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Hessische Abendzeitung

Nummer 122

Fernsprecher 951 und 952

Sonnabend, 27. Mai 1922.

Fernsprecher 951 und 952

12. Jahrgang

Die Reichsregimmg in schwieriger Lage

jcuiuu ornoen ne an uns und drän- _______.. ______ . . _

ssn Ne,'m Deutschen Reiche ihre Heimat zu fin- HepMkS UUS VUNlS ZUtÜck. ^c,r./ln,c^tu 6 siedanke, der schon früher der- Dis et Ren CBcibrerfmn^»

schiedenttich aufkauchte, ist nach dem Zusammen-' D»° ettten Despeechnnge«.

Lruch aufgekermt und mit elementarer Kraft oe- (Eigene Drahtmeldung.)

wachsen Aber die alliierten .großen Vier', die Berlin, 26. Mai.

Berlin, 26. Mai.

Die Krise ist beseitigt.

Ausgaben für Genua.

über die Reparationen noch weiter verhan, dclt werden soll. Mit Spannung steht man der heutigen Sitzung des Ausschusses für Auswär, tiges entgegen. Die Mitglieder des Ausschuffes haben bereits gestern, Himmelfahrt-Abend, pri­vate Besprechungen im ReichstagsgeLstude ge­habt. Die Auffassung der Herren Wirth und Ra- thenau, Genua sei für Deutschland ein erheblicher Erfolg, wird voraussichtlich zu sehr scharse« Meinungsverschiedenheiten im Aus­schuß heute und morgen führen. Van politischem Jntekeffe ist, daß die Kommunisten zum ersten- male bedingungslos der Auffaffimg des Reichs­kanzlers, ebenso auch dem deutsch-russischen Ver­trag ihre Zustimmung geben werden.

Neber die Ankunft des Reichsfistanzministers Dr. Hermes und die gestrigen Reparationsbr- sprechuugen erfährt das Berliner Timeblatt: Dr. Hermes traf gestern nachmittag in Berlin ein. Am Bahnhof war außer einigen Herren des Reichsfinanzministeriums auch der Vorsitzende der Zentrnmsfrattion des Reistages, der Ab­geordnete Marx Dr. HermeS begab sich sogleich znm Reichspräsidenten. Auf der Fahrt dorthin erSrterte er eingehend mit dem Abgeordneten Marx die polittsche Lage. Infolge der noch nicht abgeschlossenen Beratungen des Kabinetts wird auch in der heutige« Sitzung drS Auswärtigen Ausschusses, die um 10 Ilhr beginnt, voraussicht­lich «och nicht über die Reparationsverhandlun-

der ftanzöstsiben Sanktionen kein Wort versi-- re«. Er behäft sich vor. zu einem L »"punkte dara^ znrückzulommen. - Northrlift-BlattEvening News" zufolge soll angeblich eine neue Zusammenkunft zwischen Lloyd G e o r g e und P o i n e - r e Anfang Juni m Calais oder Boulogne stattfindrn. Bei dieser Zusammenkunft sollen alle in Genua offen ge­bliebenen Fragen und der gegenwärtige Stand der Entente besprochen werden.

Reue Tinanzvorschlüge

Dio Satautle-Bodiugungei».

(Privat-Telegramm.)

Berlin, 26. Mai. (Privattelegramm.) Der Vorwärts" betont, daß über den Verlauf der Kabinettssitzung vollkommenes Sttllschweigen ge­wahrt wird Mrtb fährt fort, es könne jedoch soviel gesagt werden, daß man ans dem Wege ist, die Mißverständnisse, über die gestern in Berlin viel gesprochen wurde, zu beseitigen. Schon der Umstand, daß in den Dispositionen des Reichstages Line Aenderung eintrat, die Re­gierung also fjcute vormittag geschloffen vor den Auswärttgen Ausschuß treten will, zeigt deutlich, daß eine akute ftrife nicht vorhanden ist.

Gleiches Schicksal.

Deutschland und Oesterreich.

Genua und Paris.

Beratungen über die außenpolitische Lage.

(Privat-Telegramm.)

Berlin, 26. Mai.

In der gestrigen Rachmittagsfitzung deS Reichskabinetts sind die Beratungen über Ge­nua vorläufig zum Abschluß gelangt, während

Keine offene Spaltung. Das Kabinett mit Hermes einverstanden? (Privat-Telegramm.)

England und Frankreich.

Erörterung der unerledigten Fragen.

(Eigene Drahtmeldung.)

London, 26. Mai.

Berlin, 26. Mai.

Aus Kreisen, die der Reparationskommiffion nahestrhen, wird mitgeteilt, daß der Plan, den der Finanzminister Dr. Hermes der Repara- tionsksinmiffion in Paris vorgelegt hat, von dieser ab gelehnt worden ist, aber nicht des- lwlb, weil er für die Reparationskommiffion unannehmbar war, sondern weil diese die lieber» zeugung hat, daß Deutschland diesen Plan nicht

Berlin, 26. Mai.

Der gestrigen Abendsttzung des Reichsknbi- netts, in der Dr. Hermes Bericht über seine Pa­riser Reise erstattete, werden heute weitere Be- sprechungen im Kabinett folgen. Vielleicht wird Dr. Hermes in der heutioen Sitzung des Aus­wärtigen Ausschusses, im Anschluß an die zu er- iuflrtenbe Kanzlerrede, über seine Pariser Reise sprechen. In der gestrigen Abendfitznng deS Ka­binetts ist ein sachlicher Zwiespalt Mischen Tr. Hermes und dem Reischkanzlcr nicht zur Auswirkung gelangt. Wenigstens wird von einer Dr. Hermes nahestehende« Sette versichert, daß sich das Reichskabinett mit der Hal­tung des Kinanzministers in Paris im allgemei­nen einverstanden erklärt habe. Darüber, daß eine militärische Aftion von feiten einer Ser- tragsmacht am 31. Mai nicht unternommen werde, ist bisher von der Reparattonskommission noch keine Erklärnng abgegeben worden. (Siche die Meldungen auf der zweiten Seite.)

Ist es nicht wie eine Aufforderung an die R--'eruna. das Archiv zu öffnen, das die wich- ^cmt Kriegsausbruch enthält, ote __ eutfcblanb^ L>chuldlosigkeit be» Mag man nun DeuZHland völlige SÄÄ Ober teilweise Mitschuld zu­sprechen, es ist genügend amtliches Material vorhanden das unumstößlich darlegt, daß die Malige deutsche Remerung mit allen Kräften »e.n Weltkrieg zu verhindern, jeden- J? ^'^luselnandersetrunae-t auf Oesterreich mtt> Serbien zu begrenzen. Die Eraebnlsse des

Z^er Fechei^tch^rozeffes. die Enthülluna der Eisrwrschen Fälschungen bieten g-nüaend AnLch, sofort btc juristische Verteidigung Deutsch- lmrds zu beginnen. Es ist blutiger Hohn daß ^Frundste-n des Versailler Vertrages eine LEung ist, und noch verächtlicher wird das Machwerk der Alliierten dadurch, daß di- Neber- wachungskommission in der Nachkriegszeit die Geißel über dem deutschen Volke schwingt, weil ne ihre Anlagen auf aefSTfcfte Berichte aufbmtt unwiderlegliche Beweise für bte ® tb n I b der Gegner. Man brcmcht nur an bte rttffitoen Veröffentlichungen der Briefe Vomcvr^z von 191« zu erinnern, um zum min- Wten Frmch-mchs schwere Kriegsschuld zu erken­nen Cefhref das Krieosbokikwenten-Ar-biv' B«- werst nufere Schuldlosigkeit und die Schuld der Gegner, dann ich die Grundlage des Versailler Schmachfriedens erschüttert und die Revision un- toofl.

3u-k-rknappheit unb die daraus ent» stehende Preissteigernug hat fctjon in die- *5? Sau4öaltunflen Serge herdorgerufen. wre nachstehend auegestihrt wird, amtlich genehmigt worden, datz wieder Anst-rndszuSer «inqesührt werden darf

oen Vertrag von St. Germain und den von t JLr.. *121 in teuflischer Bosheit verfaßt ^*n- ^wrnt sie sich als die Herren über Oefter- reich und Deutschland eingesetzt haben, legten in diesen Verträgen das Anschlußverbot fest. Wie sie m den abgetrennten deutschen Greuz- gebieten deutsche Volksteile vom Vaterlande IoS- gerissen haben un^ Deutschlands Bevölkerungs- znylzu schmälern, so waren sie darauf bedacht, die Deutschofterreicher an der Vereinigung mit ^ verhindern. Sie scheuen j.ch nicht, ihre eigene These vom Selbstbestim- der Volker und vom Schutz der Min-

D-L tS 6»»

Es ist anscheinend nur ein gesellschaftliches Ereignis daß jetzt in Berlin der Wiener Män- uergesangverein einige Konzerte gibt und sich von städtischen und staatlichen Persönlichkeiten hat begrüßen lassen. Nebenbei hat der Besuch dieser Wiener aber eine tiefe Bedeutung. Der Zweck des Besuches gibt ihm einen politi­schen Charakter, der in den verschiedenen Rccen deutlich zum Ausdruck gekommen ist. Es iist eine Bekundung des Gefühls der Zusammen- §e7.-ir 1 skeit der Denttchösterrcicher mit dem deutschen Volke. Nach der Zerstückelung der alten Donau-Monarchie stehen die Oesterreicher deut- scher Zunge allein und verlassen. Gemeinsame Sprache und Kultur binden sie an uns und drän-

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werde durchführen können. DaS englische Mit glied der Reparationskommiffion, Sir John Bradbury, hat daraufhin einen Plan ausge­arbeitet. der in seinen Grnndlinien etwa folgen­de Bedingungen enthält: 1. Garantie, leistung der Industrie für dir Auflegung der internationalen Anleihe; 2. Baranzie- rung des deuffchen Reichsbudgets in den ordentliche« Ausgaben; z. sofortige Vermin- derung der Notenausgabe bis zmu Stillstand der Notenpresse im Zeitraum van zwei Jahren; 4 Kontrollmögkichkeiten für die Reparationskommiffion bezüglich der Durchführung dieser Bedingungen. Vorstehender Plan ist durch die Vermittlung des Ministers Hermes der deutschen Regierung zur prinzipiellen Entscheidung alsbald vorgelegt worden.

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*** e«°8en Mark monam» emschlietzu» SujleOunq. Befteaunern roetber jeder, m »er der »esESNelle Ober den tioten eatgege^mommen. Irudreei Me Keb X e,t>at^6" e*lo*tboffira6e 28/30. Kür unverlangt etngetanbt« 8ettrcee kann otr ««»2dr In keinem RaUe ttbemeömen. «udWi2ng bS Waogelbe« ober «nlsrüche gegen etwaiger nicht ordaungSmätztger gletenmg au»ge,d)lonX

Rechtfertigung des Aufwandes der Delegierte«.

Don zuständiger Seite wird geschrieben- Einige Zeitungen bringen Zahlen Wer den an- aeblichen Aufwand der deutschen Deleaation in Genua, die nicht unwidersprochen bleiben dür­fen. ES werden Ziffern und Behauptiingen auf- bestellt, die den Tatsachen in feiner Weise ent­sprechen; so wird zum Beisviel gesagt daß die deutsche Regierung es abqelebnt habe sich der Vermittlung der Botschaft in Rom bei der Un­terbringung der Tel>oation zu bedienen. Dem­gegenüber ist festzustellen, daß die Ve r t e i I u n g der Delegatwnen auf die zur Verfügung stchen- den Hotels in Genua unb Umgebung durch das Generalsekretariat der Konferenz erfolgt ist Die deutsche Botschaft in Rom .

J Konsulat in Genua haben selbstver­ständlich bei der Unterbringung unserer Dele­gation mit den italienischen Stellen zusammen- gewirkt. Die Pensionspreise sind itafienjscherseits amtlich einheitlich festgesetzt worden. Die in

Zunahme des ZuckerverbrmtchS.

die hauptsächlich auf die hohen Fett- und Butz tewreise und die Zunahme des Konsums an Schokolade, Konfest, süßen Likörs ufw. In allen Schrchten der Bevölkerung zurückzuführen ist Hierdurch ist der Zucker b e d a r f in Deutschland gegenüber der Vorkriegszeit ganz gewalttg ge- stiegen, sodaß er bald daS Doppelte des Ver­brauchs von damals erreicht hat. Es steht fest, daß die Erzeugung des Zuckers mit allen Mitteln gefördert werden muß, wenn es mich nur annähernd gelingen soll, den Bedarf an 3«<f<r im nächsten Jahre zu befriedige« Die Zuckerru bena«baufläche hat sich von 1921 "M fünfundzwanzig Prozent er­höht. aüt 1922 wird abermals ein Mehr, und Zwar von mindestens fünf Prozent angenom- nen. Einer stärkeren Vermehrung deS Anbaues '^Hen eine Reihe von Hindernissen entgegen. ZunaM spiest

^^^r die Macht der natürlichen Bindung küßt siw nicht durch papierne Paragraphen trennen. Wut, Herz und Geist sind ein geheimer Zauber, VolkSsia-mime zusammenhält. und es g'bk em Nationalgefühl, das trotz aller Svstt- 6C!L<.3atr r,®^*6ime drängt Dieses Gefühl wird noch gestarst, wenn seine Wurzeln im oe- deid ruhen. Das gleiche Schickiäl Oesterreich durch den^Ge- Wfe Zukunft knechtet, weist uns ,1«!» «r - geme,n s a m cStreben nach Recht Befreiung hin. Als der deutsche Reichs- ^-de^rerunghin. Ms per deutsche Reichs- tegsgebaude zu Berlin begrüßte, gab er diestm Streben mit den Worten Ausdrücke .Rcden wtt d-esem Recht bis zu jenem Tage, -ich .?£8: wöge er bald koni- ^5- Des Reichsiagspräsident Loebe, der zn- m n'rOesterreichifch-Deuttchen Volksbundes ist. erklärte ofiei: .Wir erstreben ei Oesterreichs unb Deutschlands ttotz aller Hmderniffe, die heute noch bestehen'"

Innenminister % ' bas äußere Hindernis hinwies,

vm? un? ^s.^arMn, das auf der einen Seite auf der. anderen seile von Wilson, vlrwo George, Clemeuceau und Orlando unter- Rieben ift. stand Bat und fest das RE bre wissen, was später ans diesem, Programm geworden ist. Zweidrittel aller finanziellen Revarattonsansprüche der Entente beruhen auf einem Bruch dieses Programms." tsi Gis Kosters Rede ein Satz hervorzu-

l eben, den die Regierung selbst ernMich beachten Mab'sich letzten Endes darum, ; irnhJrGriM.»1" ökonomisch««, temioricleu , trinfien*hfd,n 2käte»unücn der Völker zu !

Kasseler Neueste Nachrichten

______ Kasseler Abendzeitung ES Hessische Abendzeitüna

beit gebahnt! Selbst Llovd George hat vor Mo- naten erklärt: .Mit der Feststellung der Schuld am Welttriege steht und fällt auch der Versail­ler Vertrag." Die Paragraphen des Vertrages werden hinföllig! Nur so können wir dem Selbsi- besümmungsrecht zur Geltung verhelfen, unge­rechte Lasten abwerfen und an unserem Wieder­aufbau arbeiten! k. F Dr

Mr Öen Zusammenschluß.

Berlin, 26. Mai. (Privattelegramm.) Ein Konzert im Lustgarten bildete gestern die Ab- schicdsveranstaltting zu Ehren der Wiener Sän­ger. In den verschiedenen Ansprachen wurde der Zusammenschluß Oesterreichs und Deutschlands befürwortet.

Zu den in letzter Zeit in der Tagespreise wie­derholt vorgebrachten Klagen wegen der Zucker- kttht uns aus dem preußischen Land- wirtschastsministerium folgende Klärstellung des Sachverhalts zu: Vor einigen Tagen habe» so- wohl im Reichsernährungsministerium wie im preußischen Landwirtschaftsministerium Bespre- chungen über die schwebenden Zuckerfragen ftatt- gefunden, an denen Vertreter aller in Frage »nvmenden Refforts teilgenomme« haben. Zu der Besprechung, die im preußischen Landwirt- fchattsministerium stattfand, waren auch die Vertteter der Landwirtschaft und Industrie zu- gezogen. Es ist hiernach festzirstellen, daß irgend- eine Zurückhaltung von Zucker seitens bet Zuckerwirtschastsstelle nicht stattgefunden hat. Auch sonst liegen keine Anzeichen dafür tot' daß im Großhandel oder in Fabriken Zurückhai« trugen in größerem Umfange stattfanden. Gegen' die Annahme, daß größere Mengen durch daS sogenannte Loch im Westen gehen, spricht der rmstand, daß hn besetzten Gebiete des Westens Mr Zucket Preise bezahlt werden, die höhet fmt> Es die des benachbarten Auslandes. Dabei stund in diesem Iahte annähernd dieselbe Men­ge an Zucker wie im Iahte des höchsten Frie. densvetbrauches, nämlich 18,7 Kilogramm statt 19,2 Kilogramm auf den Kevf der Vevölkenma zur Verfügung. Wenn trotzdem eine erhebliche Zuckerknappheit zu verzeichne« ist so liegt dies an der allgemeinen

gen in Paris, sondern nur über bi« Konferenz von Genu« gesprochen werde«.

Beichte Im Auswärtigen Ausschuß.

Berlin. 26. Mai. (Privattelegramm.) Die Boffische Zettung" berichtet: Eine Entscheidung des Kabinetts wird erst herbeigeführt werden nach der hcuttgen Sitzung des AuSwärti- gen Ausschusses, in der der Reichskanzler über die Genueser Konferenz und Dr. Hermes über feine Pariser Verhandlungen berichten wer­den. Rach der Sitzung deS Auswärttgen Aus­schuffes unp vor der Fortsetzung der Kabi­netts - Beratung am Nachmittag wird der Reichskanzler noch die Führer der K o a l k - tio ns Parteien zu sich berufen, um sie zu unterrichten und ihre Auffassung «i hären.

die Kunftdüngerfrage

rtzre Rolle. Im verflossenen Jahre ist es nicht allen Rubenanbauern gelungen, bie etforderfi- cfien Mengen von Supetphosphat und Stickstofl- dünaer zu beschaffen, doch erhofft man hier für tue Zukunft eine Besserung. Ferner sprechen mit ber Mangel an Verkehrsmittel, an Kohlen für b'e Dampfpflüae u. a. m. Aus den Ktsisen der Landwirte wird auf das Risiko des Rübenan- b«us mfolge des Mangels an geübten Arbeitskrgften hingewiesen. Demgegen­über ist zu betonen, daß für den Hackfruchtbau eine erbebfichx Anzahl von ausländischen Ar­beitskräften auch setzt zur Verfügung steht, und daß im übrigen die Zufllhrung geeigneter ein­heimischer Arbeitskräfte in die Landwirtschaft und der damit verknüpfte Bau von 8 an d ar­beit e r w o h n u n g e n mit allen zu Gebote sie- venden Mittel« gefördert wird. Nach alle­dem kann die augenblickliche Zuckerknappheit nur birrch Einfuhr aus dem Ausland« behoben werden. Das Reichsernährungsministerium hat inzwischen diese Einfuhk genehmigt.

Straßenkämpfe in Rom.

Kommunisten gegen die Nationalisten.

(Eigene Drahtmeldung.)

Rom. 26. Mai.

In Rom sand am Mittwoch abend die Bei- setznng der Ueberreste des Stzttionalhelden Toti statt, der als Krüppel den airgreifenden Lester- reichern seine Krücken ins Gesicht warf. Als der Fkstzug, an dem die Sitzen der Gemeinden und der Garnisonen und alle patriotischen Vereine teilnahmen, an dem Volksguartier San Lorenzo vorüberkam, wurde mrf Faszinisten ge- chossen. Es entstanden Straßenkämvfe Dic Sc d m m u n i ft c.n feuerte« aus den Häusern, die wnn von der Gendarmerie und dem MilitLr ge­säubert wurden. Nur ein Toter und fünftig Ver­wundete waren die Opstr der Schießerei. Die Kommunisten wurden festgenommen. In Rom wurde nun der Generalstreik erfiärl

it.* Dem Die Zuckerknappheit Ursache und Abhilfe-Mögltchkeit.

Lloyd Georr hat im Unterhause erklärt, er