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Nummer 90

Fernsprecher 951 und 952

Sonntag, 16. April 1922

Fernsprecher 951 und 952

12. Jahrgang

Frankreichs Unbehagen in Genua

»Ismus, ein Spielen mit der

Empfindung wie,Temp«^ f»ü nicht daran glauben, daß trotz JSX ber Beratungen von Boulogne von der «brü-

von Irrtum umgibt uns von allen Seiten, und

irr»

(Eigene Drahttneldung.)

Gebilde,

(Eigeuc DrcchtmÄduna.)

Blätter äußern sich mit vorsichtigem Wortlaut «.

Äunß. Ein glatter, schÄlenNinvt ider AGHM, drücke« deutlich chr Mißbehagen aus. Der

stung gesprochen werden könnte, weder direkt noch indirekt.

Reue LlnterkommWonen

Teilung für Bahn- und See-Verkehr.

Hessischer Bolksbunö

Entschlief-'.ng für eine Abstimmung.

Di« ÄafTeler «euesten Nachricht«» erscheine» wöchevtttch NchSmal imv zwar abenBfc Der Asonn-M«nttpre!« beträgt monatlich 15. Mark bei freier ZuftellunA ins Haus. Aus. wättS durch di« Post bejogen 15.- Mark monatlich einschließlich Zustellung. Bestellunge« werden i«derzril von der Seschästsftelle oder den Loren entgegengenommen. Druckerei, «erlag und «edaltton SchlachrhoMraße 88/30. Kür unverlangt eingesandte Beiträge tarnt die Redaktion ei»e Verantwortung »der lSewlchr in keinem Kalle übernehmen. Siüüzahlw", BegugSgeldes «der Ansprüche wegen etwaiger nicht ordnungsmäßiger Lieferung auSgesa,losten.

seiner Finsternis, KU einem von sittlichen KrSf. ten und Zielen erfüllten Leben, zu einem Chri stentum der Tat und der Liebe. Darin liegt leine religiöse Bedeutung und seine dem deut- schen Baterlande wieder gehörende Kraft.

Eine unlängst in Kassel cchgehaltene Tagung des Landesverbandes Hessen-Raßa« deS Hes -

dieser Neuerung zustimmten. Rach dem Beschluß der Lommisston vom 12. April faltet außer den eingeladenen Mächten, sowie Deutschlaud und Rußland auch We fünf Vertreter der übrigen Mächte dieser Unterkommission a»ge- hören. Folgende Länder wurde« durch Wahl in die beiden Unterausschüsse berufen: L Für das EtsenbahnverkehrSwese«: Oesterreich, Bolen, Tschecho-Slowakei, Estland und Serbo- Kroatien. 2. Für den Verkehr anf den e«n»- päische« Wasserstraße«: Rumänien, Hol­land, Griechenland, Lettland und Norwegen.

Bartho« nachgesucht. Bartho« sei aber in- folge BerufSüberbürdung nicht in der Lage fit- wesen, Herrn R-thcnau persSnVch zu empfan­gen. Eine Wiederholung seines Ersuchens habe Herr Rathena« nicht in Aussicht genommen.

mit eigener Bilanz. Reben jeder GenerMürek- firm ist ein Landes- bezw. DezirkS-Eifenbahnrat als Vertreter der Bezirksintereffen und als wirt. chaftAcher Berater gedacht. Die Migklieder des Landes-- (Bezirks-) EisenboHnratS wSUen die Vertreter zum Reichs-Eisenbahnrat. Außer- dem wird dem Reichspräsidenten et« Erneu-

Ermüdend für Frankreich?

Di« Franzosen scheue« die Gegenreden.

(Eigene Drahtmeldung.)

Paris, 16. April.

DerFigaro" meldet aus Genua: Die Füh­rung der Verhandlungen durch de Facta, die endlosen Reden, die dieser zulätzt, und die noch in keinerlei Beziehungen zur Tagesord­nung stehen, wirken aus alle Teilnetwrer der Konferenz für die Dauer ermüdend. Wie lange Frankreich diesen allgemeinen Meinungs­austausch noch mitmachen könne, sei von der Re­delust der Deutschen und Russen abhängig, sowie von der Maßnahme des Vorsitzende« der Kon­ferenz. Die Konferenz, so schreibt das Blatt, könnte schneller zu Ende gehen als die Beteilig­ten sich denken. Das Interesse FrarlkreichS an Genua sei auf ein Minimum herabgesunkc«. (!)

