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12. Jahrgang. — Rr. 149.

Donnerstag, 29. Juni 1922.

Staffelet Neueste Nachrichte«

Der echte

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beim Doge! ausbildetc.

man etwas Künunel an die xc mit verquirltem Ei und lauch ab und läßt an den und Zixnt ebenfalls fehlen.

Bas Ii?l drr fiaffdrr Arnestru Aachrichtru ist, an dem schirunigru Wrrdrraofdau des uirdergrdrschrnrn und ntrarmtrn Vaterlandes mitmardritrn. Sirfrs Ziel suchen die Kasseler Aenchen Nachrichten fern van den Wirrnissen Les Oatteiiebens und fern non wüstem Oarteihader ?u erreichen. Sie find bestrebe, gestützt auf zahlreiche hervorragende Mitarbeiter, eine rafche Lrientierung der Leser ohne politische Oarteinahme zu erreichen. Basz dies gelingt, beweist der große Smfang drr Verbreitung Lieser Leitung. Wer rin undrrmstntztrs ßlatt lesen wist, drr bann dir Kastrier Meurstrn Nachrichten nicht rntdehrrn.

einer ganz bestimmten Zeit zu uns fuhren und daß fie auch bei Wetterkatastrophen, die sie vom altgewohnten Weg abdrängen, doch ihr Reise­ziel, wenn auch auf Umwegen, zu finden wissest.

Milch und kocht die Suppe unter wiederholtem Rühren langsam 1% Stunden. Man streicht die Suppe durch, erhitzt sie und richtet fie über Flädle an. Zu diesen mutz man einen guten Eierkuchenteig auf bekannte Weise anrühren und aus ihm etwa zwei bis drei Eierkuchen backen, die man in Streifen schneidet, worauf man die letzteren noch einmal durchschneidet, bevor man sie, mit Zimtzucker durchstreut, in die

gewiegtem Schnitt- Flädle den Zucker

und erfrischende Gerichte, die aber trotzdem ge- i nügend Rührkraft haben, in sommerlich war- > men Tagen auf den Tisch gebracht werden. Das war früher, als Eier, Gemüse und Obst in Fülle zu erträglichen Preisen zu haben waren, nicht chwer, zumal auch die Milch uns noch dazu in genügender Menge zur Verfügung stand, heute dagegen erfordert dies Fragen: was kochen wir an warmen Sommertagen am Mittag und Abend? ein angespanntes Sinnen und Denken der Hausmutter. In diesen Sommersorgen möchten die folgenden ganz verschiedenartigen Sommergerichte, die auch für die folgenden Sommermonate geeignet sind, deshalb als Be­standteil manches Gemüse und Obst haben, wel- ches diese Monate bringen, den sorgenden Hausmüttern Anregung geben. Ich habe die Gerichte tunlichst in .zusammengesetzter Form' gewählt, solche Gerichte beanspruchen stets die verhältnismäßig geringste Menge der teuersten Bestandteile: Fleisch. Fett und Eier, sie laffen sich nach Eigengeschmack leicht verändern und auch hübsch anrichten, vielfach stellen sie endlich an Aufsicht während des Kochens nur geringe Ansprüche an die ohnehin mit gar vielerlei Ar­beit überhäufte Hausfrau. Ich gliedere die Sommergerichte in sättigende Sommersuppen, gemischte Gemüsegerichte und nahrbaste Frucht­speisen, von denen die Leserinnen in den nach­stehenden Kochvorschriften eine ausreichende Auswahl finden, die sie zur Erprobung locken und zu weiterer Etgenerfindung anregen sollen.

Fränkische Gemüsesuppe mit Ge­bäck Man nimmt zwei Teller voll verschiede­ner junger Gemüse, wie nudelartiq verschnit­tenen Svitzkobl. würflig geschnittene junge Wur. zeln und Kohlrabi, junge Erbsen und junge große Bohnen, auch kleine Rlumenkohlröschen oder Svargelendchen. Alle Gemüse müssen in etwas Margarine onaeschwitzt werden, dann streut man einige Löffel Mebl über di- G-- mitfe, schwitzt damit aar und füllt leichte Brüb- würfelbrübe — Liter, darüber. Wenn die Suppe kocht, gibt man noch einen Teller voll kleine Kartoffelstückchen daran und stellt sie nach viertelstündiger Ankochzeit 2K Stunden in di- Kochkiste. Dann verrührt man ein Ei mit »Wei Eßlöffeln Milch, etwas Salz und soviel Mehl, daß ein sehr fester Teig entsteht. Man muß den Teig mit einem großen Messer bis zu Reis- korngröße unter wiederholtem Zustreuen van , etwas Mebl zerhacken, das Gebäck dann in ko­lbendem Wasser gar ziehen lassen und mit einem Schaumlöffel in die fertige Supve legen. Beim Anrichten streut man gehackte P-tersilie an die Suppe, legt geschmorte T-matenscheiben ’ hinein und kann in schräge Stücke geschnittene Brühwürstchen nach dazu reichen.

