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Kasseler Neueste Nachrichten

Kasseler Abendzeitung Hessische Abendzeitung

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Stummer 106«

Fernsprecher 951 und 953

Sonntag, 7. Mar 1922.

Fernsprecher 951 und 952

12. Jahrgang.

Wetterwolken über Genua.

Die Gntwicklungen.

Kau« uitei Frankreich noch schrecke»?

Man scheint bei uns mit der Zeit gegenüber ttan politischen Entwicklungen Europas gleich­gültiger geworden zu sein. Jedenfalls regt man sich nicht mehr sonderlich über die französisch« Bedrohung auf. Der Grund liegt offen zutage. Es ist ja nicht allein die Gewöhnung, die uns gegenüber französischem Angst- und Wutgeschrei ruhiger werden Wßt. Sehr viel stärker spielt dabei die Ueberzeugung eine Rolle, daß gerade die äußerste Kraftanstrengung der Pariser Lärm» macher die innere Schwäche der Gesamt- posttion Frankreichs nur zu deutlich erken­nen läßt. Daneben ist es aber auch das be­ruhigende Bewußtsein, daß Deutschland infolge des Rapallo-Vertrags nicht mehr allein steht. Tatsächlich ist die ganze Genueser Konferenz bisher jedenfalls zum allergrößten Teil, nichts anderes gewesen als ein Krastemes- sen. als eine vielleicht entscheidende Auseinan­dersetzung zwischen der französischen und der englischen Politik. Die zwischen den Zielsetzungen dieser beiden Länder sich austuende Kluft ist in Wahrheit aber so ungeheuer, daß an einen, den Augenblick überdauernden Ausgleich wohl nicht gedacht werden kann. England hat die Konferenz einberufen, hat deswegen sein internationales Prestige mehr als einmal Gefahr laufen lassen, um seinen dringlicheren Wirtschaftsnöten ein Ende zu machen: d. h. um mit einem endgültig befriedeten, kauf­kräftigen Europa attfS neue in den Kreislauf der Güteraustausches eintreten zu können. Diese Politik der Wirtschaft hat Frankreich seit Ber- t1?Uer faWtert, und «4 Hw seifst Anstrenaun» gen, die auf die dauernde politische, militärische und wirtschaftlich« Verkrüppelung Deutschlands abzielen, auf den höchsten Grad gesteigert, als allen Pariser Wühlereien zum Trotz die Konfe­renz zusammentrat, als der leitende Staats­mann Englands, sekundiert von Italien und mit der inofsi: 'en Zustimmung sowohl der Ver­einigten Staaten wie der Neutralen, sein Pro­gramm der Gleichberechtigung und deS wirt­schaftlichen Wiederaufbaus feierlich aller West verkündete.

Zwei oder drei Tage lang schien der durch de» deutschrussischen Vertragsabschluß geschaffe­ne Zwischenfall daS französische Bemichen um eine neue Isolierung Deutschlands und um die Vorbereitung neuer, gemeinsamer Sanktionen krönen zu wollen. Aber eS kam ganz anders. DaS läppische, alle diplomatische Vorsicht außer acht lassende Drangen der Pariser Kliaue Ohrte im Gegenteil dazu, daß der englische Ministerpräsident gegenüber Frankreich scharfe tadelnde Worte in den Mund nahm und sie, was noch mehr sagen will, die breiteste Oeffentlichkeit wissen ließ, wie sie seit Bestehen der Entente cordiale von einem ver­antwortliche» Staatsmann der beiden verbün- detsn Äiächte wohl noch nicht gebraucht worden sind. Wenn Poincar^ die Schärfe Lloyd Ge­orges womöglich noch überboten hat, so wäre es doch wohl verfehlt, daraus ein Krastbewußtfein Frankreichs folgern zu wollen, das nun aus jeg­liche Rücksicht dem alten Verbündeten gegenüber verzichten zu können glaubt. Eher dürfte der französischen Taktik die Spekulation zu Grunde liegen, daß Lloyd George nunmehr einige Pflöcke zurückstecken und sich zu einem Kompromiß bereit finden werde, das die ftanzö- sische Heldenpose zwar in etwas berichttgen, Frankreich sachlich aber doch wesentliche Zuge­ständnisse machen würde. Zweifellos gründet sich diese Spekulation auf zahlreiche frühere Er­fahrungen, und wir Deutschen habe» lech« nur zu wenig Anlaß, sie als ganz unbegründet zu bezeichnen.