9nfertton4ptetfe .) Einheimische aufträge: Die etnfoalttge «n-etgenzeite M.

etafpaWge «ettamejelle M. 6,25. b) BuJrodrttg« Aufträge: Die einfpaltigt anielgetneUe

1"y1' 2rte anipattig« Reklame!eile M. «25, alle« etnschlteblich Trutrungkjuschlaa mb =2tL?e^Uer" ,sBX ®n»elSen. mit befeuber« schwierigem Sag Hunden «rojeut Aufschlag, «fee bte Mchttgketk aller durch Kerusprecher abgegebenen «njeigev. sowie für »ufttahme- baten wib $18«« kann eine Gewähr nicht Übernommen werden. Druckerei: L^lachl Hofstraße 18/30. SelchäfiSftelle: NSmtsche Straß« 4. Telephon Nummer 951 mb 959

Die Mrüftungsfrage.

Desoogni» der franzSstfche« Delegatio«.

(Eigener Drohtbertcht.)

Paris, 15. WrU.

Gestern fand in Parts eine Minifier-Bespre- chrmg unter dem Vorsitz PoiucarLS statt, weil die bisherigen Meldungen Barthous ans Genna eine schnelle Entscheidung notwendig machen. Bartho« hat mitgeteilt, daß die Frage der A b - rüstnng in jedem Augenblicke entweder di- rett oder indirekt zur Sprache gebracht werden könne. Bus diesem Grunde hat er um Jnstruk- tioneu ersucht, wie sich die französische Mission in diesem Falle verhalten soll. ES ist vom Mi­nisterrat beschlossen worden, daß die französische Mission Genua nicht verlassen soll, auch dann nicht, wenn die in Boulogne ausgeschloffe- neu Frage« zur Diskussion komme« sollte«. Die Blätter der Linken verhehlen ttW ihr Frohlocken über diese Haltung. Sie schrei- be» durchweg, daß dies der erste Schritt auf dem Wege zur Vernunft sei und daß noch andere derartige Schritte folgen würden. Die anderen

techader und Parteihaß dem blutenden Vater- lande bte bitternotwendige Einheit schaffen tonnen und es nur in umso schwerere Ban­den sth^stgt.

Genua. 16 April.

Nachdem in der gestrigen Vormittags-Sitzung der Verkehrs-Untertommisstoa beschlösse« wor­den war, daß noch zwei weitere Unierrsmnnfiro- nen zur Behandlung der Eisenbah«-Ber- kehrsfrage und der See- BerkehrSfragr gebildet

nungsrecht zum Reichseisewbahurat zu geben ein. Au diesem Kernvorschlag tottb im Schlußwort des Gutachtens folgendes auSge- uhrt: .Das Gutachten findet den einzig gong- baren Weg zur Erreichung seiner Ziele in der Form einer gemeinwirtsch/rstlichen Gesellschaft nit überwiegender Beteiligung der Beten Wirt- chaft und unter irnbedingter Ublehrmng des au-slürtdischen Einflusses auf unser deutsches Eisenbahnwesen. Für die BerufsstÄtde W di« Wiederherstellung

_ «teien ta beirttocn Volke geht eS heut« ge­nau ta Me damals den Jüngern Jesu. Ihr V enttäuscht worden, ihr Hoffen zer- brochen. Stach sie,haben die mitternächtige Fi n- st e r n i s Golchrthas erlebt. Doch konnten die Junger cms-tiefster Traurigkeit zum neuen, froh- gemuten Lebe« erstehen. Sollte dies innere Wum die Menschen unseres Jahrhunderts un- Golgacha und seine Finsternis "?t Deutschland erlebt und das Erleben Ogiern sollte ihm versagt bleiben?

Licht, das ist die ewige ^A^aIUfcT8-r.*,ef tn fe,n0m letzten Grunde Gleichnis bleibenden Lebens, sowohl für den Einzelnen, wie für ein Volk. Auch wir den Weg durch Nacht zum Licht finden. ®*nrt '»eben heißt Nichts anderes cffs unaus-- gesetzter Kampf zwischen den Mächten des Lich­tes und der Finsternis. Und das nur ist die Frage: Wer den Sieg behalten wird: die Fin­sternis oder das Licht. ö

