. Fincmzkreife haben annedeutet daß die beute übliche Notierimg des Drstlarkurses Pit den Börsen eine denkbar unglückliche, ja ver- hänaniSvolle ist. Dächer Kurs kommt zussanve auf Grund nicht wirklich getätigter, sondern „ac ftrrochener*. und zwar .hinauf*-gespvochencr Ito-
trieSe, 2. Einziehung der Posten, 3. Eingriffe in Betriebe dürfen nicht erfolgen. Die ErnäY- rungslage ist vollauf gesichert durch viele Hilfsaktionen und Angebote aus dem ganzen Lande.
sich dieser Frage einmal anneymen. Wie schwer auch die französische Goioaltpolirik auf der deutschen Valuta lastet, die deutsche Wirtschaft bedroht und erschüttert, so entbindet das doch die Regierung nicht von der Verpflichtung, auch gegen Auswüchse im Innern vorzugehen. Dr. -st.
llche Deviscn-Spekulaston noch verstärk worden. Es kommt hinzu, daß bei der Devisenbeschaffung wieder einmal eine bedauerliche Planlosigkeit zu herrschen scheint. Wenn beispielsweise der Industrie von einer ^zuständigen Stelle* der Rat gegeben wurde, sie möge sich so schwell und so stark wie nur möglich mit englischen Kohlen eindecken, weil die Kohlenbezüge aus dem Ruhrrevier sich infolge der französischen Besetzung voraussichtlich stark vermindern würden, so hat diese Aufforderung außerordentlich verwirrend auf den Devisenmarkt gewirkt und den Absturz der Mark verstärkt. Roch schwerere Vorwürfe werden gegen die Eisenbahnverwaltung erhoben, die, obwohl sie über Vorräte für eine Reihe von Wochen verfügte, sich gleichfalls in großem Ausmaß mit englischer Kohle versorche und zwar, tote versichert wird, ohne daß sie sich vorher mit der Reichsbank und der Deviienbeschaffungsstelle ins Einvernehmen gesetzt habe.
Jedenfalls muß es gerade jetzt, wo durch den Fortfall der Reparationszahlungen eine gewisse Erleichterung auf dem Geldmarkt geschaffen ist, möglich fein, durch eine planmäßige Devisenbewirtschaftung und durch verschärfte Maßnahmen gegen jede spekulastve Ausnutzung der schweren Rot deS deustchen Volkes solche Ausschreitungen zu verhindern, wie wir sie in den letzten Wochen zu verzeichnen batten. Die Diktatur des Dollars hat den Tausendmarkschein noch weiter entwertet. Wenn man sieht, daß die Reichsbank nunmehr für ein goldenes Zwan - zigmarkstück bereits siebzigtaufend Mark, für ein Zehnmarkstück fünfunddreißigtaufend Mark.bezahlt, so ergibt sich, daß amtlich schon nach innen eine dreitausendfünfhundertfache Entwertung des Geldes offiziell anerkannt ist. Drci- tausendfünfhimdert Mark sind so viel, wie eine frühere Markmünze. Die Außen-Entwertung der Mark ist noch viel arößer. Schon sehen wir einen edlen Wetteifer aller Auslands-Industrien, die reue voraezeichnete Höhe zu erklimmen und sich für weitere Kletter-Touren zu rüsten. Im In. uern besteht die Tendenz zu Preisverdop- velnngen und Verdreifachungen. Die neuen Brotvrene müssen eine verheerende Wirkung auf die Preisgestaltung der übrigen Lebensmittel und zum täglichen Bedarf gehörenden Gegen.
