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Donnerstag, 4. Januar 1923.

Der Stand des Dollars

Dienstag Mittwoch

amtruy» Notierung- vsrbürSl. geg. IP/, Uhr

7260 7300:7400

Kasseler Neueste Nachrichte«

Gtraworlzugsämte»-.

1

Letzte Depeschen.

Steinhaus ölnzerstoa tfzt

Aus dem Reiche des Films.

Die Jungfrau vom Kynafi".

Geschäftswelt wird ein Weltbad Wilhelmshöhe eine Quelle reicher Einnahmen bilden, für die

bieten reichlich Gelegenheit zu Fußwanderungen oder Spazierfahrten. Dazu kommen auf der an­deren Seite der Stab', die herrlichen Forste des ReinhardswÄdcs, des Kausungerwaldes und der Söhre. Mit zunehmendem Verkehr werden sich wohl auch die betreffenden Ausflugslokale höheren Ansprüchen an Behaglichkeit und Be­dienung anpaffen.

Infolge der ausgedehnten Waldungen herrscht fast allenthalben in der Umgebung Kassels eine reine würzige Lust. Ms Ersatz für die hier feh­lende Salinenlust könnte übrigens im Unterbau des Herkules eine Salzlustgrotte eingerichtet werden. Zu feinem Sprühregen zerstäubtes Salztpaffer wird von der Decke herab geblasen, sodaß die hohen Hallen an heißen Sommertagen einen erquickenden Aufenthalt bieten, ähnlich wie in der Umgebung richtiger Salinen.

An Vergnügungsstätten, Theatern, Kinos, Konzerten, Museen und Gallerten bietet Kassel bereits soviel, als von einem Kurort billiger­weise verlangt werden kann. In dieser Hinsicht braucht also nicht viel neues geschaffen zu wei­den. Hauptsächlich bereitet die Unterbringung der eigentlichen GesellfchaftSräume auf Wil- helmshöhe Schwierigkeiten. Vorerst müßte für diese Räume das Schloß-Hotel in Anspruch ge­nommen werden gegebenenfalls unter Zuhilfe­nahme einiger dazu gehöriger Oekonomiegebäu- de, die entsprechend ausgebaut werden müßten. Größere Veranstaltungen könnten in der nahen Stadthalle abgehalten werden.

Derftner Börse.

Berlin, 3. Januar. (Privattelegramm.) Heut« vormittag war die Tendenz geteilt. Am Effek­tenmarkt liegen Verkaufs- und Kaufaufträge vor. Dir politische Unsicherheit infolge der Pa­riser Konferenz hindert noch die Geschäststätig- kest. Tie Devisenkurse waren schwan­kend. In den Morgenstunden wurde der Dollar zu 7000 bis 7100 gehandelt, gegen Mittag zu 7300 bis 7400 Mark.

Der pSpflttche Nuntius in Berlin.

München. 3. Januar. (Privattelegramm.) Der päpstliche Nuntius, Monsignore Pacelli, der in Berlin dem Neujahrsempfang beim Reichspräsidenten beiwohnte und eine Ansprache hielt, wird mehrere Tage in Berlin bleiben.

Umtriebe der Landesverräter am Ndein.

K ö l n, 3. Januar. (Privattelegramm.) Eine hiesige Korrespondenz verbreitet eine Meldung aus Mainz, wonach in der Aeujahrsnacht Pla­kate mit Austufen an die rheinische Bevölkerung durch Anhänger Smeets angeschlagen worden sind. Danach wird erwartet, daß spätestens in der Nacht zum 3. Januar die Ausrufung der rheinischen Republik erfolgen werde. An zu­ständiger Stelle wird auf Anfrage erklärt, daß diese Meldung mit Borficht aufzunehmen ist. Bis jetzt ist nichts dergleichen erfolgt.

Gttnstigrr Eindruck in Bmrrlka.

Die SozmWm protestieren

Gegen Frankreichs Abenteuer-Polittk.

lEigene Drahtmeldung.)

Paris, 3. Januar.

