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Kasseler Abendzeitung

Hessische Abendzeitung

fe2re) ®te*etelWe «ustrLge: Di- «tnlpalttge An,etgen,-Ne M. S- di-

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8 J 8 b °ber Anf-rüche wegen etwaiger nicht ordnungkmäßtg-r Lieferung ausgeschlossen.

Der MM und die Zahlungspflichten.

Berlin, 31. JE

neu Stimmung in Bayern, die scharf ge

ein DermMlungsversuch.

der Woche abzusende«.

Die deutsche Antwort.

533000 Tonnen Kohlen) und 100000 Tonnens Kokskohle sein sollen. Daraufhin hat nun bie Reparationskommission eine Herabsetzung bei monatlichen Kohlenlieferung auf 1725000 Ton­nen beschlossen. Sie gibt nicht die dringend verlangten sortenmöUgm Erleichterungen und ist mengenmäßig noch nicht einmal so groß! nie der zu erwartende Ausfall an Kohlen auS 3olnisch-Oberschlesten. Sie ist in jeder Hinsicht ungenügend. Deutschland Tonn und wird üch mit dieser .Herabsetzung« nicht zufttedeu geben.

Die Heiser beim^Mord.

Am 27. Juli hat der französische Mini- sterrat über den Standpunkt beraten, den Poincarb gegenüber Lloyd George bei seiner bevorstehenden Londoner Reise einneh­men, und den Frankreich bei der Entscheidung über das neue deutsche Moratoriumsgesuch ver­treten wird. Entsprechen die Mitteilungen des Matin" den Tatsachen, so wird Poincare fest- stcllen, daß Deutschland seine Finanzkrise .selbst verschuldet" habe, und es ablehnen. durch weitere Zahlungsaufschübe Deutschlandin seiner Ob­struktionspolitik" zu ermutigen. Sollte Enoland wie es in den letzten Tagen den Anschein hat die Aussprache mit PoincarS hinauszuschie­ben suchen, so ttsird PoincarH den französischen Standpunkt .in anderer Weise bekannt geben" und damit der internationalen Diskussion über das Moratorium und die Reparationsanleihe die Richtung geben. Es ist eine Erfahrungs­sache, daß die erste Darstellung eines Problems den größten Eindruck in der internationalen Oeffcntlichkeit macht, selbst wenn diese Darstel­lung den Stempel der Gehässigkeit und der Un­vernunft unverkennbar an der Stirn trägt.

Als am 12. Juli das zivelte deutsche M o r a- toriumsgefuch erging, haften die Alliierten daran auszusetzen, daß es keine positiven Fingerzeige Wer di« Art enthielt, wie sich die Reichsregierung die Erfüllung laufender großer Sachleistungen und später, nach dem Jahre 1924. die Durchführung selbst stark er­mäßigter Barzahlungen denkt. Die deutsche Rote war im wesentlichen eine Darstellung dessen, was infolge der jüngsten Entwicklung (Kurssturz der Mark) unmöglich geworden war. Allein die große Reparaftonsanleihe war als ein Moment genannt, das Deutschland in gewissem Umfange zahlungsfähig machen könnte. Es fehlte jedoch jeder Hinweis auf Dinge, die unbedingte Vor­aussetzung für d»e Besserung unserer Zahlungs- bilanz, für die Ausgleichung des öffentlichen Haushalts und damit für die Reparationsfähig- keit Deutschlands sind. Hierzu gehören: Sftei- chunq her Besetzungskosten und anderer unpro- duktiver Lasten, Revision der oberschlesischen Frage, Ermäßigung der Kohlcntribute, Heraus­gabe mindestens des größeren Teiles unserer Ko- lonien, Aushebung der Beschränkungen beim