geordneter Berkehrsverhältuisse eine so dringende Lebensfrage, daß dagegen cA anderen Erwägungen, namentlich etwaiges Stre­ben nach Gewinn, in den Hintergrund treten. Tie A k t i e der Gesellschaft soll daher nach dem von uns vorgeschlagenen FinanAaufbau kein Di­videndenpapier werden. Das Unternehmen soll vielmehr zur Hebung der deutschen Volkswirtschaft dienen, deren Träger die gesamten, als Anteilseigner deS Unternehmens gedachten Berufsstände sind. Zum Gelingen un­tres Gesundungsvlanes gehört die äußerste An- pannung und ArbeitsfteudiÄeit aller an dem Eisenbahnunternehmen beteiligten Kräfte. Diese ist nur zu erwarten, wenn die Vorteile aus­schließlich der deutschen Volkswirtschaft zugute kommen und wenn die Entwicklung unbehindert von äußerem Druck vor sich gehen kann. Gesinnt die Wiederherstellung des deutschen Verkehrs­wesens, so wird sie von segensreichem Einfluß auch auf den Wiederaufbau der gesam­ten europäischen Wirtschaft sein.'

DieReichseisenbahn.

Staats- oder Privatbetrieb.

Bor einige« Tage» wurde an» »erlhi a» meldet, datz da« Reichsverkehrsminifteri. um fich mit dem Dntachie« der d«Stichen Industrie beschäftigt, da« di» «wgeftalt- ung der Reichseisenbahn in eine Hrivat. bahn befSrivortet. Dazu schreibt matt uns: In dem nunmehr der Oeffentlichkeit übergebe­nen Gutachten des Reichsverbandes der Deut­schen Industrie über die deutsche Eisen- bahnfrage gehen die Vorschläge der Sach- berständigen-Kommission, bte dieses Gutachten ausgearbeitet hat, dichin, eine gemeinwirt- schaftliche Aktiengesekkschaft zu schaf- fen, die die Reichseiseubahnen tat ganzen über- nehmen soll. Als Hauptträger der Gesellschaft denken sich die Sachverständige« die Berufs­stände: Landwirtschaft, Handel, ein» schließlich Banken, Industrie und Hand­werk, außerdem die Gewerkschaften und die Kommunen, letztere zugleich als Vertre- ter der freien Berufe und Verbraucher. Sie emp­fehlen ferner, der Beamten- und Arbeiterschaft der Reichseisenbahnen eine Beteiligung an der GeseUchaft zu gewähren. Auch die Sfsent- Kche Hartd, vertreten durch das Reich und die Länder, wird an dem Unternehmen zu beteiligen sein. Die Gesellschaft muß die Eisenbahnen in Eigentum übernehmen. Der Gedanke eines Pachtverhältnisses ist nach den Erfahrungen, die in anderen Ländern gemacht worden sind, ver­worfen worden. Der Kopf der Gesellschaft mutz so klein wie möglich sein und darf die freie wirt­schaftliche und technische Entwicklung der ihm Nachgeordnete« Organe nicht hindern. Die rich­tige Mischung von Zentraktsation «nd

Organifatio« der Gesellschaft.

Die Gesellschaft erhält die Organe jeder Aktien« gesellschrft, also Generalversammlung, Aufsichts­rat und Vorstand. £$re Rechte und Pflichten werden durch Gesetz und durch einen mit dem Reiche altzuschließenden Vertrag festzulegen sein. Für die Gesellschaft werden ein engerer und et« erweiterter Vorstand vorgeschlagen. Der engere, aus fünf Personen bestehende Vorstand ist verantwortlich für das Gesamtunternehmen; im erweiterten Vorstand werden die Tarifpolitik, die Fahrplanfragen, die Baufragen, Personal­ragen tat allgemeinen, die Organisation, die M- angen der Generaldirektionen «nd die Haupt- bksturz der Gesellschaft vor ihrer endgültigen Fest­legung behandelt. Sachlich gliedert sich

Gegner Deutschlands bis in die letzten Fasern fei« ner Lebenswurzeln vernichtet würde, der echt- urid kern-deutsche Gebiete vom Mutterlande will­kürlich abtrennt und durch solche Zerstückelung ohne Sinn und Recht die Verwirrung nur umso größer macht. Der noch verhängnisvollere Jr tum im eigenen Lande, der da meint, durch Pai

Die Auferstehung.

Deutschlands Oster« 1922.

Von

Artur Brausewetter.

