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Technische Rundschau

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gefallenen Kriegern ein Denkstein geweiht. Der Plan wurde etwa vor einem halben Jahre vor.« Krieger- und MlitSrverein angeregt. Die ge­samte Gemeinde nahm ihn auf und unterstützte ihn durch reichliche freiwillige Gaben, die durch Stiftungen beträchtlich erhöht wurden. Bild­hauer Seelig aus Solz, Kreis Rotenburg, ent­hüllte den von ihm ausgestellten Stein. Es ist ein massiger Sandstein, ruhend auf einem zwei­teiligen Sockel, der als Abschluß ein Eisernes Kreuz auf der Vorderseite trägt. Ter obere Sockel enthält folgende Inschrift:Sie opferten Zukunft und Jugendglück und kehrten nie mehr zur Heimat zurück." Dann folgt die Tafel aus Granit mit den 19 Wanten der Gefallenen, als Abschluß ein Stahlhelm, umrcmat von einem EichonSranz. Bürgermeister Fernem übernahm das Denkmal in den Schutz der Gemeinde. Es folgten Lieder der Gemeinde und Deklamationen von der oberen Klaffe des Kantors Vöhl. Pfar­rer Linz hielt dann die tief zu Herzen gehende ergreifende Weiherede. Darauf erfolgte unter feierlicher Stille und Glockengeläut Kranznieder- leaung 'Md Verlesung der einzelnen Namen. Die 19 Kränze waren von den zunaen Mädchen der Gemeinde gewunden. Der Männergesana- verein Hoheneiche sang daraufSelig sind die Toten ,die in dem Herrn ruhen*. Nach Gelang und Deklamation nahm Kantor Vöhl das Wort zu einer packenden Ansprache. Als alter Lehrer hat er sie wohl alle auf der Schulbank vom ersten Taae gesehen und gekannt, bks zum letzten Feld­postbrief. In einer Sammlung, die der Schul- chronik oingeretbi ist, hat er all die Briefe und Karten aufbewahrt.

* Fran'surt, 4. August sProtrstfahrt der Droschkenkutscher.) Im Anschluß an ibren Ver- bandStag untern ahnt en die Droschken- und straft« droschkenbesitzer Mittwoch abend vom Zoo aus nach dem Oberforstbaus durch das Stadtzentrum eine Vrotestfahrt. In den meisten Wagen tour- den Schilder mit der InschriftMeder mit den mtaesetzlichen KommunalisierunaAb estrebungett" geführt. Die Tagung fand ihr Ende mit einem heute nach Homburg unternommenen Ausflug.

chen der Gesamtwirkungsgrad der Feuerung nur um 0,7 vom Hundert gelitten.

Ein neues Metall.

Ein neues Lagermetall wird von einer amerikanischen Firma auf den Markt ge­bracht. Dieses unter dem Warnen Genelite eingeftihrte Metall enthält bis zu vierzig Prozent Kravbit. Praktische Prüftlngen er­gaben, daß dieses Metall eine außerordentlich hohe Porosität besitzt: es vermag Oel bi? zu zweieinhalb seine? Eigengewichtes zu absor­bieren. Dieses Charakteristikum wird nutz­bar gemacht durch Anwendung des Metalls bei Lagern, deren Wellen mit großer Ge­schwindigkeit rotieren. Das Schmieröl wird der Außenfläche der Lagerbüchse zugefübrt, von wo es durch Kapillarattraktion zur La­gerfläche gelangt. Ein Genelite-Lager soll ein Festfressen der Welle unmöglich machen. Als selbstschmierendes Lager wird seine Ver­wendung bei Bremsgestänge-, Kvpplungs-, Gasgssta-nge-, Pumpenwellenbuchsen usw. empfohlen. Die Hauptbestandteile des Ge­nelite sind Zinn-, Blei- und Kudferoxvd, reichlich mit Graphit versetzt. Das Material gleicht dem Aussehen nach der Bronze, doch kann es nicht wie solche bearbeitet werden.

Das Gchv-Lot.