geu die Berliner Regierung sei. In Bayern kenne man nicht die schroffen Klassengegensätze wie in den großen JWnstriezentren Nord- und Westdeutschlands, und alle Gesetzesmaßnahmen, die im Sinne einer Minderung dieser Gegensätze vorgeirmnmcu werde«, stoßen naturgemäß in Bayern auf eine gewisse VerstLndnislofigkeit. Eine bayrische Regierung, die den Anweisungen Berlins in allen Fällen nachkommen würde, könnte in Bayern niemals Volkstümlichkeit und Ansehen erlangen. Sie Erregung breiter Volks schichten sei deshalb in Bayer« tatsächlich in hohem Maße vorhanden, und die bayrische Re- Bietung müsse damit rechnen. Die Zurückhaltung der Reichsregierung, der Bries des Reichspräsi­denten, die Verhandlnngen der bayrischen Par­teien mit der Landesregierung und vor allem d,e Zeit, d«e über alldem vergehe, seien durchaus angetan, diese Erregung etwas ad zu - flauen. Es sei zu hoffen .dass sich ein Weg zur Einigung finden lasse« werde.

Der Bericht vetz Saranilekomltees.

Paris, 31 Jftli. (Telegravhisthe Meldung.) Das Garantietwnjtee überreichte am Sonnabend der Reparationskoimmffsion seinen Bericht. Von maßgebender Stelle wird darauf hingewiesen, daß olle bisher von der Presse veröffentlichten Zahlen über die in Deutschland zu machenden Ersparnisse ni cht g e n a n waren. Das Garan- tiekomftee soll keine Aeußerung darüber abge­geben haben, ob Deutschland ein Zaisilungs- auj schuh gewähr* werden imuk

Bayern und das Reich.

Darlesung des bayrischen Standpunktes.

(Privat-Telegram m.)

Prozeß gegen Techow und andere.

An zuständiger Stelle rechnet man damit, daß die Verhandlung in dem Prozeß wegen der Er­mordung RathenauS gegen den Mittäter Techow und die übrigen Hanptbeschukdigterl Anfang September vor dem .StaatSge« r i ch 1 s h o f zum Schutze der RepubM» staftfin« bet LandgerichtSdirekior Affen, der zum Unter- juchungsrichier in der Rathenausache bestellt wurde, ist jetzt nach Berlin übergesiedelt und übt feine Amtstätigkeit im Moabiter Kriminal- verichtSgebäude aus. Dr. Johannes Richter

B e r l i n, 31. Juli. (Eigene Drahtmeldung.) ließet den Inhalt der im Entwurf befindlichen deutschen Antwort verlautet in poliftschen Krei­en folgendes: Die Reichsregierung wird wahr­scheinlich auf den Zusammenhang der Aus­gleichszahlungen mtt dem Reparationsproblem Hinweisen und erklären, daß die U n m ö g l i ch - kett, die der vollen Erfüllung der geforderten Reparationsleistungen entgegensieht, angesichts der finanziellen Lage Deutschlands naturgemäß auch fBr die Zahlungen ans dem Ausgleichsverfahren zutrifft. Im Zu­sammenhänge damit wird die Reichsregierung wahrscheinlich noch einmal die Gründe anfiihren, die sic auch zu ihrem Moratoriumsgesuch be- ttmmt hat. Die Forderung nach einer Verlang­samung desEntschädignugSverfahrens der Reichs­regierung gegenüber den deutschen StaatSange- hörigen wird voraussichtlich mit Nachdruck eben- sosehr zurückgewiesen werden, wie das Berlangen einer Aufhebung des ReichSauS- gleichsgesetzeS. Im übrigen wird die deuffchc Regierung aller Wahrscheinlichkeit «ach auch auf den ultimativen Charakter und den scharfen T o n der französischen Note Hinweisen und mit Bedauern feststellen, daß dadurch für Berhand- lungen keine günstige Atmosphäre geschaffen ist.

Untere Kohlennot.

Die Gefaxten für Deutschland.

PF faft ,tine «"bl--' «u e-Bat.' «en. foB das er ft tm tommenten «inte» toeeSen» Die Sesaeven und fd)Ummen Wir. tuetgen der beutfd)en K-Hleukrisc werden * nachfteyeudm «uffatj f!ar erläutert«