So liegt denn die Zukunft dock noch nicht rosig vor uns. Selbst wenn die französischen Drohungen nicht »der auch nicht zum Teil ver­wirklicht werden sollten, müssen wir doch heute bereit- feststellen, daß die Konferenz von Genua die aus sie gegründeten, wirklich nur recht be­scheidenen Hoffnungen garnickt oder nur in allergeringstem Umfang zu erfüllen sich an- schickt. Was in den mit Zwischenfällen. mit Drohungen, ErpressungSveriuchen hauptsächlich ausgefüllten Wochen nicht erreicht worden ist, eine gründliche, von gegenseitigem Vertrauen erfAlte AuSjvrach« liber die grundlegenden Probleme der Zukunft Europas, das wird viel­leicht auch die Refftagung nicht mehr bringen. Trotzdem haben wir Deutschen aus diesen letzt- »ergangenen Wochen einen Gewinn zu verzeich- lisn: Die inneren Kämpfe, die gegenseiti­gen Verdächtigungen und Beschimpfungen der Parteien haben unter dem Druck der äußeren Lage merklich nachgelassen, waren in den setzten Tagen des Bavallo-VertrageS sogar so gut wie verstummt. Wenn eS in allerjungster Zeit leider schon wieder anders geworden ist, trenn radikale Parteifanatiker heute schon be­reuen, daß sie einer aus anderen Parteien gebil­

deten Regierung vorübergehend Rückhalt gegen die vereinigte Meute des Auslandes geboten haben, dann rst das allerdings nur ein weiterer betrüblicher Beweis für das außenpoliti- sche Ansängertum des deutschen Volkes, das bei wetterer Befolgung derartiger Methoden noch lange nicht aus der Zeit der Prüfungen heraus gelangen wird. W.

Hinter den Kulissen.

Besprechungen mit Lloyd George. \ (Eigene Drahtmeldung.)

London. 6. Mai.

Die Zusammenkunft zwischen Wirth und Lloyd George am Freitag hatte bereits Donnerstag abend eht Vorspiel, das die ganze schwere Lage noch einmal darstellt. Bar­re re nämlich hafte dem italienischen Außenmi­nister Schauzer offiziell al* dem Vertreter der Konferenz die Mitteilung gemacht, daß sich Frankreich mit der belgischen Haltung identi­fiziere, also an dem Memorandum an die Russen teilnehmen könne, falls der belgische An­trag in der Frage des nationalisierten Eigen­tums von den Mächte« angenommen würde, während im anderen Falle Frankreich seine Un­terschrift unter das Memorandum nicht geben könne. Vorausgegangen war dieser sranzöstsche« Mitteilung eine Besprechung des belgischen De- legattonsführerz I a s p e r bei Sckanzer, in dem bet Belgier nochmals erklärte, daß Belgien aus GtündrU der inneren Poiftil GJaut, sii, von der einmal eiugenommeuen Haftung abzu­weichen, die von sämtlichen Parteien, einschließ­lich der Sozialisten, gefordert wurde. Diese beide« Erklärungen lasse« eigentlich nur ben Schluß zu, daß Belgien und Frankreich sich tat­sächlich in der russische« Frage mm ben übrigen sieben Mächten trennen wollen, baß also ein einheitlicher Pakt mit be« Russe« auf der Smfterr«, ««möglich wird.

