Nummer 280.
Fernsprecher 951 und 952
Donnerstag, 30* November 1922.
12. Jahrgang.
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Kasseler Neueste Nachrichten
Kasseler Abendzeitung Hessische Abendzeitung
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Mein- und Ruhrgebiet in Gefahr.
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PariS, 29. November. (Eigene Drahtmeldung.) Die gesamte sranzösische Presse beschäf-
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Der russische Delegierte Rakowski beschuldigte gestern die französische Presse, daß sie seine Er- Hänittgen falsch, teilweise znr bis Unkenntlichkeit verstümmelt wiedergegeben hat. Er sieht darin ein verwerfliches Kampfmittel Frankreichs. In der Vormittagsfitzung der Konferenz machte Rakowski den Delegierten die Mitteiluno, daß Rußland es niemals zugeben werde, daß die Großmächte in der Frage Syriens, Palästinas und Mesopotamiens eine so verwegene AnnektionSpolitik treiben, wies nach den bisherigen Plänen beabsichtigt ist. Die drei Delegierten von Syrien, Palästina uns Mesopotamien nahmen die russischen Ausführungen zum Anlaß, eine Depesche an Präsident Har- ding und den amerikanischen Senat zu senden, in der sie energisch gegen die französischen Manöver protestieren. Gleichseitig erheben sie Einspruch gegen die Rede Lle-
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günstigen, die die Besrtmng deutschen Gebietes vorschreibt. Diese Feststellung bedeutet eine Absage an Frankreichs Raubpolitik.
Zusammenziehung von Truppen.
Paris, 29. November. (Eigene Drcchtmel- düng.) Der russische Anspruch auf Zu- lassuna zu allen Kommissionen der Konferenz uo» Lausanne ist noch nicht endgültig abgetan. Ans Wunsch des italienischen Vertreters wird diese Frage noch einmal den Entente - Regierungen »erstiegt werden. In der Meerengen- frage glaubt man, daß die russische Abordnung troh ihrer letzten energischen Erklärung von ihrem ursprünglichen Programm manches Nachlassen weriy:. Die Russen haben die Gerüchte, wonach sie an der rumänischen Grenze Truppen zusammenziehcn, offiziell bestätigt.
Kakao
Reis öaferfloeken Erbsen, Bohnen Rudeln
Auch für Nahrungsmittel tritt ein erhebliche« Teuerungsunterschied ein, zum Beispiel für
V.-Preis W.-Preis
die verschiedensten Kommentare. Die Pariser Presse ist hochersreut, daß die Stunde des Handelns gekommen ist. Gleichzeitig werden auch die Ereignisse in Berlin sehr genau beachtet. Die Berliner Korrespondenten wissen von Nri- stimmigkeiten im Kabinett zu berichten.
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England gegen Sronkrel-v.
L o n d o n, 29. November. (Eigene Drahtmeldung.) Ministerpräsident Bonar Sato hat auf eine Anfrage in der gestrigen Unterhaussttzung erklärt, daß kein bestehendes Abkommen England verpflichtet, feine Truppen am Rh'e ine zu belassen und eine Polttik Frankreichs zu be-
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Eine Besserung dieser ungesunden Verbält- nisse kann nur durch die Stabilisierung der Mark erfolgen. Dafür aber ist Voraussetzung die Be-' sreiung von unerfüllbaren Reparationslasten. Wie aus dem Programm der neuen Regierung ersichtlich ist. soll diese Erleichterung erstrebt wer- dmr. Wie bisher, so hängen leider auch in Zukunft unsere Lebensbedingungcn von den Gläubiger» lauten ab. p. D.
Enttäuschungen.
Schwierigkeiten für das Kabinett.