Die ftanzösischen Sozialisten erlaffen einen Aufruf in dem cs heisst:Alles läßt voraus­ahnen. daß die französische Regierung dem Obersten Rate unter BezeichnungPfänder und Garantien" Vorschlägen wird, die Hand ans dasJndustriegebiet der Ruhr zu legen und eine verstärkte Besetzung des linken Rheinufers herbeizuführen. Es ist zu be­fürchten, daß die französische Regierung, wenn keine Einiguiig mit den Alliierten erzielt werden kann, entschlossen ist, die schon jetzt vorbereiteten Zwangsmaßnahmen allein durchzuMhren. Ge- treit den Verpflichtungen, die wir auf dem Welt­kongreß im Haag übernommen haben, erklären wir, dieser P olitik der Brutalität und der Abenteuer den entrüsteten Protest der Arbeiter entgegen zu stellen." Die Organi­sationen fordern einen Schiedsspruch durch den Völkerbund.

Lloyd Georges Aufsätze.

Peinlich für die Besatzungsbehörde.

lPrivat-TeleariMNn.)

Düsseldorf, 3. Januar.

Erst jetzt wird bekannt, daß sich in den letzten Tagen des Dezember in den Rheinlanden e,n

In sportlicher Beziehung bietet Kaffel man­cherlei: Rudern, Schwimmen, Familienstrand, Fußball, Turnen usw.! Auf der Domänenwiese zwischen der Endstation der Straßenbahn und der Prinzenquelle, oder in der Aue könnte ein Stadion angelegt werden oder wenigstens Hok- key-, Golf- und Fußballplätze. Für Vermeh­rung der Tennisplätze ist im Park Platz genug. Später könnte auch die Anlage einer Pferde­rennbahn auf den Fuldawiesen gegenüber der Aue oder auf denr Forst im Anschluß an den Flugplatz von Waldau ins Auge gefaßt werden. Eine solch? Rennbahn dürfte bei entsprechender Einstellung auf den Kurbetrieb ein wichtiger Faktor für das zuWnftige Weltbad werden. In schneereichen Wintern kann man sich kein schöne­res Bild denken als das von Wilhelmshöhe. Für Milchkuren einmal wird doch die jetzige Not ein Ende haben! könnte die Domäne in irgend einer Weise zur besonderen Belieferung verpflichtet werden. Zusammenfaffend sei also festgestellt:

Das Schloß bleibt seiner jetzigen Bestim­mung als deutsches Geschichts- und Kuliur-Denk- nral erhalten. Nur die Terrasse und einige Erd­geschosse werden dem Kurbetrieb zur Verfügung gestellt (Kaffee-Restaurant, Lese-, Musik- und KonversattouS-Zimrner). Die Obergeschoff« blei­ben völlig unberührt. Der Park wird ohne jede Veränderung als Kurpark benützt. Nur ein Musikpavillon ist zu errichten.

Das Ballhaus wird zur Trinkhalle aus- gebaut. Das Palmenhaus und die Gärt­nerei bleiben unverändert. Das Schloß- Hotel wird Kur- und Dadehotel. Die zugehö­rigen Oekonomiegebäude werden zum Teil für Fremdenzimmer ausgebaut. Auch Tanz-, Spiel- und Gesellschastsrämne müssen darin unterge­bracht werden, bis ein besonderes Gesellschafts­baus errichtet werden kann. Die Wache wird Verwaltungsgebäude'.

Der Marstall wird BadedauS und Hril- und Kurinstitut. Die P ost behält ihre bisherig« Bestimmung bei.

Die Straßenbahn wird bis zum Mar­stall emporgeführt Dazu kommen noch verschie­dene Heine Verbesserungen, Anlagen von Spiel­plätzen usw.

Die Wilhelmshöher Allee in Wahlershausen würde sich zu einer modernen Geschäftsstraße ersten Ranges entwickeln.

