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Kasseler Neueste Nachrichten

Kasseler Abendzeitung Hessische Abendzeitung

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Nu;umer 302.

Kernsprecher 951 und 952

Donnerstag, 28. DezemSer 1922.

Fernsprecher 951 und 953

E2

Der Repamtionsstreit dauert an

l

Harbins will keine Konferenz.

Die Relchsregrerung will es unter allen Um- standen dahin bringen, daß in den zwischen e V?n achten und Neujahr liegenden Ta­gen die Vcryandlungen zum Abschluß gebracht werden, damit noch zu der Konferenz des 2. I a - .nuar Deutschland mit bestimmten Vorschlägen aus den Plan treten kann. Diese Vorschläge wer- dcn sehr eingehend sein, doch wird man sich viel- wicht darauf gefaßt machen müssen, daß die Ein-

Langsam beginnen die deutschen Kellner und Köche, oder sagen wir besser, die deutschen Kell­ner und die österreichischen Köche, die vor dem Kriege fast in jedem großen Hotel des Auslan­des zu finden waren, wieder an ihre alten Wir­kungsstätten zurückzukebren. Sie haben, als der Krieg ausbrach, fast alle das ihnen zur zweiten Heimat gewordene Ausland verlassen und zur deutschen Armee cinrüchen müssen, oder sie wur­den ausgewicsen. So machte sich nach Kriegs-

gen der Pariser Zeitungen sind wahrscheinlich !tut;.?,lrm2ltu?9en °us den Kreisen der französischen Industklegruppe, die aus egoisti- schen Gründen sicher die deutsche Kohlenproduk- tron Macht gewinnen möchte.

Kein Aufschub ohne Wand.

Ein Wunsch de, franzSfischen Industrie?

(Eigener Drahtbericht.)

der Produktion verbunden wird. Ebenso hält sie daran fest, daß eine endgültige Lösung des Reparationsproblems eintreten must. Am 28. Dezember werden die Besprechungen mit den Vertretern der Gewerkschaften fortgesetzt. Der rechte Flügel der Mehrheitssozialdemokra- ten ist bereit, für gewisse Industrien Ausnahmen vom Achtstundentag zuzulasscn, während der linke Flügel unbedingt daran festhätt und außer­dem erneut für die sogenannte Erfassung der Sachwerte eintreten will. Ein bestimmtes Ergeb­nis aller dieser Vorberatungen wird erst in den letzten Tagen des Dezember zu erwarten sein.

lGigent Drahtmeldung.)

Berlin, 27. Dezember.

In fertionSp reise: a) Einheimische Aufträge: Die einspaltig« An»eigeu,«il« M. 36.__ sie

einspaltige Retlame,eile M. 130.. b) Auswärttge Aufträge: Die einspaMge Anjetgen'iells M, 36.-, di« einspaltige Rellamezeile m. 120, alles etnschlleSltch T-ueruugSruschlag und Anzeigensteuer. Mr Anzeigen mit besonders schwierigem Satz hundert Prozent Aufschlag. Für die Richtigkeit aller durch Fernsprecher ausgegebenen Anzeige», sowie für Ausnahme, datrn und Plätze kann eine Gewähr nicht übernommen werden, Druckerei: Schlacht, hofstratz« 28/30. Geschäftsstelle: Kölnische Etratze 5, Telephon Nummer 951 und 952.

eine deutsche Denkschrift.

Paris, 27. Dezember. (Eigene Drahtmel- dung.f Havas berichtet, daß Reichskanzler Cu­no am 31. Dezember in Paris eine Denk­schrift vorlegen werde, nach der Industrie, Finanzwelt, Landwirtschaft und Handel in Deutschland sich bereit erklären, Garantie für eine Anleihe Deutschlands zu übernehmen, falls die Reparationsschuld auf eine bedeutend niedrigere Summe als die in dem letzten Zahlungsplan festgelegte herabge­setzt und außerdem ein Zahlungsauf­schub Deutschland gegenüber bewilligt werde. Der Aufschub müsse sowohl für die Zahlung in Gold als auch für die Sachlicferungen und die Leistungen zur Wiederherstellung der zer­störten Gebiete gelten. Die auswärtige Anleihe soll vollständig Frankreich und Belgien zur Verfügung gestellt werden.

Zug zum Ausland.

Vorläufig noch Schwierigkeiten.

Deutsche «ellner in fremden Ländern. Erschwert, Einreisemogiichrekten. Ein internationaler Ans, tausch. - Etwa ein Sechstel der DorkriegS,isfer.

