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Hessische Abendzeitung

Nummer 88

Fernsprecher 951 und 952

Donnerstag, 13. April 1922.

Fernsprecher 951 und 952

12. Jahrgang

) Stnh-tmlsex «ufträgt; Df« «tnfoalttg« «tnjetgemetle M. 2.50. btt «t-Iam«z°Ue m. 6^5. d, »utwärttg« Aufträge: Dte «tnf.->aUt8« Anj-igenzell« »U M«. Mt etntpätttge Sttlamuttfe M. 8 75, aOe« etnschUetzlfch Ütutruncisutolaq tmb b.donI>crä «chwferfgtm Sag hundert Prozent Muffet)lag. « »«rnfprecher «ufgegebenen Anzeigen, foroft für «ufnahm^ h-fSLT14?<e t5nB rtn* ®eroai|r nld>t 6bernomm«n werden. Lrurkeret: Schlucht t> kratze -8/M. Gefchäftrftelle: Kölnische Strub« 5. Telephon Kummet toi und 951

DU «aflelrr Nrueftm Nachrichten erfcheinen wöchentlich fechLmal und zwar abends. Der «bonnementrprels beträgt rnonatlfch 15 Mark bet tretet guftellun» in« 6au5. Hu«. mättä durch die Poft bezogen 15- Mark monatlich elnfchlfebttch 8u7«llw?' »Hunnen 2.ben ,®on 6?.««fSäftäflelle oder den Boten «Btgegcngenoinmen. DtlUkerei

wF»iehnfflnn9!ul,a H*1 Sch^chrhofstrab« 28/30, jZür unverlangt etngefanbte Selttäge lann ^X«"^nt>TrtUn!ebtT ®ero66r 'N lttnem Falle übernehmen. Rückzahlung o.

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Kasseler Neaesle Mchrichlen

Kasseler Abendzeitung ~

Neue französische Einmarsch-Zrohung?

Frankreichs Einmarschdrvhung.

Aussichten der Konferenz

3n den Völkerbund?

e IL®"lIer6un> Zur Sprache zu gemacht wird, an dem sich Industrie. Sandel Tschitscherin auf Banken, Gewerkschaften usw. durch Aktien-Käufe dies sehr de- beteiligen können, indem aber die Neichsbank als deutsam. Man geht nicht fehl in der Annahme, Vertreterin des Reiches durch überwiegende Ak datz er Rußland, folglich dann auch Itienbefitze den größten Antefl ha^

die Russen unter strengster Bewachung von Militär und Bürgerpolizei. Die Stadt Wim«

Genua, 12. April. (Eigene Drahtmeldung.) Bei einem eingehenden Studium der Rede von Lloyd George kommt man zu der Ueberzeugung, daß er die Absicht habe, die E n t waffn u n g s- krage im Bölkerbund zur Sprache zu

Kommissions-Arbeiten.

Europas finanzielle Schwierigkette«. (Eigener Trahtbericbt.l

DieBaseler National-Zeitung" meldet aus Genua: Die ersten Schwierigkeiten der Kon­ferenz zeigten sich bisher nur in der rednerischen Auseinandersetzung zwischen dem Russen Tschitscherin und dem Franzosen Bar- thvu. Der Letztgenannte sehnte mit ungewöhn­licher Schärfe zweimal jede Erörterung anderer als wirtschaftlicher Fragen auf der Konferenz ab. Die komplizierte Art, mit der Tschitscherin

Die deutschen Fragen.

Vorsichtiger Verkehr der Delegierten. (Eigener Drahtbericht).

Genua, 12. April.

Die alliierten Staatsmänner haben bei den deutschen Vertretern Karten abgc. geben. Den Russen gegenüber h<tt man diesen Höflichkeitsakt nicht für notwendig gehalten. Die Franzosen hallen sich während der Konferenz auch räumlich von den Deutschen und Russen entfernt, während man die englischen und italienischen Delegierten öfters an den Stühlen der Deutschen sieht. Dix Genueser Zeitungen glauben, daß ein gewisser Opttmis- m«'F.Pegründet sein wird, wenn die französische Weigerung, die Friedensvcrträge zur Aussprache zu stelle«, durch die Einwirkung der übrigen alli­ierten Delegierten behoben sein wird.

Im sonnigen Genua.

Die Stätte der große« Konferenz.

«in Blick ttt bett Palazzo Reale. Was bte 9$uffen Vorhaben uab wie fit leben. Liu un. prograrumatziger Ausflug Tschitscherin«. Die militärische unb polizeiliche Bewachung.