Das Meiste zu einem Weltbad nötige ist also vorhanden; cs ist deshalb kein allzu großes An­lagekapital erforderlich. Für Staat, Stadt und

Ihre Bedeutung und ihre Aufgaben. heutigen Staude der Technik und Wissenschaft Mit dem 1. Januar 1923 haben die in jedem M alle, ohne an Wirkung zu verlieren. Um die Oberlandesgerichtsbezirke Preußens neu crrich- L?ven Frachtkosten zu verringern, können die teten Strafvollzugsämter ihre Tätigkeit begon- Hasser zum Teil auch konzentriert in Tabletten­nen. Die StrasboMzugsämter haben ihren Sitz uder Pulverform geliefert werden. Es wird also am Obcrlandesgericht. An ihrer Spitze stehl ein eine Trinkhalle errichtet, wo jedermann die ihm Präsident dem'ein Obcrjusttzrat und ein oder verordneten oder am. meisten zusagenden Wässer mehrere Justizräte beigegebcn sind. Präsident naturell oder gemischt, warm oder kalt genießen und Räte sind aus dem Kreise der praktischen I kann. Als Trinkhalle läßt sich mit verhättnis- Strafvollzugsbeamten, besonders Strafanstalts-1mäßig geringen Mitteln das Ballhaus aus- direktoren hervorgegangen. In den kleineren gestalten, zumal es inmitten hübscher Alleen Oberlandesgerichtsbezirken, so auch in Kassel, liegt, die als Trinkpromenade dienen können. Die ist dem Generalstaats anwalte die Stelle dks bei einer Trinkhalle nötigen verschwiegenen Präsidenten des Strafvollzugsamtes nebenamt- Häuschen lassen sich wobl im Marstall-Komplex lich, jedoch ohne besondere Vergütung übertra-1 unterbringen.

gen worden; ihm zur Seite steht ein Justizrat. Im künftigenBadehaus'', wozu sich der Die Aufgabe der Strafvollzugsämter bc- Marstall nach entsprechender Ausgestaltung vor­steht in der bisher von dem Generalstaatsanwalt I züglich eignet, werden Bäder aller Art bereitet, auszuübenden Verwaltung der im Bezirke bc-I mit oder ohne Zusatz von Präparaten aus den sindlichen Strafanstalten. Sie sind Dienstauf-1 verschiedensten Heilwässern und sonstigen Jngre- sichtsbohörde der Leiter der Strafanstalten und I dieuzien, überhaupt alle erdenklichen medizini- haben über alle Beschwerden, die sich gegen Maß-Ischen Bäder. Die Wässer selbst kann man natür- nahmen der Anstaltsleitung richten, zu entschei- lich zum Baden nicht von auswärts kommen las- den. Besonders haben sic darüber zu wachen, sen, ihre Wirkung kann man aber auch in oben daß bei der Vollstreckung der Freiheitsstrafen angedeuteter Weise künstlich erzielen. Im Mar- die erzieherische Einwirkung auf die Gefangenen stall werden auch die sonstigen Behandlungs- in den Vordergrund tritt und daß das beste Er-' räume unrerqebracht. wie ärztliche Sprechzim- ziehungsmittel, gute und soweit möglich lehr- mer, orthopädische Säle. Röntgenzimmer, Be­reiche Arbeit, in einem für alle Gefangene genü- strahlunasräume. Inhalatorien usw., kurz ... genden Umfange m den Anstalten stets vochan- per Marstall wird das öffentliche Kur- und Ba- t ~, .. , Ibehaus! Dazu kommen die zahlreichen bereits

Gleichzeitig mit der Schaffung der Vollzugs-1 bestehenden öffentlichen und privaten Heil- und tritt auch m der Belegung der Strasan- Pstegeinsiitute in Kaffel und Wilhelmshöhe, die staltsvorsteherstellen insofern eine Aendrrung durch Schäftung des ..Weltbadcs" ungcahntein em, als zetzt ^amtliche Anstalten mit einer Be-IAzxsschnrung entaegcnsehen. An Aerzten und 1---- leaung von mehr als hundert Kopsen emen Spezialisten von Ruf heVrscht hier ohstedies kein

selbständigen Vorsteher als Leiter erhalten. Mangel; sie brauchen nur zu Kur- und Bade- wahrend in« kleineren Anstalten einem Amts- Ärzten ernannt zu werden.

