Einzelbild herunterladen
 

Mckr Neueste Nachruhteu

Kasseler Abendzeitung Hessische Abendzeitung

*'ie *ofi«et eueren U.aäirtcBttn «rlcheuien wöchentlich fed)8mal unv »war a v end t. Der AooimemauSprei» :«rept menotltd) 28. Wart bei freier Zustellung In» Hau«, in der Leschäftrftelle abgcholt 26. Mark monatlich. Kuärcärt« durch die Post bezogen 28. Mark monatlich einfchl Zustellung. Bestellungen werden >ederrett entgegengenommen. Druckerei, 2»laa und «idalllon Lchlochthofstraße 28/30. Für unverlangt eingesandte Beiträge kann die Redaktton eine Verantwortung oder Sewähr in keinem »alle übernehme». Rückzahlung bei BezugSgelde» oder Dnsprüch« wegen etwaiger nicht ordnüngSmästtger Lieferung -usgeschlosten.

Jnsertiontpretse, «) «tnhetmische «uftragn Die einspaltige »nzeigenzeile M. 4.. die etnfpatttge Rellamezetle M. 1L. b) «u-wurttge Aufträge: Die etnspalttge Anzelaenzetls M. 1., bte einspaltige Reklame,eile M. 11, alle« einschltebltch Teuerung«,Uschlag und Anzetgensteuer. »ür Anzeigen mit besonder« schwierigem Satz hundert Prozent Aufschlag. Für die Mchtigkett aller durch »ernfprecher aufgeged-nen Antigen, sowie für Aufnahme- baten und Plätze kann eine Gewähr »icht übernommen werden. Druckerei: Schlacht- Hofstraße 28/30. Geschäftsstelle: «SlNifche Straße r, Telephon Rümmer toi und 952.

Nummer 145

Sonnabend, 24. Zuni 1922.

Fernsprecher 951 und 952

12. Jahrgang

Fernsprecher 951 und 952

Die Efschlittemngen in Oesterreich.

'die parlamentarische Lage $u ernsten,-indem sie im Gegensatz zu der freudigen Haltung !Besoranissen keinen Anlaß b:etet. Die^der überwiegenden Mehrheit der Bevölkerung

nur Erfolg haben in Zetten einer einigermaßen Cfret find

ruhigen Gcldentwikklung, in denen Heinere VU5 ^tMsvsMllUgkN

Der

Zm geteilten Qbettchleften

diese gesamte Aktion durchkreuzt. Da mit dem Beginn der ReichStagsferien in nächster Zeit ein Stillstand der gesetzgeberischen Arbeiten eintrcten muß, wird damit ein weiterer Kreis non Zeitungen der Not und dem unabwend­baren Sterben anSgeliefrt.

tragens, daS als Ausnak megesetz gegen einen einzelnen Stand als besonders verletzend und kränkend empfunden werde, aufztzheben. Daraufhin hat das Bureau deS Reichspräsiden­ten geantwortet, daß der ReichsprSstdent den Reichskrnzlcr um Prüfung nnd Bericht dar­über ersucht hat, cj und in welcher Weise eine gesetzliche 5>ruregrlung der Frage deS Uniform- tragens durch verabschiedet« Angehörige der Wehrmacht vorgeschlagen werden kann.

Die TLirr sind seftgenommcn.

London, 23. Juni. (Eigene Drahtmeldung.) Das erste Verhör der beiden Männer, die Feld- marschaü Wilson erschossen haben, wurde bereits gestern abend durch den Generalstaatsanwalt

ten Bemühens der Interessenten nunmehr aus eine baldige Besserung der Mark zu hoffen haben ist eine Frage, die sich nicht mit wenigen Wor» ten abtun laßt. Es gibt unter unS P e s s i - misten, die daran festhalten daß die Mark den Todeskeim in sich trage und daß die bisher erprobten Medikamente höchstens zur Verlänge­rung des Lebens um ein oder zwei Jahre dienen könnten. Demgegenüber erklären die unentweg- ten Optimisten, daß Amerika als Arzt am Krankenbett der Mark das Wunder vollbringen könne und sie vor dem Tod retten würde. Die Zahl der Optimisten ist im Ausland, besonders

Berlin, 23. Juni.

Bon gut unterrichteter Seite geht unö folgen­de Mitteilung zu: Nachdem Reichstag und Reichs.regierung sich von der Notwendigkeit überzeugt haben, durch besondere Maßnah­men der wirtschaftlichen Notlage der deutschen

Die Not der Seitimgen

Verständnislosigkeit der Länder.