Um Rußland.

Die KommisfionSarbeiten in Genua.

Eine der wichtigsten Kommissionen der Ge- «ueser Konferenz, gewissermaßen den Hauptaus­schuß, wird die sogenannte russische Kom­mission bilden. In ihr werden die Vertreter aller Ententemächte, der meisten Neutralen und Deutschland und naturgemäß auch Rußland selbst versammelt sein. Bei einer Konferenz von so umfassender Bedeutung für die Interessen der ganzen Welt kommt es auf jede Einzelheit der Anordnung, ja auf jede Äußerlichkeit an Di- Methodik der Diplomatie muß zu derartigen Mitteln greifen, weil es gilt, zur Erreichung der großen polittschen Ziele eine ganze Fülle von Einzelheiten zu berücksichtigen, die nach außen gar nicht in die Erscheinung treten, die vielfach auch nur in die Klaffe der sogenannten Impon­derabilien. jener Unwägbarkeiten gehören, von denen jedes einzelne Stückchen sorgfältig be- achtet und zusammengetragen werden muß, wenn das schließliche Mosaikbrld nicht zu Scha­den kommen soll.

Genua, 12. April.

In ihrer ersten Sitzung wählte die F i n a n z- Kommission den Engländer Sir Robert oorne als Vorsitzenden. Es wurde eine Unter- kommission gewählt zur Vorbereitung der wich­tigeren Fragen. Im Ganzen werden fünf Kon- serenz-Teilnehmer, darunter D e u t f ch l a n d und R u ß l a n d, außerdem die Tfchecho-Slowa- kei, Holland, Dänemark und Finland vertreten fein nach^m der französische Wunsch, daß Deutschlands und Rußlands Teilnahme an der Kommissions-Arbeit beschränkt werden solle nicht durchgedrunaen war. Sir Korne erwähnte in seiner Rede, wie schwierig es sei, ««ter den jetzigen Verhältnissen in Europa eine Lösung ter Finsnzfrage zustande zu bringen, solange A m e r i k a auf der Konferenz fehle. Wenn der Handel dauernd gestört werde, sei es unmöglich, eine Stabflifierung der Währungen zu schaffen.

Wiedergutmachung und Valuta.

Genua, 12. April. (Eigene Drahtmeldung.) Der Berichterstatter desRewyork Herold" hat aus Unterredungen Folgendes entnommen: Die cuglisckfen Delegiertenkreise seien der Ansicht, daß die vorgefaßte Meinung, daß die deutsche Wledergutmachungssrage in Genua nicht er­wähnt werden dürfe, falsch fei. Die Entente­staaten würden allerdings Vorschläge zur Zulas­sung der Reparationsfrage nicht Massen, aber

es könne nichts dagegen eingewendet werden, daß beispielsweise die Frage der Wechsel­kurse diskutiert und daß dabei die Aufmerk­samkeit auf die Reparationen gelenkt werde.

Die russische Frage wird darum in Genua bie ^rage der Konferenz bilden. An ihrer Behandlung und an ihrer Entscheidung sind wir ia im allergrößten Ausmaß beteiligt. Lloyd George, der sich nun einmal als Vater der Ge­nueser Konferenz fühlt und fekbswerständlich alles daran setzen will, um feine Schöpfung zu« rfolg zu führen, hat unter der Zustimmung, man kann wohl sagen der ganzen Welt, ausge­sprochen, daß die Ordnung der russischen präge die Voraussetzung für die Rege- lung des deuischenProblemsist. Darum hat Lloyd George seinerzeit auch den (gebauten ctnc§ internationalen Wiederaufbau- Syndikats pfleglich behandelt, aber es hat nicht den Anschein, als ob diese Idee, die auch eine Zeit lang von maßgebender deutscher Seite gefordert worden ist, im Sinne Lloyd Georges Idee geregelt würde. Die Russen haben jedem Syndnatsvlan widersprochen, und auch deutsche Auffassung geht nun dahin, den Man dieses internationalen Wiederaufbausyn- dlkats für Rußland als nicht geeignet zu bezeich- nen. Rußland will nicht unter eine General­vormundschaft gestellt werden, sondern ihm liegt daran, mit den Ländern cinzeln rn Vcrbin- bung zu treten und Abmachungen zu treffen. Diese Regelung hat zweifellos auch ihre großen Schattenseiten, zumal bei der Unzuverlässigkeit der Russen, die doch vielfach darauf spekulieren, die eine Macht gegen die andere auszuspielen.

