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Kasseler Neueste Nachrichten

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Kasseler Abendzeitung Hessische Abendzeitung

Nummer 144

Freitag, 23. Juni 1922,

12. Jahrgang

Fernsprecher 951 und 952

Fernsprecher 951 nnd 952

Die ZimliWk und Freiheitsbeschränkung

wie die

gen Sonntag, dem 18.

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Desprechuno mit öen Darteffavrern.

in dieser Sitzungsperiode des Reichstages ein

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siernng des MarlkurseS führen werde.

^hat Lust, die teuren Badeärzte nufztrsuchen, wenn er es nicht unbedingt nötig hat. Die

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Zie Äafi»Ur s,»uei;en Szatä.ndjten trfdjetnen roödjenUtd) sechsmal und zwar a b enfc*. Der 5lbonnemen«pref« beträgt monatlich 28. Marl bei freier Zustellunz in* Hau«, tn bet SeschäktSslelle abgeholt 26. Mark monatlich. AuSwLrtS durch die Post bezozeu 28. Mark monatüch einfchl Zustellung. Bestellungen werden jebetjeit entgegengenommen. Druckerei, Lerlaei und diedatkion, Schlachthofstratze 2S/gü. Kür unverlangt eingesandte Beiträge kann die Redaltton eine Verantwortung «der Srwühr in leine« Kalle übernehmen. Rückgahlung des Vezugtigeider oder Ansprüche wegen etwaiger nicht ordni-ngsmästiger Lieferung anSgeschlosten.

Prozent beträgt nnd am L Juni in Kraft tre tcn soll, wurde angenommen.

Linier fremder Aufsicht.

Weitere Veranbung unserer Freiheit.

«eigene Drahtmeldung.)

»le MSgiichiett des Morksturzes.

Berlin, 22. Juni. (Privattelegramm.) Bei der gestrigen Besprechung des Reichskanz­lers Wirth mit Reichsbankpräfident Haven- stein wurden allgemeine Fragen finanzieller Natur behandelt, sowie besonders die Möglich­keit der weiteren Verschlechterung deS Nlark- Kurses und die Frage, wie man durchgreifende Maßnahmen foffen könne.

»Liga für Mcnschheitsrccbte" gesprochen hatten, ir einem Teil der französischen Blätter fand.

.,sEcho de Paris- weist alle Erörterungen über französisch-deutsche Annäherungen als eine Beleidigung unserer verstorbenen Kämpfer zurück", man habe nicht das Recht,in so kurzer Zeit die cinundfünfzig Kriegsmonate zu verges­sen-. Man muß sich auch weiter vor Äugen hal­ten, daß die Bedingungen der Gegenseite für eine deutsch-französische Annäherung derart sind, daß irir von deutscher Seite unmöglich darauf ein­gehen können. Man verlangt nichts Geringeres, als einmal das banernbe Bekenntnis der Mein- lchukd Deutschlands am Kriege und zum zwei­ten stellt mm in Sachen der Wiederherstellung wirtschaftliche Forderungen an ufts, die für Deutschland untragbar und nnerfiikldar sind.

rbnu ng verabfolgt. Üeber diese Reueinfüh- ung herrscht hier großer Zorn. Denn keiner

Vreife für Fremve.

Die Einschränkung deS Somrrrerverkehrs.

Gesetz ergehen wird, das die näheren Bestim­mungen über die Neuwahl enthalten soll, ist ir­rig. Ernes solchen Gesetzes bedarf eS nach Fest­stellung an unterrichteter Seite nicht mehr, nach­dem bereits eine Vorlage vo« 4. Mai 1920 über die Wahl deS Reichspräsidenten tmd eint Verordnung vom 25. Oktober 1920, die die nähe­ren «usfühnrngsbestimmnngen über die Wahl enthält, GesebrSkraft erlangt hat. ES bleibt fetzt nur noch übrig, dast der ReichStaa den Wahlter­min für die Präsidentenwahl festsetzr.

3nfertten8pt«tfe: e) svcheüntsch« Saftrüg«: $U rtnspalttgs StaattgtryeUe M. *., 6te etnfpalttge Reklame,eU« St lt. b) Auswärtige ttufträge: Dt« einspaltige Anzeigenteile M, 4., di« einspaltige Reklamezetl« ®L 11, alles einschließlich Teuerungszirschlag und Anz eigensten er. Kür Anzeigen mit befonber$ schwierigem Gatz hundert Prozent Anschlag. Für die Richtigkeit aller durch Fernsprecher ausgegebenen Anzeigen, sowie für «ufnahme- daten und Plätze kann eine Siewähr nicht übernommen werden. Druckerei: Schlacht- hosstraß« MfiO. Seschäftsstelle: «Sknische Straße 5. Telephon Stemmet #51 und 951.

