Hessische Abendzeitung
Nummer 221.
Sernfgredjer 951 und 952
Donnerstag, 21. September 1922.
Fernsprecher 951 und 952
12. Jahrgang
IS3
iie Kasseler Neuesten Nachrlctren ersqeiuen wocheuMch sechsmal mrv zwar abeeb«. Der LdmmementLpreis betrögt monailtch 75.- Mark bei freier Zustellun- ins s-us in be, Seschäftsstelle abgeholt 70.— Mark monatlich. Auswärts durch die Post betonen 75— Mark monatlich Zustellimg. Bestellungen werden ieber$ei: entgegeugenommen. TruLerei
■Äebcttton: Lchlachthosstraße 28/30. üur unverlangt eiugesandte Beiträge kann die Redaktion eine Berantmortung oder Gewähr m reinem ^alle übernehmen. Rücktobluna des Bezngsgeldes oder Ansprüche wegen etwaiger nicht ordnungsmäßiger Lieferung ausgeschlossen.
Kasseler Neueste Nachrichten
Kasseler Abendzeitung Hessische Abendzeituna
^retfe= a) ®in®etl«iWe Auftrage: Die einspaltige Anzeigeazeile M. 8.—, die ^T- 8Me ,tmannItine ®uiträ^ Die einspaltig- Änzeigenzeile
«tnspaltige. Reklame-etle M. 21—, alles einschließlich reuerungszuschlag und /»“n 5?8» E befonbsrä schwierigem Satz hundert Prozent Aufschlag.
E- durch '>ernspr«her abgegebenen Anzeigen, sowie far Aufnahme- und Blatze kann eine Gewahr nicht übernommen werden. — -Trur'eret Schlacht- boirtraBe 28/30. Geschäftsstelle: Kölnische Straße 5. Telephon Nummer 951 Sb 952 .
Abrüstungsantrag im Völkerbund.
Feierlichkeiten ein Haar gekrümmt worden.
Alliierte Warnung cn Bulgarien.
des Reichskanzlers zerstreut worden.
dreiviertel Stunden gebraucht. Zwei sehnige
m-------er mit vierhun
dert Mark das Pftmd und Auslandö- schweines!eisch mit drcihu^dertundscchzig Mark das Pfund angeboten. — In Potsdam find gestern die Arbeiter mit neuen Lohnforderungen ausgetreten und zwar verlangen sie einen Stundcnverdienst von 200 Mark
u .t| lelt sich über den Waldkövfen der Borsteller Gr- h* »"•"c c ^"1 .e^n dunkler Punkt im granlellen Himmel
Teuerungs-Schrecken.
Die Lrsarhe ist bad Fried-nsdittat.
(Privat-Lelegramm.)
Magdeburg, 90. September.
Reichsminister a. D. Schiffer hielt in einer Versammlung der Deutsch-demokratischen Partei ,n Wernigerode eine Rede, in der er unter anderem sagte: Die Ursache alles Uebels ist der Friedensverirag und dieser Vertrag ist eine Lüge. Zur Frage der Arbeitsgemeinschaft zwischen der Deutsch-demokratischen Pariei, der Bolkspartei und der Zentrumspartei ührte Schiffer aus: Gemeinsam mit de» Mchr- hettssozialdemokratien müsse die Arbeitsgemeinschaft eine verbreiterte Basis für die Bcrfaffung
Die Wirkung des Antrags.
Genf, 20. Sept. (Eigene Drahtmeldung.) Aus der kurzen Auseinandersetzung ln der dritten Kommission des Völkerbundes geht klar hervor, daß- d-k PkiM Torb Robert C-eirs mit ei- nigen M-tgliedern der Hauptdelcgatkonen, besonders mit Frankreich und England, bereits vorher besprochen war, während die Mehr, zahl der Delegationen von der Erklärung Ce- U.*J* sehr überrascht worden ist. Man geht nicht fehl, wenn man die Erklärung Cecils als eine Sensation des Tages bezeichnet. Natürlich nulrdcn alle Delegierten alsbald mit Fragen bestürmt. aber sie lehnten zumeist jede Antwort ab oder gaben nur inhaltlose Erklärungen.
Maßnahmen erörtert, die ergriffen werden sollen, wenn die kemalistischen Truppen nach Europa^ herüberzugehcn beabsichtigen. DaS müsse auf jeden Fall verhindert werden, ehr die Frredensbedingungcn festgesetzt seien.
(Eigener Drahtbericht.
Paris. 20. September.
Die Zahlungs-Garantie
Belgien ist einverstanden.
