Kasseler Neueste Nachrichten ~
•:
Kasseler Abendzeitung -
Hesstsche Abendzeitung
»
Nummer 297.
Fernsprecher 951 und 952
Mittwoch, 20. Dezember 1922.
12. Zahrgarrg.
Fernsprecher 951 und 952
Die deutschen und amerikanischen Vlöne.
; Kaffeler „Weihnacht
//
troÄ S?r Swite?!rfinÄ füört werden, wenn Amerika die Zustimmung .. Selmell Fast alte Stadtverordneten'sind erschie-
Deusschlaud« Bemühungen "? JtfÄ S.**** /an^a^der d H o'Wh "" Kuck- Verzicht auf die Besetzung des Ruhr- Besprechung mit Banken undIndAstriekken. Zunächst beschwert sich „ein Stand ohne
Aie Leutsck^n nVa n d s n- i ^vmhrzunehmcn. g eb, etes oder auf ähnliche Santtionen ver. «Eigene Drahtmeldung.) Riä'. Tie demokratische Fraktion fragt durch
;nlandspreise sind dagegen langen. Allen Optimisten gegenüber erklärt der 1Q Stadtv. Heß wegen unzureichender DeEuna
»re
ch
Newyork Herold", daß in offiziellen amerika
>•
ot-
■
Die ZÜEalwng Knilchen Bankiers wegen der Anleihefrage. irntiSom fnrfrtoTpfc.J *
Vrivatanleide von Morgan?
Berlin, 19. Dezemtber. (Privattelegramm.)
Washington Dr. Wiedseld mit dem Chef des
Noch Schwierigkeiten?
11
r»
102
I allgemeinen den Vorschlag Hardings einen Ausweg aus den Reparationsschwierigkeiten zu suchen, mit großer Genngtum-.g. Die offiziellen Kreise sind nach wie vor in Stillschweigen gehüllt und verweigern jede weitere Auskunft. Indessen kann man bestimmt annehmen, daß die amerikanischen Sachverständigen sich an einer großen Nntersuchung beteiligen werden, run über die finanzielle Leistungsfähigkeit Deutschlands im Hinblick auf die Reparationen sich schlüssig zu werden. Man weiß noch nicht, ob eine Konferenz einberusen wird oder ob die amerikanischen Sachverständigen sich nach ! Europa begeben werden. Harding hat mehrere Senatoren zu sich kommen lassen und sie über
I ihre Ansicht befragt. Die Senatoren äußerten sich mit Rücksicht auf eine neue Konferenz dahin, daß es vorteilhaft wäre, daß etwa vier oder fünf Großmächte, darunter auch Deutschland, an einer solchen Konferenz teilnrhmen. — Der deutsche Botschafter Wiewfcldt ist wieder in Newvork -rngetroffen. Er hatte in Washington auch eine Unterredung mit mehreren maßgebenden amcri-
| £c«stehen. Jede Art eines Eingreifens Amerikas werde zuerst mit Frankreich besprochen werden, bevor irgend ein Schritt für die Wiederherstellung Deutschlands unternommen werde. Unterhandlungen zwischen Amerika, Frankreich «"b Deutschland seien übrigens schon im Gange. Werter meldet der „Daily Telegraph", daß die amerikanischen Bankiers sich gegenüber dem Plan der Regierung über größere Anleihen skeptisch zeigen. Der Plan sei noch verfrüht, solange die amerikanische Regierung nicht aus ihrer Isolierung herausgetreten sei.
Der Oberbürgermeister Scheidemann ist krank. Er leibet wieder an seinem alten Darmübel An seinem Platze sieht man Bürgermeister Brunner. Herr der Präsidentenglocke ist Ehrenobermeister
zunächst von Deutschland voraussetzt, «m über- st"upt werter verhandeln zu wollen. Trotz sei- ner unversöhnlichen Haltung aber wird die ^5^?/"bton nicht als hoffnungslos betrachtet. Kan kennt dort ganz genau den ?.Ls$efe ®c9c.nfn<* Mischen Frankreich einerseits und England und Amerika andererseits tu der ueparationstrage und dem gesamten damit aus «rgste tm Zusammenhang stehenden übrigen Fvgenkomplex. Der „Newvork Herald" beflä- tich daher auch mit ganz besonderer Betonung, «ich« gegen Frankreichs Willen handeln wolle.
besonders wichtig ansehe. In ausgedehnter sachlicher Aussprache wurde daun die Frage der t- und Milchnersorgnng behandelt.