(Privat-Telegramm.)

diesem Schreiben appellierte von Schoch an das Gerechtigkeitsgefühl des Reichspräsidenten und bittet ihn, das Verbot des Uniform-

Dle deutsche Finanzlage.

Keine Herabsetzung der Wkedergntmachnng.

(Privat-Telegramm.)

Berlin, 23. Juni.

Wir aus Paris gemeldet wird, gab der Fi- nanzminister am Mttwoch im Finanzausschuß der französischen Kammer eine Erklärung ab, wonach die französischen Mitglieder der in B e r- lin sich aufhaltenden Garantiekommif- s i o n angewiesen seien, nur über eine Neuorga­nisation der deutschen Ftnanzwirtschast alS Grundlage für eine Anleihe zu verhan­deln, in keinem Falle aber Erörterungen über eine Herabsetzung der Reparationen zuzulassen. Wie aus Regierungskrcisen mitgeteilt wird, erschien gestern das Reichsbankkuratori- um beim Reichskanzler, um diesem den Bericht über die finanzielle Lage zu erstatten.

Prüfung einer Neuregelung.

(Privat-Telegramm.)

Berlin, 23. Juni.

Räumung und Einzug (Privat-Telegramm.)

Breslau, 23. Juni.

Die neue Besitzergreifung in dem geteilten Oberschlesien vollzieht sich größtenteils reibungs­los. Unliebsame Demonstrationen haben in mehreren Orten, die bei Deutschland verbleiben, lediglich die Kommnnistrn hervorgerufen,

RervosiM an der B5rse.

Wien, 23. Juni. (Eigene Drahtmeldung.) Auf dem Finanzmartt macht sich bereits wieder verstärkte Nervosität geltend. Am gestrigen Freibörsentag waren sowohl fremde Baluten wie Effekten in starkem Steigen begriffen.

bliner Aufstandes gebildeten irischen Re­volutionsregierung an. Beide stehen in den dreißiger Jahren. Sie waren erst am Vor­tage in London angekommen. Ihr Absteige- auartier konnte von der Polizei bisher nicht er­mittelt werden Bei ihrer Verhaftung entgin gen die Mörder n«r knapp einem Lynchgericht der Menge. Der iüngrre von ihnen hat schwere Hiebwunden am Kopfe davongetragen.

Goldwert des Grundbesitzes sei in dieser Form unannehmbar; wenn auch die Land­wirtschaft herangezogen werden solle, so könne dies mir dann geschehen, wenn daS mobile Kapital ebenso stark besteuert werde nnd wenn weiter die sozialistischen Metho­den, d. h. die Arbeitslosen-Unterstützung und der Achtstundentag, ausgehoben würden. Falls die Regierung nidit diese Bedingungen er­fülle, werde der Reichsbauernbund seinen be­sonderen Vertreter im Landwirtschastsministe- rium aus dem Kabinett Herausnehmen

auch ein Weg gefunden werden. Die Lösung der Zwcmgsanleihe und der Steuerfragen begegnet keinen unüberwindlichen Schwierigkeiten. Sg.

Zeitungen entgegenzutreten und nachdem ein

Gesetzentwurf, der zweifellos die Zustim­mung des ReichstaaeS finden wird, im Kabinett. «ts. r-+

fertiggestellt ist wird aus rein bürokrati? orgen-mmen^DasBrhorlar den Beweggrund < *. -er Lat noch nicht entschleiert Die beiden wwr-

schen Bedenken nun von den Landern^^ nur Sinfeiner, sondern sie ge­hören auch der im April 1916 während des Du-

alle Regierungsärzte der ganzen Welt.

Furcht, daß die deutsche Biark den Weg der öfter« icichischen Krone gehen könnte, muß daher wohl allgemein sein. Ob wir angesichts des verein»

Kursschwankungen erfolgen. Sollte in der Tat ein Marksturz eintreten, so ist auck nach Ansicht j des Reichsbankpräsidenten keine Möglichkeit ge-k geben, die bisherigen Finanzplöne durchznfilh-i ren. Es würden dann weder die Reyarations-

anlssen keinen Anlaß bietet. Die de:

llen Streitfragen werden zwischen den den Einzug "der deutschen Truppen'mit Hohnliedern begleiteten. Der Abzug der deutschen Beamten aus dem Polnisch geworde­nen Teil von Oberschlefien erfährt bisher keiner, lei Behinderung durch die neuen Machthaber. Mehr als achtzig Prozent des deutschen Beam- tentums verläßt den polnisch gewordenen Teil.