Braune Suppe mit Fisch. (Rezept von der Wasserkante.) 500 Gramm frischen, be- , liebigen Fisch löst man roh aus Haut und Gräten, gibt ihn nebst einem Teller voll roher : Kartoffelscheiben und einem halben Teller voll roter Wurzelstückchen in einen großen Schmor- i topf in heißes Fett und brät dies unter wieder- : Holtern Umwenden recht braun. Dann gießt man 2y, Liter Wasser allmählich nach, streut : 150 Gramm Knorrs Haferslocken in die Suppe, 1 würzt sie mit Salz und Pfeffer und kocht sie : zehn Minuten, worauf man sie drei Stunden - in die Kochkiste stellt. Die Suppe muß durchge- > strichen werden, sie wird mit zwei Löffeln ge« i hackter Petersilie und einem Löffel voll gebra- 1 tenen Zwiebelwürfeln beim Aufträgen gewürzt . und mit Salz und Pfeffer abgeschmeckt.

Seif 30 fahren von Millionen Menschen1^ täglich, gern getrunken I

Suppe legt, welche man noch mit einem gut ver­quirlten Eigelb abziehen kann. — Wer die Sup­pe nicht süß mag, kann sie auch auf etwas an­dere Weise kochen. Statt Zucker und Zimt tut Suppe, man rührt

Das Buch der Statur.

Geheimnisse des Vogelzuges.

Die rätselhafte Erscheinung des Vogelzuges mit der wir uns jetzt bei der Rückkehr der gelte« derten Sänger wieder beschäftigen, ist viel er­örtert worden und hat zu den merkwürdigsten Anschauungen Gelegerchett gegeben. Man nahm einen wunderbaren Ortssinn der Zugvögel an, glaubte, daß sie Mond und Sterne als Weg­weiser benutzten, sich bestimmten Windströmun- geo anvertrauten ,ja sogar vom Erdmagnetis­mus sich leiten' laffen. Mr haben aber wohl In diesem Wanderdrang der Vögel einen vererb­ten Instinkt zu sehen, der sich von Urzeiten her

Die Sommerwärme, nach der wir so lange chmachteten, will es nun fast zu gut mit uns meinen. Solch krasser Gegensatz bringt für uns Hausfrauen manche Sorge und manch neue Ar­beit mit sich; unsere Lieben vertragen den schnel­len Temperaturwechsel von fast tatter Witterung zu hochsommerlicher Hitze nicht ohne mehr oder minder merkliche Magen« und Darmstörungen, wenn die Hausmutter nicht durch zeitgemäße Kochkunst Sorge trägt, daß die Kost sich der Witterung anpaßt. Ebenso wie in kalter Jah­reszeit fettreiche und gut sättigende schwerere Speisen am Platze find, muffen leicht verdauliche