Die Obsrzsllinspektorcn Wiesner und Horn sind in Mainz scstgcnommen.worden. Senso ist der Leiter res Finanzamtes Aachen- Laud und Monsau, Oberregierungsrat Scm - b a ch, und fein Stellvertreter NegierungSrat Dr. Basten von belgischer Gendarmerie verhaftet worden, da sie erklärt hatten, nur den Ariordnun- grn der bewachen Behörden Folge zu leisten. B eamte uro Angestellte des Finanzamtes haben darauf ihre Tätigkeit eingestellt. — Der Leiter des Mainzer Zollamtes, Frnanzrat Offenbach, der von der französischen Besät - zungsbehörde am Sonr.aÄend verhaftet worden war, Hai den Ausweisungsbefehl erhalten. Er hat mit seiner Familie innerhalv vierik'.rdzwanzig Stunden das besetzte Gebiet zu verlassen. Aus Mainz wird gemeldet: Gegen
GMießun? de? Dsttiminver Banken.
Dortmund, 24. Januar. (Eigene Draht- mcldung.) Die der Vereinigung Dortmunder Banken und Bankiers angehörige« Bankinstitute haben infolge des gewalttätigen Eingriffs der Franzosen in die Geschäfte der hiesigen Reichs- baukliaaptstelke an den Kommandanten der fran- zSfische« Besatzung folgendes Schreibe« gerichtet: „Die Dortmunder Banken und Bankier» verurteilen einmütig das an die Leitung der Reichslnnchauptstelle in Dortmund gerichtete Ansinnen, gegen die vom deutschen Reich feinen Beamten gegenüber eüafsenen Vorschriften zu Sandel«. Mr fordern Befreiung der RekÄs- l«wkhanvtstelle von der Besetzung imd sofortige Wiederhrrsteilunq des uneingeschränkten Geschäftsverkehrs. Unsere K a s s e n bleiben bis zur Erfüllung unserer Forderungen geschloffen' Ein ähnliches Schreiben richteten auch die Bam- angeftcllteir an den franzZsifckM Kommandanten.
Deuische Stellungnahme,
gtesiernns und Eewerkschsste«.
(Eisener Trahtbericht.)
Berlin, 24. Januar.
Am 23. Januar sand in der Reichskanzlei nn- ter Borsitz des Reichskanzlers, eine Besprechung nrit den SPitz-norganisatunirn der Gewerkschaften statt. Die Bespreckfun» dauerte biS in die späten Abendstunden. Zu chr waren Abgesandte aus dem Ruhrgebiet hinzugezogen. An der Beftwechung nahmen aua der RcichSwirtschastsminifler, der Reichsministrr für Ernährung und Landwirtsümst, der ReichS- schatzminister, sowie für den erkrankten Reichs- arbaitsminister ein StaatssekretS: aus dem Ar- britsministerinm teil. In den eingehenden Er- Srlernngen wurde dir gesamte, durch die rechts- widrige Gewaliaktio« der Franzosen und Belgier hcrvorocrufene. Lage dnrchgesprochen rmd dabei völlige Einmütigkeit über die zu ergreifenden Maßnahmen festgestem. Von den Gcwcrkfchaften wurden noch Anregungen gegeben, die von de« zuständigen Ressorts verfolgt werde« solle«. Die einmütig: Auffassung der Teilnehmer en der Besprechung ging dahin, daß in der erfolgreich begonnenen Abwehr des Rechts- und FriedcnsbruchS und durch militärische Gewalt unternommenen Einbruchs mit allen möglichen zweckdienlick-en Mit- t-l« sortgcsahrcn werden mutz.
Die Best am MM.
Französisch« Schandtaten.