Ein Verdienst Bayerns war es, daß es die Blicke der weitesten Kreise auf die Notwendig­keit der Herstellung einer schiffbaren Wasserstraße für den Verkehr von Nordwestdeutschland nach > dem Süden hinlenkte. Die Schiffbarmachung der Werra, die den kurzen Weserlauf be­deutsam erweitert hätte, sollte ihre Fortsetzung finden in einem Kanal zum Main und dann mittelst des Main-Donau-Kanals Anschluß er­halten bis zu der großen bayerischen Zentrale - des Wirtschafts- und politischen Lebens Bay­erns, Augsburg-München. Die Reichsregierung, sett fünfzig Jahren bereit, allen bayerischen Wünschen zu entsprechen, entschloß sich schon im Kriege, den Matn-Donau-Kanal als Reichs fache zu erklären nnd namhafte Zu­schüsse zu den Kosten der Vorarbeiten zu leisten. Die große Wasserverbindung Bremen-Meir-.in- gen-Bamberg-Nürnberg - Donau - Augsburg- München in Verbindung mit der Kanalisierung des Mains für den Verkehr von 660-, ja schließlich von 1200- bis 1500Tonnen-Schifsen verhieß auch die weitere Erschließung der Do« nau-Userstaaten (bis ans Schwarze Meer) für den deutschen Ein- und Ausfuhrhandel. An die Stelle von begeisterndem Einflüsse trat die kühle Berechnung der Rentabilität und de; technischen Schwierigkeiten, nament- lich derjenigen zur Ueberwindung des gewalti­gen Höhenunterschiedes an der Wasserscheide deS FlußshftemS von Werra und Main. Aber im­merhin verbleibt dem Projekt mit Rücksicht auf die Bedeutung, welche die Weser als der ein- zige größere Strom nach den Beffimmungen des Versailler Friedensverttages noch hinsicht­lich der Freiheit des Verkehrs hat, fein hoher innerer Wert, wenn auch seine Ausführung beute außerordentlich hohe Summen kosten wür­de. Diese letzteren Erwägungen haben aber wohl in der letzten Zeit die Unterlage abgege­ben für einen anderen Vorschlag zur Herstellung einer schiffbaren Verbindung zwischen Nordwest, deuffchland und Bayern.

Die seit mehreren Jahrzehnten aufgetauchten Bestrebungen nach einem Ausbau der kanalisier, ten L a h n für den Verkehr mit leistungsfähigen Fahrzeugen, die in der nassauischen Zentrums­partei ihren parlamentarischen Stützpunkt gefun­den hatten und in Rücksicht auf die bedeutsamen Effenwerke und Erzgruben ihre Berechtigung besitzen, wurden bei der großen Preußischen Ka­nalvorlage 190405 nicht verwirklicht. Die Lippe trug den Sieg davon Jetzt ab et will die Vrovinq Hessen-Nassau diese Bestrebungen in Verbindung bringen mit dem Projekt einer Wasserverbindung mit dem westlichen Arm der Weser, der Fulda einerseits und mit dem Main andererseits. Die Lahn soll sstatt wie früher für 600«) für 1600-Tonnen-Schifie bi 8 Marburg kanalisiert werden und von dort ein Kanal bis zur Fulda (die von Hann.-Mün- den bis Kaffel aufwärts kanalisiert ist) wei- terführen. während in Anlehnung an einen vor dreißig Jahren vom Ministerialdirektor Tr. Syrnpher vertretenen Gedanken die Fulda wei­ter aufwärts kanalisiert und mittels der Kin» it g und der Sinn mit dem nordwestlichen Teile des Mains in Verbindung gebracht wer­den foll. Für die Vornahme von Vorarbeiten für diese Pläne hak der Provinziallandtag von Hessen-Nassau im ganzen hunderttausend Mark bewilligt, und die mittelrheinischen. nassauischen und kurbessischen Wirtschaftsgebiete be­zeugen groß-S Interesse für die Verwirklichung.

London, 23. Juni.

MS gestern der Feldmarschaü W i l f o n von einer Denkmalsfeier zurückkam, und ans einer Autodroschke vor seinem Hause in London aus- stieq, schossen zwei junge Leute, irische Sinn­feiner, mit Revolvern auf ihn. Nach dem ersten Schuß lief Wilson gebi'ckt die Treppe hinan wurde aber an der Tür von einem zweiten Schuß in den Kopf getroffen. Tie Täter flüchteten und schossen dabei auf die nach­eilenden Verfolger, wobei zwei Polizisten und ein Zivilist schwer verwundet wur- den. Ein Polizist ist an feiner Verwundung ge­storben. Einer der beiden Täter versuchte bei der Verhaftung Selbstmord zu begehen. Sein Vorhaben ist ihm jedoch nicht gelungen.