Ausbeutung besRheinlands Das französische Programm. (Eigene Drahtmeldung.)

Paris, 27. Dezember.

12. Jahrgang.

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Echlachthofstrabe 28/30. Für unverlangt eingesandte Beiträge kann ober Gewahr in keinem Falle übernehmen. Rückzahlung des Bezugsgeldes oder Ansprüche wegen etwaiger nicht ordnungsmäßiger Lieferung ausgeschlossen.

Feiettags-SMstand.

Die gegenwärtige Lage.

Während der Weihnachtstage ruhte auch ein­mal der politische Streit. Obwohl am Freitag und Sonnabend noch im deutschen wie in den Alliierten-Kabinetten Besprechungen über die Reparattonsfrage stattgefunden hatten, ist die Lage heute noch so, wie sie in der vorigen Woche war, das heißt völlig ungeklärt und voller Pläne. Es sollen indessen doch einige neuere Gesichtspunkte zu verzeichnen sein, soweit die amerikanische Aktion in Frage kommt. Die Dinge stehen so, daß auf Grund der Vorberatungen nunmehr von der amerikanischen Negie­rung sehr wahrscheinlich eine offizielle An f r a a e an England gestellt werden wird. Frank- re i ch soll sich äußern, wie es über die von der amerikanischen Regierung vorgeschlagenen Vor­aussetzungen denkt, die zu erfüllen wären, wenn Amerika sich aktiv an der Lösung der Repa- rationsfrage beteiligen soll. Es handelt sich um die Besetzung neudeutscher.- Gebietes, wie überhaupt um militärische Gewattbedrohungen gegenüber Deutt'chland, um die endgültige Fest- setzung der deutschen Schuldsumme und um die Entlassung Deutschlands aus der General- Hypothek. Die Verhandlungen zwischen den Ka­binetten gehen inzwischen hin und her. Es ist übrigens zu bemerken, daß die seitherigen vor­bereitenden Sondierungen Amerikas nicht bei den Kabinetten in London und Paris und Rom di- rett unternommen worden sind, sondern bei den Botschaftern der in Frage kommenden Länder tn Washington.

machungsverordnungen wieder in ihre Heimat

-Ärrikl ilUV 3yQ!ll28TO» zurückkehren mußten. Infolgedessen hat sich die

Sorge um die europäischen Schulden Schweiz in derselben Weise gegen Deutschland

labgeschlossen, und dazu kommt noch die in Schweizer Gastwirtsfteiscn verbreitete Ansicht, die deutschen Kellner, die vor denr Kriege be- Wie aus Washington gemeldet wird, hat der I wnders zahlreich in der Schweiz gewesen waren, Senator Borah einen Antrag eingrbracht, daß hätten durch allzu geringe Lohnforderungen ihre der Präsident Harding eine Weltkonferenz d-rM-7^V^skolleaen^ unterboten und ihnen öttlnffcit füll, snslp wftzck«*-» Im* crfu)h?CTt. bic

tinttä nnh * .^snra= u6rtg?n Staaten, die vor allem in Frage kom-

Europa men, wie Italien, die skandinavischen chulde -.merika elf Milliarden. Diese SummeILänder und die brittschen überseeischen könne Nicht zurückgezahlt werden, wenn das Re- Besitzungen, schlossen sich den Einreisewünschen Parationsproblem ungelöst bleibe. Borah er. I der deutschen Kellner gegenüber nach dem Kriege klärte wörttjch: Wir müssen in der Reparations- hartnäckig ab. In einigen der früheren deutschen frage eingreisen, weil wir ein Interesse baren s°i0T,ien sind sogar die Einreisebeschränkungen haben, unser Geld zu bekommen u«b Denss'cks in der letzten Zeit noch strenger weil wir uns dw Märrte Eurnn»«^ formuliert worden. Trotz all dieser ©dj4t>ieri8* ten wchffen nm m V keiteu ist es den deutschen Kellnern und ihren

landwirtschaftlichen Pro- Organisationen jedoch gelungen, Mittel und dufte abaUfetzen. Ich, dm nie ein besonderer Wege zu finden, wieder, wenn auch nur in sehr Anhänger von Konferenzen gewesen, aber es beschränktem Maße, ins Ausland zu gelangen, kommen Zeiten, in denen sie eine große Hilfe Schon vor zwei Jahren wurde ein interna- für die Lösung so heikler Angelegenheiten sein tionaler Austausch gastwirtschaftlichcr können wie die, die jetzt Europa beschäftigt. Angestellter in die Wege geleitet. Dock war es e ' Ihier der schwerfällige Verwalttmgsapparat, der

