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9Tr. -M. 1L Fährgang-

StuttgarterRidere* die beste Mannschaft, je- dock ist die Mcistersckast daselbst noch nicht ent» schieden. In Haden hat der 1. F. C. Pforcheim wieder die Spitze, er ist in dieser Saison noch htd;t besiegt worden, während der alte Karls-» ruber Fußballverein in die Räbe des Abstieges gerückt ist. Im Nordmainkreis kriselt es.Ger- urauia" Frankfurt undEintracht gwntfim haben sich mit den Turnern überworfen tmd da beide Abteilungen das Hauptinteresse an den großen Platzanlagen haben, mutz der Ausgang VeZ Streires abgewartet werden. Im übrigen Deutschland ist die Lage unverändert, die führen­den Vereine haben in den Meisterschaftskäm-fen sich behauptet.

Neues aus Kaffe!.

Der teuere Fernsprecher.

Ein Ortsgespräch vom Teilnehmer aus 15 Mark.

Vom 1. Januar an wird auf die Fernsprech­gebühren ein Teuerungszuschlag von 2900 v. H. erhoben. Danach beträgt die Iahres-Grundgc- bühr für die Uebcrlassung und Unterhaltung eines Hauptanschluffes (ohne Gesprächsgebüh­ren) vom 1. Januar 1923 an in Ortsnetzen mit nicht mehr als 50 Hauptanschlüssen 11400 X mehr als 50 bis einschl. 160 Hauptanschlüssen 12 000 X mehr ass ICO bis einschl. 500 Hauptan­schlüssen 13Z00 .^mehr als 500 bis einschl. 1600 Hauptanschlüssen 15800 X mehr als 1000 bis einschl. 5000 Hauptanschlüssen 16 800 X mehr als 5000 bis einschl. 10000 Hauptanschlüssen 18000 Jt Die Teilnehmerzahl in Kassel bewegt sich Hari an der Grenze von 5000. Es ist anzunehmcn, daß wir hier unter 5000 bleiben. Die Gebühr für ein

Ortsgespräch

beträgt vom 1. Januar 1923 an von einer Tetl- nchmerstclle aus 15 X Für die Benutzung der Fernleitungen ist vom 1. Januar 1923 an zu zahlen: für ein Gespräch von nicht mehr als drei Minuten Dauer bei einer Entsernung bis zu 5 Kilometer einschl. 15 X von mehr als 5 bis 15 Kilometer einschl. 45 X von mehr als 15 bis 25 Kilometer einschl. 90 X von mehr als 25 biS 50 Kilometer einschl. 150 X von mehr als 50 bis einschl. 100 Kilometer einschl. 210 X übe: 100 Kilometer für jede angefangrnen weiteren 160 Kilometer 90 M mehr.

Bei öffentlichen Dprechstellen beträgt vom 1. Januar 1923 an die Gebühr für ein Gespräch von nicht mehr als 3 Minuten Tauer im Ortsverkehr und im Fernverkehr auf Entfernungen von nicht mehr als 5 Kilometer 36 Jt. Einen Vorteil erlangen Vie Teilnehmer durch die neue Bestimmung, daß eine Mindest­gebühr für mouatlich 40 Ortsgespräche nicht mehr erhoben wird.

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Wer seinen Anschluß aus Anlaß der Gebüh- renänderung nicht behalten will, kann ihn bis zum 28.- Dezember 1922 auf den 31. Dezember 1922 kündigen.

WitznachlSgabe öer Gt«M Kaffe?.

Um den vout städtischen Wohlfahrtsamt Un- lerstütztetr eine lleine Weihnachtsfreude zu be­reiten und ihnen die Sorge um die Existenz et­was zu erleichtern, hat das Wohlfahrtsamt der Stadt Kassel aus einem ihm von ben städtischen Körperschaften zur Verfügung gestellten Betrag von drei Millionen Mark die Auszah­lung einer einmaligen Beihilfe an Empfänger von Armenuirterstützung, Sozialrentner, Städti­sche- und Reichskleinrentner sowie Erwerbslose beschlossen. Die Auszahlung der Beihilfen ist zum Teil bereits erledigt. Die resfterenden Be­tröge werden vor Weihnachten noch ihren Emp­fängern zugeführt. Auf Klein- und Sozialrent­ner usw. entfallen rund 2% Millionen Mark, auf die sich leider immer noch vermehrende Zahl der unterstützten Erwerbslosen rund % Mil­lion Mark.

