Hessische Abendzeitung
51* »-Meier Neueftm Nachrichten erscheinen wöchentlich iechSmal und zwar abend». Der l*lti8i »nonatlich 15.— Mar! bei freier Zuslelluns Inä Hau-. Aus- Wätt8 durch bezogen 15.— Mac! monatlich einschließlich Zustellung. Bevellunae»
« . “ ulb's?’k „l°n •£***’'*** eber Btn Eoten entgegengenonimen. Drucker.i, Lchlachchotttrabe 28/30. Jür unverlangt eingesandte Beitrage Ian» % l'e Verantwortung »der Lewahr in keinem Falle üoernehm-n. «üürahliw- czugsgelde- oder Ansprüche wegen etwaiger nicht ordnungsmäßiger Lieferung auSgesu,lassen.
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»’s M**bSL.***1 S acü Trt‘6c aufträ8e: ®“ «nspalktge Anzelg-nz-tl- W. 1.50. die einspaltig« Siellam-z-iie M. 6.25, aller einschließlich Deuerunar,Uschlag k» S“-“"- .^r Antetgen mU belondcr« schwierigem Sag hundert Prozent Ausschlag. Für die Richtigkeit aller durch oernsprecher aukgegebenen Anzeigen, sowie für Aufnahme^ da.en und P-aye kann eine «ewShr nicht übernommen werden. - Drntlereü Schlacht hofslraße ^/A>, «elchafissiells: kölnische Straße ö. Delephon Nummer 951 und 952
Kasseler Neueste Nachrichten
Kasseler Abendzeitung ES- Hessische Abendzeitnna
Wummer 83.
Fernsprecher 951 und 952
Freitag, 7. April 1922.
Fernsprecher 951 und 952
12. Jahrgang.
Die Bedrohung des Ruhrgebiets.
(Privat-Telegramm.)
wird rüMg geheiratet.
Sine Dorlonferesz.
die Preise in die Höhe geschnellt
Die Konferenz von Genua.
Ausschaltung wichtiger Probleme.
Teuerungs-Krawalle.
Kundgebungen gegen die WochenmSrtte.
Gestern kam es in Berlin zu Krawallen infolge der Lebensmittelverteuerung. In Moabit erschienen vor der Markthalle etwa sechs- bis achttausend Demonstranten, darunter zahlreiche Frauen. Die Polizeibeamten wurden von der Menge zurückgcdrängt. Plitn-
leihe gemacht. In dieser Konnnisfion soll auch ein deutscher Vertreter sitzen. Die Reparasions- kommisfton hat nun gewünscht, daß als Mitglied der Kommission der frühere Staatssekretär und Vorsitzender der Kriegslastenkommrssion, Bergmann, alsbald bestimmt wird
tVrivat-Trlearamm.)
Bettln, 6. April.
"»raus gelegt hätte, Vertreter auch der ät e ch t s p a r t e i e n kennen zu lernen. Und in
Aus den weiteren Mitteilungen der genann- tcn Korrespondenz ergibt sich folgendes: .In den Jahren 1919 und 1920 hat Rußland die Mittel wr die Unterstützung des Kommunismus in Deutschland hauptsächlich in der Form von Perlen und Diamanten herübergeschickt. Gegen-:
Die Internationalen
Weltsozialiste« und Kommunisten.
Neue GinnmrM-Dwhung?
Segen das Ruhrgebiet »nd Dächern.
(Eigene Drahtmrkdung.)
Rom, 6. April.
Aus Sem Westen.
Die BerhSltmiffe am Oberrhein.
Aus dem besetzte-- Gebiet ist wenig Ente« t* ba bie fremden Truppe» die vruifeh- Devoltrrung arg bedrücken. Et» «einer Trost ist es, wen» man lieft, daß an manche» Stelle» S*bMckwtrd,»m dieWohnungönot zu bekämpfen, «in Mitarbeiter schreibt uns ans Ludwigshafen,
Dorscvlage zur AnMyedeftvoffung.