.O glücklich, wer noch hoffe« kann, aus die­sem Meer des Irrtums aufzutauchen! Wo gibt es einen zeitgemäßeren Seufzer als diesen, den ein einsamer ^Grübler aus der tiefsten Not sei­nes Herzens gen Himmel sendet? Ein Meer

Mndige deutsche Finanzplan erst den Kommissionen vorgelegt wird. Waö biS- fe* »ertattet, sind allgemeine Fragen der Anleihe, der Valuta und der Währunas- Die Wfrffchaftskommisfion wird auch zu dem ^sinsch«« Anträge Stellung nehme«, in dem Borschlä^ enchalten sei« solle« über eine gleitende Skala der Valuten.

Die deutsche Abordnung.

Beratung mit de« Sachverständige«.

(Eigener Drohtbericht.)

Genua, 15. April.

Am Donnerstag abend fand eine Sitzung der deutschen Gesamt-Delegation mit ben Sachver­ständigen statt, in der Dr. Rathena« ein Bild des bisherigen Berlanfes der Verhandlungen 8«b. Am Freitag früh tagte die Wirtschafts- Kommiffio«, in der der Reichswutschafts-Miui- ster Schmidt längere Ausführungen machte. - Echo de Paris" meldet ans Genua, Minister

Christ ist erstanden Aus der Verwesung Schoß, Reißt von Banden Freiüiig Euch los!

&o Mngt es in alle Spaltung, in allen Haß und alle Traurigkeit hinein, so will es lösend und lindernd, aufrichtend und tröstend auch in unsere Herzen und Häuser die Kunde des neuen Lebens tragen.

Setotg, wir wollen £@ern feiern aW das N°ne religiöse Fest des Lebens und des «lufrrstehOn Wir w»«en es aber auch zugleich Ä«^Irländisches Fest feiern, ein Feldes Lebens und des Auferstehens für nufer geliebtes, gestorbenes Vaterland. Denn was will uns Ostern sagen? Daß die Todes­nacht von Golgatha nicht ewig wahret, daß ihr das helle Sonnenleuchten des Ostermorgens Ä Und mag es noch so trübe und dunkel hon. Trauriger als um die Christenheit am Karfreitag konnte es nirgends stehen. Denn darüber brauchen wir uns keiner Täuschung hin- zugeben: Am Karfreitag war die Sache der Ehrt, sten so gut wie verloren. Der Tod Jesu hatte keineswegs aufrichtend und erhebend aus die Jünger gewirkt, sondern niederfthmetternd und vernichtend. Selbst die Jünger waren in ihrem Mauben erschüttert, hielten sich hinter verschlos-

AÜInen!t und lebten in der beständigen Furcht, daß ihnen ein ähnliches Schicksal wider.

konnte. Keinen Pfennig hätte man 2a- mals für die Sache des Christentums gegeben. , Und wenige Tage später? Da schen wir die- selben Junger todesmutig und glaubensfroh durch die werte Welt ziehen, überall das Evan­gelium ihres Heilandes verkünde«, es unter Marter und Banden, unter Not und Tod mit ungebrochener Freude vertreten. Sehen wir das schon verloren und gestorben gewähnte Christen- tam unter ihren Händen neu erstehen, gewaltig taachfen, ganze Gemeinden und Länder erobern, dre Welt weithin gewinnen. Was hatte Hefr ^^.L^Eche Veränderung in so kmcher Zeit moguch gemacht? Ern innerer Vorgang: Die

Tode mr^ruchten und geschreckten Jünger Auferstandenen erfahren und den Glauben an das Leben wicher- gewonnen.

Borstchiige Hattung.

Paris, 15. April. (Eigene DraHkmeSmng.) Der Korrespondent des ^Temps" in Genua hat Reche von Unterredungen mit sühren- ?55kere«z gehabt und veröffentlicht diese. Er stellt dabei fest, datz feine Delegation eine so vorsichtige Haltung be­wahre wie die d e u 1 s ch e. Keine Erklärung wird gegeben, fei« wichtiges Wort gesprochen. Dele- gierte wie Sachverständige halte« sich zurück, wenn auch anzunehmen sei, daß sie hinter den Kullssen eifrig am Werke sind. Der deutsche Außenminister Dr. Rathen au, den der Franzose m der Halle des Hchels getroffen habe er- ^tte: «ot Ablauf von etwa acht Tagen wird fei« Wort a«8 unserem Mnnde komme«.

*

Der deutsche 3inanjylan.

