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Hessische Abendzeitung

Nummer 156

Freitag, 7. Zu« 1922.

Fernsprecher 951 und 952

Fernsprecher 951 und 953

12. Jahrgang

Gefahren aus der Mark-Enkwertung

rächte habe« hier keinen Eiqd-mk rtniaiH.

ierten Staaken geleistet werden. 4. Wenn aus irgend einem Grund, ein Staat trotz des Ber-

Paris. 6. Juli.

Die französische Regierung hat der Preffe ausführliche Informationen gegeben über das französische Programm der von Deuisch-

Folgen des Markfturzes

Die Wiedergutmachung in Gefahr. (Eigener Dicchtbericht.)

Die Haager Konferenz.

Kein Fortschritt in der Siuffeafrage. (Eigener Drahtbericht.)

trageS angegriffen wird, müssen besondere Maßnahmen für seine Verteidigung ergrif­fen werden. 5. ES muß ein Organ geschaffen werden, um di, Verminderung auch tatsächlich sicher ru stellen.

Haag, 6. Juli.

Der russische Delegierte Creszinski wird im Laufe dieser Woche nach Berlin reisen, wo er als Beauftragter der russischen Sowjet-Re­publik dringende Geschäfte zu erledigen hat.

man, da die Besprechungen «ber die Kredit-!grasen nicht

Frage noch nicht wcttergebracht worden find, sei-1 blieb imuter----------------,,ir.

tens der russischen Delegation eine Anfrage überrocrbe* Kredit-Angelegenheit. Der

ft'gt hinzu, daß man auf dieser Seite wieder die anstatt mit der Marburger Universitär vereinigt Möglickfteit neue Ueberraschungen andeute, die Iwurde, kam das Findelhaus nach der Fvanzosen- sich aus neue Verträge beziehen sollen. Diese Gc- 181^ nach der dmr«ie neuen

' i^stadtlfchen Kaserne am KourgStor, tu der di« MnDU-ZMtMll dlE, HnMpdungsHrim «art cd-

Gegen die Kundgebungen.

Die Alliierten mißbillige« r

(Privat-Telegramm.)

_ _ , , Berlin, 6. JuD.

,. 6ot imt<6 die sozialdemokrati.

chen Mmlster die Gewerkschaften ersuchen las- en, von den angekündigten neuen Massen- Kundgebungen an drei Tagen der kom­menden Woche Abstand zu nehmen U"d zwar aus außenpolitischen Gründen. (!) ®S verlautet, daß die Ursache in einer llnter- wdung des Kanzlers mit dem Vorsitzenden des Garantie-Komitees zu suchen ist, die am Diens- cfunXn h« Di, Entschließung der Ge- "ach aus. Die Konferenz der Gewerkschaften mit dem Kanzler über die be- ^k"Ll'».^^^^'^sforderungen ^mn Schutze Republik^, die am Donnerstag stattfinden sollte, ift abgesagt worden.

DeusscheArbeitMrFwnkrelch

Wie wir Frankreich gesund machen solle». (Eigener Berich.)

Neglemngs-Fmgen

Erweiterung nach links?

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Paris, 6. Juli.

Das MittagSblattParts Midi- schreibt u. a.: Wenn die Dinge so weitergehen, wird die Mark tatsächlich den Weg der österreichischen Krone gehen. Man könnte wohl Maßnah­men ergreife«, nm die deutschen Finanzen zu bessern, aber eS wird kaum möglich fein, die Wiederherftellungszahlungen zu retten. Man müßte schnell etwas tun, aber eS werde immer klarer, daß die Seit gegen das Wiederher­stellungsproblem arbeitet.DaS einige Mittel wäre gewesen, durch eine äußere Anleihe für die Befestigung der Mark ge arbeiten. Der An­leiheplan ist beseitigt worden. Deutschland ist in der Gefahr, unter unseren «UM» seine Wirt­schaft bankerott zu machen."