Paris, 6. April. (Eigene Drahtmeldung.) In der Ltudien-Sommifsion, die von der Reparations-Kommission eingesetzt worden ist, wird die Frage der sogenannten Mobilisierung der deutschen Reparationsschuld studiert, d. h. Vorschläge für die Beschaffung einer A n •
Martig werden die Hilfsgelder meist in D o lla r mrd anderen ausländischen Valuten gezahlt. Aber sedenfalls wandert noch um jeden Monatsersten herum der berühmte russische Koffer unter der Oberleitung des kommunistischen Landtzigsabgoordneten Piek mit den nötigen Sichcruwgsmaßnahmen nach der Rosen- thalerstratze, um dort bei der kommunistischen Zentrale die russischen Gelder abzuliefern. Von den Perlen und Diamanten sind große Beträge angeblich und zum Teil vielleicht wirklich durch die Kontrolle beim Grenzübertritt verloren ge- gangen. Aber eine geordnete Kchsensühning und Konwolle besteht auch jetzt in keiner Weise. Von dvm kommunistischen Hauptkassierer Fraffak sagen fct."e »Freunde" ganz öffentlich, er müsse ein .eicher Mann geworden sein, wenn er nicht ivahnsrnmaer Verschwender sei. Die unkontrollierte Kassen sich rung ist allerdings eine Tradition, die 6i3 in die Zeiten des Spartalusbun- ---------— -----»-
des zururkgreift. In letzter Zeit sind die Kom- berungen wurden verhindert. In Rummels- munisten allerdings mit ihren Untcrstützunas- bürg marschierten zweitausend ArbeitSlo- gttdern etwas zurückhaltender geworden was ' e n0*^ dem dortigen Woclstnmarkt, konnten aber zur Fvlge hatte, daß eine Reihe im Deutschen ihrem Eintreffen auf dem Markt in Rcben- Rerche bisher erschienener kommunistischer stei-!?^'' -bgcdrängt werde«. In Tegel und tungen elngegnngcn ist.- Diese Feststellungen » tz e l b u r g sammelten sich am Abend nahezu verdienen besondere Beachtung angesichts verlausend Demonstranten, haupffüchlich Arbrits- jehlgoschlagenen internationalen lkvnferenz. 7.8 lose, und versuchten nach dem Rathause vorzu-
' dringen. Ihr Vorhaben wurde vereitelt. Man befürchtet eine Fortsetzung der Mrruhen kn Berli« in den nächsten Tagen.
Bauen, bauen — heiraten, heiraten! We lunges Tatenleben erstehen zahllose Baustellen an den leeren Straßenzügen der Südstadt, lieber die gewesenen Schrebergärten werden Straßen ; gelegt, Baugerüste bilden Dtaftwülle auf brachliegenden Stätten. Die Eckplätze erhalten zunächst ihre Bauten. Bald wird das stille Land- Hausviertel der Stadt eine Mucht von neuen Heimstätten schlichten und vornehmen Stils tragen. Nur wenige Privatleute haben den Mut sich ein Hänschen zu bauen, es sind vorwiegend Großbetriebe, Fabriken, Stadtbehörden, die ihren Arbeitern und Angestellten endlich Wohnungen schaffen. Vergessen wird diesmal der gebildete Mittelstand nicht. Menschenscharen beschauen mit kindhafter Ungeduld das wachsende Wett. Hier erlebe ich ein zierliches Genrebildchen. Ein Ehepaar, mittelalterlich, faßt vor den gelben Backstein-Mauern Wurzel, zählt die Steine und Fensterhöhlen, betrachtet «ne Zeichnung, die es auf den Händen aus» breitet und frohlockt: »Dort kommt das Fenster von Kathreinchen seiner Schlafftub' hiu, dort das von dem Jaköbchen, und vor das breite Küchenfenster lasse ich Blumenbretter amrageln", flüstert die Frau .Ke Zwiebeln und Petersilie hmein." ZU ihren großzügige« Gartentraum