Im höheren Alter tritt die Winter- und Früh- jahrssterbliMeit wieder stark hervor; die Er­kältung spielt im Greifenalter eine große Rolle und ist häufig die Todesursa-be. Selbbversiünd- li chsind bei den widerstandsfähigeren Mltcrsklas- fen Erkältungen, die zur Erkrankung der At- m'.'.ngsorgane führen, sehr häuftg;: sie führen aber viel fette»er zum Tode, weshalb sie in d-n Sterblichkeitsziffern nicht hevvortreten. Da bei Erkältungskrankheiten in Dänemark die An­zeigepflicht besteht, so kann man aus der Statistik ersehen, in welcher Jahreszeit diese Krankheiten am häufigsten auftreten. Bei Grippe fiel die höchste Zahl der Erkrankungen zweimal aus den Januar, je einmal auf den Februar und März, bei Bnonchitis dreimal auf den Januar, je ein­mal auf Februar und Mürz, bei der katarrhali­schen Lunaenentzündung zweimal auf den mrar, je einmal auf Februar, März und April. Diese Krankheiten haben den stärksten Wintcr- charafter. Auch beim Rheumattsmus dürfte keine große Verschiedenheit in der Häufigkeit zwischen kalter und warmer Jahreszeit nachwci- fen können. Bei den meisten Infektions­krankheiten macht sich der Einfluß der Jah- «Szeit geltend, je nachdem das Gedeihen der Krankheitserreger von der Lusttemperatur ab­hängig ist, Jnsetten alz Ucberträger in Betracht kommen oder mit der Jahreszeit zusammen­hängende Gelegenheitsursachen wirksam sind. Ausgesprochene Sommerkrankbeiten sind die Cholera, Ruhr, Malaria, das Gelbfieber, in der Hauptsache auch der Tvphus. Die Pest ist wenig an die Jahreszeit gebunden, ebenso Scharlach.

Mehr Winter- und Frühjahrskrankheiten find die Masern, der Keuchhusten und die Diphterie; für die große Häufigkeit der Masern im Avril und Mai will man allerdings nicht die Wit­terung, sondern den Schulbeginn verantwortlich, wachen. Nicht nur die Kälte, die ja der Haupt­sei nd der Gesundheit ist, sondern auch die Hitze kann schlimme Folgen haben, namentlich für das erste Lebensjahr. Die direkte Einwirkung der Sommerhitze bei Erwachsenen geschieht durch Hitz schlag und Sonnenstich die bei uns eine sel­tene, tn den Tropen aber viel häufigere Todes­ursache sind. Bedeutsam sind die Einwirkungen der Witternug auf das Nervensystem; doch find die Verhältnisse noch ziemlich ungeklärt. Das Frühjahr und die ersten Sommermonate beein­flussen hmipffächlich das psychologische Verhalten des Menschen, wie schon die höhere Zahl der Selbstmorde in dieser Zett erkennen läßt. Man hat dafür die zunehmende Tageswärme und län­gere Dauer der Besonnung verantwortlich machen wollen, da die meisten Selbstmorde bei Tage ausgeführt werden, hat auch an einen Ein­fluß der chemisch-wirksamen Lichtstrahlen gedacht. In den Irrenanstalten beobachtet man eine Zu­nahme der Aufnahmen im Juni und November, in tropischen Ländern scheinen Psychologische Störungen häufiger zu sein.

entwickelte sich die Flugfähigkeit so zehr, daß sie die Reise in erstaunlicher Schnelligkeit zurückle- <tcn; andere wieder haben bestimmte Stationen auf ihrer Reffe.

Von den Rastorten der Waldschnepfen, die sich in diesem Jahre besonders Üar erken-

dazu die zarten, großen Blätter von jungem Wirsingkohl, wäscht sie, legt sie aufeinander, überbrüht sie mit siedendem Wasser, legt sie daraus kurze Zeit in kaltes Wasser, läßt sie ab« tropsen und legt sie auf ein Brett. Jedes Blatt füllt man mit einer Mischung von geweichtem, ausgedrücktem Weißbrot, mehreren Eiern, Salz, Muskatnuß und gehackter Petersilie. Diese Farce wird in etwas Fett gut durchgesckmort, bevor man die Krautblätter damit bestreicht und zu Leinen Rouladen zusammenrollt. Man legt die Krautftöschlein nebeneinander in einen gro­ßen Topf, überfüllt fie mit einer Tunke, die man aus Heller Mehlschwitze, Brühwasser des Kohls, in dem zwei Fleischbrühwürfel gelöst wur­den mit etwas geriebener Zwiebel und Pfeffer gewürzt, bereitet. Die Krautftöschlein müssen gut zugedeckt in der Tunke in gelinder Hitze gar schmoren (Kochkiste). Beim Anrichten muß man die Tunke mit 5 Gramm Heerdts Eier- sparpulver, das man mit etwas Apfelwein glatt rührte, abziehen, beim Anrichten über die Röll­chen füllen und fleine gebratene Kartoffeln her­umlegen.