Gin französischer Provokateur.

Protest der hiesigen Saarländer.

Aus Kreisen vertriebener Saar-Deutschen ist heute ein scharfer Protest erschienen gegen ein Mitglied der hier weilenden, mehrfach erwähnten französischen Gräber-Kommission. Es handelt sich um einen gewissen George de Luck aus der Gegend von Saargemünd, der in weiten Kreisen des Saarlandes nur zu übel bekannt ist. Er ist nämlich ein ausgesprochener französischer Spitzel und Provokateur, der manchen deutschgesinnten Saarländer auf seinem recht wei­ten Gewissen hat. Er war früher Grenzkontrol- leur. Jetzt setzt er ausgerechnet in Kassel in einer amtlichen Eigenschaft sein 'Handwerk fort, um bis ins Innere Deutschlands fein» Opfer zu verfol­gen Wir Saarländer, so heißt es in dem Pro­test, muffen energisch von der hiesigen Polizei­behörde und der Regierung verlangen, daß zum mindesten im Herzen Deutschlands Deutsche vor derartigen Leuten geschützt werdens

Es handelt sich um einen Kaufmann Georg Luck, gegen den im Kriege ein Spionage Verfah­ren anhängig war Er war dann Dolmetscher im Gefangenenlager Holzminden. Jetzt hat er sich nicht gescheut, angeblich im Namen von Man- zigtausend Kriegsgefangenen aus Elsaß-Lothrin- cen in einem Telegramm an P oincarö die­sem für die .energische Durchführung des Ver­sailler Vertrags" zu danken und ihn zu n o ch schärferen Maßnahmen aufzufordern; er ge­brauchte dabei den Ausdruck Boches!! Tiefer Georg Luck, jetzt in Kassel, ist es nach dem oben erwähnten Protest der Saarländer gewesen, der die Ausweisungen zahlreicher eingesessener Per­sonen im Saaraebiet vorbereitete und veranlaßte, vor allem sämtlicher AuSaewiesenen des ersten Massen schubs. der in brutalster Weise in die Wohnrechte der eingesessenen Bevölkerung ein- grisf, indem er sie ans ihren Wohnungen ver- dränate unv französische Beamte. Kaufleute, Schieber. Ausbeuter und Dirnen hineinsetztc. Lauge Zeit war Luck die ausschlaggebende Per­sönlichkeit in der Wohnnnss-Kommissiim des französischen Obersten Piilitärveriocliers in Saarbrücken und hat in dieser Eigenschaft den himmelschreiendsten WoLnungsschacher auf Ko­sten der Bevölkerung betrieben, jahrelang war er der Blutiger und die personifizierte Drutalitär im Saergebiet. er war das le­bende Kennzeichen fraiußfttoei Haß-Schikane. Er Übt» seine Tätigkeit auch noch unter dem Regime der Völkerbunds-Kommission und treibt sein Nn-

Sonnallenss. *23. Dezemvrr M

Kasseler SKtweffe Nachricht«

Der Stand des Dollars

wesen, wie das erwähnte Telegramm an Poin care zeigt, auch noch heute weiter.

tern kam der einstmalige Herr und Gebieter um behelligt davon . . .!

Wie wir hören, haben sich die zuständigen Be­hörden bereits mit dem Auswärtigen Amt in Verbindung gesetzt und um dessen Vermittlung ersucht, damit der betreffende Herr aus Kassel ab berufen wird. Gelegentlich einer Besprechung, die einer unserer Schriftleiter aus Anlaß ver­schiedener Vorkommnisse kürzlich mit den Fran­zosen hatte, bekundeten diese den festen Willen, alles zu tun, um ihre Aufgabe im vollsten Frie­den mit der Bevölkerung durchzuführen. Jetzt kann die französische Mission den Beweis geben und .George de Sud veranlassen, von selbst zu gehen!

