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Meier Neueste Nachrichten

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Kasseler Abendzeitung

Hessische Abendzeitung

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Nummer 81.

Fernsprecher 951 «nd 952

Mittwoch, 5. April 1922.

Fernsprecher 951 und 952

12. Jahrgang.

Deutsch-russische Beratung vor Genua.

lsvertrages eine Mehrheit zu sichern. Sehr interessant, wenn auch von der

. /ent«

lichkeit so gut wie gar nicht beachtet, ist ein Vor- aang, der vor wenigen Tagen in einer Sitzung Les Völkerbundrates in Paris stattge«

VorpostengefeHte.

England und Frankreich vor Genna.

Frankreich geht auf die Genua-Konferenz mit dem allergrößten Mißtrauen, obwohl es sich in Loulogne durch Lloyd George ausdrücklich hat versichern lassen, daß auf der internationalen WirtschastAonfcrenz keinerlei Dinge be­rührt werden dürfen, die die Repara­tionsfrage und den Versailler Friedens- Vertrag betroffen. Die Herren in Paris hat­ten sich alles so wunderschön gedacht. Man hatte fei Bouliogne einen scharfen Gegensatz statuiert zwischen den sogenannten unantastbaren inb den w an dlungs fähigen Verträgen. Die unantastbaren Verträge sollten unbedingt ,on dem Verhandlungsprogramm in Genua ausgeschlossen sein, das hieß also, daß sich die Konferenz weder mit der Reparationsfrage, noch uit der Revision des Friedensvertrages werde beschäftigen dürfen. Nur unter dieser Bedin­gung wollte Frankreich nach Genua gehen. Es jat aber dabei die Kleinigkeit Übersehen, daß der tinzige Garant dieser Vereinbarung das verbün­dete England ist, und vielleicht hat sich auch in­zwischen Herr PoincarS der Zustimmung des italienischen Außenministers Schanzet versichert. Die übrigen Delegierten werden kaum gehalten sein, diese einseitig getroffenen Vereinbarungen zu beachten, und nichts steht ihnen im Wege, diese heiklen Dinge doch zur Erörterung zu brin­gen. Frankreich hätte dann fraglos das Recht, die Konferenz zu verlassen, indessen würde die Verantwortung für ein etwaiges Scheitern der Verhandlungen dann unweigerlich an Frankreich hängen bleiben.

Diese Befürchtungen sind nur zu natürlich, als daß sie nicht in Paris gehegt werden sollten. Die französische Regierung und die ihr nahe­stehende Presse können sich deshalb nicht genug tun in immer wiedcrkehrenden Erklärungen, daß die erwähnten Probleme unbedingt von dem Veraaudlungsprogratnm in Genua ausgeschaltet bleiben müßten, wenn auch andererseits die fran­zösischen Delegierten angewiesen feien, das denk­bar Mögliche zu leisten, um auch ihrerseits för­dernd an den auf der Tagesordnung stehenden Aufgaben mitzuwirken. Die ganze Nervosität Frankreichs kam bereits in der Schwierig­keit zutage, die geeigneten Vertreter für Genua zu wählen. Keiner der Ausersehenen wünschte, den zwar sehr ehrenvollen, aber wenig erfreulichen Posten ju übernehmen, und cs be­durfte erst des äußersten Drängens Poincarüs, um seinen Freund, den Justizminister Barthou, zu bestimmen, sich der unwillkommenen Aufgabe zu unterziehen. Poincarö hat sich selbst fpäteres Erscheinen auf der Konferenz Vorbehalten, offen­bar will er erst abwarten, woher der Wind weht, ehe er sich persönlich einfetzt. Auch in den diplo­matischen Verhandlungen, die in Paris zwischen der französischen Regierung und den Bevollmäch­tigten der zahlreichen französischen Va­sallen Wie Tschecho-Slowakei, Jugoslawien, Rumänien, Polen usw. gepflogen werden, dienen offenbar nur dem Zweck, der französischen Auf­fassung von der Undiskutierbarkeit des Frie-

