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VerschSilung des feindlichen Druckes.
wie jetzt ist als ein Na-
ätzimg seiner
ffirgtrn Beschlag- Gemeindeforste»
nähme der Staatsforsten und
muß die Losung sein! Der Weg
Dolles geht durch Not und 2:
gen zu rechnen. — Der Adjutant des Generass
iichru Protest gegen dieses Vorgehen erhoben.
Ein deutsches Verbot.
gut Größe eines eid. Wer Hätte
sie doch noch nicht gewesen. E poleon mit grenzenloser Ueö _ _________ _______
eigenen Kraft und Macht in verächtlicher Nichtachtung aller Widerstände in die ruslstsche Lö- wengrube sich bega'b, hastete seinem UntcrneH- men doch eilt Zug von genialer Größe an. Heute aber sind französische Generale zu Führern einer bewaffnete» Räuber- und Ernbvecher-
im besetzten Erbiet wollen die Franzosen eigens Forstäuücr errichten. Bon der BesatzungSüe- hSrde sind bei der sogenannten Domdekonei zu Spitzer mehrere Räume zur Errichtung eines französischen ForstmnteS beschlagnahmt worden. Der englische Vertreter der interalliierten Rhein- landkommission hat gegen die von den Franzosen und Belgiern verfügte Durchführung der Saul-
Ferner ist der Abtransport der bereits geschlagenen und verlausten Holzmenge» gesperrt worden. Zur Durchführung der durch die Rheinlandkommission verfügte» Beschlag-
tioncit im Rheinlande keine Einwendungen erhoben. (!) Dir Verordnung wird daher auch bald in der cngttfckvn Zone durchgefLbrt. (!) — Auf Grund eines Befehls ihrer Negierung haben die Franzosen ges^rn die Stadtwät. der um Wiesbaden beschlagnahmt. Ma-
Degoutte äußerte sich dahin, daß zur Besetzung des Ruhrgebictes insgesamt 260 000
Man» in Aussicht genommen sind. (!)
Veryasiunpen unö lAusweiseingeri.
Düsseldorf, 23. Januar. (Privat-Tele- gramm.) AuS Mainz Wird gemeldet: Der Vorstand des Mainzer .Hauvtzollarnts, OSerregie- rungsrat Dr. Alfred Affenboecker, wurde von der Besatzungbehörde fejißencr.nnen. Seiner Familie wurde mitgeteilt, daß sie die Wohnung innerhalb vier Tagen zu räumen habe. — Der Landrat von Zell am Main, Dr. von Stein, ist mit seiner Familie auS dem besetzten Gebiet ausgewiesen worden. Nach einer Meldung ans M ö r s ist der Oberförster Schmidt- Flender von der interalliierten Rheinlandkom- mission ausgewiefen worden, weil er An- ordmrngen der Kommission nicht Folge leistete. -- Präsident Hähling 9. Lanzenauer vvm Landesfinanzamt Köln hat den Answei- sungSbefehl erhalten. Wie mitgeteilt wird, wird er entsprechend den Anordnungen der deutschen Regierung diesem Ausweisungsbefehl keine Folge leisten. Infolgedessen ist mit seiner Verhaftung zu rechnen. — Astern vormittag halten Angehörige des Deutschen Be- amtenbnndes, der Gewerkschaft der Beamten und Br-gestellten und eine große Menschenmenge sich vor dem Landessinanzam versammelt. um dem Prästdenten eine ehrende Kundgebung darzn- bringcn. Zwischenfälle sind nicht vorgekornmen.
Anfang vom Ende.
Frankreichs Größeuwa-u.
Gcheiöemamrsprotest
Der Kasseler Rotruf an die gesittete Gelt.