(Eigener Drahtbericht.)
In diesem Zusammenhang kann man immer« £Jn., erinnern, daß seinerzeit schon von der ReichSbank fünfzig Millionen Gold- m a r k an die Bank von England überführt worden sind. Somit ist also schon die Hälfte des Betrages gedeckt. Es wäre durchaus denkbar, daß tnt auf diese fünfzig Millionen Gold
mark die Bank von England sich zu Garantieleistungen bereit erklärt hat, die es nun wie- denn» der Retchsbank ermöglichen, ihrerseits nunmehr auf die Forderung der Belgier einzugehen. Ta die Reichsbank außerdem mit der Bank von England dauernd in geschäftlicher Beziehung steht, so wird es auch nicht verfehlt sein, arzunehmen daß inzwischen noch weitere reale Wette für England sich gebildet haben. Der m stNihjabr verlangt, daß die
Retchsbank als völlig unabhängig umgeichaltet werde. Das ist geschehen. Trotzdem besteht nun die ^-orderung, die deutsche Regierung solle der' Retchsbank einfach die Millionen wegnehmen. Dazu wäre die Negierug mich früher nicht be- rrchttgt gewesen, da der Metallbestand der Retchsbank nicht Eigentum der deutschen Reichs- regterung ist.
Die Reichs bank ist die Zentralnotenbank des Reiches. Sie hat den Geldverkehr zu überwachen, affo auch dafür zu sorgen, daß wir die Mittel und Wege finden, aus der Papiergeldwittschast beranszukommen. Dazu dient heute schon der Metallbestand, den sich die Reichsbank mühsam genug hersibergerettet bat. Anaegriffen ist er allerdings früher schon worden. Was die Reichsbank heute besitzt, gehött ihr zu eigen. Wenn der ^eüand, der rund eine Milliarde in Gold und etBer betragt, angegriffen wird, so ist damit jede Ausircht verschwunden, zu einer Neuordnung der Wahrung zu gefanrcn. Was heute Belgien uud England recht iss kann morgen Frankreich billtg fern. In belgischen informierten Kreisen £irL£er Ausgang der Londoner Mission des Renvsbankprasidenten Havenstein mit einer gewissen Zurückhaltung beurteilt, die von
f 1 allzu-,sein. Diese beiden Gruppen müßten eng zusam-
i>i»n ^.ud sich! mcnstehcn und eine gemeinsame Front bilden
» stnanzpollttschen und wlttfchaftspolttischen zur Bekämpfung des Elendes im ^n- Kreye der ganzen Welt wohl einig. Ks. i neren Teutschwnd und n«h Autzem
aus Danzig. Mit seinen sechzehn Meter breit ausgeßpannten Flügeln in silbrigem Gewände hebt es wie ein geheimnisvoller Riesenvogel aus. Die Kabine kann einige Passagiere beherbergen; der dem Schwanz zugebaute Paketpost- !raum nimmt eine ganz ansehnliche Luftpost auf. I Der firnge gewandte Monteur gibt so hübsch und ge,ckickt seine technischen Erklärungen ab, er- ^satzlt, daß sein Flugzeug in zwei- bis dreimaligem Wechsel die Reise nach Riga unternimmt. Und von dort ist ein wundervoller Anschluß nach Estland und Reval. In knapp zwei Tagen wird Riga von Hamburg aus im Fluge erreicht. Die Preise mit etwa 3500 Mark erscheinen Re- ting ... Vor der Halle raffeln die Propeller von etlichen Flugzeugen, die in Postkutschen- gelber Farbe einen anheimelnden, recht gemütlichen Eindruck erwecken. Gleich sollen sie starten. Monteure und Flugzeugführer sind mit Vorbereitungen 'beschäftigt. Die Propeller poltern und schnurren wie Riesenwindmühlenflügel.
