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Kasseler Neueste Nachrichten

Kasseler Abendzeitung

Hessische Abendzeitung

Nummer 96

Dienstag, 25. April 1922

12. Jahrgang

Fernsprecher 961 und 951

Fernsprecher 951 und 952

Die Franzosen als Friedensstörer

inanzkommission. ihre Arbeit

neu,

n

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Ernste Krise in Genua.

Französische Hetze und deutscher Protest.

Die Franzosen versuchen jetzt mit allen Mitteln, den deutsch-russischen Ver- trag zu zerstören und bis dahin die Deut­schen von den ^Beratungen in Genua auszuschal- ten. Nachdem Lloyd George die Streitfrage am Donnerstag für geschlossen erflärt hatte und das zweifellos auch die Auffassung aller übrigen auf der Konferenz vertretenen Staaten mit Aus­nahme Frankreichs gewesen ist, hat ein Bries Barthous an Facta am Sonnabend wieder eine neue Lage geschaffen, wodurch die Konfe­renz ernstlich gefährdet ist.

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Dor finem Drucv?

Genua, 23. April. (Eigener Bericht.) Bar» thou hat die Note unter dem Druck von De-

Sozialbemokraffsche SnffchUetzuag.

Berlin, 24. April. (Privattelegramm.) Eine sozialdemokratische Wähler-Versammlung in Te­gel nahm gestern eine Entschließung an, die von der Partefleitung eine sofortige und vorbehalt­lose Zustimmung zu dem deutsch-rusfifchen Vertrag und zu der Uebertragung van be­währten Organisationen deS Sowjet-Staates auf Deutschland verlangt.

Frankreichs MiMür-Vläne

Drohende Haltung gegen Deutschland.

(Eigen- DrahrmeldunL.)

Paris, 24. April.

DerJournal des DebatS« meldet, daß am Sonnabend eine Sitzung iw französischen Kriegsministerium stattfand, an der un­ter de« Borfitz des Marschalls Fach sämtliche franzöfischen Armeekommandanten teil- nahmen. Ein Bericht über die Sitzung wird nicht «rSgegeben. Es verlautet aber, daß die allgemein nttlftär-polifffche Lage den Gegenstand der Beratungen gebildet hat. Außerdem wurde di« Frage der Bereitschaft der Armee für die Sicherung Frankreichs (?) gegen Deutschland eingehend besprochen. Marschall Foch begab fich nach Abschluß der Besprechungen zu Poinears.

Der Vertrag besteht zu Recht.

Genua, 24. April. (Eigene DrahtmeiKmng.) Die englischen und italieuischen Sach­verständigen, die den deuffch-nfffifchen Vertrag geprüft haben, stellten die Rechtmäßigkeit des Vertrages fest. Unter diesen Umständen stellt fich die Sachlage wie folgt dar: Der deuisch-rus- fische Vertrag wird vollständig aufrecht erhalten. Die deutsche Delegatton wird in der Weift an den Verhandlungen über die russische Frage teil nehmen, wie sie in der Antwort der ersten Rote der Alliierten umschrieben wor­den find. Die bisher einberusenen Rechtssach- verständigen sind gestern noch einmal zusammen­getreten, um endgültig die Rechtslage des Ver­trages von Rapallo znm Verhältnis des Vertra­ges von Versailles festzutzellen.

Auch die Stalientr.

Genua, 24. April. (Eigene Drahtmeldung.) Der Leiter des Preffe-Hauses in Genua hat ge­stern nachmittag alle hier weilenden Journalisten empfangen, wobei unter anderem auch der ita­lienische Ministerpräsident de F a c t a und Mini­ster S ch a n z e r erschienen und kurze Ansprachen hielten, worin sie die Notwendigkeit zum Aus­druck brachten, daß der Frieden gesich ert werden müfle. Die italienische Regierung sei von friedferttgsten Absichten erfüllt. Schanzer gab der bestimmten Hoffnung Ausdruck, daß die Konferenz nunmehr ihre Arbeiten ohne Stö­rungen werde beenden können.

