Kasseler Neueste Nachrichten
Hessische Abendzeitung
Kasseler Abendzeitung
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Fernsprecher 951 und 952
Nummer 68 a .......
Dienstag, 21. März 1922.
Fernsprecher 951 und 953
12. Jahrgang.
Bedingungen fit einen Zahlungsaufschub.
Das Steuersystem.
3m Jahre 1922.
Von
Dr. Hermann Pachnicke, M. d. R.
Die Beratungen der Steuerausschüsse des -teichstages sind nunmehr so weit abgeschlossen, dass unter den Parteien, soweit sie sich zur Mitarbeit entschlossen haben, eine endgültige Einigung erzielt wurde, die neuen Finanzvorlagen K bewilligen. So groß die Lasten sind, man t sich davon überzeugt, dass wir sie aus uns nehmen müssen. Der Haushaltsplan sür 1922 weist in seinem ordentlichen und außerordentlichen Teil zusammen Ausgaben in Höhe von 258 Milliarden Mark aus. Davon werden durch die alten und neuen Steuern, Zölle und sonstigen Einnahmen etwa einhundcrtund- fünf Milliarden, durch die Zwangsanleihe fünfzig Milliarden gedeckt Es bleibt also trotz der Uvberspannung unserer Steuerkraft noch ilmner eine gewaltige Summe übrig, zu deren Abgleichung die Notenpreffe in Gang gesetzt werden muß. Dabei kommen immer nur die bisher eingesetzten Posten in Betracht. Tatsächlich kündet sich auf den verschiedensten Gebieten eine weitere 'Vermehrung der Ausgaben an, so namentlich durch die Erhöhung der Gehälter und Löhne für Beamte und Staatsarbeiter. Die eben jetzt über die Besoldungs» und Entloh« uungsfrage geführten Verhandlungen lassen erkennen. daß es ohne eine sehr starte Heraufsetzung der Grundgehälter nicht abgehen wird. Die gestellten Forderungen sind ganz ungewöhnlich hoch und werden selbst nach wesentlicher Herabsetzung Wohl kaum hinter dem Gesamtbeträge von zehn Milliarden zurückbleiben. Die Balauzicrung des Etats ist hiernach beim besten Willen nicht erreichbar.
Verhandelt wird noch Mer die zweckmäßigste Form der Zwangsanleihe und darüber, ob ihr eine freie Anleihe vorausgehen soll oder nicht. Als sicher darf schon jetzt gelten, daß kleinere Vermögen freibleiben und daß sich der Anteil nach der Größe der Vermögen abstuft. Der Zinsfuß steht noch nicht fest. Die Entscheidung darüber ist insofern wichtig, als von ihr der Kurs der Anleihe abhängt. Wichtig wird es ferner sein, ob man die Anleihe beleihungssähig macht. Jedenfalls ist eine Beleihung bei den Darlehnskassen nach Möglichkeit einzuschränken, weil andernfalls die Ausgabe weiteren Papiergeldes in erheblichem Umfange notwendig werden würde und damit alle üblen Folgen der Inflation einträten, die durch die Auflegung der Anleihe gerade verhütet werden sollen. Tie Vorzugsbeyandlung, welche die Kriegsanleihen und die Sparprämiencmleihen hinsichtlich ihrer Belerhbarleit zu 85 Prozent des Pariwertes erfahren, wird mithin der Zwangsanleihe nicht zuerkannt werden dürfen.