Berlin, 22. Juni.

DaS Kabinett hat sich gestern n. a. rrttt der Frage der Präsidentenwahl beschäftigt. Der Reichsminister des Innern hat dem Kabinett davon Kenntnis gegeben, baff der Reichspräsi. deut mehrfach den Wimsch geüuffert habe, die endgültige Wahl deS Präsidenten Jo schnell wie möglich vorzunehmen. DaS Reichsmitiisterinm des Inneren war i« Uebereinstimmung mit dem Reichspräsidenten der Ansicht, baff, sobald die deutschen Gebiete in Oberschlesien von der Be­setzung durch die interalliierten Truppen ftei seien, die Wahl vorgenommen werden könne. ES liegen also im Grund genommen keine Hinde- rungsgründc mehr vor, um dem Reichstag noch in der fetzigen TagungSperkode, als» biS Ende vorzulegen. Für die Beschleunigung der Wahl Jm«i oder Anfang Juli, einen entsprechenden Gesetzentwurf, der die Ausführungsbestimmun, gen für die Wahl des Reichspräsidenten enthält, spricht namentlich der Umstand, daff für die Wahlvorbereitungen mindesiens zwei Monate erforderlich sind.

Hotel- und Badepreise.

AiuS Bad Elster in Sachsen wird ge­schrieben: Der Pensionspreis einschl. Bett hn sogenannten ersten Hotel beträgt 400 biS 500 Mark pro Tag und Person. Iw sogenannten zweiten Hofel 350 Mark (im vierten Stock aber!) pro Tag unb Person. In Hotels und Pen­sionen britten Ranges nicht unter 200 Mark pro Mann und Tag. Ich selbst habe verschiedent­lich gehört, wie sich die Leute untereinander er­muntern, die Preise noch höher zu schrauben. Ms ich dagegen protestierte, bekam ich zur Ant- wortt .Die Leute sind zufrieden, wenn fie was bekommen. Wer nicht bezahlen kann, soll forlbleiben?- »Dfe Lente- find näm­lich die Äranten, für die Elster eigentlich da ist! Weiter: Ein Moorbad kostet 120 Mark, neuerdings sogar 160 Mark im alten Badehaus, im neuen noch mehr. (Im Vorjahre ungefähr 24 Mark!) In diesem flabre bekommt man die Moorbäder mich nur gegen ärztliche 93er»

Berlin, 22. Juni. (Privattelegramm) Der Reichskanzler machte im ReichSkabinett davon Mitteilung, daff er bereits in bet nächsten Zeit mit den Parteiführern Besprechungen abhalten will über bk Festsetzung des Termins ---- ' Die Nachricht, baff noch

Beamteu-Befoldung.

Verhandlung mtt den Staatsbeamte«.

(Telegraphische Meklmng.)

Berlin, 22. Juni.

Wie der Bossischeu Leitung erklärt wird, hat dir Regierung, die selbst bk Ausbesserung der

Wahl des Reichspräsidenten

Beratung im Nsichskabinett.

(Privat-Lelegramm.)

meisten Elsterbesucher sind nämlich .alte Kun­den-, die mit den Moorbädern genau vertraut sind. Gegen diese gewaltsameKrankmacherei- wird energisch protestiert, und die maßgebenden Stellen haben dem Publikum tägftch stunden­lang zu erklären, die Verordnung käme von der säcksischen Regierung, durch die Aerzte veran­laßt! Kurtaxe kostet für die erste Person einer Familie 300 Mark, für die zweite Person 200 Mark. Wer längere Zeit, also vielleicht vier Wochen, im ersten Hotel wohnt, muß sogar 600 Mark bezahlen. Man versucht'» eben! Die Kurtaxe übertrifft die aller eleganten Bäder bet Ost- nnd Nordsee. Was bietet nun Elster da­für? Herrliche Natur, gewiß! Aber sonst? Eine Kurkapelle, die sich sogar an Mozart, Hän­del und Beethovens Lconoren-Ouvertüre Nr. 3 heranwagt. Aber meine Herrschaften, es war kein Vergnügen für die Zuhörenden. Das Theater-Personal ist aus dem benachbarten Plauen, darüber wollen wir nicht reden. Die Verpflegung ist nach meinen eigene« Erftchruu»