| wicht, darf der Einzelne der drei Passagiere nicht wiegen... Es ist ein sonnenloser Nach- wlttag, aus verwaschenen Wolken tomiurn Windböe n. die das Landen der erwähnten Flugzeuge erschweren. Es werden Flugzeuge ans Berlin und von Sylt ertoartet. Aller ! Augen suchen die Lufthoheit spannend ab. iln. Kt Schuvomann hat ein Helles Ohr, ein salken- scharses Auge; er schießt jetzt seine Rauchpistole av. Die Windrichtung,deutet sie an und schon hecht ein Flugzeug beschreibt weite Luft kreise, überfliegt Plan und Halle, aleittt herab und kommt endlich rollend hopfend Wer die Weiden- fläche dicht in unsere Räbe. Fast sah es ans. als flöge es in die Pkugschar des Ackermannes Hinein. Seelenruhig stehen die Gäule zwischen den Furchen. Alles rennt zu der kleinen Kabi- nenrür, will die Landenden sehen, in denen man unternehmungslustige mutige Reifende erwartet. Denn so eine Lustreise ist selbst im modernen Dasein Prüfstein persönlichen Mutes Zwei
Sn km1«! Äehet ^en Augen, weiß sich noch nicht auf festem Bo-
i»i-.k,Upl*n Kmnnl Paschas, dw Mcer-I den zurechtzuiinden. Der andere, ein Arneri- onütttte»1 ?utd’ Maßnahmen der kaner, mtt Fernrohr und breitem Lachen läßt
.llli. -ten verhindert werden müsse. bi? stolpernde Zunge-die märchenhafte Luftfahtt • beschreiben, er nennt cs Sonnen- und Mond-
Die Garantien.
Die Zahlungen find zunächst gesichert.
Die Verhandlungen des Reichsbankpräsiden- ten Havenstein in London mit der Bank von England haben ein Ergebnis gezeitigt. Die Reichsbank hatte sich bekanntlich bisher ge- weigett, von sich ans die Schulden der deutschen Regierung an Belgien für die sechsmonatlichen Schaywechsel zu garantieren. Nunmehr haben öte Verhandlungen in London, wenn auch über lhre Einzelheiten bis jetzt noch nichts offiziell belannt ist, jedenfalls das Ergebnis gezeitigt, daß die Rerchsbank der Forderung der Belgier entsprechen kann. Sie hat also ihrerseits in England eine genügende Rückendeckung gefunben. Das ist von nicht zu unterschätzender Bedeutung. Und zwar im Interesse unserer gefirmten Wirtschaftspolitik und vor allem unserer Währungspolitik. Denn so ist ein weiterer rapider Marksturz wenigstens mit Rücksicht aus die Zahlung an Belgien verhindett worden. Wenn auch die Unterlagen für den Abschluß in London offiziell noch nicht bekant fmd, so kann man bei oem Geschäftssinn der Engländer ohne weiteres voraussetzen, daß sie sehr realer Natur sind. Wenn auch England selbst ein großes Interesse daran hat, daß die Kauflraft der Mark nicht r-.och weiter sinkt, so ist dieses Interesse aber doch ledensalls nicht so groß, daß die Bank von Eng- land der dem jetzigen Abschlüsse mit der deut- schon ReichSbank ohne Rückendeckung handeln wurde.
StaHtn zieht seine Truppen zurück. sabtt deren ^nser Fahrpreis von L00 Mark mn_. ™ - ... , ihn Hertzhaft lachen macht. Sie haben zwei Stundung i Dra-ttnel- den und sisbenundzwanzig Minuten von Berlin
« fe,"c Truppenkontingrnie hi.; FüblSbsittel-Hamburg gebraucht und haben
L®- -2Dve b.L.? ectc?f,e'1 rurm! gegen den Wind fliegen wüssen. Jetzt entwik-
to^utd> es. den Willen kundtut, cnkclt sich über den Waldkövfen her Borsteller Ge- 1"u ^b'lzunehmen. gend ein dunfler Puntt im graul eilen Himmel dw Meldung bestritten, diesund in Windplötzlichkeit ist ein Flugzeug aus t’£“ntfn ,ctno ScmelNfamL Ver- Westerland gelandet, hat etwas Über zwei- lUtmtr.g in bis neutrale Zone abzuscndcn. i drewiettel Stunden gebraucht. Zwei sehnige
Hebei'LandundMeer.
Bilder vom Flugplatz.
^le,e<n Deutschland, der bisher durch tat 6‘? x““* 6a6 Derfa.ller DU.
