Kasseler Neueste Nachrichten
Kasseler Abendzeitung
Hessische Abendzeitung
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Nummer 178
Fernsprecher 951 und 952
Mittwoch, 2. August 1922.
12. Jahrgang
Fernsprecher 951 und 952
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ssranlreichs Forderung wird abgelehnt
(Privat-Telcgrmnm.)
Englische Stimmen gegen Frankreich.
der englischen Regierung ein Plan tut Lösung der griechischen Truppet an der Tscha- t“La” mx f r j1 fl,e vorzulegen. Der taltscha-Linie vollyogen worden ist. Aus Athen
Sufamrsenhinft am 7. lAuonst.
London, 1. August. (Eigene Drahtmeldung.) In «nterrichtcten Kreisen ist bekannt geworden, daß Frankreich benachrichtigt worden ist, es sei dem englischen Premier angenehm, mit Poin- care am 7. August in London zusammcnzn- kommen, wo dann die gegenwärtige Lage hin- stchtllck der Reparatic^Si^e gründlich geprüft werden soll Man hofft. daß bis dahi,r auch die italienische Krise vorüber ist, sodaß der italienische und der belgische Vertreter zu den Berhand- urngen cingeladeu werden können. Die Ber-
Dem „Figaro" zufolge hat Poincars die Absicht, die Mitteilung des französischen Botschafters in London vom Samstag über die Notwendigkeit einer Zusammenkunft in London vor dem 15. August auch durch eine neue Note in dringender Form zu bestätigen und dabei anzulündigen, daß er die Abficht habe.
kommen Nachrichten, daß die Regierung die Ausführung des beabsichtigten griechischen Vor- Marsches, sowie weitere militärische Aktionen bis auf weiteres aufgehoben habe.
geworden ist, die Festrede halten wird. Während der Feier im Reichstage wird die Musikka-
DsuSfchlasid lehnt sv. lledcrmähige Zahlung ist unmSgllch. (Eigener Drahtbericht.)
Londoner Besprechungen.
Poincars will z« Llohd George.
(Eigene Drahtmeldung.)
Paris, 1. August.
Hause Konzert veranstalten. Für den Abend ist im Staatstheater eine künstlerische Feier
I Paris, 1. August.
Die Lage im Orient wird von zuständiger «teile im französischen Außenministerium als fortgesetzt s e h r e r n st erklärt. Man befitzt offenbar zuverlässige Mitteilungen über Angriff sabsichten der Griechen auf die Türken und damit zusmumenhängend über Mei- imngsverschiedenhe iten zwischen dem griechifchcn Minister des Aeußern und per Heercs- leituug. Allem Anschein nach ist ein Handstreich zu befurchten, für den die griechische Re- giermig daun die Verantwortung ablehnen müßte. Sie betrachtet jede militärische Aktion vorläufig als ein eigenmächtiges Handeln des ungeduldig gewordenen HcereS. — Meldungen aus Adrianopcl besagen, daß der Zusammenschluß
düngen ergehen läßt. Von der republikanischen Jugend wird ein Fackelzug geplant, der vor dem Staatstheatcr enden wird. Wie in Berlin, so wird auch im Lande der 11. Au- gust durch einen Festakt der Staatsbehörden bc- gangen. Ueber die Einzelheiten dieser Feier besonders über die Festakte in den Schulen,' schlveben noch Verhandlungen, die in den näch-
Ms der Dollar über 300 Mark stieg, glaubten die Optimisten, daß die äußerste Grenze des Va- lutasturzes erreicht sei, als er dann auf 400 an« fvuchs, wähnten sie dasselbe; aber — es kommt immer anders. Er Hing auf 500 und ist jetzt auf über 600 in die Höhe geschnellt, mit vielleicht weiteren unbegrenzten Möglichkeiten! Nach den Gründen braucht man nicht lange zu suchen Die chronische innerpolitische Krisis, die nur den Namen wechselt, ist dabei nicht einmal ausschlag- gcoend, sondern die Hauptursache liegt auf außenpolitischem und zwar auf sinanz- politnchem Gebiet. Die Reparationsanssaugung ist der Urgrund des Uebels. Wenn die Meldungen aus London und Paris die Inangriffnahme der Verhandlungen über Moratorium und Anleihe in nähere Aussicht zu stellen schienen, konnte man eine wenn auch mäßige Festigung der Mark verzeichnen. Aber die Barriere hielt nicht lange; denn immer zerschlugen sich die Verhandlungsmöglichkeiten, wurden die Konferenzen, wie jetzt die Londoner, hinausgeschoben und streckte Poincars den neuerdings von London ausgehenden Verständlichungsver- suchen „die kalte TeufAshand" entgegen. Die Folge davon war jeweils, wie jetzt wieder in ganz besonders starkem Maße, daß das Ausland seine Markbeständc auf den Markt warf, während die deutsche Industrie in Sorge vor weiterem Hinaufschnellen der Devisen sich nm jeden Preis einzudecken suchte, wozu noch di« Notwendigkeit für die Reichsbank trat und tritt, für ' bre erzwungenen Reparationszahlungen — die nächste am 15. August! — Vorkehrungen zu rrefsen.