Es wird nicht nur für das Gelingen der Kon­ferenz von Genua, sondern auch für die Ord­nung des deutschen Reparationsproblems geradezu entf<6eibenb darauf ankommen, wie die Russen in Genua fich verhalten, und welche Bürgschaften sie für die Eingliederung des russischen Wirtschaffsorganismus in den Kreis- lmtf der Weltwirtschaft zu bieten vermögen. ES ist in der Tat so, daß der wirtschaffliche Wieder­aufbau Teuffchlands obne die Ordnung des rus­sischen Problems nach seiner wirtschaftlichen Seite hm gar nicht dnrchgesübrt werden kann Und ebenso unbedingt zutteffend ist es, daß man Deutschland auch die Möglichkeit geben und sichern muß, den entscheidenden Anteil an der Ordnung des russischen Problems mit durchzu- ffchren, und das ist nur möglich, wenn man Deut, Mond nicht in Ketten legt, sondern ihm diese Vewegungssreiheit läßt. Die Verhandlun­gen in der russischen Kommission werden, wenn man in ihr den Sachverständigen das Wort läßt .ehr rasch und sehr nachhaltig den Nachweis er­bringen, daß ein arbeitsDhiges, nicht durch Lasten gelähmtes und erdrosseltes Deutschland nicht nur der beste Wall gegen die politische Um*

Berlin, 12. April.

Wie dieDeutsche Zeitung" aus dem Reichsverkehrs . Ministerium erfährt, hat gestern eine Beratung über die neuen Vorschläge zur Umgestaltung der Reichseisen­bahnen stattgefunden. Im Reichsverkehrsmini­sterium neigt man danach der Auffassung zu, daß es möglich fein wird, den Vorschlag der Indu­strie wettgehendst zu befolgen und zwar in der Hauptsache dahin, daß die Reichseisenbahn zu emem privat - wirtschaftlichen Betriebe

Englische Verschlüge.

Genua, 12. April. (Eigener Drahtbericht.) Lloyd ®eorge hat die Absicht kunvgegeben, e n u a auch während der Dauer der Konnnif- wns-Beratungen nicht zn verlassen. Bor der Abreise der englischen Delegierten auS Lon- odn ist in einer Kabinett-Sitzung beschlossen worden, daß die englischen Vorschläge zur Tagesordnung erst in den Kommissionen be­kannt zu geben sind. Die «nwesenhett der Ber- treter der englischen Bankwelt läßt auf die Re­gelung der Valuta-Frage schließen. In dieser Frage wird allgemein strenges Stillschwei­gen unter den Delegierten beobachtet.

Zunächst ist die Feststellung von Wichtigkeit, daß der Palazzo Reale, in dem die Konfe­renz begann, durchaus nicht dazu bestimmt ist, Schauplatz der öffentlichen Sitzungen zu fein. Dort werden nach den neuesten Dispositionen lediglich die Kommiffionssitzungen und Chefbe- sprechungen stattfinden, während die öffentliche« Sitzungen einzig und allein im Palazzo Sa« Giorgio vor sich gehen werden. Diese Anord. uung ist erst im letzten Moment getroffen wor-

sturzwelle von Osten her ist, sondern daß ein existenzfähiges deutsches Volk wirtschaftlich auch die sicherste Basis dafür bildet, daß das russische Riesenreich wieder ein nützliches Glied der Weltwirtschaft wird. j b

*

Deutsch-russische ttedereiustimmuug?

Genua, 12. April. (Eigene Drahtmeldung.) Der russische Handelsbevollmächtigte in Italien, Borowski, erklärte einem Korrespondenten, die russische Delegation hoffe lebhaft, daß die Konferenz zu irgend einem Erfolge führen werde, fchon darum, weil d-e rnffi. scheu Ansichten mit denjenigen Deutsch- lands übereinstimmen und sich die bei­den Nationen im Rahmen des Wiederaufbau - Programms gegenseitig unterstützen wollen

Deutschland, sobald als möglich in den Völkerbund aufgenommen wiffen will.

Agitcrtionö-Reöen.

Di» Auseinandersetzung i« Genua.

(Eigener Drohtberlcht.)

Basel, 12. Aprkl.