huVh1'S1 D°"Sl«ich zu früher sehr gering
25® Irugp-st eiuigrrmaße» au,recht erhalten. Man fchrribt UN« daritbee
An der riesenlangen Alsterkruachanffee in Hamburg, die wie eine Grenzschnur zwischen weltiküdtischer Ader und friedvoller Ländlici). keit sich ausdchnt, liegt der einstige Flugplatz Ein ewigkeitsweitcr Plan, ans dem grüne Vieh- weiden sterben, verwildette Knicks in norddeutscher Eintönigkeit wuchern und Mauerruinen Hallengerüste spukhaft in zukunstsgraue Tage schauen. Hier schweigen Träume und Wünsche einer ganzen Ration und sind begraben. Schafsgarbe und Knötettch wachsen über Welffchicksale hinweg. Gestorbenheit über der Weite und doch Spuren eines neu keimenden Lebens. Es quält ein Ackersmann seinen Flug in steinbesäte Erd- tiume. In Ruhe hütet ein Schäfer seine Schafherde. Als letzte Zeugin, totenheischender Tage sieht hier die kleine zufammengefchrumpfte Flug, ziighalle, die Hmnburgs Flugpost flotte beherbergt. Schupvmannfchaft bewacht beit Platz, nur mit Erlcmbnis oder Ausweisschein wird der Unberufene hier geduldet... In der Halle liegt ein
neue Aluminium-Flugzeug
dem Berliner Optimismus etwas abweicht. Man weist darauf hin, daß innerhalb des belgischen Kabinetts die Meinungen darüber geteilt waren, ob man sich mit der unter schri ft lich e n Garantie, der Re-chsbank begnüoen könne, oder ob man an der Forderung ' nach dem Gold- ^.epot fesihalten solle. (Vie unsere heutigen Tekgramme Mitteilen, hat sich doch noch die bet» ,?c9‘?rung durch die Garantie der Reichs- oonk fut cf für
voll befriebigt erklärt.; •
auf die Dauer das deutfche Wlttschastsleben und bte beutfche Valuta bonber Erfüllung der belgischen Forderung be- ruhtt werden, läßt sich natürlich im Augenblick noch nicht übersehen. 'Denn auch diese Einwil. ligung der Reichsbank ist lediglich eine Maß. r.altme, bte von der Not des Augenblicks bifttert würbe. Nicht eher wirb Sicherheit auf der qan- «n Lime wieder einkehren, bis die ReparattonS- frage von Gründ aus aufgerollt und die Re- p a r a t r o n s l e i stn n g e n für Deutschland in etnet Weise festgesetzt sind, die die L e i st u n g s- fah 1 akeit und Leistungsmöglichkeit Deuffchlands genau abtoäat, und es Deutschland ermöglicht, ohne äußere Drohungen und ohne äußeren Druck seinen Verpflichtungen nachzn- wmmen. Erst bann wieder wird der deutsche Geldmarkt ssobil werden unb es der deutschen Voffswittschaft ermöglichen, sich von den vielen Sch-oaen der letzten Jahre zu erholen unb in sicheren Bahnen an ihrem Ausbau zu arbeiten. Daß mit dieser endgültigen Lösung' der Repa-
Dre Haltung der Äüerten. Angstmeier der" Mm Entschluß wäasii, das Fratrkeeichs Dolttik im Nahen Osten. ?n,Se Dürchen der fleinen Sabine zu öffnen unb ' 'sich auf weichem Polster iu der fchwebenden, fliegenden Zwergensttibe niederzulassen. Mit Haarfcharfer Genauigkeit wird über Raum- und Tragfähigkeit verfügt. Die Kabinenkatte an der
Berlin, 20. September.
Der belgische Minister deS Aeußern hat ac- stern nachmittag dem deutschen Gesandten in Brüssel mitgeteilt, daß die b e l g i s ch e R e g i e- r u n g mit der Garantieleistung der deutschen Schabwechs^l durch die ReichSbank einvcr- h""den ist. Damit ist eine sechsmonatige Frist we fett 1g. August fälligen unb nicht gelei beten Reparattonsraten von insgesamt 270 Mil- honen Goldmirk bewilligt worden. Die belgische' ~^’:!2?rtS,bürfte «°ch Eingang der ersten,
Schatzwcchsel für die Termine des 15. August Ä unb 15. September eine nicht offizielle Mittci- Der Ministcrrat ist gestern im Elysee unter, --------«uvuumuuc un lung an die Reparationskommisfion senden. In- dem Vorsitz Millcrands zusammenaetreren. Nach I ^^gzeugivand trägt eine flare Skizze des Infolge des internen Abkommens der Reichsbank SMuß der Sitz'-na wuw- P;„ nern' lllbt an, wteviel Gewicht der Apparat zu