Der Shstionol-gfeiertag.
Geplante Veranstaltungen am 11. August.
Der neue Markstmz
Der Bogen wird überspannt.
daß Qualitäten sich entwickeln behaupten können, heutigen Deutschland sind zahlreiche Existenzen zusam- ^kMbvangt, die vor dem Kriege in aller Welt wrrtschaMich führende — oder doch bevorzugte — Stellungen eingenommen haben. Für die Vielen
Wenn die französische Regierung die Aufhebung des Reichsausgkeichsgesetzcs und die Benachteiligung der deutschen Staatsangehörigen zu Gunsten der privaten Ententegläubiger fordert, so stellt das nickst nur einen nuzulässigen Eingrif in die deutsche Gesetzgebung, nicht nur einen Verstoß wider die guten Sitten, sondern auch einen Verstoß gegen den Versailler Vertrag dar, der dem deutschen Reiche die Pflicht zur Entschädigung feiner Staatsangehörigen wegen der Liauidation deutschen Eigentums in den Ententeländern auferlegi. Die belgische Regierung bat sich denn auch im Gcgen- tatz zu der französischen ans den Standpunkt gestellt, daß über die Ausgleichs- und Reparationsfrage gemeinsam verhandelt werden müsse, und den gleichen Standpunkt vertritt man in L o n- d o n. Es ist dies ein neuer Beitrag zu den Unstimmigkeiten zwischen London und Paris, die auch zu der Verschiebung der Kon- ferenz zwischen Poincars und Llohd George geführt haben. Wenn Frankreich jetzt wieder einmal mit einer Sonderaktion, mit neuen Sanktionen, droh', so sollte der katastrophale Marksturz, ickon weil er den Kurs de« -yranc ganz erheblich b-ein-flußt. die Pariser Machthaber darüber belehren, daß sie ein gefährliches spiel mit dem Feuer treiben, denn der Brand, der in Deutschland ausbricht, muß aiif Frankreich übergreifen. Jedenfalls' ist die Panscr Drohnote ein sehr bedenklicher Auftakt zu den Londoner Verhandlungen und zu der Mr den September in Aussicht gestellten zweiten Amlaae der Bankierskonferenz. Wenn man an
Lohn und Stellung.
Verschiebung der soziale« Schichten.