Drdeutungsvvlle Aussprachen r

Loubo«, 6. Mai. (Privattelegramm.) Nach einer Depesche aus Genua besteht Grund zu der Annahme, daß Lloyd Georges jüngste Unterredung mit Dr. Wirth und Rathenau von großer Bedeutung war. Der englische Premierminister hat nachdrücklich Klugheft und Mäßigung bezüglich der am Sl. Mai fälligen deutschen Verpflichtungen angeraten. Die Zeitung .Westminster Gazette' schreibt: MS Nation wäre Huband gerne an Frankreichs Seite auch weiterhin geschritten. Wqn könne je­doch nicht länger die Tatsache Ldersehen, daß beide Völler sich nicht mehr in Sym­pathie miteinander befinde«, nicht weil sie irgend welche Ursache« zu Meinungs­verschiedenheiten untereinander hätten, sondern weil beide Rationen verschiedene Vor­stellungen vo« der Zukunft Enro- pas (!) haben, worauf ihre Haltung m Ge­nua zurückgeleitet werden muß.

Ms er wieöerkam.

Barthous RüeKehv «ach Genua.

(PrWat-DeLegramm.)

Genua, 6. Mai.

Barthou hat gebeten, daß er sofort «ach sei­ner Ankunft, die heute vormittag erfolgen wird, eine Unterredung mit Lloyd George haben möchte. Gestern mittag habe« Birken­head und Eva«, der bekanntlich gleichzeitig Finanzsachverstä«biger ist, längere Besprechun­gen gehabt, in denen alle Punkte der Konferenz in einer Generaldebatte durchgefprochen wurden. Mit dem polnischen Außenminister Skirmund hatte Lloyd George eine Unterredung, die länger als eine Stunde dauerte, und in der auch auf dir ostgalizische Frage ausfiihrljch eingegan- gen wurde. Danach wurde der jugoflavische Außenminister empfange«. Alle diese Unter­redungen zeigen eine weitere Entwicklung, in der Richtung aus Umwegen ,zu einer Lösung der Frage« des Ostens zu kommen.

* *

Die Koffer find gepackt

Genua, 6. Mai. (Eigene Drahtmeldung.) Am Montag verlaß: der letzte deutsche Sachver­

ständige Genua. Die deutsche Delegation ivird voraussichtlich um das gleiche Maß vermindert.

Wetterwarte Genua.

Sine intersgante Prognose. (Privat-Telegramm.)

Berlin, 6. Mai.

DieDeutsche Zeitung" bringt unter Vor­behalt folgende Meldung: Wir erfahren von durchaus zuverlässiger, gut unterrichteter Seite, daß der Abschluß eines dentsch-englischen Wirtschafts-Abkommens bevorfteht. Das Abkommen ist bereits fertiggestellt. Alles weitere hängt von den Instruktionen ab, mit denen B a r t h o u nach Genna zurÄckkchrt. Kommt es zu einem Bruch zwischen England und Frankreich, so wird das deutsch-englische Wirtschaftsabkommen sofort in Kraft gesetzt. Ast Frankreich bereit, den Forderungen Äoyd Ge­orges entspreche«, so wird es notwendig sein, das Abkommen noch einer Aenderuug zu unterziehen. Die Ratifizierung und Bekannt- gabt wird in diesem Falle erst später erfolge«.

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Die Union rind Deutschland.

Rotterdam, 6. Mai. (Eigene Drahtmeldung.) Die Times meldet aus Washington, daß am 28. Mai die Verhandlungen mtt der Union und Deutschland beginnen über daS Inkrafttreten des Handelsvertrags der Union mit Deutschland.

BölkerblladS-Komödie.

Die Gnadensonne der Entente. r (Eigene Drahtmeldung.)

6. Mai.

Aus eine Anfrage von Dr. Broda, dem Präsidenten des Bundes für Menschheitsinteres­sen, erklärten die Delrgattonen von England, Italien, Frankreich, Japan und Pole« sich mit der Saftigen Aufnahme Deutschlands in den Völkerbund einöcifanbes. Bezüglich Rußlands wurden von fnmzöstscher und japanischer Seite Vorbehalte gemacht. Der deutsche Außenminister Rathenau erklärte auf eine Anfrage, »6 Deutschland in be« Völker- bund eintreten wollig dieses Gebiet behandle st» heikle Fragen, daß er zögere, zu antworte«.