Das französische Schreiben.

Genua, 23. April. (Eigener Bericht.) Ter gestrige Brief Barthous an den Präsidenten der. Konferenz, Facta, hat folgenden Wortlaut:An den Präsidenten der Konferenz von Genua! Jch habe bis jetzt nur aus den Zeitungen von dem Text des Brieses Einsicht erhalten, den der deutsche Reichskanzler heute, Samstag, Euer Ex­zellenz übersandt hat. Ich halte es indessen für nötig. Ihnen unverzüglich die a u s d r ü ck - liche» Vorbehalte zu übermitteln, zu de­nen ein Aktenstück Anlaß geben mutz, das mir unzulässig erscheinen mutz, wenn der Text authentisch ist, woraus hier alles Hindeutei. Die deutschen Delegierten stellten den Vertrag als rechtlich zulässig hin. Die franzö­sischen Delegierten sind der Meinung, daß, ohne hier von anderen BerpflickMngen oder Ab­kommen Deutschlands zu sprechen, dieser Vertrag die Grundsätze von Cannes verletzt. Auf der anderen Seite haben die Alliierten festgestellt, daß brr deutsch.russisch- Vertrag den Geist wechselsei­tigen Vertrauens vernichtet, der zur internationalen Zusammenarbeit unerlätzlich ist und der die Konferenz zusammengeführt hat. Die Alliierten stimmen darin überein, daß ihre Einig­keit ihnen nicht gestatten dürfe, mit den deutschen Vertreiern in der Kommission für die russischen Fragen zusammenzuarbeiten. Die deutsche Note gibt dem Schreiben vom 18. April eine unzulässige Auslegung. Es wäre zwecklos, auf die Einzelheiten der von der deut­schen Delegatton aufgestellten lügnerischen Behauptungen einzugehen, die durch die offene und loyale Haltung der einladenden Mächte genügend widerlegt werden. Wir sind überzeug, daß Ew. Exzellenz mit mir die Not­wendigkeit anerkennen werden, die Häupter der Delegationen, die sich unter Ihrem Vorsitz ver­einigt und die Note vom 18. April unterzeichnet haben, zufammenzuberufen, um über die durch die deutfche Note gefchaffene Lage zu bera­ten. Diese Beratung mutz, um nützlich zu fein, binnen kürzester Frist stattfinden. gez>: Barthou."

Auffassung der Neutralen.

Schwierige Lage der Deutsche».

(<i»ene Dra-tmeldung.1

Genua, 24. April.

Der Korrespondent derBasier Nachrichten" chreibt seinem Blatte: Die Lage in Genua hat fich im allgemeinen nicht gebessert. Heute wird gemeldet, daß dir Beratungen der Alliier­ten über die Antwortnote von Sonnabend früh biS Sonntag ftüh gedauert haben. Die Fran­zosen warteten noch auf Weisungen von Poin- car6 und widersprachen der deutschen Beb au p-

Sin deutscher Dank.

G e n u a, 24- April. (Eigene Drahtmeldung.) DerBaseler Anzeiger" meldet aus Genua: ES heißt, daß die deutsche Delegation der ita­lienischen Regierung für ihre persönliche Mitwirkung an der Beilegung des Konfliktes ihre« Dank ausgesprochen hat.

Wähmngs Konferenz

Zuternatinvnale Beratung.

lieber der sogenannten Wirtschafts-Konferenz von Genua schwebt das Schild mit der Inschrift: Verboten! Nach dem ersten dekorativen Auftakt hat sich die Konferenz in Kommissionen aufgelöst. Hinter verschlossenen Türen und im engeren Kreise kann man ja über manche Dinge offener und rückhaltloser sich aussprechen, als in einer großen Völkerversammlung, bei der jedes Wort aus die Mentalität der betreffenden Völker, auf die Weltmeinung und auf die Völkerpstzchologie abgestimmt fein muß. Daher kam es auch, daß gerade in denjenigen Kommissionen, die sich mit wirklich praktischen Dingen beschäftigen sollten, man am ehesten auf das Schild: Verboten! stieß. Immer dann, wenn man den Dingen aus den Grund gehen wollte, traf man auf die aus der Reparationsfrage tote überhaupt aus dem wirffchaftlichen Problem des Versailler Friedeusvertrages sich ergebenden Klippen. Do wm es, daß die wichtigste dieser UnterkoMMffsio-