Verlust des an Kohlenförderung ergiebigsten Teiles von Oberschlesien mit einer Jcchres- erzeugirnig von 33,7 Millionen Tonnen und drit­tens auf den Rückgang der Kohlenförderung im Ruhrrevier. Die Ursache des Rück- gangz der Ruhrkochlenerzeugung ist bekannt. Sie hängt mit der kürzeren Arbeitszeit der Bergleute zusammen und wird erst behoben werden können, wenn es gelingt, die Zahl der Bergarbeiter er­heblich $u erhöhen und durch technische Reuerun- gen die Produkfton ergiebiger zu machen. Tie Kohlenausfuhr auS Polni sch--Obcrschlesien muß die polnische Regierung zwar fünfzehn Jahre lang gestatten, aber nach den Genfer Abmachun­gen übernimmt sie keine Bürgschaft für die Douffchland zu liefernden Mengen. Nun gingen aber nach einer Denkschrift des ReichskommiffarS an die Reparatiouskommission von August 1921 bis März 1922 auS Oberschtesieu ins übrige Deutschland insgesamt 11,2 Millionen Tonnen .davon aus dem deutsch verbleibenden Neil nur 272642 Tonnen. Das bedeutet einen

Ausfall aus den polnisch gewordenen Zechen von monatlich Über 900000 Tonnen. Schon ka Juni hat Deutschland auS Oberschkesien nur noch 500000 Tonnen Kohlen erhalten, sodaß in die­sem Monat ein Ausfall von 685000 Tonnen ent- itartb. Da Polen nicht für die bisheftgen Lie- ferungsmengon zu bürgen hat, muß immer da­mit gerechnet werden, daß dem deutschen Ver­brach nur ein Bruchteil der früheren Mengen zugeführt wird. Was nun die

Zwangskohlenliefernug an die Entente

mrlangt, so ist eS bekannt, daß die alliierten Staaten, die barmt teilhaben, nicht nur «r keinem Kohlenmangel leiden, sondern i m Ueberfluß schwimmen. Die «ngkfchen Zechen klagen Über Absatzmangel, in den Saar« bergwerken, die bekanntlich französischer Aus- Nutzung unterliegen, werden Feierschichten ein­gelegt Der deutschen Industrie aber fehlt die Kohle, deutsche Gas- und ElektrizitätÄverke, selbst solche im Ruhrbezirk, find gezwungen, wob, len sie nicht zum Erliegen kommen, sich englische Kohle zu verschaffen. Dl« deuffche Revarvttons- kohle fährt rheinabwärtS, dieselben Fahrzeuge jedoch bringen englische Kohle den Rhein aufwärts. Und gerade die Mengen werden der deutschen Wirtschaft entzogen, am denen sie be­sonders Mangel leidet So nimmt die Repa- rcftionskommisstou reichlich ein Drittel der gesamten K o k 8 kohlenförderung in Anspruch. Es ist wahrlich eine nur zu begründete Forde­rung, wenn angesichts solcher Zustände deutscher, seits eine Aenderung des Spa-Pro-^ gramms verlangt wird. Es muß aber auch insofern auf di« deutsche Wirtschaft Bedacht ge­nommen werden, als die Deparationsvefenrn- gen all« Kohlensorten, und nicht nur die hoch^ werftgsten, in gerechter Verteilung umfassen müssen. In der Denkschrift des R^chAovrmis- ars Wurde deshalb eine Herabsetzung der Programm-Menge auf 1340 000 Tonnen nromft- ich gefordert wovon 440000 Tonnen Koks

Unterfdgeb zwischen deutschen Militaristen und umchcn. Thomas sagt, England habe sich bts jetzt von der blinden Politik Frank- rerchs ins Schlepptau nehmen lassen. Dies müsse jetzt anfhören, wenn man nicht noch ernste- reu Ereignissen cntgegensehen wolle.

Abschluß von Handelsverträgen und Preisgabe aller Versailler Bestimmungen, welche den Deut- ichen im Auslande den Aufenthalt und die Be- taftgung erschweren. Wer behauptet, wir könn­ten auch ohne diese Bedingungen zahlungsfähig 1 werden, versteht von wirtschaftlichen und finan­ziellen Dingen nichts. Die Furcht, man könnte ims draußen in der Welt ein allzu großes Maß von Initiative verargen, ist unbegründet. Hätten wrr dann den obengenannten Bedingungen die Zusicherung hinzugefügt, daß wir zur planmäßi- gen Steigerung unserer Mrtschaftseneraie und zu größter Selbstbeschränkung entschlossen sind, so hätten wir bei den Vernünsttgen und Anstän­digen in aller Welt Verständnis und Unter- stützung gefunden.