. Ties vorausgeschickt, wird man jeden Schritt in den Nahmen der Gesamtereignisse und des Gesamtzieles stellen müssen. Unter diesem Ge­sichtswinkel gewinnt eine Tatsache ganz beson­dere Beachtung: Die einladenden Mächte- als welche die Vertreter der Entente fungieren in (venun gibt es angeblich nicht mehr Sieger und Besiegte, sondern Einladende und Eingeladene, wobei die ersteren zwar auf dem Podium sitzen, aber zu einem völligen Nichts verurteilt wären, wenn der Saal sich nicht mit den Eingelademm fülltel haben in ihrer Vorkonferenz beschlos- fen, drei europäische und eine russische Kommliiiou zu bilden. Man beachte den Unter­schied: Rußland wird nicht zu Europa gezahlt Der Strich zwischen Europa und Ruß­land wrrd zunächst einmal vor aller Welt gezeigt An diesem Verfahren wird auch äußerlich zum Aus», ruck gebracht, daß eine amtliche Verbindung des Rußland von heute mit der übrigen Welt noch gar nicht besteht. Dieses Verfahren hat nicht nur seine diplomattschen, sondern auch seine politischen weitreichenden Gründe und Tenden­zen. Die russische Kommission soll erst die Grundlage dafür schaffen, daß Rußland in den Kreis der europäischen Völker wieder e i n ge­gliedert werden kann.

antwortete, soll auf eine zweite Rede ien> weil sich herausgestellt hat, daß der Palazzo Tschitscherins für die nächsten Tage vorbereiten. für die Menge der Delegierten von vier- Die Bildung der Kommissionen wird am Don- unddreißig Staaten doch nicht genügend Raum nerstag erfolgen. Erst dann wird die Konferenz Ar eine Plenarsitzung bietet. Dennoch ist der zu Vorschlägen kommen. Bis dahin sind alle Palazzo Reale der Hauptsitz der Konferenz von

Reden der Staatsmänner wohlüberlegtes Aai- Genua, weil sich ohne Zweifel die meisten Be-

tations . Material für ihre einzelnen "Zungen hinter den verfchlossenen Türen der

Länder. Die französische Delegatton ist nach Kommissionen abspielen werden.

Schluß der Montags-Sitzung zu einer Sonder- Der Palazzo Reale,

Beratting zusammengetreten. 1660 von Angelo Falcone entworfen und tut

__* _ Jahre 1842 einer tiefgreifenden Renovation utu

Kommissionsware und Aussprache. terworfen, liegt mitten in der Stadt an der

Paris, 12. April. (Eigene Drahtmeldung.) »um Bahnhof führenden belebten Hauptstraße DerTemps"-Vertreter in Genua meldet, daßl^la Dal-bi. Schon feit mehreren Tagen Wird der die bisherigen Dispositionen des Vorsitzenden! Palast von einem starken Aufgebot von Si- Faeta der Delegation wie folgt mitgeteilt wor- cherheits trupp en bewacht, und nur die den sind: Am 13. ober 15. Avril werden die ausgegebene Pressekarte öffnet unS die Dore. Kommissionen in der Boll-Versammlung g e I Palais ist ein würdiger Rahmen für eine wählt. Am 28. April beginnt die AuS - solche wichtige Zusaunneukunst. Ueber kostbare spräche über die Anträge der Kommissionen. Teppiche schreitet man durch die mit vertchwen- ------ derischer Pracht ausgestatteten Säle, die zu« 'SVig ßnipntp-^nrfipriinnpn ~ciI; Seidentapeten bedeckt sind, von denen öVi urruilbvll. wenige Quadratmeter mit 50000 schweizer Fran- 2-blch««ng be» deutsche« Antwort? I ken berechnet werden. Alle die kleinen und mitt»