Umwertung vieler Werte in der Rachkrieg«. ?«*. ’m. “w ? *tne 'ttT bie deutsch- Zukunft schätz, liche Verwirrung in der Entlehnung nie Folg« An* fbte deutfch« Mttteisran» schwer gefährde«. Man schreibt uns darüber, Ie^ten Jahrzehnten des vergangenen Jahrhunderts entstand der Satz, daß die Lohn, hohe für die soziale Stellung des einzelnen aiüS- Ichlagge-bend sei. Fn Wirklichkeit ist dieser Satz! nur ein Teil der materialistischen Welianschau-^ ung. ES stellte sich dann in der Praxis heraus,' daß der Einzelne Zeiten der Not und der Armut duwMckben konnte, ohne aus seiner sozialen! Lchicht herauszufallen» selten aber konnte sich! eine veraMite Familie generationenlang aus einer^ früheren hohen sozialen Stuse behaupten. öu diesem Thema hat man in der Nachkriegs»! äert neue interessante Beobachtungen machen können. Bekanntlich versinken nach früheren Be» griffen sehr wohlhabende Rentner immer tiefer m materielle Not. Der Zeitpunkt scheint nicht mehr fern, an dem überhaupt keine nennens
werte Zahl von Rentnern vom Ertrage ihres Vermögens leiben kann, selbst nicht sogenannt« „Millionäre". Im Zwangsanlelhcgesetz ist für Rentner von Wer sechzig Jahreusdie ein Ein- lommen von weniger als sechzigtausend Mark mi Fahre beziehen, das zwangsanleihesreie Vermögen auf eine Million festgesetzt. Schreitet r ie Teuerung auch, nur annähernd im Tempo der letzten Wochen fort, so muffen breite Schichten privater Rentner in öffentliche Fürsorge genommen werden, wenn sie nicht elendiglich verderben sollen. In ihrer Lsbenschaltung annähernd bZbaupren können sich zur Zeit nur Mächtige sichten der Arbeitgeber- und Arbeftnchmer. w°ft, wie bevorzugte kmchiiünnische und gewerbliche Angestellte fti leitenden Stellungen
Breite Grnppen der geistigen Arbeiter können ihre Einkünfte schon seit Jahren nicht mehr fm gleichen Tempo steigern, wie Me Teuerung zunimmt. Hieraus ergeben sich für
Zukunft des Volkes sehr ernste Folgen. Bc- mhigte Sf'czialarbeiter und die geistigen Arbei- ter waren das wichtigste Reservoir, in dem hervorragende technische und kaufmännische Talente sowie ausgesprochene Wirtschastsführer erzeugt wurden. Dies beruhte darauf, daß der kör- Perliche und geistige Qualitätsar-
L"5 Mr«- gefaßt hatte, pent er selbst nachstrebte, oder dem er wenigstens Wine Kinder näherbringen wollte. Die Schwä- chung ihrer materiellen Lage macht es diesen Kreien letzt unmöglich, ihren Kindern die zcitrau- bende und kostspielige Ausbildung zu geben, die Vouausjetzung dafür ist, daß sie, auf den Schiil- iem ihrer Eltern stehend, mehr erreichen als sie. Man könnte nur wenig dagegen einwendcu, wenn eine große Umwälzung wie der Weltkrieg mch eine soziale Neugliederung zur Folge hat. Für dre Zukunft eines Volkes ist cs nicht w:ch- ttg — und gar nicht einmal erstrebenswert — daß Bildung, Fortschritt und Führertum das Vorrecht, einer einzelnen Schicht sind. Wohl aber rsr wrchtrg,
Wenn jetzt die fremden Devisen mit einem starlc>n Ruck in die Höhe schnellten, sodaß der Dollar über 600 Mark ftieg, so liegt der Hauptgrund hierfür in der schroffen sranzösi- schen Ablehnung des deutschen Ge- luches um Herabsetzung der Barzahlungen aus dem Ausgjleichsver fahre n und den Urteilen der gemischten Schiedsgerichte. Es handelt sich hier um Beträge, die neben den Reparationen eine sehr bedeutende Rolle spielen. Die zwei Millionen Pfund monatlicher Pauschalzahlungen stellen nach dem zeitigen MarAurs einen Betrag von über fünf Milliarden Papiermark dar, die sich zu den fünfzig Mllionen Goldmark monatlicher Reparationszahlungen (mehr als siebeneinhalb Milliarden Papiermark) gesellen, was zusammen rund dreizehn Mi lliarden Papiermark monatlich ausmacht, eine Summe, die mit jedem Sinken der Papiermark automatisch steigt. Die deutsche Forderung, daß über die Ermäßigung der Ausgleichszahlungen zusammen mit dem Re- parattonsstunidungsgesuch verhandelt wird, entspricht dem Art. 248 des Versailler Vertrags, demzufolge der gesamte Besitz und alle Einnahmequellen des deutschen Reiches und der deutschen Staaten an erster Stelle für die Zablunaen der Wiedergutmachung und erst an zweiter für d-e anderen sich aus dem Versailler Vertrag er- gebenden Lasten haften, umsomehr da die Londoner Vereinbarung vom 10. Juni 1921, aus der sich dl« Verpflichtungen im Ausgleichsverfahren ergeben, mir eine Ergün zu vg zum Art. 296 des Versailler Vertrages darstellt.