grunzt der Gebieter: .Was, eine Gärtnerei willst Du vors Fenster nach der feinen Straße hängen? Wird nimmer gemacht. Mühende Stöcke kommen Hinein und dem Stieglitz sein Häus- che,r.. ." Sie mahnt ihn an die teure« LZens» Mittelpreise, ringt um ein SchnttÄauchpMnzchen, doch er bleibt felsenHart. Brautpaare kommen und solche, die es werden wollen, blicken ver- liem und schmachtend wie zum Sternenhimmel zu den garstigen Baugerüsten empor, äckHen. flü- siern Über Hechzeff und eigenen Herd und gehen in der Sonne über Hungerblümchen und Sckutt und Abfall auf dem Oedland weiter. Weil rüstig gebaut wird
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gtlfe bekommen hat. Davon sind monatlich vier- hunderttausend Mark zur Deckung des Defizits der .Roten Fahne" anfgemandt worden. In der letzten Zeit ist die Summe dieser Unter« stutzungsgelder etzvas geringer geworden. Auch ^.Zuschuß der .Roten Fahne" hm sich auf drei- bunderttausertd Mark monatlich verringert." Werter steht fest, daß die in Berlin in der Münz- waße befindliche Rate-Zenrrale auch noch zu der Zeit, da sie der Unabhängigen Partei angeschlossen war, sehr erhebliche Zuschüsse von Rußland bekommen hat Die UnterstützungssumMen, die den »n Deuffchlmch bestehenden zwei kommunisti- schen Verlagen in Leipzig und in Hamburg, so- tote der kommunistischen Presse zugewandt wor- den und. überschreiten den Betrag von hun- dert Millionen Siart beträchtlich. ^Eein der.kommunistische Leipziger Verlag hat über dreißig Millionen Mark rm Jahre 1921 er- halten.
der Tat sind auch die Abgeordneten Freiherr von Rhelnbaben von der Deutschen Volkspartei int» Hoetzsch von den Deutschnationalen bei diesem Empfang erfchienen. Der Bolschewismus, so sagt der .Vorwärts", fei heute gegenüber dem europäischen Kapitalismus unendlich viel höher als gegenüber dem europäischen Sozialismus Radek hat den Arbeiterparteien Europas den rzehdehandschuh hingeworfen.
Zu derselben Zeit werden die Beziehungen aufgeklärt, die die deutschen Kommunisten zu deu russifchen Bolschewisten hatten. Die .Po- litifch Parlamentarischen Nachrichten" erhalten -ms, wie sie hervorheben, .absolut zuverlässige" uno unanfechtbarer Quelle" Mitteilungen, aus denen hervorgeht, daß der vorjährige Auf- stand, der zu so schweren Zusammenstößen im Mitteldeutfchen Industrie-Gebiet führte, von den Bolschewisten finan- ? ' war Es wurden zur Durchführung die- Ls.r, Anion fünfundzwanzig Millionen Mark russische Unterstutzungsgelder verausgabt. Es wird we-ter ^gestellt daß .die deuffche kommu« nasche Parte» von Sowjetrußland oder, was daAfflbe ist, von der dritten Internationale im Jähre 1921 monatlich fünf Millionen Mark Bei-
Um die Arbeitszeit.
Regelung durch internationale Abmachmtg? (Eigene Drahimeldung.)
Rom, 6. April.
Das internationale Arbeitsamt in Washington wird nach Vereinbarung mit Italien und England zu den Beratungen der Konferenz von Genua über Produktjons- und Arbeitsftaoc« hinzugezogen werden. — England und Jmtten haben den von der internationalen Arbeitskonferenz in Washington aufgestellten Gesetzentwurf zum internationalen Arbeitszcitgesetz ratifiziert. Das internationale Arbeitsamt fordert, bas Dcuffchland und Frankreich bald mit der Annahme der Entwürft folge« werde«.