Valutaschmkrzen, I-

De,o»gnisse um die betitle Fraktionen verhandelt, damit dort ein Einver-

tUn die kranke Mark bemühen sich nachgerade, nehmen erzielt werden kann. Zu einer solchen "" 't. Die Verständigung bringen die Parteien den besten - Willen mit und unter diesen Umständen wird

ünßtnäsenöer Schutz.

London, 23 Juni. (Eigene Drahtmeldung.) Feldmarsckall Wilson stand seit einiger Zeit un­ter polizeilichem Schutz, da die Behörden Grund hatten, einen Anschlag zu befürchten. Die Po­lizeibeamten befanden ftd> gerade in der Tür fei­ner Wohnung als die beiden Mörder sich näher­ten. Die beiden Verhafteten heißen Conelly

Neue Krise in Oesterreich.

Ei» Vorstoß der Landtvirtschaft.

(Eigene Drahtmeldung.)

Wien, 23. Juni.

Die mit großem Optimismus erwartete Re- gierungsakfion zur Unterstützung der dcutsch- österreichischen Finanzen ist gestern hinfällig ge­worden durch eineu plötzlichen Beschluß deS christlich-sozialen ReichSbauernbundeS, der sich gegen den Bundeskanzler und den Finanzmini­ster ticktet und ihnen ein Ultimatum stellt. Die vom Finanzmiuister angekündigte Gesetzesvor­lage über eine Zwangs-Hypothek auf den

Volitischer Mord in England

Marschall Wilson erschossen.

(Telegraphischer Bericht.)

Englische Deutschenhetzer.

Rach Bottouttey Northclifse.

Dieser Taae ging eine Nachricht durch die Presse, Lord Northclifse, der Herausgeber mehrerer großer Londoner Zeitungen und brtlU scher Propaoandachef im Kriege, sei geistes- gestört. Die Nachricht bedarf zwar noch d-r Bestätigung. sie wäre aber die naheliegendste Erklärung nickt allein für den plötzlichen Ab­bruch der Berichte über Deutschland, sondern auch für diese Berichte selbst, deren Inhaltslosigkeit, Sprunghasti.rkeit und Ein'ältigkeit ausgefallen iss. Die Selbsta>efälliake't bo^e man von einem Northcliffe wohl verstehen können, aber selbst diese greife ost an daS Kindische. Wenn man -ch inrückerinnert an die mit großem Pomp in der Olympia in London begangene Feier des sünftind^oanzigiIhrigen Behebens der .Daily Mail", bei bet sich Northcliffe sogar einen Geist­lichen geleistet batte, der vor der Festversamm­lung Gott anflehen mußte. Großbritannien sei­nen Schützer, Wächter und Retter NorthcUffe noch recht lange zu erhalten, wird man zu der

im neutralen, erheblich größer als bei uns. In Deutschland haben gewisse Reden zweier ReichS- minffter, die noch vor dem vorzeitigen Abbruch der Pariser Anleihevetbandluugen die große WirtschaftsktisiS ankündigen zu müssen glaubten, den Pessimismus stark gefördert. Nun kommt die Gegenseite und meint, die beiden Herren könnten durch die Tatsache bet bisherigen Miß­erfolge der Anleiheverhandlungen rasch wider­legt werden; die Wirtschaftskrisis fei in Worten !u früh heraufbeschtoovn worden. In der Tat prechen äußere Umstände lebhaft gegen den be­sagten amtlichen Pessimismus. Die Zahl der Arbeitslosen scheint noch nicht steigen zu wollen, wie man schon für die nächste Zett dos gefürchtet hatte, und der Grad der Beschäf­tigung unserer Industrie ist eher nock etwas im Steigen begriffen. Sie hat bisher jeden­falls im großen und ganzen nicht nachgelassen. Einige Industriezweige sind sogar mit Aufträgen derart überhäuft, daß sie wegen des drückenden Mangels an Facharbeitern in Verlegenheit kom­men, Lieferungsfristen einzuhalten.