peschen. die er aus Paris erhielt, geschrieben. Da EnAand und Italien die deuffche Note gebilligt haben, dürfte die Konferenz nun vor der Entscheidung stehen, ob der Bruch ertb- gültig fein soll, oder ob möglich ist, die Kon­ferenz weiterzuführen. An eine gefunde Arbeit ist nach dieser letzten Rote BartchwS schwer ge glauben. In der aus diesen Zwischenfall fvtoen- den Sitzung der Reumnachie-Bertreter (die die Protestnote aegei - - " *

hatten) nahm Lloyd George sehr scharf gegen Barthou Stellung. Der englffcke Mi­nisterpräsident erklärte, daß man Frankreich öffentlich als den Störenfried Europa« hin- stellen müsse. falls es feine bisherige HÄnnrg nicht ändere. Von den neun Mächten ist a$?t

Der Vertrags-Sirett.

Frankreichs übler Einfluß i« Genna. (Eigener Drahtbericht.)

Genua, 24. April.

In Kreisen, die der deuffchen Delegatton nahe­stehen, HAt man die gestern der deutschen Delega­tton übergebene Note der alliierten Mächte für den Ausdruck des Wunsches der übergroßen Mehrheit endlich einmal diesen allseittg unan­genehm empfundenen Zwifchenfall (siehe neben- stehenden Bericht. Die Red.) zu Ende zu brin­gen. Deshalb hält es die deutsche Delegation für falsch, die Diskussion durch einen neuen No­tenwechsel weiterzufahren. Der Inhalt der Note hat der Delegation diesen Verzicht erleichtert. Die einladenden Mächte geben aufs Neue ausdrück­lich zu, daß vor Ostern Besprechungen zwischen Mitgliedern der deutschen Delegation und Mit­gliedern anderer Delegationen über die Ber- haudlungen mit Rußland stattgefunden haben. Was den letzten Sap der Rote betrifft, fo haben fich die Alliieriemnächte das Recht Vorbe­halten, die Bestimmungen des deuffch-rusfi- scheu BerttagcS für null und nichtig zu erklären, die den verttagsrechtlichen Bestim­mungen zuwiderlaufen. Die deutsche Dele­gation hat diese Rechtsftage vorher vollkommen geprüft und daS Bestehen eines Wider­spruches zu geltenden Verträgen verneint.

ttmg, daß abgesonderte Verhandlungen mit Rußland von den Alliierten beabsichtigt (?) ge wesen seien. Die formelle Beilegung des Kon- fliktes infolge des Vertrages von Rapallo hat nach allgemeiner Auffassung noch keine endgültige Gestaltung erhalten. Die neutralen Delegier­ten betrachten die Sage der deutschen Delegation als nach wie vor schwierig.

eine Währungsreform aufgestellt und durch Gründung eines Syndikats aller europäischen Notenbanken eint Zentralorganisatton schafft, der späterhin auch die amerikmÄ scheu Zentral- inftitute ihren Anschluß nicht versagen würden. Jedenfalls kann von einem derartigen Vorgehen eine MWerung der jetzigen unberechenbaren Valutaschwankungen und die Möglichkeit gegen- fettiger Aushilfen erwartet werden. Ein Zwang zum Beitritt soll auf keinen Staat ausgeübt wer­den, aber die Vorteile werden so außerordent- liche fein, daß kein Staat feine Beteiligung ab- lehnen dürfte. Hg.

Nachfrage nach dem Wortlaut.