göwesen. Diese Organisationen sollten in die parlamentarische Bewegung eingeschaltet wer­den. Man müßte ein Kamipftrrogramm auistel- len und dann, wenn diesem im Reichstage keine Mehrheit findet, den Reichstag auflösen und gleichzeitig eineArbeitermiliz" schaffen. Mit dieser soll dann die Ausnahmeverordnung durch-- geführt werden. Das nennt Koenen heuteAr- beiterregierung". Man sieht, wie die Dinge sich nach kommunistischem Willen entwickeln sollen. Es wird jetzt ein ungeheueres Stück Arbeit sein, den so gefährlich ausbrandenden Radikalismus zu bannen, und das ift nur möglich, wenn alle gut Gesinnten sich zu energischer und geschlossener wohlverstandener Gemeinschafts-Arbeit für das gange Volk zusammenfinden.

Di- etufp-Utg-'^etgenz-il- M. 4-, SV-b) Auswärtige Aufträge: Die einspaltige Anzeigenteile

^gmst°Üe^??Aw,Äam'\L~ °cS -tnschließUÄ TeuerunzSzuschl^g^nd Wär die sttditiafeit b,cfo"?er3 schwierigem Satz hundert Prozent Aufschlag.

££nV«SSfaJ IM? «ufgegebenen Anzeigen, sowie für «usnah^.

Hofstraß- 28V306S? übernommen werden. Druckerei: Schlacht.

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Kasseler Neueste Nachrichten

Kasseler Abendzeitung ä Hessische Abendzeitüna **

Das Finöelhauö.

Lauge Geschichte des neuesten SchulgebäudeS

®?6 Reformierte Waisenhaus ha« in Kaffe, feine «nadeuschnle aufgelöst. Die «inder sind in der DUrgerschule 7 unrergebracht, die Lehre» teilweise übernommen, teilweise pensioniert worden. Da« freiwerdende Gebäude, Betten. 6.äa4e*L®tro6e dir. 22, hat die Stadt ans zwanl »ig Jahre gemietet. Wie wir schon berichteten, sollen darin L-Nlaffen nntergedracht werden.

Die Besprechungen zwischen den Parteien um den Euttrltt der Unabhängigen Sozialisten in die RelchSregrerung haben in den parlamen- Kreisen viel Staub aufgewirbelt. Die Unabhängigen haben auf Anregung der Mchr- heitsfozialisten eingehend mit diesen über die be­deutsame Angelegenheit verhandelt. Inzwischen haben die Sozialdemokraten die Vertreter der bürgerlichen Koalitionsparteien unterrichtet und sie um ihre Stellungnahme aufgefordert. Man ist sich nun auch im Lager der Koalitionsparteien darüber klar, daß durch die Ermordung Rache- naus und durch die politischen Rückwirkungen nach innen und außen eine Situation geschaffen ist, die zu schweren Besorgnissen Anlaß gibt. Es mußte etwas geschehen, um noch schwerere Ver­wicklungen zu vermeiden. Zentrum und Demo­kraten gaben dieser ihrer Meinung dahin Aus- daß, allerdings die Zusammenfassung aller positiv aus dem Boden der Verfassung stehenden Kräfte eine Notwendigkeit der Stund« sei, daß aber gerade unter diesem Gesichtspunkt auch die Deutsche Volkspartei zum Eintrift in dw Regierung ersucht werden sollte. Erne Front von der Deutschen Volkspartei über die ganze Mitte des Reichstages hinaus bis einschließlich der Unabhängigen würde allerdings eine so ge- waftige Wirkung ausgelöst haben, daß man mit Zuversicht dem weiteren Verlauf der Dinge hätte entgegensehen können.