In jedem Fall haben wir eine Schonfrist für unsere Industrie erhalten, als Herr Morgan in Paris erklärte, er könne gegen den fortgefetzicn Widerstand Frankreich« keine positive Änleihe- arbeit leisten. Aber das Unheil könnte nahen, wenn die Bemühungen zur Stärkung der Mark nicht schließlich doch noch von Erfolg gekrönt würden. Die deutsche Konkurrenz- f ä 6 i gf ef t soll mit der größeren Anleihe de« Angelsacksentum« wenn auch nicht auSgeschaltet daS würde nicht gut möglich sein so doch nach einer anderen Richtung gelenkt werden. Sie soll in Rußland ein neues Betätigungsfeld fin­den, um weder Engländern, Amerikanern, noch den Neutralen zu schaden. Nun sind die Ver- hältnisse in Rußland heute ungeklärter als je. Es besteht daher die große Gefahr, daß diese Ausschaltung«, und Ablenkungsver­suche sckeitern. DaS Wirtsckaftselend Deutsch­land« würde alsdann von Jahr zu Iaht sich ver- größern, wenn die Aussichten auf den Wieder­aufbau Rußlands ins vollkommen Ungewisse übergehen. Zurzeit sind die Meldungen über die Lage in Rußland wieder fchr widerspruchsvoll. Es überwiegt die Meinung, daß man in Mos­kau vor neuen politischen Umwälzungen stehe, die naturgemäß starke Rückschläge aus das übrige Europa und namentlich aus Deutschland haben müßten.

Es fragt sich, ob Amerika die gleiche Bereit­willigkeit zur größeren Anleiheeiaen würde, wenn unS dieruffischenAussichten mehr oder weniger rafch entschwinden. Denn der Geldgeber will doch auch die ©erantie haben, daß wir zahlungS- und leistungsfähig bleiben. Die Sicherheiten für ZinS und Tilgung der Schnldfummen aber können nicht bloß durch Ver­pfändung von Zollen und Eifenbahnen gegeben werden, sie müssen auch in der Wirts chaft- lichkett unferer Industrie befteben. Ent­geht ihr Rußland, f» steht unsere Wirtschafts­kraft wiederum in Frage, weil mit einem Herab­gleiten deS Dollar« und einer Stabilisierung der Mark unsere ErPortauSsichten nach anderen Län­dern außer Rußland schließlich immer weiter abitebmen müßten. Wo« Wunder, wenn unsere 1 Industrie zum großen Teil Ne Polntakckmerzen 1 der ganzen Welt mit gemischten Empfindungen ansnimmt. Der durch Frankreich« Unnachgiebig« kett geschaffene Zustand der volitiscken Un - i sicherbeit ist für die deutsche Indnstrie : von großem Nachteil. Aber sie findet immer- i bin den Mut zum Durchhalten. Eine ganz i groß» Anleihe, wir sie nrsprnnalick im Plan von Morgan lag, würde aber da« Unheil für die Jirdustri? sicherlich vergrößern, wenn sie gar Ui plötzlich käme. Aber e« ist 'a dafür gefolgt, daß die Aaleibffrendigkeit die Palutgsckmer»en nicht jählings befeitigt. Erft wenn st ß im Osten mebr Licht »eigen wird. Haden wir eine Wendung in der deutschen Wirtöbaftsrage rn erwarten.

Aber gegenüber allen Ve-suchen der Stirn« i wungsmache, denen man namentlich tn der sozia- 1 listischrir Presse begegnet, hält man in unterricb» > teten parlamentMäschen Kreise« daran fest, daß 1

Der schwankende Markkurs

Keine Mittel zur Stabilisierung.

(Privat-Tclegrcnmn.)

.... _ ... .. .... ___________.... ReichStagsaogeord.rete Generalleutnant

zahlnngcn ans die Dauer geleistet werden kön- a. D. von Schach hat kürzlich an den ReichSpräfi- nen, noch würde die Regierung in der Lage fein, hinten ein längeres Schreiben gerichtet, das ihr Finanzvrogramm bcrüolich der Balanzic- heute von derZeit" veröffentlicht wird. In rnug deS Etats durchznführen.

Berlin, 23. Juni.

Reichsbankpräsident Havcnstein erklätt, daß im Augenblick weder eine optimistische noch eine pessimistische Auffassung am Platze fei. Man kön­ne noch nicht vorausfehcn, welche Entwicklung der MarklurS nehmen werde. Nach seiner Auf­fassung fei eS schwierig oder sogar un­möglich, in Zeiten mit starken Kursschwan­kungen durch Stützungsaktionen den Kurs:und Mcrien. Der getötete Marschall Wilson der Mark einigermaßen stabil zu halten.: gehört während deS ganzen Krieges dem briti- Selbst die größten hierftir aufgewendeten Mit- scheu Generalstabe in führender Stellung an. tel würden nicht ausreichen, da solch« Akttonen --

Die Kanalpläne.

Nordweftdeutschlo.no uns Main-Dona«.

9a Bei den immer wieder besprochenen Ply- nen zar Klntzregnlternna «nd gsrderung der «innenschiffahee ans» die Rutha eine «rotze Stelle spielt, geben wir die nachstehe«»,» sn« geschriebenen AnSführnngen wieder»