Die Reichsregierung beginnt ihre erste Arbeit, Indem sie versucht, die Verpflichtungen, die das vorige Kabinett in der Reparationsnvte übernommen hatte, durchzuführen. Aber leider hat es dabei von vornherein eine Enttäuschung gegeben. Man setzte auf Cuno große Hoffnungen. Als sein Name als Reichskanzler genannt wurde, hatte das die Wirkung, daß der Dollar fiel und eine Markbefferunq von beträchtlichem Umfange einsetzte. Aber das hielt nicht lange an. Heute hat die Mark wieder bald die alte Entwertung erhallen, und man muß daraus schließen, als ob das Ausland jetzt doch dem neuen Reichskanzler nicht mehr das Vertrauen entge- genbnnge, daß er die Dinge meistern könnte. Hauptsächlich aber hat hieran wohl weniger der Meinungswechsel im Auslande schuld, sondern vielmehr ift die neue Markeutwertung auf die Unkenrufe zurückzuführen, die ans dem Jn- lande selbft kommen. In Wirtschastskreifen und an der Börse, überall, wo es zaghafte Menschen und Geschäftspolitiker gibt, wo es Besserwisser und Nörgler geben wird, hört man, man dürfe der Regierung Cuno nicht zu viel zu- trauen,, denn sie fei nicht gefestigt, fei nicht das gewünschte Kabinett der Persönlichkeiten. Sie hätte eigentlich mit der Industrie keine bedeutende Fühlung und werde nicht stark genug sein, das Programm durchzusetzen, das uns fehle. Das Programm der Regierung, im Reichstag- bekannt gegeben, lasse sich nicht als willensstark und scharf umriff <m erkennen. Es sei verwaschen, gebe zu vielen Deutungen Anlaß. Jedenfalls haben diese Stnnmen vor allem das Ausland mißtrauisch gemacht. Wenn trotzdem die Regierung unbeirrt an die Lösung des schwersten Problels gebt, ohne lange zu zögern und zu überlegen, so bedarf sie dabei der Unter«
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stützung aller Kräfte, die es ernst meinen mit unserem Wiederaufbau, denen die Gesundung der deutschen Wirtschaft, der deutschen Verhältnisse am Herzen liegt.
Leider wird heute wieder mit Krisen gespielt, von unverantwortlicher Seite wird behauptet, in der Regierung herrsche keine Einmütigkeit mehr Cuno und Becker ständen sich gegenüber, kämpften um Ansichten und kämen zu keiner Einigung. Und doch ist in der Regierung eine volle Einigung vorhanden, keine Mißstimmung zu finden. Die deutsche Note an die Neparationskommisfion sah vor allem die Einsetzung deutscher Sparmethoden vor. Gespart werden soll. Wie, darüber verhandelt die Regierung. Es ist bereits eine Verständigung dahin erzielt worden, daß der große Beamtenapparat abgebaut werden soll. Bezeichnend ist die Einsetzung eines Spardiktators, der schon einmal versuchte, im inneren Reichsbetrieb erfolgreich zu wirken, aber mit Widerständen in den Aemtern zu kämpfen hatte. Und doch ist dieser Spardiktator am Platze. Es kann bei uns viel gespart werden. Nur der Wlle muß vorhanden sein. Freilich sind das alles nur kleine Verfuche, die vielleicht nur den guten Willen Deutschlands zeigen, nach Kräften alles zu tun, um die Ententematznahmen zur Markstabilisierung zu erleichtern. In Wahrheit wird die ganze Sparmethode, wie sie auch angewandt werden sollte, nicht einschneidend genug fein, um die deutschen Finanzen wesentlich zu beeinflussen. Mr haben nämlich nur daran zu denken, daß unsere Mvebende Schuld, wie im Reichsrat zum Ausdruck kam, immer größer wird und der Fehlbetrag jetzt mit 890 Milliarden Mark angesetzt werden muß. Das ist zurückzufnhren auf die dauernde Geldentwertung, die keinen geordneten Haushalt zuläßt, auf die sich stets mehrenden Ausgaben für GebMer, die sprunghaft von Monat zu Monat in die Höbe geschnellt find und durch die Steuereingange keine Deckuna finden.