Akustische Messung von Meerestiefen.

eins vom Hundert Feuchtigkeitsgehalt. Bei Z acht vom Hundert bat bei mehreren Versu- Z

Schleifen hat sich als die beste Bearbeitungs- $ Methode erwiesen. Auch die physikalischen L Eigenschaften des Genelite sind verschieden D von denen der Bronze: Es besitzt eine be- ? deutend geringere Zugfestigkeit, dagegen hält 1

ist die Hausfrau, die GetiAie mit

Makkaroni, Nudeln und Hörnle bevorzugt 7eigwaren sind die bekömmlichste- nahrhafteste Speise, dabei um vieles billiger wie Fleisch und Gemüse, Teigwaren sind tasdt zubereitet daher willkommene Er-

\ spatnisse an Zeit und Gas, <- ,

folgt, ist st« bei dem für die neue Maschine gebrauchten schweren Paraffin erst bei zwei- hundertzwanzig Grad zu erwarten, die Si­cherheit ist affo außerordeittlich gesteigert, und außerdem werden zwei Drittel der Heiz- kostcn gespart. Die neue Erfindung soll zum ersten Male bei dem Flug von London nach Bombay erprobt werden. Die Reise soll in drei Tagen zurückgelegt werden, und zwar sind drei Abteilungen für die Fahrt vorge­sehen: von London bis Kairo, von Kairo bis Bagdad und von Bagdad bis Bombay. Ein Dampfer braucht von London bis Bom­bay gegenwärtig neunzehn Tage.

Feuerung mit Kohlenstaub.

Die Verwendung von Kohlenstaub in in­dustriellen Feuerungsanlagen macht in den Vereinigten Staaten zusehends Fortschritte. Zahlreiche Ingenieure und Fabriken be­schäftigen sich mit dem noch zu lösenden Pro­blem. Nach einer Mitteilung einer Fachzeit­schrift ist von Longenecker festgestellt worden, daß zweckmäßig mit reichlichem Lustüber­schuß bei der Verbrennung gearbeitet wird. Was die zu verwendenden Kohlen anlangt, so ist der Genannte der Meinung, daß fast jode Sorte sich eignet. Bemerkenswert ist, daß er für eine senkrechte Anordnung der Düse einirift, aus welcher der Kohlenstaub herausgeblasen wird, weil dabei wie bei einer Fontäne eine gleichmäßigere Mischung mit der Verbrennunaslust erreicht wird. (Dieselbe Erfahrung hat man auch bei Oel« feuerung in Amerika gemacht.) Untersuchun­gen von Kreisniger und Blizard haben fer­ner ergeben ,daß bei richtiger Bauart des Feuerraumes die Zerkleinerung der Kohle nicht so weit getrieben zu werden braucht, tote man bisher cmncchm. Wenn nur etwa siebzig vom Hundert der Kohle durch ein Hundert-Maschen-Sieb gehen, io genüge das. Auch l-echglich der Forderung der Trockenheit des Kohlenstaubes kam man zu dem Ergeb­nis. daß man weit höher gehen kann als

Einen neuen Apparat, das sog. Echolot, das für die Seeschiffahrt von größter Bedeu­tung werden wird, ist von A. Behm in Kiel konstruiert worden. Wie wir einer Mittei­lung in denNaturwissenschaften* entneh­men, ist dadurch das Problem der akustischen Tiefenmeffung gelöst. Die verschißenen Me- choden, die Meerestiefen durch Lotung auf - geometrischem Wege zu meffen, sind alle zeit- 1 raubend, meist ziemlich ungenau und nur bet = günstigem Wetter anwendbar. Man hat da- I her mehrfach den Versuch gemacht, durch 1 Messung der Zeit die Tiefen festzustellen, in« f dem nämlich die Zeiffpanne berechnet wtrd, innerhalb welcher nach der Erzeugung eines Schalles die vom Meeresboden reflektierten Schallwellen die Oberfläche wieder erreichen.