An diesen Tagen hatten die Vertreter der drei Internationalen, der Londoner, Wiener und Moskauer, sich in Berlin zu einer Tagung zu- sammengefunden, die ohne Ergebnis abgebrochen wurde. Die Sitzungen verliefen sehr stürmisch. Der Belgier Vandervelde verlangte von den Bolschewisten bestimmte Errlä- rungen dafür, daß sie ihre Versuche zur Zerschlagung der internationalen sozialistischen Ar- beiterbowegung aufgeben und daß sie in Rußland selber ihre sozialistischen Gegner mensch- lidset behandeln und ihnen die Freiheit ihrer Bewegung geben. Darauf antwortete der Russe R ad et, der Vandcrveldes Ausführungen schon fortdauernd durch höhnische Zwischenruse unterbrochen hatte, mit einer so herausforvernDen Rede, deren Ton allgemein als empörend bezeichnet wird, daß sich die übrigen Konferenz- mttglieber von einer weiteren Verhandlung keinen Nutzen mehr versprachen. Sie sind zwar noch zu einer zweiten Vollsitzung zusammengekommen, tn der der Engländer M acdonalö die Angriffe Radeks zurückwies, ferner der Jta- uener Serrati gegen Vandervelde sehr aus- fällig wurde, Mer dann war Schluß. Die Bol- schewisten hatten einen Brief überreichen las- sen, m dem sie von den nichtLommunistischen Delegierten eine ErWrung verlangten, ob sie üoer bestimmte gemeinsaime Aktionen der internationalen Arbeiterschaft mit den Kommunisten ziisammen beraten wMten oder nicht. Diesem Terror der Kommunisten konnten sich die übrigen Mitglieder nicht unterwerfen, Ver- n9/e 1 f e scheiterten. Der Zweck der Uebung, Laß die Kommunisten wieder einmal Pwpaganda trieben und dabei das letzte Wort behielten, war erreicht. Die fozia- «lusche Presse wirst den Kommunisten wogen ihres Vorgehens .vollendete Getoissenlosigkeit und Demagogie" vor und bezeichnet sie als die »denkbar unzuverlässigsten Weggenossen und nur al§ Schädiger der Arbeiterklasse".
Ob nun dieses Fiasko der Weltsoziasisten die internationalen Träume und Phantasien mancher Nichtbolschewisten und Mchtkommu- nisten zerstören wird? Der.Vorwärts" sagt den russischen Kommunisten, daß sie mit ihrer 5 er- aussorderung doch gerade auch die Interessen Sowietrußlands verletzt hätten. Es wird da ausgefuhrt daß Tschitscherin, der saw- ,etlstische Außenminister, bei seinem Empfang durch die Relchsregierung einen besonderen Wert
um zehn Prozent und wetteifern mit der ober- bayerischen Butter. — Aus aller Hofsnungs- lchWeit flüchten sich viele Menschen ins geheime Reich der Geisterbeschwörer, der Wahrsager, des Magnetismus und Hypnotismus Sitzung-« und Vorlesungen werden in zahlreichen Mannheimer Familien veranstaltet. Sogar aus ernsten Berufen und aus dem gebildeten Mittelstände finden sich Frauen und Männer zusammen, um sich die geheimen, finsteren Mächte nutzbar zu machen. Kürzlich hatte sich eine spirittsti-sch-hesessene Familie in der Fudil- stnestadt zahlreich« Tellrielmrerinnen zu einer Abenbsitzung eingeladen. Das Medinist sagte der im Dunkeln zusammenutzenden Gesellschaft, daß im Morgengrmien eine Explosion erfragen werde, größer nnd grausiger als die Oppaüer. Angstgehetzt stöb die Vecsammkimg auseinander, die Frauen rissen die Kinder aus den Betten, vackteu die tragbare Habe auf Karren und Wa-