Dieses Defizit läßt sich nicht so leicht aus der Welt schaffen, läßt sich nicht einsparen, nicht aus- gleichen. Es muß Deckung gesucht werden. Aber das ist wiederum erst möglich, wenn die Ausgaben endlich fest Umrissen werden können. Man könnte daraus schließen, daß auch erst nach der Markstabilisierung an die Lösung dieses Problems gegangen werden kann. Die Forderungen, namentlich von französischer Seite, daß. bevor die Stabilisierungs-Verhand- lunqen einsetzen. Deutschland den Beweis erbringen müsse, daß es eitlen fest siebenden Etat habe, lassen sich nicht durchführen. Versuche sollen jetzt, wie gesagt, gemacht werden. Sie werden indessen zur Erfolglosigkeit verdammt sein. Sie können lediglich als Borbereitung an gesprochen werden. Die Finan flach- verständigen haben der deutschen Regierung wertvolle Vorschläge gemacht. Sie werden in der Hauptsache befolgt werden müssen. Dabei ‘ muß die Regierung notgedrtmgen den ganzen । Fragenkompler berühren, der die zerrütteten in- i neren Finanzen betrifft. Sie muß versuchen, 1 sich klar darüber zu werden, wie weit Besserung /
Die Orient-Konferenz.
Sine Verteilung unter die Großmächte. (Eigene Drahtmeldung.)
Lausanne, 29. November.
Bon der Konferenz wird gemeldet, daß die englische Berzichtleistung auf Konzessionen in Kleinasien sich in Wirflickfleit nur auf den sogenannten dreiseitigen Vertrag von 1920 bezieht. Dieser Vettrag, der Kleinasien in Einschlußzonen austeilt, war zwischen Frankreich, Italien und England geschloffen worden, hatte aber seine Praktische Bedeutung verlören, als Frankreich mit der Türkei das Angora-Abkonr- men geschloffen hatte und Italien seine Truppen aus Kleinasien zurückzog. England war gleichfalls abgeneigt, den Vertrag aufrechtzuerhalten, als es sah, daß die Vereinigten Staaten gegen ihn Stellung nahmen. Ueberdies hatte, rote fetzt gesagt wird, der Vertrag für England dadurch feine Bedeutung verloren, daß in der Zwischenzeit ein Abkommen zwischen Amerika nnd England über die Ausbcuttmg der Petroleumgruben von Mofful zustandegekommen ist. Eine weitere Meldung aus Lausanne besagt, daß die Forderung nach uneingeschränkter Zulassung der R u s s e n zur Konferenz in den Kreisen der verbündeten Mächte als unannehmbar angesehen wird und daß die englische Aü- ordntmo streng auf dem Standpunkt ihrer Rote vom 14. November besteht.
Die deutsche Wirtschaftslage.
Bericht aus der Industrie.
Auf der Berliner Tagung des Vereins beut* icher Eisenhüttenl-ute gab der Vorsitzende, Ge» neraldirektor Dr. Albert Vogler, einen Bericht über die Lage des deutschen Wirtschaftslebens. An der Hand von Karten über die Swndorte der derttschen Industrie und den Güterverkehr auf den deuflchen Eisenbahnen schilderte er die Wirkungen, die der Versailler Friedensvertrag und die Revolution aus die Grundlagen unserer Wirtschaft ausgeübt Huben. Er bezeichnete die Auffassung, als ob die deutsche Wirtschaft noch völlig intakt sei, als durchaus irrtümlich. Sie fei in ihren Grundlagen zerschlagen und erschüttert. Die K o h l e n - Grundlage fei durch die nachrevolutionären Verhältnifle und durch die Ansprüche der Entente verhängnisvoll ge- schmalert worden. Die Eisenindustrie sei infolge des Verlustes von Lothringen, der dar- aus entstandenen, fast völligen Abhängigkeit von der ausländischen Erzrufuhr eine Valutaindustrie
tigt sich ausführlich mit der neuen autzerordent- _____________..... .
lich ernsten Wendung der Lage und knüpft daran Lausanne das Gegenteil bewiesen.
erfolgen kann. Selbstverständlich wird sie dort, wo sie vergeblich sich bemüht, Besserungen herbeizuführen, bei Besprechungen mit der Entente Hinweisen können, was sie unternommen habe ' nnd wo die Schwierigkeiten zu suchen sind.