Kernpunkt dieses Planes foqq der wiederholt vertreten« und vom französischen Finanzminister erwähnte Gedanke einer fchrittweisen Herabsetzung der deutschen Schuld durch Vernichtung der Obligationen bei e n t s p r e - , Zahlungen Deutschlands und aiufrenupa nm
gleichzeitige Streichung von interalliierten! -Zlli-.^gung am Bosporus.
Schulden fein. - Konstantinopel, 1. August. (Eigener
I Drahtbericht.) Bon der neutralen Zone werden neue Grenzscharmützel gemeldet, die zwischen regulären griechischen Truppen und türkischen Gendarmen stattgeftmden haben sollen. In Konstantinopel herrscht unter der Bevölkerung infolge der Nachrichten über einen bevorstehenden griechischen Einmarsch große Aufregung. Biele Familien aus den europäischen Stadtteilen find gestern nach der anderen Seite d«s Bosporus gezogen. Tie Polizei mutzte cinschreiten, nm eine Panik und Unruhen zu verhindern. alS ansässige (ütierfien ae- pen d-e türkische Bevölkerung politische Kundgebungen veranstaltete-
r. jr H äs ää
schwund wird sich der Reparationsschwund gesellen. Hütet Euch, Ihr Machthaber, nämlich Lloyd George und Poincars, daß Europa, von dem Deutschland nun einmal i ein untrennbarer Teil ist, nicht am Reparations- Wahn zu Grunde geht! Cr. -k.
vertagt worden. Inzwischen wird die Verordnung der bayrischen Staatsregierung streng n a ch l, n k s durchgeführt. In München find im Laufe des gestrigen Tages fünf linksradj - Paris, 1. August. (Eigene Drrchtmeldimg.) I mdnun^ VetVa fti ^n^meö=t
Der Führer der englischen Liberalen teilte in tialSe adtunam fmh Cl *flC
einem Interview dem Korrespondenten des „Fn- fe“ raf bie Sea^mta uerftn?p^mn,s^ SSn6I1if= transigeant" mit, die Politik des ftanzösischen A»troort m Tu
Mnisterpräsideuten bezüglich der Reparottons- t Reichspräsident^ soll am
forberungen sei nicht Lunch angetan^kaS gute j rE tz dakur^enLnv7n
Einvernehmen zwischen den Staaten E-.ropns partden eTtoii Ä™ Serunfld" zu festigen. England habe sich niemals dem ' b”3U Stellung nehmen wollen.
Gedanken hingegeben, daß Deutscksiand in der —““
Lage sei, große Zahlungen auf die Dau. 6-nmw? itm er zu leisten. Ein weiterer Grund des eng- MUluPj lilil XO!if!OlltinOP?l, scheu Gegensatzes sei. Griechische Sammlung gegen die Türken daß England aus Furcht vor Frankreichs! (Eigener
Ueberlegenheit in der Luft weitere! (Eigener Drahtbericht,
schwere Opfer bringe, was in der englischen Oek- fentlichkett starke Erregung Hervorrufe.