Diese akustische Methode ist nun durch Behm so vervolKommnet worden, daß zu ihrer Anwendung kein wiffenschaftkiches Per­sonal mehr notwendig ist, sondern die Schiffsbemannung sie ohne weiteres durch­führen kann. Uei dem Echolot braucht man nur nacheinander auf drei Knöpfe zu drük- ken, worauf ein Lichtstrich an einer Skala so­fort die Wassertiese anzeigt, die sich in dem Augenblick des Druckes auf den dritten Knops unter dem Kiel des Schiffes befindet. Die Genauigkeit der Angaben ist nicht nur Kr praktische, sondern auch für wissenschaftliche Zwecke ausreichend. Der Schiffsführer kann also jederzeit, auch nachts und bei schlechtem Wetter, ohne anderes Personal zu beanspru­chen, in ganz kurzen Zeitabständen zuver­lässige Lotungen vornehmen, die Tresen be­quem ablesen und deren richtige Angabe noch nachträglich kontrollieren.

Durch diese akustische Tiefenmeffung ge­winnt das Befahren von gefährlichen Ku- stengewäffern, besonders in der Dunkelheit und bei Rebel, erheblich an Sicherheit. Wenn es gelungen sein wird, den vorläufig nur auf geringere Tiefen eingerichteten Meßbe­reich 'beS Echolots auch auf größere Meeres­tiefen auszudshnen, wird der Schiffahrt da­mit eine bedeutende Erleichterung gewährt _ sein. Tie Methode soll auch den Zwecken 1 der Luftfahrt angepaßt werden, indem W sie dem Luftfahrer ermöglicht, selbst int dich- I testen Rebel die Höhe üib-er dem Erdboden, Z die für ihn wichtiger ist als die vom Baro- S meter angegebene Höhe über dem Meeres- A spiegel, genau zu bestimmen.

| Der Phonograph am Telephon.

S In vielen Fällen, namentlich bei wichti- - gen Unterredungen, beim Abschluß von Ge- 1 schäften und dergleichen ist es von Bedeu- W tuns, den genauen Wortlaut dauernd auszu- s zeichnen. Schon 1904 war ein Apparat er» 1 ftmden worden, der cs ermöglichen sollte, ein i Telephongespräch genau aufzuzeichnen, um = es jederzeit wieder abhören zu können. Der j Apparat erfüllte aber die an ihn gesetzten s Erwartungen nicht. Nunmehr ist ein neuer f Apparat erfunden, dessen Anschluß von der 1 Reichstelegr aphenverw altung an jeden ge- = wöhnlichen Fernsprecher gestattet wird. Die- - fer Apparat, das Telegraphon, besteht aus 1 entern Kathodenverstärker, der die Sprech- Z ströme in Parallelschaltung mit dem Fern- ff Hörer, also wie ein zweiter Höver, aufnimmt ä und wesentlich verstärkt auf eine Membran Z überträgt, die mit einem feinen Stifte ver- ? sehen, ihre Schwingungen in eine Wachs- 1 walze eingräbt. Diese Walze, die zu einem = Parlographen gehört, wird durch einen kler- ff non Motor gedreht, der an die Lichtleitung = angeschloffen wird. Die Ein- und Äusschal- Z tung erfolgt einfach durch einen Umschalter. = Man kann sich später das Gespräch genau so 1 wiederholen lassen, wie es geführt worden ist. M Die Erfindung wurde nur dadurch ermög- 5 licht, daß man die für die drahtlose Telegra- ä phie erdachten Verstärker röhren anwandte. Z Eine dieser Röhren verstärkt die Sprache um s das achtfache, während drei Röhren hinter- 1 einander schon eine fast zweitausendfache W Verstärkung herbeisühren.

1 Reuerungs» im Luftschiffbau.

1 Sicherheit gegen Feuersgefahr und große ff Erfparniffe sollen die bedeutenden Vorzüge 1 einer neuen Maschine für Luftschiffe fein, die Z jetzt in England konstruiert worven ist. Die s Maschine verdanft ihre Entstehung den ge- i meinsamen Versuchen des Comander Bur- Z nev, der sich zu einem Flug mit dem Luft- ? schiff von London nach Bombay anschickt, - und des Luftschiffabrikanten Sir Robert M Cohen. Die besondere Eigenschaft dieser f Maschine ist die, daß eine Mischung _ des ff Wasserstoffs mit schwerem Paraffin erfolgt. s Tiefe Mischung leistet dasselbe wie die mit s dem besten Petroleum und kostet nur ein 1 Drittel soviel. Die Luftschiffreisenden Wer- Z den dadurch von der Feuersgefahr befreit, - die mit der Verwendung des Petroleums K verbttnden ist. Während die Entflammung W des Petroleums schon bei vierzig Grad er­

es hohen Druckbeanspruchurigen stand.