Durch das Steuersystem in seiner neuen gestalt wird ungefähr alles erfaßt, was erfaßbar ist: das Einkommen mit dreiundzwan- zig Milliarden, der Umsatz mit vierundzwanzig, Milliarden, die Kohle mit zehn Milliarden, der Tabak mit 3,5, das Bier mit einer, der Branntwein mit 1,7, der Kapitalertrag mit 1,5 Milliarden Mark, ferner die Erbschaft mit sieb^ihun- dert, der Grunderwerb mit fünfhundertfünfzig, die Kraftfahrzeuge mit hundertfünfundzwanzig, die Versicherungen mit dreihundertachtzig Millionen Mark. Die Einnahmen aus Zöllen und Verbrauchssteuern sind im ganzen mit 25,4 Milliarden veranschlagt, gegen 14,9 im Vorjahr. Für die Vermögens- und Vermögenszuwachssteuer läßt sich der Ertrag einstweilen nicht schätzen. Erst die Veranlagung, die man bis Ende des Jahres 1922, spätestens Anfang 1923. durchgeführt zu haben hofft, wird dafür sichere Anhaltspunkte bieten. Festzuhalten bleibt, dass aus einer Reihe von Steuern den Ländern und Gemeinden Anteile an den Erträgnissen zustehen oder zugeftanden werden sollen. Diese Anteile sind um sechs Milliarden in 1922 höher und betragen zusammen die sehr respektable Summe von 22,5 Milliarden. Die Beschwerden, die aus Stadt und Land ertönen, haben also eine weitgehende Berücksichtigung erfahren. Ob sie nunmehr verstummen werden, steht dahin.
In allen diesen Berechnungen sind zwei Faktoren außer acht gehlieben: die von der Entente geforderten Barzahlungen und die Sachleistungen. In bar haben wir zuletzt «alle zehn Tage einunddreißig Millionen Goldmark bezahlen müssen und sehen nunmehr einer Auflage von siebenhundertund-wanzig Millionen Goldmark entgegen. Diese Bürde war uns schon in Cannes zugedacht und ist mir deshalb nicht beschlossen worden, weil die Verhandlungen durch den Sturz von Briand abgebrochen wurden. Jetzt geht die Reparativnskommission damit um, uns eine Zahlungspflicht in so enormer Höhe aufzuerlegen. Die Folge ist das Steigen des Kurses für den Dollar und für die übrigen ausländischen Zahlungsmittel. Der Vorrat der Reichsbank an Devisen ist nahezu erschöpft, airch die deutsche Industrie besitzt davon
nur so viel, als sie zur Zahlung der Einfuhr unbedingt nötig hat. Wir müssen also kaufen und treiben durch die dringlichere Nachfrage zu unserem eigenen Verderben die Kurse und Preise in die Höhe. Dazu treten die S a ch- leistungen in einer Jahreshöhe von anderthalb Milliarden Mark. Sie werden auf Reparationskonto angerechnet, müssen aber an die deutschen Produzenten vom Reich bezahlt werden. Zugleich verschlechtert sich dadurch unsere Handelsbilanz: denn die Sachleistungen an die Entente scheiden ans dem gewinnbringenden Teil des deutschen Exports aus. War unsere Handelsbilanz, bis auf die letzten beiden Bc- richtsmonate, schon stark passiv, so wird sie es künftig noch mehr, und erst recht verschlechtert sich die Zahlungsbilanz. — Sonach sind die R e p a- rationen das Haupthindernis für die Gesundung der wirtschaftlichen und finanziellen Verhältnisse Deutschlands, und, wegen der weltwirtschaftlichen Verflechtungen, auch Europas. Auf diesen Kcrnpunft müssen die interalliierten Finangminister ihre Augen richten. Kommt man uns in dieser Hinsicht nicht wesentlich entgegen so ist alle aufgewandte Mühe ftuchtlos.
Llm den Zahlungsaufschub.
Die Karantiebedingungen der Alliierte«.
(Eigener Drahtberichts.
Paris, 20. Mürz.
Nach dem „Tcmps" soll die Garantiekommission für die Gewährung eines Zahlungsaufschubs an Deutschland im Jahre 1922 folgende Garantiebedingungen aufgestellt haben: L Autonomie der ReichÄwnk, 2. Gleichgewicht des Staatshaushalts mit Steuern oder inneren Anleihen, 3. Nnterdrücknng her Auswüchse der Kapitalausfuhr, 4. die Neuverteilung der Auslands-Devisen, 5. Einschränkung des Notenumlaufs, 6. periodische Veröffentlichung der Finanz- und Handels-Statistik wie vor dem Kriege usw. — Die Erfüllung dieser Garantiebedingungen soll kurzftistig fein und von der Garantiekommission kontrolliert werden.