funden hat. Hier stand die Frage der Betci- ligung des Völkerbundes an der Genua-Konfe­renz zur Beratung, wobei sich zwifchen der eng­lischen und der französischen Auffassung eine sehr ernste Meinungsverschiedenheit acl- teird machte. Bekannt ist, daß England aus der Genua-Konferenz eine Art dauernder Organisation machen möchte, ähnlich, wie es der Döllerbund ist, dem ja bekanntlich drei der wichtigsten Staaten, Deutschland. Rußland und Amerika, neben mehreren kleineren Ländern nicht angrhören. Auch Amerika rechnet ja mit einer Fortsetzung der Genueser Konferenz, indem es sich Vorbehalten hat, späterhin an diesen Be­ratungen teilzunebmen. Alle diese Bestrebungen, sozusagen ein Konkurrenz-Unterneh­men für den Völkerbund zu schaffen, ent­sprechen ganz und gar nicht den Wünschen Frankreichs. Frankreich weiß, was es an dem Völkerbund für eine Stütze hat. an dem Völker­bund. der nicht nur eine Schöpfung des Ober­sten Rates ist, in dem Frankreich nach wie vor die ausschlaggebende Stimme hat, der auch heute noch alle Fragen durch die französische "Zrille sieht und somit zur Durchführung internatio­naler Vereinbarungen, foweit sie durch das Ver­trauen aller Nationen getragen werden, völlig ungeeignet ist.

Frankreich wünscht daher, das eine von der Genua-Konferenz zu schaffende internationale Orgnaisation dem Völkerbund« übertragen wer­den müßte, während der englische Delegierte Fisber erklärt daß sein: Regierung mit dicker Auffassung nicht üdereinstimme, und es für hin­reichend ha e. wenn der Völkerbund in Genua lediglich durch Sachverständige vertreten sei. Der Gegensatz in den Auffassunoen scheint ziem­

lich kraß gewesen zu sein, denn der englische De­legierte reifte fofort zur Berichterstattung nach London ab, während andererseits Leon Bour­geois namens der französischen Regierung noch am Schlüsse der Beratung die ausdrückliche Er­klärung abgab, Frankreich rechne damit, daß der Völkerbund mit der Durchführung der Beschlüsse der Genua-Konferenz betraut werde. Man sieht also deutlich, wohin Frankreich steuert. Genua soll sozusagen im Völkerbünde verankert werden, in dem rettenden Hafen, der nach frmtzösischcr Auffassung allein feine politische Machtstellung in Europa sicherzustellen vermag .

Die Russen in Berlin.

Durchreise der Abordnung für Genna.

lEiaener Drahlberkcht.)

k Riga, 4. April.

Gestern reiste auf der Fahrt nach Berlin der Rest der Sowjet-Delegation für Genua durch den hiesigen Bahnhof. In dem letzten Salon-Wagen befanden fich auch die deutschen Derzte Pros. Förster, Breslau und Pros. Stern« perer Berlin, die den erkrankten Lenin unter« sucht hatten. Sie kehrten nach Deutschland zu­rück. Pros. Klentpercr erklärte in einer Unter­redung, Lenins Krankheit sei heilbar. Er leide an Kopfschmerzen. Augenblicklich sei er arbeits­fähig, obgleich stark überangestrengt. Ueder die Krankheit Lenins verweigert er weitere Bezeich­nungen ohne Zustimmung des Patienten. Je­denfalls sei Lenin nicht, wie dies vor einigen Tagen behauptet worden sei, krebskrani.

*

Die Delegation beim Außenminister.

Berkin, 4. Avril. (Privattelegramm.) Aus den Gesprächen beteiligter Kreise war zu entneh­men, daß der Russe Krclsin der deutschen Regie rung neue Vorschläge unterbreiten werde, um tu Genua gewisse Wirtschastsfragen auf ge­meinsame Basis zu behandeln. Die russische Ab­ordnung war vom Außenminister Dr. Rathenau für Montag mittag zum FrühMck eingeladen worden. Außer den Mitgliedern der russischen Delegation Tschitscherin, Litwinow, Rakowsky, Rader trnd einigen anderen Herren nahmen auch ciniae Parlamentarier wie Professor Hoetzsch, Freiherr von Rheinbaben, Dr. Breitscheid sowie einige Herren der Industrie, Geh. Rat Deutsch und der Bankier Mendelfohn an dem Frühstück teil. Die Delegation wird wahrscheinlich am Dienstag, spätestens Mittwoch Berlin verlassen.