Indessen waren es die Unabhängigen^ die den allergrößten Einspruch gegen die Hinzuziehung Deutschen Volkspartei erhoben. Anderer- leits haben die schwerwiegenden For­derungen, die von den vereinigten Sozia- listen beMglich des Gesetzes zum Schutze der Republik gestellt Worten waren, die Neigung der Deutschen Volkspartei zu einem Beitritt in die Regierung nicht verstärken können. Zum anderen ließen bestimmte Tendenzen erkennen, daß mit taktischen Einigung der beiden sozia­listischen Parteien ein ganz anderes Ziel ver- ftlgt wurde: Nämlich das geflissentliche Zuftei- bcn aus einen parlamentarischen Konflikt und damft auf die Reichstagsanflösung. Auf Grund des gefchaffenen Einvernehmens rechneten die Unabhängigen sowohl wie die Mehrheftssozia­listen auf eine Einheitsfront in der WaGpropa- ganda und in dem Wahlziele. Ein Eintritt der Unabhängigen in die Reichsregierung würde einer Verschiebung des politischen Schwer­gewichts nach links gleichkommen, wenn nicht ein Gleichgewicht durch den Einttitt der Deut­schen Volkspartei gegeben wäre.

Bei dem jetzigen Verhandeln werden Kon­zessionen über Konzessionen gemacht, um die Stimmung zu beeinflussen. Eine derarftge Kon­zession war auch die Zustimmung der Sozial­demokraten zu der von den Linksradikalen ver­langten Kundgebung am Dienstag nachmit­tag. Aber diese Kundgebungen finden nicht den Beifall der gesamten Arbeiterschaft. Während die sozialistischen Parteien und freien Gewerk- schäften auf die Straße und in die Versamm­lungslokale gingen, haben sich die christlichen Ge­werkschaften nicht daran beteiligt. Sie lehnten e-ne neue Störung des Wirtschaftslebens ab. Sind die Kundgebungen an den meisten Orten ruhig verlaufen, so haben sie in manchen Wätzen doch wieder Ausschreitungen zur Folge gehabt. Es sind, wie deutlich zu erkennen ist, willkürliche Kräfte am Werk, die die gegenwärftge Lage für sich auszmrutzen bestrebt sind. Noch nie sind die Kommunisten so rührig gewesen, wie jetzt. Noch nie aber auch haben sie seit dem großen Zusam- meiwruch ihrerAktion" jn Mitteldeutschland mteber so williges Gehör gefunden, wie diesmal.

Es wird neuerdings die Parole .Arbeiter- wgiernng" in die Debatte geworfen. Was man sich darunter vorstellen so«, ist nicht ganz klar, wird auch von denen, die sie vertreten, nicht ganz klar ausgesprochen. Arbeiterregierung nn sinne der Mehrheitssoziakdemokraten ist zweifellos etwas anderes als im Sinne der Un­abhängigen oder gar der Kommunisten. Letztere fteilich machen keinen Hehl aus ihrer Gesinnung. Der Abgeordnete Koenen erklärte in derRoten Fahne", daß .die neue wirkliche Arbeiterregie- rung Klasseninstrument des Proletariats" sein müsse. Sie könne nur geschaffen werdenim Kampf gegen die Bourgeoisie". Zwar sind auch dre Kommunisten jetzt nicht mehr einer Meinung darüber, daß mit außerparlamentarischen, also mit Gewaltmitteln, eine solche Regierung zu­stande kommen kann. Gerade Koenen plaidiert dafür, daß auf verfassungsmäßigem Wege eine Arbeiterregierung durchgefetzt werde. Er stellt sich das wie folgt vor: Die Arbeiter- schast müsse sich durch die Gewerkschaften und die aus die Arbeitermassen sich stützenden Parteien im Parlament sofort einen Machtnvparai schaf­fen; dazu sei notwedniq, daß unverzüglich in den einzelnen Städten .Kampflomitces" undAk­tionsausschüsse", sowielokale Erekutiven der proletarischen Orgastisationen" geschaffen werden Fn einzelnen Städten ift daS bereits der Fall

Denkschrift über die Lage aus dem deutschen ~ _______

Sohlen markte überreicht. Diese Denk-IFindelhaus errichten, das mit Ausnahme schritt soll die Grundlage für das neue Sohlen -1 , dem Waffen­lieferungs-Programm bilden, das Mitte August 1777 Vollender.