Tomatenfischschüssel. Etwa 1 Kilo­gramm Kabeljau richtet man vor, laßt ihn in -siedendem Salzwasser garziehen, entfernt die Haut, löst das Fletsch ab, zerpflückt es in nicht zu große Stückchen und häuft es in die Mitte einer heißen Schüssel. Ueber das Fischfleisch deckt man in Scheiben geschnittene frische To­maten, die man in wenig Fett mit einer gerie­benen Zwiebel garschmort. Ueber die Tomaten streut man ein lockeres Rührei, das man auf bekannte Weise aus 2 bis 3 Eiern bereitet hat, und legt rings um die Schüssel einen dicken Rand von Kartoffelbrei. Zu der Tomatenfisch- schüffel reicht man einen grünen Salat.

Dreigespannschüsse ll. Ein Teller voll kleingeschnittene geputzte rote Wurzeln kocht man ganz weich, rührt sie durch, gibt etwas Butter­mehl, einige Löffel Milch Salz uitd Pfeffer bar» an, so daß ein cremeartiger Brei entsteht. Zwei fleine Kops Blumenkohl kocht man weich, läßt sie abtropsen und stellt sie in die Mitte einer großen heißen Schüssel, beträufelt sie mit zerlas­sener Margarine und bestreut sie mit einer Mi­schung von Reibbrot und geriebenem Käse. Der Wurzelbrei wird als rosiger Rand um den Blumenkohl gelegt und der Abschluß durch einen zweiten Rand von schaumigem Kartoffelbrei ge­bildet. In diesen Kartoffelrand kerbt man Ver­tiefungen, in die man gewiegtes Büchfenfleisch und gebratene Zwiebelwürfelchen abwechselnd füllt, während man den Wurzelrand mit gehack­ter Petersilie bestreut.

Gefüllte Gurken mit Kartoffel­salat. Die Gurken zu diesem Gericht sollen mifteldick und mittettmg fein, sie werden ge­schält, der Länge nach durchgeschnitten, die Ker­ne entfernt und leicht mit Salz eingerieben, woraus man sie in kochendem Salzwasser auf­wallen und danach abtropsen läßt. Aus 175 Gr. Hackfleisch wird mit einem Löffel glatt gerühr­tem Eierft>a-pulver, reichlich geweichtem Weiß­brot, gewiegten feinen Kräutern, Salz, Pfeffer und wenig Muskatnuß zu einem geschmeidigen Füllsel gerührt, mit dem die Gurkenhälsten ge» süllt werden Man klappt sic aufeinander, bin­det sie zusammen, brät sie in Fett an, gibt leichte Brühwürfelbrühe darunter und schmort sie unter zweimaligem Wenden verdeckt langsam eine Stunde. Inzwischen bereitet man auf bekannte Weise einen Kartoffelsalat, auch kocht man für jede Person ein Ei hart. Diese Eier schält man, bestäubt sie leicht mit Mehl, wendet sie in ver-

Mensch und Wetter

Unser Leben und Streben im Zeitwaavel.

Man hat der Witterung von jeher einen gro­ßen Einfluß auf die Gesundheit des Menschen zugeschrieben; aber für die Wissenschaft bietet dieses Gebiet doch noch eine Fülle von Ratsel­ftagen. Die Erkältung, wohl die häufigste und geläufigste aller Krankheiten, ist ihrem We­sen nach noch ganz ungeklärt. Die Empfindlich­keit gegen Einwirkungen von Kälte und Zug ist außerordentlich verschieden; der eine kann alle Unbilden der Witterung ohne Schaden ertragen, der andere wieder »erkältet- sich sehr leicht und bekommt dabei Rheumatismus, MandelentMnd- ung, Nervenschmerzen usw. Besonders Kinder sind gegen Kälte manchmal sehr empfindlich. Da­gegen können die Eingeborenen im Innern Afri­kas die stärkste nächtliche Abkühlung auch bei leichtester Bekleidung gut ertragen. Man darf jedenfalls Käliec-mpsindung nicht mit Erkältung verwechseln; jeder weiß, wie kalt einem bei win­digen Wetter im Freibad ist, ohne daß man sich deshalb erkältet. So toeit es nach den bisheri­gen ungenügenden ©tattftrfen möglich ist, Wit­terungseinflüsse auf die Gesundheit in den ein­zelnen Lebensaltern festizuftellen, so ergibt sich, daß Kinde und Greise unter schlechtem Wetter viel mehr zu leiden haben als die andern, die Kinder im ersten Jahre unter Winterkälte und Sommerhitze, die Greise nur unter Hitze. Die ffroße Dommersterblichkett der Säuglinge ist ja eine bekannte Tatsache. Im Mer von ein bis fünf Jahren ist die Sterblichkeit im Winter und ersten Frühjahr gegenüber der Sornmersterblich- leit sehr groß. In den folgenden Altersflaffen ist die Winter- und Frühlingssterblichkeit nicht mehr so hoch; bei ihnen verursacht die Tuberku­lose einen großen Teil der Sterbefälle. Die Tu- berkulose-Stcrblichkett erreicht im September ihren Tiefftand, steigt gleichmäßig bis zum April, um dann langsam wieder bis zum September zu fallen.