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Ermäßigung dec jährlichen Summe?
Berlin, 20. März. (Eigener Drahtbericht.) Aus VariS wird gemeldet: Das Kablo- gramm" gibt Einzelheiten über die Verhandlungen der Wiedergutmachungskommission und schreibt bann, die Mehrheit der Kommission habe sich auf den Grundsatz eines Moratoriums für Deutschland geeinigt. Aber über die Grundlage desselben sei mau noch nicht zu einer Einigung gelaugt. Die Engländer und Italiener wollten die deutschen Zahlungen auf fünfhundert Millionen Goldmark festgesetzt wissen, die Franzosen und Belgier dagegen auf siebenhundett- füufzig Millionen Das Blatt meint, es sei sehr wahrscheinlich, daß man sich auf eine mittlere Zister, etwa 600 Millionen, einigen werde.
EachverssSndigen-Konferenz
Die Beratung in London.
(Eigene Drahtmeldung.)
Paris, 20. März.
Die französische Abordnung zur Sach- verständigen-Konferenz ist am Sonntag nachmit. tag nach London abgereist. Nach Meldungen aus Brüssel sind auch belgische Sachverständige nach Loudon unterwegs. Ter „Petit Pari- fien" weiß zu berichten, daß die Aufgabe ver Sachverständigen ursprünglich gewesen fei, einen Wiederaufbauplau für Rußland herzustellen. Anscheinend ist dieser englische Plan fallen gelassen worden. Die englische Regierung, die den Rat gab, fidi vor allem mit Rußland zu befassen, hat heute eine wesentlich andere Tagesordnung aufgestellt. Sie hätt vor allem die Stabilisierung der Kurse für die wichtigste Aufgabe.
Abtrennung von Ostpreußen
Protest des Provinziallandtags.
(Eiaener Trahtbericht.)
Königsberg i. Pr., 20. März.
Gegen die Abtrennung Ostpreußens von der Weichsel durch einen Beschluß der interalliierten Grenzfeftsetzungskommisfion, wonach die fünf Ortschaften Johannisberg, Außendeis, Grals- dors, Kleinfelde und Unterberg mit ihren Grenzgemarlungen an Polen fallen sollen, hat der oftpreußische Provinziallandtag folgende Protesterklärung beschlossen: Der ost- preußische Provinziallandtag erhebt Einspruch gegen die von der interalliierten Grenzfestset- zungs-Kommisfion am 25. März vorgenommene,
dem Friedensvertrag zuwiderlaufende Festsetzung der Weichfelgrenze. Er verlangt, daß die deutsche Regierung die Annahme dieser unge- rechten Entscheidung ablehnt.
Europa als Einheit.
Der Kanzler über die Wirtschaftslage. lPrivat-Telegramm.)
Berlin, 20. Mürz.
Reichskanzler Dr. Wirth äußerte in einer Unterredung mit dem italienischen Abgeordneten Musolino sein Bedauern darüber, daß die Bereinigten Staaten die Teilnahme ander Konferenz von Genua abgesagt haben. Nach seiner Ansicht sei der endgültige Wiederaufbau Europas nur möglich, wenn sich die Vereinigten Staaten an dieser Arbeit beteiligen. Europa habe außereuropäische Hilfe nötig. Ohne daß die Staaten auf ihre nationale Denkart verzichten müßten, müsse man Europa als eine wirtschaftliche Einheit betrachten. Für den jetzigen Wiederaufbau sei Geld und Arbeit nötig. Deutschland kann kein Kapital zu diesem Zwecke aufbringcn, smtdcrn nur die Hilfe und die Arbeit seiner Technik. Im Verhältnis zwischen Italien und Deutschland bezeichnete der Kanzler den Abschluß guter Handelsbeziehungen als das Wichtigste. Dr. Wirth vermochte noch nicht zu sage«, ob er persönlich an der Konferenz in Genua teilnehmen werde.
LLM öen-Achrftunörrrtag.