* die Hoffnungen nach anfänglichen Erfolgen

Ein Streit um das Eingreifen. wieder M schänden machte. So hatte man ver- Paris, 27. Dezember. (Eigener Drabtbe-1£nJ,ÖTt «egen je einen holländischen richt.) Aus Washington wird gemeldet- ! Kellner, der nach Deutschland kam, sechsdeut- Antrag des Senators Borah, der den Präsiden- P ®c Berufskollegen in Holland aufzunehmen, t-n Harding aufforderte, eine Wirtschoft.-ssomc-1Verabreduna. die aber rasch wieder in» renz cinzuberufen, hatte eine Parteispaltuna zur ästend eines Widerstandes in irgend einer Folge. Uebcrdies wird die ganze"Frage ein! Derwaltun^s-besiörd« zimichte wurde. Streitpunkt sein und als solclzer im Senatwurde es in der Folge für die deut­erneut zur Sprache gebracht werden. Senator H?1 nach Skandinavien zu geben, Johnson aus Kalifornien klagt seinen Kolle--n ! "nd viele von ihnen nach kurzer Zeit wieder Borah bereits des Treubruchs'aeaen' die Deutschland zurückgekehrt, da die Erwerb?- *** M---- 1 - - Möglichkeiten infolge der schwierigen wirtschaft-

slichen Verbältniffe dort keine allzu glänzendm sind. Günstig wurden die Verhältnisse dann im letzten Sommer, wo viele deutsche Kellner tu« Ausland, insbesondere nach Holland gineen. das den Sommer über, der Hauptsaison de? O ar..«.:? t . »i/... n

zelheiten zunächst nur im diplomatischen Verkehr getagt werden, um nicht durch Zwifchenträgereien die ganze Lage wieder zu gefährden. Bei dieser Gelegenheit wird uns noch mitgeteilt, daß Ge- , rächte, wie sie dieser Tage wieder umaehen und wonach die Regierung Cuno innerlich erschüt- tert sei, nicht zutteffen. Insbesondere ist eine Mitteilung, die in varlamentarischen Kreisen kur­siert, wonach das Zentrum einen Beschluß gefa hatte, der der Regierung Cuno SchwieriBeiten bereite, nicht nur falsch, sondern aitd? widersinnig, penn das Zentrum ist gar nicht versammelt, und diese Partei denkt gar nicht daran, die Arbeiten Cunos irgendwie zu stören; ganz im Gegenteil sind die Zentrumsführer mit den Führern der anderen Parteien an der Erledigung all dieser Fragen mittätig. Von politischer Seite ist jeden­falls bis jetzt von keiner Seite eine Verschärfung der Situation zu erwarten. Man läßt Reichs­kanzler Cuno die denkbarche Bewegungsfreiheit, die auch weitgehend ausgenutzt wird.

Sachde rstZnöi geibÄrohmg

Regierung, 2»öu,rris und Tewsrlschaftsn.

(Privat-Telsgramm.z

Berlin, 27. Dezember.

Di- Besprechungen mtt den Sachverstän- digcn über die Formulierung der deutschen Reparationsvorschläge werden heute in vollem Maße wieder ausgenommen, nachdem sie wäh­rend der Feiertage von den Ministern Dr. Her­mes und Dr. Becker in begrenzter Weise sortge- setzt worden waren. Die bisherigen Besprechun­gen mit den Vertretern der Industrie, des Han­dels, der Landwirtschaft hatten vorwiegend in- formatorischen Charakter. Die Industrie ist bereit, an allen Problemen zur Gesun­dung der deutschen Wirtschaft mitzuarbeitcn, hält aber alle Maßnahmen für zwecklos, wenn nicht gleichzeitig damit eine Vermehrung der . Arbeitsleistung mit der Vermehrung

