Kasseler Neueste Nachrichten
Kasseler Abendzeitung
Hessische Abendzeitung
Nummer 296.
Dienstag, 19. Dezember 1922.
Fernsprecher 951 und 952
12. Jahrgang
Fernsprecher 951 unb 952
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Die Wne zur deutschen Viedemufrichtuug
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Dorsichsige Aeutzening.
Paris, 18. Dezember. (Eigene Drahtmel-
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nur um einen Versuchsballon handeln und zwar mit Rückficht ans den einseitigen Charakter dieses angeblichen Planes um einen Versuchsballon von deutscher Seite. (?) Die Pläne scheinen im ausschließlichen Interesse Deutschlands abge- saßt. Indessen, so führt der „Temps" aus, wird Frankreich sich hüten, gegen eine Unterstützung Deutschlands durch Amerika zu protestieren, vorausgcsebt, daß diese Unterstützung mcht auf Kosten Frankreichs vor fich gehe.
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Mitteilungen des „Rewhork Heralb" barstellen. DaS Blatt glaubt, daß es fich hier nicht um offizielle Nachrichten handeln könne. Es könne fich
Neue vartei der Nechien.
Ei«« deutsch-völkische Freiheitspartei.
(Privat-Telegramm.)
Berlin, 18. Dezember.
Am Sonnabend trat im Reichstag die erweiterte Führerschaft der Deutsch-völkischen Arbeits- gememschaft unter starker Beteiligung aus dem
Frankreich« Haltung.
Di« Umstellung der Politik in Paris.
(Eigener Trahtbericht.)
Pmis, 18. Dezember.
An französischen amtlichen Stellen wurde Feiern abend nochmals bestimmt versichert, daß die französische Regierung an militärische Operationen im Ruhrgebiet n i ch t m e h r denke und daß durchaus von einer Neuorientierung der französische« Politik in dieser Hinsicht gesprochen werden biirfe, die sich auch aus den Erklärungen Poincarss unzweideutig ergebe. In politischen kreisen ist man allgemein davon Überzeugt, daß Poincarz im Januar nach Abschluß der Re- parations-Verhandlungen aus innerpolitischen Gründen zurücktreten werde. — Nach einer New Yorker Meldung aus Paris hat Poincar« eine halbamtliche Mitteilung erhlüten, daß die Bereinigten Staaten gewillt feie«, einen Plan zur Regelung der Reparationsfrage in Erwägung zu ziehen. — Das „Petit Journal" erfährt: In gewissen Kreisen neigt man der Annahme zu, daß die Pariser Konferenz, die für de« 2. Januar vorgesehen ist, stark Gefahr läuft, aus später verschöbe« zu werden.
das schwerste bedroht. Vor allem zeige sich dies bei der Jugend, nicht allein in den Großstädten, sondern bis weit hinein in die Landkreise. Blutarmut, Erschöpfung und Rachitis würden immer häufiger. Vereinzelt seien auch Kn ochenerkrankungen, Hornhautgeschwüre und selbst das gefürchtete Hungerödem wieder ausgetreten. Ganz erschreckend habe die Skrofulose wieder zugenommen. Die Reinlichkeit ’ci stark zurückgegangen, nachdem Seife, Bett- und Leibwäsche zum Luxus geworden. Hautkrankheiten aller Art und zunehmende Verlausung würden aus den Schulen gemeldet. Nur mit Mühe hielten sich die großen Krankenhäuser aufrecht; die Schließung mehrerer großer Krankenanstalten werde bereits ernstlich erwogen. Ein Sechstel aller Säuglingsheime und die Hälfte aller Krippen in Deutschland hätten bereits geschlossen. Eine wirksame Tuberkulosebekämpfung sei angesichts der Wohnungsnot und der unerschwinglichen Heilstätten- kosten unmöglich
Auch die Seuchenbekämpfung ist bedroht.