Fm italienischen Kammerausschuß für auswärtige Angelegenheiten beanstandete der Abgeordnete Prcvcs die Konferenz von Ge- nua, weil wichtige Probleme ausgeschaltct seien, deren Lösung die Aufgabe der Konferenz sein sollte. Minister Schanzer antwortete, eine
• Ost kopslos geht die ach so junge WÄt ht die l Ehe. Viere haben chren SeligLrtsttaum nach kurzen Tagen ausgettäumt, wie aus manche« Zeitungsanzeigen ersichtlich ist. Die .Warnungen, .Aufklärungen", .Berichttgungen" jung und snsch geichmiedeter Ehebündnisse sind zettge- schichtltche Auswüchse, sind trübe Bilder unserer Tage... Den Rheinstrom hinab bringen tief» geladene Frachtkähne die hellgelLen Backswin- haufen; sie kommen von den Ziegeleien aus Alirip und Rheingönheim, wo schon in alten Geschichtszeiten die Römer ihre großen Zregel- brenneieien betrieben, wobei an den Uferplätzen der Rheingoldwäscher, die noch im achten Jahr- wndert hier emsig Gold wuschen. — Aufkauf, o r g e n walzen sich wieder einmal wellenanig mrch die BevölkerungSifchichten. Der Reifekof- er, der Schkießkorb und der Eimnachetopf scheinen, das gegenwärttge Steckenpferd migstlicher, vorfforgender Mißmacher und Zeitverderber zu em. Reifekoffer sind wie ein Wetterschlag von 800 und 700 M auf 1200 und 1800 M emporgewachsen. Der sinnende Beobachter knackt an dem neuen Daseinsrätsel; was nützt ein Rcise- kKerin dieser reisekostspieligen Zeit? Eigene Abnehmer dieser schmucke«, messinggeschützten hellgebben Holzplatten-Ko-ffer sind auch die ttranzo?en. Man beobachtet auf dem Bahnhof ^M,kre«he Abrersende, die ine lagerneuen Ge- pachüicke deittfcher Industrie mit sich führen. De- ttübend hoch gestiegen sind die Schuhpreise in unserem Lande der ausgedehnten Schiihindustrie. Unter 800 „ft kauft man heute kein Paar guter brauchbarer Herrnfiiefel (vor vierzehn Tagen rosttte es noch 395). Acht kurze Tage erfreuten mb die Hausfrauen an den sinkenden Eierprei» ken: 3,30 und 3,50 Jft. Aber wieder sind
München, 6. April.
Die „Münchener Neuesten Nachrichten« veröffentliche« eine Meldung emcr in München crfcheinenden Korrefpondenz aus Prag, worin die sranzöfifch en Abfichten auf dos Ruhrgebiet bestätigt werden. Der sranzöfi- fche Generalstab bereite sich daraus vor, zur Abwehr des Bolschewismus (?) in das Ruhrgebiet einzuzieyen. Ferner wird aus der franzöfischen freie Aussprache über die Aufgabe der Konferenz Kammerdebatte über die Militärvorlage noch! Von Genua sei dem Kammerausschuß gestattet, mttgcteilt, daß der Berichterstatter Fabrv rr- !^0^ «an der Konferenz die Durch- ffärt habe eS führunq ihrer Aufgabe selbst überlassen, da eine
narr yave eö werde von der Besetzung deS Einmischung nur Unheil anrickften würde. Ruhrgebietes und vo« einem Borstoß * * •
6inbttMäImi6f^Lfl «L blbsperrung der Der- Die veuffchen Sachverständigen.
Berlin, 6. April. (Privattelegramm.) Unter in französischen Kr.isen gesprochen. Ibem Vorsitz des Staatssekretärs von Mmson hat
-- I gestern im Auswärtigen Amt eine Besprechung fjCrpmhä» fS» mit den von der Reichsregicrung für Genua Sc-
VisIhV» t^6 665y?rr|CvQf|»lftinnuten Sachverständigen staügefunden.