mcht mehr genug Raum vorhanden. Sie und zerstören damit ihre .Lebensfvhckre. Es ist nicht die unwich- t^te Aufgabe einer weiffck?auenden Wrischrsts- nnt> S-istigen Qualitäts- axfoeit den hohen Rang und die bevorzugte Ent. lvhnung von früher iviederzugeben. Schrumpft Mt einmal die Schicht der QualitÄsarbeiter zu- lammen, st, haben wir keine Aussicht, in den hixTfrtcn Fahren lind Faht;ehnten jenseits unserer Grenzen wirtschaftlich wieder festen Fuß zii innen. Scan bat uns durch den Versailler ertrag und seine Nachläufer unser materielles BcvchiiM im Ausland genommen: durch die Entwicklung der Dinge, der wir leider allzu unbefovgt freien Lauf lassen, drohen uns unersetzliche geistige und moralische Besitztümer verloren zu gehen. Die Sc>:fta!politik von heute beschränft sich daraus .großen Kategorien das Dasein erträglicher zu machen. Die Gehäl- ter der öffentlichen Bemnten und Arbeiter werden ungesAhr entsprechend der Steigerung des Lebensaufwandes erhöht; die großen Arbeitnehmer-Kategorien erhalten auf Anregung und unter Vermittlung amtlicher Stellen die durch ^?^uerung bedingten Zulagen; um die Qua- lltatsarbelter und die Privatbeamten kümmert man sich herzlich wenig. — Angesichts dtefer L-Eagc ist es nicht garrz unintereffant, daraus 5'"ivwelsen, daß in diesen Tagen die Reichs- tagstvgeordneten ihre Tagegelder, >re schon lange in Monatsgehälter umgewandelt md, aus zehntausend Mark monatlich erhöht hüben, obwohl die große Mehrzahl der Abaeordneten noch über andere foste Ein-
Berlin, 1. August.
Der „Vorwärts" bedauert in einem Artikel, daß infolge der innerpolitischen Krise der Gesetzentwurf über den Nationalfeiertag nicht mehr vom Reichstag vor Beginn der Ferien vcrab- „ । ^edet werden konnte. Trotzdem, so fchreibt er, Berlin, 1. August. wird der 11. August als Bersaffungstag im Wie aus amtlichen Kreisen verlautet, will die ganzen Reiche gefeiert werden Fn Ber.
Reichsregicrung m ihrer Note an die Alliierten lin findet am Bormittaa des 11 «„Li JL darauf aufmerksam machen, daß r. ßcr Frankreich t ' *
und Belgien die übrigen aUliertcn R--!Sil;”l« der der badische gierungen nicht ablehnend geantwortet hat- ^^sdrasident Hummel, tote bereits bekannt ten; cs handele sich um die Frage der Aus-1 geworden ist, die Festrede halten wird. WSH- gleichszahlungen, also um eine Angelegenheit,!^"d der Feier im Reichstage wird die Musikka- die Frankreich ni(^ allein angehe. Aus diesem I einer Reichswehr-Ehrenkompagnle vor dem Grunde müsse die Reichsregierung folgerichtig! > ' “
den ultimativen Ton der französischenli...-----«... uer„mc wxei
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Reparationszahlung und der Ausgleichszahlung nicht voneinander getrennt werden können. Deutschland stünden die Einnahmequellcii zur Verfügung, die auf der Steuerkrast der Bevölke- rung aufgebaut seien. Die Frage der Repara- tion und der damit in unmittelbarem Zusammenhang stehenden deutschen Leistungen würden auf das schwerste beeinträchtigt «erben,l ............. ................ ,n „„
wenn der Reichsregierung die Herabsetzung »en ^anen -um Stbfdilnfe imw« der Ausgleichszahlungen verweigert wer- fl ,ommcn w-rden.
den sollte, lieber beide Fragen, die ja vor allem wirtschaftlicher Natur feien, könne nur gemein- fam entschieden werden. Die Reichsregiernng wird in ihrer Rote also zu einer glatten Ablch- tim die Antwort nach Berlin, nung der stanMschen Note gelangen, in dem! lPrivat-Lekearamm 1
der Nachweis geführt wird, daß Deutschland ge- (4$nvat»xciegrmnm.)
genwärtig nicht in der Lage ist, den Ab- München, 1. August,
machungen nachzukommen, die, soweit die Aus- , Die auf gestern nachmittag anberaumt gerne, gleichzahlungen in Frage kommen, mit denI[c*e Sitzung des bayrischen Ministerrates in Alliierten getroffen worden find. Sie wird &ci|“Fr.J?le Antwort auf den bekannten Brief des ihrem alten Angebot bleiben, fOr die Aus-1 Reichspräsidenten formuliert werden sollte, ist gleickBzaYlungcn monatlich zehn Millionen Gold- *““* ----------------- • ~
mark zur Verfügung zu stellen.