MAwLen-DugSburger Abendzeitung schreibt, bet größte Betrieb von Garmisch-Partenkirchen, der 230 Betten besitzt, zwanzig bis fünfund­zwanzig Fremde. In beiden Orten zusam­men waren vierhundert Fremde abgo» stregen, gegenüber bet tausend Hotelan­gestellten! Große Häuser mit achtzig um# mehr Betten hatten keine zehn Fremden, ein­zelne Häuser haben nur vier gehabt. Im vori­gen Jahr waren um dieselbe Zett dreitausend Fremde in Garmisch-Partenkirchen, ohne daß in Oberammergau gespielt wurde! Dom 1. M-ü biS heute betrug die Zählung viertausend, im vorigen Jahr hat sie vom 1. Mai biS Mitte Juni, alfo im sechs Wochen, dreist igtansend be- Ä. Diese nackten Ziffern lassen erkennen, Katastrophe im baherischen Hochland und in München zu erwarten ist. Ein« Jnteres- sentenverfmmnlnng im Münchener Rathaus hat ausgesprochen, baß München seinen Ruf Iv i e- b erherzustellen- habe. Der unausbleib­liche Krach Sann zur RadkkaKur werden, und wenn die Frcmdeninbmftrie von ihren Preis­treibereien Abstand nimmt, so wird ihr das zum späteren Vorteil gereichen. Ein kleine- Beispiel: Ihr Erlangen kostet ein Pfund Kir- s ch e m drei Mark, daS in München nut 18 Mack bezahlt werden muß wegen der Saison l

hat. Unb dieS mitten in der Saison! Im Per« hältnis zu den durch kostspieliges Bauen und Borratkaufen gewaltig erhöhten Kapitalien, die oft Lechkapitalien zn hohen Zinsen sind, ist die treibhausartig emporgeMossene Fremdeniudui- ftrie erträgniAoS geblieben, unb der unaus­bleibliche Krach wird um Jo größer. Gar­misch-Partenkirchen, sonst Sommer und Winter daS Paradies von Spekulanten jegsicher Art, ist am härtesten getroffen, trotz der Nach- barschast von Oberammergau. Am bett.

Keine bedeutende JKarkdrsferung.

London, 22. Juni. (Eigene Drahtmeldung.)

FmunZ-Irodileme.

Vier Ausschüsse im Oarantietomitce.

(Privat-Telegramm.)

Berlin, 22. Juni.

Bei den Verhandlungen mit dem Garantie­komitee, die, wie festgelegt, gestern nachmittag be­gonnen haben, wurden zunächst vier Aus­schüsse gebildet und zwar: L Ausschuß für Einnahme unb Ausgaben, 2. Ausschuß für die Frage der Kapitalflucht, 3. Aus- schns: zur Bearbeitung des Planes der f ch w e- b enben Schulden, 4. Ausschuß für $ an« delöstatistik. Tie deutschen Vertreter wer­den den entsprechenden Kommissionen des Komi- tees die von ihnen ansznarbeiienden Vorschläge unterbreiten. Hieraus soll in besonderen Sitzun­gen bet Kommissionen Näheres erörtert werben.

Annahme im Relch-kablnett.

Berlin, 22. Juni. (Privattelegramm.) Das ReichSkabinett trat gestern nachmittag unter bem Vorsitz beS Reichskanzlers zu einer Sitzung zu- ammen. Die Vorlage beS Reichsfiuänzmini- ters über bk Erhöhung der Beamfengehäl ter, die auf die jetzigen Gehälter etwa zwanzig

einer zustimmenden Eicklänrng der Organisatio­nen zmnArbeitSzeitgesetz" von dem überhaupt nicht gesprochen wurde abhängig gemacht. Es handelt sich lediglich darum, eine Verständigung mit den Organisationen über eine volle Ausnützung des Achtstunden­tages zu eryekn. Der Grundsatz deS Acht­stundentages wird dadurch in feiner Weise be­rührt. Vorbehaltlich der Zustimmung des ReichS- rates und des Reichstages einigfe man sich ans eine Erhöhung des Teuernngszu- chlageS um vierzig vom Hundert, die einer Erhöhung der Gesamtbezüge um etwa zwanzig vom Hundert entspricht. Die Neuregelung tritt ab 1. Inni in Kraft. Bezüglich der Erhöhung der Arbeiferlähne werden die Verhandlungen mit den Organisattonen weiter geführt.

di« Besprechungen him dfedersl e i ch - . ! 8 eJ Mttgliedern des Komitees

aen "«uf die schlimmen Fol-

£ 2L.^?,tc3' die ein weiterer Mar kstnr.