Dr» *tt Begin» »<« gestrige» Raffelet Stadt» veretdUeten.Vrt'eMMlu-«« »o« SdrtvUrg«. eie’ifter Stdrivrmüna «rhodeue Protest gegen die Siuho-ÄeseOnug hat folgeuden Wortlaut, Zn Namen des Mlgifdsts ckrhebe ich auch an dieser Stelle Protest gegön die sratzzö-- sifche Gewaltpolitik iw RuSrgebret, denn auch die Einwohnerschaft.der Stadt Kassel Hai unter diesen brutalen Rechtsö rächen schwer zu leiden. Deutschland ist nach vier schweren Kriegsjahren gezwungen worden, WaffenstiL- standAbsdingungen zu akzeptiere», die unser Land vollkommen wehrlos Mächten, und eine» Frieden zu unterzeichnen, den jeder Deutsche als eine Jnsantie empfinden mutzte. Gleichviel wie der Einzelne Stellung genommen Haven mag — die Unterzeichnung ist eine weltgeschichtliche Tatsache geworden, Mer die Weltgeschichte über diskutiert man nicht, man mutz versuchet sich damit abzufinden. Deutschland war gewillt, das unter den schlimmsten Bedrohung?» unwrzeichncte DMat zu erfüllen, soweit das möglich war. Deutschland hat eine Erfüllungspolitik getrieben, die uns
drm und Ümsier ärvrrr gentachi, aVer auch die Vewundervng aller oS- jektiv urteilenden Menschen aller Länder der Welt hervorgerusen hat. Selbst Länder, mit denen wir im Kriege lagen und die das Dilta: 1919 gebilligt haben, erkannten immer klarer, das das Diktat nicht restlos erfüllt werden konnte, es sei denn, daß matt Deutschland, das keinem anderen Lande der Welt kulturell nacy- steht, versklaven und auf die Kulturstufe eines afrikanischen Negerstaates herabdrücke» wollte.
Die Sflener Banken wieder frei.
Essen. 23. Januar. (Privattelegramm.) Die Franzosen haben die Besetzung der Reichsbankaufgegeben und die Versicherung abgegeben, daß sie sich jedes Eingriffs in den Betrieb der ReichSbank enthalten würden. Danach ist gestern mittag die ReichSbanksieLc für den öffentliche» Verkehr wieder eröffnet worden. Gleichzeitig haben sich auch die anderen Bank- institrrte diese« Vorgehen angeschloffeu.
Ziele des chauvinistischen Frankreichs zu Tage: Deutschland soll zerstört, politisch vollkommen machtlos, wirtschaftlich ruiniert werden! Deshalb wurden unter
Bruch klarer Bestimmungen des Versailler DiktgtS immer netze Forderüüäen eiHoben, immer neue Drohungen a»sgesprochett. Die Besetzung des NuhegeÄets ist eine ebenso brutale wie feige und deshalb.verächtliche Handlung eines bis cm die Zähne bewaffneten Mi- litärstaates gegenüber einem wehrlosen Volke. Sie Hat die Not unseres Volkes gesteigert und wird sie bis zur Unerträglichkeit weiter steigern. Indem ich gegen diese Gewaltpolitik Frankreichs auch von dieser Stelle auI feierlichen Protest erhebe, richte ich zugleich den
Notruf an die gesamte gesittete Welt: gewährt unserem Laude alle Moralische Unter-« stützung in der Abwehr eines Einfalls, wie ihn die Weltgeschichte bisher nicht gekannt hat, eines Einbruchs, der mit dem Ruin Deutschlands zugleich die Kultur und Wirtschaft ganz Europas bedroht. Unseren tapferen Landsleuten, die durch die Besetzung unmittelbar betroffen und am schwersten geschädigt worden sind, sprechen wir mit unserer Sympathie zugleich die Erwartung aus, daß sie aushalten mögen bis zum äußersten, getragen von der Ueberzeugung, datz das gesamte deutsche Volk bemÄht sein wird, ihre schlvere» Leiden nach Möglichkeit zu erleichtern.
Lande geworden, und ihr militärischer Ehrgeiz erstreckt sich daraus, Kohlenkontrolleur und Kohlenhändler zu werden! Wer wie ein Napoleon gerade in dem Augenblick den entscheidende» niederschmetternden Schlag euchsing, als er sich am Ziele seiner hoffärtigen Wünsche sah und wie ihn dieser Schlag im Herzen des feindlichen Landes traf, so wird auch das Frankreich von heute, das wahrhaftig, kein Napoleon führt, von der Erfüllung seiner wahnwitzigen Hoffnungen am weitesten entfernt sein, gerade jetzt, da es das Ruhrgebiet in seiner Hand hat.
Der Anscmg vom Ende! Aber für uns ein Anfang, für die anderen das Ende! Ta»
das mehr erfahren als das deutsche Volt? Wem aber kommen angesichts der gegenwärtigen Ereignisse nicht die Erinnerungen an 1806? Und wer möchte «xx nützt auch cm 1813 denken? Wieder ist heiliger deutscher Boden in fremder Ge- lvalt. Wieder tummeln sich fremde Söldlinge in deutschen Gauen, die friedlicher Arbeit gewidmet fmd. Ein Häuflein von vierzig Ingenieuren ist von einer auf 150000 Mann beziffernden, bis an die Zähne bewaffneten, mit allen modernen Kriegsmitt-ln ausgerüsteten Armee begleitet, eine wehrlose Bevölkerung wird MerfMen und mit den brutalsten Kriegs- Maßnahmen nnd Requisitionen bedacht, die Franzosen haben die MaSke fallen lassen und ihr Handeln durch die Eingriffe in das Privateigentum und Anschläge gegen die persönliche Sicherheit deutscher Staatsbürger als das gekennzeichnet, was es ist, als einen niedrigen Raubzug.