Die gesamte Sozialversicherung verliert ihre« Wert. Wir erwarten, so schloß der Redner, von den Regierungen des Reiches und der Länder, daß sie tun, was in ihren Kräften steht. Wir verlangen, daß sie den Aerzten in chrem Kampfe gegen die Folgen des Mendes zu Hilfe kommen. Aber auch über die Grenzen hinaus wollen wir das Ausland wissen lassen, wie rS bei uns steht. — Geh. Sanitätsrat Dr. Tippe« Leipzig, Vorsitzender des deutschen Aerztevcr- einsbundes, sprach Über »Die deutschen A e r z t e am Krankenbett des deutschen Volkes". Die Gefahr einer Deutschland überflutenden Seuche steht als graues Schreckgespenst vor unserem Volke. Der deutsche Arzt am Krankenbett seines Volkes spielt keine beneidenswerte Rolle. Er ivill hÄstn und kann nicht. Es ist
von Tausenden gewonnen wird, sondern von Anfang an den Gefahren ins Auge sehen. — Geh. Medizinalrat Prof. His von der Uni* versität Berlin entwarf ein erschreckendes Bild unserer heuttgen Ernährungslage. Die zurück- geganqene Vieherzeugung ist äußerst bedenMch. Im Jahre 1913 wurden 26 Milliarden Liter Milch erzeugt, im Jahre 1921 nur noch 9 Milliarden Liter und jetzt noch weniger. Rach kaum zwei Jahren einer gewissen Erholung von den Entbehrungen des Krieges erscheine das Drohgespenst des Hungers von neuem, der als bedächtiger Mörder nicht mtt einem Schlage" töte, sondern mit
langsam wirkendem Gift.
Nicht alle Kreise der Bevölkerung seien ihm gleichmäßig verfallen; die landwirtschaftlichew Urerzeuger und gewisse Schwerarbeiter lebte« noch unter auskömmlichen Verhältnissen, aber andere Arbeiter, der Mittelstand, die Jntelli- zenz und die Sozial- und Kleinrentner seien auf
Hungergespenst.
Vorkser»2hr««g und Gesundheit.
<EMe Vertretung der deutschen Aerzteschdst hnstn Berlin eine machtvolle Kundgebung gegen die brutale Bedrückung von außen, die nufere SolMiraft zerstört, veranstaltet. Darüber ist Folgende« za berichte«.
Die drohende Gefahr, daß unter der wirtschaftlichen Katastrophe der letzten Monate der bisher nur mühsam erhaltene Gesundheitszustand des deutschen Volkes zusammenbricht, veranlaßte die gesamte deutsche Aerzteschaft, die Vertteter der medizinischen Fakultäten und ärztlichen Fachvereintgun- gen, in einer ausdrucksvollen Kimdgebung, die in Berlin in der Universität stattfand, ihre warnende Stimme zu erfjcben. Rebe« zahlreichen Medizinern, Aerzten wie Studenten und Krankenschwestern hatten sich viele Vertreter der Behörden des Reiches und der Länder und -Gemeinden, parkamenlarl- sche und Gewerkschaftsführer eingefunden. Geh. Obermedizinalrat Prof. Dr. Rubner ging als Vorsitzender in seiner Begrüßungsansprache auf die verheerenden Folgen des Friedensvertrayes für Deutschland ein. Die Wirkungen der aufrichttg unternommenen ErfülKLinGspolitik, die es sich zur Aufgabe gesetzt hat, Unmögliches zu leisten, haben Mt der
völligen Verarmung weiter Kreise des deutschen Volkes geendet. Me jetzige Lage der ErnährmtgsverhAtnisse stehe bereit- unter dem Druck ihres Herabsinkens in die Armut. Niemand erhalte in diese Zustände einen besseren Einblick als der Arzt. Wrr wollen nicht warten, so erflärte der Redner, bis uns das „exakte-' statistische Material durch den Tod
Die Auslands-Kredttdilfr.
Amerikanische Richtlinie«,
(Eigene Drahtm-ldung.)
Berlin, 1s. Dezember.