Die Dlebstdhle bei der Slsenbahn.

Aus einem großen Hehlerei-Prozeß.

Einer der Sitzungssäle des Schöffengerichts sah gestern aus wie eine Eisenhaudlung. Große Kisten urld Säcke voll Metallteile waren ausge­stapelt, Kupfer, Messina. Bronze, Rotguß, alles Dinge, die von der Kriminalpolizei bei Durch­suchung von Lagern hiesiger Althändler be­schlagnahmt worden waren, weil es sich nach ihrer Feststelluua um Metall handelte, das der Reichsbahn gehört und aus Bahndiebstählen stammt!

Tas Armesünderbänklein reichte für sech­zehn Angeklagte nicht aus. Es mußte vergrößert werden. Die Verhandlung, die, bis zum Abend dauerte, ließ an Bewegtbeil nichts ,u wünschen übrig. Einmal mußte sogar der Zuhörerranm vorübergehend ge­räumt werden, weil sich die dort antoe'enben Interessenten an Ausei nandersetzungen zwilchen Angeklagten. Verteidigern und Sachverständig gen beteiligten .. Einer dieser Sachverständi­gen aab ein grell-leuchtendes Bild von den Dieb­stählen. die ssch gegen die ReickSbahn. die Gifterberaubnnaen basten ja laut Erklärung maßgebender Persönlichkeiten bei der Besichti­gung der Güterbabuhme angenommen und von der Frechbeit der Diebe, die selbst fahr­bereite Lokomotiven der wertvollsten Teile berauben, wodurch, die Maschinen im« brauchbar werden. Sie müssen daun in die Jn- standsetzungswerkstätte ..

Die Eisenbahn hat es schwer, die Diebe zu lassen. Jstr 11 ober w ach nngsversonal reicht nicht aus. Sie ersuckt« in der Ver­handlung nun die Altbändler um größere Vor­sicht, weil dann den Dieben die Absatzmöglichkeit genommen nnb dadurch her Diebstahl selbst ver­längert würbe. Dir Anaeflaaten unb ihre sechs Verteidiger wiederum forderten ein intensive­res Ii'sammrnarbAten zwischen Reichsbahn und Altbändlern. Von ben Angeklagten, unter denen sich auch zwei Großhändler besanden, wa­ren wiederum verschiedene nur Angestellte. Sie gaben an, daß ssck nickt immer feMellen lass-, ob es sich um Diebesgut bandelt. Die Verteidi­ger traten für Freisvruch ein. Das geschah bann nach einstvnbiger Beratung auch bei her« schiebenen Angeklagten, unter (Jrtbmcn ben bu­ben Großhändlern, die nur von Kleinhändlern bezogen basten.

Im übrigen erkannte das Gericht aeeen fünf Angeklagte attf je 2 Mvnifte Gefängnis und r-e»eu ic et«en auf 3 unb 4 Mmate Gefängnis, Sämtlich.- Vern.rieilien haben st-r-its gegen die­ses Urteil Berufung eingelegt.

KrkegsbeschSVMten-Fürforye.

Vereinfachung bei den Bersorgungsbehörden.