Holz aus Barrmbliitteru.

Das sogenanntekünstliche Holz', wie es teiliuctk auch im Karosserie- und Flugzeug­bau Verwendung findet, ist bis jetzt aus Sä­gemehl und Holzmehl hergestellt worden. Neuerdings ist ein Verfahren patentiert, durch welches sowohl trockene Eichen- als auch Buchenblätter für denselben Zweck ver­wandt werden können. Tie Blätter werden zuerst gemahlen und mit einem Bindemittel tote Leim, Harz oder Wasserglas vermischt, wonach die Maffe in Sodalauge gekocht und daraus in einer Presse unter einem Druck von 350 Atmosphären geformt wird. Rach dem Trocknen und dem notwendigen Erhitzen unter Druck entsteht ein fertiges Produkt, das ein guter Ersatz für Holz ist und Farben an- nehmen kann. Der Vorteil dieses Holzes liegt in dem ungeheuer billigen Rohmaterial.

Unsichtbare Flugzeuge.

Die Franzosen, die ihre Luststreitkräste sehr eifrig verstärken und vervollkommnen, haben jetzt Versuche gemacht, ihre Flugzeuge bei Narbt auch im stärkste« Scheinwerferltcht unsichtbar zu machen. Drei Flugzeuge, die Mit einer bestimmten Farbe angestrichen wa­ren, flogen kürzlich über Paris, und die hell­sten Scheinwerfer wurden nach dem Himmel gerichtet. Me Maschinen konnten aber, vb- gleicb man das ganze Luftgebiet von Paris absuchte, nicht entdeckt werden.

Au« den Nachvar-Gedieien.

* Arolsen, 4. August (Wieder Bürgermeister- mahl!) Obgleich erst vor Jahresfrist'unser jet­ziger Bürgermeister Herwig auf sechs Jahre zum Bürgermeister gewählt worden ist, steht die Stadt erneut vor einer Bürgermeisterwahl. Bürgermeister Herwig hat den Gemeindevor­stand gebeten, ihn vom 1. Oktober ab von sei­nem Amt zu entbinden, weil Familienverhält- niffe ihn zwingen, in die Verwaltung seines schwiegerelterlichen in Ostpreußen gelegenen grö­ßeren Gutes einzutreten. Der Gemeinderat wird dm Wunsche des Bürgermeisters entgegenkom­men. zumal dieser zugesichert hat, die Amtsge- schäfte solange zu besorgen, bis ein anderes Gemeindeoberhaupt gefunden ist. Sollte es nicht möglich fein, auf einen früheren Bewerber, der seinerzeit zur engeren Wahl stand, zuvückzugrei- fen, so wird unverzüglich die Ausschreibung der Stelle erfolgen. Dem scheidenden Bürger­meister kann man das Zeugnis ausstellen, daß er sich redlich bemüht hat. den gerade in gegen­wärtiger Zeit gewiß nicht leichten Posten in re­ger Arbeit gewissenhaft anszufüllen. Ohne An­sehen der Person stand Bürgermeister Herwig al­len Einwohnern unserer Stadt jederzeit mit Rat und Tat zur Seite, ohne Rücksichtnahme auf die Parteizugehörigkeit hat er da? Wohl für

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Aus der Heimat.

Dergeffene Schtitzenverriichseit.