Sal>tt-V tkt vo» BewtWee a»tli<h«r Seite »a« ««meine Slufti«<cu de« f*«a$8flichen Srnpprn ist W-stdeutschl-kr» S-SLtzre.lS s»tEN.:ze>chuet leer »en. e« merken $sWei<6e »«aHcfene SdU« «itgrteUt. SRtw» schreibt utt« folg ende« dsrdSe«,
Das Reichsmtnisterinm des Innern ließ dem Reichstag und damit der Oeffentlichkeit eine Denkschrift über ^die Au Sichren ungen der Besatzungstruppenim besetzten rhe,- Nischen Gebiert zugehen. Es ist ein fürchterliches Dokument, diefe Ausschreitungen emei weißen und farbigen Soldateska. Diese Gewalt-, und .Schandtaten, diese Morde und Vergewaltr.Zun- gen schreien eine furchtbare Anklage m die Welt. Die Klagen eines getretenen, der- HMnten Volkes. Auf 39 Druckseiten wird nüchtern nnd ccktenmäßig Fall zu Fall gerecht, werden 436 Fälle aufgezäHlt, in denen 232 Frauen und 205 Männer Opfer von Ge- Walttaten der Besatzungstruphen geworden sind. Erschoßen, erstochen, erwürgt wurden 54 Männer und 22 Frauen. Schwere Mißhandlungen wurden <to E Mannern und 33 Frauen behördlich festgestellt. Ser den Mor- den und Totschlägen beginnt die Darstellung tmt d-m an der Studentin Matta Schnuer bega«- genen Verbrechen eines franzöUchcm SoDaten, der sich dem Mädchen^ in unsittlicher Mcht näherte und die sich Wehrende in destialricher Weise niedermetzelte. Es folgen Rötungen von Beamten, Landwirten, Gastwirten, Stromwar-. tein usw. Notwehr oder ein erfäcMcher Grnno lag in allen Fällen nicht vor.. Die Verbrechen oeichahen in der Trunkenheit; einzelne vvitte fiel- fett Xerveöe Ausschreitungen dar. Häufig ver- räten die Morde nichts als reine MoMust. So wurde ein fechzehnjähriges ^Mädchen das am Mein Schlagball spielte, er,chiofsen, ebenso ein ünfjähriger Knabe, weil er sich „nnbeiiigter- weise einem Drahtzaun geuähett und mich auf einen Warnungsschutz nicht stehen geolteven war.
Die rage im Ruhrgebiet.
Der VerLehv ftvckt teilweise.
(Privat-Telraramm.)
Effert, 24. Januar.
Die Bahnhöfe DuiSLurk-Mcideri-ö und Oberhausen sind von bt* Eisenbahnern still gelegt worden, weil belgische Besatzungtruppen mit Maschinengewehren «tell- werke besetzen wollten. Der Bamtenrat und dre Direktion haben von der BcsatztmgSbehörde ver- langt, daß Bajonette und Maschinengewehre entfernt würden, mit der Begründung, daß sie nicht als Berbrecher behandelt werden wollten, auf dem Rhein werden nur noch geringe Koh- lrutransporte befördert, kein KokS mehr. Die Lochringer Oefen sind daher zum Teil schon gedämpft. Der Verkehr im Hafen von Wanne ist fast st'llgelegt, nur et» Kahn wurde nach Holland verfrachtet. BeMaqnahme« sind nicht utchr vorgekommen. Die Briefpost wurde von den Franzosen gewaltsam beschlagnahmt -wccks Zcnsurierung. Gestern «torgen ist die gesamte Berliner Post boschlagnahrttt worden.