Das Interesse der Allgemeinheit und die mehr als schwierige Finanzlage des Reiches fordern gebieterisch die Vereinfachung der Verwaltung, die Aufhebung von nicht unbedingt mehr not­wendigen Behörden und die Entlassung aller nur irgend entbehrlichen Hilfskräfte. Diesem Zwange vermag sich auch das Reichsarbeitsministerium nicht zu entziehen und zwar umso weniger, als der ReichStäa unb die Landesregierungen ein­mütig die Verwaltungsvxreinfackung fordern. Das Ministerium ist daher genötigt, nach Ab­schluß der Umanerkennung nicht mehr als wirt- ichastlick zu bezeichnende Versorgungsbehörden, deren Tätigkeit auch unschwer von einem anderen Amtssitze ans wahrgenommen werden kann, auf­zulösen. Bei der Durchführung dieser Maßnah­men sollen die berechtigten Interessen der Beam-- ten der aufzulösenden Aemter, soweit dies irgendwie möglich ist, Berücksichtigung finden. Tie Belange der Kriegsopfer sollen in keiner Weise eine Schädigung erfahren. Kostspielige und zeitraubende Reisen von Kriegsbeschädigten usw., die mit Ablauf der Umanerkennungsarbeiten nur noch in ganz seltenen Ausnahmefällen am Amts­sitze selbst vorzusprechen haben, werden durch die Einrichtung von Versorgungs-Sprech- und be­sonderen ärztlichen Unterfitchungstagen vermie­den werden. Die Aemter selbst, die durch die Vereinigung von einzelnen Bezirken einen erwei­terten Wirkungsbereich erhalten, werden hinrei­chend mit gut eingearbeitetem Beamtenpersonal ausgestattet sein, so daß sie den erhöhten Anfor­derungen, die an diese vergrößerten Aemter be­züglich der Bearbeitung der Dersorgungsang«- legenheiten und des sonstigen vermehrten Schrift- verkehrs herantreten werden, voll gewachsen sind.

Sinbrechertönig (Sngrt.

Der Verrat an seinen Getreuen.

Dor einiger Zeit erregte der berüchtigte Ein- brcher Engel, der zu schwerer Zuchthausstrafe verurteilt ist, wieder einmal Aufsehen, als er bei einer Verhandlung vor der Straftammer aus dem Fenster sprang und flüchtete. Gestern stand er zur Abwechselung' mal als Zeuge vor dem Richtertisch, als wieder einer feiner Getreuen abaenrteilt wurde Diesmal der Einbrecher W. Engel legte fick seinerzeit selbst denEhren­namen zu, der feinem großen Kollegen Eckel verliehen worden war: Der Einbrecher- könig von Kassel!

Aber ... er handelte wenig königlich gegen die Gefährten bei seinen Taten, denn wo er nur kann, belasset er sie. Das war auch gestern her Fall unb W. der schon eine andere Strafe im Register hat. erntete Dank der Untreue fein'*«? Königs eine Gesamtz uchthauS strafe von drei Jahren wegen Teilnahme an einem schweren Einbruch.

Die Empörung der .Vasallen ist begreifli­cherweise groß. In einer ber letzten Gerichts-! sitzungen fielen sie über ben .König her und! verprügelten ihn nach Strich und Faden Ge-i

Lokalnachrlchten vom Tage.

Versteuerung der Pacht- und Mietverträge sowie der Automaten und Musikwerke. Tas Finanzamt fordert beute zur Versteuern ngbieser Verträge, einsrUießlich ber mündlich vereinbar­ten, insbesondere auch der Asterpacht und Miet­verträge also vorwiegend ber Zimmer- mietv ertrüge auf. Nichterfüllung dreier Verpflichtung ist mit empfindlichen Strafen bedroht.

-4- Penssonsnachzahlunge» an Ruhebeamte. Tie Stationskasse Kassel-O. teilt mit, daß von morgen, Sonnabend, ab Pensionsnachzahlungen an Ruhegehaltsbeamte unb Beamtenwitwen stattfinden.

Verschönern zu Weihnachten unb Neujahr. Auf Antrag von mehr als zwei Dritteln ber be­teiligten Gewerbetreibenden hat der Regierungs­präsident für den Bezirk des Stadtkreises Kassel vorgeschrieben, daß im Barbier-, Friseur- und Pcrrüdeumachergewerbe am Sonntag, den 24. und Sonntag, den 31. Dezember für die Tauer von acht Stunden mit Ausnahme der Zeit des Hauptaottesdienstes jedoch nicht über 6 Uhr abends hinaus ein Betrieb stattfinden darf und daß in der genannten Zeit Gehilfen, Lehr­linge und Arbeiter beschäftigt werden dürfen. Die Erlaubnis zum Betriebe dos Gewerbes am 1. Weihnachtstag wird für das diesjährige Weih-' nacktSfSst zurückgezogen.

