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Hessische Abendzeitung

Nummer 277.

Sonntag, 26. November 1922.

Fernsprecher 951 und «3

12. Za^ganK

Fernsprecher 951 und 953

Amerikanischer Protest gegen Zrankreich

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»le SUmmrn von rechts.

Berlin, 25. November.

Ansatz einer Zwischen Gefangenen. d'-

Lte Kasseler Weueften Nachrichten erscheinen wöchentlich sechsmal >md zwar ab endS. Der AdonnementSpretS betrögt monatUch XXX Mark bet freier Znslellnnz t»S HemS in der LeschästSslell. adgehölt HO. Mark monatlich. «luSwSrtS durch di« Po» bezogen 300.- Mark moualltch etnschl Zustellung. Bestellungen werden jederzeit «ntgegengenommen. Druckerei, Berlag und Redaktion Schlachthofstrabs 28/30. Für unverlangt etngesandte Beiträge kann di« Redaktion eine Verantwortung oder Gewähr in keinem Falle übernehmen. Rückzahlung des BezngSgeldeS oder Ansprüche wegen etwaiger nicht ordnüngSmähtger Lieferung auSgefchloste».

Wird im Innern eine Beruhigung der Lage erreicht, dann bleibt noch die große Frage of­fen, wix sich die Alliierten zu ter neuen Re- gierungspvlitik stellen werden Zunächst herrscht darüber noch einige Unklarheit. Während von England keine wesentliche Kritik geübt wird ge- berdeg fich die Franzosen natürlich wieder Wf besessen. Die von der französtWen Regierung beeinflußte Pariser Presse verlangt, daß die Barzahlungen und Sachleistungen in erster Linie rfüllt werden müßten, andernfalls die Erfassung von Pfändern erfolgen solle. Wird man demge­genüber in dem englischen Maßbalten Än gewiss fes Gegengewicht erMcken dürfen, so hat doch Krankreich neuerdings einen Genossen in dem Italiener Mussolini erhalten. Es ist demnach

b's rum Aeußersteu und hoffe, mit Allen, die in diesen Punkten mit ihm eines Willens seien, ver. trauensvoll Zusammenarbeiten zu können.

3m Ministerium des Innern

Minister Oeser und seine Beamte«.

(Privat-Telegramm.)

Amerika gegen Frankreich.

Kein Erfolg der Reise Elemeuceaus.

(Eigene Drahtmelduna.l

Paris, 25. November.

Der ehemalige stanzöstsche Ministerpräsident Clemenceau befindet fich jetzt in Amerika, wo er deutschfeindliche Reden hält. Er beschul­digt dabei Amerika, daß es nidjt genug für Frankreich tue. Im amerikanischen Senat kam cS daher zu einer Debatte, die einem sehr energi­schen Protest gegen das Auftreten Clemrn- ceaus glich. Die Regierunas- und Antiregie- nmgSsenatoren vereinigten fich, wie derRew- vork Hrrald" berietet, zu einer Abwehr. Ws erster Redner nahm Senator Hicheock das Wort Er war ein Verteidiger der Wilsonschen Politik einschließlich des Bösterbrmdes. aber er erklärte, daß Frankreich keinen ungeeigneteren Vertreter hätte entsenden können, als Clemenenau. Wohl gelte Clemenceau nicht für so milttarkstisch wir Poinrars »nd andere Franzosen, aber er sei doch der Vertreter einer sehr starken Politik ge­gen Deutschland. Diese Politik müsse aufgegeben werden, wenn wieder Ruhe in Europa eintreten soll. Für Amerika gebe eS un­überwindliche Hindernisse zur Zusammenarbeit mit Frankreich; solange die jetzige Politik Frank­reichs gegen Deutschland bestehen bleite.

Die neuen Kräfte

Das Regierung«»Programm.

Regierung besser arbeiten werden, als mit der vorherigen. Es muß sich nun Herausstellen, ob die ausländischen Beziehungen Cunos und von Rosenbergs eine wirtschaftliche Brücke Wer die politischen Klüfte werden errichten können. Da leider unsere innere Entwicklung von den stemden Gläubigern abhängt, liegt in der Au­ßenpolitik der Schlüsse^ zu Deutschlands Zukunft. K. F. D.

Die gestrige Regierungserklärung im Reichs­tag wird im allgemeinen von der Berliner Presse sympathisch begrüßt, nur derVorwärts" sagt etwas boshaft, daß die Erklärung gute Geheim- ratSarbeit sei, alles laufe aus Kugellager, es gebe keine Reibung und keine Stöße. Seinem Artikel gibt das Blatt die Ueberschrjst:Die neue Regierung in Bedrängnis". Auch dasBer-

(Eigene Drahtmeldung.)