gerichtsrat unterstellt werden. *

Konflikt abgespielt hat. Die Arbeitsgemeinschaft der politischen Parteien des Rhcinlandes hatte Veranlassung genommen, auf einem Plakat einen Auszug aus einem Artikel, den Lloyd George gegen Frankreich geschrieben hatte, verbrei­ten zu lassen. Die Uebrrschrist lautete,, Erklärun­gen eines gewissen Politikers der Alliierten". Daruiiter war geschrieben, daß den Mitteilun­gen Lloyd Georges inbezug auf die Pläue Poincarss im Rheinlandc nichts hinzuzufügc» sei. Offenbar hat dieses Plakat auf die alliierte Rl-einlandkommission einen äußerst starken Ein­druck gemacht, denn kaum nach seinem Erschei­nen wurde durch eine besondere Verordnung die­ses Plakat verboten. Trotzdem haben es rm- gezählte Rheinländer gelesen und genau behal­ten, was in diesem Plakat stand. So auch in der gemeinsamen Protestkundgebung der Ge- werkschrften am Sonntag in Koblenz, wo einer der Redner nur sagteIck brauche den Mittei­lungen Lloyd Georges nichts weiter hinzuzufü­gen", als ein minutenlanger Beifall den über­füllten Saal durchtoste, der nur durch die Kennt­nis des Plakats erttärj werden kann.

Erneute Krise im Orient.

Feste Haltung der Türke». (Eigener Drahtbericht.)

Lausanne, 3. Januar.

Von der Orientkonferenz werden Nachrichten bekannt, die darauf hindeuten, daß der Fortgang der Konferenz wieder einmal stark in Frage ge­stellt ist. Die kritische Lage hat auch bereits zahlreiche englische Staatsangehörige veranlaßt Konstantinopel zu verlassen. Ihre wahre Ur­sache scheint die ablehnende Haltu»g der Türken in der Frage von Mofsul M^ben. Die Türken beharren auf der Wiedergabe dieses Bilajets. Nach unbestätigten Nachrichten zu­folge soll in Mossul selbst von türkischen Staats­angehörigen und kurdische» Stäumre« eine Re­volution inszeniert worden sein. Ein Reuter-Telegramm meldet aus Konstanttnopel, daß die National-Versammlung in Angora die türkische Delegation in Lausanne beauf­tragt hat, alle Forderungen des nattonale» Paktes aufreckt zu erhalten. Nur wenn eine Macht bereit sei, diese Verträge oniunch- mcn, solle ein Souderfrieden mit ihr geschlossen werden.

Schlosser, die den Einbruch ausgeführt hatten, wurden von der Schutzpolizei festgenommen. Auf dem Friedrichsplatz griffen Beamte der Schutzpolizei in der vergangenen Nacht eine arbeits- und obdachlose Frauensperson auf und besorgten ihr ein staatliches Obdach.

-T- Gebühr für Wander- und Gewerbescheine. Der Finanzminister hat bestimmt, daß für die Ausstellung von vom Kalenderjahre 1923 ab gültigen Wandcraeweabescheinen bezw. Ge­werbescheinen (§ 55 der Gewerbeordnung und § 6 des Hausicrsteucrgesetzes) bis auf weiteres für die Staatskasse eine Ausfertigungsgebühr von 100 Mark erhoben wird, die bei Stellung des Antrages zu entrichten ist. Diese Gebühr ist für die Scheine des Jahres 1923 dirrch die Hebe stellen usw. bei der Aushändigung des Waudergewetbeschcines zu erheben. Für die für das Kalenderjahr 1924 gestellten Anträge ist die AusfertigungspebiHr jedoch bei der Stellring des Antrages im Wiro des betreffenden Polr- zeirsoiers zu entrichten. Für versagte Scheine wird die Ausfertigungsgebühr wieder zurück- crstattet

-4- Veranstaltungen am Donnerstag. St a a t s- theater:Götz von Berlichingen", 7 Uhr. Neues Theater:Der Liebesonkel", Uhr. Winzer st üben: Kleinkunst, 8 Uhr. Stadtpark: Lieder- und Operettenabend des Staatstbeaters, 8 Uhr. Blaue Maus: Bockbierfest.