Man täusche sich naht darüber, Latz das lebte Ziel des Rnbreimnarsches der Franzosen die Annektierung ist. Es ist bezeichnend, daß gerade jetzt von Italien aus eine merkwürdige Stimmungsmache im Gange ist. Man lanzien in ganz bestimmter Absicht Nachrichten über Möglichkeiten, die sich aus der gegenwärtigen Situation ergeben könnten, und unter diesen Möglichkeiten erscheint vor allem die, daß bi» Besetzung der Ruhr durch Frankreich doch zur Gründung eines .Pufferstaates (!) führen könnte, der für Deutschland mehr bedeute, als den Verlust der Gruben. (!) Italien wird es allmählich unbehaglich bei feiner Politik und bei seiner Unterbötetnig des Poinearö'schen Psänderprogramms. Ätzer dieser Versuch, Deutschland mürbe zu machen, ist doch zu plump, um nicht in seinen Zielen durchschaut zu werden. Was Frankreich will, das wissen wir selbst. Frankreich macht aus seinen Zielen ja auch gar keinen Hehl. Wenn es in-der französischen Kammer passieren kann, daß ein Abgeordneter, der gegen den Ruhrein- rtar'd) Protest erhebt und auf die Leiden des deutsche» Volkes dabei verweilt, angeschrien werden kann mit den Worten: .Gest deutsches Sauerkraut freffen!* Wenn die französische Propaganda für die Lostrennung der Rheinlande vom Reiche gerade jetzt ihre größten Trümpfe ausspielt, wenn ein Fritz Thyssen und andere Zechenbesitzer verhaftet und vor ein Kriegsgericht gestellt werden, ja, wen» sogar die französische Press« fordert, daß die Fa- Mtlienangehörige» dieser Persönlichkeiten aus dem Ruhrgebiet ausgewiefen und das sämtliche Eigentum der Betreffenden konfisziert werden soll, so vrcntcht man nicht lange nach den letzten Zielen zu fragen, und es ist nichts mehr weiter nötig, um diese unverschäntte Räuberei noch näher zu kennzeichnen.
Wir müssen uns auf noch Schwereres, noch Schlimmeres gefaßt machen; jede Schönfärberei wäre vsm Uetzel. Wir wollenßmj klar di« Gefahren sehen nnd erkennen. Der Franzose — seinen wir dessen überzeugt — ist zähe. Er verfolgt sein Ziel hartnäckig, gewiß nicht mit Ueberlotzung und reifer Entwicklung feiner Taktik, sondern brutal. Aber auch derdeuische Schädel ist hart, und der westfälische Schädel ist «iseichari! In dem Lande, wo Gott'Eisen wachsen ließ, wird der imitierte Napoleon- Poirrcorä mit samt seiner Politik baS Enb« fhtben, bas der große, wirkliche Napoleon, als rr damals gleichfalls deutsche» Bode» zur Basis
Berlin, 23. Januar. (Privattelegramm.) Der preußische Minister für Landwirffchast, Domänen und Forsten hat auf die Nachricht der Beschlagnahme der Staatswaldungen im besetzten Gebiet des Nheinlandes durch die französischen und belq-scken Machthaber ksl"ende Weisung gn die zuständigen örtlichen Stellen gerichtet: »verbiete. irgend einer Anordnung der iuteralli irrten Rhcinlandkommiffion oder anderer nicht zuständiger Stellen, in Bezug auf Staatsforsten nachzukommen ES verbleibt für sämtliche Beamte beim Verbot der Mitnrirkung an jeder als NevarationSleistnng ausgcführten Hol', liefcrung. Alle Anordnungen ergehen nach »sie vor von mir selbst" In demselben Sinne sind die Rrgicrungspräsidenten auch hinsichtlich der «ntcr staatlicher Aufsicht stehenden, gleichfalls beschlagnahmten Gemeindcforsten im Einvernehmen mit dem Minister des Innern angewiesen.
GrfoZg des WZHekßKNdes.
ZurSötziehtrna feanzsssschsv Matznshmen.
(Pripat-Telegram«.)
Dortmund, 23. Januar.