MS««. «i ---»-«-.An i rm Ä* iS

Woche tn Paris ausgenommen werden. Die hinnanen Sinn des infolge der Subsidienver- Reichsregierung wird in Anbetracht der über- ttäge vielswh im Zerrbild erscheinendenVaters aus schwere« Kohlenlage bestrebt sein müssen,I« JL2a!'t,eä*' die satznngsmäßig sestgelegten

eine wesentliche Herabsetzung der bisherigen s^ch E^ungon dieser Stiftung dartun.

Lieferziffern durchzusetzen. L£n .^Mchen, das Mutter wurde, fand Aus-

nähme in diesem Hause und darin sanden inner­halb achtzehn Jahren 1833 Entbindungen statt. H-ttte es aber geboren und wußte in der Schande nicht aus und ein, so ging es bei Nacht und Nebel zum Findelhaus au der Stadtmauer, an dessen Eingang sich ein Drehkreuz, ein Torno, I befand, legte das Kind hinein, drehte das Kreuz nach dem Hausinnern, eine Glocke ertönte und die Hausaussicht nahm das Kind an sich. Das Kreuz wurde später durch ein gläsernes Kästchen ersetzt. Roch heute läßt sich feststellen, wo die Stelle gewesen ist. Es stand der Mutter ftet, . o m ,emen Zettel mit dem Namen des Kindes, Per-

~cr Berichterstater desRotterdamschen Cour-> pslegungsgeld und Wäsche beizulegen, oder nicht, ant" meldet, daß man in gewissen Haager Kon-Iia. das Hauspersonal durfte, wenn es die Mutter ferenzkreisen ein Ultimatum »der etwas an sie richten, und kannte

Aehnlis^s a« die russische Delegation nicht als Diensteid zu unverbrüchllchem^ Schweigen^^. ausgeschlossen betrachtet. Jedenfalls erwartet | Das Haus hat die Erwartungen des Land, erfüllt. Don Kvanzig Säuglinge« nur einer am Leben. Auch die Aus-

gungs-Bündnis der gesamten tntetef»

Der Sttdt Kassel ist eine kühne Tat geluu- gen: Sie knöpfte dem Reformierten Wai­senhaus eines ihrer Gebäude ab und gewann em schulhaus, wie es schöner nicht gedacht wer. den kann! Dieses Haus verdient besonderes In­land i« ^ranfrri* LL «"* Ä 3" der letzten Versammlung des Stadt-

Nv tu Frankreich auSzuführenden Ar« Parlaments bezeichnete es der Oberbüraermcittec C * *c v. Bus diesen Mitteilungen geht hervor, Mn mit dem alten Namen: Das Findel- daß die Beschränkungen in dem ursprünglichen Mefem Hause galt gestern ein j-ourna-

Plan auf Veranlassung des französischen SBertre-1 "stffchcr Uebersall meinerseits. Er führte mich genommen worden sind. Dre deutschen Ar. zn erkennen, weil diese heute höher gelegen der beiter, die für die Ausführung der ArbeitenIbesterhalienste und größte Rest der alte« benötigt werden, werde« von deutschen Unter-1 " berlmtjt! Dott also, an bei

nehmungen geführt unb in beit frnniMfif»« «_ litten Leipzigerstraße, die geradeaus von der bei^nefth*» T * k^e^aItflen Fukdabrücke lief, am sogenann-

veil, gebieten «ntergebracht. Vorgeschlagen ttnrb, 1 tenAlten Tor", schuf Landgraf Karl angesichts daß die deuffche Regierung die für die Arbeiter der ttostlosen Verhältnisse nach dem dreißigjähr,- benötigten Ware« und die aus dem AusländeIs2L5Tteß^ das Bettel« zur Landplage

inwettierten m- K geworden war. ein Armenhaus. Noch heute

Bordeaux macht das Haus mit seinem Giebel und mir der statt m Hamburg ausladen laßt, (k) Die deut- Freitreppe hinter dem Psörtnerhäuschen einen scheu Arbeiter bleibe« bat deutschen Arbeiter, stolzen Eindruck, der sich noch verttest, wenn man gesetzen unterworfen. Frankreich verlangt zwölf- USelegte Treppenhaus