Was alles teurer wirb. Durch die erheb­liche Verteuerung aller Betriebsmittel und die notwendige- Erhöhung der Löhne sah fto die Verwaltung ber städtischen Bedürfnisan­stalten gezwungen, die Gebühr für die Be­nutzung der Klosettanlagen ans 3 und 5 Mark zu erhöben.

4- Morgenkonzert der Buchdrucker. Wie seit Jahren, veranstaltet auch Heuer der Bezirksverein Kassel im Verbände der Deutschen Buchdrucker am.ersten Festtag im großen Stadtparkfaale ein Morgenkonzert, dessen Reinertrag zugun­sten der Unterstützung der Witwen, Waisen, In­validen und Arbeitslosen der Buchdrucker be­stimmt ist. Als Mitwirkende seien genannt: Ge­sangvereinKasseler Tvpoaravhia unter Lei­tung ihres Dirigenten A. Mainzer, Frl. Ascher- manu (Violine), Frl. Maria Hellmuth (Klaviers nnb Herr Reinhard Liebetrau (Klarinette). Ter Besuch dieser Veranstaltung kann bestens empfohlen w-rben.

-r- Ein schönes Beispiel von Nächstenliebe. .Die Hosen- nnb Joppenfabrik in ber Spohr- stratze hatte im Verein mit ihren Arbeiterinnen 30 Männer und Frauen, sämtlich Sozial­rentner. zu einer in allen Teilen gelungenen Weihnachtsfeier nach'ihren Betriebsrönmen ein- gelaben. In anerkennenswerter Weife hatten bie Arbeiterinnen ber Firm« fchon mehrere Wo­chen lang durch Uebersttrnden ben eblen Zweck zu verwirklichen gesucht und mit Hilfe der Pttuzi- Pgle gelang es auch, eine schöne würdige Feier z nstandezubringeu. Bei Kaffee und Kuchen fühlten sich bie alten Leute reckt wohl in ben behaglich geheizten Räumen. Groß war bie Frntbe, als beim Abschied einem ieben ein gro­ßes Paket nützlicher Lebensmittel eingebändigt würbe. WeihmrÄslieder mit Harmoninmbe- gkeitting bnrch Herrn Franz, unb Sololrebor, gesungen von Frau Lemnitz, trugen zum GXn- aen ber Feier in erhöhtem Maß- bei Nicht vergessen werden soll die tätige Mitarbeit der Direktrice Fraulein Kletsckka. Möckte dieses schöne Beispiel noch viele Nachahmer finden!

-T- Daß Weihnachtspaket ans Kassel. Eine Dame in Nordhansen bekam von einer hiesigen Bekannten eine Postkarte, sie möckte stich hier in Kassel ein Wähnacht spuket ahholen. Diese Karte sah ein Mann, der in der Wohnung ber Frau zu tun hatte, sprang zum Bahnbo-f.' fuhr nach Kassel, gab sich als Beauftragter ber Norb- hauser Dame au8 unb ... verschwand. Mit dem nächsten Zuge kam bie Bedachte selbst und ... es soll lehr lange Gesichter gegeben haben!

Wie wird das Wetter? Tie Höchsttempe­ratur des aestrrgen Donnerstags betrug 7 Grad, die tiefste Temperatur in der Nacht auf Freitag 1 Grad. Barometerstand heute früh 757,6. Die Wetterdienststelle Weilburg meldet für Sonnabend nnb Sonntag: Meist wolkig unb bedeckt, vielerorts Niedersckläge. be­sonder? tagsüber noch milde, zeitweise windig.

Veranstaltungen am Sonnabend. Neues Theater:Der Jnrbaron". 7*A Uhr. Win­zerstuben: Kleinkunst, 8 Uhr. U.-T.:Der Rhein. Hassia:Die Entlarvung. Metropol:Das Mädel von Piecabillh.

Donnerstag arntlichr Notierung:

6750

Freitag

1 Uhr nachmittag«

-6500

hat die Auflösung seiner Freischaren befoh­len. Seine Legionäre sollen nur noch«deale Propaganda" betreiben und fick jeden Emgrei- feite; auch im Kampfe mit Faszisten enthalten.