Der amerikanische Standpunkt zu dem Kre- ditplane läßt fich rm-b dem wie folgt zusammenfaffen: 1. Amerika zieht nn- ier gewissen Voraussetzungen eine tätige Anteilnahme an der europäischen Politik in Betracht. 2. Amerika ist bereit, eine Regelung vorzu- schlagen. Diese Bereitschaft hängt jedoch von der Zustimmung Frankreichs ab. 3. Amerika ist der Ansicht, daß Deutschland noch Maßgabe seiner Leistungsfähigkeit zahlen soll, ver- langt aber, wenn Deutschland nicht zahlen kann, daß diese Tatsache anerkannt werde. 4. Amerika steht auf dem Standpunkte, daß eine Bedrohung Deutschlands mit Okkupationen und wirtschaftlicher Erdrosseluna die Welt schädigt. 5. Amerika ist bereit, einen umfangreichen Pri - votkredit im Interesse Deutschlands gutzu- heißen. 6. Der Kredit ist zu garantieren mittels teilweiser Aufhebung der ersten Hypothek die die Alliierten auf Grund des Versailler Friedensvertrages formell besitze».
Jedenfalls beurteilt man die Gesamtlage beute in der ganzen Welt äußerst optimistisch Das beweist schon der schnelle und große Rückgang der Devisen, das starke Anziehen des Markkurses. Nicht allein die Rede Poincarss. sein Nachgeben, seine Mäßigung, seine Versicherung, daß die Sankttonen mit 'Strafcharakter nicht verfolgt werden sollen, ge- ben Ursache zu der Mmahme, es werde sich eine Besserung der Lage ergeben, sondern, wie gesagt im Zusammenhang hiermit die Absichten Ame- rikas, sich mehr als bisher um die europäischen Dinge zu kümmern. Wenn heute aus Washington die Meldung vorliegt, die frühere Jnfor- mattonen bestättgt, Am -ri ka trage sich ernstlich mit dem Gedanken ,nunmehr eine aktive Europavolitik zu treiben, so hat das ge- ,wiß den größten Einfluß auf die Gesamtlage, denn von Amerika hängt letzten Endes alles ab. Bon der amerikanischen Börse kommt die Welt- n otterunfl, kommt auch die erste Besserung der Mark. Es scheint keinem Zweifel mehr zu unterliegen, daß Amerika nicht nur eine Konferenz plant, um die Alliierten zu einer gründlichen Regelung der Reparationsfrage zu bewegen, sondern mehr noch bat für uns Bedeuttma. daß die amerikanischen Bankiers jetzt entschlossenen Willens find, Deutschland auf die Beine z« helfen. Selbstverständlich fallen damit die alten Forderungen, daß, bevor dieser Kredit gewährt wird, die Alliierten die Lage Deutschlands geklärt haben müssen, nicht fort.
." erschlüge mit allen i« Frage kommenden Wirtschaftsttrstanzen des deutschen Volkes zu unterhalten. So waren bereits verschiedene Wirtschaftssachverständige im Reichsfinanzministerium, die zum Teil in den westlichen Gebieten ihren Wohnsitz haben. An dieser Besprechung nahmen teil: Klöckner, Reusch, Sorge, Giesberg, Silverbcrg, Wackermann, Hagen und Urbig.
Regierung und Reichstag.
Berlin, 18. Dezember. (Privattelegramm.- In der Reichskanzlei fand unter dem Borsitz des Reichskanzlers eine Besprechung der Fraktionsführer der Bereinigten So- xialdemokratie, des Zenttums, der Deutschnatio. nalen Bolkspartei, der Deutschen Volkspartei, der Demokratischen Partei und der Bayerischen Bolkspartei statt, in der der Reichskanzler zur gegenwärtigen Lage Stellung nahm und Staats- sekreär a. D. Bergmann über seinen Auf- enthatt in London berichtete. Insbesondere wurde auch darüber gesprochen unp Ueberein- ftimmung erzielt, wie weiterhin die enge Fühlungnahme zwischen der Reichsregierung und dem Reichstag «ufrechterhalten werden soll.
ganzen Reiche zusammen. Diese Sitzung stellt die Grüudungs . Versammlung der Deutsch.völkische« Freiheitspar- fei dar, an der sich neben den Reichstagsmitgliedern der vöMschen Gruppe Abg. Graef-Gol- debee, Henning und Wulle, die fofort der neuen Partei beitraten, folgende Vertreter der deutsch- völkifche« Bewegung beteiligten: Graf Revent- low, Theodor Fritsch, Dr. Arthur Günter, Stadtverordneter Wiegershaus, Dr. Buttmann- München. Zugleich von den Anwefenden Oberst von Xylander-München, Presel, Stelter, Rissen, Nieber-Breslau, Dr. Falck-Lüneburg und zahlreiche andere. Die Bersammlung kam zu dem fast einmütigen Beschluß, die Gründung der Deutsch-völkischen Freiheitspartei zu vollziehen. Mit den anwesenden Derttetern bereits bestehender völkischer Gruppen wurde« enge Kartell- Verhältnisse zum Abschluß gebracht.
Eine Umkehr.
Der amerikanische Kredttpla«.
Es scheint, daß Deutschland gegenwärtig wieder, nach der Depression des vergangenen Sommers, von einer Springflut des Opttmismus überschwemmt wird. Aus Amerika, aus Lon- don, aus Berlin kommen Nachrichten von einem großen Kreditplan der Amerikaner. Deutschland solle anderthalb Milliarden Dollar, das sind sechs Milliarden Goldmark, auf_ zehn Jahre erhalten. Als Sicherung dafür sollen die deutschen Zölle dienen. Belgien soll auf seine Priorität verzichten, während Barzahlungen an die Alliierten von dem Bankkon- sorttmn, welches dir Transattion durchführen soll, nicht in Aussicht genommen sind. Es heißt ferner, daß Amerika Clemenceau dafür gewonnen habe, für eine vernünfttgere Politik gegen Deutschland Stimmung zu machen. Kurzum, man malt rosarot. Dazu kommen noch Nachrichten von einer großen Finanzkonferenz, die zu Anfang Januar in WMhin-gton stattfinden soll und anderes mehr. Zweifellos ist, daß hinter den politischen Kulissen allerlei vorgebt. Botschafter reisen hin und her, Minisier empfanoen Besuche von führenden Persönlichkeiten der Weltfinanz. Es ist etwas im Gange.
Wie wird sich aber Frankreich dazu Verhalten? Voincars hat von der französischen Kammer ein Verttauensvotmn erhalten, weil er für sich um eine Atempause bat, um zu beweisen ,daß er seine Politik durchsetzen könne. Die Grundlage seiner Politik faßte er tn wenige Sätze; „Keine Sanktionen mit Sttaf- charakter. Bezahlung, soweit sie möglich ist, Einsetzung französischer Zollwächter und Ingenieure mit Zustimmung und unter Beteiligung der Alliierten." PoincarS hat allo von seinen früheren Plänen viel fallen gelassen. Ins Auge füllt vor allem, daß er Bezahlung nur fordern will, soweit es möglich ist. Seine Grundsätze geben die Möglichkeit zu Verhandlungen. Sie sind nicht zugespitzt und verttagen verschiedene Deutung. Freilich hat sich Poinears nicht umsonst eine Atempause erbeten. Er wird während dieser Zeit versuchen, sein Ansehen zu retten, seine Pollttk zu verfolgen und sich, wenn es ihm nicht gelingt, auf dieses Programm der Verständigung zurückziehen.
Doch haben wir heute Aussichten, daß sich hauptsächlich durch das Eingreifen Amerikas eine Erleichterung unserer Lage einleitet. Richt zum mindesten ist das beretts ein Erfolg der neuen Regierung, die in Amettka großes -Vertrauen hat. Freilich hat der neue Reichs- .kanzler, wie ja bekannt ist, seine guten Verbindungen spielen lassen, hat es verstanden, die Atmosphäre zu verbreiten, daß es nicht *n Deutschland? Macht liegt, wenn die Lage so verfahren ist. sondern unbedingt Hilfe" von außen kommen muß. Aber die Amerikaner find Geschästsmänner. Mso nicht allein dieses Ver- trauen zu der Regierung Cuno allein ist es. die die An-erlkaner auf den Plan bringt, sondern auch die Zett hat gearbeitet. In Amerika sicht «ran heute ein, daß sich Amerika nicht ganz zem noch propagiert wurde, sondern vielmehr zem noch propagier wurde, sondern vielmehr eme gewisse Abhängigkett Amerikas vom europäischen Markte besieht. Und mit Recht seben die Amerikaner ein, daß di- Besserung der europäischen Loge Haupts-Mick dann zu erreichen ist, wenn die Lage Temschlands ^bessert trink
Schon in den nächsten Tagen muß fich die Haltung Amerikas entscheiden. Eine amerikanische Kundmachung ließ erkennen, daß schon in der Zwischenzeit zwischen der Londoner Konst- renz und der Pariser Konferenz von Amerika die nötigen Sä:-ritte unternommen werden sollen. um die Alliierten zu einer verständigen Politik unter Berücksichtigung der amerikanischen Wunsche zu bewegen. Nach einer neuen Meldung soll daneben nock eine ReparationS- Konferenz direkt in Rewyork geplant sein. Wahrscheinlich wird die Einladung, wie amerikanische Zeitungen meinen, Mich beretts in den nächsten Tagen beginnen. Und man könnte aus Men Plänen Müßen, daß jedenfalls auch die Pariser Konferenz nur ein vorläufiges Er- aebnis haben dürfte, weil die endgültige Ent- fchndmig unter Mitwirkung Amerikas gettofstn werden müßte. Für uns bleibt, wie immer in allen außenpolitischen Dinq-en. auch jetzt wieder die Sorg; nm die Zttkimst bestehen, die um so großer ist, als wieder einmal neue Hoffmmaen penahrt worden sind, deren FeblMag freilich uns so schwer treffen würde, daß. nab Ansicht aller kompetenten Kreis;, Deutschland einen neuen Rückschlag nicht überdauern könnte.