-tthn Jahre, achtzehntausend für die Regulierung dauerte der Bmi bis zur endgültigen Fertigstel- der Troyöre ans vier Jahre, zweitausendfüuf- lung. Wie großartig muß das HanS erst in der hundett für die Regulierung der Dordogue «uf unglückseligen Zett gewirkt Haben-

Vier Jahre, sechstausendsechshuudert für den Arme«- und Waisenhaus

Tnnmlbaumtf fiknsJ^re. Für die Verbindung zugleich, und dreftlndachtzig Jahre später mit ber Saar. Mosel und Maas find über elf Mil- noch Waisenhaus. Dessen Schicksale zu ver- lioncu Arbeitstage und für die Bcrbindung deri^eN' wäre allein schon interessant. Hier aber Maas mit der Schelde über acht Millionen Ar- 7? soaenannte,Hinterhaus in Be-

beitstaae in Wnafirfrt ffracht, das ursprünglich selbständig, nur mit einem

DtUutaye tn Aussicht genommen. Meter Abstand errichtete HauS, das jetzt von der

----- Stadt gemietet wurde, das Gebäude Betten- e. häuserstraße 22. Später wurde es durch einen

MUvlcil rar ymnnTlu). leichtgebauten Schacht mit dem ersten Gebäude Deutschland muß eualiicke enhlen ft.« I verbunden, der jetzt entweder beseitigt oder ver- I 8;2/® 9 mauert werden wird. Karl waflängst gesior-

(Eigene Drahtmeldung.) Iben, der Siebenjährige Ktteg hatte neues Elend

Berlin, 6. Zull über Hessen gebracht, sein wüstes Soldatenleben kommlssion das Ersuchen gerichtet, die rückstän- men in erschreckendem Maße zu. Diese Mädchen dige« Kohleuliefermigen für Fraukreich und ihre Kinder dauetten den 1760 zur Regie- (Juni und Juli) in englischer Kohle ent- t2tn9 sekommenen Landgrafen Friedrich be« D-«Ischl°n^von^gl^tmch'Fwnfteich SSaT^t^

ttansportiett werben. QHcid^citig hat bie Berlepsche FreiHauS auf bem durch die Schlei- Retchsregteruug ber Reparatümskommisston eittc|funs der Festungswälle steigewordenen Gelände ankaufen, abreißen und an seiner Stelle daS Findelhaus errichten, das mit Ausnahme

Abrüftungs-Vbantafle.

Sin neuer englischer Vorschlag.

(Eigene Drahtmeldung.)

London, 6. Juli.

Lord Robert Cecil hat der Entwaffnungs- kommiffion einen ausführlichen Plan zur all- gemeinen Entwaffnung unterbreitet. Der gesamte Plan läßt sich in fünf Hauptpunkte zergliedern: 1. Jedes Entwafsungsprogramm mutz allgemein durchgeführt werde«. 2. Bei den gegenwärtigen Verhäktttiffen kann keine Regierung die Verantwortung für die Ein- chränkung der Bewaffnung für lange Zeit über­nehmen. wenn sie nicht gleichzeitig eine ausrei­chende Garantie für die Sicherheit ihres Landes erhält. 3. Eine solche Garantie kann nur durch ein allgemeines Berteidi-

«lne oaslandlfche An lewe 7

Paris, 6. Juli. (Eigene Drahttnekdung.) Rach einem Bericht der Pariser Blätter liegen Gerüchte ans der Berliner Garantie-Kommisston vor, wonach in Berlin die Voraussetznn- gen für eine Anleihe an Deuffchlaud in den Verhandlungen mit der Reichsregierung erzielt worden seien. Die Blätter ^Temps",Malin" und Journal" stellen die angebliche Unterwer­fung (?) Deutschlands mit Genugtuung fest.

2stegierunss Beratung.

Berlin, 6. Juli. (Privattelegramm.) Ge gen eine weitere Markverschlechterung sind im Retchsfluanzministertum am Diens­tag neue Verhandlungen ausgenommen worden. Diesen Besprechungen wohnte auch der Retchsbankpräfident Havenstein bei.