Das Licht verkörpert sich in der Osterbotschaft. Sie weist auf den Erfüller aller Lichtsehnsucht, auf den Dezaher alles Lebens, aus den großen Sieger der starb, um zu leben. Aber wir haben den Lebendigen zu lange bei den Toten gesucht, das war unser verhängirisvoller Fehler. Viel zu lange haben wir uns aus allen Gebieten des Lebens einem gewissen Formalismus, einer un­fruchtbaren und ungesunden Aeußerlichkett er- Ltben. Sie bcherrschte unser staatliches und ae- sellischaftfiches Leben. Und sie beherrschte unsere

[feier Neueste NachMtm

Kasseler Abendzeitung Hessische Abendzeitung

die Hauptverwaltung

tu die Hauptwrrtschaftsabteilung, Hauptbetriebß- aibteWung, Hauptwerkstättenabteilung urch Haupt- inanznbteiluny. Die GenetaBbtrÄi»nen sind vollkommen geschlossene, wirtschaftliche mit eigener Bilanz. Reben jeder Gen

DZe fremden Truppen.

Beratung belgtsch-franzöfischer Maßnahmen.

(Eigene Drahtmeldung.)

Paris, 15. April.

Aus der Besprechung des belgischen KriegS- ministers mit Marschall Fo<h wird bekannt, daß die beiden sich über die Maßnahme verstän­digt habe«, um die Sicherheit der Besät- zuugstrnppe« im Rheinlande zu ge­währleiste«. Diese Maßnahme dürfte in Kraft treten, sobald die Rüückäußerung des komumn- bierenben Generals der Entente-Truppen int Rheitüaude, General Degout, vorliegt. Die belgische Behörde hat de« des Mordes tut dem belgische« Leutnant Graff verdächtigte« Deut­schen Franz Abisch in Freiheit gesetzt, ba et fein Alibi nachweisen konnte.

Genua, 15. April. (Eigene Drachtmeldung.) Rach den Genueser Blättern ist der Eindruck, ben die Antwortnote der Reparations-Kommission bei der deutschen Delegation gemacht hat, nicht ungünstig. Die Rote lasse den Weg zu Eini- gungsverhandlunge« offen, die ja auch vom deutsche« Reichskanzler in feiner bekannte« __________________ _________ ___ _

Reichstayseede gewünscht worden fctik. 1 UySe« VolksbnuLü» »ahm jtisettbc

mit der Form gewann vor dem ernsten _______,

keitsgrhalt, vor dem religiösen Suchen den Vor­rang. Wir vergaßen Goethes Wort: »Die Menschen sind nur so lange produktiv (in Poesie und Kunst), als sie noch religiös sind, dann werden sie bloß nachahmend und wie­derholend (Goethe zu Riemer. 26. 3. 1814). Wir teeren nicht mehr religiös. Aber in tiefster Seele fühlten wir es alle: So kann es nicht weiter gehen. Es muß etwas Renes und Großes kommen. Das Große und Reue ist gekoimnen: wir sind in Gefahr in seinen Woaen ru ver- Sicher seiner Idee nach, die nun in die sinket Der verhängnisvoll^IAtum W-rklbchkett zu übertragen, unsere Aufgabe ist. unserer Fei-tae är dL meint, E die Wett uns ^Ostern i«s Auferstehen

würde es besser stehen wenn der aefäfirlidie Dentscolands zu neuem Glauben und Ho - * Alandsbls in btt feS n Ebringen, zur Uebetwindung Golgathasund

Llm die GMeMefordemngen.

Besprechung der Alliierten-Antwortuote.

Berlin, «. Apr«.

Die neue Repattttions-Note war am Freitag nachmittag Gegenstand einer Besprechung der in Berlin weilende« Reichsminister mft dtm Reichspräsidenten, die taformatori- scheu Charakter trug. Der Reichskanzler selbst hatte von Genua aus in einem ausführlichen Te­st gramm eine vorläufige Stellung zu dem Jn- halte der Rote genommen. Bon amtlicher Stelle wird die durch die Rote geschaffene Sachlage nicht für ungünstiger angesehen, Äs sie e8 nach der ersten Rote gewesen ist. Die Bereft- willigkeit der Reparationskommisiion, weitere deutsche Vorschläge entgegenzuneh­men, sei gleichbedeutend mit der Zusicherung zur Fortsetzung eines MeinungsaustlMsches nnd Notenwechsels zwischen Deuffchland und der En­tente. Am heutige« Sonnabend finden Bespre­chungen der Chefs der einzelnen Reichsrefforts beim Reichspräsii«nten Ebert statt.

Der Eindruck istnidftf ungünstig".