Me die Russen druken.

Genua, 6. Mai- (Privattelegramm.) Richt nur Deutschland, sondern auch Rußland wur­de wegen des Eintritts in den Völlerkmh be­fragt. Der Delegierte RakowSki «Härte die Bereitschaft Rußlands hierzu.

Schweigsame Bussen.

Krisenftimmnug in Genua.

(Privat-Telegramm.)

Paris, 6. Mai.

Die Reue Züricher Zeitung meldet aus Se­nn« Die Russen schweigen sich vorläufig über ihr Verhallen gegenüber dem neue« Memo­randum der Alliierten immer noch ans. Die russische Delegation hält unausgesetzt Sitzungen ad, sodaß man schon für die nächste« Tage mtt der russischen Antwort rechmm »nutz. Die KNfeu- stimmuug in der Loufersr» ist durch die Lnter- redung Lloyd Georges mit Dr. Wirth «och nicht beseitigt. Die Antwort der Russen soll die große Wendung i» de, Sonfereuz einlcften. Daß die Russen jetzt nachgeben, hält man hier für wenig wahrscheinlich, man glaubt vielmehr, daß fir ihre bisherige diplomatische Haltung nicht verlassen, sondern ihre Plane mtt aller Energie weiter vertrete« werde«. Welche Folgen daraus entstehen, tarnt heute in kein« Weise abgeschStzt werden.

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Sii?e kntsGkiSe:-Le Besprechung.

Bafel, 6- Mai. (Eigene Drahtmeldung.) Die Baseler Nachrichten melden ans Genna: Die entscheidende Besprechung Dr. Wirths mit Lloyd George sind« am heutigen Sonnabend vormittag statt. Die englische Dele­gation hatte Freitag mittag eine Information en die Presse ausgegeben, und die Nachricht, Lloyd George hätte ein Reparationspro» gramm mit den Deutschen besprochen und be- absichtige, ein solches Projekt der Konferenz dor- $:legen aufs schärfste dementiere

Geht es Ms gut?

3« Deutschland nur eine Scheinblüte, »eutftotan» hatef&er zu toetrig zu feiner 9t«66- feetiguttg gegenüber ben AUUrrreugetan. Da tU e# itmfo erfreulicher, ta§ die Erl nntuis ab uttb z« von einem unserer «egnc» veröffentlicht wird.

,Es ist beschlossen, daß Deutschland zahlen kann und zahlen muß". So erklärte jüngst, genau wie seine Vorgänger, Herr Poincore in der französischen Kammer. Und an diesenBe­schluß" klammert sich Frankreick), es schreit hyste­risch auf, wenn es irgendwie in Zweifel gezo­gen wird. Leider lehnen aber die Franzosen auch jede Diskussion über die Frage ab, wie- viel Deutschland zahlen kann. Und doch sollte auch sie die Entwertung der deutschen Mark im Verlauf des ersten Jahres der Reparations­zahlungen dahin belehrt haben, daß die deutsche Zahlungsfähigkeit ihre sehr beschränkten Gren­zen hat: daß die von ihnen mit Vorliebe er­wähnte starke Beschäftigung der deutschen In­dustrie nicht zum Schluß berechtigt, es ginge Deutschland gut, sondern daß sie ein- Schein­blüte und nichts anderes darstellt. Kein Franzose hat es bisher der Mühe für wert ge­halten, einmal die immer wiederholte Behaup­tung, in Deutschland würden weniger Sten­ern alS in England und Frankreich gestcchll, <W ihre Stichhaltigkeit hin zu prüfen. ES ist offen­bar beouenter und bient mehr ben Zwecken bet gegenwärtigen Politik Frankreichs, wenn eftt solcher Versuch unterlassen wird. Ums» rmhr verdient daher Beachttmg tmd darf zu gewissen Hoffnungen für die Zukunft bereckmgen, daß man sich in England mit wachsendem tereüe und starkem Sinn für die Www; in Büchern und in der Tagespreise mit cet; alle Schichten des Volkes bewegenden Frage der

deutschen Leistmrgsfähigkrtt .