Handklsnachrichten.

Bom Holzmartt.

Unser fachmännischer Mitarbeiter schreibt uns: Der Dollar steigt, die deutsche Mark fällt. Das alte Bild wiederholt sich, die Holzpreise gehen in die Höhe. In den letzten Tagen hat sich am Holzmarkt, wie aus den Berichten her­vorgeht, der bereits stark im Zeichen einer durch­aus unverkennbaren Zurückhaltung stand, eine erneute Aufwärtsbewegung der Kauflust und auch der Preise eingestellt. Wenngleich man sich darüber flar ist, daß über kurz oder lang die Anleihe kommen wird, so glaubt man doch, daß für die nächsten Monate die Möglichkeiten eines Preisrückganges umso bestimmter ausge- fchattet sind, als durch die am 1. Juli eintretenbe Erhöhung der Gütertarife die Schnittholzpreise im Verkehr an die Verbraucher-Kundschaft wie­derum erhöht werden müssen. In den allerletz­ten Tagen erhebt die Spekulation am Holzmartt wieder ihr Haupt, und es sind von dieser Sette größere Abschlüffe getätigt worden.

Die Aussicht, aus dem Ausland Schnittholz einzuführen, schwindet bei der augenblicklichen Gestaltung der Devisen mehr und mehr, und so glaubt man richtig zu handeln, indem man sich größere Mengen im Jnlandc oder in valuta- schwachen Ländern eingeschnittener Ware sichert. Besonders lebhaft sind die Umsätze am Bauholz- marft gewesen. Die Bautätigkeit ist stark. ES werden viele Siedlungsbauten vorgenommen. Die Bauunternehmungen legen sich obenbret« auch Ware auf Lager, um etwa erfolgende Auf­träge ausführen zu können.

Für Kanthölzer zahlte man bei Lagerlisten im Verkehr von den Sägewerken zum Holzhan­del 3000 bis 3400 Mark. Listen nach Ausgabe der Besteller bedangen Preiszuschläge je nach der Stärke der Dimensionen und der Länge der Hölzer von 500 bis 1000 Mark je Kubikmeter. Besonders schwer sind die Balken zu beschaffen. Stark gesucht waren aus dem Rheinland und Westfalen astreine Seiten in allen Stärken, be­sonders aber blanke Ware. Auch aus Bayern werden von den Sägewerken lebhafte Umsätze in paralleler Ware gemeldet.

** Frankfurter Börse. Aus Anlaß der Bei- setzungsfeier für Minister Ralhenau war die hie­sige Börse, wie alle Börsen im Reiche, geschloffen. Die Devisen waren in den Vormittagsstunden fast völlig gefchästslos. Genannt wurden Hol­land 13 300, Schweiz 6575, Paris 2900, Brüssel 2750, London 1527% nach 1520, Newyork 346 nach 345, Italien 1625, Prag zirka 665. — Zu­lassungen zur Frankfurter Börse wurden beantragt für 23 Millionen Mark Mien der Chemischen Werke Brockhaus, A.-G., in Nieder­walluf, für 20 Millionen Mark neue Stamm­aktien der Mitteldeutschen Gummiwarenfabrik Louis Peter, A.-G., in Frankksurt n. M. und für 7,1 Millionen Mark neuer Stammaktien der Has­ser Maschinenfabrik A.-G. in Stuttgart-Cann- stadt.