^EDr^rechunq der Milchversorgung wurde eingeleitet durch ein eingehendes Referat von Professor Dr. Hansen. Sehr ausführlich wurde danach die Frage der Zucker Versorgung besprochen. Die Erörterungen über die Möglichkeit einer Produktiousförderung, die hinter der brennendsten Gegenwartsfragen heute zn- rucktrat, soll in einer in Kürze einzuberufenden Konferenz in Merseburg behandelt werden.
Volacarö« widersetzliche Haltung.
Paris, 19. Dezember. (Eigene Drahtmel- öunfl.) Poincarö hat, soweit man hört, Washington sehr deutlich in verstehen gegeben, was er
werden muß. In unterrichteten Kreisen glaubt man, daß die Besprechungen sich auf die Möglichkeit einer vrivatenAnleihefür Deutschland gestützt haben.
Die gestrige Prügel-Tagung im Nathans.
Di« gestrige Setfatnmlung der Stadtverord. "**•“ nahm einen Verlauf, der in ihrer ««. W«b«e unerhört dasteh« und ihre Wurde mit FUtzen tritt. De» Fall Drill-RehneLicseaana f85*‘e »u einem tätlichen Angriff des Stad«, rat« Rehn« ans »en Stadtverordneten Drill!
Newyork, 19. Dezember. «.^"-'"^Eanische Plan wird erst durchgc- whrt werden, wenn Amerika die Zustimmung
Brot, Mllch und -Zucker.
Besprechung der SrnährungSminister. lPrivat-rele,r«nm.)
• Berlin, 19. Dezember.
ber Satz: .Die Rechte kommt mit ber Blausäure- spritze!“ Ei" Zischen v-rlangt Ruhe: .Wir sind nicht wegen ber Wau mre-AffSre hier!" Eine lunge Dame, die sehr -bhaft für Brill eintritt, wird von einem Liu-ksp rrtsiler bedeutet, sic mö- ge im Jungdcutschen Orden ihre Freibsitsreden halten ... „Nee," meint ein älterer Herr, „zum Nebne gehe ich nicht mehr: einer, der so aufgeregt ist, dem soll ich meine Zähne antierfreuten?“
Ein neuer Besucher erscheint, ©in bekannter Kommunist. Ihm wird in humoristische: Weise der .Boxkampf“ geschildert. Me Frage
Jus-rttoi»rpr«ife: a) Einheimische Aufträge: Die einfpattige An,eigeiuells M. SS- dte M,^Mge R-klamezetl- M. 120.- d> AuSmärttg- Aufträge: Dis etnfoatttge Anzeigenz-il- w eimpaliigeRettam-zeil- SR. 120-, alles einschließlich Teuerungszuschlaa und
Eä-'di- » mU befonb!r$ lchwierigem Satz hundert Prozent Aufschlag.
Fnr di« Richtigkeit aller durch „ernsprech-r ausgezebenen Anzeigen, sowie für Aufnahme- daten und Pllitze kann «ins Gewähr nicht übernommen werden. — Druckerei: Schlacht- hon.raße rs/zo, Geschäftsstelle: Kölnische Straße 5, Telephon Nummer 951 und 952.
2te Kasseler Neuesten Nachrichten erscheinen wöchentlich sechsmal und zwar abends. Der SSJEW*. Ä Mark be- irei-r qust^unz ms Haus in der
mAmS i'Ä0! n90'- ®iart monatlich. Auswärts durch dte Post bezoacn 405 — Mark Verlag Won eU1?*r ?E-^ungen robben ieberzeir -ntg-g-ng-nomm-n. Trucker"
di- Reb°nton e^ !°^ Schlachthofstraße 28/30. Für unoerlangt -ing-fandt- Beiträge'-NU BezuqsaelbeS obpr'srnfn ober '^°mahr in keinem Falls übernehmen. Rückzahlung bes
- k, 8-getbeS ober Ansprüche wegen etwaiger nicht ordnungsmäßiger Lieferung ausgeschlossen.
tund wenn nicht durch neue Enttäuschungen und neue Schikane und Qualen Deutschlands ein er- sneuter Absturz der Mark-Währung sich vollzieht ans den allerdings gewisse Spekulationskreise bei uns wie auch im Auslände hoffen und auf den Üe sich sogar schon wieder einstellen.
Die Auölanbs-Kredtthilfe. Amerikas Rülkstcht auf Frankreich.
(Eigene D-ahttneldung.)
Aus Washington wird gemeldet: Senawr Borah veröffentlicht eine Erklärung, in der er kategorisch feststellt, daß die Gruppe der sogenannten unversöhnlichen Senatoren den Stand, punkt vertritt, sich jeber Einmischung der amerikanischen Regierung zum Zwecke der Her- keiMhrung der Ordnung in der Reparationsfrage zu widersetzen, wenn die Alliierte n nicht gleichzettig ihre Haltung gegen Deutschland wesentlich ändern. Senator Borah erklärt, die Alliierten müßten zunächst einmal Ordnung in ihr eigenes Wirtschaftsleben bringen, ehe sie etwas unternehmen um Europa zu retten. „Newyork Times" fügt hinzu: Diese Erklärung des Senators Borah liefert einen neuen Beweis für die großen Schwierigkeiten, die die amerikanische Regierung finden würde, wenn sic ihre Wünsche nach einer Unterstützung Europas verwirklichen wollte.
Die Minister für Ernährung und Landwirt-! * * *
einzelnen Länder traten am Montag Auf ötr TklbüNk.
nn Gebäude des vorläufigen Reichswirtsibatts rotes zu einer Konferenz zusammen »-er Bo-- ($1>n ctnem besonderen Mitarbeiter.) übende, Reickstn-nister Dr. Luther, Khrte in S” drangvoll fürchterlicher Enge sitzen und' seiner Begrüßungsansprache aus, er habe feine Wc .Kommunal-Studenten“. Auch viele Amtsführung in der Weise begonnen, daß er sich Damen sind dabei. Die Meisten kamen in der sofort in Verbindung gesetzt habe mit den Or-1 Erwartung, daß „es etwas gibt“. Daß alle ganisationen der Erzeug er und B e r b r a n - Parteischattierimgen vorhanden sind, ergibt die rf)er, sowie den polittschen Parteien. Fr be-!nachstehende Wiedergabe der Bemerkungen und grüße cs besonders, fetzt auch gleich mit den Dispute während und nach der Prügel-Szene Refsortminifterien der Lände.- eine ein- unten im Saale. Ein über Rehne Entrüsteter stehende Aussprache über die dringendsten Fra- bemerkt: „Der muß herausgeschmissen werden!“ gen der Gegenwart in der Kürze entwickelt zu -Nee,“ erwidert ein anderer, „Feste rinscklaaen haben, die er angesichts der allgemeinen Rot al§ wußte er den Brill!“ Dreimal wiederholt sich
WirtschastsMfe?
Nervosität an der Börse.
Die deutsche Mrtschaft steht im Zeichen der Nervosität. Der Wirtschafts-Thermometer die Börse, zeigt auf Sturm. Ein Glück, daß die Ef- fektenbeittzer die Nerven in diesem .Jahre besser m der Gewalt haben, als es im vorigen Jahre ber Fall war. Sonst würben wir gegenwärtig ei-! nen Kurseinbruch erleben, ber jedes Beispiel «^r sich ließe. Seit Wochen waren die Devi- ienkurse ziemlich, von geringen Schwankungen abge,ehcn. stetig. Richt die Mark aber ber Dol- l.ar -st gewissermaßen stabil. Die Preise hatten
Berlin 19 Dezember l?tab?u' c wegen unzureichender Bezahlung
Die Bcsprechunaen im Reiibse;»» ^er bei ber -stabt beschäftigten Studienas / Ministerinm mtt Verttete?n d2 Ba/e«tV ?,!’?rt” an- Wir hören, daß betätige Wa- unter Beteiliauna einicer > n hV.« vor kurzem Stundenlöhne von 25
sind am Somitag abend vörlchift? 6e‘nbet toor S Vorwurf geht
b$n. Sie sollen erst am Donnersin., I die Auswirkung einer Verordnung
werden. Bisher führten die Verlmndluna-n^übcm 281 September, die keinem positiven Ergebnis. Gerüchte die wissen I a^w^lsche Anpassung an die Zuschläge der wollen, daß die Industrie der Regstrüna ein An i vorfieht, erst am 7. Dezember erfolgte gebot von zwanzig bis dreißig Milliarde-! «« k®?*1 bre au? die Zuschläge Wartenmacht habe, entbehren, nach Erklärungen an aut .»e^K!Cn .toor.b,c". den Schulen Rech-
unterrichteter Stelle jeder Grund-am-" Fs wird '1unfl damit diese dann erst dem Rech.
auch in Regierunaskreiken erftärt bäß die Be r@1Ctbt. "n^eitet würben T.
sprechuvgen lediglich den Zweck verfolgt hätstn o e se gibt die schlechte Bezahlung!
Aufklärung über die Lage der "dechsschei!IestclltenSttMenaffefloren zu. Wirtschaft z« geben. Am Donnerstag roeben ^sr°' t? a ^r^rntrum) spricht davon, daß sich zunächst bie Sachverständigen über feie Möo ^rct N^^^.Schule beherrschen,
.»chkeft einer endgültigen Regelung der sÄweL"n ^EEschullehrer hatten kürzlich noch 20 Mark den' .vragen beschäftigen. Bis dahin wtrd h-'c ^!e Stadt erhalten. Stadtv. Schneid Regierung einen entsprechenden Plan anSoear- E^--^^richtet Aehnliches von der Fortbil- be,let haben. Wie verlautet, wird in diesem Plan bungsschule. Für
255 1 ®umnie nicht genannt. Damit würde | die Entbindungsanstalt
* wieder in den Vordergrund treten, werden 3 Millionen nachbewilliat Dsse
^nvaffung Milder Einrichtung von Klassen wird re?» «fi? ,,^eg leitende Iah-wieder airfgerollt. Stadtmed-tzinalrat Geh^m- reszahlungen rn leisftn vermag. rat Dr. Heinemann belebt die Materie^Auf
* 5'ne Beschiwerde des Stadtv. Kreiß (Fr. b. V)
Neux DonGlrrge. daß zu viel Personal vorhanden sei, erinnert er
Berlin, 19. Dezember. (Privattelegramm.', ^an» daß zu jeder Frau, die in der Anstalt Dre kommenden Tage werden im Zeichen der Be-1 unlergebracht ist, et« Kind .gehört, das viel raftmgen mit den Sachverständigen der Indu- A-llcgc fordert. Das Haus ist bis unters Dach strte, der Banken, des Handels und der|gefetzt. Wir rechnen mit jährlich 900 bis 1000 Gewerkschaften steb'-n, durch welcbc sich die| Geburten. In Marburg mit weit größerem Regierung für dte am 2. Januar beginnenden L?rional betragt diese Geburtenzahl nur 600. Verhandlungen vorbereiten will, um in der Lage kann eine Entbindungsanstalt nicht mit sein, neue Vorschläge zu machen. An den Be-1Clnein Krankenhaus vergleichen. ES ist Tag und ratungen nimmt Staatssekretär a. D. Bergmann | Rocht Betrieb. Leider, bemertt der Stadtarzt teil, der ans Gnmd seiner Londoner Bespr-chun- kommen die meisten Kinder nachts an, sic und gen imstande iss zn benrtcilen. wie fick die Gegen-1 dw Frauen haben ihren eigenen Kopf, es ist feite mt einzelnen zur Franc der Abänderung ihnen keine bestimmte Ordnung beizubrinoew oder Ergänzung der deuttchen Varkchläne auf! (Allgemeine Heiterkeit.) Das Grund der neuen Brrhandlnng stellt. Erholungsheim WilhelmshShe
tr>- m rJ’ü’ 19- Dezember. (Privattelegramm.) Imann: Die Krchlen für die Beheizung freffeit Bespreantngen der ReichSreaierung mit den auch hier die Haare vom Kopfe. Die Verwal- Zndustriellen und Bankiers wurden gestern den l tung hat deshalb beschlossen, das Heim nach ganzen .mg über fortgesetzt. Von industrieller Ablauf des gegenwärtigen Kurfns auf eini- ^.lüCLhnMt-rA,b!'reRlD-Eer-l. Silber- ge Wochen zu schließen, bis die Wieste »erg, Hagen trüb Reisch, von den Bankiers unter Zeit vorüber ist. Es würbe dann etwa im Mär« anderem der Direktor der Deutschen Bank. OSkar wieder eröffnet.
Wassennnmt, und Nrbig teil. Die Nnterbaltuuaen *
S ÄS' £ . Di- Erhöhung der Schlachthofgebühren
kanntttch die Rückführung des im^AuZsande!wird debattelos zuqestanden, eine Schenkung befindlichen deutschen Kapitals sein soll GroßkauManns Gottfried Ruppcl in Bre- men von 150(X)0 Mark zur Förderung ber jKinber für sorge wirb mit Dank angenommen, einige kleinere Vorlagen gelangen zur Erlebigung und dann kommt bie Prügel. Szene, über die an anberer Stelle eingehend berichtet wirb. Die Weihnachtswoche wurde „schön“ eröffnet ...
Die deutschen Inlandspreise sind begeht langen, «tten gegen^er der
e ®." Dw Kauftätiokeit des „Newyork Herald", daß in offizielle« amerika- ha sä. ‘riner erio-1 Nischen Kreisen biv->cr nicht der geringstc^wettel
Zurückhaltung^der Kaufe. Die Sltua- darüber bestehe, daß die amerikanisch e-r sich von Gnmd auf geändert: Es besteht Sympathien ganz auf feiten Frank- mu1«m nnsin^ai‘fiTtUOttbcrn Preis- reichs stehen. Jede Art eines Eingreifens Wut. Und w-.r beobachten etwas anderes: Keinen Käuferstreik mehr, aber einen Verkäu fer-Streik. Innerhalb der geschäftlichen Orga- msattonen selber sind .Bestrebungen heworge- treten und haben sich zum Teil ausgewirkt die daraufhin gehen, im Hinblick auf die trotz Dollar,cnkung weiter in die Höbe gehenden Preise die Großverkaufstätigkcit für Fabriken und Kon- zerne elnzustellen. Man beachtet das insbeson- bere im Tertilhandel. in bem bie Einkäufer sich I ziisammengeschlossen haben zu einer Streikbc- ^gung^von einer Art, wie wir sie noch nicht er-
In biefer Situation ist bie Lage ber Ge- <- ®irOfuflQ ve« toeiteren Tragen,
schäftsleute sehr tritt sch unb unsicher Es ist Wafiyngton, 19. Dezember. (Eigene Draht-
'bei einem bauernben Rückgang der Devisen wie uwrbung.) Die amerikanische Presse begrüßt im Überhaupt bei feber Markbesserung unausblcib- """ *“*“ ~ -
daß die Industrie, wie die ganze Produktion schwersten Gefahren ausgesetzt wird. Der englische Ministerpräsident Bonar Law hat selbst ausgesprochen, daß es gerade das Tragische für Deuffchland sei, daß eine Markb e s, erung, o>e die Voraussetzung für eine Gesundung der deu-schen Wirtschaft sei, vorübergehend von einem Niedergang der Wirtschaft begleitet tz,n wird. Die Geschäftswelt kann anaesickts der hohen Einkaufspreise und der Unsicherheit der Preislage bei der Wederbeschaffung ihre Preise nicht erniedrigen. Ja, sie maß zum Teil tatsächlich zu Preiserhöhungen übergehen. Dazu kommt, daß große Trusts unb Konzerne ihre Preise ebenfalls trotz Dollar-Rückgang zum Teil bis weit über ben Weltmarks-1 Vreis erhöhen. Man barf nur daran erinnern, daß beispielsweise jetzt soeben erst der deutsche Stabeisenpreis auf eine Höhe getrieben wurde, die etwa 80000 Mark mehr ausmacht, als der Preis für Stab eisen in Frankreich sich beziffert. | Unter Liefen Umständen mehren sich bie Zei-> chen einer Wirtschaftskrise. D!.