besaßt. So bat in jüngster Zeit namenMch efct Büchlein ,Js Gerrnany prosperons?' (GchteS Deutschland gut?), das einen Engländer kon« Tertoattoer Richtung, Sir Henry Penson, zum Verfass« bat, eine ziemlich ergiebige Bespre­chung in den englischen Blättern gesunde«. Sir Henry Penson gibt darin seine im Januar d. I. auf ein« Reise durch Deutschlanv gewonnenen Eitftrücke wieder. Er hat erkannt, daß das deutsche Wirtschaftsleben in einem sehr ungesunden Zustande sich befind^, .daß der gegenwärtige Beschäftigungsgrad nicht als ei« Mätzstab wirklichen nationalen Reich­tums und echter Blüte betrachtet werden tonn', daß der größte Tech der Gewinnrechmmgeu der deutschen Industrie falsch ist, weil infolge der großen Kursschwankungen die Mark am Ende des vonmgegangenen Bilanzjahres nicht mtt der Mark am Ende dieses Bilanzjahres identisch ist. Er steht daß die deutschen Un­ternehm« Einkommen errechnen, wo in Wir-« lichkeit vom Vermögen gezehrt wkv. Auch scheut er sich nicht, seinen LandZleuten in einer jeden Zweifel auSschließ enden Wcbse vor Ange« zu flirren, daß die dem deutsche Dvkke nn Laufe der letzten Zeit auferlegte

Steuerlast unerhört

schwer ist. Er weist überzeugend nach, daß dw deutsche Nnkmmnenstener Wef härter ist a!S d»e engpsche. Er zerlegt die Tatsache«, die gewShn. Nch als unwiderlegliche Anzeichen deutschen Wohlstandes hingestellt werden, auf ihre w-chiw Bfteutung hin und kommt z« deut Schluß, daß Deutschland einem RekonvnkeSzenten aus sehr ernster Krankhett gleiche, der wieder etwa» Far­be und Appetit zeige, t*er einem Rückfall aus­gesetzt sei, wenn nicht mrfgepaßt werde. Der Patient müsse natürlich die Opersfi vnSkosten und die Doktorreckmnng zahlen, was nach AbmachMrg in Ratenzahlungen geschehen solle. Der Betrag dessen ckber, was gezählt weiden könne, wie die Abstände zwischen den Ratenzahlungen, hingen von der Wiederberftellimg seiner Gesundheit und dem Zeitpunkt sein« Rückkehr zu vaster Arbeit ab. Der Statut, der solche Erkenntnisse in Deutschland gewonnen hat. kam in nnS mtt der Ansicht, daß es dem denutschen Volke viel besser gebe als dem engstschen. daß es daher einen: recht großen Ueberschuß hoben müsse, aus dss die Wiedmgutnrachungen be^thlt werden könr!- en. Er hat sich überzeugt, .daß Deutschlands Wohlstand viel mehr ein Schein als eine Wirkstchkeit sei ' Wie lange noch wird man in grankreich an solchem Urteil, wie diesem, acht»

4 vorWergehen?

Wie Eisner Geschichte log.

Der Münchener Fechenbach-Prozcß.

Rechtsanwalt Dr. Pflaum nimmt als ketztrr Verteidiger in dem von uns schon bebaudelien Prozeß das Wort, um zu beweisen, wie unklar von Anfang an der Standpunkt der sozialisti­schen Presse in dieser Angelegenheft war und auch beute noch ist. Er belegt seine Ausfirhrun- gen trit der Verlesung einer Reihe do« sctzialM- K» Pressesttturmm «n be» P-os-ß- $** Ä®*