Diese liegen ja einerseits in der schwanken- ; den Mark, anderseits in der eigentlichen Ursache alles deutschen Nebels, in den Reparationslasten begründet. Und wenn die Vorarbeiten der Regierung, wie schon am : ersten Tage, immer wieder vor der Frage stau- den, daß Vorausbedingungen doch letzten Endes eine Stundung der Bar- und Smhlieferungen sein müsse, wenn darüber die Forderung nach Herabsetzung der gesamten Reparationslasten auftaucht, so wird einmal die Reparationskom- Mission hiervon Kenntnis erhalten und die Entente wird nicht umhin können, einzugestehen es sei zwar Absicht der deuflchen Regierung ae- wesen, positive Arbeit zu leisten, aber Erfolg könne dieser Arbett nur durch die Forträumung der Hindernisse beschicken werden, die sich nach wie vor dem besten deutschen Willen entgegen aufbauen. ^g.
Frankreichs Raubgelsifte.
Nene Einmarsch-Drohungen.
(Eigene Drahtmeldung.)
Paris, 29. November.
Der französische Ministerrat befaßte sich mit den deutschen Zahlungspflichten. Es wurde darauf hingcwiefen, daß eine Zahlungsverfehlung erst zwei Wochen nach s-?. gegenwärtigen Moratoriums, also frühestens nm 15. Januar 1923, von der Reparattonskommission festgestellt und die Ergreifung von Zwangsmaßnahmen befürwortet werden könnte. Indessen müsse die französische Regierung auch mit der Möglichkeit rechnen, daß die Brüsseler Konferenz nicht zustande kommt, und da man hier auf dem Standpunkte steht, daß die Haltung der deutschen Regierung und des deutschen Reichstages entsprechend der letzten Witthschen Rote einer Weigerung Deutschlands (?) z« wei- irren Reparationszahlungen gleichkommt, sicht die französische Regierung sich geneigt, die Mittel zu untersuchen, durch welche diese Zahlungen hcrbeigeführt Wersen könnten. Dazu hat man gestern zweierlei Maßnahmen ins Auge gefaßt, wenn auch nicht beschlossen. Die erste besteht in einer stärkeren Besetzung des rheini. chen Gebietes, das bereits von Frankreich besetzt ist, vor allem in der Form, daß man die deutschen Beamten durch französische er- ctzen würde. Die zweite besteht darin, daß zwei Drittel des Ruhrgebietes einschließlich Esten und Bochum besetzt würden, wodurch ' man die Lieferung der deutschen Kohle', sowie auch die Lieferung von Koks für die sranzü. fische Industrie ficherstellen würde. (!)
mene eaus, der in den Bereinigten Staten die Meinung hervorrnfen möchte, daß Frankreich eine große Nation sei, bic das Beste des JMwiS wolle, während gerade die letzten Vorgänge von
Mer tragt die Kosten-
Lausanne, 29. November. (Eigener Drahtbericht.) Die dritte Kommission der Orientkonferenz befaßte sich gestern nachmittag zunächst mit dem Antrag Jsmed Paschas, die t ü r k i - sche »Schulden, entsprechend den Verlusten der Türkei an Gebiet, auf die abgetretenen Provinzen abzuwälzen. Ueber die Frage der lieber, nähme der Besatzungskosten durch die Türkei entspann sich eine lebhafte Aussprache. Jsmed Pascha lehnte im Namen der Regierung von Angora die Bezahlung dieser Kosten ab. weil die neue türkische Regierung in keinerlei Zusammenhang mit der alliierten Besatzung stehe. Lebhafte Aussprache gab cs auch über die Frage der Kriegsentschädigungs- Forderung der Türkei gegenüber Griechenland. Venizelos machte den Vorschlag, daß die Griechen und die Türken die ihnen zngcfügten Schäden gegenfeitig annullieren. Der Vorsitzende wies ans die Notwendigkeit hin, die Türkei bald wieder kreditfähig zu machen. Alle gestern aufgeworfenen fragen wurden schließlich an die entsprechenden Unterkommissionen verwiese«.