Rewyork, 18. Dezember. (Eigene Drahttnel- dung.) I« amerfkanischen Finanzkreisen stimmt man darin überein, daß Deutschland keine Anleihe gewährt werde« könne, solange Frankreich mit der Bedrohung pes Ruhrgebietes fortfahre. Der Führer der Minderheit mt Auswärtigen Ausschuß, Senator Httchwck erklärte, weder die Ratio« «och bie Bankiers würde« Deutschland helstn könne«, Klange Frankreich Deutschland erdrossele. Deuttchland werde dur Frankreich zugrunde lttik^ändcre^^^er^uiiMNb^c^^^ *£!!!*io- xcjcmoer. Eigene 2wayrmel- nab faaft ie^^ Mo- düng.) Der „Temps" bespricht die Nachrichten
3ÄSSS» Ä&Ä ss.s«“. w* m lvrmb fich zuguntzen einer sofortige« größeren Deutschland werd« durch Frankreich zugrunde
Deutsch-amerttanische Besprechung.
Haag, 18. Dezember. (Eigene Draht-meldung.) Nach der Unterredung, die der deutsche Bottchtt- ter in Washington, Wiedtstkd. mit Hughes hatte, ist er nach Rewyork abgereist, wo er, wie ver lautet, die Möglichkeit einer Anleihe mit einer Anzahl von Finanzleuten besprechen wird. Nach den Rewyoeker Zeitungen ist diese Anleihe international gedacht, also nicht ausschließlich als amerikanischer Kredit. Die amerikanische« Bankiers sollen sedoch auch bereit fein, einen Kredit im Betrage von einer Milliarde Dollar zu gewähren, unter den gleichen ©arantieren, unter denen die Alliierte« während des Krieges ihre Anleihen bekamen, d. h. es wird Deutschland erlaubt, feine Bedürfnisse in Amerika zu decken in der Höhe des zu gewährenden ÄrebitS. Diese Anleihe wird garantiert werden mit Hilst aller Einnah. men des deutschen Reiches, vor alle« Dingen aus den Ein- und Ausfuhr-Summen.
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Dollarantekde und Ruhrgebiet.
Deutschlands Vorschläge.
Die Absicht einer endgültigen Fassung.
(Privat-Telegramm.)
Berlin, 18. Dezember.
Wie aus parlamentarischen Kreisen mitge- teflt wird, hat man den Eindruck gewonnen, daß die Reichsregierung sich nicht damit begnügen will, den letzte« Vorschlag weiter auszugestalten, sondern daß man vielmehr auf eine endgültige Fassung hinarbeitet. Die Reichsregrerung beabsichtigt, sich über diese
nicht deutsche Art. um fremde Hflst zu betteln; das deutsche Volk verlangt nur, daß ihm keine neuen La st en aufeüegt werden. Wir hungern und müssen Vieh abgehen; wir :rieren und müssen Kohlen liestrn; wir 'chränkcn uns ein, während sich fremde Truppen häuslich bei urS einrichten und