Der Mt« Wille, eine Besserung Herbei,ufiihren, wird jedeSmal an der Quer- t"tberei FraufreichS zu Schanden

Frankreich atrf seiner Forderung der Reparationen besteht, muß ba3 beutfÄe Volk Weiter in Rot und Entsagung leben, muß weiter an feiner Gesundbeit Raub* bau treiben, nur, um den Sberspannten Wün­schen unserer ehemakigeu Gegner wenizsteaS zum Teck gerecht werden zn können. Wie stark nn?ere Wirtschaft durch den Unfriedensvertrag von Versailles zerstört wird, föfft dem Einzelnen nicht so sehr auf. Erst wer an Hand gründlichen Materials sich in bk ganzen Zusam­menhänge einen unrfaffenben EinbSck verschafft, u -rb erkennen, daß ein wirtschaftlicher Aufbau für unS nur möglich sein wirb, wenn wir un­sere Freihett wieder gewinnen. Wie weit wir «wer noch von der französischen Einsicht entfernt find, zeigt bas Echo, baS bk letzten von pazi» ststi scher Seife veranstalteten Kundgebungen in Berlin, bei denen auch französische Vertreter der

Agitation im roten Sachsen..

Die Störung des inneren Friedn«.

(Privat-Telegramm.)

Leipzig, 22. Juni.

Die Landesverbände der Unabhängigen So­zialdemokratischen Partei, der Sozialdemokrat-.- schen Partei, der Kommunistischen Partei und des Allgemeinen deutschen GewerkschaftS-Dimdes in Sachsen erlassen an alle republikanischen Arbeiter, Angestellte und Beamte einen Aufruf, in dem es unter anderem heißt:Eine neue reak- ttonäre imd nationgliftische Welle gebt durch Deutschland. Die Feinde der Republik! organi­sieren planmäßig einen entscheidenden Schlag gegen die bisherige Staatsform. Der Achtstun­dentag soll beseitigt, daS Koalitisnsrecht einge­engt, die Bahn für wuckfertschc Ausbentting der Massen soll freiaematfit werden. Um dieses Ziel zu erreichen, benützen die Rationalisten alle Mit- tcL Einheitlich und geW'-ffcn müssen die An­griffe der Reaktton abg»h-t werden. Seid aus der Knt, laßt euch nicht provozieren; wir werden euch, wenn es erforderlich wird, zum geschlossenen Abwehrkampfe aufrufen." (!)

auf etnSUtuber ctna«rld)tet ffe», müssen Uiber «uc» 61« bcutftOeu Besuche» hohe Preis, zahle», toebutd) bet Frembenverrehe «hon sehr eine«- schrankt worben ist. Stan schreibt darüber» Wie von verschfedenen Seifen gemeldet wird, machen sich jetzt in München und in Obet» bayern die Folgen der maßlosen Preistrei­bereien in der Fremdenindnstrie in uickiebsEer Weife bemerkbar: die Fremden bleiben ans, und die Unternehmungen, namentlich ireugegrümbete, stehen vor großen Schwierigkei­ten. Münchener Blätter die Staatszettung vor­an, sind jetzt endlich dazu übergegangen, offen von der drohenden Wirtschaft Skala.!

Berlin, 22. Juni.

Der bekannte amerikanische Zeitungsvertreter in Berlin, Karl von Wygand, berichtet dem Newyork American" anS Berlin, daß, wie in wohlinformierten alliierten Kreisen verlautet, die interalliierte Garantiekommission für die «Sank- rmrg der deutschen Reichsfinanzen radikale Aenderungen im deutschen Staats­haushalt für nöttg hält. Die bevorstehenden Besprechungen der Garantiekommission mit der deutschen Regierung werden sich um die Einzel- ßeiten deS zur Kontrolle der deutschen Finanzen zu schaffenden Apparates drehen. Maßgebende interalliierte Kreise sind der Ansicht, daß ein Teil der za^reichen staatlichen Unterstützungen, bk gegenwärtig für Opern, Theater und andere künstlerische und liberale Zwecke verwendet werden, mit der gegenwärtigen Wirt- schastSlage Deutschlands nicht vereinbar find. Weiter soll in diesen Meisen auch die An­sicht vorherrschen, der gegenwärtige Fehlbetrag der deutschen Reichseisenbahnverwaltung könnte «m neun Milliarden verringert werden, wenn ein Teil deS geplante« Ausbaues deS Eisenbahnnetzes, der als Überflüssig bezeichnet werde« könne, unter dem Zwange der Wirtschaftslage vom Programme gestrichen wer­de« würde. Der Rest deS Fehlbetrages kömtte durch eine innere Anleihe gedeckt werden, bei der jedoch d«S Prinzip der jederzeit einlösbaren Schatzscheine streng vermieden werden müsse, um einer weiteren Inflation vorznbengen.