Beratung über die etwaige Aufhebung. (Prrvat-Telegramm.l
Berlin, 20. März.
Zu der Beratung des Gesetzentwurfes über die A r b e i t S z e i t sür gewerbliche Arbeiter wird der sozialpolitische Ausschuß im Reichswirt- kchaftSrat am Donnerstag oder Freitag dieser Woche Sitzungen abhalten. Verschiedene Sachverständige sollen dabei gehört werden über die Frage, ob der geschlickt Achtstundentag in Deutschland in Anbetracht der gegenwärtigen wirtschaftlichen und finanziellen Verpflichtungen unbedingt durchführbar ist.
Deutschland und polen.
Die Verhandlungen über Ovsrschlestrn. (Eigener Drohtbericht.)
Genf, 20. März.
Wie das Sekretariat des Völkerbundes mitteilt. ist zwischen den bevollmächtigten Vertretern Deutschlands und Polens ein Einvernehmen zustande gekommen über die Regelung der Beziehungen der in Oberschlefien bestehenden Gewerkschaften und Brrufsvereiue zu ihren Zea- tralverbündcn. Tanäch sollen die Arbeitergewerkschaften besondere Verwaltungsbezirke für das deutsch bleibende und für das polnisch werdende Oberschlesien bilden. — Rach den der „Schlesischen Tagespost" vorliegenden Meldungen aus Genf erfolgt in diesen Tagen die Unterschrist des deutsch-polnischen Vertrages über Oberschlesien. — Meldungen aus Warschau zufolge hat die polnische Regierung einer Entlassung der in den polnischen Staatsgefängnissen befindlichen deutschen Oberschlesier im Wege der Gegenseitigkeit zugestimmt. Die weiteren Verhandlungen sollen zwischen polnischen und deutschen Beauftragten in Oppeln geführt werden.
Die Neutralen und Genua.
Llebereinstimmung der Ansichten.
(Eiaener Drohtberlcht.)
Berlin, 20. März.
Aus Stockholm wird gemeldet: lieber den Meinungsaustausch, der am Samstag in Stockholm unter den sechs neutralen Staaten Europas (die drei flandiuavischen Länder, die Schweiz, Holland und Spanien) über die Konferenz von Genua stattfand, wird eine amtliche Erklärung abgegeben, in der eS heißt, daß eine wesentliche llebereinstimmung in den Ansichten über die dabei berührten Fragen vorhanden war. Ein weiterer Gedankenaustausch vor der Konferenz wird zwischen den einzelnen Sachverständigen staitsindcn, die die verschiedenen Länder entsenden werden.
Reichsmietengefetz.
Bestimmung für Vermieter und Mieter.
®en eeläutetuitgen de« Miet«gesetzeS in utt> feie« SonntagSnummer, die jede Stellung nähme zu dem Gesetz vermeide» wollen lagen wir heute den «weite« Teil folgen.
II.
Bei vermieteten gewerblichen Raus men kann nach den Bestimmungen des Reichsmietengesetzes eine weitere Erhöhung der Miete Eintreten Zunächst können die allgemeinen Zu« schlüge für gewerbliche Räume höher festgesetzt werden für Wohnräume. Erfordert ein gewerblich benutzter Raum besonders hohe Betriebs- und Instandsetzungskosten, fo kann das Mieteinigungsamt einen weiteren Zuschlag zu- lassen. Schließlich kann darüber hinaus ganz allgemein für gewerbliche Räume noch ein besonderer Zuschlag zur Grundmicte festgesetzt werden, auch wenn dieser zur Deckung von Betriebs- und Instandsetzungskosten nicht mehr erforderlich ist.