mit der Bank von England, wonach Belgin, auch S «usgege- tragen vermag, tote schwer jeder Passagier fein
mit ber achtzrhnmonatigen Verlängerung einher- Cen' til bem e6 heißt, daß Pomrare Dem Mi-1 dar,. Für zentnerschwere Herkulesse ist daS fianbrn ist. dürste die Reichsregicrung in den Esterrat die Weisungen mitgeteilt htche, die FWzeug nichi gebaut, denn über 75 Kilo Ge- ^ch^ Monaten nicht vor die Notwendigkeit -m die französischen Agenten bei den datierten *—
Sä, ffÄÄ1""' ««»»«» °b-- He
M acm tumrtte forlzusetzen. flcn find. Diese Weisungen bestätigen, wie es
Belgrad. 20. Sept. (Eigener Drahtbericht.) Blättermeldungen aus Sofia zufolge haben die
JJ? 10 n J« ~nta^,ten nicht dulden I delsack und bildet das wichtigste Erkundunas- Gletchzeitig machten sic darauf aufmerlfam, daß z-ichen für die FluareuaMiwer bi- ^^^h.Bulgarien auch vor einem Versuch, Bewegung die W-nbrichtunq ww der Land mm eine Biindenaktton vorzubcretten, warnen. erkennen. Vertraulich und freundlich sehen
-- I die Flugzeugkabinen
Ein BdiMurms-AMraa m un6 £6®ne-
Vorbedingung für dieReparationSregelvng. Die Tcu^run"g^gehi^trotz 'aller"behSrdffchcit (Eigene Drahtmeldung.) Maßnahmen ungehemmt weiter. Am Dienstag
Genf. 20 Sept einem Berliner Geschäft sogenannte
Der britische Vertreter Lord Robert Cecil hat L Stück°A u s°lü n'd s buV^^^b Mark gestern dem Völkerbund den ausseyenerregenden' Sttt«. Auslanbsbutt Antrag unterbrcittt, daß die diesjährige Tagung des Bundes einen Plan zur Regelung der Reparatlonssrage und der Frage der ! « cralliierten Schulden ansstcllen solle. Er begründete seinen Anttag in einer län- gcren Rede. Die Lösung der Reparationsfrage habe überhaupt wie die schwebende Mttfchasts- krtse. die Deutschland und die ganze Welt be- drangt, zur Borbedtngung die allged Vkf ONeNlkkieg. meine Abrüstung. Unter großer Ueberra- Friedens-Bedinannnen her Türtm
Aung aller Delegierten erNärte der Franzose Stevens Bedingungen dn Türken.
Jnvenal, Frankreich mit einer Aussprache! (Eigener Drahtbericksi.)
über die Rec^ring der Reparationsfrage einver- Wien, 20. Sept
franben (et unb daß die französische Dele- Aus Konstantinopel wird berichtet: Die A n- £a“.°" ”eredS bestimmte Vorschläge zu Lorb!gora- Regierung hat neuerdings ihre Be- dcr ‘nä#aenRUeiüunaU§beT6»öneräunhbiCn^ '« dingungen wie folgt formuliert: Sie fordert terbreitcn^die Abficht hab?. $ W ""' die rasche Regelung der zwischen der Türkei uns
I den Alliierten schwebenden Fragen, sie vcrpflich tet sich, den Minderheiten den notwendigen Schutz zu gewähren, sie stimmt ber Abrüstung der Meerengen und der Freiheit der Schiffahrt! । unter der Kontrolle des Völkerbimdes zu, kann aber niemals eine militärische Besetzung Gali- poljs in irgend einer Form dulden. — In Wien find Reisende aus Konstantinopel etngetroffen. die versichern, daß die englischen Meldungen, ja der türkischen Hauptstadt fei es bei der Siegesfeier der Bevölkerung zu frcmdenseindlichen Kundgebungen gekommen, gänzlich unüegründe: sind. Keinem Fremden fei während den
Crtlärungen Dec Kanzlers. heißt, in allen Punkten die früher von der sran- Berlin. 20 September. (Prtvattelearamm) ^che» Regierung in Anbetracht der Erhaltung Der Reichskanzler hat gestern früh die Führer des Friedens im Orient festgelegte Politik. ES an;‘^horteten empfangen und ist beschlossen worden, zum Freitag einen neuen S »5 strtn gemacht. Für den Fall, daß Deutschland I Ortcntfragcn wctter forizufetzcn.
Vie Schatzwechs-l bis zum 15. Juni 1923 nicht • « •
-«»
Mtteilnngen des Kanzlers übet diese Scrcin-L 2 “.»“Ä20" ^Wentbcr. (Eigene Drahtmcl- harimgen Warrn streng vertraulich. Die Beden I £uns'L 21u? nbcr Scftrigen Konferenz des Mini- krn der Parteiführer sind durch die Erklärungen London wurden noch einmal die
trftAtt»?- —-x_____ ____ ... *■* V?t £1 i• H (X D Et £ n PYftTtpTt Sto