Der Wiedereinkauf.
Das Schwinde« der Substanz«
3«* Nachstehend«.» geben wir eine allgemein interessiere»!»« Nebeneinanderstellung der Derkanf«. an» Wt-be-bekchaffungSprets-.
Die immer schwieriger werdende Wirtschaftslage hat dazu geführt, daß alle Bevölkerungs- ichichten setzt mehr als jemals die Preisgestaltung beobachten. Es ift daher jedem Manne und jeder Hausfrau bekannt, daß die Waren, feien es Nahrungsmittel oder Gebrauchsgxgenstände, von Monat zu Mouiat teurer werden. Mele machen' sich natürlich auch Gedanken über die U r s a ch es dieser steigenden Teuerung. Wer die inneren: Zusammenhänge der Produktion erkennt, weiß, daß das Grundübel in der Beraubung durch unsere ehemaligen Feinde liegt, die sich in ihrer Politik auch jetzt noch als unsere Feinde erweisen. Sie haben uns ertragreiche Landwirtschasts- Gebiete, sowie Kohlen- und Erzgebiete weggenommen. Infolgedessen müssen wir Nahrungsmittel, Kohlen und Eisen einführen, desgleichen Rohstoffe, die wir früher durch unsere- Kolonien erhielten. Diese Einfuhr übersteigt^ die Menge der Ausfuhr, so daß die Kostender eingeflihrten Waren nicht durch den Wert der Ausfuhr gedeckt werden. Die weitere Folge ist die Verschlechterung unserer Valuta, denn die Summen, die wir mchr an das Ausland zahlen müssen, in Verbindung mit den Re- paratiousleisttingen, gehen auf Kosten unseres Vmksvermogens. Die Verschlechterung der Valuta aber hat wiederum höhere Preise zur Folge. Aus diese Weise entstehen Schwächung unserer Kaufkraft, Verminderung der Produktion und Warenknappheit. Es ist ein allmähfiches Schwinden der Substanz.
In welchem Maße die Teuerung fortschreitet, ist ans .folgender Rebeneinanderstcllnng der Preise erpchMch, wobei die Mederbeschafftings- preise (W) auf einen Dollarstand von ungefähr M»0 berechnet find. Die Verkaufspreise (V.) sind rotzige Durchschnittspreise in Kassel
Raub in Kleinasien.
Die Russen warne« die WestmSchte.
(Eigener Drahtdericht.)
Lausanne, 29. November.
850 850
1850 2800 1050 1600
1950 1800
5500 3500 ,7800
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650
650
1750
2350 i
950 : 1350
Ausbeutungs-vlüne!
Paris, 29. November. (Eigene Drahtmti- dung.) Im amtlichen Bericht über den gestrigen Ministerrat heißt eS: Ministerpräsident Poinearö untern djtete eine Kollegen über den Verlauf einet Zusammenkunft, die gestern im Elysee statt- gesunden hat. In polittschen Kreisen wird vcr- sichett, daß die Pläne, die unter Briand ausgearbeitet worden sind, besprochen worden seien. Es handle sich mn Maßnahmen über die A u s - bentung der Fab'riken, Forsten und Gruben im Rheinlande zu Reparationszwecken, die Erhebung von Steuern und son- tige« Abgaben im beferen Gebiet durch die Alli- ietten, sowie um die Erfassung von Pfändern im Ruhrgebiet durch Ausübung eines Drucks auf die deutsche Schweriiüwstrie.
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Die „Stunde des Handelns".