«

Deutsch-ruMGe Verhandlungen.

Berlin, 4. April. (Privattelegramm.) Rach dem offiziellen Empfang der Genna-Delegierten durch den Reichskanzler «nd nach dem Frühstück bei Dr. Rathenau änderte die russische Delega­tion den Wunsch, daß sofort zwischen den zu­ständigen Abteilungen des Auswärtigen Amtes und den rnsstfchen Delegierten offizielle Set« Handlungen über schwebende W i 11« schastssragen eingeleitet würden. Die erste Fühlungnahme mit verschiedenen Vertretern des Auswärtigen Amtes hatte bereits am Mon­tag nachmtitag stattgefunden.

Vorbereitung für Genua.

Besprechung der deutschen SachverstSndtgen.

(Eigene Drahtmeldung.)

Berlin, 4. April.

Unter dem Vorsitz des Ministers des Aeuße- ren Dr. Rathenau fand gestern Mittag im Aus­wärtigen Amt eine Besprechung mit den von der Reichsregienmg für die Konferenz von Genna bestimmten Sachverständigen statt. Der Minister dantte den Erschienenen für die bereits geleistete Arbeit und gab eine ausführliche Vor­geschichte der Konferenz. Er ffizzierte die Ge- oenständc, die ans dieser Konferenz zur Beratung kommen werden. Auf Vorschlag des Ministers wurden die Sachverständigen in drei Gruppen eingeteilt und zwar 1. wirtschaft!iche Frage 2. finanzielle Frage und 3. verkehrs- politische Frage. Nur ein kleiner Teil der Sachverständigen wird die Hauptdelkgierten auf der Reife nach Genua begleiten, während die an­deren, wie bereits gemeldet, in Berlin bereit- stehen, nach Gemm berufen zu werden, wenn dies erforderlich wird.

SnMHer Wrtiunfug.

Rotterdam, 4. April. (Eigene D'ähtmeldung.') Der Eovrant berietet aus London, daß die Wet­ten bei Lloyds über den AuSgang der Genua- Konferenz hinsichtlich der Beteiligung die Mhr-

ren Kriegswetten übersteigen. Etwa eine Million Wett-Aufträge liege bisher vor. Für einen Er­folg der Konferenz hinsichtlich der Stabilisierung der europäischen Valuten wird gewettet 1 für «nd 9 gegen die Stabilisierung!

Die Gntmte-Fordemngen Frankreich drängt auf die Finanzkontrolle.

(Eigener Drahtbericht).

Rotterdam, 4. April

DerTemps" meldet aus Pari«: Unter den Mitgliedern der Reparations-Kommission be­steht die Aussicht, keine neue Ueberweisung der Reparattonssrage an den Boffchasterrat auszu­sprechen, wie eS in der englischen Presse vorge­schlagen wurde, auch dann nicht, wenn Deutsch­land zu Verhandlungen einlade, a6cr die For­derungen grundsätzlich ablehne. DerTemps" glattbt, daß daS deutsche Zugeständnis, die For­derungen nach Maßgabe des Möglichen weiter zn erfüllen, den Weg zu einem RotenauS- tausch offen lasse, die Einführung der alliier­ten Finanzkontrolle in Deutschland aber am 31. Mai würde dadurch nicht anfgehalten.

Llm die eigene Volizeimacht.

Gegen die Entente-Polizeiuote.

(Privat-Telegramm.)

München, 4. April.