Bomvrn und Brand.

R o m, 22. Dezember. (Eigene Drahrmeldung.) Aus Mailand wird gemeldet: Ein gewisser Bra- niche unternahm einen Bombenanschlag gegen eine Faszistenvcrsammlung. Sechs Perso­nen wurden schwer, dreißig leicht verletzt. Ter Täter wurde ergriffen. Er gab an, daß er sich dafür rächen wolle, daß er aus bet saszifti- sckieil Partei ausgestotzen worden sei. Eine ge­waltige Feuersbrunst hat in Svalato einen Lokomotivschuppen, einen Waggonschuppen und eine Reparaturwerkstätte mit den gesamten darin befinblidjen Lokomotiven zerstört. Der Schaden beläuft sich auf mehrere Millionen Lire. Meh­rere Arbeiter würben unter der Anschuldigung der Brandstiftung in Hast genommen.

« Berliner Börse.

Berlin, 22. Dezember. (Privattelegramm.) Die heutige Börse ist naturgemäß am letzten Börsentage vor Weihnachten ohne nennenswev tes GeschSst. Die Devisenkurse waren am Sor- mitatg. ein wenig nach unten gerichtet. Gegen Mitag stand der Dollar auf 65006700. Am Effektenmarkt war wenig Veränderung, »pe. zialwertc wurden gekauft.

Tlusgehodenes Zeitungsverbo«.

Köln, 22. Dezember. (Privattelegramm.) Nachdem die Kölnische Zeitung von der inter­alliierten Besatzungsbehördc für das Gebiet deS Brückenkopfes Düsseldorf und Duisburg verbo. tefn war, hat jetzt ber kommandierende General der Besatzungsbeßörde daß Verbot wieder auf­gehoben.

Anklage wegen Fahnenflucht.

Berlin. 22. Dezember. (Privattelegramm.) Der Staatsanwalt in Schwerin hat gegen ben Leutnant Roßbach Anklage wegen Fah­nenflucht erhoben. Es handelt fick «m baS itebertreten der Rotzbachtruppe in drs Baltikum.

ÄtattenifHer Botschafter in Berlin.

Berlin, 22. Dezember. (Privattelegramm) Der bisherige italienische Botschafter in Berlin, Fraffati. verläßt morgen Berlin. Sein Nachfol­ger Bosdarh triffi Dienstag früh in Berlin ein

Dolens Kabinett bleibt.

Warschau. 22. Dezember. (Eigene, Trahtmel' buitg.) Nachdem der neue Staatspräsident fein Amt angetreten hatte, unterbreitete ihm Minister- vräsident Sikorski die Demission des gemeinsa­men Kabinetts. Der Staatspräsident hat jedoch seine Zustimmung nicht gegeben, sodaß daS Sa» binett weiter im Amte bleibt

lKechte ves Egerlaabes.

Prag, 22. Dezember. (Eigene Drahtmeldung.) Gestern vormittag war eine Abordnung des Eger-Landes, mit ben Bürgermeistern von Eger unb Asch an ber Spitze beim Prässbenten Mafa- tic und überreichten ihm sine Denkschrift in der Frage der Sonderrechte des Eger-Landes. Zu der Deputation gehörten auch drei Deutsche.

Entsetzliche englische StrafexpebMon.

London, 22. Dezember. (Eigene Drahtmel- bung.) Einem Telegramm aus Bombay zu­folge haben 16 englische Militärflug­zeuge eine Strafe!pediton gegen die Rebel- lendärfer unternommen. Die Rebellen wurden völlig überrascht und mit Bomben und Maschinengewehrfeuer angegriffen. Die Zahl der Toten und Berwunbeten ist sehr groß.

Heutige Frankfurter Börse.

Skuhige Stimmung.

(Eigener telegraphischer Bericht.)

Frankfurt a. M., 22. Dezember, 1 Uhr.