(Privat-Telcgramm.) lenren Säle sind zu Konferenzzimmern um-

Berlin, 12. April. cebaUt to^n. Der italienische

Die alliierte Wiedergutmachungskommission r , _ . «ußemmnister Schanzer

in Berlin hat in einer Sitzung einMmmia der r1! eine ganze Reihe von Zimmern bereitest Ansicht Ausdruck gegeben, daß die deutsche!'"^"' tocit er im Schlosse Wohnung Antwort unannehmbar sei. In !8aJn^me? mu6. um stets zur Hand zu fein, wenn ris verlautet, daß keine inoffiziellen Verhand- er verlangt wird. Der herrliche, ganz in Rot langen gepflogen werden, sondern daß die Wie- Erhaltene Thronsaal des Schlosses und daS Zim- derherstellungskommission sofort Stellung zur 5^5 F1" den kostbaren Gobelins von Arazzo Antwort der deutschen Regierung nehmen wird.Ifmb ebenfalls zu Konferenzsälen gewor- Die nächste Sitzung der Kommission findet am ;en- in denen sich die grünen Tische seltsam von Donnerstag statt. Weiter wird aus Paris be- « rotcn Sammetwänden und den goldenen richtet: Poincars hat am Montag im Kabi- Aerzrerungen abheben. Fünf Konferenzzimmer netts-Rat über die Antwort Deutsch.I,ltr b,c Kommissionen und eine ganze Flucht von lands auf die Note der Reparationskommis-1einzelnen Räumen, die alle untereinander und sion gesprochen. Die Revarations-Kommifflon!?"! der Außenwelt durch Telephon verbunden beschäftigte sich gestern nachmittag auch mit dem I°®en den internen Beratungen dienen, Bemelmansschen Abkommen. WieHavas" mit- °'e einen großen Teil der Konferenz ausmachen teilt, ist im Anschluß daran eine Sitzung zur "»erden. In der glitzernden Spiegelhalle wer- weiteten Besprechung der deutschen Antwort- die Delegierten ihren Tee einnehmen, wäh- Rote bereits abgehalten worden r,eni* ihrer Erholung ein Wintergarten und

leine weite Terrasse dienen wird, die auf den Hafen hinausgeht und von der man einen aran-

in Idiesen Blick über das Meer und über die Stadt

Rotterdam, 12. April. (TelegraphischeIgenießt lieber die

MeKmng.) In Londoner politischen Kreisen ver- lnittet, da« Frankreich mit der Absicht, -

umgehe, ins Ruhrgebiet einzumar- «ehen die Meinungen vielfach auseinander, schieren, wenn die alliiette Wiederherftel-1 doch, darf man sagen, daß im allgemeinen eine lungskommission in Berlin feststelle, daß biep'ltotffc pessimistische Stimmung vorherrscht. Wie deutsche Antwort Wittlich abzulehnen fei. Die 'ch au§ sehr gut unterrichteten Kreisen erfahre, franzöfifche Regierung halte sich für er=M?egt es in der Absicht der Russen, eine mög- mmhtigt, falls Deutschland feine Verpflichtungen! große Zahl von einzelnen Handelsvertra- nicht erfülle, eine separate Aktion nachIgen mit den verschiedenen Konferenzstaaten ab- Frankfurter Muster zu unternehmen. Vielleicht! zuschließen, ein Plan, mit dem die Italiener ^erde.d^ Reparationskommission in Berlin die nicht einverstanden zu fein scheinen, da das ita- Aufhebung des Moratoriums erklären und an lienische Kabinett den Beschluß gefaßt hat, einen Deutschland die Aufforderung richten, die vollen Antrag zu stellen, dahingehend,- daß alle Han- Raten zu bezahlen. Rach Ansicht des Bericht- delsvertrage mit Rußland aus gleicher Basis erstatter» der Westminster Gazette seien die Mög- ohne eine MeistbegLnstigungsklausel für irgend It$fctten ber Lage so ernst, daß sie an Inter- einen Staat abgeschlossen werden Men. Auf- ffe die Eröffnung der Genueser Konferenz über-! siMg erscheinen die inzwischen abgehaltenen schattrn. Dazu ist aber zu bemerken, daß Frank- Konferenzen des Grafen Sforza mit der Regie- £l* durch eine Aonderaktton sich in Wider- rung in Rom. Man widmet diesen Besprechun- spruch zum Versailler Verttag setzen würde. I gen große Aufmerksamkeit, da man sie als einen _ ~~ I Beweis dafür ansieht, daß die Italiener noch

<$lffnDQhn-£(ni(lfftüItlinC|2 schwanken w elchen We g sie einschlagen sol- Ie? das Zusammengehen mit Frankreich

Dr« Vorschläge der Industrie. oder das mit England. Die sozialistischen (Brivat-Telegramm., I Blätter Genuas und Turins wollen auch wissen,

«daß man sich in Rom noch nicht über die Polittk gegenüber den Sowjets einig ist. Soviel steht jedoch fest, daß die Frage der Anerkennung der Sowjettegierung de jure erst ganz am Schluß der Konferenz zur Beratuna kommen wird. Andererseits stehen aber die Russen hier nach wie vor im Vordergrund des allgemeinen Interesses, da man auch hi-r fest davon über- zeugt ist, daß an einen Aufbau Europas ohne Rußland nicht zu denken ist. Mau möchte ober gern über die Absichten der Russen einiges erfahren, doch sind hfefe außerordentlich schweig­sam. Während alle anderen Delegattonen nur die übliche Wache vor ihren Hotels haben, stehev