Berlin, 24. April. (Privattelegramm.) Die ReparaiionS-Kommission hat gestern in Berlin das Ersuchen überreichen lassen, den Wortlaut des denffchrusfischen Vertrages mit Zusätzen bekanntzugeben Rach einer Mel­dung auS der polnische,, Gesandtschaft ist eine polnische Rote nach Berlin unterwegs, die gleichfalls eine Anfrage an Deuffchland über den Worllaut des Vertrages von Rapallo enthält.

ten eingestellt hat. Ihr Vorsitzender, der eng­lische Finanzminister Sir Roben Hörne, ist von Genua schon wieder abgereift. Aber wenn auch in Genna kein greifbares Resultat aus den Be­ratungen dieser Kommission herauskcmi, so ist doch ein bedeutsamer Beschluß gefaßt worden. Er geht dahin, daß außerhalb Genua und mit tunlichster Beschleunigung sofort nach Abschluß der jetzigen Wirtschafts-Konferenz eine neue Valuta-Konferenz einberufen werden soll. Diese Konferenz soll nicht nur an einem anderen Ort als Genua, sondern auch ganz un­abhängig von den in Genua behandelten Fragen und Angelegeniheilen abgehalten werden. Man will also ganz offensichtlich von dem Verbot der Behandlung gewisser Fragen, die heute nun ein­mal den Kern jeder wirtschaftlichen Erörterung ausmachen, freifommen.

Die geplante Valuta-Konferenz soll sich mit dem gesamten Fra-zenkomplex befassen, der sich durch die Gestaltung der Valuta in der Welt er­geben hat. Man wird also vor allem die Wah­rungsfrage regeln müssen, bei der es entschei­dend darauf ankommt, das Goldfunda- ment, den festen GoldmaßstÄb, wieder zu schaf­fen. Damit im Zusammenhang stehen alle K r e- dit- und Anleihesragen. Das Schulden- tilgungsproblem rangiert erst an letzter Stelle. Als Teilnehmer an dieser Weit-Valutakonferenz kommen die Delegierten sämtlicher Noten­banken in Betracht, Äso sämtliche Banken, die das Recht zur Ausgabe von Banknoten besitzen. An einer solchen Konferenz werden nicht nur die jetzt in Genua vertretenen Länder teilnehmen, sondern es ist ziemlich sichere Aussicht vorhan­den, daß auch Amerika durch eine Delegation sei­ner Federal-Reserve-Bank Vertreten ist. Dieses Projekt verdient die ernsteste Beachtung, weil e8 in der Tat einen aussichtsreichen Versuch dar­stellt, diese ganzen wirtschaftlich und wirffchaftS- politisch so wichtigen Fragen, losgelöst von der machtpolitischen Atmosphäre und unbeeinflußt von politischen Interessen und Gegensätzen, zu behandeln. An dieser Valuta-Konferenz würde natürlich in einem ganz besonderen Matze auch Deuffchland durch eine Vertretung der deuffchen Reichsbank beteiligt sein.

Es liegen mehrere Vorschläge von der Hand verschiedener Sachverständiger vor. So un­ter anderem von Professor Lasses-Stockholm. der zur Stabilisierung der Valuten Abschaffung der Goldwährung empflehlt, und von dem Holländer Vissering, der eine streng durchgeführte Doppel­währung beantragt, bei der unterschieden werden soll zwischen einer inneren Währung für den nationalen Markt und einer internationalen Währung für die Geschäfte mit dem Auslande. Mit beiden Projekten konnte fich die Unterkonv- misston in Genua nicht befreunden, dagegen ent­schied sie sich für einen dritten Vorschlag, für den der Engländer Dlackett und der Italiener Bian- chini verantwortlich zeichnen, und bei dem auch zmn Teil die Gedankengänge des früheren ita­lienischen Finanzministers Luzzatti Verwendung gefunden Haden. Dieses Projekt sieht eine dop­pelte internationale Organisation vor, und Mar eine Delegation aller EmissionS- inftitute und eine Delegation sämtlicher Finanz­ministerien. Beide Ausschüsse stehen miteinan­der in ftändiser Verbindung und haben die Auf­gabe, eine Kontrolle über Emi^ftmen von Banknoten und über die Budgets u ib Steuer- erträgniffe der einzelnen Staaten auSzuüben und so zugleich die Stabilisierung der Währungen wie auch deren innere Stärkung zu entern. Ge­wisse Schür'erigkeiten dürste die Ausführung die­ser Grundsätze bereiten, weil sie nur dann auf einen Erfolg rechnen könnten, wenn diese neue Organisation befugt märe, sich nickt nur auf Ratschläge an die einzelnen Länder zu beschrän- 1 ken. sondern auch entscheidend einzugreifen, was ' ebne Verletzung der Souveränität der betreffen« den Länder nicht denkbar wäre. Immerhin ist , fcenrit zu rechnen, daß mau die Grundsätze für