London, 3. Januar. (Eigene Drahttnel- dung.) Nach hier vorliegenden amerikanische» Nachrichten haben die neuen deutschen Bor- chläge in Washington einen äußerst gün­stigen Eindruck gemacht. Man knüpft die Hoff­nung daran, daß Poincars es jetzt nicht mehr wagt, seinundiskutierbar" zu wiederhiflen.

Haupteewinn der Sparprämien-Tlnrelye.

Berlin, 3. Januar. (Privattelegramm.) Bei der stattgesundenen Gewinnauslosung der Deutschen Sparprämienanleihe fiel der Haupt­treffer in Höhe von einer Million Mark auf die Gruppe 1324 Rr. 135.

Tumutte der itattentsKr» Sraatopottzisik»

Rom, 3. Januar. (Eigene Drahtmeldung.) Infolge der Auflösung ihres von Nitti gegrün­deten Korps meuterten in Turin und Neapel mehrere hundert Staatspolizisten, die jedoch bald von Earabinieri entwaffnet wurden. In Turin gab es fünf Tote und fünfzehn Verwundete.

Weltbaö Wilhelmshöhe

Eine kritische Betrachtung aller Möglichkeiten.

Nr. 2. 13. Jahrgang.

Mannschaft gegen den Berliner Turnverein Nord- West verlor erstere mit 1:4 (1:2).

.____ , , , I nennenswerte Geldsumme, die der Klassenleiter,

Box einem Jahre. Studienassessor Röser. als Fahrgeld für weitere

Am ersten Mittwoch-Ferkelmarki des Jahres Ausflüge in diesem Jahre verwenden will

192 2 wurden bezahlt für Ferkel bis 6 Wo- Hilfspolizei in der Industrie Der Regie- chcn 250 bis 350 41. von 6 bis 8 Wochen 350 rungspräsident gibt bekannt: Den Ausischtsb?- bis 400 Ji, von 8 bis 13 Wochen 400 bis 525 Ji; I amten Mar Jüngling und Friedrich Lucchardt in für Läufer von 3 bis 4 Monaten 525 bis 600 Kassel wird unter dem Vorbehalt jederzeittgen .Ä, von 4 bis 5 Monaten 600 bis 750 41, über 5! Widerrufs für die Dauer ihrer Tätigkeit bei Monate alt 750 bis 1500 4L der Firma Henschel und Sohn in Kassel die Ei-

------ genschast als Hilfspolizeibeamter beigelegt.

hom ITont Pünktlichere Durchführung bei Personen-

VUlll <«,uyv. züge. Erhebliche Zugverspätungen der letzten

Personal - Nachrichten des Landesfinanz Zeit veranlaßten den Reichsverkehrsminister zu »mies Kassel. Prasidiak-Geschästsstelle. Ernannt einem energischen Erlaß an die Eisenbahndienst- zum Steuerinspektor: Obersteuersekretär Wille stellen. Sie sollen im besonderen darauf halten, beim Landesfinanzamt Kassel; zum Kanzlciassi- daß alle an der Zuzbeförderung beteiligten stenten Militäranwärter Schreiner beim Lan- Dienstzweige einmütig und mit größtem Eifer desfinanzamt Kassel. Abteilung 1 des Landes-1 Zusammenwirken, um wieder eine planmäßige siuanzamtes: Ernannt zum Ob-rsteuerinspektorl Durchführung des Betriebes zu erreichen. Die Steuerinspettor Gilbert beim Finanzamt Mar- Amtsvorstände sind zu scharfer Ucbcrwachmrg bürg, zum Steuerassistenten: Steuerassistcntldes Dienstes besonders der schwierigen Bahn- a. Pr. Eckhardt beim F. A. in Rotenburg. Vcr-Ihöfe veranlaßt worden. Unregelmäßigkeiten setzt: Obcrstcuersekretär Pinq vom F. A Badiwerden scharf verfolgt und Säumige zur Ver- HomSurg v. d. H. an das F. A. in Marburg;! antwortunq gezogen.' Beim Aus- und Einla- Steueraisistent Ullrich vom F. A. Fulda an das I den von Gepäck soll jeder mit Hand anlegen. F. A. in Hünfeld. In den Ruhestand versetzt:«Die Reisenden sollen nach den Bahnsteigen der Obersteuerinspektor^ Rechnungsrat Fischer ml Zugbildung entsprechend verteilt werden. Kaffel. Steuerinspettor Wilke in Kaffel. Wie wird das Wetter? Die Wetterdicnst-