Berlin, 25. November.

Sranfrel® soll adrüsten.

Paris. 35. November. (Eigene Drahtmel­dung.) An dem Angriff auf Clemenceau sagte Senator Hitchock noch: Amerika kann seine marolische Unterstützung nicht einer Ration geben, die eine Polittk des Militarismus und der Eroberungen fortgesetzt betreibt. Was Herr Clenrenceau wünscht, ist ein bewaffneter Friede, an dem wir nicht teilttehmen können, um die Zerstückelung Deutschlands herbeizuführen und dem milttaristischen Frank­reich auSzrrliefern. Senator Borah, der dann zu Worte kam. sagte, daß Frankreich die Unter- tützung der Bereinigten Staaten mit Truppen und Geld wünsche,' um fich Grenzen zu fichern, die von der ganzen Welt weder als billig noch gerecht angesehen würden. Hieraus kam noch­mals Senator Hitchock z« Worte nm zu erklären: An den Bereinigten Staaten gibt eS keine Stimme für eine Unterstützung Frankreichs, solange dieses fich nicht entWW, wenigstens teilweise abzurüsten und damit seinen eige­nen Vertrag, wenn auch nicht dem Buchstaben, o doch dem Geiste nach durchguführen. In die- em Zusammenhang klagte der Redner auch die französische Unterstützung der Türkei an.

Die Begierungs - Erklärung

Sozialistische und demokratische Prcffeflimmen.

gene wurden getötet und fünf schwer ver

t-fat ßtLsa-n.« srnnk,M,,T vnngangsmorie für ein ewiges Leven ME.

w.-t b I 'um Wiedersehen und Wiederfinden ntit ben\-,

?*_j''*ttiteber Heistellen. I e Haupträdcls Idie wir geliebt haben und das Seine tun in dem sichrer wurden sofort ihrer Bestrafung zngefühtt.i Bewußtsein, daß es im Lichte der Ewigkeit ge-

Der treue ffoUf.

Konikantinovel. 05. November. (Einen» ^egi-imeld'ing.) Au« Anaora wird gemeldet: Die Zeremonie der Einsetzung d-s netten »«. Hf en sand am 94. November mmefiört statt.

Zum Totenfest.

Der Tod der Wecker des Lebens.

Von

Artur Brausewetter,

Meuterer in Lodz.

Gefangenenausftand im Mil«tSrqefSng«is.

ftSeene Drahtmeldung.)

Lodz. 25. November.

Am hiesigen Milttär-Bechirksv^rtznaniS bat eine schwere Meuterei stattgefunden. «ns

Des Todes rührendes Bild steht

Richt als Schrecken dem Weisen und nicht als

Ende dem Frommen,

Jenen drängt er ins Leben zurück und lehrt ihn handeln.

Diesem stärft er zu künftigem Heil in Trübsal die Hoffnung,

Beiden wird zum Leben der Tod.

Sine Note an Frankreich.

Washington, 25. November. (Eigene Drahtmeldung.) Die amerikanische Regie­rung bereitet eine Rote an Frankreich vor, worin diese aufgefordert wird, fich eindeutig zu erklä­ren, in welchem Umfange sie bereit sei, die A b - rüstungsbeschlüsse des Washingtoner Abkommens einzuhatten. Dieser Schritt soll veranlaßt worden fein durch eine Erklärung des früheren französischen Ministers Lepgues, wo­nach Frankreich nicht in der Lage fei, dieses Ab­kommen zn unterzeichnen.

. Dieses Programm besaßt sich also in der Hauptsache mit allen Wirtschafts-Gebieten, er­strebt überall Festigung und Besserung, so daß man sich, einerlei welcher Partei man angehört, barmt einverstanden erklären kann, wenn man das Vaterland über die Partei stellt. Aller­dings ist es mit dem Programm allein nicht ge­tan, es muß auch ausgeführt werden. Daß ein solches Beginnen nicht ohne Widerstände von- statten geht, darüber ist kein Zweifel. Die Par- teren werden doch wieder mit Sonderwünschen hervortreten, wodurch ein Teil der Arbeit auf den Ausgleich der Interessen wird verwendet werden müssen. Die Grundlage ist jedenfalls eine Arbeitsgemeinschaft der Mitte. Die Männer, die der Deutschen Volkspartei, ben Demokraten und dem Zentrum angehören, ha­ben fich zur Zusammenarbeit entschlössen. Zwar ist es kein reines Geschäftsministerium gewor­den, wie der Kanzler es sich gedacht hatte, denn manche Persönlichkeit auS dem Wirtschaftsle­ben. die gefragt worden war, hatte die Ue6er- n(timte eines Ministeriums abgelehnt, aber die gewonnenen Minister find Männer, die daS Volksganze im Auge behalten werden. An die­ser Voraussetzung sind die Deutschnattonalen geneigt, das Kabinett zu unterstützen, Und die Sozialdemokraten wollen vorläustq eine neutrale Haltting einnehmen. Von der Aussprache mt Reichstage erwartet man eine Klärung insoweit, als anstelle eines Verttauensvotmns eine Bil- ligunasformel zustande kommt