Aus Frankfurt a. M. wird geschrieben: Mite IM waren eg sechzig Jahre.daß in Franffurt am Main das erste deutsche Bundes- schloßen stattfarw. Damals wurde bekanntlich durch einen Sturm die -Schützerchcüle vernichtet, ohne daß es Menschenopfer kostete. Dem prunk­vollen Feftzug ritt Herzog Ernst von Eobu^- Gotha woraus. Im Zug schntteu reckenhafte Germanengestalten daher, dte von Frankfurter MÄgevbuDchen verWrpert wurden. Die Poltti- schen Hoffnungen, die man an das Fest kmchste und die auf ein einiges Deutschland abzrelAt, sollten sich erst »ach dem Jahre 1870 erfMen.Em zweites Bundesschieben ftmd 1887 ut Frankfurt stait. AuS dem Ueberschuß, der beträchtlich war, wurde das Schützenbrunnendeirkmal vor dem -Zoo errichtet. WIL also vor zehn Jahren, gab es dann ein drittes Bundesschießen m der Mam- metropole.

Eröffnung der Redhudnsogv.

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Auf Grund der Paragraphen 39 und 40 der Jagdordnung Wut 15. Juli W07 hat der Be­zirksausschuß zu Kassel die Eröffnung der Jagd auf Rebhühner int Regierungsbezirk Kassel auf Freitag, den 25. August 1922 festgesetzt. Zuzüg­lich des Schluffes der Schonzeit für Wachteln, Birk-. Hasel-, Fasanenwild, sowie Drosseln bleibt es bei den gesetzlichen Bestimmungen.

* Oberzwehren, 4. August. (Felddiebstähle ohne Ende.) In unserem Orte häufen sich von Tag zu Tag die Klagen über FÄddicbstähle. Richt genug, daß die Gauner die Erbsen von den Stauden stehlen, sie reißen auch die letzte­ren völlig aus und lassen auch noch die Reisig- büsche mitgehen. Auch an Bohnen und nament­lich an Kartoffeln suchen sich die. die nichts säen, zu bereichern. Dieser Tage Wurde einem hiesi­gen kleinen Beamten in seinem neuangelegten Garten ein Obststamm, der die Frettde seines Besitzers bildete, seiner Früchte vollständig be­raubt. Dabei gingen die Vandalen so rücksichts­los vor, daß dem Mann die unter dem Baum stehenden Kulturen vollständig zertreten und vernichtet wurden. Es wäre an der Zeit, daß die Gemeinde -den Flurschutz, namentlich in' den frühen Morgenstmrden. erweitert wird, damit de" äußerst frech vorgehenden Dieben und Die­binnen das Handwerk gelegt wird.

* Heckershausen, 4. August. (Darlehnskaffe.) Der hiesige Rafffeisenverein schließt sein letztes (Geschäftsjahr mit einer Bilanz von 15492% M ab. Bei 192 Mitgliedern betrugen die Spar­einlagen 1182000 M. Ausgeliehen wurden 200000 'M; der Reservefonds beträgt 2700 M, der Stistungssonds 28000 M. der Wohlsahrts- fonds 5000 M. An Sterbegld bezahlt der Ver­ein den Hinterbliebenen von Mitgliedern 50 'M. Jedes Mitgtied erhält bei der Geburt eines Kittdes ein Sparkassenbuch mit einer kleinen Einlage für den Neugeborenen.

* Mönchehof, 4. August. (Der alte Diener.) Der 66 Jahre alte Kutscher Brann von hier ließ sich vor ungefähr 14 Tagen eine Kleinigkeit zu- schätlden komme«. Dieserhalb wurde ihm von seinem Arbeitgeber zum 1. August gekündigt. Dieses nahm sich der Lebensmüde so zu Herzen, daß erfich in der Nähe seiner Wohnung erhäng­te. Braun 'kam im Jahre 1898 mit der Freifrau von Fließen von Schloß Rarmnelsburg tm Harz nach hier, war weit und breit bekannt und sehr beliebt

Melsungen, 4. August. (Im Goldkranze.) Der TerWavbetter Valentin E Y s e l begeht am heutigen Tage mit seiner Ehefrau das FE der goldenen Hoc^eit

* Hess.-Lichtenau, 4. August. (Nochmals das Kartoffel-Defizit.) Auf Grund der Zuschrift des Bürgervereins wird uns von interessierter Seite aus dem Magistrat geschrieben: Der Magistrat beschloß im April d. I. auf Drängen der Bevöl­kerung, Kartoffeln zu kaufen. Von der Stadt- verwattnng wurden durch den Bürgermeister die beiden Magistratsmitglieder R. nnd W. beauf­tragt, zwei Waggon Kartoffeln zu beschaffen. R. gelang e8 nun, infolge langjähriger Verbin­dungen, einen Teil Kartoffeln zu kaufen. Me Firma sandte die Sfartoffdn, weil sie einen Waggon nicht füllten, mit einer anderen Menge SaaÄarfoffem, der Frachtersparnis halber, für N. bestimmt, zusammen. N. lud infolge eines Feiertags und der entstehenden Unkosten wegen die Kartoffeln mit Familienmitgliedern aus und stellte sie in seiner Scheune nur unter. Die Saatkartoffeln wurden allerdings von R. gleich am Bahnhof verkauft, aber nicht von Kartof­feln, die für dte Stadt bestimmt waren. Me von der Stadt gekauften Kartoffeln, die als prima Kartoffeln von den Käufern gelobt wurden, wurden aber durch den Bürgerverein als faul und schlecht bezeichnet, und durch dieses Trci-bcn die öffentliche Meinung beeinflußt, was nachher die Stadt zwang, den Preis für die Kartoffeln, um sie zum Verkauf zu bringen, herunterzusetzeu, und so entstand das Defizit.

* Aus dem Kreise Ziegenhain, 4. August. (Die Umlage.) Gegenwärtig wird von hierzu bestimmten Landwirten in den einzelnen Ge­meinden eine Abschätzung des Getreides nach Aussaatmenge (Ackerzahl) und Stand vorgenom­men. Von dem Ergebnis dieser Abschätzung er­wartet man von der Ablieferungspflicht befreit werden zu können.

* Rotenburg. 4. August (Im goldenen llranz.) Das Ehepaar Schuhmachermeister Kramer hier feierte am 22. Juli in körperlicher und geistiger Frische das Fest der goldenen Hochzeit.

* Hoheneiche, 4. August. (Den Gefallenen zum Gedächtnis.) Am Sonntag wurde hier den

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Fredi. Der Herr ist ein unruhiger, lebhafter Geist; tft em Mensch mit starkem Eigenwillen, mit schwungvollem Redetalent. Er gehört nicht zu den Liebenswürdige-w; ist recht unduldsam, leicht erregt, mißmutig, neigt zum Widerspruch und herrischem Tun. Er kann sich zähe durch­setzen, biegt und beugt sich nicht. Rasch, scharf­sinnig, sicher, bestimmt, energisch, ausdrucksvoll, nicht alltäglich.

Marga. Die Schrift ist in der Linkslage keine echte! Bis auf gelegentlichen Eigensinn ist die Dame matten Willens, ist in sich unsicher, leicht zu beeinflussen, bringt keine Konsequenz auf, fühlt sich nicht frisch und nicht besonders zu posi­tivem Schaffen aufgelegt. Sie ist in ihrer gan­ze« Art iveich und lässig, aber dabei praktisch nicht nachlässig, bleibt ästhetisch, sauber; ist gern bereit, sich von einem Stärkeren führen zu las­sen und Lasten abzugebon. Duldsam, meist nett und friedlich, nickt übelnehrnisch, nicht kleinlich, vergnüglich, weiblich.

Bas 2iri der Kasseler Neuesten Nachrichten ist, an dem schleunigen Wiederaufbau des nikdergedrochknen und verarmten Vaterlandes miffuarbeiten. Dieses Ziel suchen die Kasseler Neuesten Nüchrichtru fern von den Wirrulsseu des ssarteiledrus und fern von wüstem Datteihader pr errrichm. Sie stud bestrebt, gestützt auf ;ahlrriche hervorragrudf Mitarbeiter, «ne rasche Lrientiernng der Leser ohne politische Dartrinahmr ;u rrrrichrn. Satz dirs grlingt, drweist der grotze Amsaug Lrr Vrrbrritung drrsrr Zeitung. Wrr rin uudermstutztrs Blatt lesen will, der dann dir Kassrlrr Nrursteu Machrichttu nicht rntürhrru.

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