Ter bayerische Minister de8 Innern Dr. Schweiger wird sich heute nach Berlin begeben, wo ernevte Besprecheunacn der Jnnen-Minister der Länder über die Nollet'sche Poli­zeinote stattfinden. Er wird für Bavcrn den Standpunkt vertreten, daß die Rote in W i- derspruch zum Vertrag von Versail­les steht und die notwendigen Erfordernisse zur Aufrechterhaltung der Ruhe und Ordnung im Lande gefährdet. Bayern glaubt sich mit d?n meisten anderen, besonders den süddeutschen Ländern einig darin, daß über die Versailler BertragSbefiirmnnnoen hinaus irgend welche Forderungen mit einem entschiedenenKein" zu beantworten sind. Weitere Zugeständnisse und weitere Rachgibigkeit würde nach Ansicht Bayerns nnr z» weiteren Forde- rungen führen und schließlich zur Unmög­lichkeit der Aufrechterhaltung der Staats­macht im eigenen Lande.

Die fremden Truppe».

Drohung mit Einmarsch ins Ruhrgebiet. (Privat-Telegramm.)

Essen, 4. April.

Die hier fich bildende Nachricht und Anzeige über sranzösische und belgische Vorbereitungen zu einem Einmarsch in das Rnhrgebiet haben eine außerordentliche Erregung hervorge- rufen. In den Arbeiterkreisen des Ruhrgebietes wird offen ausgesprochen, den Einmarsch mit der sofortigen Durchführung des G e n e r a l st r e i ks zu beantworten. DaS Pariser Journal,, mel­det ans Brüssel, die von den belgischen Justiz­behörden in Deutschland angefieHten Unter« suchnngcn hätten ergeben, daß in Hamborn beinahe regelmäßig geheime Versammlungen ab« gehalten werden, in denen gegen die Sicherheit der a klierten BcsatznngSbehSrden gehetzt werde. (?) Von einwandfreien Zeugen fei sogar festste- S-Lt, daß auf den Kopf dcs Generals Baurain ein Preis gesetzt worden sei (?) Als Mörder des Lentnants Grase wird ein Hans Abich genannt.

Einführung öerSommerzeit?

Beratung im Reichskabinett.

(Privat-Telegramm.)

Berlin, 4. April.

Der bekannte Schöpfer der Sommerzeit, Her­mann Rese in Goslar, hatte vor einiger 3eit eine Eingabe an den ReichSpräfidenten gerichtet, worin er die erneute Einführung der Som­merzeit dringend empfiehlt und den Nach­weis führt, daß allein durch die Ersparnisse an Lenchtmitteln mindestens zwei Milliarden Mark jährlich erspart werden könnten. Rese trat für dauernde gesetzliche Regelung der Frage ei«. Daraufhin ist jetzt ein Antwortschreiben des ReichSpräfidenten eingegangen, worin mitgeteilt wird, daß die Frage der Sommerzeit gegen» är» ttg im Reichskabinett beraten werde.

Die Fmnzosen-Angst.

Warum die Franzose» de» Rhein wolle».

Frankretw« eteeBen Krtz« immer nod) daran? hinaus, ,eine Truppen dauernd am Rhein fest- ,»sehen »nd das lintÄcheintsihe Gedtet von Denttwiand loSznrcitzeir. «tne geradezu lind. li<9« Angst ist die Ursache diese« Strebens, mir an« nachstehenden Mittettnngen «rfichtiich ist.

DerManchester Guardian" veröffentlichte in diesen Tagen drei der breiteren Oeffeutlich- feit bisher völlig unbekannt gebliebene Denk- ichrtsten dcz franzöfljcheit MaischollS Fach zur deuffchen Frage. Die erste Denkschrift ist »allen vom 27. November 1918, Vic zweite vom 10. Januar 1919 und die dritte vom 31. Matz 1919. Die beiden ersten Memoranden kamen nur jur Kenntnis französischer Politiker. Sie verfechten ausführlich den Standpunkt, dax aus dem Rheinland auf dem linken Ufer ein Pufferstaat gebildet werden müsse, weil Deutschland auch als Republik eine Bs- drohung für die Weltmächte bleibe. Gegen­über 65 oder 75 (?) Millionen Deutschen rechts des Rheines, so heißt es darin, befinden sich auf dem linken Rheinufer in Belgien 7,8 Millionen, in Luxemburg 9,26, in Elfatz-Lothringen 1.9, in Frankreich 39,6, zufammcn 49,56 Millionen Men­schen; dazu im Rheinland ttof dem linken Ufer 5,4, im ganzen also 54,96 Millionen. Daraus ist der Schluß zn ziehen, daß auf dem linken Rheinufer keine neutralen Staaten geben kann. Der Rhein müsse