, Nachdem die vielen Schwierigkeiten der fiu* vinettsb-ildung glücklich überwunden sind und die Ministerien, mit Ausnahme des Wiederauf- bau-Ressorts, sich in festen Händen befinden, hat Reichskanzler Cuno gestern nachmit­tag dem Reichstag die neue Regierung vorgestellt und dann das Regierungs- Programm verkündet. Er kleidete seine W- sichten in eine lange Rede, denn er hatte Vieles auf dem Herzen, war bemüht, sich über alle Din­ge klar auszusprechen, damit kein Zweifel be­stehe. Eine Ueherraschung brachten seine Erklä­rungen nicht, die seine polittsche und wirtschast- fiche Einstellung ja vorher bekannt war und auch tue Persönlichkeiten, die er zur Regierung her- «ngezogen hatte, keine Rätsel aufgaben. Desglei­chen war durch die Fühlungnahme mit den Par­teien bekannt geworden, was diese von der Re­gierung erwarten. Reichskanzler Cuno gab ei­nen Ueberblick Wer. die Notlage Deutschlands und drückte dem bisherigen Kabinett Wirth Anerkennung aus für die unter dem Druck von außen und der Kritik von innen geleistete schwe­re Arbeit. Wie er schon vor einigen Tagen sagte, wird die neue Regierung auf der bisheri­gen Grundlage weiterbauen. Es soll eine wirk­liche Aufbauarbeit am Reiche werden.

Zuerst ist die Festigung im Inner notwend,g, dann erst kommt die Arbeit für die fremden Gläubiger in die Reihe. Die Verpflichtungen sollen selbstverständlich erfüllt werden, über nur in den Grenzen des Mögli­chen. Voraussetzung dafür ist, wie die Regie­rungserklärung sagt, eine mehrjährige Befreiung von den Bar- und Sachleistungen, wobei der Aufbau der ftanzösischen zerstörten Gebiete doch fortgesetzt werden soll, ferner Hilfe von außen durch eine Anleihe, wobei der Kanzler auf ame­rikanische Unterstützung hofft. Mr die Arbeit im Ämtern richtet er einen Appell an alle VolkSrrets« zur Mitarbeit. Er bedauert, daß sich die größte Partei, die Sozialdemokratie, fernhalte. Obwohl eins der wichtigsten Erfor­dernisse die Steigerung der Produktion und der Arbeitsleistung ist, befürwortet er doch die Bei­behaltung des Achtstundentags, aber er erstrebt die freiwillige Vermehrung der Arbeit durch Uoberstunden. Weiter richtet er seine Mahnung an die Landwirtschaft, die zur Erleichterung der Ernährungsverhältnisse beitragen möge. Auch das Problem der Mark-Stabilisierung soll in Angriff genommen werden, damit das Geschäfis- leben endlich wieder in geordnete Bahnen gelenkt wird. Um auch auf sozialem Gebiet eine Besse­rung herbeizuführen, soll mehr auf die Kriegs­beschädigten und die Kleinrentner Rücksicht ge­nommen werden.

Der Totz ist der große Adealist des LebenS, .. .r die Selbstsucht tötet und den Mate, wm Reinigen abkommandiert waren.'entfi-i''d^usmusindem er die Zwecflofiakeituud leere -!nr «rflorfni tei der «Vergänglichkeit etr-s lediglich egoistischen £e=-

sbbns dem Menschen mit unerbittlicher nutz NN- Ngegriffen wurden. Mehr ...5 sechzig Gesänge bestechlicher Logik vor die Seele führt. Damit neu gelang eS, die Tnrrn zu zerschlagen und die I wird er zugleich der große Kulturträger. In der Freiheit z« gewinnen. Mit den zerbrochenen Erscheinungen Flucht ist er die beharrende, zi,- Möbelstücken eröffneten die Gefangenen ein leb I gleich die nie ruhende Kraft, die keinen Stillstand Haftes Bombardement auf die Gendarmen. Rack duldet und aus den Keimen des Daseins neue mehrfacher Aufforderung zur Ruhe erteilte die I Blüten tteibt. Die rechte Stellung zum Tode ist Wache den Befehl zum Feuern. Zwei Gefan- '? der chriWchen Weltanichauung euthaltom ° I Christus überwindet den Tod, indem er ihr