t- Silbernes .Handwerker-Jubiläum. Schmie- stelle Weilbura besagt für Donnerstag demeister Zwick in der Frankfurter Straße be- und Freitag: Veränderlich, doch »reist bedeckt, geht morgen sein fünfundzwanzigjähriges Ee- Niederschläge, zunächft milde, doch zeitweise schäftsjubiläum. windig! Höchste Luftwärme Dienstag 4, tiefste

Weihnachtsfeier bei Wenberholbschen An- in bei Nacht zum Mittwoch 2 Grad; Barometer- stalt. Eine wohlgelungenc Weihnachtsfei- stand Mittwoch ftuh 759,7.

e r beging die Quarta der Wenderboldschen An- Allerlei vom Tage. Die Feuerwehr und statt im Saale desBlücherhofs". Klavier-, Geldie Sanitätswache Orleansstraße wurden n eitern dicht- und Orchestervorträge ernster und heiterer abend nach einem Geschäftshaus in der König- Art. dazu ein vorzüglich gespieltes, Theaterstück I straße gerufen, wo beim Herabtassen eines ließen die Talente der kleine» Darsteller in den! schweren Heizkörpers drei Leute eingeklemmt Augen der zahlreich erschienenen Eltern. Freu»-lworden waren. Der Vorfall sah aber schlimmer de und Gönner im vorteilhaftesten Lichte er-laus als er war. Die betroffenen Leutetonten scheinen, was der starke Beifall am Schluffe ei-Imit geringfügigen Quetschungen davon. Bei ner jeden Vortragsnummer "bewies. Die Ver-Ieincm Einbruch in Niederzwehren 1 losnng brachte als Reinertrag des Abends eine I wurden ein« Uhr mit Kett« gestohlen. Zwei

_ _ _ I .Einen idealeren Kurvark als den Withelms-

Luchtschweinemarkt. I höher Schloßpark kann man sich kaum denken.

Ein Äerfcldien 18000 bis 3RMin Mark Eben« und bergige Promenadenwege unter herr-

Ein F-rlclcken l»w» ms Mart. wichen ölten Bäumen, Wundewolle Blumenkultu-

Der heutige erste Zuchtichweinemarkt m dtc- zahlreiche ..Attrattionen" wie der Herkules ^n Jahre auf, dem Kasseler schlacht-und V'ch-nd dte Wafferkünste, Tempelchen. Lac. Löwen- lffi brachte em reges Handeln und Prctse, btelBtirfl lt|10 fcrncr eine prachtvolleLästerallee" ÄiM, gewaltigen sprang fett bem Dezember-! Jsißen der Hinteren Schloßterrasse und sMieß- ,Markt vor vier Wochen bedeuten. Dte Bormo- lich das Schloß selbst lassen den Wilhelmshöher "Abreise sind in Klammern hinter den nach- P^rk sicher mit an erster Stelle unter allen beut« stehetwen Prellen von heute im.hcrgcgeben.! s<hrn Kurparks rangieren. Der Park könnte völ- ^Ettagsstunde wurde ncch gehandelt ;ig unverändert bleiben; nur ein Musikpavillon Ges am ta uft r i e b an Ferkeln im Alter jn der Nähe der Schloßterrasse zu errich- brfl an^aufern ^11 &rei ten unb Sitzgelegenheit zu schaffen.