Unter Aufsicht.

Das fremde Garantiekomit»« in Berlin.

Wie uns gestern ein Berliner Telegramm be­richtete, herrscht in Negierungs- und Finanz- kreisen ernste Besorgnis über die Entwick­lung der deutschen Valuta. Reichskanzler Wirth, der eine Besprechung mit bem Reichs- banlpräfldenten Hrwenstein hatte, hat bereits dem afilterten Garantiesornitoe gegenüber ange- teutet woßin die Zerstörung der deutschen Wirt­schaft führen muß. In diesen Tagen haben auch die Berpanblungen der Reichsregierung mit dem Garantiekomitee in Berlin begonnen. Die in Be­tracht kommenden fragen bewegen sich vorwie- fitnö nach drei Richtungen. Zunächst einmal über die liZmßnahmen, die zur Durchführung der geforderten Finanzkontrolle zweckmäßig er,cyemen. Das Garontte-Komitee beansprucht für sich das Recht, nicht nur die Einnahmen, sondern auch die Ausgaben der ReicySwirt- sckfaft zu überwachen. Aber auch habet allein soll cs nicht bleiben: cs sollen vielmehr bestimmte Zugeständnisse bezüglich der wirksamen Geltend- machui'.g der Ententewünsche gemacht werden. Hier liegt die Gefahr des Eingriffs in die

Hoheit außerordentlich nahe. In­folgedessen wird deutscherseits in erster Linie darauf Bed-rcht zu nehmen sein, daß die Son- veranttat des Neiches unter allen Umständen geivahrt bleibt. Weiter wird die deutsche Reichs- regierung darauf hinwirken müssen, daß durch die mit der Finanzkontrolle verbundenen Einwir- kunMN und direfte Eingriffe in den Organismus der Verwaltungen des Reiches keine Störungen auftreten, die den ganzen Geschäftsgang des so umfangreichen und implizierten Staats- unv BerwaltungsavparateS in Frage stellen. Die Maßnahmen der Finanzkontrolle dürfen auch nicht so weit gehen, baß durch mittelbare oder unmittelbare Behelligung der ohnehin schon un- gewohnlich belasteten Steuerbehörden auch btt Arbeiten ber Steuerverwaltung »um empfind- lichen Rachtml für die Reichs, unb BokkSiirfer. essen beeinträchtigt Werden.

a JÜCAcnHauptfrage Will das Garancke- Komrtee über die Mo ß nahmen zur Verb in- derung der Kapitalflucht aemeinfam mit der deutschen Reichsregierung "verbandeln Hier muß grundsätzlich gesagt Werben, baß eS bei die­sen Dingen nicht auf Deutschland allein an.

d«S Zusammenwirken aller beteiligten Staaten und vor allem eine infemattonat zugesicherte Rechtshilfe Voraus- JoIdRT Absichten sind. Wn nmß aber Weiter geltend machen, daß bei diesen Dingen, noch mehr Wie bei allen anderen, die SteuerdiSkretion gefährdet ist Vor allsmWirt» die Währung deS Stenergeh-mmif

In alliierten Finanzkreisen glaubt man, baff bk von her Garantiekommission für nötig gehaltene hÄta uVXr "f eVn bSenU°bhEen will Über bi steigerung ber Mark erzielen werde, demgegen- BrSsidentenwahl Über aber wahrfchrinlich zu einer Stabili-

empftndiich getroffen. Bei bem im Auslande SS» Kapitalien handelt es sich

Et sehr erhebliche Summen. Fürs erste scheint es uns notwendiger. Dorkekuunaen aeaen E reifere Kapitakflucht über das vorhandene Maß hinaus zu treffen. _ wenn hin das Re? so eng ae- ficnRnbffi*'6 "Mb dem raffinierte«

*LC5 ^5? "ehr bietet, dann wird man mit Rruhdruck und mtt Aussicht auf Erfolg hn ^u^ridsgurbaben gehen können. Eine toei- bre Garantte-Ko-mitee und die Relchsregierrmg behandeln, ist die der Sta- dürften sich wohl keim großen

^^^E?^.-eten,^da die ReichSreFerung

o e i üegomteit hat.

miGararttie-Ko- ^^^"^ddLngiA sh D e- aber auch Pflicht da», «omifee auf jeden Umstand