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Damit kommt man zur Beurteilung der in- n ereu Lage. Die Besprechungen zwischen Retchsregierung und Vertretern der Industrie haben noch nicht zu einem abschließenden Ergeb- «'s fuhrmkonnen. Die große, die sogenannte Schwer-Jndustne, will nur dann mitmachen und »achivertbentz zur Verfügnng stellen, wenn jetzt wttAich eine endgültige Lösung des R-parations- ProblÄns zu erreichen ist. Die auf starke Roh­stoff-Einfuhr angewiesene Industrie, insbeson- ^crLe"tf«5eJÄar?It^nbliftric- unter ihnen hauptsächlich die Texttl- und die chemische Jndu- strie, sind rmt einer Beteiligung auch bei einer provisorschen Losung einverstanden, die ein In­teresse daran haben, aus der Unsicherheit der De- visen--SMvanftmgen herauszulr.innen. Bei der großen Industrie ist allerdings in den letzten Tagen eme Schwankung wahrzunchmen aewesen. daß sich ein Teil auch mit einer provisorischen Losung abfinden würde. Die Reich sregie- r u n'g bat inzwischen für alle Möglichkeiten Vor­sorge getroffen. Sie bat zwei E n tw L r f e fer- t-gae stellt. den einen, der eine provisorische, und den anderen, der eine desinittve Lösung des Re- paraftonsprohlems inS Auge saßt. Bei dem erste­ren Blaue spielen die Banken unter Führung ber Deutschen^Bank eine sehr große Rolle. Auch diese Kresse lind der Meinung, daß an einer V^wrnck-en Losung, die den Uebergang zum endgültigen Zustand vorbereiten könnte mit- gearbeitet werben müßte und daß hierfür geeig­nete Grundlagen zu bieten wären, lieber die ist immer noch keine EntsMiestung heraus- qckommen. Das gilt namentlich für die stahl ber Mtlliard-n. die als endaültiae Schuld über­nommen werden sollen. Deutschland möchte W- erft« m dieser Frage der Gegenseite und zwar Amerika überlassen.

Paris. 27. Dezember.

Heber die vermittelnde Lösung in der'Repa- rationsfrage, über die gegenwärtig Mischen Pa­ris und London verhandelt wird, berichten die Pariser Blätter: Der Grundsatz, kein Mora­torium ohne Pfand, soll verändert an­genommen worden sein, aber die Art der Pfän ,, ----------

der ist noch der Anlatz einer Meinungsverschie- ll-tcn Grundsätze an. Senator Borah will den denheit, weil der englischen Regierung alle Miß- ÖDn l$,m gestellten Antrag eingehend begründen, nahmen nicht geeignet erscheinen, die nur auf dem Wege der Gewalt zu erreichen find. Die ftanzosische Regierung will die sogenannt ver­mittelnde Lösung eingebracht haben in der Er­wartung, dafür die Bereitwilligkett Englands zu gewinnen. Dieser Vorschlag sieht eine Reihe von Stundungen vor. Jeder einzelne Aufschub sei davon abhängig gemacht, daß die Bedingungen, die für die vorausgegangene Stundung gestellt waren, erfüllt seien. Wenn das deutsche Volk diesen Bedingungen nicht entspreche, dann sollten Zwangsmaßnahmen in Anwendung kommen, die ich automatisch verschärfen. An Berliner un terrichteter Stelle wird erklärt: Diese Mitteilun-

1 v119 vcn Träumer nver, ner x>anpnatwn bcn dlan Landes, für anASndiscke W-sstwirtSanaefiellte und zwar geht be?anders aufnahmefähig ist. Einigen gelang e- nur ^I^Etne solche Konferenz wgar. wieder nach Italien und S p a n i c!ll

uvr geeignet wäre, das Chaos, tn dem sich Euro-! zurück-ukehren. *

not^ äu verschlimmern. In unter- So "üd Utto im A-t^lande Lyi;AsAr

/"che Konferenz könnte ernstes-!nd ungefähr dreimal so viel Kellner tättg UU & knUwr'A?^ in diese Zahl find r^ dft

PrWdent ^ardi^stdenka«? Deutschen, die in Amerika noch von der Zeit

."il >kdensau>. nicht die Anregung ir,gr dem Kriege her gehft»b»n sind )t,.s ;i\r.

8 6 ' ksnder». europäische Vorschläge Mvarte.i Zahl ist, wenn man auch eine genaue Uebcrsicht

, .~A£ -Schwierigkeiten liegen immer noch ber Frankreich, das einmal militärische, dann aber auch weittragende wtrtfchastliche Be­denken hat. Soweit die militärischen Dinge in Frage kommen, ist es bei den Anregungen geblie­ben. Wirtschaftlich wünscht Frankreich ganz be- stlmmte, weithin sichtbare Sichenmgen. Das ist auch der Sinn der Taftik Potncarös, der immer wieder nach Pfändern ruft. In Entente- ^bisen zagt man, daß diese französischen For­derungen Deusschland auf den Ernst der Lage aufmerksam machen, aber auch Deutschland Ge­legenheit geben sollen, seinerseits solche- Garan­tien und Sicherungen vorzuschlagen, die Frank- rcich^ die Erhebung von Psänder-Forderunaen unmöglich machte. Das Vorgehen Poincarös sei al,o mehr oder minder ein taftischer Schachzua. Frankreich verlangt insbesondere auch eine Siche- rnng dafür, daß an einer Gesundung der dew- schen Wirtschaft und ihren Ergebnissen Frank- reich interessiert werden soll. Man stellt sich offen­bar das System einer steigenden Beteilt- gu n g Frankreichs in den eventuellen wirtsckaft- lichen Gewinnen vor. Gerade dieser letztere Ge­sichtspunkt ist zetzt erst in die Debatte geworfen wv-rDen.