Die deutsche Antwort.

Genua, 23. April. (Eigener Bericht.) Der Reichskanzler hat an de Facta folgendes Schrei­ben gerichtet: Sehr geehrter Herr Präsident! Es wird der Text eines Schriftftückes in der Ceffcnt» lichkeit verbreitet, das der Präsident der stanzäst- scheu Delegation an Sie gerichtet haben soll. In diesem Schreiben wird, wie mir mitgeteilt wird, in Bezug auf meinen Brief vom gestrigen Tage die Wendungallsgations mensongöreS" (lügen­hafte Behauptungen) gebraucht. Sollte dieser Ausdruck wirklich gefallen fein, so sehe ich mich gezwungen, entschiedenen Einfpruch ge­gen diesen beleidigenden Ausdruck zu erheben, womit der an einem besonders festlichen Tage der Konferenz von Ihnen, Herr Präsi­dent, fo nmWaltig betonte und so tatfräftig ver­tretene Geist der Konferenz von Genua auf das schwerste verletzt wird. Genehmigen Sie, Herr Präsident usw. ge,.: Dr. Wirth.

Einige Friedensfreunde.

Sine Erklärung der Kleinen (Entente.

«Eigener Drahtbericht.j

Genua, 24. April.

Bei dem gestrigen Empfang der englischen Journalisten erflärte der Pressechef folgendes: Ter englische Ministerpräsident Lloyd George hat in der gestrigen Sitzung der Signatar-Mächte doS Wort genommen und seine Zufriedenheit ausgedrückt über die friedvolle Erflärung von feiten des Herrn Bratianu. die er im Na­men der Kleinen Entente gemacht hat. Lloyd George führte aus, daß er auf das Wei­testgehende mit den alten Alliiertem zusammen - aibeiten wolle. Man muffe jedoch vollkommen klar darüber fein, daß dieses Zusannnenarbeiten nur dann möglich sei, wenn es im Sinne einer vollkommen friedlichen Politik erfolge. Träte aber das (Gegenteil ein das heißt wenn man jeden Augenblick Zwischenfälle schaffen wolle, um den Zustand der Beunruhigung in Europa zu erhalten, dann würde die englische Demokratie ein solches Zusammenarbeiten für verfehlt erachten und fich ihre Hand­lungsfreiheit Vorbehalten müssen.

Die furchtsamen Franzosen und polen.

Paris, A. April. (Eigene DrahttneLdung.) ^Havaö" meldet: Der Wortlaut der deuffchen Antwort zerstreut nicht die ernsten Besorg­nisse Frankreichs, obwvh" formell die Verhandlungen von Genua weitergehen. D>e Möglichkett ist noch immer nicht von Frankreich genonunen, BorsichtSmaßregekn (!) ge­gen neue Neberraschongen der nunmekr verbün­deten (?) Deuffchen und Russen bereitzuhalteu. Mft Frankreich teile in erster Linie jetzt Polen die stetige Gefahr eines deuffchen Angriffes. (?)

trotzdem eine neue Rote an Deutschland beschlossen worden, in der es aufgefordert wird, unzweideutig feinen Verzicht «ff die Teilnahme an der polittfchen Lomuttffion tn er-