Ser Zahlungöschrecken.

Unter dem Druck des «e«en MarkstnrzeS.

lPrivat-Telegramm.)

Berlin, 31. Juli.

Am Sonntag fand in der Reichskanzlei unter dem Borfitz des Reichskanzlers eine zweite Be­sprechung mit dem Reichsfinanzminister und den Ehess der verschiedenen Ressorts statt. Ge­genstand der Beratung war wiederum die f t a n. zösische Rote über die AusgleichSzuh- lungen und die deutsche Antwort, die bis zum Sonntag, den 6. August erstattet sein muß. Die gestrige Besprechung stand unter dem schweren Druck des am Sonnabend eingetretenen neuen Marksturzes, der auch die Möglich leit eines nochmaligen Entgegenkommens, das vielleicht beabsichtigt war, zerstört HP-Der Doller steht jetzt über sechshundert M»^. Der Ent­wurf der deutschen Antwort ist in 1>er gestrigen Besprechung noch nicht settiggestellt worden. Er wird jedoch jn der heute stattfindenden Kabi­nettssitzung formuliert werden. ES soll bea6» sichtigt sein, die deuffche Antwort noch vor Ab­lauf der zehntägigen Frist und zwar Mitte

Wo ist Triebkraft?

Einseitige Programme.

Obwohl der Vorteil, den die Initiative ge- wahrt allgemein anerkannt ist, lassen die meisten Menschenbie Dinge an sich herankommen". Wenn totr uns heute unter dem Eindruck der sich ständig verschärfenden europäischen Steife wun- **frn- daß die führenden Staatsmänner der Großmächte dem Unheil nicht früher gewehrt haben, so vergessen wir, daß eine starke Trieb­kraft seit dreieinhalb Jahren eigentlich nur von ausgegangen ist, welche in der Schwächung aller anderen großen, kontinental- europäischen Völker für sie die einzige Garantie erblickte, vou Frankreich. Zu feder inter­alliierten ober internationalen Verhandlung sind die französischen Vertreter mit einem fertigen Programme erschienen. Diese fertigen Pro­gramme haben ziuar nie vollständig verwirklicht werden können; sie bildeten aber, da ein ande­res umfassendes Wogramm nicht vorlag, ganz von selbst die Verhandlungsgrundlage Man braucht nur nachzulesen, was Robett Lansing und John Maynard Keynes Wer die Versailler Verhandlungen geschrieben haben. Der mit außerordentficher Vollmacht und Volkstümlich- keit ausgerüstete Präsident Wilson hatte selbst für feine Völkerbundsidee nur allgemeine Richt­linien entworfen, über die materiellen Friedens- bedingungen hatte er sich nicht einmal in seinem Kopf ein jestumriffenes Bild gemacht. Der Herr der Situation war der eisige und wenig redende Georges Elemenceau, weil er ein ins Ein­zelne gehendes Programm mitbrachte. Bon ihm haben feine Nachfolger gelernt. Miller and uegte über Lloyd George und den Grafen Sfor­za in den Kohlenverhandlungen zu Spaa (Juli 1930), Briand drang im Oktober 1931 mit seinen Absichten in der oberschlefifchen Frage durch und Poincar 4 siegte mit feinem Standpunkt auf der Konferenz mit Lloyd George im März 1922 zu Boulogne und später auf der Weltkonferenz von Genua. Daß die Beschrän­kung der Rüstungen zur See auf der Abrüstungs­konferenz zu Washington (Notember 1921 bis Januar 1922) wenigstens in einigen wichtigen Punkten gelang, ist im wesentlichen darauf zu­rück,»fuhren, daß Präsident Harding in der Er- offnungssitzung genau umrifiene, praktische Vor­schläge machte, die zwa-r bei den Konferenzteil­nehmern einiges Unbehagen auslöften, aber doch dis Grundlagen wurden, auf der die großen Seemächte sich gegenseiftg noch dies oder jenes abzuscilfchen suchten. Der Mißerfolg Lloyd Georges in Genua tft darauf zurLckzufiihren, bag er es nicht verstanden hat, den Konferenz­teilnehmern das Gesetz seines Willen- in Form fertiger Vorschläge aufzuerlegen.