Die Nahe ber Feiertage und die damit ber* bunbene viertägige Pause übte insofern einen Einfluß auf die Börse aus, als daS Geschäft einen sehr langsamen Verlauf nahm. Die Spc- kulatton beabsichtigt neue Engagements nicht mehr einzugehen und auch die Provinz verhielt sich reserviert, so daß auf allen Gebieten Zurück- halttrng zu beobachten war. Im allgemeinen war

die Grundstimnrung fest, doch waren auch ver-

Die Garung in Italien.

Ausbreitung der FasziftenoeWalt. (Eigene Vrahtttteldung.)

Rom. 22. Dezember.

Eine offiziöse Mitteilung gibt bekannt, Mus­solini sei so stark beschäftigt, baß es höchst un­wahrscheinlich fei, daß er sich im Januar nach Paris begeben werde. Die Notwendigkeit ber Anwesenheit Mussolinis in Italien ergibt sich aus dem scheinbaren Beginn des JnkrastsetzenS des fasziftischeu Jnuenprogramms. Wie ans Erklärungen des Staatssekretärs Finzi hervorgeht, werden bemnächtz einige wichtige Präfektenposten durch Faszisten besetzt werben, ebenso andere wichtige leitende Posten im Staat. Ferner verkündet der Kommissar für die Eisen­bahnen, Torre, sein rabikales Reformprogramm, wodurch fechztgtzmfenb Eisenbahner entlassen werben. Ju Hofkreisen versichert man, daß ber König mehrere Male seine Befriedi­gung für die von Mussolini angewandte Methode ausgedrückt hat. Er sei ihm besonders banfimr, bas Land beruhigt zu haben Man weist daraufhin, daß fein Staatsmann bisher so herzlich vom König empfangen Wurde.

* * *

Völkische Amnestie in Italien.

Rom, 22 Dezember. (Eigene Drahtmeldung.! Wie man erfährt, wirb ber König heute ein De tret umerzeichnen, das eine große Rmneftir für polittschc Verbrechen gewährt. d'Anumizio

einzell geringe Kurreinbutzen zu verzeichnen. Für schwere Jndustriewerte erhielt sich Kaufneigung, wodurch dem Aiarkte eine «Stütze geboten war. Der Dollar eröffnete mit 6450, hob sich bann auf 6600 und blieb gegen i Uhr nachmittags auf 6500 stehen.

Bank-Aktien

Darmst. D.. . . 2025. DeutsckeB. . . 6050. Disk-Ges. . . . 2925.- Dresdner B-. . 2500. Met-B-u-m.G. 12500.

Bergwerks-Aktien

Buderus-Ersen. 10000. D.-Luxemb- . . 18900 Geisenkirch. . . 18000. Larpener. . . .

Kali Aschers!. . 9475 Pl'anuesm.-Rh. 12700 Phönix Berg . 18400. RH.Ttyl.Dsbg..

Zudrrstric-Aktien

PH. Holzmann. 4400. WanesLFreyt- 7375. Hess. Herkules -. Änglo.-Guan. . 20CW Bav. Anilin . . 8500. D.G.-u.S.-Sch. 13000. Tb.Goldsckmidt 7600 Höchst. Färb. 7000. Farben Bayer . 7100.

Rüttgers W- .. 7000 Aecum. Berlin.

F.LG-(Karlsw-) 7200. Lahmeyer . . . 4500. Licht u. Kraft . 6000. Schuckert.... 8050 Siemens & H. .

Holzfabr.Fulda Gummi Peter .

Leddernh. K- . 6000 Hirsch, K. u.M- Adlerw. Kleyer

Beck & Henkel ..

Daimler Mot. . 4325 Franks. M. Pok-.

Heiligenst-Gieß.

Rh.Met-(D.-A.) 3970 Hind.-Aufferm.

Rückforth Nchf.

I. Sichel L Co.

Hammerf-,Osb. 9600 Verzinker- Hilg..

Zellst. (Waldh.) 10900

Schiffahrtsgesellsch.

Samb.-A.-Pak. 7600 Rordd. Lloyd. 4000.

Wims üiinzgrstuhen «ml