Die Aebergriffr der BesatzunaS-rruvve«. |®m Dormitag war eine Sitzung der drei Unter» lVrivat-Tekearamm -> W kommissionen vomngegangrn, die sich mit wirt- (LNvat-Telegrammn schastlichen, finanziellen und verkehrspolitischen
Essen-Ruhr, 6. April. Fragen befaßte. Es folgte dann eine Aussprache.
Der Reichstagsabgeordnete Dr. Quarck rich- tete folgende Anfrage an die Reichsregierung: „Sert einigen Tagen haben sich im Duisburger i <y> .
Brückenkopf Vorfälle abgespielt, die jeher Be- « daris, 6. Wprrl. (Eigene Drahtmeldung.) schreibung spotten. Straßenbahnw«gen wird berichtet, daß zu der abzuhatten-
wcrden von zehn bis zwölf belgischen Soldaten bcn, »orkonferenz für die Konferenz von Ge>ma mit aufgepflanzten Bajonetten angehalten v.uch^uffcbc und russische Vertreter hinziigezo- und die Insassen werden aufgefordert Melflcn ^rderr. Die Nachncht ist noch unbestätigt. Pässe M zeigen. Wer nicht in dem Besitz _ ___
eines ordnung-mäßigen Paffes ist, wird ver- haftet. Von her Schußwaffe wird ohne jede Ö,u, övI'IHW' v7UJ»tVUIiyefc| . Veranlassung Gebrauch gemacht. Wer auf Anruf Kriseugerüchte in Paris,
nicht sofort hält, auf den wird rücksichtslos! (Eiaene Drahtmeldung.)
geschosscn und zwar bei allen sich bietendenI Paris 6 Avril.
Gelegenheiten. Der Besuch eines Lichtspielthca- L .a??7
ters ist nach wie vor unmöglich, tie 3e»öt>L?e woglicher-
kerung ist infolae i>ies-r Siorfälte n .t f a Konferenz von Genua, da nun einmal
h Ach st c e rr e g t und ieder^VtaJ “fr französische Delegierte dorthin gingen, für die hÄ„PniSynne m„raS b ra"2" *teue. tisE‘ Regierung Pomrars der Anfang vom Ende sein
die RttchswgwL^Lm Ltze £ Man spricht in parlmLntarischcn Krei-
rmrg gegen diese Grm-l Ifen’ b,c tn *cris f-iner als ein Barometer rea-
J 11 _2_$n unternehmen?" gieren, von einer etwaigen Nachfolge Bar-
r*' «. thous als ftanzöfischer Ministerpräsi-
L)le GNieKre-Foroerunaen. Ibcnt Man denkt m w« v>, »a# Bertho« Um die beutfifee bis Mletzt in Genua jegliche Untkrfchrist starr-
An.rvort. sinn», verweigert und daß dann in den letzten
lPnvat-Telegramm.) Wochen Poincars in den entscheidenden Mo-
Berlin, 6. April, «wntcn, um eine vollständige Isolierung Frnnk-
Es verlautet, daß die Reparatiouskoimnission ^rhüien mit allen möglichen Kautclen
den Wunsch zum Ausdruck gebracht h«t, schon «^Ä^chen wirb. In diesem Falle wäre dann bis nächsten Sonnabend vou der deutschen Re-!^"^" *** standhafte, der gegebene Man«, gierung A «t w o r t auf die Note vom 21. März zu erhalte«. — Wie von unterrichteter Seite zu dieser Meldung erklärt wird, hält man eine derartige befristete Forderung, nachdem die Repara- tionskommission zuerst in ihrer Rote keine derartige Frist angesetzt hatte, wenig wahrscheinlich. Jedenfalls ist eine entsprechende Rote der Reva- rationskommiffion bisher in Berlin bei der Relchsregierung noch nicht eingegangen.