'«zur Eingangspforte für ein ewiges Leben mmht. ium Wiedersehen und Wiederfinden mit den'o-.

gnferttonlpretf«; a) Einheimisch« Aufträge: Die etafootttfl« Smetanuette za iS_ bit

Wrtjwlttfle Rrilamezeile M. 54.. b) AuSroaritge Aufträge: Die etnspalNa« ZmeiaeiueUe

1».-, die einspaltig« ReN-m-,eile M. 54. «He» -inscha-tzüch XeueranaWAtaa ans «S*!Sea2?Mt blns-tg«n mit befonber» schwierigem Satz hundert Pro^mr Auftchlaa. Fw di« RichttgteU aller durch F«ntz-r«ch-r aufgegebeuea Anzeigen, sowie für Aufnahme.

'"a> vlätz« kann eine Eewähr nicht übernommen werden. Druckerei: Schlacht» Hof trotz« 28/80. »ilchästrst«ll« Kölnisch« Ätratz« 5. Telephon Nummer 951 und 962.

Kasseler Neueste Nachrichten

KaffÄter Abendzeitung

Der neue ReechOminister des Ämtern, Oeser begrüßte gestern die Beamten und Angestellten seines Ministeriums. Auf die von StaatSsekre- tär Freiherm von Welser an ihn gerichteten Worte deS Empfanges erwiderte der Minister, indem er in kurzen Zügen ein Bild seines Ar- bettsprogrammes entwickelte. Er betonte, daß das ReichSminisierium des Inner» ein für den Schutzder Re'publik verantwortliches Amt sei und sprach hieran anknüpfend die Erwartung aus, daß seine zukünftigen Mitarbeiter sich für die Republik nicht nur mit Worten erklärten, son­dern durch tätige, pflichttreue Unterstützung ihr

-T' --------' Einverständnis darlegten. Er besitze ei offenes

nicht sicher, ob die Alliierten mit unserer neuen Wesen. Haffe Antrigen, verlange Pflichterfüllung

Mr haben neuerdings dem Tode gegenüber eine andere Stellung eingenommen. Das Leben gibt uns der Aufgaben und der Leiden so viele, daß wir kaum Zeit haben, dunklen Todesgedan­ken nachzusinnen. Das Totenfest aber zwingt uns, uns aufs neue mit ihm zu beschäftigen. Was ist der Tod? Vielleicht muß man ihn erlebt haben, um darauf eine einigermaßen zu- verlässige Antwort geben zu können. Und viel» leicht wäre er auch als Erlebnis etwas Unwe- leiiüiches und nur als Wirkung etwas Großes.

- -7 Seine Wirkung aber besteht letzten Endes darin,

ltner Tageblatt- meint, daß alles tn dem um-1daß er Wecker dez Lebens ist. Ist er das fangreichen Programm so fonnuliett wurde, daß!- warum fürchten ihn die Menfchen? Weil sie Eder, ob rechts ober links stehend, ihm zuftim-tihn nicht kennen. Denn nichts fürchtet bet lc" die Kabinetts- Mensch, was er wirklich kennt, was er mtt feiner

tür möglichst weit »ach links offen zu Hal- Vernunft zu durchdringen vermag Das Gc- unverkennbar gewesen. Die neue Regie- heimnisvolle nur, den dunkel geschlossenen Dor- wr Politik Hang, hinter den er nicht zu dringen vermag,

tert. Aus der zweifellos klugen Rede habe man Iden furchtet er sofort ein scharf umrisseneß politisches Angesicht n.

__ Die ^osfische Z-itunck fiinrmt wn rl,<, I *-'Dt ihm steht er sein Leben lang mit fragender litte« »ÄSÄ w Seele. Was fürchten wir am Tode? De» kör-:

»cye« »orveyauen Dr. Brettscheids zu. I perlichen Schmerz? Wir wissen ja garnicht, ob

er eintreten wird, ob wir nicht plötzlich oder m ,, ,mindestens schmerzlos dahingehen werden. Untz