in ben Käufen einerseits, bie trotzdem fortgesetz-i ten Steigerungen andererseits, die Sorgen vor der Möglichkeit eines Preisabbaues in den kom- .... tnenben Monaten, die Unsicherheit bezüglich der Wie aus Newyork gemeldet wird, haben Mit- AcsatzmoglichZeiten ber Industrie bei anhalten-1 glieder des Bankhauses Morgan die Meldum- dem Devisenrückgang, bei steigenden Unkosten auf bestätigt, der zufolge der deutsche Botschafter in ver anderen Sette, haben eine Lage hervorge- Washington Dr. Wiedseld mit dem Chef des ruzen, bte zu sehr einschneidenden Entschlüssen Hauses Morgan eine längere Unterredung innerhalb ber Industrie, wie überhaupt ber batte, bie vorläufig als vertraulich betrachtet ganzen Geschäfts- und Hanbelswelt zwingt. Wir v—*— —' ~-------------- ' * " ' '
beobachten m steigendem Umfange Entlassungen von Arbeitern und Angestellten. Die!
Beschäftigung dieser allgemach sehr zahlreich wer
denden Pcrsoncnkrekse ist nicht mehr zu ennög- lichen. da die Fabrikations- und Kaufaufträge mtmer mehr abnehmen. Das gilt nicht nur für ---------------ö. ..... .
L^»"^schen,fonbern auch für den auslänbi- Zurückhaltung amerikanisch-r Senatete«. wen Bebars. Es ist für bte Aussuhrtndustrie «Kn,«» »MWman.«..»
immer fchwlenger zu den fortgesetzt steigenden (E-gene Drahtmelbuna.)
Preisen noch zu exportieren. | , _ Newyork, 19. Dezember.
Das schwierigste Problem der Stunde ist, die dauernde Senkung des Preisniveaus herbeizu- sühren. Die Tendenzen, die sich nach dieser Rich-! tung hin geltend machen, sind oben beschrieben! worden, andererseits darf man die Unsicherheit nicht übersehen, die die Geschäftswelt auch jetzt v«h zu höherer Preissetzung veranlaßt. Verstärkt wird dreier Prozeß durch den Druck, der von den zahlreichen unsoliden Elementen herrührt, die in den letzten Jahren in bie Geschäftswelt sich ein« gebiangt haben. Hier wird eine Wirtschaftskrise ueilich gründliche Auskehr fialten. Einen volkswirtschaftlichen Schaden würde das nicht bedeuten, wenngleich man befiirchten muß, daß auch manche andere, weniger kapitalkräftige Unternehmungen und Private mit in den Strudel ge- zogcn werden. Für das Volksganze aber wird allmablich eine Gesundung unserer innerwirt- ichaftuchen und PreiSwirtschaftliGon Verhältnisse konmien. Die Lage, die sich hier bietet und die Aussichten sind absolut nicht trostlos, wenn der Umichwung in der Wcftpolitik, wie er sich jetzt euch in einer Schwenkung der französischen Haltung zur Reparationsfrage. anL'.ndiat. anbält