Schotensuppe. 350 Gramm Hammel­fleisch setzt man mit 2 Litern Wasser auf, bringt dies ins Kochen, gibt dann 250 Gramm Erbsen, 50 Gramm große Dohnenkerne, zwei würflich Sschnittene Kohlrabi, drei junge zerschnittene wiebeln, etwas junges Selleriegrün und eine Handvoll fetngeschnittenen Wirsingkohl an die Suppe. Man salzt die Suppe, kocht sie 10 Mi­nuten und stellt sie 3 Stunden in die Kochkiste. Man nimmt das Fleisch aus der Suppe, löst es von den Knochen, schneidet es klein und gibt es nebst einem Teller voll für sich gekochten Kar­tosselstückchen an die Suppe, nachdem man diese mit 100 Gramm glatt etngerührtem Knorrs Ha­fermehl sämig gekocht hat. Die fertige Suppe wird beim Anrichten mit etwas feingehacktem Schnittlauch gewürzt.

Sauermilchsuppe mit Flädle. In gewitterschwülen Sommertagen kann man manchmal größere Mengen gesäuerte Milch in den Milchhandlrurgen erhalten, die sich zu einer wohlschmeckenden, sehr nahrhaften Suppe ver­werten läßt Zu 2% Liter solcher Milch nimmt man 100 Gramm geriebenes altbackenes Schwarzbrot und halb fotitri Weißbrot, gibt dies nebst etwas Salz, Zucker und Zimt in die

neu lassen, erzählt O. v. Holzhausen im .St. Hu­bertus-. Diese Langschnäbel laffen sich, ie nach den Witterungs- und Nahrungsverhältnissen zu ihrer Reise längere oder kürzere Zeit; sie schn- nen geradezu .vorauszuahnen", wie es m den einzelnen Gegenden aussieht, die sie auf ihrer Wanderung berühren. So unterbrechen die Schnepfen sofort die Fahrt, wenn sich auf Höhen- zögen, die sie überqueren müssen, noch winter­licher Fro-st findet. Ihr Instinkt sagt ihnen, daß sie da oben jämmerlich frieren werden und nichts zu fteffen finden. Hat aber dann der Frühling den Winter auch aus den Bergen verschlagen, dann geht der Zug dieser Vögel unaufhaltsam weiter; die Schnepfen fühlen, daß sie sich durch die unfreiwillige Wartezeit verspätet haben und wollen nun durch schnelleren Flug die verlorene Zett einbringen. Die vielverbreitete Annahme, daß die jungen Vögel von den allen wegkundi- gen Begleitern auf dem Zuge geleitet werden, ist in vielen Fällen nicht richtig. Ziehen doch bei manchen Vögeln die alten und die jungen Tiere getrennt, und zwar brechen zuefft die Jungvögel auf, die noch nicht so schnell fliegen können, und daher längere Zeit sür die Reise brauchen.

Bei dem diesjährigen Zug sind die Vogel durch die Verspätung des Frühjahrs schwer betroffen worden. So wurde auch die Reise der Schnepfen durch heftige Stürme stark beeinträch­tigt; sie sind offenbar von ihrer Reiseroute gründlich verschlagen worden. Nur so erklärt es sich, daß die Langschnäbel erst verhältnismäßig spät und in berfprcngtyi Schwärmen an ihren altgewohnten Rastorten eintrafen, wo man sie schon lange erwartet hatte. Aus dieser neuen Beobachtung geht aber zugleich hervor, daß die Schnepfen Zugstraßen benutzen, die sie bei nor­malen Wind- und WitterungsverhälMiffen zu

quirliem Eiersparpulver und dann in dem sehr fürs Einkrusten jeglicher Speisen zu empfeh­lenden Paniermehl, das von der Firma Knorr. Heilbronn, tn den Handel gebracht wird, und bäckt sie darauf rasch in Fett lichtbraun. Die Eier stellt man aufrecht in die Mitte einer Schüssel, die Gurken löst man auseinander, ord­net sie mit der Füllung nach oben strahlenförmig in der Schüssel und füllt die freien Räume in­nerhalb der Gurken mit Kartoffelsalat aus, der auch als Rand den Abschluß der Schüssel bildet. Die Schmortunke der Gurken wird mit etwas Mondamin gebunden und in einer Tunkenschale zu dem wohlschmeckenden Gemüsegericht gegeben.

Unter den zusammengesetzten Gemüsegerich­ten gibt es eine ganze Anzahl, die man als be­kömmliche Sommerspeisen bezeichnen kann. Von ihnen seien besonders die folgenden empfohlen:

Kleine Krautfröschlein. Man nimmt

Die Frau in der Küche

Hauswirtschaftliche Plaudereien von Luise Holle

Verschiedenartige Sommergerichte.