die militärische Westgrenze

der deuffchen Völker fein, und den Deutschen müßten alle Hoheitsrechte Über das Gebiet auf dem linken Rheinufer genommen werden. Dies fei unerläßliche Bürgschaft für die Aufrechter­haltung des Friedens. Die dritte Denkschrift Fachs vom 31. März 1919 wurde noch am glei­chen Tage int Rat der Vier verlesen und hatte folgenden Wortlaut: -In der Denffchrift vom 10. Januar wurde die Notwendigkeit für die Verbandsmächte erwiesen, eine natürliche Grenze zu haben, und es gibt nur eine, den Rhein als militärische Grenze, um den Einbruch einer ger­manischen Masse von etwa siebzig (?) Millionen Köpfen aufzuhalten, die möglicher- weife noch durch eine slawische Masse von noch größerer Stärke vermehrt werden mag. (?) Wie aus der vorliegenden Denkschrift zu ersehen ist» wird jede andere Maßnahme, wie z. B. die ein­fache Neutralifation der durch ein starkes Bünd­nis zusammengchaltenen rheinischen Provinzen, ungenügend fein, entweder hinsichtlich der Wirk­samkeit oder wegen der Zeit, die sie brauchte, um wirksam zu werden. Denn wenn man sich ein neutrales Gebiet von «0 Kilometer Breite auf dem rechten und linken Rheinufer vorstellt, das frei von jeder Befatznng wäre, fo könnte fraglos ein deuffcher znm Angriffe ent­schlossener Befehlshaber am Angriffstage, ohte Ausmerkfamkcit zu erregen,

Stellungen eftmehmen,

die es ihm ermögliche« würden, ohne einen Schlag zu tun, die Uebergänge über de« Rhein und einen Spielnmm auf dem linken Rheinufer zu besetzen, der genügen würde, chn zum Ausgangspunkt für einen Angriff zu machen, kurzum, um mt? von eine vollendete Tatsache zu stellen, tote sich durch langwierige Verhandlungen nicht ändern ließe. Es ist fer­ner klar, daß biefer Befehlshaber von da ab daz Hindernis weggeräumt UNv deswegen nicht nur die Möglichkeit hätte, sich erfolgreich zu vertei­digen. sondern auch feine Massen mit Hoffnung auf Erfolg vorzuschieben. Was solltenwir, wenn wir von einer so ungünstigen Stellung ausgingen, die dem Vorspiel einer demnHAtt- gen verhängnisvoll«! Niederlage glcichkamc, dann tun? Unsere verbündeten Armeen sobald wie möglich an der Grenze unserer Länder znsammenzilchcn? Leider würden wir fein na- tätliches Hindernis finden können, um eine der- artige stets langwierige und für die zunächst be­troffenen Staaten, Frankreich und Belgien, ge­fährliche OveraffouKr zu decken, und zwar um so gefährlicher, je länger Wit aus

die Kmi der BZMdeszenoffeit

England und Amerika, warteten, die immer nut langsam eintreffen. Gäbe man selbst zu, daß diese unsere erfte Operation gelänge, so würden wir doch weniger Soldaten hoben, weil sie aus einer Bevölkerung von weniger als fünfzig Ml- linnen auSgeboben wären. Vor uns hätten wir eine unbestreitbar größere Anzahl von Deut- fchen Die Schlacht würde allo verloren fein, wenn sie von diesen Staaten allein geschlagen würde, und zwar wenn man dem Feinde auch gar keine besondere Fähigkeiten ziffchreibt. Um eine solche Ueberraschung zu vermeiden, die alle die bekannten Folgen nach sich ziehen würde, müs­sen wir selbst am Rhein bleiben."

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In dieser BesorgnchS «kennen totr ble Gründe, die die Wliierr«: veranlagt haben, TeuffeÄand so vollkommen zu entwaffnen, zu verkleinern und auszuplündern. Wan mußt