Berlin, 25. November. lPrivattelegwmm.)Iselbst den größten Schmerz lindert die Bewußt- DieDeutsche Allgemeine Zeitung" will erst dieilofigkeit. die meist mit dem Tode verbunden ist. ' Taren der Regierung abwarten. Die sagt, daß!Das ist es Wohl auch kaum, was die Menschen keme Regierung nach ihrem Programm zu be- so fürchten. Aber die Zerstörung eines lebendi- urteilen sei. DemLoknlanzeiger" zufolge ist gen Ach, das Nichtsein Müssen wir denn nicht das, waS das Äabmett Cuno dem Kabinett I mit gleicher Furcht der Zeit denken, in der Wik Wirth gegenüber an Neuem bringt, der Wille,! gar nicht waren? Und doch nach einem ^a- zuzufaffen und die Katastrophe durch Arbeit sein, das wir liebend und geliebt durchlebt ha- abzuwentzcn. Die^ Lage sei so verzweifelt, daß ben, so völlig vergessen, so ganz ausgelöscht zu allerdings von m^hr als einem Versuch nicht die Nein aus dem Buche des Lebens, das ist Vie- Rede fein könne. DeeTag" schreibt: Endlich!len ein unerträglicher Gedanke. Den Tod und etue K-mzlerrede, die nickt gleich jene stickige das Unbehagen, das er auslöst, besiegen zu Atmosphäre despatteipolttischen Gezänks ver- können, dazu gehört zuerst ruhig wägende Er- breitet. Rach derDeutschen Zeitung hat der kenntnis .Die Erkenntnis des Lebens Tag mit einer Enttänschiina geendet. Das Er- Was ist es? Eine flüchtige. Unterbrechung des gebms der Rede des Reichskanzlers lautet: Auch Nichtseins, dem das eigentliche Sein erst folgen Cuno wM weiterhin erfülle«. soll. Geburt und Tod an sich ist eSdasfeWe

----- Beides ist unablässiges Werden. Ein Geworden-

- __ , _ sein gibt es ja gar nicht. Und wissen wir denn,

£fm öfü Iob totr seelische Leben, das wir voll und

' I panz zu leben meinen, im letzten Grunde nicht

Spiel u»d Gegenspiel in Lausanne. nur träumen? Ein Weiteres, den Tod und feine (Eigene Drahtmeldung.) I Furcht zu besiegen: Daß wir ihn nicht immer

Daris. 25 November eigenwillig als unferen Feind, sondern als unfe- «PS»««.« s,a r ren ^eeund erkennen. Für wie viele ist er der

Sw* «hVbettenbe Vnh «Ktig» Freund geworden! Für Ken beT Wcs arme Leben tausendmal betrogen, Erfch«ht. ante- den selbst ter verriet, dem er blindlings ver- rerseits aber aiich als vete'ttsam g-mig aner- traute. Für den, der die Mllkür und die grau- 'omtt, um UnziAetenbeit ter Türken dar- käme Ungerechtigkeit dieser Welt erfahren der, über zu verstehen Die Tür.en sinp darüber Ije älter er wurde, um fo mehr erkannte, wie das ungehalten, teß -hnen kowodl feiten« der Große und Gute untergehen mußte und nur die a/s auck leitens der kleinen tt-nt-nt- niedere Klugheit und die berechnende Selbstsucht ivrer «vrderunaen eine a-lchinss-ne I sich behaupteten. Gäbe es keinen Tod, so gäbe ti-ront eittaeaenaefieNt mtrb S'e woll- fich aber I?8 keine mrsgleichende Gerechtigkeit Daß er der l-rneu rvtteven auf»wkna-n loN-n. laud-ru oral Trager der Gerechtigkeit ifl, das schon macht das berechtig. @ {_e n r v!-s- Fr?»deusv-rl-fir^-1 Kroße des Todes aus.

a- an Stelle teS Betrage« non mittet-*-1 Aber für den der rirü alfirfHrf» nnd fAnffena. *rn: belondet« u""-te<ten find g. fter An I froh auf der Welt fühlt Auch für itmWer rArr-g/mn ^eatei.wfSAr* ^einb- sondern Freund. Denn er führt

dar. R,isA^ ,hn zu /ener Fassung und Wertung feines Le- m ^m^rfiAndn-s mtt Bevefck die fr-«» Heus, die sein Glück ausmachen. Der Tod erst *-nte imb b-e Bartenfteat-n ,nsnmniensckließ--u I schreibt dem Leben den Adelsbrief Ohne ihn mtnte- 'wäre es scbal und nichtig. Es ifl eine nachdenk­

liche Erfahrung, daß die Menschen ben Tob am wenigsten fürchten, bereit Sehen am wert­vollsten gewesen Die ein verfehltes Leben hin­ter sich haben ober mit einem unreinen Gewissen sterben, die Mrchten ihn. An Goethes Worten kann man nicht vorhei: