Kasseler Neueste Nachrich
Kasseler Abendzeitung
Hessische Abendzeitung
12. Jahrgang
Sonnabend, 13. Mar 1922.
Nummer 111
Fernsprecher 951 und 952
Fernsprecher 951 und 952
Die Wirkung der russischen Antwort
Lloyd George beschwichtigt.
Die russische Antwort.
Endlich überreicht und angenommen. (Eigener Drahtbertcht.
Cif «an«in »itueften *iat6rtci)tei> erto einen tnodjentltcb is<tSntai und twar abenS» Der abeimement«ptete betragt monatlt* 23.- Mark bei freiet rfuftedune ms Haus Lus- nett« »urch bi« Ten bezogen 22.- Ma« monatlich etnfdjlteStt* Zustellung. Bestellung»« .oerber ederzrtt oor «er äef<tiäft«fieae ebn oen Boten entgeaengenoatmen. Truckerei. «erlat ml 'tebattton Lchlachtbofstratz« 28/30. Rin «verlangt etngelanbte Beitrage tann ete «ebattte» »nu Berumwortung ober «eroabt in tetnem Ralle übernehmen >lluckzahlung de« BeeuaSaetbe» ob« Lnlprüche wegen etwaiger nicht ordnungsmäßiger Bteterung ausgeschlossen.
Berlin, 12. Mak.
Bei bei Lesung des Haushaltsplanes bei Reichs-Verlehrsmiuistertums wurde gestern im
Delegation ist man von der Antwort nicht gerade sehr entzückt, aber man fleht doch ein Zeichen für den g u t e n W i l l e n der Ruffen, die Konferenz nicht zum Scheitern zu bringen. Von lompetenter Seite wurde erklärt, daff einige Punkte in dem Memorandum als Bcrhand- lungsbasts angenommen werden könnten. In französischen Kreisen ist man dagegen empört und sieht in der ganzen Antwort nur eine gegen Frankreich und Belgien gerichtete Spitze. Bon einem Sekretär Lloyd Georges wurde mitgeteilt, Lloyd George habe in der Antwort einen sehr wichtigen Punkt entdeckt, der sogar befriedige, nämlich den, daß Rußland den Frieden wünsche.
jjit russische 31utfü!iUüt .
Genua, 12. Mai. (Eigene Drähtmeldung.) Rakowski hat gestern abend den Journali. sten über die russische Antwort Erklärungen abgegeben, in denen es heißt: Da gewisse Delegationen auf dem Standpunkte stehen, die Doktrin des individualistischen Kapitalismus triumphieren zu lassen, sei es ein Kamps um Grundsätze, der ausgetragen werden müsse. Bis jetzt sei es in der Weltgeschichte noch nie vorgekommen, daß Revolutionsregirrungen oder neue Staaten die Schulden ihrer Vorgänger anerkannt hätten. Es sei daher eine Ungerechtigkeit, den Russen dieses znzumuten.
Doktor Anspach.
Ein verhafteter Hochverräter.
®er Verlinke ÄrirainalttotijCi gelang cs einen gewiffezt Doktor Anspach zu verhafte«, »er sich Oe# Hochverrats inso er« schuldig machte, al» er der Entente gefii. schto Dokumente zur Der» fiigung stellte, durch die Deutschland schwer geschädigt wurde. Ans der Reikhshatlptstadt liegen zu dieser arotzcs Aufsehen erregenden Sache die nachstehenden Mitteilungen vor»
gnfettlonSprette a) Einheimische Auftrage: Die etnfpalttge Anzeigenzeile 5.1. 3.—, die einspaltige Re.'lamezeile M. d» Auswärtige Auftrage: Die einsvaltige Anzeigenzeile M. 3.—, die einspaltige Aeklamereile M. 8—, aller einschließlich DeuerungSzuschlag und Anzeigensteuer. 'tür Anzeigen mit besonder» schwierigem Sas hundert Brazen! Ausschlag. Für die Richtigkei! aller durch ernsprecher aufgegebenen Anzeigen, sowie für Aufnahme, baten und Plage tann eine SewShr nicht übernommen werden.. - Druckerei: Schlacht, hosfirabe 28/30. «eschafiSstelle: xüinische Straße ö, Telephon Nummer »öl uns »52
Mit krampfhafter Geschäftigkeit, die trotz aller I*
Saf*1Etwas Genua, 12. Mai. (Eigene Drähtmeldung.) ? Gegensatz zu Barthou, der den endgültig m
V" druck mit den Russen fordert, erklärte Lloyd Gc-
/ov es der italienisch orge daß der letzte Püntt der russischen Antwort, .nrnsthe Vertrag sein, dellen Widerhall in Lon-im dem die Uebcrgabe der russischen Frage an dou die Italiener notwendia iw den Kopf stoßen einen Sachverständigen - AuSschuff vor-
Französische Gorgen.
Angst vor der Isolierung.
Auch der größte Skeptiker, der aus seinem Pessimismus Mr Deutschlands Zukunft heraus die Stellung unserer Gegner als hochgradig fest anzusehen gewöhnt ist, kann heute nicht mehr daran -Weiseln, daß die englisch-französische Allianz erschüttert und ihr Bestand möglicherweise nur noch eine Frage von Tagen oder Wochen ist. Seit einigen Tagen macht auch
muß, bald wieder einmal die englische Petro- leumpolitik. Angeblich kocht die italienische Volksseele bereits vor Erbitterung, weil Italien durch Englands rücksichtsloses Vorgehen von den wichtigsten Rohstoffquellen der Welt abgesperrt werde. Allerdings kommt, das muß zu gebührender Einschätzung hinzugefügt werden, diese kochende italienische Volksseele nur in einigen wenigen Organen der dortigen öffentlichen Meinung zum Ausdruck deren intime Beziehung zur französischen Botschaft am Quirinal nur zu gut bekannt sind. Auch dieser letzte Versuch der Franzosen also, heute schon Ersatz für das treulose England zu finden, dürfte vergeblich bleiben. Nach den gestrigen Telegrammen hatte es den Anschein, als ob wieder eine französischenglische Annäherung stattfände, da Frank-
Llm die Mbersuimachung.
Die Wirkung der deutschen Rote.
(Eigener Drahtbericht.
Paris, 12. Mai.
„Havas" zufolge tritt die Reparationskommis- sion unter Vorsitz Poinrares bereits am Sonnabend zur Beratung der deutschen Antwortnote zusammen. Er weist aber darauf hin, daß die deutsckie Antwort die Bedingungen der Rote vom 13. April nicht erfüllt und daß Deutschland, falls die Reparationskommishon auf o ihrer Rote bestehen bleibt, eine Entschuldigung für die Verzögerung der Antwort über vier Wochen nicht beibringen könne. Journal des Debats", daZ Blatt des KriegSministers, schreibt, die deutsche Antwort berühre die ganze Sachlage und scheine die Befürchtung, daß es am 31. Mai zu militärischen Sanktionen Frank- J reichs kommen werde, als geringer anzusehen. • Diesen Optimismus der Deutschen könne, Frankreich weder begreifen, noch gutheißeu. (!) !
geschlagen wird, angenommen werden kann. Vor! der Beendigung der Konferenz soll noch die Frage dcI Garantie-Paktes erledigt werden. Die Franzosen dürsten in dieser Frage, nach Mitteilungen von unterrichteter Seite, zusriedenge- stellt sein, wenn Lloyd George auf die Einberufung der Signatarmächte nach Genua verzichte.
' ter sehr verwegen, aber manchmal auch wieder - außerordentlich vorsichtig. Er ist aber trotzdem i nicht vorsichtig genug gewesen, er hat sich nämlich ! verschiedenen Leuten gegenüber mit seiner 5er» , tigkeit gebrüstet, daß er der .geschickteste Fälscher ( des Iahrunderts", und durch seine Fälschungen der eiaenttidje »Leiter der Außenpolitik des ‘ Deutschen Reiches" fei. Daß er der geschickteste ' und auch gemeingefährlichste Fälscher der Jetzt- ■ zeit.ist, kann allerdings nicht bestritten werden. - Er hat es durch seine Drachen schäften fertig ge» : bracht, daß die Entente an das Deutsche Reich . fortgesetzt neue Noten und Forderungen richtete. , Der französische Kriegsminister Leförre, der in ' der deutschen Schutzpolizei eine verkappte militärische Organisation sehen wollte, hat seine Angaben auf Grund des Anspachschen Materials, gemacht. Das authentische Material, die amtlichen Geheimberichte, die den vielen Noten und Forderungen der Entente immer als Unterlage dienten, waren nichts anderes als ungemeiL geschickte Fälfchnngen .Dokto-r" Anspachs.
Der Verhaftete behauptet, er habe nur eine» Teil der Dokumente gefälscht, andere seien von seinen Helfern gefälscht worden. Es bar sich bereits eine Stenotypistin gemeldet, bte die gefälschten Protokolle und Schriftstücke nach bet» Diktat des Verhafteten auf befsen Dorbrucken in gutem Glauben mit ber Maschine geschrieben hat. Bei einer Stenoty-pMn Haie sich ber Fälscher als „Assessor" eingeführt, ebenso wie bei einem Buchdrucker, der ihm auch ohne Arg und Mißtrauen gutgläubig die Vordrucke lieferte. An der Regel spielte der Fälscher den Assessor vom Auswärtigen Amt, er wechselte aber auch mit den Amtsstellen, je nach der Art des Materials, das er gerade bearbeitete. Wer ihm die unzähligen Stempel aller Art angefertigt hat, ist noch nicht bekannt. Er selbst verweigert darüber jede Auskunft. Diese Stempel, unter denen sich zum Beispiel solche von sämtlichen deutschen Reichs- nnd Staatsbehörden befanden, stellen eine einzigartige Stempelfammlung bat. Anspach hat Listen von überzähligen Beamte« ausgestellt und nickst weniger als vierundsechzig- toufertb Mann mit Namen und. Standort ausgezählt ttnb noch vierzigtausend Mann aus freist Erfindung hinzugelogen. Diese Namen hat er in Berliner und anderen großstädtischen Abreß- büchein gefunben Nebenher hat er bann noch geheime Warenlager nnb das militärische Reglement ber Polizei ausführlich geschildert. Auf einen gestohlenen Briefbogen einer Berliner Studentenverbindung hat Anfvrach einen Befehl geschrieben, nach dem bte deutschen Studenten auf dem Tempelhofer Feld« unter Leitung von Offizieren ber Schutzpolizei unb mit Waffen biefer Organisation ihre Hebungen zur Aus-
Der Berliner Kriminalpolizei ist es gelungen burch bie Verhaftung des politischen Betrügers „Doktor" Anspach bie Quelle, aus ber bte Entente ihr „sicheren Informationen" für fortgesetzte Noten unb endlose Forderungen schöpfte, zu entdecken. Der Betrüger, der seine politischen Fälschungen schon seit Met Fahren betrieb, war bei seiner Tätigkeit mMn-
VerMedenartigeMrkung.
Barthou ist empört, Lloyd George befriedigt.
(Eigene Drahtmeldung.)
Genua, 12. Mai.
Gestern nachmittag wurde die russische Antwort veröffentlicht. In der italienischen
Prüfung und Beratung.
Paris, 12. Mai. (Eigene Drähtmeldung.: PoincarS hat an Bartho« telegraphiert, daß bie französische Regierung heute vormittag in einem Ministerrat bie russische Antwort prüfen werde. Sobald die Delegationen mit ber Prüfung der Antwortnote fertig sein werben, wollen be Facta, Schanzer, Lloyd George unb Barthou beraten, unb wenn diese Besprechungen abgeschlossen sind, auch bie Vertreter der anderen Signatarmächte des Memorandums zu den Verhandlungen zuziehcn. Rach einiger Zeit wird bie politische Kommission zur Beratung ber Antwort zusammcngcrufen werde». Es ist wahrscheinlich, daß dazu auch bie Rusten ein geladen werben.
bie Presse ber nächstbetetligten Länder sich über diese Dinge nichts mehr vor: im Gegenteil wird die französische Oesfcntlichkeit bereits klar erkenntlich vor dem Bestreben beherrscht, vorzubeugen, b. h. bie Stellung Englanbs in.. --------„ —
ber Welt nach Möglichkeit zu untergraben.Ireich boch Drehtet, bei wirklicher Isolierung boch Dieses Bestreben muß naturgemäß batauf ab-1 verloren zu fein. Vielleicht siebt bamit bie Mel- zielen, Englanbs bisher unverkennbar günstige Ibung im Zusammenhang, baß man in Paris diplomatische Lage in ihr Gegenteil zu verleb- fttzt geneigt sei, auch die WiberstLnbe auf ber ren, b. h. jegliche Empfindlichkeiten und Strö-s Konferenz in Genua nickt auf die Spitze zu frei« mungen irgendwo in ber Welt, bie sich burch ben. Ob für uns Deutsche bei allebem vorerst eine Handlung Englands verletzt suhlen könnten, etwas Gutes herauskommen wird, kann bahin- aufzuspüren, sie an bie Oefsentlichkeit zu zerren I gestellt bleiben. »W.»
unb ihnen womöglich noch neue Nahrung zuzu- führen. Seit Monaten bereits, also schon zu einer Zeit, da der französisch-englisthe Konflikt noch ziemlich latent war, konnte man bie in biefer Richtung arbeitenbe Taktik ber Franzosen in ihrem Verhalten gegenüber Belgien erkennen.
Seit Monaten kann ber interessierte Beobachter I Genua, 12. Mai.
einen heißen Kampf um bte Seele Belgiens I Die gestern vormittag endgültig übergrbcn- wahrnSmen einen Kampf, ber von französischer Antwort der russischen Abordnung ist von den Sette haupffiichUch mit Gefuhksmomenten, von alliierten Abordnungen angenommen worden, englffcher mehr durth Hinweise aus nüchtern- Sie sagt in sehr selbstbewußtem Tone, daß die kattftncmnische Zweckmäßigkeiten geführt wird, alliierten Mächte nicht als Sieger zu den Leicht ist den Franzosen dieses Ringen um die Muffen sprechen dürfen. Die Tendenz der Mächte Belgier nicht gewesen, seit Kriegsende hat trtgefje dahin, dem kapitalistischen Individualismus Belgien vielmehr eine Richtung an Einflußge- gegenüber dem sowjetistifchen Kollektivismus
^E bte bluffte Nachäfferei französischer z„m Siege zu verhelfen, was dem Geiste und Gepflogenheiten in der internationalen Pouttk bltn Buchstaben der Beschlüsse von Cannes tob ebemo sehr bekämpfte, wte ste umgelehrtsogai verspreche Es fei auch irrig, anzunehmen, daß tmtner häufiger aller Oefsentlichkeit festzustel- Rußland ber Hilfe anderer Mächte mehr bc-
Eirtegenhett hatte, daß b,e französischen und dürfe, als Europa Rußland nötig habe. Wenn belgischen Antereffen keineswegs konform laufet'., die Lösung des russischen Problems nicht sort-
Fur ein Land das tote Belgien auf eine schreite, so seien die Mächte schuld, die kein Opfer möglichste Steigerung ferner industriellen Aus [btingen wollten. Rußland wünsche zu
1 c • '!•’ ntyL ^ie franzoiffche Hoch- einer Einigung mit den anderen Staaten zu fchutzpotmk^ em ärgerliches Hommms seiner kommen, daher sei es bereit, Konzessionen wirtschaftlichen und fmasztellen Entwicklung z« machen aber unter der Bedingung, daß die Sff ”■^telrrn-$<>= anderen auch Konzessionen machen. Um fWn Diplomaten und Publizisten in Belgien rin gründliches Studium der finanziellen Fraaen zu ihrem größten Mißvergnügen zu der Fest-Iz» ermöstkichen, könne ein stellung gezwungen, daß auch das amtliche Del- „„.mM.#,., k
fiten, unter dem Druck der Wirt,'chastskreise, nicht . acmtschbr SachverstandtgemAussquff ganz so wollte und tat, wie Paris. Erst jetzt, -mgesetzt werben. Die ruisische Delegation stellt in ber vtelumsirittenen Frage des russischen Mc-1 ^st, daß das große Hindernis, bas ben Fortgang moranbums, ist es gelungen, eine scheinbar ge- ber Konfermzarbeiten bisher gehemmt hat, aus schlossene französisch-belgische Front "em Umstand beruht, daß bie oben ausge-
" i ber allerbimrs nicht bie Groß- lprochene Ibee der Gegenseitigkeit noch
Sranzvflfche Befürchtungen.
Basel, 12. Mai. (Eigene Drähtmeldung.) Ter Pariser Korrespondent des „Baseler An- eigerS" meldet: In französischen Regierungs- rejscn befürchtet man, baß England und Italien m Reparationsausschuß eine Verlängerung bet Zahlungsfrist für Deutschland durchsetzen könnten. Unter allen Umständen lehne man es aber in Paris ab, baß die Verpflichtungen in irgend welchem Zusammenhana mit der am 25. Mai beginnenden Finanzkonferenz gebracht werden. Die Entscheidung ber Reparatwnskommission erwarte man noch in biefer Woche.
MendMmGckwrerigkelten.
Erörterung im Reichstag.
(Eigener Bericht.)
herzustellen, in L« «nyi vie y>evB*i :t—'*—. 's™ — --' n.- ; - * • • * —
macht Frankreich, fonbern das kleine Belgien Ewer nicht von allen Machten hinreichend geben führenden Flügel inne hat. Daß teilt wird. Die russische Delegation kann jedoch aber Frankreich diese Einbuße an weltpolitisch- umhin zu betonen, daß die Besprechungen, Prestige auf sich nahm, indem es sich in die bte stattoefunden haben, einer engeren An Gefolgschaft des Heinen Nachbarn begab beJnü6er««g zwischen Sowfttrußland und den weißt beffer als allez andere das in Paris vor- fremden Mächten den Weg geöffnet haben, herrschende Gefühl von der politifchen Isoliert- Die russische Delegation gibt daher der Ansicht heit Frankreichs, die stck Freunde da suchen muß, Ausdruck, daß bei der Lösung der Mischen ihr wo sie sie findet. Und das schönste dabet ist, daß und den freurden Mächten anhängigen sinanztek- Belgien vom französischen Standpunkt aus len Schwierigkeiten hervortretende Meinungs- als ziemlich unsicherer Kantonist angesehen wer- Verschiedenheiten nicht hindern dürfen, bafi bie bett muß, ba es auf gute Be-iebung-n ut Eng- anderen alle Länder interessierenden Probleme land dauernd zu verzichten nur unter fckwcrm M allererst für bett wirtschaftlichen Wiederaufbau wirtschaftkichen Einbußen in ber Lage wäre. Europas und Rußlands und bie Festigung des
Die zweite Macht, ans die sich die Augen ber I ^s'^bens in Genua gelöst werben können und für ihre weltpolitische Stellung fürchtenden! Een. Rußland sei auf die Konferenz mit vcr- Franzvsen gelenkt haben, waren die Verei- '""nlichen Abflchten gekommen und gebe sich nigtenStaaten. In diesem Falle kam ihnen 6i,cf| toeiter aer Hoffnug hin, baff fein Streben in bas englisch, russische Petrolenmabkommen tz«-! ^fer Hinsicht von a-ff-Zot fein werbe, statten, das an sich wohl geeignet wäre, wirtschaftliche KonkurrenzHefürwtungen der Ameri- ~
faner wachzurufen Die französische Vreffe war ©eoriicm ^ummuny.
daher auch bte erste, bte mit gellem Geschrei bie
Gefährlichkeit des Petroleumvertrages in die Weil Beratungen ber cUite.fes; —legierte«, posaunte unb die Amerikaner mit mehr als dem- (Eigene Drahtmelbung.)
kicher Geste airfforberte. mit Hilft ber Franzosen Genua, 12. Mai.
«egen daz englische Vorbringen Gestern abend haben bie AUiierten ein B a n- 1*1rt. detr o leumfe l be r zu lieft veranstaltet. Bor und nach dem Essen rT?Ä ^5 tourben S-tzungen Mischen ben Alliiertei-
.^E^rnechfel ^ztemlich tm, Stföe toarpen. Barthou hat in stark gestikulierender Weise flebrarfrf bntn 5:r^l'?r ftine Ansicht auseinandergesctzt. Schanzer und
Klel^e^'nt^nte^ Recta waren ebenfalls schlecht gestimmt. Rach
nichts anderes übrig geblieben, als einen let Ä Es mrl^tet ftw verzweifelten Anbtederunasversuck> bei dem fif- rtu^ner
treuesten diplomatischen Sekundanten Lloyd Ge 7on «ftn^a bsfitmf6ren3 orgeS. ber italientfchen.Regierung zu vor- "°" ®CHtta »-endet werven soll.
bildmig vornehmen.
Aus einem gefälschten Geschäftsbrief des Berliner Magistrats wird ber Stubentenschaft für diesen Zweck bas Tempekhofer Felb zur Verfügung gestellt. Dieses Material hat Anspach, ber einen französischen Paß besaß, in bem Pariser Kriegsministerium persönlich abgeliefert. In ähnlicher Weise hat er auch ben Reichswasserschntz zum Objekt feiner Fälschungen gemacht. Er hatte bie Freckcheit, aus dem HeereSverordnungsblatt veröffentlichte Erlasse ckbzuschreiben und mit Aftenzeiche« und Stempel zu versehen, bte bann in Paris gut be- zablt wurden. Ferner bat Anspach Listen über angebliche übersirhliche Offiziere der Reichswehr anqesertigt. Während diese Sachen meist nach Frankreich gingen, hat er für die Polen mit östlichem Material gearbeitet. Der letzte Lärm der Polen über angebliche Trnppen- verschiebungen nach dem Osten gebt aus seine Berichte zurück. Für Amerika hat Amvach Statistiken über Ausft-Hr, Kohlenförderung. Ein- -ommenfieuer in freiester Erfitffmna asmacht^ES »st anumebmen. daß der Umfang seiner Betrüge- .eien hiermit noch nicht erschöpft fff.