Der Betriebsrat des Bahnhofs Dort- mund-Süd hat mit der französischen Besatzungs- tzehSrde folgendes vereinbart: L Sein französischer Po Gen darf mehr auf dem Stellwerk sein. 2. Die französische Wache auf dem Bahnhof wird weiterhin nur geduldet wegen des Empfanges von Lebensmitteln. 3. Das Anfpflcrnzen des Seitengewehres ist ver. boten. 4. Französische Truppentransporte werden nicht ausgeladen. 5. Kohlenzüge werden nicht mngeleitet. 6. Es darf keine Verhaftung höherer Beamten erfolgen. Nachdem diese Bereinbarungen getroffen waren, wurde gestern der Betrieb auf dem Bahnhof Süd wieder aufgenomnren. — Wie aus Esse» gemeldet wird, ist die Besatzung der LtaatSsirutzen von der französischen Mllitärbe- hörde zurückgezogen worden. — Nach Meldungen aus Recklinghausen ist es dem Gesamtbe- triebSrat der staatlichen Bergwerke gelungen, den verhafteten Oberbcrgrat Ah r e n s und den gleichfalls verhafteten KvUencxprdienten Bortt gegen eine Kcmtion von 100 000 bezw. 50 0Ö0 Mark wieder frei zu bekommen. Die Bemühnn- gea «m eine Haftentlassung des Präsident«» Raiffeisen werden fortgesetzt.
Der Kampf um das Ruhrgebiet geht hart auf Hart. Wenn PoincarS beim Vormarsch der französische» Truppen in der Pariser Kammer auSrief ,Wr sind an der Ruhr!", so müssen wir dafür sorgen, daß er bald hinzufügen muß .Wir sind am Ende!" Frankreichs Politti war schon immer auf Machtgier und Unersättlichkeit gestimmt. Aber so größenwahnsinnig, I~U1 IR
men gegenfdmdslos werden können und der «Uv deshalb von deutscher Seite mit der größten Vorsicht zu bögegnen hat. Ebenso find die Nachrichten aus Paris, denen zufolge die französische Regierung mit Rücksicht auf die zu er- wartende Vermittlung Italiens gewisse M n s;« nahmen im Nuhrqeüiet aufhalten oder gar einstellen werde, bis auf weiteres mit einem starken Fragezeichen zu versehen.
BeMKMLvme hekWVöek.
Di« Feinds ea«6en unser Holz.
(Eigene Drahtmeldung.)
Frankfurt a. 23. Januar.
Die französische Besatzungbehörde beschlag- »ahmte sämtliche Einnahmen aus den Ge- meindcwaldungcn der im besetzten Gebiet liegenden Forsten. In den Waldungen müssen di« Holzhauerarbciten eingestellt werde».
Europas Kklegsvrrlufte.
Rückgang der Bevölkerungsziffent.
Die „StudiSngesellschaft für soziale Folgen des Krieges" in Kopenhagen, die seit KriegStze« ginn Berichte Mer KttegsstattM imb Studien Über di« wirtschaftlichen und sozialen Folgen des KttegeS hcrausgegeben hat, hat neuerdings eine ernste Zusammenfassung, über die Ein- Wirkung des Krieges auf den Bevölterunas- stand Europas veröffentlicht. Die Zahlen sind so lehrreich und interessant, baß sie den weitesten Kreisen bekannt zu werden verdienen. Von den ehemalige» europäischen Macksten — über Ruß. land liegt» weg«» seiner innerpolkischen V-r- bälMisse keine gen alten Angaben vor — hat Frankreich den größten Prozentsatz seiner männlichen Bevölkert»», mobilisiert gehabt, nämlich 38 Prozent oder 7 Millionen. Gleich datzinter folgt Deutschland und Oester» reich-Ungakn mit 35 Prozent oder 11 bezw. 9 Millionen, dann Italien mit 29 Prozent ober 5 Millionen ifnb zuletzt Grüßbrttan» nien mit 26 Prozent oder 5 Millionen.
Die Gesamt. Menschenverluste aller europäischen kriegführenden Staaten — ht-r ist auch Rußland mit annähernden Zahlen in- begriffen — betrugen sünfunddreißiq Millionen. Zehn Millionen davon blieben au? den Schlacht- selbem. Fünf Millionen find auf die erhöhte Sterblichkeit infolge Hunger und Seuchen $«- rückzuführen und über 20 Mllionen errechnen sich aus dem Geburtenrückgang. Die Höhe bei Gesamtkrieasverlnste auf die einzelne» Länder berechnet, schwankt zwischen Vie: und zehn Pro-
seiner Eroberungen benutzte, in Moskau gefunden hatte. Wir aber werden die Prüfung ertragen, weil wir wissen, daß sie die l e tz t e Etappe unseres Leidensweges ausmachen, der Heraus- Mrt aus dem Dunkel der Rächt zur» Lichte der deutschen Freiheit.