Monaten an <5, zusammen 89» -^tuck. Es wur-! gginbe auch der Terrasse ein Kaffee-Restaurant den gezahlt: ... 9.>gestattet, so geschieht der Pietät gegenüber dem

m,<wiIniaIloanm6 k;a1So°9n99nonkeine Gewalt, auch dann nickt, wenn /koTm tos 1« (Wh 8 h^', rfRnh12f °?3 im Erdgeschoß einige Räume als Lesezimmer nm 13 tteigegeben werden. Tanz-. Spielsäle und der-

^»üs0-^0 brs 380M (18VM bis ^»000). ^i^n im Schloß verbieten sich von selbst. eine ^uei hia vtntim ttnn°4 tos'Dwseltal, Rasenallee, Wilhelmstal, Elfbu- Allgemeinheit aber eine Stätte der Erholung und ,2»000 bf§ W0V0), von 4 As » Monaten Hohes Gras. FirnsbaMal. Dörnberg usw.IGenesung. H S.

Neben der Fortsetzung des großen Romans Die Idee der Ausgestaltung Wichelmshöhes Der Gras von Monte Christo" bringen die I zu einem Fremdemsammelpunkt großen Süls ist Chassalla > Lichtspiele ein romanti-1wieder einmal akut geworden. Es ist schon sches Filmwerk aus der Ritterzeit. Wer kennt manches für und wider geschrieben und noch nicht Theodor Körners Ballade vom Dynast, dem mehr gesprochen worden, aber meist wird das durch die Sage und Gesang oft verherrlichten I Kind mtt dem Bade ausgcschüttet. Jedenfalls Ritterhorst auf 588 Meter hohem ©ranitfclfcn sind gerade jetzt zwei Puntte zu beachten: 1. Tie über dem Hirschberaer Tal im Ricsengcbirgc, I finanzielle Lage des Staates gestattet nicht, Be- vo»'. wilden Schloß,räulcin. das von ihren sitzungen wie Wilhelmshöhe ungenutzt im Bewerbern einen Ritt auf ber schmalen Burg-1 Dornröschenschlaf verharren zu lassen; 2. Das mauer über dem grausigen Abgrund verlangte? Schloß und der Park müflen als historisches und Zwölf Kreuze standen bereits crm Abgwnd, als kulturelles Kleinod tunlichst in ihrer jetzigen Ge­ber Landgraf von Thüringen erschien, die Frev- statt der Allgemeinheit erhalten bleiben. Haupt- lerin zu zähmen. Ihm gelang der Ritt, er aber, erforderntffc für ein Bad Wilhelmshöhe sind: für den eine treue Frau gebetet, wies das in j. Erstklassiges Heilwasser für Trink- und Bade- ihn verliebte Schloßfräulein zuruck... da Mrzie kuren;

sic sich selbst in die Tiefe ... zu zwölf Kreuzen 2. Neuzeitliche Heil- und Kureinrichtungen und kam ein dreizehntes! Die Aufnahmen sind Aerzte von Ruf'

glänzend. Das Germanifche Museum in Nürn- 3. schöner Kurpark mit allem Zubehör; bew ermogliMe di« hlst>ori,che Treue. PE- 4. Gesunde Lust und schöne Umgebung;

volle Btlder führten tu die Blütezeit der Ro- z. Gelegenheit zu Unterhaltung und Belehrung, mantir mit ihrem Licht und noch mehr düsterem Spiel und Sport-

Statten. Tas Leben auf einer Burg wird g. Erstklassige Berpflegwrg und Unterkmlst. is? rekmsttwer? Heute^ fbtbe^fÄuf fi . Tic H»W»ung auf Erbohrung eines Spwdels Felsen nur malerische Ruinen mit einem Denk- k'lp mal des Sängers vom Kyynast, des Freiheits-

I)eiben ^b&übor ' -m- ! Wirb bidutcbr ländliche bebeu-

y loen 'tyeD0Dr storneI- #m' 'tenden Hcilwäffer der Welt oder wenigstens

Europas oder Deutschlands verabfolgen, soweit sie versandfähig sind. Und das sind bei dem

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