Die bayrischen Parteien.

München, 31. Juki. (Privattelegramm.) Ter ganze gestrige Tag ist mit Besprechungen der nach München znrückgekrhrten Partei­führer ausgefüllt worden. Eine offizielle Sit­zung der Koalitionsparteien hat gestern abend beschlossen, ein sofortiges Fallenlassen ihres bis­her eingeuomnwn Standpunttes abzulehnen.

Londoner Derhanblungen.

Sm das WiedergutmachungS-Problem.

(Eigener Drahtbericht.)

London, A. Juli.

Die Verhandlungen über den Londoner Be­such Poincarös haben keinen Forffchritt ge­macht. Die (mnze Angelegenheit ist «ach wie vor in der Schwebe. Jn englische« Regierungökrei- sen hält man daran fest, daß bie Besprechungen nur unter Teilnahme der itakientschen und belgischen Ber-reter fiattfiuden können. M- lerdings besteht die Gefahr, daß in der Zwischen­zeit die druffch« Valuta «eiter geschwächt werde. Aber die ReparaftonSfommisfion könne in die­sem Punkte aus eigener Jnttiattve Abwehnnit tel nicht ergreifen. I« den alliierten Haupt­städten, mit Ausnahme von Paris, wird die eng- lifchc Auffassung geteilt Dazu wird aus Pa­ris berichtet: Die enAische Rote aus die in Lon­don überreichte französische Note, in der noch einmal die Rotwendigkeft einer Kmfferenz vor dem 15. August unterstrichen ist, wird heute er­wartet Frankreich soll sich jetzt einver­standen erklärt haben, daß Italien und Bel­gien an bett Verhandlungen teilnehmen.

Berlin, A. Infi. (Privaftekegramm.) DaS Mitglied der Deuffche« Bolkspartei, ReichSmint. ster a. D. von Raumer, hatte eine Unter­redung mtt dem Berliner bayrischen Gesandten von Preger; man geht wohl nicht fthl in der Annahme, daß diese Besprechnng den Charakter einer Bermittlungsaktion trug mit dem Ziele, die vorhandene» Gegensätze auszugleichen.

Keine Deckung für August

Berltn, 31. Juli. (Privattelegramm.) Das RerchSkabinett setzt heute seine Beratungen über die neue französische Rote fort Der Reichs­finanzminister Hermes hat gestern abend vor Zentrumsabgeordneten Erklärungen abgegeben über die bisherigen Besprechungen im Reichska­binett. Rach diesen Erklärungen ist auch für die am 15. August fällige Ratenzahlung irgend welche Deckung noch nicht beschafft worden. Trotz der Ablehnung der französischen Forderung wird wahrscheinlich das ReichskWi- nett neue Verhandlungen in Paris beantragen.

Blinde AMieften-Volitlk.

Protest eines englische« Arbeiterführers.

(Eigene Drahtmeldung.)

London, A. Juli.

Jn einer längeren Red« hat der Arbeiter­führer Thomas, bet Mitglied des engffschen Parlaments ist, am Sonnabend abend gegen die blinde Politik det Alliierten pro- teftiert Ter Redner etSärie, daß es die Schuld bet Alliierten sei, wenn in Deutschland die Kom­munisten ans Ruder f.mtcx, da die Alliierten sich noch weiter hartnäckig weigerte«, irgend eine«

Die Einfuhr englischer Kohle muh Deutsch­land hat in einem Maße zugenommen .daß sie im Juni mit 1,2 Millionen Tonnen um 62% v.

ox. die Kohleneinfuhr vor dem Kriege übertraf.1

Aus den Kreisen der bayrischen Gesandtschaft ,Te£. Zuerst bedenffiche Tatsache ist auf drei wrrd mitgeteilt man mache sich in Rorddentsch- »urückzusüHren: erstens auf die mo­

kant» nur schwer einen Begriff von der allaemei- Z w a n g § l i e f e r u n g von 1,916 Mil- nen Stimm..»» . 6,1 d-e Entente, zweitens.auf den