NeuegewÄtsameLleSergrkffe.
MLnfier »nd Osnabrück bedroht.
(Eirene Drahtmrldunz.)
Dortnmnd, 23. Januar.
Erhebliche Verstärkungen der französischen Besatzung sind im Ruhrgebiet ein« getroffen, weitere Transporte sind im Anrollen, so daß man mit einer neuen Transporttzewegung zu rechnen hat. Die Formationen sollen zum größten Teil aus dem besetzten Rheinland« kommen. Sie sollen dort ergänzt werden durch die Divifloiien der französischen Oftdcpartements. Auch auS Belgien werden neue Truppen erwartet. Es verlautet, daß dort zwei neue Divisionen zur Verstärkung der Ruhrbesetzung bereit- gestellt worden sind. Die neue französische Truppenbewegung hängt vermutlich nnt einem Befehl zusammen, den sicherem Vernehmen nach der französische Oberkommandierende in Düsseldorf von dem französischen Kriegsministerium erhalten hat und der die Ausdehnung der Besetzung bis an die Bahnlinie Osnabrück- Löhne anordnet. Damit würde der französische Generalstab die wichttgste deutsche Verbindung nach Holland in die Hand bekommen. Wit der Besetzung der Stadt Acünster ist, falls eine solche Anordnung des französischen KriegSnttni-
Srnevtt Defrtzunq ssasssiGer Äechrn.
'Dortmund, 23. Januar. (Privat-Tele- arammm.) Man hat wiederum mit der Besetzung der staatlichen Zechen in Buer und an andere» Orten begonnen. Es wurden auf den Zechen Panzerantomobile aufstefahr-n. Folgende Zechenbelegschaften, deren Leiter verhaftet worden sind, befinden sich rurzeit im A»S- siand: Ank Zeche „Bonifazius" legte die Belegschaft Vie Arbeit nieder. Die Zeche „Dablbnsch" beschloß einen 36-ftündig«» ProtestS-eik. Auf Zeck« „Fritz Thyffe» 3" ist die Belegschaft auS «Snviq. Ans der Zech- „Thvssen-BSnSberesbof" streikt ein Teil der Belegschaft. Ans Zeche „Victoria", „Katherina" und „Herkules", .Pie der Essener BergworkS-Gesellschnft gehören, iü die Mor- qenstksscht nicht einoefoheen, auch die B e a m t e n- schaft des Zentralbureaus deS Essener Steinkohlenbergwerks befindet sich noch im Ausstand.
VermitNurZss-Versuche.
Italfeus diplomatische Bemühuugeu.
(Privat-Tekagr amm.)
Berlin, 23. Janüar.
Die Versuche der italienischen Regierung, i» den Konflikt zwischen Deirtschland nnd Frankreich vermittelnd einzngreifcn, werden fortgesetzt und sollen bereits zu öesttmmten Schritten der römischen Diplomatie geführt haben. Selbstverständlich handelt es fidi hier um erste Anfänge einer Aktion, die sehr bald durch das Verhalte» der französischen Negierung vollkom-
steriums durchgesührt wird, in den nächsten Ta- StwG^orL^hW"eiä«
Meier Wueffc NM
Kasseler Abendzeitung
Hessische Abendzeitung
Mvmmer 19
13. Zahrgang
Fernsprecher 951 und 953
Fernsprecher 951 und 952
Sie Staffelet Neuestem Nachrichten erscheine» wöchentlich sechsmal und zwar abends. Der AdonnemeutSpreiS betrügt monatlich 750.— Mark bei freier Zustellung inS Hau', ta der EeschäftSstelle abgeholt 740.— Mark monatlich. Auswärts durch di» Poft bezogen 750.— Mark monaMch eInschi Zustellung. Bestekliinge» werde» jwerzetl entgegengenommen. Truckerei. Verlag mb Redaktion-. Schlachthosftrabe 28/30, Mir unverlangt etagefanbte Beiträge kann die RedaMo» eise Lerantrvortung ober Gewähr in keinem ssalle übernehmen. Rückzahlung deS BezugSgeldeS ober «»spräche wegen etwaiger nicht ordnüngSmätztger Lieferung ausgeschlossen.
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Mittwoch, 24. Zarmar 1923.