Tekephonamt ist eine besondere fta«. »Ssische Zen 1 rale eingerichtet worden. Bon auswärts kommende Gespräche der Besa.MN^- bcborden werden durch die Beamten Nicht sermittelt. Die Franrosm drohe« infolge, dessen mit Ersetzung der Beamten durch Getfte- truppen. Dee Beamtcu-msschuß und der De- jr-ebsral berieten über Gegenmatzmchmen, besonders über einen evtl. Generalstreik. Di- endgültig- Stellungnahme hierüber ist auf mor- ptK verschoben worden. Handel und Jndilstne sollen zugezogen werden. Einstweilen sind dem sranzöstschen Kouunandeur folgende Forde-
Das fürchterlichste Kapitel
ist das der Vergewaltigung«, dtt Notzuchtver- "ucke und der widernatürucheu Unzucht. Von 229' Verbrechen än Kindern, grauen und Männern berichtet die Denftchnft. Sie fallen der „glorreichen" franzöfischen Ratw«, in ihrer Mehrzahl den farbigen Truppen, zur Last Richt vor der Schändung eines dreieinhaMabrigen Kindes, einer achtzigjährigen Greisin schrecken diese farbigen wilden Tiere zurück. Schmerz und Haß schnütt einem beim Lesen dieser trockenen amtlichen Berichte die Kehle zu. Und die Bestrafungen, die Maßnahmen der französischen Besatzungsb-chördsn, Das Blut ko-ckst, wenn man in allen Bettchten den Scgnißiatz l„- sen muß: „Hebet eine Ahndung des Verbrechens können Angaben n i ch t g e m a ch t werden oder „Mer den AuSgang des ftanzösiscpen Gnnitt- lunasverfahrens Hal die französische Behörde keine Nachricht erteilt*. In , der Mehrzahl der Fälle konnten die Täter „nicht ermittelt werden, oder erfolgte „mangels ausreichend-r Beweise* Freisprechung. Waren die Tater bei der Tat ertappt und konnte nicht gut die ganze Tatsache unterdrückt werd-n, dann wurden Strafen verhängt, d^ gerade^ü emporeuv gering genannt werden müssen. Selbst ur -^allen mit tötlichÄN Ausaana geht die, Strafe leiten Wer drei bis fünf Jahre Gesmignis hinaus. Wie die französische Behörde Magen und Anträge behände«, dafür nur ein Beispiel. Im Siraburger Wald wurde ein sechzehnjähriges Mädchen von vier Farbigen überfallen und vergewaltrat und bann hcklvtot liegen gelassen. Auf Dorftellungen der deutschen Regierung ant- toortete die verantwortliche Militär.teile, die Anzeige sei
zu den Akk« gelegt
worden, .weil sie von minderer Bedeutung sei * (t> Wie die Strafen, wie die Ermittlmigs- verfahren, so sind auch die Entschädigungen sur Mord rind Vergewaltigung. Einer ^ran mit zwei Kindern, deren Mann ennordet und beraubt wurde, zahlte die französische Behörde 10000 Mark. Dem arbeitsunfähigen Vater eines erstochenen Eisenbahners wurden 50 Franks zugeschäckr. Die Denkschrift zahlt nur die schwersten, vielfach und behördlich nachgeprüften Verbrechen auf und betont, daß von den minder schweren Fällen bei ihrer Wergroßen Anzahl nur eine klemere Zcrhl mit- , oeteilt werden könne. Richt srwahnt seren die , Ereichen Fälle von B elästigungen, denen , die Frauenwelt ausgesetzt sei, von Rohheitsd«- : lAen die einen glimpflicken Ausgang genommen, sowie die vielen Falls, in denen Deutsche : infolge Fahrlässigkeit der Befatzungsbeyorden ; zu Schaden oder zu Tode gekommen sereii. , Tausende von Fällen werde« daiu noch vm- . schwiegen aus Scham und weil bie S9etrcifc.;en . die französischen Untersuch,lngen. Verhöre u,w. - fürchten. Jetzt wurde die Herrichaft der Solda- - teska. am Rhein über neue Millionen
Deutscher ausgedehnt. Die Besatzunssvest
der kriegsgerichtliche Termin noch nickst festgesetzt ------------ - worden, weil die Akte« noch nicht cingetrofftn Frankreich nachgel-on stnd. Die Zechenbesitzer sind im MilttLr- ----ja Einzelhaft untergevracht.
Rechtsanwalt Grimm bat noch alS Verteidiger den Rechtsanwalt Reumann in Mainz und den französischen Anwalt L'Eclairc zugezogrn.
wehr stößt, die einen Licken Etz. • bic streik d-mr-nrr. Cs t» mvü..zch,, dsir.der..Lr«- ~ ‘ ' ' ' ' > Lhr in viermidswünzig Sinnden ruht.