Die Bildung einer Mietervertretung wird für zulässig erklärt, jedoch nicht als unbe« dingt notwgndig vorgeschrieben. Besteht eine Mietervcrtetung, so werden ihr bestimmte Befugnisse zugewiesen; insbesondere hat sie neben und anstelle des Mieters das Recht, bei Streitigkeiten Wer die Vornahme von laufenden Instand- setzungsarbeiten die Entscheidung der bereits er- wähnten Stelle anzurufen. Bei Räumen mit Sammelheizuug und Warmwasserversorgung wind ihre Mitwirkung bei der Befchaffung, La, gerung und Verwendung der Heizstoffe vorgesehen; auch kann für betätige Räume die Bildung einet Mietervertretung von der obersten Landesbehörde vorgösthrieben werden. Jeder Beteiligte soll sich ferner in Streitfällen an die .Mietervertretuna wenden, diese soll den Sachverhalt nach Möglichkeit klären und eine gütliche Einigung hevbeizuführen suchen. — Die Kosten der Heizstoffe für Sam mol Heizung und Warmwasserversorgung sind getrennt von der gesetzlichen Miete zu berechnen. Die näheren An» vrdnungen trifft Lier oberste Landesbehörde. — In Fällen der Untermiete, also vor allem bei der Vermietung möblierter Räume, umß der Mietzins in einem angemessenen Verhältnis zu dem auf den Raum entfallenden Teil der Hauptmieie stehen. Auch hier soll die oberste Landesbeihörde nähere Bestimungen erlassen. — Wir 3te«bauten oder durch Um- oder Einbauten neu geschaffene Räume, sowie für dir Räume gemeinnütziger Banveveinigungen und Räume in öffentlichen Gebäuden gilt das Gesetz nicht. — Mit Rücksicht auf die in einzelnen Ländern bestehenden verschiedenartigen Verhältnisse ist den obersten Landesbehörden das Recht eingeräumt, die Vorschriften des Gesetzes in weitem Umfange zu ändern und den Verhältnissen des Landes anzupassen. Das Gesetz tritt, wie bereits erwähnt, spätestens am 1. Juli d. I. in Kraft: die oberste Landesbehörde kann es früher in Straft setzen. Es soll am 1. Juli 1926 außer Kraft treten. Gegenüber dem bisherigen Rechtszustand bringt das Gesetz
wesentliche Aenderungen sowohl für den Vermieter wie sür den Mietet. Wir den Vermieter ist das Reckt, die Mete auch bei laufenden Mietverträgen zu erhöhen, besonders wichtig; er hat ferner die Sicherheit, daß et die zur Deckung -et Betriebs- und Instandsetzungskosten erforderlichen Mittel erhält, und daß die Mete sich automatisch der Steigerung dieser Kosten anpaßt. Um welchen Betrag sich auf Grund dieses Gesetzes die Mieten erhöhen werden, läßt sich allgemein nicht sagen. Das hängt wesentlich von der Höhe der in bet einzelnen Gemeinde zu zahlenden Abgaben, Stenern usw ab und wird daher in den einzelnen Gebieten und Gemeinden Deutschlands durchaus verschieden sein. Zu beachten ist, daß die Mieter nefcer der Miete noch eine besondere Wohnnngsabgabe in Höhe von 50 v. H. der Frie- densmiete zu zahlen haben (Gesetz Wer di« Wohnungsabgabe). Die auf diese Weise gewonnenen Mittel dienen lediglichzur Förderung der Neubautätigkeit. Wenn darnach auch weitere, in einer Zeit altzemeiner Preissteigerung doppelt empfindliche Belastung der Meterschaft einneten werden, so werden dies« doch nur insoweit zugelassen, als sie wirtschaftlich gerchtfertigt sind. Die Mieter erhalten an« dererseits durch eingehende KontroMorschristen die Sicherheit, daß die von ihnen aufgebrachten Mittel auch tatsächlich für das Haus Verwendung finden, daß vor allem das Haus in der erforderlichen Weise instandgehalten wird.
Land- und Forstwirtschaft.
In der Mitteldeutschen Ausstellung.
In der Unterabteilung „Rohstoff-Wirtschaft* wendet sich das Wiederaufbau-Progtamm der Mitteldeutschen Ausstellung in Magdeburg auch ter Land- und Forst,oirrschaft nebst deren in« diksttlellen Betrieben zu. Besonders rationelle Arbeitsweisen, die vroduftive Auswertung des