Meßet Den Inhalt ber am Sonntag abgehal­tenen Dssnlstcrsitzung erfährt derPetit Pari- /sen't>apin der Frage der Besetzung und wrrsschaftlichen Ausbeutung des Rhein- landes noch das französische Vro- -- , .....

gramm näher umgrenzt wurde Für eine|?! bemerkbar, daß fast tot ge-

eventuelle Besetzung des Rheingebietes die nickt «Een Auslande kein deutscher Kellner und militätischer Art ist, sollen Gesichtspunkte aS! kem deutscher Koch me^c M finden war. Ihr stellt werden, die angeblich noch von ber*W= Kr|^r Friedens!«Muß war, wieder

ketbundkontrollkommission formnliert werden Jedoch die Etnreisemög-

sollen. Englisck^ Blätter, wie z B die Vresi" Meiten für Deutsche Waren außerordentlich er. glauben, als Ergebnis der Sitzung feststellen w .§ast alle Länder sperrten sich gegen

können, datz das französische Programm Mr den arbeit,uchenden Anslanderzissttom ab und

2- Januar auf alle militättsche MiEn verzA E^sondere für den Deusschen wat es er- tet und sich auf die Einrichtung neuer 8oll^ l^rt, ins Ausland und vor allem in das bis­st tun dsötze sowie einer reinen zivilen ber seindlrche Ausland zu kommen. Tie beson- Verwaltung des linken Rheinufer« be- strengen Einressebedingungen nach En st- schränken wird. Eine Militätaftion käme nur Ia^b ^^^^^r d-eser Tage in gewisser Be­in Frage, wenn Deusschland sie notwendig ma- erleichtert werden. Vom 23. Dezember

ch-n würde. (?) Auf den Grundlagen dieses 2? fallen die hssonderen Einschränkungen für Programms, fo fügt diePress" fiimn und das Deutsche weg, doch wird di« Einreise jedes ein«; wird auch vomJntransigeant" besvrochen sei ieluen Deutschen auch künftig noch von der Be- eine Einiqunq Frankreichs mit England wasir- ftEigung des englischen Innenministers abhLn- sckfeinlich, da die englische Regierung gegen ein- nn bcn in i^dem einzelnen Fall von dem Zolleinkreisung des Rheingebietes alS ^"ngS- betteffenden Arbeitgeber ein schriftlicher Antrag Maßnahme gegen Deutschkand wahrschänftck.pZt»f EltqteLun« ernes Deusschen gettchtet wer?- nichts einzuwenden haben dürste. A l -en muß. Die Arbeitslosigkeit ist der Haupt- I gründ dieser für die Einreise immer noch er»

aimorita schwcrenden Bestimmungen. Jetzt schon macht

-AMrika vc.urieift Fran.reich« Blüne. sich aber unter den deutschen Kellnern, die früher Rewvork. 27. Dezember. (Eigene Drabtmc--I in England gewesen sind, die Bestrebung be- dnng,) Die Kommentare der Presse sind einmü- merkbar, so rasch wie möglich wieder Deussch- tiq und übereinstimmend in der allgemeinen land zu verlassen.

Berurteilunst Frankreichs für den Fall,! Neben England waren es früher in erster Li- dass es verflicht, seine auf Loslöfung des nie auch die Schweiz und Holland, die Rheinlandes gerichteten Pläne durch,zu Idas Hauptziel unserer ins Ausland gehenden -tzem deren Gefährlichkeit nicht nur-r Gastwirtsangestellten gewesen sind. Mit der den Bestand des Deutschen Reiches, sondern auch! Schweiz jedoch haben wir es so ziemlich ver» Wr die Ruhe Europas von der amerikanischen dorben. Während des Krieges nämlich waren Presse richtig eingeschätzt wird. zahlreiche Schweizer Kellner nach Deusschland

----- gekommen, die dann auf Grund der De mobil-