Paris, 24. Januar. (Eigene LraHtmeldnugz Poincars hat bei der neuen Kojprechung mit dem Wiederaufbauminister, dem Minister der öfsent- lichen Arbeiten, dem KriegsmilliSer und Marschall Fach versichert, es liege lein Grund ttoe».m.<-n. »>»•»» —,,“ l,c,
bie Schwierigkeiten im Ruhrgebret tragoch zu .Zerren Schlutius und «Reifreifen tft nehmen. Frankreich fti auf grötzerc Schmie- - - ' --------A “*'***
rigkeiten gcfatzt gewesen. Die Deutschen bildeten sich ein, Vas; Fran!->.»>-, werde, aber sie irrte« sich. Frankreich werde daS letzte Wort behalten. (?) Hebet bie neuen M aßnahmen die in der gestrigen Deratuu-- bei Poincars in Aussicht genommen wurde-.,, tftg-n «och keine authentischen Nachrichten vor. Die Blätter glauben, daß eine neue Verteilung der französtscheu und belgische» Truppen zur Absperruna des Ruhrgebietes vom übrigen Deutschland im Gange sei. Ferner sei die Herstellung einer Kontrolle über Eiserrdayn, Telegraph und Telephon im Ruhrgebiet geplant. — Bezüglich des Streikes im Rubr- acbict und der Androhung neuer Streiks für den Fall, baf; die Bsrhaft-ten nicht fre-xelaffen wer. den teilt der „Petit Pari sie,," mit, dir franzi- sisckze Regierung würde sich nicht einfchüchtern kaffen. Im übrigen würden bie Mirerieu derartigen „Erpreffnugsvcrfuchen" ein für allemal ein Ende machen und dazu übergehen, ®a§ -,nd vsllkcmmen loszutrennen.
sseler Neueste Nach'
Kasseler Abendzeitung Hessische Abendzeitung
13. ZQhTgKNg.
Fernsprecher 951 und 952
Nrrmmer 20.
Fernsprecher 951 und 952
Dl« ÄafieUr Neuesten Nachrichten erscheinenwöchenüich sechsmal und zwar ab endL Der AvonnemenlLprets beträgt monatlich 7SL— Mort bei freier Anstellung inS Hou", in der Seschättsstelle abgeholt 740.— Mart monatlich. AuSwürtS durch bte Post bezogen 750.— Mark monatlich etnschl Zustellung. Bestellungen werden jeberzeU entgegengenommen. Druckerei, Berlag und Redawon : Lchlachthofstrabe L8/M, Für unverlangt emgesandte Beiträge kann die RÄmktion eine Verantwortung oder Gewähr in keinem Falle übernehmen. Rückzahlung de s Bezugsgeldes oder Ansprüche wegen etwaiger nicht vrdnungSmcitztger Lieferung auSgeschloilen.
Jnse r tt o n Spreise-. a) Einheimische Austrug«: Di« etnfpattige Anzeigen,etl« M. =0.—, Fami- Nennachrtchten,dte Zelle die einspaltige Rellame.eile M. 200,-. b) »nSrourtige Auf-
träge: Die einspaltig« Anzeigeuzelle M, 50.—, die einspaltige Reklame,eile SOL 200 —, alles ein- schließlich Teuerungszuschlag nnd Anzeigensteuer. Für Anzeigen mtt besonders schwierigem Sa» hundert Prozent Aufschlag. Für bte Richtigkeit aller durch Fernsprecher abgegebenen An- zeigen, iowie für Aufnahmedaten und Plätze kann eine Gewähr nicht übernommen werden, Druckerei: Schlachthofstraße 28/30. Geschäftsstelle: Kölnische Straße 5. Telephon Nr. 951 und 952